Reiseführer Gambia
Inhaltsverzeichnis
Kontaktadressen
Lage
Westafrika.
Offizieller Staatsname
Republik Gambia.
Landesvorwahl
220.
GTA Gambia Tourism Authority
Eigelstein 98, D-50668 Köln
Tel: (0221) 160 74 41. Fax: (0221) 160 74 46.
E-Mail: info@gta-deutschland.de
Internet: www.visitthegambia.gm
Mo-Fr 09.00-18.00 Uhr; (auch für Deutschland, Österreich und die Schweiz zuständig).
GTA Gambia Tourism Authority
Kololi, PO Box 40 85, GM-Bakau
Tel: (0220) 46 24 91. Fax: (0220) 46 24 87.
E-Mail: info@gta.gm
Internet: www.visitthegambia.gm
Honorarkonsulat der Republik Gambia
(mit Visumerteilung)
Kurfürstendamm 103, D-10711 Berlin
Tel: (030) 89 68 98 01. Fax: (030) 89 68 98 11.
Di und Do 10.00-13.00 Uhr.
Honorarkonsulate mit Visumerteilung in Frankfurt/M. (Tel: (069) 97 12 00 30), Köln (Tel: (0221) 92 58 61 13) und München (Tel: (089) 22 80 25 66).
Honorargeneralkonsulat der Republik Gambia
(mit Visumerteilung)
Wagner-Schönkirch-Gasse 9, A-1232 Wien
Tel: (01) 616 73 95. Fax: (01) 616 05 34.
E-Mail: gambia@aon.at
Mo-Fr 09.00-12.00 Uhr (Voranmeldung erwünscht).
Generalkonsulat der Republik Gambia
(mit Visumerteilung)
Rütistraße 13, Postfach 482, CH-8952 Schlieren/Zürich
Tel: (01) 755 40 48. Fax: (01) 755 40 41.
E-Mail: pr-kfs@pr-kfs.ch
Mo-Fr 09.00-11.00 und 14.00-16.00 Uhr.
Honorarkonsulat der Republik Österreich
SOS-Kinderdorf International, Regional Office for North/West Africa, P. M. B. 28, GM-Banjul
Tel: 46 08 36. Fax: 46 43 61.
E-Mail: sos@sos-ro.gm
Die Bundesrepublik Deutschland und die Schweiz unterhalten keine Botschaften in Gambia. Zuständig sind die jeweiligen Botschaften in Dakar (s. Senegal).
Allgemeines
Fläche
11.295 qkm.
Bevölkerungszahl
1.501.050 (2003).
Bevölkerungsdichte
132,9 pro qkm.
Hauptstadt
Banjul. Einwohner: 46.700 (2003).
Geographie
Gambia liegt an der afrikanischen Atlantikküste und besteht aus einem schmalen Landstreifen, der an keinem Punkt breiter als 50 km ist und sich an beiden Ufern des Flusses Gambia entlang von Ost nach West erstreckt. Gambia, die westlichste und kleinste Nation Afrikas, grenzt im Westen an den Atlantik und ist sonst ausschließlich vom Senegal umschlossen. Das Land besteht überwiegend aus einem niedrigen Plateau, das zum Atlantik hin ansteigt und von einigen Tafelbergen sowie vom Fluß Gambia und seinen Nebenflüssen aufgelockert wird. Die Region um Georgetown wird im Norden von felsigen Hügeln umschlossen. Mangrovensümpfe herrschen an der Küste und den Flußufern vor, nur am unteren Ende des Flusses überwiegen steile rote Ufer, auf denen Bambus und üppiger Regenwald wachsen. Die parkähnliche Savanne, die weitgehend mit Palmen, Mahagoni-, Rosenholz- und Gummibäumen bewachsen ist, macht einen Großteil der Landschaft aus. An der Flußmündung am Atlantik gibt es eindrucksvolle Sandsteinklippen und 50 km Strände.
