Reiseführer Kenia
Inhaltsverzeichnis
Kontaktadressen
Lage
Ostafrika.
Offizieller Staatsname
Republik Kenia.
Landesvorwahl
254.
Kenya Tourist Board
c/o Travel Marketing Romberg, Schwarzbachstraße 32, D-40822 Mettmann
Tel: (02104) 83 29 19. Fax: (02104) 91 26 73.
E-Mail: kenia@travelmarketing.de
Internet: www.magicalkenya.com
Kenya Tourist Board
PO Box 30630, KE-00100 Nairobi
Tel: (02) 71 12 62. Fax: (02) 71 99 25.
E-Mail: info@kenyatourism.org
Internet: www.magicalkenya.com
Kenya Wildlife Service
PO Box 40241, KE-Nairobi
Tel: (02) 60 08 00. Fax: (02) 60 37 92.
E-Mail: kws@kws.org
Internet: www.kws.org
Botschaft der Republik Kenia
Markgrafenstraße 63, D-10969 Berlin
Tel: (030) 259 26 60. Fax: (030) 25 92 66 50.
E-Mail: office@embassy-of-kenya.de
Mo-Fr 09.00-13.00 Uhr und 14.00-17.00 Uhr.
Honorarkonsulat in Hamburg.
Botschaft der Republik Kenia
(ohne Visumerteilung)
Neulinggasse 29/8, A-1030 Wien
Tel: (01) 712 39 19 20. Fax: (01) 712 39 22.
Mo-Fr 09.00-13.00 und 14.00-17.00 Uhr.
Honorarkonsulat der Republik Kenia
(mit Visumerteilung)
Hohe Warte 7a, A-1190 Wien
Tel: (01) 368 51 73. Fax: (01) 368 74 80.
Di, Mi, Fr 10.00-12.30 Uhr.
Permanent Mission of the Republic of Kenya to the United Nations
1-3 Avenue de la Paix, CH-1202 Genève
Tel: (022) 906 40 50. Fax: (022) 731 29 05.
E-Mail: mission.kenya@ties.itu.int
Internet: http://missions.itu.int/~kenya (im Umbau)
Mo-Fr 09.00-13.00 und 14.00-17.00 Uhr.
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Riverside Drive 113, KE-Nairobi
Postanschrift: PO Box 30180, KE-Nairobi
Tel: (02) 426 21 00. Fax: (02) 426 21 29.
E-Mail: gerembnrb@wananchi.com oder ger-emb@kenyaweb.com
Internet: www.deutschebotschaftnairobi.org
Honorarkonsulat in Mombasa.
Botschaft der Republik Österreich
2nd floor, City House, Corner Wabera Street/Standard Street, KE-Nairobi
Postanschrift: PO Box 30560, KE-00100 Nairobi
Tel: (02) 31 90 76/-78. Fax: (02) 34 22 90.
E-Mail: nairobi-ob@bmaa.gv.at
Honorarkonsulat in Mombasa.
Botschaft der Schweizerischen Eidgenossenschaft
7th floor, International House, Mama Ngina Street, KE-00100 Nairobi
Postanschrift: PO Box 30752, KE-00100 Nairobi
Tel: (02) 22 87 35. Fax: (02) 21 73 88.
E-Mail: vertretung@nai.rep.admin.ch
Konsularagentur in Mombasa.
Allgemeines
Fläche
580.367 qkm.
Bevölkerungszahl
31.639.091 (2003).
Bevölkerungsdichte
54,5 pro qkm.
Hauptstadt
Nairobi. Einwohner: 2.411.900 (2003).
Geographie
Kenia grenzt im Nordosten an Somalia, im Norden an Äthiopien, im Nordwesten an den Sudan, im Westen an Uganda und im Süden an Tansania. Im Osten liegt der Indische Ozean. Landschaftlich ist Kenia in vier Regionen unterteilt: Wüste im Norden, Savanne im Süden und fruchtbare Ebenen an der Küste und an den Ufern des Victoria-Sees. Das Bergland mit der Haupstadt Nairobi befindet sich im Westen. Nordwestlich von Nairobi liegt das Rift Valley, der Grabenbruch, in dem die Stadt Nakuru und der Aberdare-Nationalpark liegen, unweit des Mount Kenia (5200 m), der ebenfalls einen Nationalpark beherbergt. Ganz im Nordwesten von Kenia liegt der Turkana-See.
Staatsform
Präsidialrepublik (im Commonwealth) seit 1963. Verfassung von 1963, letzte Änderung 1997. Einkammerparlament (National Assembly) mit 224 Mitgliedern. Staats- und Regierungschef: Mwai Kibaki, seit 2002. Direktwahl des Staatsoberhauptes alle 5 Jahre. Unabhängig seit 1963 (ehemalige britische Kolonie).
Sprache
Kisuaheli; daneben werden über 30 afrikanische Sprachen gesprochen, u. a. Kikuyu, Luo und Massai; Englisch ist Handelssprache.
Religion
60% Naturreligionen, Katholiken (26%), Protestanten (7%), Muslime (6%) sowie Minderheiten von Juden und Hindus.
Ortszeit
MEZ + 2 (UTC + 3).
Netzspannung
220/240 V, 50 Hz, dreipolige Stecker. Adapter erforderlich.
Post- und Fernmeldewesen
Telefon
Selbstwählferndienst zu den großen Städten. Münztelefonzellen sind rot, Kartentelefonzellen blau. Telefonkarten sind bei Postämtern und internationalen Telefondiensten in größeren Städten erhältlich. Zahlreiche größere Hotels bieten auch Telefondienste an, berechnen jedoch bis zu 100% mehr. Für Ortsgespräche sollte man ausreichend Münzgeld bereithalten.
Landesvorwahl
254. Ortsnetzkennzahlen: Nairobi 2, Mombasa 11, Nakuru 37.
Mobiltelefon
GSM 1800 und GSM 900. Netzbetreiber: KenCell (Internet: www.kencell.co.ke ) und Safaricom (Internet: www.safaricom.ke ).
Fax
Faxstellen befinden sich im Hauptpostamt und im Kenyatta International Conference Centre in Nairobi sowie in großen Hotels in Nairobi und Mombasa.
