Reiseführer Kamerun
Inhaltsverzeichnis
Kontaktadressen
Lage
Zentralafrika, Westküste.
Offizieller Staatsname
Republik Kamerun.
Landesvorwahl
237.
Cameroon Airlines
(touristische Auskünfte)
Zeil 44, D-60313 Frankfurt/M.
Tel: (069) 13 38 55 95/96. Fax: (069) 13 38 55 97.
E-Mail: cameroon-airlines-frankfurt@t-online.de
Internet: www.cameroon-airlines.com
Mo-Fr 09.00-18.00 Uhr.
Office de Tourisme National Camerounais pour l'Europe
26, Rue de Longchamps, F-75016 Paris
Tel: (+33) (01) 45 05 96 48. Fax: (+33) (01) 47 04 49 96.
E-Mail: office@cameroun-infotourisme.com
Internet: www.cameroon-infotourisme.com
Ministère du Tourisme
BP 266, CM-Yaoundé
Tel: 22 44 11, 22 21 37. Fax: 22 12 95.
E-Mail: mintour@camnet.cm
Internet: www.camnet.cm/mintour/tourisme oder www.mintour.gov.cm
Botschaft der Republik Kamerun
Rheinallee 76, D-53173 Bonn
Tel: (0228) 35 60 38. Fax: (0228) 35 90 58.
Mo-Fr 09.00-15.30 Uhr; (auch für Österreich zuständig).
Honorarkonsulate in Düsseldorf und Hanau.
Honorarkonsulat der Republik Kamerun
(mit Visumerteilung)
Villa Flora, Hüttelbergstraße 23a, A-1140 Wien
Tel: (01) 91 47 74 40. Fax: (01) 91 47 74 48.
E-Mail: mail@society.at
Internet: www.society.at
Do 09.00-13.00 Uhr (Parteienverkehr).
Botschaft der Republik Kamerun
(ohne Visumerteilung)
Brunnadernrain 29, CH-3006 Bern
Tel: (031) 352 47 37. Fax: (031) 352 47 36. Konsularabt.: Tel: (031) 352 47 34.
E-Mail: ambassade-cameroun@tiscalinet.ch
Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr.
Generalkonsulat mit Visumerteilung in Genf (Tel: (022) 787 50 40).
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Nouvelle Route Bastos, Bastos-Usine, CM-Yaoundé
Postanschrift: BP 1160, CM-Yaoundé
Tel: 221 00 56, 220 05 66. Fax: 220 73 13.
E-Mail: DtBoJaunde@gmx.net
Internet: www.jaunde.diplo.de
Generalkonsulat der Schweizerischen Eidgenossenschaft
Rue 1822, Maison 117, Immeuble COGEFAR, Quartier Bastos, CM-Yaoundé
Postanschrift: BP 1169, CM-Yaoundé
Tel: 220 50 67. Fax: 220 93 86.
E-Mail: swissconsul@iccnet.cm
Konsularagentur in Douala.
Österreich unterhält keine diplomatische Vertretung in Kamerun. Zuständig ist die Botschaft in Lagos (s. Nigeria).
Allgemeines
Fläche
475.442 qkm.
Bevölkerungszahl
15.746.179 (2003).
Bevölkerungsdichte
33,1 pro qkm.
Hauptstadt
Yaoundé. Einwohner: 1.154.400 (2003). Douala ist die wirtschaftliche Hauptstadt.
Geographie
Kamerun grenzt im Westen an den Golf von Guinea, im Nordwesten an Nigeria, im Nordosten an den Tschad, im Osten an die Zentralafrikanische Republik und im Süden an Kongo, Gabun und Äquatorialguinea. Die Halbwüste im Norden geht in die hügelige Adamaoua-Savanne über. In dieser Region, die im Westen an die üppig-grünen Mandara-Berge grenzt, gibt es zahlreiche Tierschutzgebiete und Mineralvorkommen. In den Mandara-Bergen entspringt der Fluß Benue, der im Westen in den Niger mündet. Wasserfälle und bis zu 2000 m hohe Vulkangipfel, die mit Bambus bewachsen sind, befinden sich im Nordwesten. An der landwirtschaftlich genutzten Küste gibt es Mangrovensümpfe, hinter denen ein breiter Waldgürtel zum Savannenhochland ansteigt.