Staatsform
Präsidialrepublik (im Commonwealth) seit 1970. Neue Verfassung seit 1997. Einkammerparlament mit 49 Mitgliedern. 45 Abgeordnete des Parlaments werden auf 5 Jahre gewählt, 4 Mitglieder werden vom Staatsoberhaupt ernannt. Staats- und Regierungschef: Yayah Jammeh, seit 1994. Unabhängig seit 1965 (ehemalige britische Kolonie).
Sprache
Amtssprache ist Englisch. Manding, Ful und Wolof sind ebenfalls weit verbreitet. Im übrigen werden auch Jola, Serahule und Arabisch gesprochen.
Religion
95% Moslems, christliche und animistische Minderheiten.
Ortszeit
MEZ - 1 (UTC).
Netzspannung
220 V, 50 Hz. Runde oder eckige (englische) Dreipolstecker.
Post- und Fernmeldewesen
Telefon
Selbstwählferndienst.
Landesvorwahl
220. Keine Ortsnetzkennzahlen.
Mobiltelefon
GSM 900. Netzanbieter sind GAMTEL (Internet: www.gamtel.gm ) und Africell (Gambia) Ltd.
Faxanschlüsse
GAMTEL hat neun Faxbüros in Banjul; einige sind 24 Stunden geöffnet.
Internet/E-Mail
Hauptanbieter sind GAMTEL (Internet: www.gamtel.gm ) und Quantumnet (Internet: www.qanet.gm ). In größeren Städten findet man Internetcafés.
Telegramme
GAMTEL (Cameron Street, Banjul) bietet diesen Service in mehreren Büros an.
Post
Luftpost nach Europa braucht mindestens 3 Tage. Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Fr 08.00-13.00 Uhr, Sa 08.00-11.00 Uhr.
Deutsche Welle
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0221) 389 32 08. Internet: www.dwelle.de ) anzufordern.
Reisepaß/Visum
Reisepaß/Visum
| Land | Visa | Reisepass |
| Deutschland | Nein/1 | Ja |
| Österreich | Ja/1/2 | Ja |
| Schweiz | Ja/2 | Ja |
| Andere EU-Länder | Ja/Nein/1/2 | Ja |
Einreisebeschränkungen
Die Regierung von Gambia akzeptiert keine Reisepässe, die von der palästinensischen Regierung ausgestellt wurden.
Reisepass
Allgemein erforderlich. Der Reisepaß muß mindestens 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig sein. Der deutsche Kinderausweis (mit Lichtbild) wird anerkannt.
Hinweis
Alle Reisenden benötigen ein Hin-und-Rückflugticket oder ein Ticket zum Weiterflug.
Visum
Allgemein erforderlich, ausgenommen sind für Aufenthalte von bis zu 90 Tagen Staatsbürger folgender Länder:
(a) [1] Bundesrepublik Deutschland, Belgien, Dänemark, Finnland, Griechenland, Großbritannien, Irland (Repubik), Italien, Luxemburg, Niederlande und Schweden;
(b) Benin, Burkina Faso, Côte d'Ivoire, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kap Verde, Kenia, Malawi, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, San Marino, Senegal und Togo.
(c) [2] Touristen, die mit einem Charterflug oder einer Pauschalreise einreisen und eine Verlängerung innerhalb von 48 Stunden beim Immigration Headquarter in Banjul beantragen. Ausgenommen sind Staatsbürger der folgenden Länder, die in jedem Fall ein Visum benötigen:
(I) Polen, Slowakische Republik, Slowenien und Tschechische Republik;
(II) Ägypten, Äthiopien, Albanien, Algerien, Angola, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Burundi, China, Eritrea, Indien, Israel, Jamaika, Japan, Jemen, Kongo ( Dem. Rep.), Kongo, Korea (Nord), Kroatien, Kuba, Libanon, Libyen, Madagaskar, Mazedonien (Ehem. Jugos. Rep.), Marokko, Namibia, Rumänien, Russische Föderation, Serbien und Montenegro, Sri Lanka, Sudan, Syrien, Türkei, Tunesien, Uganda, Ukraine sowie Inhaber von palästinensischen Reisedokumenten.
