Reiseführer Mali
Inhaltsverzeichnis
Kontaktadressen
Lage
Westafrika.
Offizieller Staatsname
Republik Mali.
Landesvorwahl
223.
Ministry of Handicrafts and Tourism
BP 4075, ML-Bamako
Tel: 223 64 50, 223 63 43/44. Fax: 223 82 01.
E-Mail: mart.t@datatech.toolnet.org oder malitourisme@afribone.net.ml
Office Malien du Tourisme et de l'Hôtellerie
Rue Mohammed V., ML-Bamako
Postanschrift: BP 191, ML-Bamako
Tel: 222 56 73. Fax: 222 55 41.
E-Mail: tourisme@viky.net
Internet: www.tourisme.gov.ml
Botschaft der Republik Mali
Kurfürstendamm 72, D-10709 Berlin
Tel: (030) 319 98 83. Fax: (030) 31 99 88 48
E-Mail: ambmalia01019@freenet.de
Internet: www.mali-online.de
Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr; (auch für Österreich zuständig).
Honorargeneralkonsulat mit Visumerteilung in Hamburg (Tel: (040) 227 80 39). Honorarkonsulate in Berlin, Düsseldorf, Erfurt und Frankfurt/M.
Honorarkonsulat der Republik Mali
(mit Visumerteilung)
Mariahilferstraße 5/5, A-1060 Wien
Tel: (01) 587 77 48. Fax: (01) 587 37 20.
E-Mail: office@ruckendorfer.at
Mo-Fr 09.00-12.00 Uhr.
Botschaft der Republik Mali
Chemin de Taverney 15, CH-1218 Le Grand-Saconnex
Tel: (022) 710 09 60. Fax: (022) 710 09 69.
Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr.
Konsulat mit Visumerteilung in Basel (Tel: (061) 295 38 00. Internet: www.maliconsulat.ch ).
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Badalabougou Est, rue 14, porte 334, ML-Bamako
Postanschrift: BP 100, ML-Bamako
Tel: 222 32 99, 222 37 15. Fax: 222 96 50.
E-Mail: allemagne.presse@afribone.net.ml
Honorarkonsulat der Republik Österreich
Korofina Sud, 96 x 830, ML-Bamako
Postanschrift: BP 1652, ML-Bamako
Tel: 224 15 67. Fax: 224 15 67.
E-Mail: paklein.austro@afribone.net.ml
Das Honorarkonsulat liegt im Zuständigkeitsbereich der österreichischen Botschaft in Dakar (s. Senegal).
Die Schweiz unterhält keine Vertretung in Mali. Zuständig ist die Botschaft in Dakar (s. Senegal).
Allgemeines
Fläche
1.240.192 qkm.
Bevölkerungszahl
11.626.219 (2003).
Bevölkerungsdichte
9,4 pro qkm.
Hauptstadt
Bamako. Einwohner: 935.400 (2003).
Geographie
Mali hat keine Küsten und grenzt im Nordosten an Algerien, im Südosten an Niger und Burkina Faso, im Süden an Côte d’Ivoire, im Südwesten an die Republik Guinea und im Nordwesten an Mauretanien und Senegal. Die endlosen Ebenen werden von den Flüssen Senegal (im äußersten Westen) und Niger durchflossen. Auf seinem Weg nach Norden fließt der Niger mit dem Bani zusammen und bildet ein großes Inlanddelta, die Sümpfe von Macina, die 450 km lang und stellenweise bis zu 200 km breit sind. Die Landesmitte besteht aus der unfruchtbaren Sahelzone. Bei Timbuktu erreicht der Niger die Wüste und fließt zunächst nach Osten und dann bei Bourem nach Südosten zum Atlantik. In der Wüste, nahe der algerischen und nigerischen Grenze im Nordosten des Landes, erhebt sich das bis zu 800 m hohe Adrar-des-Iforas-Massiv. Der Norden des Landes besteht aus Wüste; entlang der alten Trans-Sahara-Karawanenstraßen gibt es einige Oasen. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt in der Savanne im Süden.
Staatsform
Präsidialrepublik seit 1960. Verfassung von 1992, letzte Änderung 1997. Parlament (Nationalversammlung) mit 147 Mitgliedern. Staatsoberhaupt: Amadou Toumani Toure, seit 2002. Regierungschef: Ousmane Issoufi Maïga, seit 2004. Erste freie Wahlen zur Nationalversammlung fanden 1992 statt. Unabhängig seit 1960 (ehemalige französische Kolonie).
Sprache
Amtssprache ist Französisch. Umgangssprachen sind Arabisch, Bambara, Songhai-Jerma, Manding, Soninké und Ful.