Internet/E-Mail
In Kenia gibt es über 30 Internetanbieter; JamboNet und 19 weitere Anbieter sind Mitglieder der East African Internet Association. In Mombasa und Nairobi gibt es Internetcafés. Internetzugang steht auch in größeren Hotels zur Verfügung.
Telegramme
Können in allen Post- und Telegrafenämtern sowie von privaten Telefonen aus aufgegeben werden. Das Hauptpostamt in Nairobi ist 24 Std. geöffnet.
Post
Die Postämter sind an den Buchstaben KP&TC (Kenya Posts & Telecommunications Corporation) zu erkennen. Briefkästen sind rot. Briefmarken sind außer auf Postämtern auch bei Schreibwarenhändlern, in Souvenirgeschäften und in Hotels erhältlich. Luftpost nach Europa ist bis zu vier Tagen unterwegs, die Beförderung ist im allgemeinen zuverlässig. Die Postämter sind Mo-Fr 08.00-17.00 Uhr sowie Sa 09.00-12.00 Uhr geöffnet.
Deutsche Welle
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0221) 389 32 08. Internet: www.dwelle.de ) anzufordern.
Reisepaß/Visum
Reisepaß/Visum
| Land | Visa | Reisepass |
| Deutschland | Ja | Ja |
| Österreich | Ja | Ja |
| Schweiz | Ja | Ja |
| Andere EU-Länder | Ja | Ja |
Reisepass
Allgemein erforderlich, muß bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre können mit einem Kinderausweis mit Lichtbild einreisen. Der deutsche Kinderausweis (bis 16 J.) möglichst mit Lichtbild wird anerkannt.
Visum
Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsangehörige folgender Länder für einen Aufenthalt von bis zu 3 Monaten:
(a) Äthiopien, Eritrea, Türkei und Uruguay;
(b) folgende Commonwealth-Länder: Bahamas, Bangladesch, Belize, Botswana, Brunei, Fidschi, Gambia, Ghana, Grenada, Jamaika, Kiribati, Lesotho, Malawi, Malediven, Mauritius, Namibia, Nauru, Papua-Neuguinea, St. Kitts & Nevis, St. Lucia, St. Vincent & die Grenadinen, Salomonen, Sambia, Samoa, Seychellen, Sierra Leone, Simbabwe, Singapur, Swasiland, Tansania, Tonga, Trinidad & Tobago, Tuvalu, Uganda und Vanuatu;
(c) Malaysia (Einreiseerlaubnis bis zu einem Aufenthalt von max. 30 Tagen).
Hinweis
Alle Reisende müssen über ein Rück-/Weiterreiseticket und über ausreichende Geldmittel mind. 500 US$ verfügen.
Transit
Transitreisende, die mit dem nächsten Anschluß weiterfliegen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.
Anmerkung
(a) Staatsangehörige der EU-Länder können das Visum auch bei der Einreise am Flughafen erhalten, es wird jedoch empfohlen, das Visum vor Reiseantritt im Heimatland zu besorgen. (b) Alle Besucher erhalten bei der Einreise einen Besucherpaß (Visitor's Pass). Reisende ohne gültiges Ticket für die Rück- oder Weiterreise müssen eine Bargeld-Kaution hinterlegen, die bei Ausreise zurückerstattet wird.
Visaarten
Einreise- und Transitvisum.
Visagebühren
Deutschland
Einreisevisum (einmalige Einreise, 3 Monate gültig):
57 € (Antragstellung in Berlin);
50 US$ (am Flughafen);
Transitvisum: 20 US $ (am Flughafen).
Österreich
Einreisevisum (einmalige Einreise, 3 Monate gültig):
57 € (Antragstellung in Wien);
50 US$ (am Flughafen);
Transitvisum: 20 US $ (am Flughafen).
Schweiz
Einreisevisum (einmalige Einreise, 3 Monate gültig):
75 CHF (Antragstellung in Genf),
50 US$ (am Flughafen).
Transitvisum: 20 US $ (am Flughafen).
Nähere Angaben von den zuständigen konsularischen Vertretungen (s. Adressen).
Gültigkeitsdauer
3 Monate. Verlängerungen können beim Immigration Department in Nyayo House, Uhuru Highway, Nairobi sowie in Mombasa oder Kisumu beantragt werden.
Antragstellung
Konsulat bzw. Konsularabteilung der Botschaft (s. Adressen).
Unterlagen
(a) Reisepaß (noch mindestens 6 Monate gültig). (b) Antragsformular. (c) Gebühr (Scheck oder Überweisung). (d) 1 Paßfoto. (e) Reisebestätigung oder Kopie des Hin- und Rückflugtickets. (f) Geschäftsvisum: Firmenschreiben.
Bei postalischer Antragstellung ist ein Einschreiben-Freiumschlag beizulegen.
Anmerkung
Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.
Bearbeitungszeit
Unterschiedlich, i. allg. 2-5 Tage. Die Bearbeitungszeit richtet sich danach, ob der Antrag zur Bestätigung nach Nairobi geschickt werden muß.
Aufenthaltsgenehmigung
Anträge an das Einwanderungsamt: The Principal Immigration Officer, PO Box 30191, Nairobi.
Geld
Währung
1 Kenia-Schilling = 100 Cents. Währungskürzel: KSh, KES (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 1000, 500, 200, 100, 50 und 20 KSh im Umlauf. Münzen im Wert von 10, 5 und 1 KSh sowie 50, 10 und 5 Cents.
Geldwechsel
In allen größeren Banken möglich. Vorsicht vor Schwarzhändlern. Geldumtausch muß jedesmal auf dem Devisenformular bestätigt werden; Devisenvergehen werden empfindlich bestraft.
Kreditkarten
Eurocard, American Express, MasterCard, Diners Club und Visa werden häufig angenommen. An zahlreichen Bankautomaten kann man Bargeld mit Kreditkarte abheben. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Reiseschecks
Kann man in den Banken umtauschen. Empfohlen werden Euro- und US-Dollar-Reiseschecks.