Transit
Transitreisende, die innerhalb von 2 Stunden weiterreisen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum (ausgenommen sind Staatsangehörige manche Länder, die stets ein Transitvisum benötigen).
Anmerkung
Alle Besucher Gambias müssen Rück- bzw. Weitereisetickets, gültige Reisedokumente und ausreichende Geldmittel für die Aufenthaltsdauer nachweisen. Bei der Einreise über Banjul International Airport wird für ausländische Besucher eine Touristensteuer in Höhe von 10 € (bzw. 5 £ oder 10 US$) erhoben.
Visaarten
Touristen- und Geschäftsvisum für ein- und mehrmalige Ein- und Ausreise.
Visagebühren
Deutschland und Österreich
Touristenvisum: 30 € (gegebenenfalls plus Rückporto).
Schweiz
Touristenvisum: 50 CHF (gegebenenfalls plus Rückporto).
Gültigkeitsdauer
21-28 Tage.
Antragstellung
Konsulat (s. Adressen).
Unterlagen
(a) Gültiger Reisepaß. (b) 1 Antrag. (c) 1 Paßfoto.
Der postalischen Antragstellung sollte ein adressierter und frankierter Umschlag (Einschreiben) und der Zahlungsbeleg über die Visumgebühren beigelegt werden.
Anmerkung
Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.
Bearbeitungszeit
Persönlich: sofort; postalisch: 8-10 Tage.
Aufenthaltsgenehmigung
Anfragen an das Konsulat.
Geld
Währung
1 Dalasi = 100 Butut. Währungskürzel: D, GMD (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 50, 25, 10 und 5 D; Münzen in den Nennbeträgen 1 D sowie 50, 25, 10, 5 und 1 Butut.
Geldwechsel
Die gambische Währung ist außerhalb des Landes nicht konvertierbar. Es gibt eine Bank/Wechselstube am Flughafen, die während des Linienflugbetriebs geöffnet hat. In Banjul stehen mehrere Banken zur Verfügung, die ausländische Währungen wechseln; in Hotels und Feriendörfern werden dafür oft hohe Gebühren verlangt. Die Währungen der Länder Algerien, Ghana, Guinea, Mali, Marokko, Nigeria, Sierra Leone und Tunesien werden nicht akzeptiert und können nicht gewechselt werden.
Kreditkarten
Visa, MasterCard und American Express werden teilweise akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Reiseschecks
Sollten in US-Dollar oder britischen Pfund ausgestellt sein.
Wechselkurse
| D | D | D | D | D | |
| Dez. '02 | Apr. '03 | Sept. '03 | Jan. '04 | Apr. '04 | |
| 1 € | 22,94 | 25,51 | 35,02 | 38,08 | 35,86 |
| 1 CHF | 14,79 | 17,18 | 21,63 | 24,35 | 22,82 |
| 1 US$ | 23,00 | 23,88 | 29,75 | 29,75 | 29,00 |
Devisenbestimmungen
Der Schwarzmarkt wird seitens der Regierung bekämpft; Besucher müssen bei der Einreise alle Fremdwährungen deklarieren. Es gibt keine Einfuhrbeschränkungen für Landes- oder Fremdwährungen, Deklarationspflicht. Die Ausfuhr ist in der Höhe der eingeführten und deklarierten Summe möglich, der Gesamtwert von Bargeldbeträgen darf allerdings 75 D (oder Gegenwert in britischen Pfund) plus den Gegenwert von 250 D in einer anderen Währung nicht überschreiten. Währungen aus Algerien, Ghana, Guinea, Mali, Marokko, Nigeria, Sierra Leone und Tunesien werden weder angenommen noch gewechselt. CFA-Francs werden akzeptiert.