Staatsform
Präsidialrepublik (im Commonwealth) seit 1972. Verfassung von 1972. Das Parlament mit 180 Mitgliedern wird auf 5 Jahre gewählt. Staatsoberhaupt: Paul Biya, seit 1982. Regierungschef: Peter Mafani Musonge, seit 1996. Unabhängig seit Januar 1960 (Ost-Kamerun; ehemaliges französisches Mandatsgebiet), seit Oktober 1961 (West-Kamerun; ehemaliges britisches Mandatsgebiet).
Sprache
Amtssprachen sind Englisch (20%) und Französisch (80%). Laut Verfassung wird beiden Sprachen die gleiche Stellung eingeräumt. Bantu, Semibantu und andere afrikanische Sprachen sind gebräuchlich.
Religion
53% Christen, 25% Anhänger von Naturreligionen, 22% Muslime.
Ortszeit
MEZ (UTC + 1).
Netzspannung
220/110 V, 50 Hz.
Post- und Fernmeldewesen
Telefon
Selbstwählferndienst.
Landesvorwahl
237. Keine Ortsnetzkennzahlen. Die größeren Städte können direkt angewählt werden. Die nationalen Telefonverbindungen sind häufig schlecht. Telefone sind in Postämtern und Restaurants vorhanden, in den größeren Orten gibt es Telefonzellen. Internationale Telefonanrufe können von Intelcam-Büros getätigt werden. Es gibt Telefonkarten.
Mobiltelefon
GSM 900. Mobilfunkgesellschaften umfassen MTN Cameroon Ltd und Mobilis.
Faxservice
Steht in den Intelcam-Büros zur Verfügung.
Internet/E-Mail
Hauptanbieter: Camnet (Internet: www.camnet.cm ). Es gibt immer mehr Internetcafés in den größeren Städten. Außerhalb von Yaoundé und Douala sind die Gebühren für Internetnutzung oft sehr viel höher.
Telegramme
Können in den Postämtern von Yaoundé und Douala sowie in größeren Hotels aufgegeben werden, der Vorgang dauert jedoch lange.
Post
Briefmarken sind nur in Postämtern erhältlich. Luftpost nach Europa benötigt ca. eine Woche. Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Fr 07.30-18.00 Uhr.
Deutsche Welle
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0221) 389 32 08. Internet: www.dwelle.de ) anzufordern.
Reisepaß/Visum
Reisepaß/Visum
| Land | Visa | Reisepass |
| Deutschland | Ja | Ja |
| Österreich | Ja | Ja |
| Schweiz | Ja | Ja |
| Andere EU-Länder | Ja | Ja |
Reisepass
Allgemein erforderlich, muß noch mindestens 6 Monate gültig sein. Der deutsche Kinderausweis wird mit Lichtbild anerkannt, ein Eintrag im Paß eines Elternteils reicht nicht aus.
Visum
Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsangehörige von Kongo (Republik), Mali, Nigeria, Tschad und der Zentralafrikanischen Republik für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen.
Transit
Transitreisende, die innerhalb von 24 Std. weiterreisen, gültige Flugtickets vorweisen können und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.
Visaarten
Einreisevisum. Die Reise muß innerhalb von 3 Monaten nach der Ausstellung des Visums angetreten werden.
Visagebühren
Deutschland
46 € (Aufenthalte bis 3 Monate), 92 € (Aufenthalte bis 6 Monate).
Österreich
50 € (Aufenthalte bis 3 Monate), 94 € (Aufenthalte bis 6 Monate), 185 € (Aufenthalte über 6 Monate).
