Reiseführer Guinea-Bissau
Inhaltsverzeichnis
Kontaktadressen
Lage
Westafrika.
Offizieller Staatsname
Republik Guinea-Bissau.
Landesvorwahl
245.
Centro de Informação e Turismo
CP 294, GW-Bissau
Tel: 21 39 05, 21 28 44.
Botschaft der Republik Guinea-Bissau
70 Avenue Franklin Roosevelt, B-1050 Brüssel
(Die Botschaft ist nicht besetzt).
Honorarkonsulat der Republik Guinea-Bissau
(mit Visumerteilung)
18, Rue Neuve, 6137 Junglinster, Luxemburg
Tel: +35 (02) 021 21 83 92.
E-Mail: consul_lu@republica-da-guine-bissau.org
Internet: www.republica-da-guine-bissau.org
Termine nach Vereinbarung.
(auch zuständig für Deutschland und Österreich)
Botschaft der Republik Guinea-Bissau
Rue Saint-Lazare 94, F-75009 Paris
Tel: (01) 45 26 18 51. Fax: (01) 45 26 60 59.
E-Mail: embassy_fr@republica-da-guine-bissau.org
Internet: www.republica-da-guine-bissau.org
(auch zuständig für die Schweiz).
Konsulat der Schweizerischen Eidgenossenschaft
s/c UICN, Apartado 23, GW-1031 Codex Bissau
Tel: 20 12 30. Fax: 20 11 68.
Die Bundesrepublik Deutschland und Österreich unterhalten keine Vertretungen in Guinea-Bissau, zuständig sind die Botschaften in Dakar (s. Senegal). Für Notfälle unterhält die Deutsche Botschaft Dakar in Bissau ein Verbindungsbüro: Edificio SITEC, Bairro de Ajuda/2a fase rua José Carlos Schwartz, Tel: 25 50 20, Fax: 25 50 21.
Allgemeines
Fläche
36.125 qkm.
Bevölkerungszahl
1.360.827 (2003).
Bevölkerungsdichte
37,6 pro qkm.
Hauptstadt
Bissau. Einwohner: 296.900 (2003).
Geographie
Guinea-Bissau grenzt im Norden an den Senegal, im Südwesten an den Atlantik und im Osten an die Republik Guinea. Zu Guinea-Bissau gehören auch das Arquipélago dos Bijagós und die Insel Bolama. Das Land ist vorwiegend flach, die höchste Erhebung (300 m) ist nahe der Grenze zu Guinea. Die Küstenregion besteht aus dichtem Wald und Mangrovensümpfen, das Landesinnere größtenteils aus Savanne.
Staatsform
Präsidialrepublik seit 1984. Neue Verfassung von 1999. Die Nationalversammlung mit 102 Mitgliedern wird alle 5 Jahre gewählt. Staatsoberhaupt: Koumba Yalá Kobde Nhanca, seit 2000. Regierungschef: Mario Pires, seit 2002. Unabhängig seit September 1974 (ehemalige portugiesische Kolonie).
Sprache
Amtssprache ist Portugiesisch, die Mehrheit der Bevölkerung spricht jedoch Crioulo (kreolisches Portugiesisch). Westafrikanische Stammessprachen wie Fulani und Balante werden ebenfalls gesprochen.
Religion
Naturreligionen (45%); außerdem Muslime (45%) und christliche Minderheiten (8%, vorwiegend Katholiken).
Ortszeit
MEZ - 1 (UTC).
Netzspannung
220 V, 50 Hz.
Post- und Fernmeldewesen
Telefon
Selbstwählferndienst.
Landesvorwahl
245. Anrufe ins Ausland sind nur über die Vermittlung möglich. Es gibt nur wenige öffentliche Telefone und Telefonanrufe sind teuer.
Telegramme
Können im Hauptpostamt von Bissau aufgegeben werden.
Post
Inlandpost ist sehr unzuverlässig; Post ins Ausland ist lange unterwegs.
Deutsche Welle
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0221) 389 32 08. Internet: www.dwelle.de ) anzufordern.
Reisepaß/Visum
Reisepaß/Visum
| Land | Visa | Reisepass |
| Deutschland | Ja | Ja |
| Österreich | Ja | Ja |
| Schweiz | Ja | Ja |
| Andere EU-Länder | Ja | Ja |
Reisepass
Allgemein erforderlich, muß mindestens noch 6 Monate gültig sein. Der deutsche Kinderausweis wird mit Lichtbild anerkannt.
Visum
Allgemein erforderlich, ausgenommen sind für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen Staatsbürger von Kuba und der ECOWAS-Länder.
Transit
Transitreisende, die mit dem nächsten Anschluß weiterfliegen, über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.