Wechselkurse
| KSh | KSh | KSh | KSh | KSh | |
| Dez. '02 | Apr. '03 | Sept. '03 | Jan. '04 | Apr. '04 | |
| 1 € | 79,48 | 81,16 | 92,46 | 97,36 | 96,03 |
| 1 CHF | 54,24 | 54,89 | 59,41 | 61,74 | 61,22 |
| 1 US$ | 79,70 | 76,07 | 78,55 | 76,05 | 77,66 |
Devisenbestimmungen
Die Ein- und Ausfuhr von Fremdwährungen sowie der Landeswährung ist unbeschränkt. Bei Beträgen im Wert von 5000 US$ und mehr muß jedoch ein Dokument vorgelegt werden, das über Herkunft und Verwendungszweck der Summe Auskunft gibt.
Öffnungszeiten der Banken
Mo-Fr 09.30-17.30 Uhr und am ersten und letzten Samstag im Monat 09.00-11.00 Uhr. Die Flughafenbanken sind täglich bis 24.00 Uhr geöffnet. Nationale und internationale Banken haben Niederlassungen in den meisten größeren Städten.
Duty Free
Duty Free
Folgende Artikel können von Personen über 16 Jahre zollfrei nach Kenia eingeführt werden:
200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 225 g Tabak;
1 Flasche Spirituosen oder Wein;
568 ml Parfüm.
Einfuhrverbot
Schußwaffen und Munition (nur mit polizeilicher Genehmigung), Drogen, pornografisches Material, Obst, Pflanzen und Pflanzensamen.
Ausfuhrverbot
Die Ausfuhr von Gold, Diamanten, Tierhäuten und anderen Jagdtrophäen ist ohne Genehmigung der kenianischen Regierungsbehörde verboten.
Gesetzliche Feiertage
Gesetzliche Feiertage
1. Jan. 2004 Neujahr. 9. April Karfreitag. 12. April Ostermontag. 1. Mai Tag der Arbeit. 1. Juni Madarka-Tag. 10. Okt. Moi-Tag. 20. Okt. Kenyatta-Tag. 14. - 16. Nov. Eid al-Fitr (Ende des Ramadan). 12. Dez. Unabhängigkeitstag. 25./26. Dez. Weihnachten.
1. Jan. 2005 Neujahr. 25. März Karfreitag. 28. März Ostermontag. 1. Mai Tag der Arbeit. 1. Juni Madaraka-Tag. 10. Okt. Moi-Tag. 20. Okt. Kenyatta-Tag. 3. - 5. Nov. Eid al-Fitr (Ende des Ramadan). 12. Dez. Unabhängigkeitstag. 25./26. Dez. Weihnachten.
Anmerkung
Die oben angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr. Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, essen Muslime nicht während des Tages, sondern erst nach Sonnenuntergang, wodurch der normale Geschäftsablauf gestört werden kann. Viele Restaurants sind tagsüber geschlossen, und der Genuß von Alkohol und Zigaretten kann begrenzt werden. Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
Gesundheit
Gesundheit
| Krankheit | Vorsorge | Impfbescheinigung |
| Gelbfieber | Ja | 1 |
| Cholera | 2 | 2 |
| Typhus & Polio | Ja | - |
| Malaria | 3 | - |
| Essen & Trinken | 4 | - |
[1]
Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die aus Infektionsgebieten kommen und über ein Jahr alt sind. Allen Reisenden nach Kenia wird eine Gelbfieberimpfung dringend empfohlen.
[2]
Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.
[3]
Malariaschutz ist ganzjährig im ganzen Land erforderlich. Hohes Malariarisiko besteht in den Regenwaldgebieten, einschließlich der Touristenresorts an der Küste sowie während der Regenzeit von März bis Juni und von Oktober bis Dezember. In der Hauptstadt Nairobi sowie im Hochland (über 2500 m) des Rift Valley, Central, Eastern, Western Province und Nyanza ist das Risiko im allgemeinen geringer. Chloroquin- und Sulfadoxin/Pyrimethamin-Resistenz der vorherrschenden gefährlicheren Form Plasmodium falciparium wurden gemeldet.
[4]
Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Milch ist außerhalb der Stadtgebiete nicht pasteurisiert und sollte ebenfalls abgekocht werden. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollten vermieden werden, ebenso wie rohe Salate und Mayonnaise. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.
Die Leishmaniase kommt vor, auch Vorfälle von Schlafkrankheit wurden gemeldet.
Typhus kommt vor, eine Schutzimpfung wird empfohlen.
Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.
Hepatitis A und E treten auf, Hepatitis B ist hochendemisch. Eine Hepatitisschutzimpfung wird empfohlen.
Das durch Stechmücken übertragene Denguefieber kommt vor.
Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis können vorkommen.
Tollwut kommt vor. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
HIV/Aids ist weitverbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.
Gesundheitsvorsorge
Die East African Flying Doctors (ein fliegender Ärztedienst) bieten eine spezielle Mitgliedschaft für Touristen an, die garantiert, daß man bei Krankheit oder einen Unfall auf Safari diesen Dienst in Anspruch nehmen kann (einschl. Lufttransport). Die medizinische Versorgung in Nairobi und Mombasa ist gut. Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung ist dringend erforderlich.
Reiseverkehr - International
Flugzeug
Kenias nationale Fluggesellschaft Kenya Airways (KQ) (Internet: www.kenia-airways.com ) bietet zusammen mit KLM Flugverbindungen (über Amsterdam) von Frankfurt/M., Wien und Zürich nach Nairobi an. Kenia wird unter anderem auch von Lufthansa (LH), Swiss und Air France angeflogen.
Durchschnittliche Flugzeiten
Frankfurt – Nairobi: 8 Std; Wien – Nairobi: 8 Std; Zürich – Nairobi: 8 Std.
Internationale Flughäfen
Nairobi (NBO) (Jomo Kenyatta International) liegt 13 km südöstlich der Stadt. Ein Flughafenbus fährt alle 30 Min. (Fahrzeit 40 Min.), der Stadtbus der Linie 34 alle 20 Min. zur Innenstadt (06.30-20.00 Uhr). Ein Taxistand ist ebenfalls vorhanden, Preise sollten im voraus ausgehandelt werden. Duty-free-Shop, Banken/Wechselstuben (24 Std. geöffnet), Post (Mo-Sa 08.00-17.00 Uhr), Hotelreservierung (24 Std. geöffnet), Tourist-Information, Mietwagenschalter, Restaurants, Bars.