Schweiz
Touristenvisum: 75 CHF (Aufenthalte bis 1 Monat)
Besuchs- und Geschäftsvisum: 75 CHF (Aufenthalte bis 3 Monate); 156 CHF (Aufenthalte bis 6 Monate).
Gültigkeitsdauer
Unterschiedlich, s. Visagebühren.
Antragstellung
Konsularabteilung der Botschaft bzw. Konsulat (s. Adressen).
Unterlagen
(a) Gültiger Reisepaß. (b) 1 Antragsformular. (c) 2 Paßfotos (3 Paßfotos in Deutschland). (d) Gelbfieber-Impfbescheinigung. (e) Buchungsbestätigung für Rück-/Weiterflug. (f) Touristenvisum: Nachweis ausreichender Geldmittel für die Dauer des Aufenthalts. (g) Besuchs-/Geschäftsvisum: Einladungsschreiben des Gastgebers/Arbeitgebers bzw. des Geschäftspartners in Kamerun.
Der postalischen Antragstellung sollten ein frankierter und adressierter Umschlag und der Zahlungsbeleg über die Visumgebühren beigefügt werden.
Anmerkung
Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.
Bearbeitungszeit
Persönlich: sofort; postalisch: 2-3 Tage.
Aufenthaltsgenehmigung
Anträge an die Einwanderungsbehörde.
Geld
Währung
1 CFA (Communauté Financiaire Africaine) Franc* = 100 Centimes. Währungskürzel: CFA Fr, XAF (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 10.000, 5000, 2000, 1000 und 500 CFA Fr im Umlauf. Münzen gibt es in den Nennbeträgen 500, 100, 50, 25, 10 und 5 CFA Fr.
Anmerkung
[*] Wird von der Banque des Etats de l’Afrique Centrale (BEAC, Staatsbank der Zentralafrikanischen Staaten) herausgegeben und von Äquatorialguinea, Gabun, Kamerun, Kongo, Tschad und der Zentralafrikanischen Republik verwendet. Der von der Banque des Etats de l’Afrique de l’Ouest (BCEAO, Staatsbank der Westafrikanischen Staaten) herausgegebene CFA Franc (XOF) ist kein gesetzliches Zahlungsmittel. Der CFA Franc ist an den Euro gebunden.
Geldwechsel
Euro oder US-Dollar empfohlen.
Kreditkarten
American Express, Diners Club, MasterCard, Eurocard und Visa werden teilweise angenommen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Reiseschecks
Sollten in Euro ausgestellt sein.
Wechselkurse
| CFA Fr | CFA Fr | CFA Fr | CFA Fr | CFA Fr | |
| Dez. '02 | Apr. '03 | Sept. '03 | Jan. '04 | Apr. '04 | |
| 1 € | 655,96 | 655,96 | 655,96 | 655,96 | 655,96 |
| 1 CHF | 444,54 | 441,98 | 422,87 | 419,47 | 420,87 |
| 1 US$ | 659,42 | 613,03 | 571,49 | 512,41 | 532,33 |
Devisenbestimmungen
Die Ein- und Ausfuhr von Landeswährung ist auf 20.000 CFA Fr beschränkt; Deklarationspflicht. Die Ein- und Ausfuhr von Fremdwährungen ist unbegrenzt.
Öffnungszeiten der Banken
Mo-Fr 07.30-15.30 Uhr.
Duty Free
Duty Free
Folgende Artikel können zollfrei nach Kamerun eingeführt werden:
400 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 5 Päckchen Tabak;
1 Flasche alkoholische Getränke;
5 Flaschen Parfüm.
Gesetzliche Feiertage
Gesetzliche Feiertage
1. Jan. 2004 Neujahr. 2. Febr. Eid al-Adha (Opferfest). 11. Febr. Tag der Jugend. 9.-12. April Ostern. 1. Mai Tag der Arbeit. 20. Mai Nationalfeiertag. 21. Mai Schafsfest. 15. Aug. Mariä Himmelfahrt. 14.-16. Nov. Djoulde Soumae (Ende des Ramadan). 25. Dez. Weihnachten.