Visagebühren
Deutschland, Österreich und die Schweiz
Touristen- und Geschäftsvisum (einfache Einreise): 45 € plus 5 € für ein Einschreiben mit Rückantwort.
Gültigkeitsdauer
45 Tage (Verlängerungsmöglichkeit vor Ort).
Antragstellung
Botschaft bzw. Konsulat (s. Adressen).
Unterlagen
(a) 2 Antragsformulare. (b) 2 Paßfotos. (c) Reisepaß. (d) Gebühr (bar oder Verrechnungsscheck).
Der postalischen Antragstellung sollten ein adressierter und frankierter Rückumschlag und die Gebühren beigefügt werden. (e) Rückreiseticket.
Anmerkung
Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.
Bearbeitungszeit
5 Tage.
Geld
Währung
1 CFA (Communauté Financiaire Africaine) Franc* = 100 Centimes. Währungskürzel: CFA Fr, XOF (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 10.000, 5000, 2500, 1000 und 500 CFA Fr im Umlauf. Münzen gibt es in den Nennbeträgen 250, 100, 50, 25, 10, 5 und 1 CFA Fr.
Anmerkung
[*] Der CFA Franc (XOF) wird von der Banque des Etats de l’Afrique de l’Ouest (BCEAO, Staatsbank der Westafrikanischen Staaten) herausgegeben und von den 8 Mitgliedern der Afrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion (UEMOA) Benin, Burkina Faso, Côte d’Ivoire, Guinea-Bissau, Mali, Niger, Senegal und Togo benutzt. Der von der Banque des Etats de l’Afrique Centrale (BEAC, Staatsbank der Zentralafrikanischen Staaten) herausgegebene CFA Franc (XAF) ist kein gesetzliches Zahlungsmittel. Der CFA Franc ist an den Euro gebunden.
Kreditkarten
Werden nur begrenzt akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Reiseschecks
Werden nur begrenzt akzeptiert. Manche Banken tauschen Reiseschecks gegen eine festgesetzte Gebühr ein.
Wechselkurse
| CFA Fr | CFA Fr | CFA Fr | CFA Fr | CFA Fr | |
| Dez. '02 | Apr. '03 | Sept. '03 | Jan. '04 | Apr. '04 | |
| 1 € | 655,96 | 655,96 | 655,96 | 655,96 | 655,96 |
| 1 CHF | 444,54 | 441,98 | 422,87 | 419,47 | 420,87 |
| 1 US$ | 659,42 | 613,03 | 571,49 | 512,41 | 532,33 |
Devisenbestimmungen
Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist verboten. Es gibt keine Einfuhrbeschränkung für Fremdwährungen, Deklarationspflicht. Die Ausfuhr ist auf den bei der Einreise deklarierten Betrag beschränkt.
Öffnungszeiten der Banken
Mo-Fr 07.30-14.30 Uhr.
Duty Free
Duty Free
Folgende Artikel können zollfrei nach Guinea-Bissau eingeführt werden:
2,5 l alkoholische Getränke;
Tabakerzeugnisse und Parfüm in geöffneten Flaschen für den persönlichen Gebrauch.
Gesetzliche Feiertage
Gesetzliche Feiertage
1. Jan. 2004 Neujahr. 20. Jan. Todestag von Amílcar Cabral. 2. Febr. Tabaski (Opferfest). 8. März Internationaler Frauentag. 1. Mai Tag der Arbeit. 3. Aug. Tag zum Gedenken an die Märtyrer von Pidjiguiti. 24. Sept. Nationalfeiertag. 14. Nov. Jahrestag der Wiederanpassungsbewegung. 14.-16. Nov. Korité (Ende des Ramadan). 25. Dez. Weihnachten.
1. Jan. 2005 Neujahr. 20. Jan. Todestag von Amílcar Cabral. Feb. Tabaski (Opferfest). 8. März Internationaler Frauentag. 1. Mai Tag der Arbeit. 3. Aug. Tag zum Gedenken an die Märtyrer von Pidjiguiti. 24. Sept. Nationalfeiertag. 3.-5. Nov. Korité (Ende des Ramadan). 25. Dez. Weihnachten.
