Reiseführer Djibouti
Inhaltsverzeichnis
Kontaktadressen
Lage
Nordostafrika, Golf von Aden.
Offizieller Staatsname
Republik Djibouti.
Landesvorwahl
253.
Office National du Tourisme de Djibouti (ONTD)
Place du 27 Juin, BP 1938, DJ-Djibouti
Tel: 35 37 90, 35 28 00. Fax: 35 63 22.
E-Mail: onta@intnet.dj
Internet: www.office-tourisme.dj
Ambassade de la République Djibouti
26 Rue Emile Ménier, F-75116 Paris
Tel: (+33) (01) 47 27 49 22. Fax: (+33) (01) 45 53 50 53.
E-Mail: webmaster@ambdjibouti.org
Mo-Fr 09.00-12.00 und 14.00-16.30 Uhr; (auch für Deutschland, Österreich und die Schweiz zuständig).
Anmerkung:
Visa werden auch von der französischen Botschaft in Berlin ausgestellt (s. Frankreich).
Honorarkonsulat von Djibouti
(ohne Visumerteilung)
Reinlgasse 5-9, A-1140 Wien
Tel: (01) 982 23 57, 982 26 28.
Fax: (01) 982 61 66.
Termine nach Vereinbarung.
Honorargeneralkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
3 Rue de Peking, Le Héron, BP 177, DJ-Djibouti
Tel: 35 21 51, 35 27 31. Fax: 35 13 29.
Honorarkonsulat der Republik Österreich
Savon & Ries, Boulevard Cheik Osman, DJ-Djibouti
Tel: 35 23 50. Fax: 35 11 03.
Mo-Do und Sa, So 07.30-12.00 Uhr.
Die Schweiz unterhält derzeit keine diplomatischen Vertretungen in Djibouti, zuständig ist die Botschaft in Addis Abeba (s. Äthiopien).
Allgemeines
Fläche
23.200 qkm.
Bevölkerungszahl
457.130 (2003).
Bevölkerungsdichte
29,7 pro qkm.
Hauptstadt
Djibouti. Einwohner: 547.100 (2003).
Geographie
Djibouti liegt an der afrikanischen Ostküste am »Horn von Afrika« und grenzt im Südosten an Somalia, im Westen an Äthiopien, im Nordwesten an Eritrea und im Osten an den Golf von Aden. Das Land ist ein verhältnismäßig unfruchtbarer Küstenstreifen, der zwischen 20 und 90 km breit ist. Die Küste besteht aus Sandstränden, das Landesinnere überwiegend aus Halbwüste, die mit Dornbüschen, Steppe und vulkanischen Bergketten durchsetzt ist.
Staatsform
Präsidialrepublik seit 1977. Verfassung von 1992. Nationalversammlung (Assemblée Nationale) mit 65 Mitgliedern (33 Issa, 32 Afar), auf fünf Jahre gewählt. Staatsoberhaupt: Ismail Omar Guelleh, seit 1999. Regierungschef: Dileita Mohamed Dileita, 2001. Unabhängig seit 1977 (ehemalige französische Kolonie).
Sprache
Amtssprachen sind Arabisch und Französisch. Daneben werden kuschitische Sprachen der Afar und Issa gesprochen. Hotelangestellte, Taxifahrer und Geschäftsleute sprechen meist etwas Englisch.
Religion
95% Muslime (Sunniten); römisch-katholische, protestantische und griechisch-orthodoxe Minderheiten.
Ortszeit
MEZ + 2 (UTC + 3).
Netzspannung
220 V, 50 Hz.
Post- und Fernmeldewesen
Telefon
Internationale Direktdurchwahl.
Landesvorwahl
253.
Mobiltelefon
Mobiltelefone können im Hauptpostamt gemietet werden. Ein GSM-Netz wird zur Zeit gerade eingerichtet. Es besteht ein AMPS- Netzwerk, aber der Sendeempfang beschränkt sich auf die Hauptstadt und nähere Umgebung.