1. Jan. 2005 Neujahr. 21. Jan. Eid al-Adha (Opferfest). 11. Febr. Tag der Jugend. 25.-28. März Ostern. 21. April Eid Milad Nnabi (Jahrestag des Propheten). 1. Mai Tag der Arbeit. 20. Mai Nationalfeiertag. 21. Mai Schafsfest. 15. Aug. Mariä Himmelfahrt. 1. Okt. Tag der Vereinigung. 3.-5. Nov. Djoulde Soumae (Ende des Ramadan). 25. Dez. Weihnachten.
Anmerkung
Die angegebenen Daten für islamische Feiertage richten sich nach dem Mondkalender und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr. Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Djoulde Soumae (Ende des Ramadan) vorangeht, essen Muslime nicht tagsüber, sondern erst nach Sonnenuntergang, wodurch der normale Geschäftsablauf gestört werden kann. Diese Unterbrechungen können auch während des Djoulde Soumae (Ende des Ramadan) auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha (Opferfest), hat keine festgelegte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
Gesundheit
Gesundheit
| Krankheit | Vorsorge | Impfbescheinigung |
| Gelbfieber | Ja | 1 |
| Cholera | 2 | 2 |
| Typhus & Polio | Ja | - |
| Malaria | 3 | - |
| Essen & Trinken | 4 | - |
[1]
Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden im Alter von über einem Jahr verlangt. Ein Gelbfieberimpfschutz wird generell empfohlen.
[2]
Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztliche Hilfe einzuholen.
[3]
Malariarisiko ganzjährig landesweit. Die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum soll stark gegen Chloroquin und Sulfadoxin/Pyrimethamin resistent sein.
[4]
Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Milch ist nicht pasteurisiert und sollte ebenfalls abgekocht werden. Dosenmilch und Milchpulver nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch am besten vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuß von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.
Tollwut kommt vor. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind ungefährlich.
Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis können vorkommen, insbesondere während der Trockenzeit in den Savannengebieten.
Hepatitis A und E sind weit verbreitet, Hepatitis B ist hochendemisch.
Für Langzeitaufenthalte ist ein Gesundheitszeugnis erforderlich.
Gesundheitsvorsorge
Es gibt über 20 Krankenhäuser in den größeren Städten und landesweit mehr als 250 Hospitäler und Gesundheitszentren. Die medizinischen Einrichtungen werden Reisenden jedoch nicht empfohlen. Yaoundé hat zwei Krankenhäuser, das Hauptkrankenhaus und das Jamot-Krankenhaus. In Douala gibt es das Laquitine-Krankenhaus. Außerhalb von Yaoundé und Douala ist die medizinische Versorgung stark eingeschränkt. Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung wird empfohlen.
Reiseverkehr - International
Sicherheitshinweis
Es besteht ein erhöhtes Risiko für Reisen nach Kamerun. Das Küstengebiet zwischen Kamerun und Nigeria sollte gemieden werden. Aktuelle Sicherheitsinformationen sind bei den Auswärtigen Ämtern in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich.
Flugzeug
Kameruns nationale Fluggesellschaft heißt Cameroon Airlines (UY). Flugverbindungen aus Deutschland über Paris oder Brüssel. Linienflüge von Paris mit Cameroon Airlines und Air France (AF). Direkter Flugdienst von Zürich mit Swiss nach Yaoundé und Douala. Ferner Linienflugverkehr von Kamerun nach Nigeria, Côte d’Ivoire, Benin und Togo.
Durchschnittliche Flugzeiten
Paris – Douala: 6 Std.; Zürich – Douala: 6 Std.
Internationale Flughäfen
Douala (DLA) liegt 10 km südöstlich der Stadt. Flughafeneinrichtungen: Post, Duty-free-Shops, Tourist-Information, Mietwagenschalter, Bars und Restaurants. Taxis fahren ins Stadtzentrum.