Anmerkung
Die oben angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr. Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, essen Muslime nicht während des Tages, sondern erst nach Sonnenuntergang, wodurch der normale Geschäftsablauf gestört werden kann. Viele Restaurants sind tagsüber geschlossen, und der Genuß von Alkohol und Zigaretten kann begrenzt werden. Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
Gesundheit
Gesundheit
| Krankheit | Vorsorge | Impfbescheinigung |
| Gelbfieber | Ja | 1 |
| Cholera | 2 | 2 |
| Typhus & Polio | Ja | - |
| Malaria | 3 | - |
| Essen & Trinken | 4 | - |
[1]
Laut Weltgesundheitsorganisation wird eine Impfbescheinigung nur von Reisenden verlangt, die älter als ein Jahr sind und aus Infektionsgebieten oder folgenden Ländern einreisen: Angola, Äquatorialguinea, Äthiopien, Benin, Bolivien, Brasilien, Burkina Faso, Burundi, Côte d’Ivoire, Djibouti, Ecuador, Französisch-Guyana, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guyana, Kap Verde, Kenia, Kolumbien, Kongo (Rep.), Kongo (Dem. Rep), Liberia, Madagaskar, Mali, Mauretanien, Mosambik, Niger, Nigeria, Panama, Peru, Ruanda, Sambia, São Tomé & Principe, Senegal, Sierra Leone, Somalia, Sudan, Suriname, Tansania, Togo, Tschad, Uganda, Venezuela und Zentralafrikanische Republik.
Unabhängig von den Einreisebestimmungen wird Reisenden nach Guinea-Bissau eine Gelbfieber-Impfung unbedingt empfohlen.
[2]
Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.
[3]
Malariaschutz landesweit ganzjährig. Die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum soll chloroquinresistent sein.
[4]
Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Nur gut durchgekochte und heiß servierte Fleisch- und Fischgerichte essen. Der Genuß von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.
Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen oder Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.
Hepatitis A und E sind weit verbreitet, Hepatitis B ist hochendemisch.
Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis können vorkommen.
Tollwut kommt vor. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
HIV/Aids ist weitverbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.
Gesundheitsvorsorge
Die medizinische Versorgung außerhalb der Hauptstadt ist ungenügend, die hygienischen Verhältnisse im Land sind sehr schlecht. Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung mit Rückholversicherung wird daher dringend empfohlen.
Reiseverkehr - International
Sicherheitshinweis
Bei Reisen nach Guinea-Bissau besteht ein Sicherheitsrisiko. Insbesondere sollte man die nördlichen Grenzregionen zum Senegal und die Einreise über die westliche Casamance wegen bewaffneter Auseinandersetzungen vermeiden.
Flugzeug
Die nationale Fluggesellschaft heißt Guiné Bissau Airlines (G6). TAP Air Portugal (TP) (Internet: www.tap.pt ) bietet ganzjährig Linienflugdienste von Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/M., Köln, Hamburg, Hannover, München, Stuttgart, Wien, Genf und Zürich über Lissabon nach Bissau an.
Durchschnittliche Flugzeit
Frankfurt – Bissau: 8 Std. (einschließlich Zwischenaufenthalt).
Internationaler Flughafen
Bissau (OXB) (Bissalanca) liegt 11 km außerhalb der Stadt (Fahrzeit 30 Min.). Taxis vorhanden.
Schiff
Fähren verbinden die Küstenhäfen mit den Binnenhäfen und sind ein wichtiger Teil des Transportsystems, da die Straßen oft unbefahrbar sind. Der Hauptseehafen ist Bissau. Ein neuer Binnenfrachthafen entsteht in N’Pungda.
Bus/Pkw
Es gibt einige befestigte Verbindungsstraßen in den Senegal und nach Guinea. Die Strecke von Conakry/Republik Guinea nach Bissau ist rund 1000 km lang. In der Regenzeit sind die Straßen teilweise unpassierbar.
Reisende sollten sich vor Antritt der Reise über örtliche Sicherheits- und Reisebedingungen erkundigen.
Reiseverkehr - National
Flugzeug
Es gibt 10 kleine Landepisten. Die nationale Fluggesellschaft bietet Inlandflüge an, u. a. zu den vorgelagerten Inseln.
Schiff
Die meisten Städte kann man per Schiff erreichen, Flußboote verkehren in fast allen Regionen. Es gibt Fährverbindungen von Bissau nach Bolama (von den Gezeiten abhängig) sowie von Bissau nach Bafatá, wobei mehrere kleine Häfen auf der Strecke angelaufen werden. Küstenfähren verbinden die Nordküste mit Bissau.
Bus/Pkw
Das Straßennetz umfaßt 4150 km, 360 km davon sind asphaltiert und etwa weitere 20% wetterfest. Verbesserungen sind geplant. Es gibt Langstreckentaxis und einen begrenzten Busdienst. Bei Fahrten über Land besteht Minengefahr. Es wird geraten, nicht bei Nacht, alleine oder abseits von befestigten Straßen zu reisen. Unterlagen: Internationaler Führerschein empfohlen, aber nicht vorgeschrieben. Gegen Vorlage des eigenen Führerscheins kann man eine befristete Fahrerlaubnis erwerben.