Fax
Es gibt keine öffentlichen Anschlüsse.
Internet/E-Mail
Internetzugang steht im Hauptpostamt und in größeren Hotels zur Verfügung. Es gibt Internetcafés in Djibouti. Internetanbieter: Société des Télécommunications Internationales de Djibouti (Internet: www.intnet.dj ).
Telegramme
Können zwischen 07.00-20.00 Uhr im Hauptpostamt in Djibouti aufgegeben werden. Man kann Telegramme auch vom Telegrafenamt abschicken.
Post
Luftpost nach Europa benötigt ca. eine Woche, auf dem Seeweg drei Wochen.
Deutsche Welle
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0221) 389 32 08. Internet: www.dwelle.de ) anzufordern.
Reisepaß/Visum
Reisepaß/Visum
| Land | Visa | Reisepass |
| Deutschland | Ja | Ja |
| Österreich | Ja | Ja |
| Schweiz | Ja | Ja |
| Andere EU-Länder | Ja | Ja |
Einreisebeschränkungen
Die Regierung von Djibouti verweigert Staatsangehörigen von Israel die Einreise.
Reisepass
Allgemein erforderlich, muß mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein. Der deutsche Kinderausweis wird nicht anerkannt.
Visum
Allgemein erforderlich.
Hinweis
Es wird empfohlen, Visa vor der Abreise zu beantragen. Visa können jedoch direkt am Flughafen an Staatsbürger der folgenden Länder ausgestellt werden, wenn im Land ihres Wohnsitzes keine diplomatische Vertretung von Djibouti vorhanden ist: Australien, Bahrain, EU-Länder (Staatsangehörige von Frankreich erhalten auch dann bei der Einreise ein Visum, wenn in dem Land ihres Wohnsitzes eine diplomatische Vertretung von Djibouti vorhanden ist), Japan, Kanada, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien, USA und Vereinigte Arabische Emirate. Ein Visum für einen Aufenthalt von bis zu einem Monat kostet am Flughafen 5.000 FD (ca. 29 US$).
Transit
Transitreisende, die mit dem nächsten Anschluß weiterfliegen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum. Ausgenommen sind Staatsangehörige von Israel, denen die Einreise verweigert wird.
Visaarten
Einreise- (Visa de Séjour), Touristen- (Visa de Tourisme), Geschäfts- (Visa d'affaires) und Transitvisa (Visa de Transit). Transitvisa werden normalerweise für 10 Tage ausgestellt. Die Visaausstellung hängt von der Nationalität des Besuchers ab. Eine Verlängerungsmöglichkeit besteht vor Ort, Anträge sind an die Einreisebehörden zu stellen.
Visagebühren
Deutschland, Österreich, Schweiz
Visum für einen Aufenthalt zwischen 10 und 90 Tagen: 35 €,
Transitvisum: 35 €
(Botschaft von Frankreich in Berlin).
Gültigkeitsdauer
Unterschiedlich. Visa werden für maximal 3 Monate ausgestellt. Verlängerungsmöglichkeit vor Ort beim Hauptquartier der Nationalpolizei.
Antragstellung
Botschaft in Paris (s. Adressen) oder französische Botschaft in Berlin (s. Frankreich).
Unterlagen
(a) Reisepaß. (b) 2 Antragsformulare (in französischer Sprache). (c) 2 Paßfotos. (d) Postanweisung für Gebühren und Porto (kein Scheck). Geschäftsvisa: Schreiben der eigenen Firma und Einladungsschreiben des Geschäftspartners in Djibouti.
Anmerkung
Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.
Bearbeitungszeit
Ca. 24 Stunden (bei persönlicher Beantragung in Paris), 4 Wochen (bei postalischer Beantragung in Paris), 4 Wochen in Berlin.
Geld
Währung
1 Djibouti Franc = 100 Centimes. Währungskürzel: FD, DJF (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 10.000, 5000 und 1000 FD; Münzen in den Nennbeträgen 500, 100, 50, 20 und 10 FD. Die Landeswährung ist an den US-Dollar gebunden.