Öffnungszeiten der Banken
Mo-Do 08.00-13.00 Uhr, Fr 08.00-11.00 Uhr. Manche Banken sind auch samstags geöffnet.
Duty Free
Duty Free
Folgende Artikel können zollfrei nach Gambia eingeführt werden:
200 Zigaretten oder 225 g Tabak;
0,25 l Spirituosen;
0,5 l Bier oder Wein;
250 ml Parfüm oder Eau de Toilette.
Gesetzliche Feiertage
Gesetzliche Feiertage
1. Jan. 2004 Neujahr. 2. Febr. Tabaski (Opferfest). 18. Febr. Unabhängigkeitstag. 9. April Karfreitag. 12. April Ostermontag. 1. Mai Tag der Arbeit. 2. Mai Milad al-Nabi (Geburtstag des Propheten). 22. Juli Tag der Revolution. 15. Aug Mariä Himmelfahrt. 14.-16. Nov. Koriteh (Ende des Ramadan). 25. Dez. Weihnachten.
1. Jan. 2005 Neujahr. 21. Jan. Tabaski (Opferfest). 18. Febr. Unabhängigkeitstag. 25. März Karfreitag. 28. März Ostermontag. 21. April Milad al-Nabi (Geburtstag des Propheten). 1. Mai Tag der Arbeit. 22. Juli Tag der Revolution. 15. Aug. Mariä Himmelfahrt. 3.-5. Nov. Koriteh (Ende des Ramadan). 25. Dez. Weihnachten.
Anmerkung
Die oben angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr. Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, essen Muslime nicht während des Tages, sondern erst nach Sonnenuntergang, wodurch der normale Geschäftsablauf gestört werden kann. Viele Restaurants sind tagsüber geschlossen, und der Genuß von Alkohol und Zigaretten kann begrenzt werden. Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
Gesundheit
Gesundheit
| Krankheit | Vorsorge | Impfbescheinigung |
| Gelbfieber | Ja | 1 |
| Cholera | 2 | 2 |
| Typhus & Polio | Ja | - |
| Malaria | 3 | - |
| Essen & Trinken | 4 | - |
[1]
Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die über ein Jahr alt sind und aus Endemie- oder Infektionsgebieten kommen.
[2]
Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.
[3]
Malariaschutz ganzjährig landesweit einschließlich der Städte dringend empfohlen. Chloroquinresistenz der vorherrschenden gefährlicheren Malariaart Plasmodium falciparum wurde gemeldet.
[4]
Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Milch ist nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Einheimische Milchprodukte am besten vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuß von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.
Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen oder Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.
Hepatitis A und E sind weitverbreitet, Hepatitis B ist hochendemisch.
Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis kommen vor allem in der Trockenzeit in den Savannengebieten vor.
Zeckenbißfieber kommt vor.
Tollwut kommt vor. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Gesundheitsvorsorge
Reichlich Sonnenschutzcreme, Insektenspray und Tabletten gegen Magenverstimmungen gehören ins Reisegepäck, da diese in Gambia teuer und schwer erhältlich sind. Zu den staatlichen Krankenhäusern zählen das Royal Victoria Hospital mit Kinder- und Entbindungsstation in Banjul und das Bansang Hospital, das ca. 320 km flußaufwärts liegt. Das medizinische Forschungszentrum in Fajara (gegenüber der britischen High Commission) ist gut ausgestattet. Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung wird empfohlen.
Reiseverkehr - International
Reisehinweise
Wegen der Kriminalitätsentwicklung sollten sich Besucher besonders im Großraum Serrekunda und Banjul vorsichtig verhalten, und keine Wertsachen, Taschen o.ä. sichtbar mit sich tragen. Aktuelle Reise- und Sicherheitsinformationen sind bei den Auswärtigen Ämtern erhältlich.
Flugzeug
Banjul wird von Air Afrique, Ghana Airways, Air Senegal und Nigeria Airways angeflogen.