Religion
Islam (80%) sowie Animisten und christliche Minderheit (1%).
Ortszeit
MEZ - 1 (UTC).
Netzspannung
220 V, 50 Hz (in Bamako). Die anderen größeren Städte haben eigene Generatoren.
Post- und Fernmeldewesen
Telefon
Internationale Direktdurchwahl nur begrenzt möglich.
Landesvorwahl
223. Auslandsgespräche sind nur über die Vermittlung möglich.
Mobiltelefon
GSM 900. Netzbetreiber ist Malitel-SA (Internet: www.malitel.com ).
Internet/E-Mail
Hauptinternetanbieter sind die staatliche Telekommunikationsgesellschaft Société des Télécommunication du Mali (SOTELMA) (Internet: www.sotelma.ml ) und die vier privaten Gesellschaften MaliNet (Internet: www.malinet.com ), Cefib (Internet: www.cefib.com ), Datatech (Internet: www.datatech.toolnet.org ) und Spider (Internet: www.spider.toolnet.org ). In Bamako gibt es ein Internetcafé.
Post
Auslandssendungen werden nur von den größeren Städten und Hauptpostämtern befördert. Luftpost nach Europa ist ca. zwei Wochen unterwegs.
Deutsche Welle
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0221) 389 32 08. Internet: www.dwelle.de ) anzufordern.
Reisepaß/Visum
Reisepaß/Visum
| Land | Visa | Reisepass |
| Deutschland | Ja | Ja |
| Österreich | Ja | Ja |
| Schweiz | Ja | Ja |
| Andere EU-Länder | Ja | Ja |
Anmerkung
Staatsangehörige aller Länder müssen bei der Einreise eine Gelbfieberimpfbescheinigung vorweisen, ansonsten kann die Einreise verweigert werden. Nähere Informationen im Kapitel Gesundheit.
Reisepass
Allgemein erforderlich, muß bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein. Staatsangehörige folgender Länder können mit einem gültigen Personalausweis einreisen: Algerien, Benin, Burkina Faso, Côte d’Ivoire, Guinea, Kamerun, Marokko, Mauretanien, Niger, Senegal, Togo, Tschad und Tunesien. Der deutsche Kinderausweis wird mit Lichtbild anerkannt.
Visum
Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsangehörige folgender Länder für Aufenthalte von bis zu 3 Monaten:
(a) unter Reisepaß aufgeführte Länder;
(b) Gambia, Ghana, Guinea-Bissau, Kap Verde, Liberia, Nigeria und Sierra Leone.
Transit
Transitreisende, die innerhalb von 24 Stunden weiterfliegen, über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.
Visaarten
Touristen- und Geschäftsvisum.
Visagebühren
Deutschland und Österreich
Touristenvisum: 35 € (für einen Aufenthalt von bis zu 1 Monat).
Geschäftsvisum: 35 €.
Schweiz
Touristenvisum: 50 CHF (für einen Aufenthalt von bis zu 1 Monat).
Geschäftsvisum: 50 CHF.
Gültigkeitsdauer
1 Monat. Die Aufenthaltsdauer kann kostenlos im Land verlängert werden (Einwanderungsbehörden in Bamako oder jede Polizeidienststelle).
Antragstellung
Konsulat oder Konsularabteilung der Botschaft (s. Adressen).
Unterlagen
(a) 2 Antragsformulare. (b) 2 Paßfotos. (c) Gebühr (in bar).
Der postalischen Antragstellung sollten ein frankierter und adressierter Umschlag und der Zahlungsbeleg über die Visumgebühren beigelegt werden.
Bearbeitungszeit
Ca. 1 Tag, bei postalischer Antragsstellung 1-2 Wochen.
Aufenthaltsgenehmigung
Anfragen an die Botschaft.
Geld
Währung
1 CFA Franc* = 100 Centimes. Währungskürzel: CFA Fr, XOF (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 10.000, 5000, 2500, 1000 und 500 CFA Fr im Umlauf. Münzen gibt es in den Nennbeträgen 250, 100, 50, 25, 10, 5 und 1 CFA Fr.
Anmerkung
[*] Der CFA Franc (XOF) wird von der Banque des Etats de l’Afrique de l’Ouest (BCEAO, Staatsbank der Westafrikanischen Staaten) herausgegeben und von den 8 Mitgliedern der Afrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion (UEMOA) Benin, Burkina Faso, Côte d’Ivoire, Guinea-Bissau, Mali, Niger, Senegal und Togo benutzt. Der von der Banque des Etats de l’Afrique Centrale (BEAC, Staatsbank der Zentralafrikanischen Staaten) herausgegebene CFA Franc (XAF) ist kein gesetzliches Zahlungsmittel. Der CFA Franc ist an den Euro gebunden.