Geldwechsel
Ist in den großen Hotels und Banken und autorisierten Wechselstuben in der Hauptstadt möglich, die Mitnahme von US-Dollar oder Euro in ausreichender Menge wird empfohlen. Die meisten Banken befinden sich in der Nähe des Place du 27 Juin.
Kreditkarten
Werden nur von Fluggesellschaften und einigen größeren Hotels akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Reiseschecks
Werden im allgemeinen nicht angenommen, wenn sie in Fremdwährungen ausgestellt sind, es sei denn, sie sind mit dem Vermerk »Pour compte étranger« versehen.
Wechselkurse
| FD | FD | FD | FD | FD | |
| Dez. '02 | Apr. '03 | Sept. '03 | Jan. '04 | Apr. '04 | |
| 1 € | 174,08 | 185,03 | 205,98 | 224,03 | 216,41 |
| 1 CHF | 117,97 | 124,65 | 132,46 | 142,87 | 137,85 |
| 1 US$ | 175,00 | 174,13 | 175,00 | 175,00 | 175,00 |
Devisenbestimmungen
Keine Beschränkungen.
Öffnungszeiten der Banken
Sa-Do 07.15-11.45 Uhr.
Duty Free
Duty Free
S. Frankreich.
Einfuhrverbot
Waffen, Drogen, pornographisches Material.
Anmerkung
Drogendelikte werden mit harten Strafen geahndet.
Gesetzliche Feiertage
Gesetzliche Feiertage
1. Jan. 2004 Neujahr. 2. Febr. Eid al-Adha (Opferfest). 1. Mai Tag der Arbeit. 2. Mai Moloud (Geburtstag des Propheten). 27. Juni Unabhängigkeitstag. 14.-16. Nov. Eid al-Fitr (Ende des Ramadan). 25. Dez. Weihnachten.
1. Jan. 2005 Neujahr. 21. Jan. Eid al-Adha (Opferfest). 10. Febr. El-am-Hejir (Islamisches Neujahr). 21. April Moloud (Geburtstag des Propheten). 1. Mai Tag der Arbeit. 27. Juni Unabhängigkeitstag. 3.-5. Nov. Eid al-Fitr (Ende des Ramadan). 25. Dez. Weihnachten.
Anmerkung
Die oben angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr. Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, essen Muslime nicht während des Tages, sondern erst nach Sonnenuntergang, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf kommen kann. Viele Restaurants sind tagsüber geschlossen, und der Genuß von Alkohol und Zigaretten kann begrenzt werden. Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
Gesundheit
Gesundheit
| Krankheit | Vorsorge | Impfbescheinigung |
| Gelbfieber | Ja | 1 |
| Cholera | Ja | 2 |
| Typhus & Polio | Ja | - |
| Malaria | 3 | - |
| Essen & Trinken | 4 | - |
[1]
Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die aus Infektionsgebieten kommen und über ein Jahr alt sind.
[2]
Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.
[3]
Malariaschutz ganzjährig erforderlich. Für die im ganzen Land verbreitete gefährlichere Malariaart Plasmodium falciparum wurde Chloroquinresistenz gemeldet.
[4]
Trinkwasser ist gechlort und relativ sauber, kann jedoch u. U. leichte Magenverstimmungen hervorrufen. Während der ersten Urlaubstage wird daher abgefülltes Wasser empfohlen. Das Wasser außerhalb der größeren Städte kann verunreinigt sein und sollte vor Gebrauch sterilisiert werden. Milch ist nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuß von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Obst sollte geschält und Gemüse gekocht werden.
Tollwut kommt vor. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Hepatitis B ist hochendemisch.
Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.
Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis können vorkommen.
Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt vor. Das Zeckenbißfieber ist ebenfalls endemisch.
HIV/Aids ist weitverbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.