Durchschnittliche Flugzeiten
Frankfurt – Banjul: 6 Std. 30 (Direktflug); Zürich – Banjul: 9 Std. (inklusive Zwischenstopp in Genf).
Internationaler Flughafen
Banjul Yundum International (BJL) liegt 20 km südwestlich der Stadt. Serviceeinrichtungen: Bank, Restaurant, Duty-free-Shop, Post und Geschäfte. Taxis sind vorhanden.
Flughafengebühren
150 D.
Anmerkung
Bei der Einreise über Banjul International Airport wird für ausländische Besucher eine Touristensteuer in Höhe von 10 € (bzw. 5 £ oder 10 US$) erhoben.
Schiff
Eine neue Fährverbindung, L'Express du Senegal, verkehrt zwischen Banjul, Dakar (Senegal) und Ziguinchor (Senegal). Diese Verbindungen sind verglichen mit Bussen oder Buschtaxis, die diese Orte ebenfalls anfahren, schneller und vor allem wesentlich bequemer. Aufgrund der instabilen Lage in der Casamance Region in Senegal ist die Fähre von Banjul nach Ziguinchor zudem sicherer als die Straßenverbindung.
Bus/Pkw
Der Trans-Gambia Highway (480 km) verbindet Banjul mit Dakar (Senegal). Zwischen Barra und Banjul besteht eine Autofährverbindung. Auch in Farafenni weiter oben am Gambia-Fluß setzt man mit der Fähre über, da es keine Brücke gibt. Staatliche Busse sowie komfortable private Reisebusse verkehren zwischen Banjul und Dakar. Sammeltaxis verkehren zwischen Barra und Dakar, Fahrpreise sollte man im voraus vereinbaren.
Reiseverkehr - National
Schiff
Der Fluß Gambia war einst die wichtigste Transportroute des Landes. Heute gibt es aber keine regelmäßigen Langstreckenverbindungen mehr. Wer dennoch Lust auf Bootsfahrten hat, sollte sich an Privatanbieter vor Ort wenden, die kürzere Ausflugsfahrten organisieren.
Bus/Pkw
Das Straßennetz ist ca. 2700 km lang, davon sind 450 km asphaltiert, vor allem die Straßen in und um Banjul. Es gibt zwei Hauptverkehrsverbindungen: Eine geteerte Straße entlang der Südseite des Flusses Gambia und eine Staubstraße entlang des nördlichen Ufers. Unbefestigte Straßen sind in der Regenzeit oft unpassierbar. Es gibt eine neue Straßenverbindung zwischen Banjul und Serekunda (einer Vorstadt von Banjul), eine weitere zwischen Lamin Koto und Passimas ist geplant. Die Trans-Gambia-Schnellstraße und die Kombo-Küstenstraßen werden derzeit ausgebaut. Bus: Regionalbusse verkehren zwischen Banjul und mehreren Städten und Dörfern in der Umgebung; die Busse sind jedoch oft überfüllt. Taxis: Stehen vor den meisten größeren Hotels zur Verfügung. Stadttaxis sind gelb, Touristentaxis grün; letztere stehen landesweit zur Verfügung. Der Fahrpreis sollte im voraus ausgehandelt werden. Mietwagen sind erhältlich. Unterlagen: Der internationale Führerschein wird für Aufenthalte von bis zu 3 Monaten akzeptiert.