Nsimalen (NSI) befindet sich 25 km von Yaoundé entfernt. Taxis stehen zur Verfügung.
Weitere Flughäfen in Yaoundé und Garoua.
Flughafengebühren
10.000 CFA Fr.
Schiff
Schiffsverbindungen zwischen Douala und europäischen Häfen sind unregelmäßig. Schiffe sind oft drei Wochen unterwegs und legen zwischendurch auf den Kanarischen Inseln und an westafrikanischen Häfen an. Einige Frachtschiffe haben bis zu 12 Passagierkabinen.
Bahn
Eine Verlängerung des Streckennetzes von Mbalmayo nach Bangui (Zentralafrikanische Republik) ist geplant.
Bus/Pkw
Es gibt Straßenverbindungen in den Tschad, die Zentralafrikanische Republik, nach Äquatorialguinea, Nigeria und Gabun. Fahrzeuge mit Allradantrieb werden empfohlen, während der Regenzeit sollte man auf diesen Straßen nicht reisen. Der Trans-Africa Highway von Kenia nach Nigeria ist im Bau. Die Grenze zur Republik Kongo wurde geschlossen. Minibusse und Buschtaxis fahren von Yaoundé und Douala in die Nachbarländer. Eventuell muß das Transportmittel an der Grenze gewechselt werden.
Reiseverkehr - National
Flugzeug
Es gibt täglich Flüge zwischen Douala und Yaoundé; andere Städte im Landesinneren werden weniger regelmäßig angeflogen.
Flughafengebühren
500 CFA Fr.
Bahn
Kamerunische Züge sind langsam, aber preiswert. Es gibt tägliche Bahnverbindungen von Yaoundé nach Ngaoundéré mit dem 'Gazelle du Nord’, der von Douala über Yaoundé und Belabo nach Ngaoundéré. Auerdem gibt es tägliche Verbindungen von Yaoundé nach Douala mit Anschluß nach Nkongsamba. Einige Züge haben Liegewagen, nur wenige sind klimatisiert oder führen Speisewagen. Fahrkarten müssen am Tag der Abreise gekauft werden.
Bus/Pkw
Der Straßenzustand ist generell weniger gut, mit Ausnahme der Straßen mit Schotterbelag von Douala nach Yaoundé, Limbé, Buéa, Bafoussam und Bamenda. Die übrigen Straßen sind während der Regenzeit nicht befahrbar. Rechtsverkehr. Bus: Es gibt Verbindungen mit modernen Fernbussen zwischen Yaoundé und Douala und Bafoussam und Bamenda. Mietwagen mit oder ohne Chauffeur sind relativ teuer, Filialen gibt es in Douala, Yaoundé und Limbé. Unterlagen: Internationaler Führerschein wird empfohlen. Man sollte auch eine eine internationale Zulassung, die grüne Versicherungskarte sowie ein "Carnet de Passage" mitführen.
Stadtverkehr
In Douala und Yaoundé verkehren Busse (Einheitsfahrpreise). Taxis stehen zu festgesetzten Preisen zur Verfügung. 10% Trinkgeld liegt im Ermessen des Fahrgastes.