Unterkunft
Hotels
Es gibt mehrere große Hotels sowie verschiedene kleine, preiswerte Hotels. Vorausbuchung und Bestätigung der Buchung wird empfohlen.
Camping
Es gibt keine offiziellen Zeltplätze, vom Zelten ist generell abzuraten.
Urlaubsorte & Ausflüge
Urlaubsorte & Ausflüge
-
Die Hauptstadt Bissau ist eine malerische Stadt mit rund 300.000 Einwohnern. Sehenswert sind vor allem die Bauwerke aus der Kolonialzeit. Paradebeispiel ist der Sitz des Präsidenten in der Avenida Amílcar Cabral. Das Museu Nacional mit seiner Sammlung afrikanischer Kunst ist sehr interessant. In den überdachten Markthallen herrscht buntes Markttreiben.
In Cacheu kann man eine alte portugiesische Festung besichtigen (16 Jh.).
Bolama, die ehemalige Hauptstadt Guinea-Bissaus, ist heute eine »malerische Ruine«. Die alten, etwas heruntergekommenen Kolonialgebäude zeugen vom einstigen Glanz. Die gleichnamige Insel hat wunderbare Strände und ist ein erholsames Urlaubsziel.
Bubaque ist ebenso eine von vielen idyllischen Küsteninseln des Bijagós Archipelago, die bislang kaum touristisch erschlossen und noch sehr ursprünglich sind.
Sozialprofil
Essen & Trinken
Die wenigen kleinen Hotels und Restaurants in Guinea-Bissau bieten ausgezeichnete Gerichte wie Jollof Rice, Huhn- und Fischgerichte an. Die Grundnahrungsmittel sind Maniok, Yamswurzel und Mais.
Einkaufstips
Auf den Märkten werden einheimische Kunsthandwerksartikel und Schnitzereien angeboten. In Bissau findet man einige moderne Geschäfte. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Fr 07.30-12.30 und 14.30-18.30 Uhr.
Sport
Schwimmen: Das Meer ist warm und bietet gute Bademöglichkeiten. In einigen Gebieten gibt es starke Strömungen. Angeln: Die Flüsse und das Meer bieten ausgezeichnete Fischgründe.
Land & Leute
Legere Kleidung wird überall akzeptiert. Man sollte einheimische Gebräuche respektieren; vor allem in den islamischen Regionen ist zurückhaltende Kleidung angebracht. Außerdem sollten keine Wertsachen zur Schau gestellt werden; insbesondere in Bissau besteht wegen bewaffneter Bandenkriminalität die Gefahr von Überfällen und Diebstählen. Fotografieren: Vorsicht bei der Motivwahl, das Fotografieren militärischer oder polizeilicher Anlagen ist verboten. Trinkgeld: 10% ist angemessen, wird jedoch offiziell ungern gesehen.
Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Guinea-Bissau ist eines der ärmsten Länder der Welt. Die landwirtschaftlichen Erträge reichen kaum für die Selbstversorgung. Reis ist das Grundnahrungsmittel. Hauptexportgüter im Agrarbereich sind Erd-, Cashew- und andere Nüsse. Der einzige nennenswerte Industriezweig ist die Holzindustrie. Mit Hilfe von EU-Zuschüssen wird die Baumwollproduktion gefördert. Der Bau von Zuckerraffinerien ist geplant, und auch die Fischerei soll mit Hilfe von Förderungsprogrammen weiter ausgebaut werden. Öl- und Bauxitvorkommen sind zur Zeit noch unerschlossen. In absehbarer Zeit wird sich jedoch kaum etwas an der massiven Auslandsverschuldung ändern, das Land wird weiterhin von finanzieller Hilfe aus dem Ausland abhängig sein. Guinea-Bissau ist Mitglied der ECOWAS (Wirtschaftsgemeinschaft der Westafrikanischen Staaten). Seit 1997 gehört das Land der CFA-Franc-Zone an. Haupthandelspartner sind Frankreich, Portugal, Italien und Thailand.
Geschäftsverkehr
Zu geschäftlichen Terminen trägt man Safarianzüge bzw. Sommerkleider. Portugiesische Sprachkenntnisse sind von Vorteil, da nur wenige Geschäftsleute Englisch sprechen.
Kontaktadresse
Informationen erteilen die konsularischen Vertretungen (s. Adressen).
Klima
Klima
Tropisch. Regenzeit: Mai - Oktober, Trockenzeit: Dezember - April. Heiße Winde wehen aus dem Landesinneren. Die Temperaturen hängen von der Küstenentfernung ab; die ganzjährige Durchschnittstemperatur beträgt 27° C.