Unterkunft
Mehrere Hotels in Gambia sind auf Pauschalreisen ausgerichtet. In der Hauptsaison (Nov. - Mai) sind Unterkünfte oft ausgebucht, man sollte deshalb im voraus buchen und auf eine Bestätigung bestehen. Die Zimmer sind nicht immer klimatisiert. Informationen vom Gambia Tourist Office in London. Die Anzahl der Hotels hat in den letzten Jahren stark zugenommen, inzwischen gibt es allein in Banjul und an der Küste 24 Hotels mit insgesamt mehr als 6000 Betten. 75% der Hotels sind Mitglieder des Hotelverbandes Gambias: Gambia Hotel Association, c/o The Bungalow Beach Hotel, PO Box 2637, Serekunda, GM-Kotu. Tel: 46 52 88, 46 56 23. Fax: 46 61 80. (E-Mail: bbhotel@qanet.gm )
Urlaubsorte & Ausflüge
Einleitung
-
Gambia ist Afrikas kleinste Nation, bietet aber trotzdem eine Vielfalt an verschiedenen Landschaften und Sehenswürdigkeiten, die von breiten Sandstränden am Atlantik über üppige Tropenwälder, Sumpf- und Marschgebiete bis zu endlosen bewaldeten Savannen reichen.
Banjul & die Küste
-
Der Fluß Gambia ist an der Mündung in der Nähe von Kap St. Mary über 10 km breit, bei Banjul verengt er sich jedoch auf 5 km. Die Stadt, Regierungssitz und einzige größere Stadt des Landes, liegt an einem tiefen, geschützten Hafen auf St. Mary’s Island. Die Gegend um den MacCarthy Square hat eine Kolonialatmosphäre mit schönen Bauwerken aus dem 19. Jahrhundert. Ganz in der Nähe befindet sich der Kunsthandwerksmarkt. Das Nationalmuseum ist ebenfalls einen Besuch wert. Souvenirs kann man auch auf den Bengdulalu (Einzahl: Bengdula) am Wadner Beach, vor den Hotels Sunwing, Fajara und Senegambia und am Kotu Beach kaufen. Bengdula heißt »Treffpunkt« auf Manding und ist eine Ansammlung von Verkaufsständen im afrikanischen Stil, die Kunstgewerbe und Souvenirs aller Art anbieten.
Südlich von Banjul bietet die Atlantikküste einige der besten Strände Afrikas. Viele Hotels gibt es in der Gegend um Banjul, Kombo und St. Mary.
Der Gambia
-
Der Fluß dominiert das Landschaftsbild, ist Hauptverkehrsader, dient der Bewässerung und bietet Angel- und Segelmöglichkeiten. Das ausgedehnte Fluß- und Mündungsnetz (Bolong) ist ein wahres Paradies für Vogel- und Naturliebhaber. Von Interesse ist das Abuko-Naturschutzgebiet, in dem man Affen, Krokodile, Vögel und Antilopen aus der Nähe beobachten kann. Der Kiang West Nationalpark bietet ebenfalls eine Vielfalt an Vögeln und anderen Tieren. Die Touristeneinrichtungen in diesem Park sind sehr gut.
DIE FLUSSMÜNDUNG: Fort Bullen liegt am Barra Point und wurde vor 200 Jahren von den Briten erbaut. Dieses Fort löste die Festung auf James Island (von den Franzosen zerstört) als Hauptverteidigungspunkt der Kolonie ab.
Oyster Creek liegt in einer von verschiedenen Flüssen durchzogenen Gegend und ist problemlos von Banjul aus erreichbar.
VON BANJUL FLUSSAUFWÄRTS: Bevor die Franzosen das Land verließen, war Albreda eine bedeutende Handelsniederlassung. In der Nähe liegt Juffure, Heimat der Vorfahren des amerikanischen Schriftstellers Alex Haley, der den Roman »Roots« geschrieben hat. Wer mehr sehen möchte, setzt mit der Fähre von Banjul nach Barra über, fährt weiter nach Juffure und Albreda (Fahrzeit ca. 50 Min.) und setzt dann mit dem Kanu nach Fort James Island über. Das Fort ist 1651 von den Deutschen erbaut und zehn Jahre später von den Briten erobert worden.
Tendaba ist ein neues Urlaubszentrum, das 160 km von Banjul entfernt liegt und auf dem Land- und Flußweg erreichbar ist. Weiter flußaufwärts, in der Nähe von Wassu, stehen faszinierende Steinkreise – über 1200 Jahre alte Begräbnisstätten. Nicht weit von Wassu liegt der Baboon Islands Nationalpark.