Fahrzeiten
von Yaoundé zu anderen wichtigen Zentren (ungefähre Angaben in Std. und Min.):
| Flugzeug | Bahn | Bus/Pkw | |
| Bafoussam | 0.50 | - | 3.30 |
| Bamenda | 1.10 | - | 4.30 |
| Douala | 0.30 | 4.00 | 3.00 |
| Dschang | 0.50 | - | - |
| Garoua | 2.30 | - | 18.00 |
| Koutaba | 1.25 | - | - |
| Kribi | 0.45 | - | - |
| Mamfe | 1.00 | - | - |
| Maroua | 3.45 | - | 24.00 |
| N’Gaoundéré | 2.40 | 10.00 | 12.00 |
Unterkunft
Hotels
In Douala, Yaoundé, Bamenda, Garoua und Maroua gibt es eine gute Auswahl an Hotels der internationalen Klasse. Die guten Hotels (Einstufung durch die Regierung, es werden zwei oder mehr Sterne vergeben) haben Klimaanlagen, Swimmingpools und Sportanlagen. Den meisten Zimmern ist eine Dusche angeschlossen. Diese Hotels akzeptieren auch Kreditkarten. Übernachtungspreise schließen keine Mahlzeiten ein. Preiswertere Unterkünfte sind ebenfalls vorhanden. Das Hotel de Waza, außerhalb des Waza-Nationalparks im Norden, ist ein Camp mit zwei Pavillons und Einzelzimmern in Strohhütten. Die Hotels sind meist frühzeitig ausgebucht; man sollte rechtzeitig vorbestellen und auf eine schriftliche Bestätigung bestehen. Weitere Informationen vom Ministère du Tourisme (s. Adressen).
Camping
Zelten ist im Boubandjida-Nationalpark am Ufer des Mayo Lidi gestattet.
Urlaubsorte & Ausflüge
Das Zentrum und der Osten
-
Die Hauptstadt Yaoundé ist auf sieben Hügeln erbaut. Die vielen Märkte, Museen, Geschäfte und Kinos sorgen für Abwechslung. Im Nordwesten der Stadt liegen dichtbewachsene Berge, die bis auf 1000 m ansteigen. Auf dem Mont Fébé, der die Stadt überragt, befindet sich ein Ferienzentrum mit Luxushotel, Nachtklub, Spielkasino, schöner Gartenanlage und Golfplatz. Die Höhenlage macht das Klima angenehm. 40 km nördlich der Hauptstadt, an der Straße nach Obala, befindet sich ein ganzjähriger Vergnügungspark. Die imposanten Nachtigall-Fälle des Flusses Sanga sind beeindruckend. In den dichten Wäldern dieser Region gibt es freilebende Gorillas.
Der Westen
-
Douala, die Wirtschaftsmetropole Kameruns, liegt 24 km von der Küste entfernt am linken Ufer des Wouri. Die Stadt wird vom Mont Cameroun überragt, der mit 4070 m der höchste Berg Westafrikas ist. Sehenswert sind die Kathedrale, der Hafen und das interessante Museum sowie die Wouri-Brücke. Die Einkaufsstraßen, das Artisanat National (Markt mit Kunstgewerbe und Souvenirs) und der Deido-Markt laden zu ausgiebigem Stöbern ein.
Buéa ist eine reizvolle Stadt an den Hängen des Mont Cameroun. Vor der Besteigung des Berges sollte man vom Touristenbüro eine Erlaubnis einholen; diese wird jedoch nicht während der Regenzeit erteilt.
Limbé (vormals Victoria) ist eine malerische Stadt mit einem schönen botanischen Garten und einem »Dschungeldorf«.
Der Bergort Dschang hat durch die Höhenlage (1400 m) ein angenehm kühles Klima. Die Straße nach Süden, über N’Kongsamba und Douala, verläuft durch eine herrliche Landschaft mit atemberaubenden Tälern und Wasserfällen.
In Bamenda, im Hochland nördlich von Dschang, befindet sich ein interessantes Museum und einen Kunstgewerbemarkt.
In Foumban, nordöstlich von Dschang, gibt es zahlreiche historische Gebäude aus der deutschen Kolonialzeit, wie z. B. den Fon-Palast zu sehen. Das Museum und der Markt sind außerdem einen Besuch wert. Die Stadt ist ein guter Ausgangspunkt für Touren in die Bamileke-Region zum farbenprächtigen Bamoun Festival.