Gesundheitsvorsorge
Die medizinische Versorgung ist landesweit unzureichend. Die Mitnahme einer Reiseapotheke ist daher ratsam. Bei Reisen ins Landesinnere sollten ausreichende Trinkwasservorräte mitgenommen werden. Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung wird dringend empfohlen.
Reiseverkehr - International
Sicherheitshinweis
Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen nach Djibouti sollte zur Zeit abgesehen werden
Flugzeug
Djiboutis nationale Fluggesellschaft, Air Djibouti (DY), bietet Flüge nach Europa und in den mittleren Osten. Daallo Airlines (D3), eine regionale Fluggesellschaft mit Sitz in Djibouti, bietet Verbindungen nach Somalia und in die Vereinigten Arabischen Emirate. Air France, Airkenya Aviation, Djibouti Airlines, Ethiopian Airlines und Yemenia Yemen Airways fliegen Djibouti an. Es gibt keine Direktflüge von Frankfurt/M., Zürich oder Wien. Air France bietet mehrmals wöchentlich Direktverbindungen von Paris.
Air Kenya und Air Tanzania bieten ebenfalls Flüge an.
Durchschnittliche Flugzeit
Paris – Djibouti: 9 Std. (einschl. Zwischenlandungen).
Flughafengebühren
20 US$.
Internationaler Flughafen
Djibouti International Ambouli (JIB) liegt 5 km südlich der Stadt. Taxistand, Bars, Cafeteria und Duty-free-Shop.
Bahn
Die Djibouti-Ethiopian Railway verkehrt täglich zwischen Addis Abeba und Djibouti. Touristen und Geschäftsreisende sollten nur 1. Klasse reisen. Die Züge sind in schlechtem technischen Zustand und unzuverlässig. Wegen der gespannten politischen Situation ergeben sich Sicherheitsrisiken für Reisende.
Bus/Pkw
Es gibt Straßenverbindungen von Djibouti nach Assab (Eritrea) und nach Westen über Dikhil nach Addis Abeba (Äthiopien). Busse fahren nach Loyoda an der somalischen Grenze. Der Straßenzustand ist schlecht und Reisende sollten sich des Risikos der persönlichen Sicherheit bewußt sein. Von Reisen ins benachbarte Somalia wird wegend der gespannten politischen Situation abgeraten.
Reiseverkehr - National
Reisehinweise
Djibouti ist touristisch wenig erschlossen, bei Reisen im Land muß mit Behinderungen wegen unzureichender Infrastruktur gerechnet werden. Die Regionen Mabla, nördlich von Tadjoura, und As Eyla, südlich von Dikhil, gelten wegen der dort vermuteten Rebellengruppen noch immer als sehr unsicher und sollten gemieden werden. Von einem Besuch der nördlichen Landesteile (westlich des Lac Assal und nördlich des Golfs von Tadjoura) wird wegen der dort herrschenden Minengefahr abgeraten.
Flugzeug
Daallo Airlines (D3), bieten Inlandsflüge an. Unter Umständen können Privatflugzeuge gemietet werden. Neben Djibouti werden die Flughäfen Obock und Tadjoura angeflogen.
Schiff
Es gibt Fähren von Djibouti nach Tadjoura und Obock (Fahrzeit 3 Std.).
Bahn
Auf der einzigen Bahnstrecke fahren täglich Züge zur Grenze nach Äthiopien (s. Reiseverkehr-International).
Bus/Pkw
Es gibt Busverbindungen von Djibouti zu nahezu allen Städten landesweit. Da Busse nicht nach Fahrplan, sondern erst abfahren, wenn sie voll sind, können sich lange Wartezeiten ergeben. Eine neue Straße führt von Djibouti nach Tadjoura. Aufgrund des schlechten Straßenzustands sind geländegängige Fahrzeuge empfehlenswert. Die Asphaltstraße sollte wegen der allgemeinen Gefahr von Landminen nicht verlassen werden. Ausreichend Wasser und Benzin sollten mitgeführt werden. Mietwagen sind am Flughafen und in Djibouti von Red Sea Cars erhältlich. Stophi vermietet Fahrzeuge mit Allradantrieb. Unterlagen: Internationaler Führerschein empfohlen, aber nicht vorgeschrieben. Unter Vorlage des eigenen Führerscheins erhält man einen befristeten Landesführerschein. Ein Versicherungsnachweis ist nicht nötig.