Georgetown war während der Kolonialzeit die zweitgrößte Stadt des Landes und ist weiterhin das Handels- und Verwaltungszentrum dieser Region.
Basse Santa Su ist ein wichtiges Handelszentrum am Oberlauf des Gambia mit schönen Gebäuden von der Jahrhundertwende.
Am Flußufer bei Perai Tenda stößt man auf zahlreiche verlassene Läden, die einst von europäischen, einheimischen und libanesischen Händlern betrieben wurden.
Sutukoba war früher eine geschäftige Handelsstadt und portugiesischer Umschlagplatz für Güter aus dem Landesinneren.
Sozialprofil
Essen & Trinken
Einheimische Spezialitäten sind Benachin (auch Jollof Rice, eine Mischung aus gewürztem Fleisch und Reis mit Tomatenpüree und Gemüse), Base Nyebe (Eintopf aus Hühner- oder Rindfleisch mit grünen Bohnen oder Gemüse), Chere (gedünstete Hirsemehlbälle), Domodah (Fleisch in Erdnußsoße mit Reis), Plasas (Fleisch und Räucherfisch in Palmöl mit grünem Gemüse), serviert mit Fufu (püriertem Maniok) oder püriertem Cassava Churq-Gerteh (süßer Brei aus Erdnüssen, Reis und Milch). Mangos, Bananen, Papayas, Grapefruits und Orangen kann man an jeder Straßenecke kaufen. Getränke: Es gibt eine gute Auswahl an Spirituosen, Bier und Wein sowie einheimischen Fruchtsäften.
Nachtleben
In Banjul, Farjara, Bakau und Serekunda gibt es Nachtklubs. In den Hotels treten oft Feuerschlucker und Ballett-, Trommel- und Tanzgruppen auf.
Einkaufstips
Souvenirs kann man auf dem Kunsthandwerksmarkt in Banjul kaufen (gegenüber dem MacCarthy Square) sowie auf den Bengdulalu (s. Urlaubsorte & Ausflüge). Eines der beliebtesten Andenken ist das Gambishirt aus bunt bedrucktem und besticktem Baumwollstoff. Holzschnitzereien, mit Perlen besetzte Gürtel, Silber- und Goldschmuck sowie Handtaschen sind auch sehr beliebt; andere westafrikanische Handarbeiten aus Stroh, Perlen, Leder, Stoff oder Metall sind ebenfalls zu haben. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Do 09.00-12.00 und 14.30-18.00 Uhr sowie Fr und Sa 09.00-13.00 Uhr.
Sport
Schwimmen: Die Mündung des Gambia an der Atlantikküste bietet kilometerlange Strände mit ganzjährig warmem Wasser. Vor starker Strömung wird gewarnt, aber der Strand am Kap St. Mary ist auch für Kinder geeignet. Wassersport: In den Touristenzentren können Ausrüstungen geliehen werden. Fischen im Fluß und im Meer ist ausgezeichnet, besonders das Angeln am Strand wird empfohlen. Man kann auch Boote für Hochsee-Angelfahrten mieten. Segeln: Der Gambische Segelklub (Banjul) steht auch Touristen zur Verfügung. Ein wichtiges Ereignis im Sportkalender ist die Regatta nach Dog Island. Golf: Der Banjul-Golfklub (Fejara) in der Nähe der Atlantikküste verfügt über einen 18-Loch-Golfplatz. Alljährlich werden internationale Meisterschaften ausgetragen. Ringen ist Nationalsport, und man kann in den meisten Dörfern und Städten Wettkämpfen zusehen. Vogelfreunde wissen, daß es in Gambia pro qkm mehr Vogelarten gibt als anderswo auf der Welt.