Geldwechsel
Fremdwährungen können in den Banken in Bamako gewechselt werden, man muß jedoch mit langen Wartezeiten rechnen.
Kreditkarten
Visa, Diners Club, MasterCard und Eurocard werden in begrenztem Umfang angenommen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Reiseschecks
Werden in Banken angenommen und sollten in Euro oder US-Dollar ausgestellt sein.
Wechselkurse
| CFA Fr | CFA Fr | CFA Fr | CFA Fr | CFA Fr | |
| Dez. '02 | Apr. '03 | Sept. '03 | Jan. '04 | Apr. '04 | |
| 1 € | 655,96 | 655,96 | 655,96 | 655,96 | 655,96 |
| 1 CHF | 444,54 | 441,98 | 422,87 | 419,47 | 420,87 |
| 1 US$ | 659,42 | 613,03 | 571,49 | 512,41 | 532,33 |
Devisenbestimmungen
Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist unbeschränkt. Die Ein- und Ausfuhr von Fremdwährungen ist ebenfalls unbeschränkt, Deklarationspflicht für Beträge über 25.000 CFA Fr.
Öffnungszeiten der Banken
Mo-Do 07.30-12.00 und 13.15-15.00 Uhr, Fr 07.30-12.30 Uhr.
Duty Free
Duty Free
Folgende Artikel können zollfrei nach Mali eingeführt werden:
1000 Zigaretten oder 250 Zigarren oder 2 kg Tabak;
2 Flaschen alkoholische Getränke;
Parfüm für den persönlichen Gebrauch.
Ein- und Ausfuhrbeschränkungen
Kameras und Filme müssen deklariert werden. Für Sportgewehre und Pflanzen ist eine Einfuhrgenehmigung erforderlich.
Für die Ausfuhr archäologischer Objekte, insbesondere aus dem Tal des Nigerflusses, muß ein Zertifikat des Nationalmuseums in Bamako eingeholt werden.
Gesetzliche Feiertage
Gesetzliche Feiertage
1. Jan. 2004 Neujahr. 20. Jan. Tag der Streitkräfte. 2. Febr. Tabaski (Opferfest). 26. März Tag der Demokratie. 12. April Ostermontag. 1. Mai Tag der Arbeit. 2. Mai Mouloud (Geburtstag des Propheten). 25. Mai Afrikatag (Jahrestag der Gründung der OAU). 22. Sept. Unabhängigkeitstag. 14. - 16. Nov. Korité (Ende des Ramadan). 25. Dez. Weihnachten.
1. Jan. 2005 Neujahr. 20. Jan. Tag der Streitkräfte. 21. Jan. Tabaski (Opferfest). 26.
März Tag der Demokratie 28. März Ostermontag. 21. April Mouloud (Geburtstag des Propheten). 1. Mai Tag der Arbeit. 25. Mai Afrikatag (Jahrestag der Gründung der OAU). 22. Sept. Unabhängigkeitstag. 3. - 5. Nov. Korité (Ende des Ramadian). 25. Dez. Weihnachten.
Anmerkung
Die oben angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr. Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Korité vorangeht, essen Muslime nicht während des Tages, sondern erst nach Sonnenuntergang, wodurch der normale Geschäftsablauf gestört werden kann. Viele Restaurants sind tagsüber geschlossen, und der Genuß von Alkohol und Zigaretten kann begrenzt werden. Einige Unterbrechungen können auch während des Korité auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Tabaski, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
Gesundheit
Gesundheit
| Krankheit | Vorsorge | Impfbescheinigung |
| Gelbfieber | Ja | 1 |
| Cholera | 2 | 2 |
| Typhus & Polio | Ja | - |
| Malaria | 3 | - |
| Essen & Trinken | 4 | - |
[1]
Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die über ein Jahr alt sind.
[2]
Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.
[3]
Malariarisiko besteht ganzjährig in allen Landesteilen. Die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum soll stark chloroquinresistent sein.
[4]
Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Milch ist nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch am besten meiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuß von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.
Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.
Hepatitis A und E sind weitverbreitet, Hepatitis B ist hochendemisch.
Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis können vorkommen.
Tollwut kommt vor. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Gesundheitsvorsorge
Die medizinische Versorgung ist unzulänglich und teilweise nicht für Notfälle ausgerichtet. Medikamente sind schwer erhältlich und für Behandlungen wird sofortige Barzahlung erwartet. Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung wird dringend empfohlen.