Mombasa (MBA) (Moi International) liegt 13 km westlich der Stadt. Kenya Airways betreibt einen regelmäßigen Busdienst zu ihrer Buchungsstelle in der Innenstadt (Fahrzeit 20 Min.). Taxistand (Preise sollten im voraus ausgehandelt werden), Duty-free-Shop, Bank (05.00-14.00 Uhr), Post, Mietwagenschalter (Avis, Accross Africa Safaris, Europcar, Hertz). Hotel-Reservierungsschalter, Tourist-Information, Restaurants, Bars.
Schiff
Regelmäßige Passagierdienste verkehren zwischen Mombasa, Mauritius, den Seychellen und Sansibar. Zu den Anlaufhäfen am Victoria-See zählen Port Victoria/Kisumu, Homa Bay und Mfangano. Die Fähren auf dem Victoria-See verbinden Kisumu in Kenia mit Mwanza, Musoma und Bukoba in Tansania. Fahrpreise müssen in der Landeswährung des Ausgangshafens bezahlt werden. Weiterhin verkehren Fähren zwischen Mombasa, Dar-es-Salaam und Sansibar in Tansania.
Bahn
Es bestehen Bahnverbindungen zwischen Voi und Moshi (Tansania) sowie Nairobi und Kampala (Uganda). Da die Bahnverbindungen sehr unregelmäßig sind, sollte man sich vor Reiseantritt uber die aktuellen Bedingungen informieren.
Bus/Pkw
Kenia kann von allen Nachbarstaaten aus auf dem Landweg erreicht werden. Manche Straßen sollten allerdings wegen der unsicheren politischen Lage gemieden werden, am besten erkundigt man sich vor Reiseantritt bei den konsularischen Vertretungen nach der aktuellen Lage. Nach Addis Abeba (Äthiopien) gibt es eine Allwetterstraße. Die größten Grenzübergänge von Tansania aus sind Namanga und Lunga Lunga; etwas kleiner sind die Grenzübergänge Isebania und Taveta. Es gibt einige direkte Busverbindungen. Malaba und Buisa sind die Grenzübergänge bei der Einreise aus Uganda. Es sollte beachtet werden, daß die Grenzposten der beiden Länder in Malaba einen Kilometer voneinander entfernt sind und es zwischen den beiden Posten keine Verkehrsverbindung gibt. Vor Grenzüberschreitungen auf dem Landweg sollte man sich mit dem Automobilverband Kenias (Kenya AA, PO Box 40087, Embakasi, Nairobi, Tel: (02) 82 50 61. Fax: (02) 82 54 77) in Verbindung setzen, um sich nach den aktuellen Versicherungsbedingungen und der politischen Lage zu erkundigen.
Sicherheitshinweis
Der Zustand der Straßen in Kenia ist teilweise sehr schlecht, Gefahr besteht durch große Schlaglöcher oder unbefestigte Verkehrswege. Selbstorganisierte Fahrten sollten so geplant werden, daß das Ziel noch bei Tageslicht erreicht wird, um das Risiko von bewaffneten Überfällen zu vermindern. Überlandfahrten mit den öffentlichen Kleinbussen (matatus) sollten vermieden werden, da die Fahrzeuge oft nicht verkehrssicher sind.
Reiseverkehr - National
Reisehinweis
Die Gewaltkriminalität in Kenia, besonders in den Großstädten, ist sehr hoch. Reisende sollten sich dementsprechend vorsichtig verhalten. Wegen beträchtlicher Sicherheitsrisiken sollten Reisen in die nördlichen und nordöstlichen Landesteile Kenias sowie in die Küstenregion nördlich von Malindi vermieden werden.
Flugzeug
Kenya Airways (KQ) verbindet Mombasa, die Insel Lamu, Kiwayu, Amboseli, Masai Mara und Samburu mit Nairobi. Es gibt regelmäßige Verbindungen zwischen Nairobi, Malindi und Kiwayu. Regional Air bietet ebenfalls Inlandflüge von Nairobi aus an. Rundreisen zu den Nationalparks und zur Küste werden angeboten. Man kann auch Flugzeuge mieten.
Flughafengebühren
Keine.
Schiff
Fährverkehr zwischen Mombasa, Malindi und Lamu. Weitere Einzelheiten von den örtlichen Behörden und Reiseveranstaltern. Man kann auch ein traditionelles kenianisches Segelschiff (dhow) in Mombasa, Malindi und Lamu mieten. Bei dieser Reiseart sollte man ausreichende Wasser- und Lebensmittelvorräte mitnehmen.
Bahn
Die Kenya Railways Corporation betreibt Passagierzüge zwischen Mombasa und Nairobi. Normalerweise fahren die Züge über Nacht, die Fahrt dauert 13-14 Std. Es gibt auch Nebenstrecken, die Taveta und Kisumu an das Passagiernetz anschließen. Ein Nachtzug verkehrt täglich in beiden Richtungen zwischen Nairobi und Kisumu (14 Std. Fahrzeit). Die Züge sind im allgemeinen modern und haben Speisewagen. Es gibt drei Klassen: Wagen 1. Klasse sind äußerst bequem mit 2-Bett-Abteilen, Einbauschrank usw; die der 2. Klasse sind einfacher, aber komfortabel; die der 3. Klasse sind einfach. Der Speisewagen-Service auf der Strecke Nairobi-Mombasa wird selbst hohen Ansprüchen gerecht. Schlafwagenplätze sollten im voraus gebucht werden. Kinder unter 3 Jahren reisen umsonst, Kinder zwischen 3 und 15 Jahren zahlen die Hälfte.