Andere Sportarten: Einige Hotels haben Tennisplätze. Zu den Tennisklubs gehören der Cedar Club (Serekunda) und der Reform Club in Banjul. Der traditionellen Sportart Bouts kann man an den meisten Wochenenden in Banjul, Serekunda und Bakau zusehen. Kricket-Ligaspiele werden von der Gambia Cricket Association veranstaltet, es gibt auch eine Fußball-Liga.
Veranstaltungskalender
In der Weihnachtszeit sowie an den islamischen Feiertagen Tabaski und Korité finden große Veranstaltungen statt. Ganzjährig gibt es Tänze und akrobatische Straßenaufführungen zu sehen.
Weitere Informationen vom Fremdenverkehrsamt (s. Adressen).
Land & Leute
Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Nanga def (»Wie geht’s«) ist die traditionelle Begrüßung. Das Land ist moslemisch geprägt, europäische Gepflogenheiten sind aufgrund des Tourismus nichts Unbekanntes. Die Gambier sind bekannt für ihre offene und freundliche Art. Legere Kleidung wird akzeptiert, Badekleidung gehört jedoch an den Strand. Nur sehr vornehme Restaurants erwarten Abendgarderobe. Zum Überreichen oder Entgegennehmen von Gegenständen benutzt man stets die rechte Hand. Trotz des europäischen Einflusses durch den Tourismus wird Tradition und Kultur in der Musik, in den Tänzen und im Kunsthandwerk an beiden Gambia-Ufern gepflegt. Trinkgeld: In Hotels, Restaurants und Taxis ist ein Trinkgeld von 10% üblich.
Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Gambia ist überwiegend ein Agrarland, die Wirtschaftspolitik des Landes ist jedoch auf eine größere Diversifizierung ausgerichtet. Der Exportanteil von Erdnüssen und Erdnußprodukten beträgt fast 50%. Die Sektoren Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei beschäftigen 80% der arbeitenden Bevölkerung und erwirtschaften 28% des Bruttoinlandprodukts. Die Industrie macht dagegen weniger als 15% des BIP aus und bietet rund 4% der Erwerbstätigen einen Arbeitsplatz. Produziert werden Getränke und Baumaterialien für den Eigenbedarf. Die Tourismusbranche hat Anfang der neunziger Jahre einen Aufschwung erlebt, die Zahl der Urlaubsreisenden stieg kontinuierlich, und der Tourismus steuerte 10% zum Nationaleinkommen bei. Durch die politischen Unruhen hat der Tourismus jedoch abgenommen. Eine weitere bedeutende Einnahmequelle sind die gambischen Hafenbehörden. Die Fischerei ist ausbaufähig, und die Regierung ist bestrebt, mit Hilfe des UN-Entwicklungsprogramms (UNDP) die Fangmethoden zu verbessern und die Fischereiflotte zu modernisieren. Seismische Untersuchungen lassen beträchtliche Öl- und Erdgasvorkommen vermuten. Gambia ist Mitglied der Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (ECOWAS). Zu den wichtigsten Absatzmärkten zählen Belgien, Luxemburg, Japan und Guinea.
Geschäftsverkehr
Das persönliche Element spielt in gambischen Geschäftskreisen eine wichtige Rolle. Pünktlichkeit wird erwartet. Visitenkarten sind nützlich. Geschäftszeiten: Mo-Do 08.00-16.00 Uhr, Fr 08.00-12.30 Uhr.
Kontaktadresse
Gambia Chamber of Commerce (Handelskammer), 59 Buckle Street, GM-Banjul. Tel: 22 77 65, 22 70 42. Fax: 22 96 71. (E-Mail: gcci@qanet.gm )
Klima
Klima
Subtropisch mit Regen- und Trockenzeit. Trockenzeit an der Küste von Mitte November bis Mitte Mai, die Regenzeit von Juni bis Oktober. Im Landesinneren ist sie kürzer als an der Küste. Zwischen März und Juni sind die Temperaturen sehr hoch.