Stadtverkehr
In Djibouti verkehren Minibusse mit Einheitsfahrpreisen, die nach Bedarf halten. Taxis gibt es in Djibouti, am Flughafen sowie in Ali-Sabieh, Dikhil, Dorale und Arta. Nach Einbruch der Dunkelheit wird ein Zuschlag von 50% berechnet.
Unterkunft
Hotels in Djibouti sind teuer und die wenigen preiswerten nicht sehr einladend. Es gibt einige Luxushotels. Außerhalb der Hauptstadt gibt es nur wenige Übernachtungsmöglichkeiten, die bestehenden Unterkünfte im Landesinneren sollen jedoch modernisiert und neue Hotels gebaut werden. Das Rasthaus in Ali-Sabieh hat eine große, schattige Terrasse und einfache Kochgelegenheiten. Insgesamt stehen neun Zimmer zur Verfügung. Die Regierung plant, landesweit ein Netz von Rasthäusern und Strandunterkünften anzulegen.
Urlaubsorte & Ausflüge
Urlaubsorte & Ausflüge
-
Djibouti liegt im Afar-Dreieck, einer der heißesten und abgelegensten Regionen der Welt. Die Stadt wurde im 19. Jahrhundert gegründet und bietet einen ausgezeichneten Markt, den Marché Central, in der Nähe der Moschee sowie einige gute Restaurants. Sehenswert ist auch der Hafen, in dem Fischerboote und die traditionellen arabischen Segelschiffe (Dhaus) liegen, und das Aquarium Tropical de Djibouti, in dem man die Unterwasserwelt des Roten Meeres bestaunen kann. Das Aquarium ist täglich außer während des Ramadans von 16.00-18.30 Uhr geöffnet. Man kann Bootsausflüge zu den Inseln Maskali und Moucha im Golf von Tadjoura unternehmen. Doralé ist 11 km und Kor Ambad 14 km von der Hauptstadt entfernt, beide Orte haben herrliche Strände. Das Land besteht größtenteils aus Wüste und liegt in einem Senkgraben, der am Rand ins äthiopische Hochland übergeht. Der größte Teil des Landes liegt unter dem Meeresspiegel. Der Assal-See (100 km südwestlich der Hauptstadt) liegt 150 m unter dem Meeresspiegel in einem der tiefstgelegenen Gebiete der Welt. Wie viele andere Regionen kann er nur mit einem Fahrzeug mit Allradantrieb erreicht werden. In der Nähe liegt der Lac Goubet, ein Meerwassersee, der im Volksmund den Namen "Teufelsgrube" trägt. Beide Seen sind umgeben von einer öden Mondlandschaft aus erloschenen Vulkanen und schwarzem Lavagestein. Der Abbé-See an der äthiopischen Grenze ist die Heimat Tausender von Flamingos und Pelikanen. Auf dem Weg von Djibouti nach Ali-Sabieh durchquert man zwei beeindruckende Wüstenebenen, die Salzpfannen Petit Bara und Grand Bara. Der große Markt ist die Hauptattraktion von Ali-Sabieh. Im Stadtzentrum gibt es noch mehrere traditionelle Afar-Hütten. Am Nordufer des Golf von Tadjoura kann man wunderbar tauchen. Hier liegen die Hafenstädte Obock und Tadjoura. Tadjoura hat sieben Moscheen und gute Strände. Das vorgelagerte Korallenriff bietet hervorragende Tauch- und Schnorchelgründe. Unmittelbar hinter der Stadt erheben sich markante Vulkanberge von bis zu 1300 m Höhe. Der Godaberg-Nationalpark liegt im Landesinneren.