Bus/Pkw
Linksverkehr. Alle Hauptstraßen sind asphaltiert, die Nebenstraßen werden ständig verbessert, vor allem im Nordwesten. In weiten Teilen des Nordens ist das Straßennetz nicht besonders gut. Da die Beschichtung der Nebenstraßen sehr von der der Hauptstraßen abweicht, sollte man vorsichtig sein, wenn man die Schnellstraßen verläßt, vor allem in der Regenzeit. Tankstellen findet man an den meisten größeren Straßen. Die Kilifi-Brücke, die Mombasa mit Malindi verbindet, bietet eine gute Alternative zur Kilifi-Fähre. Busse und Minibusse (Matatu) privater Unternehmen verkehren auf Lang- und Kurzstrecken. Die Fahrpreise der Busse und Minibusse sind ähnlich, Busse sind jedoch im allgemeinen das sicherere Verkehrsmittel. In einigen Städten haben Busse und Minibusse dieselben Endbahnhöfe. Taxi: In Kenia verkehren gute Langstreckentaxis, die bis zu sieben Personen befördern können. Am besten ist dieser Service zwischen der Hauptstadt und Mombasa sowie Nakuru. An der Küste sind Taxis und Minibusse die günstigsten Verkehrsmittel. Touren und Safaris: Unzählige Reiseunternehmen in Nairobi bieten Rundreisen zu den Safariparks und anderen Sehenswürdigkeiten an. Vor der Buchung sollte man genau feststellen, was für den Inklusivpreis geboten wird. Weitere Informationen sind erhältlich von der Kenya Association of Tour Operators (KATO), PO Box 48461, KE-00100 Nairobi (Tel: (2) 71 33 48 oder 71 33 86. E-Mail: info@katokenya.org ; Internet: www.katokenya.org ). Mietwagen: In Mombasa, Nairobi und Malindi kann man in einigen Reisebüros Wagen mit oder ohne Chauffeur mieten. Dies kann teuer sein, man sollte vor allem das Kilometergeld der einzelnen Firmen vergleichen und nur Wagen mit Allradantrieb in Betracht ziehen.
Unterlagen
Der nationale Führerschein reicht bei Besuchen bis zu 30 Tagen aus. Für ausländische Fahrzeuge (außer in Uganda oder Tansania zugelassenen Fahrzeugen) muß beim Zulassungsamt (Registrar of Motor Vehicles) in Nairobi eine Genehmigung (International Circulation Permit) eingeholt werden. Unter Vorlage der Zoll- und Versicherungspapiere wird diese kostenlos ausgestellt. Ein internationaler Führerschein wird dringend empfohlen, ist jedoch gesetzlich nicht vorgeschrieben. Weitere Informationen vom Zulassungsamt in Nairobi.
Anmerkung
Das Auswärtige Amt rät bei PKW-Reisen in die nördlichen Landesteile Kenias sowie in die Küstenregion nördlich von Malindi, in einem bewachten Konvoi mitzufahren. Am sichersten reist man in diese Gebiete per Flugzeug.
Stadtverkehr
Nairobi hat ein gut funktionierendes Busnetz. Man kann nur Einzelfahrscheine beim Schaffner kaufen. Es verkehren auch Minibusse (Matatu), die jedoch häufig sehr überladen sind. Die Taxis von Kenatco sind zuverlässig. Die älteren Taxis mit dem gelben Streifen haben keine Taxameter, und der Fahrpreis sollte im voraus vereinbart werden. 10% Trinkgeld ist üblich. Taxis können nicht auf der Straße angehalten werden.
Fahrzeiten
von Nairobi zu den folgenden größeren Städten (ungefähre Angaben in Std. und Min.):
| Flugzeug | Bahn | Pkw/Bus | |
| Kisumu | 1.05 | 14.00 | 7.00 |
| Malindi | 0.45 | - | 8.00 |
| Mombasa | 1.00 | 14.00 | 6.00 |
| Lamu | 1.30 | - | 13.00* |
| Diani | 1.30 | - | 7.00 |
| Nakuru | 0.30 | 5.00 | 3.00 |
| Eldoret | 1.15 | 9.00 | 7.00 |
| Masai Mara | 0.30 | - | 5.00 |
| Amboseli | 0.30 | - | 3.00 |
Anmerkung
[*] Inkl. Fahrt mit der Fähre.
Unterkunft
Hotels
Viele Hotels in Nairobi entsprechen dem internationalen Spitzenstandard. Es gibt auch preiswerte Hotels. Hotelrechnungen müssen in Fremdwährung oder über ein ausländisches Konto beglichen werden. Kategorien: Die Unterkünfte sind in vier Gruppen aufgeteilt: Stadthotels, Urlaubshotels, Landhotels und Lodges. Innerhalb dieser Gruppen richtet sich die Klassifikation nach dem angebotenen Service und den zur Verfügung stehenden Einrichtungen. Die Kategorisierung erfolgt nach strengen Gesichtspunkten, die Komfort, Service, sanitäre Anlagen und Sicherheit widerspiegeln. Weitere Informationen von der Kenya Association of Hotel Keepers & Caterers, PO Box 46406, Nairobi. Tel: (02) 60 44 19. Fax: (02) 60 25 38. (E-Mail: kenhotel@africaonline.co.ke ).
Jugendherbergen
In allen größeren Städten. Nähere Informationen vom Jugendherbergsverband: Kenya Youth Hostels Association, Ralph Bunche Road, PO Box 48661, Nairobi. Tel: (02) 72 17 65. Fax: (02) 72 48 62. (E-Mail: kyha@africaonline.co.ke )
Camping
Offiziell ist Zelten in Kenia nirgends verboten, kann jedoch in abgelegenen Gegenden gefährlich sein. Man muß mit wilden Tieren und Shifta (bewaffneten Banditen) rechnen, letzteren begegnet man vor allem im äußersten Norden des Landes. Ein Verzeichnis der Campingplätze ist vom Verkehrsbüro erhältlich.