Kribi ist ein malerischer Hafen und Urlaubsort südlich von Douala mit dem wohl schönsten Strand Kameruns, Londji Beach. Ausflüge zu den Pygmäen-Dörfern sowie zum Campo Game Reserve bieten sich an. In den Urwäldern des Landesinneren leben Büffel, Löwen und Elefanten.
Der Norden
-
Maroua liegt in den Ausläufern der Mandara-Berge an den Ufern des Mayo. Der Markt, die afrikanischen Viertel und die Ufer des Mayo Kaliao sind bei Besuchern sehr beliebt. Das Diamare-Museum ist ein Völkerkundemuseum, das auch einheimisches Kunstgewerbe, Schmuck und Lederartikel zum Verkauf anbietet. In der Nähe der Stadt liegt auch ein Tierschutzgebiet (s. u.).
Das idyllische Dorf Mokolo liegt mitten in einer felsigen Landschaft. 55 km entfernt liegt Rhumsiki. Ein wahres Labyrinth aus Pfaden verbindet das Dorf mit den kleinen Bauernhöfen (Kapsiki) der Umgebung. Hier leben die Kirdi, ein Eingeborenenstamm, dessen Traditionen und Gebräuche sich über Jahrhunderte hinweg wenig geändert haben.
Weiter nördlich befindet sich das Dorf Koza, das auf 1100 m Höhe liegt. Von hier führt eine Straße zum Dorf Mabas, von dem aus man einen ausgezeichneten Panoramablick über die Bornou-Ebene Nigerias hat.
Nationalparks
-
Das Kala Maloue Reserve ist verhältnismäßig klein, trotzdem sind hier mehrere Arten von Antilopen, Affen und Warzenschweinen daheim. Sogar ein Elefantenpfad verläuft durch das Tierschutzgebiet; die Dickhäuter halten sich hier jedoch nie lange auf.
Der 170.000 ha große Waza-Nationalpark besteht aus einem Waldgebiet (November bis März geöffnet) und großen Feuchtwiesen, den Yaeres (Februar bis Juni geöffnet). Elefanten, Giraffen, Antilopen, Kuhantilopen, Löwen, Geparde und Stachelschweine sind hier beheimatet. Der Artenreichtum der Vogelwelt ist erstaunlich; Adler, Kraniche, Marabus, Pelikane, Enten, Gänse und Perlhühner können aus nächster Nähe beobachtet werden.
Der Boubandjida-Nationalpark liegt an den Ufern des Flusses Mayo Lidi im äußersten Norden des Landes.
Es gibt weitere Parks und Tierschutzgebiete, die jedoch nicht für Besucher zugänglich sind.
Sozialprofil
Essen & Trinken
Französische und libanesische Küche stehen oft auf der Speisekarte, einheimische Spezialitäten sind ebenfalls zu empfehlen. An Avocados, Zitrusfrüchten, Ananas und Mangos herrscht kein Mangel. Im Süden werden meist Garnelen in allen möglichen Variationen angeboten. In größeren Städten gibt es zahlreiche Restaurants mit gutem Service.
Nachtleben
Einheimische Unterhaltungskünstler kann man vor allem während der Festtage in vielen Regionalstädten sehen. In Douala und besonders in Yaoundé gibt es Nachtclubs und Spielkasinos. Die meisten Hotels haben ein Kasino. In vielen internationalen Hotels schließen die Bars erst, wenn der letzte Gast gegangen ist.
Einkaufstips
Luxusartikel sind teuer. Beliebte Souvenirs sind dekorierte Töpfe, Kannen, Flaschen und Tassen. Große Steingutschüsseln und andere Keramikwaren, Matten und Läufer aus Gras, Raffiabast, Kamelhaar oder Baumwolle, bestickte Kleidungsstücke und Schmuck sind ebenfalls schöne Mitbringsel. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 07.30-18.00 Uhr.
Sport
Gute Angelmöglichkeiten in den Flüssen oder an der Küste. Baden kann man im Meer oder in Hotel-Swimmingpools. Hotels haben oft Zugang zu Tennisplätzen. In Yaoundé gibt es auch einen privaten Golfplatz. Fußball ist ein beliebter Publikumssport.