Sozialprofil
Essen & Trinken
Es gibt Restaurants mit französischen, vietnamesischen, chinesischen, arabischen und einheimischen Spezialitäten wie im Ofen gebackener oder gegrillter, scharf gewürzter Fisch sowie Hammel- oder Ziegeneintopf. Alkohol wird nur an Nichtmoslems und ausgeschenkt und ist in Gebieten mit vorwiegend islamischer Bevölkerung unüblich (besonders während des Ramadan). Der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit, außer in Restaurants mit Ausschanklizenz, ist verboten.
Einkaufstips
Auf den Märkten werden einheimische Handarbeiten angeboten. Öffnungszeiten der Geschäfte: Sa-Do 07.30-12.00 und 16.00-19.00 Uhr.
Sport
Die Strände von Doralé und Kor Ambad, etwa 15 km von der Hauptstadt entfernt, bieten ideale Bademöglichkeiten. Im Golf von Tadjoura (besonders bei Obock und Tadjoura) findet man farbenprächtige Fisch- und Korallenarten. Tauchen, Schnorcheln und Unterwasserfotografie sind hier besonders zu empfehlen. Von September bis Mai ist das Meer besonders klar. Bergsteigen bietet sich im Vulkangebirge bei Tadjoura an. Windsurfen ist sowohl im Meer als auch auf dem Trockenen im östlichen Ende der Salzebene Petit Bara möglich. Jagen ist überall verboten.
Land & Leute
Legere Kleidung wird akzeptiert. Einheimische islamische Sitten sollten respektiert werden. Badekleidung gehört an den Strand. Fotografieren: Es ist strikt verboten, militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Brücken, Hafenanlagen, Regierungsgebäude etc.) zu fotografieren. Trinkgeld: Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld. Es gibt einen festgesetzten Tarif, aber Besucher zahlen normalerweise mehr. 10% für Bedienung wird auf die Rechnung aufgeschlagen.
Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Aufgrund der geographischen Beschaffenheit des Landes ist Landwirtschaft nur begrenzt möglich. Die Halbwüste dient überwiegend als Weideland für Viehherden. Der Tiefseehafen am Bab al-Mandab ist von großer Bedeutung, da er an der Öltransportroute zwischen dem Golf von Aden und dem Roten Meer liegt. Die Möglichkeit wirtschaftlicher Expansion besteht vor allem im Dienstleistungssektor, andere Industriezweige sind nur wenig entwickelt. Die höchsten Wachstumsraten sind im Transport- und im Bankwesen zu verzeichnen. Regierungsplänen zufolge soll Djibouti zu einem wichtigen Umschlagplatz auf der Strecke zwischen Afrika und dem Nahen Osten sowie zu einem regionalen Telekommunikationszentrum ausgebaut werden. Gegenwärtig ist das Land auf Entwicklungshilfe aus Frankreich und dem Nahen Osten angewiesen. Hauptexportgüter sind Nahrungsmittel, Viehzuchtprodukte und Kaffee, deren Erlöse nicht einmal 10% der Importe ausmachen. Djibouti ist der wichtigste Transithafen für äthiopische Güter. Frankreich erhält 57% aller Exporte, weitere Handelspartner sind Äthiopien, Jemen, Saudi-Arabien, Somalia und Thailand.
Geschäftsverkehr
Leichte Tropenanzüge bzw. Sommerkleider sind für Geschäftstermine angebracht. Französisch ist Geschäftssprache. Dolmetscher- und Übersetzerdienste stehen begrenzt zur Verfügung. Geschäftszeiten: Sa-Do 06.20-13.00 Uhr.
Kontaktadressen
False
Klima
Klima
Zwischen Juni und August, wenn der Khamsin weht, sehr heiß und trocken. Zwischen Oktober und April kühler mit gelegentlichen Regenschauern.