Urlaubsorte & Ausflüge
Das mittlere Hochland
-
Nairobi ist als »grüne Stadt an der Sonne« bekannt. Das moderne Kenyatta-Konferenzzentrum und das attraktive Stadtbild haben Nairobi zu einer bedeutenden internationalen Handels- und Konferenzstadt gemacht. Nairobi wirkt sehr gepflegt, trotzdem ist die Kriminalität wie in anderen Hauptstädten hoch, und als Ortsfremder sollte man manche Viertel vor allem nachts meiden. Manche Besucher empfehlen sogar, den Uhuru-Park nicht allein zu betreten. Die Einkaufsmöglichkeiten sind vielfältig, die Palette reicht von Einkaufszentren im amerikanischen Stil bis hin zu afrikanischen Märkten mit Holzbuden. Groß ist auch das Angebot an Restaurants und Nachtklubs. Zu den Sehenswürdigkeiten in und um Nairobi gehören das Kulturzentrum Bomas of Kenya, etwas außerhalb des Stadtzentrums, wo u. a. Tanzaufführungen stattfinden; das Kenya National Museum mit einer Völkerkundeabteilung und der Snake Park (Schlangenpark) gegenüber dem Museum, in dem man Bekanntschaft mit fast allen ostafrikanischen Schlangenarten machen kann.
Der Nairobi-Nationalpark liegt nur 8 km außerhalb der Stadt. Der älteste Nationalpark Kenias sieht noch heute wie auf alten Fotografien aus – ursprüngliches, welliges Weideland, auf dem außer Elefanten alle ostafrikanischen Wildtiere der Ebene grasen. Das Hilton-Hotel organisiert Touren. Der Naivasha-See liegt eine Autostunde von der Hauptstadt entfernt. Die Aussicht von hier ist einmalig; Vogelfreunde kommen bei der großen Anzahl von Vögeln und dem Artenreichtum auf ihre Kosten. Es bieten sich auch gute Gelegenheiten zum Felsenklettern.
Nanyuki ist eine kleine Stadt an der Westseite des Mount Kenya und einer der Ausgangspunkte für Bergsteiger. Nakuru liegt im Rift Valley, ca. 230 km westlich von Nairobi. Die geschäftige Stadt ist ein wichtiger Knotenpunkt der Region und die viertgrößte Stadt Kenias, aber so staubig und trocken, daß Touristen meist nur auf der Durchreise hier kurz Halt machen. Schön ist der nahegelegene Nakuru-See-Nationalpark, von dem gesagt wird, daß er einst 50% der rosa Flamingos der ganzen Welt beheimatete. In der Nähe erhebt sich der Menengai Crater, ein erloschener Vulkan. 50 km nördlich von Nakuru erreicht man über eine relativ gute Straße den Baringo-See. Er ist kleiner als der Nakuru-See, der Artenreichtum der Vogelwelt ist jedoch genauso eindrucksvoll. Auf der »Halbmondinsel« (Crescent Island), in der Mitte des Sees, gibt es einen Zeltplatz und man kann Boote mieten.
Kisumu ist ein Handelszentrum am Victoria-See. Von hier aus kann man den Mount-Elgon-Nationalpark besuchen.
Die Küste
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Mombasa, die zweitgrößte Stadt Kenias, liegt 500 km von Nairobi entfernt. Mombasa ist eine wichtige Hafenstadt, die von ihrer Lage an der einzigen Bahnstrecke ins Landesinnere profitiert. Herrliche Strände erstrecken sich südlich und nördlich der Stadt. Interessant ist die Old Town, das fast völlig islamische Altstadtviertel mit engen Gassen und Straßenhändlern, die Handarbeiten anbieten. Die Festungsanlage Fort Jesus wurde 1593 von den Portugiesen erbaut und 1698 nach 33monatiger Belagerung von den Omani-Arabern erobert. Hier ist heute ein Museum untergebracht. Kikoi- und Khanga-Tücher kann man in der Biashara Street kaufen. Das Fremdenverkehrsamt befindet sich in der Moi Avenue.
Malindi liegt 125 km nördlich von Mombasa und ist der älteste Urlaubsort Kenias. Entlang der Küste liegen die Malindi- und Watamu-Wasserschutzgebiete, in denen man die Unterwasserwelt der Korallenriffe vom Glasbodenboot aus beobachten kann. Tauchen ist hier ebenfalls beliebt. In der Nähe von Watamu, im Gedi-Nationalpark, liegt eine Ruinenstadt aus dem 13. Jahrhundert. Das kleine Dorf Mambui, nördlich von Malindi, ist ebenfalls einen Ausflug wert.
Die Insel Lamu liegt 200 km nördlich von Malindi und lockt mit feinsandigen Palmenstränden, an denen malerische Dhaus vorbeisegeln, und einer faszinierenden Inselstadt. Die engen Gassen sind nur mit Eseln oder Handwagen passierbar; auf der Insel ist kein motorisierter Verkehr gestattet. Bei einem Stadtbummel stößt man auf Basare, Moscheen und arabische Häuser mit geschnitzten Holztüren. In der Mwango Road steht auch ein Hindutempel. Angelfahrten auf Dhaus werden angeboten; mit den Bootseigentümern kann man Tagesausflüge zu den ca. 600 Jahre alten Ruinen auf den nahegelegenen Inseln Pate und Manda machen.
Vor der Küste südlich von Mombasa liegt ein Korallenriff, hier gibt es schöne und geschützte Strände. Zu den Touristenregionen gehören Likoni, Tiwi und Diani Beach.
An der Küste nördlich von Mombasa liegen die Urlaubsorte Bamburi, Kenya, Watamu und Casuarina Beach. Auch hier gibt es herrliche Strände. Streckenweise wurden große Hotelkomplexe errichtet.
Nationalparks
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Der Artenreichtum ihrer Tier- und Pflanzenwelt hat Kenias Nationalparks in aller Welt berühmt gemacht.
10% der Fläche des Landes besteht aus Nationalparks. In den 40 Parks sind alle verschiedenen Lebensräume vertreten, von Wüste über Bergwald bis hin zu Wasserschutzgebieten am Indischen Ozean. Die Tourismus-Einrichtungen sind außerordentlich gut. Es gibt zahlreiche organisierte Safaris, aber man kann auch Fahrzeug und die entsprechende Ausrüstung mieten. Immer beliebter werden Ballonflüge, die die Möglichkeit bieten, die Wildtiere aus der Vogelperspektive zu beobachten; vor allem im Masai-Mara-Nationalreservat empfiehlt es sich, frühzeitig zu buchen. Alle nachstehenden Nationalparks (ausgenommen Masai-Mara-Nationalreservat und Samburu-Wildpark) stehen unter der Verwaltung von Kenya Wildlife Service (s. Adressen).