Land & Leute
Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Im Norden leben zahlreiche Muslime, und Besucher sollten deren Sitten und Gebräuche respektieren. Steinerne Gebetszirkel dürfen nicht betreten werden. Auf dem Land findet man traditionelle Glaubensrichtungen, denen Besucher ebenfalls mit Takt und Offenheit gegenübertreten sollte. Fotografieren: In ländlichen Regionen sollte man beim Fotografieren behutsam vorgehen. Es sollte immer um Erlaubnis gefragt werden, bevor jemand fotografiert wird. Flughäfen, offizielle Gebäude oder militärische Anlagen sollten nicht fotografiert werden. Trinkgeld: Gepäckträger und Hotelpersonal erhalten etwa 10%. Normalerweise ist das Bedienungsgeld in der Rechnung enthalten.
Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Die kamerunische Wirtschaft ist eine der erfolgreichsten Afrikas. Die Agrarproduktion ist konstant hoch, und die Erdölindustrie expandierte gewaltig. Die landwirtschaftlichen Haupterzeugnisse sind Kakao (Kamerun ist eines der wichtigsten Ausfuhrländer), Kaffee, Bananen, Baumwolle, Holz und Kautschuk. Die Erdölförderung deckt den Eigenbedarf, und der Export von Roh- und Reinöl machen 29% der Gesamtausfuhr aus. Darüber hinaus gibt es beträchtliche Erdgasfunde. Die niedrigen Weltmarktpreise machen die Erdgasproduktion momentan jedoch unwirtschaftlich. Die vorhandenen Eisenerz-, Bauxit-, Kupfer-, Chrom- und Uranvorkommen werden bislang ebenfalls noch nicht abgebaut. Die Leichtindustrie konzentriert sich vor allem auf die Nahrungsmittelverarbeitung, Baumaterialien und Batterieherstellung. Der Anteil des Dienstleistungssektors am Bruttoinlandsprodukt beträgt 47%. Die Wirtschaftspolitik ist auf die Schaffung einer sozialen Marktwirtschaft ausgerichtet. Das Absinken der Erdölpreise hatte in den achtziger Jahren zu einer Wirtschaftsflaute geführt, Dank der liberalen Investitionspolitik, der politischen Stabilität und ausländischer Finanzhilfen sind die Wirtschaftsprognosen jedoch gut. 1992 lag die Arbeitslosenquote jedoch immer noch bei 25%. 1995 setzte der Internationale Währungsfond ein Structural Adjustment Programme in Kamerun ein. Frankreich und die Niederlande sind die größten Exportmärkte, weitere wichtige Absatzgebiete sind Deutschland und die USA. Die meisten Importe kommen aus Frankreich (29%).
Geschäftsverkehr
Geschäftsreisen legt man am besten in die Monate Juli bis September. Vor allem in Städten wird Englisch gesprochen. Geschäftszeiten: Mo-Fr 07.30-15.30 Uhr.
Kontaktadressen
Handelsabteilung der Botschaft von Kamerun, Rheinallee 76, D-53173 Bonn. Tel: (0228) 35 60 38. Fax: (0228) 35 90 58.
Chambre de Commerce, d’Industrie et des Mines du Cameroun (Industrie- und Handelskammer), BP 4011, CM-Douala. Tel: 42 68 55. Fax: 42 55 96. (E-Mail: cride-g77@camnet.cm )
Klima
Klima
Im Süden ist es von November bis Februar sehr trocken. Zwischen März und Juni fällt etwas Regen; Hauptregenzeit Juli - Oktober. Die Temperaturen im Norden schwanken zwischen kühl und sehr heiß. Auf dem Adamaoua-Plateau wird es nachts recht kalt; Regenzeit Mai - Oktober. Regelmäßige Niederschläge in den Ebenen im Landesinneren.