Der Aberdare-Nationalpark umfaßt eine dichtbewaldete Bergkette, die nahe beim Mount Kenia liegt und bis auf 4000 m Höhe ansteigt. Hier leben Elefanten, Nashörner, seltene Waldantilopen wie Bongo- und Dik-Dik-Antilopen, Leoparde, Löwen und verschiedene Affenarten. Die meisten Besucher ziehen es vor, das Wild von den beiden erhöhten Lodges aus zu beobachten (Treetops und The Ark), die eine bei Nacht beleuchtete Schneise überblicken. Im Nebel der höheren Hänge wachsen üppige Bergpflanzen. Es gibt zahlreiche Wasserfälle, der größte ist der 300 m hohe Guru-Wasserfall.
Der Amboseli-Nationalpark ist für Kenias Verhältnisse mit seinen knapp 400 qkm beinahe klein und liegt an der Grenze zu Tansania, 220 km von Nairobi entfernt. Die schöne Aussicht auf den schneebedeckten Kilimanjaro, Afrikas höchsten Berg, zieht viele Besucher an. Der Park besteht aus Savannenlandschaft und Sumpfgebieten und ist vor allem für seine Elefantenpopulation bekannt. Außerdem gibt es an die 400 verschiedenen Vogel-, Amphibien- und Reptilienarten. Es werden unter anderem auch Vorträge angeboten, in denen man etwas über die Kultur der Maasai erfahren kann.
Das Masai-Mara-Nationalreservat liegt 390 km von Nairobi entfernt im äußersten Südwesten des Landes. Die weite Ebene, wird einmal im Jahr von riesigen Herden von Gnus, Zebras, Gazellen und Antilopen überquert, die von der Serengeti des Nachbarstaates Tansania aus gen Norden ziehen. Die Tiere werden oft von Löwen, Geparden, Leoparden und Hyänen verfolgt. Erschöpft sammeln sie sich an einer Stelle des Mara-Flusses, wo sie in langen Reihen auf die Überquerung warten. Das Schauspiel kann am besten von einem der drei Heißluftballons aus beobachtet werden, die vom Grosvenor’s Camp aus aufsteigen. Es gibt 13 Buschlager und zwei Lodges (Mara Serena Lodge und Keekorok Lodge) im Reservat. Grosvenor’s Camp verfügt über eine Landebahn und ist das am besten ausgestattete Lager. Am Steilhang außerhalb des Reservats befindet sich ein Luxushotel mit guter Aussicht auf die Ebene.
Der Meru-Nationalpark, 280 km von Nairobi entfernt, erstreckt sich über eine Fläche von 870 qkm. Hier leben Elefanten, Nilpferde, Giraffen, Zebras, Gazellen, Kudus und Oryx. Außerdem beheimatet er über 300 Vogelarten. Dieser Park ist einer der wilderen und ursprünglicheren Naturschutzgebiete.
Der Äquator führt durch den 600 qkm großen Mount-Kenya-Nationalpark, der aus Wald, nacktem Fels und Schneefeldern auf den Berggipfeln besteht. Das Schutzgebiet beginnt in 1800 m Höhe und steigt auf über 5000 m an. Der Aufstieg ist sehr schön, professionelle Ausrüstung ist nicht erforderlich; man sollte sich jedoch genügend Zeit nehmen, um Höhenkrankheit zu vermeiden. Es ist ratsam, die Tour in Begleitung eines Führers anzutreten. Unterwegs kann man in Berghütten übernachten. Warme Kleidung, einen Schlafsack und Nahrungsmittel muß man selbst mitbringen. Der Berg ist einer der letzten Jagdgründe des schwarzen Leoparden und der Lebensraum des seltenen schwarzweißen Colobus-Affen.
Samburu-Wildpark: Dieser wüstenähnliche Park liegt zwischen Nairobi und dem Turkana-See. Hier kann man die seltenen Oryx-Antilopen, Gerenuks, netzförmig gemusterte Giraffen und Grevys-Zebras sehen. Strauße und Elefanten sind in der freien Wildbahn leicht zu ersichten. In der Samburu Lodge und der River Lodge im Nationalpark können Besucher von der Bar aus durch Köder angelockte Leoparden beobachten.
Der Tsavo-Nationalpark besteht aus einem Ost- und einem Westteil und ist mit insgesamt 21.000 qkm der größte Park Kenias. Der größte Teil des Landes ist offene Savanne und Buschland, das von Elefanten, Büffeln, Löwen, Antilopen, Gazellen, Giraffen und Zebras bevölkert ist. Bei Mzima Springs im Westen des Parks kann man Krokodile und Flußpferde sehen.
Am Turkana-See im Norden Kenias liegen mehrere Naturschutzgebiete. In diesem See, der sich mehrere hundert Kilometer durch weitgehend unbewohnte Wüste erstreckt, gibt es einige nur hier vorkommende Fischarten und Wasserpflanzen. Manche Urlauber kommen vor allem zum Fischen hierher. Am Ostufer hat man für Angeltouristen mehrere Lodges errichtet. Trotz des unwirtlichen Klimas trifft man hier viele der bekannteren Tierarten Kenias an. Im See liegen zwei große vulkanische Inseln. Der mit Wasser gefüllte Krater der südlichen Insel beheimatet außergewöhnlich große Krokodile.
Sozialprofil
Essen & Trinken
Einheimisches Rind-, Huhn-, Lamm- und Schweinefleisch ist außerordentlich gut. Je nach Jahreszeit werden auch Forellen, Nilbarsche, Hummer, Garnelen oder Mombasa-Austern angeboten. Einige Lodges der Wildparks servieren Wild, einschl. Büffelsteak, das in einheimischem Likör mariniert und mit Beeren und oft mit wildem Honig und Sahne garniert wird. Hauptnahrungsmittel der meisten Kenianer sind Mais, auch Maismehl, und Bohnen. In den kleinen Hotelis sind Chai (Tee, der mit Milch und Zucker gekocht wird) und Mandazi (Fettgebackenes) sehr beliebt. In Nairobi und Mombasa findet man eine große Auswahl an Restaurants, in den kleineren Städten gibt es Restaurants vor allem in den Hotels. Getränke: Einheimisches Bier (Tusker und White Cap) und in Flaschen abgefülltes Sodawasser kann man im ganzen Land kaufen. Kenya Cane (Zuckerrohrschnaps) und Kenya Gold (ein Kaffeelikör) sind weitere alkoholische Spezialitäten. Das traditionelle Bier Uki wird mit Honig gebraut.
Nachtleben
In den meisten Hotels in Nairobi und den Urlaubsorten gibt es abends Tanzveranstaltungen mit Live-Musik oder Diskotheken. Man findet auch einige afrikanische Nachtklubs. Nairobi bietet eine große Auswahl an Kinos, die amerikanische und europäische Filme zeigen.
Einkaufstips
In der Bishara Street in Nairobi und in Mombasa sowie auf den Märkten kann man Khanga-, Kitenge- und Kikoi-Kleidung kaufen. In einer besonders guten Kooperative in Machakos sind naturgefärbte Kiondos -Taschen mit starken Lederriemen erhältlich. Schöne Souvenirs sind auch Holzschnitzereien, Batikarbeiten, Perlenschmuck und Steinarbeiten. Der Verkauf von Souvenirs aus Wildhäuten (einschl. Reptilienhäuten und Fellen) ist verboten. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 08.30-12.30 und 14.00-17.30 Uhr.
Sport
Tennis, Squash, Bowling, Reiten und Polo sind beliebte Sportarten. Gute Sportanlagen gibt es für Kenias Leichtathleten, die regelmäßig große internationale Erfolge erringen. Vorübergehende Mitgliedschaft in Sportklubs ist möglich. Wassersport: Segeln, Wasserski, Schwimmen und Wellenreiten sind in den Ferienanlagen nördlich und südlich von Mombasa sehr beliebt, hierzu gehören Malindi, Nyali, Bamburi, Shanzu, Kikambala und Kilifi. Die Urlaubsorte bieten gute Sandstrände und z. T. Korallenriffe. Angeln (Forellen) an den Seen bietet sich in den Monaten November bis März an.
Veranstaltungskalender
Juli 2004 FIA World Rally Championship: Safari Rally, Nairobi. 10. Okt. Kenyatta Tag, landesweit. Nov. Mombasa Karneval. 12. Dez. Unabhängigkeitstag, landesweit.
Einzelheiten vom Fremdenverkehrsamt.
Land & Leute
Westeuropäische Bräuche spiegeln im ganzen Land den britischen Einfluß wider. Kenianer sind im allgemeinen sehr freundlich. Kleidung ist zwanglos, und Alltagskleidung wird außer bei besonderen gesellschaftlichen Anlässen überall akzeptiert. Trinkgeld: Falls kein Bedienungsgeld verlangt wird, sind 10 KSh angemessen. Höhere Trinkgelder liegen im Ermessen des Gastes.
Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Kenia ist ein Agrarland – 75% der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft tätig. Die Haupterzeugnisse sind Tee und Kaffee. Kenia ist eines der wenigen afrikanischen Länder mit nennenswerter Milchwirtschaft. Außer Tee und Kaffee sind Petroleumprodukte die Hauptexportgüter des Landes. Das Land importiert große Mengen Rohöl, außerdem Fertigprodukte, die hauptsächlich aus Großbritannien, Deutschland und Japan kommen. Großbritannien, Deutschland und Uganda sind die Hauptabsatzmärkte des Landes. Kenia bezieht Entwicklungshilfe aus Großbritannien; der größte Teil dieser Gelder wird direkt zur Schuldentilgung verwendet. Wie viele afrikanische Länder unterschrieb Kenia Mitte der 90er Jahre ein Structural Adjustment Programme des Internationalen Währungsfonds. Unstimmigkeiten zwischen der kenianischen Regierung und dem Fonds führten jedoch bald zum Erlöschen des Programms. Die politisch verworrene Lage und weitverbreitete Korruption trugen zu einer generellen Abwendung westlicher Spendenorganisationen bei. Viele dieser Dispute wurden mittlerweile beigelegt, nachdem die Moi Regierung 1999 einige politische Reformen durchsetzte. Dennoch bleiben westliche Investoren misstrauisch gegenüber Kenia. Großbritannien ist der wichtigste Handelspartner, gefolgt von Deutschland, Japan und den Vereinigten Arabischen Emiraten. In Afrika ist Uganda Kenias wichtigster Exportmarkt.
Geschäftsverkehr
Leichte Anzüge sind für alle Anlässe angebracht. Termine sollten im voraus vereinbart werden. Englisch ist die offizielle Geschäftssprache. Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.00-13.00 und 14.00-17.30 Uhr. In Mombasa öffnen und schließen die Büros i. allg. eine halbe Stunde früher.
Kontaktadressen
Handelsabteilung der Botschaft von Kenia, Markgrafenstraße 63, D-10969 Berlin. Tel: (030) 259 26 60. Fax: (030) 25 92 66 50. (E-Mail: embassy-kenya.bn@uumail.de )
Kenya National Chamber of Commerce and Industry (Industrie- und Handelskammer), Ufanisi House, Hailé Sélassie Avenue, PO Box 47024, Nairobi. Tel: (02) 33 44 13. Fax: (02) 34 06 64.
Investment Promotion Centre (Investitionsförderungs-Center), National Bank Building, 8th Floor, Harambee Avenue, PO Box 55704, Nairobi. Tel: (02) 22 14 01. Fax: (02) 33 66 63.
Konferenzen/Tagungen
Das Kenyatta International Conference Centre befindet sich in Nairobi, PO Box 30764. Tel: (02) 33 23 83/84. Fax: (02) 25 27 79. Weitere Auskünfte vom Fremdenverkehrsamt.
Klima
Klima
Die Küstengebiete sind tropisch mit kühlenden Monsunwinden. In den Niederungen ist es heiß und zumeist trocken, im Hochland eher gemäßigt mit vier Jahreszeiten. Nairobi hat wegen seiner Höhenlage das ganze Jahr über ein angenehmes Klima. Am Victoria-See sind die Temperaturen viel höher, hier gibt es z. T. starke Regenfälle.