Reiseverkehr - International
Sicherheitshinweis
Wegen der instabilen Sicherheitslage ist bei Reisen in den Norden des Landes erhöhte Vorsicht geboten. Aus dem Grenzgebiet zu Mauretanien wird von Überfällen berichtet. Die Grenze zu Côte d’Ivoire ist zur Zeit geschlossen. Weitere Informationen von den Auswärtigen Ämtern.
Flugzeug
Malis nationale Fluggesellschaft ist Air Mali (L9). Mali hat auch Anteile an der Fluggesellschaft Air Afrique (RK). Air France (AF) fliegt Bamako von Paris aus an, DAT fliegt von Brüssel nach Bamako. Ethiopian Airlines (ET) fliegen von Frankfurt über Addis Abeba nach Bamako. Es bestehen mehrmals wöchentlich Flugverbindungen zwischen Mali und Niger. Keine Direktflüge von Deutschland, Österreich oder der Schweiz.
Durchschnittliche Flugzeit
Frankfurt – Bamako: 10 Std.
Internationaler Flughafen
Bamako (BKO) liegt 15 km außerhalb der Stadt (Fahrzeit 20 Min.). Flughafenbusse fahren zur Stadt.
Flughafengebühr
10.000 CFA Fr für Destinationen außerhalb von Afrika, 8.000 CFA Fr für Destinationen innerhalb von Afrika. Kinder unter 2 Jahren sind hiervon ausgenommen.
Bahn
Zweimal wöchentlich fährt ein klimatisierter Zug mit Schlaf- und Speisewagen von Bamako nach Dakar (Senegal), auch Autobeförderung möglich (Fahrzeit 35 Std.). Eine Verlängerung der Strecke nach Guinea ist geplant.
Bus/Pkw
Die besten Straßen führen nach Côte d’Ivoire und Burkina Faso, weitere Verbindungen gibt es nach Senegal, Guinea, Niger und Mauretanien. Das Befahren der Trans-Sahara-Strecke nach Algerien wird momentan als gefährlich eingestuft. Eine Allwetterstraße folgt dem Niger bis nach Niaméy (Niger). Fernbusse verkehren zwischen Kankan (Guinea) und Bamako; Bobo Dioulasso (Burkina Faso) und Segou oder Mopti sowie Niaméy (Niger) und Gao. Von Côte d’Ivoire gibt es eine Busverbindung nach Mali (Fahrzeit 36 Std.). Von Niger fährt die staatliche Buslinie SNTN dreimal wöchentlich nach Mali.
Reiseverkehr - National
Flugzeug
Air Mali (L9) verkehrt auf einigen Inlandflügen. Kleinflugzeuge können von der Société des Transports Aériens (STA) gemietet werden.
Flughafengebühr
2.500 CFA Fr.
Schiff
Von Juli bis Dezember gibt es wöchentliche Fährverbindungen auf dem Niger zwischen Bamako über Timbuktu nach Gao. Wegen der Dürre in der Sahelzone sollte man mit Unterbrechungen und Verzögerungen rechnen. Die 1300 km lange Fahrt nimmt 5-7 Tage in Anspruch, auf den Fähren kann man Lebensmittel kaufen. Eingeschränkter Fährverkehr von Dezember bis März, die Fähren verkehren dann nur zwischen Mopti und Gao. Für Fahrten von Timbuktu und Mopti kann man auch Pirogues und Pinasses (Flußboote) mit und ohne Motor mieten.
Bahn
Es gibt eine tägliche Verbindung zwischen Bamako und Kayes auf der Strecke nach Dakar (Senegal). Die auf dieser Strecke eingesetzten senegalesischen Züge sind den malischen Zügen an Komfort (Klimaanlage, Speisewagen) deutlich überlegen. Züge verkehren außerdem zwischen Bamako und Koulikoro.
Bus/Pkw
Die Straßenqualität reicht von mittelmäßig bis fast unbefahrbar. Die Hauptverkehrsstraße verbindet Sikasso im Süden mit Bamako, Mopti und Gao. Während der Regenzeit (Mitte Juni-Mitte September), wenn der Niger und sein Nebenfluß Bani über die Ufer treten, ist die Straße zwischen Mopti und Gao unpassierbar. Fernbus: Busse verbinden die größeren Städte untereinander. Unterlagen: Internationaler Führerschein wird empfohlen. Reisende mit eigenem Fahrzeug benötigen ein sog. "Carnet de passage". Nähere Einzelheiten können bei den Automobilclubs erfragt werden.
Anmerkung
Man sollte nur auf den Hauptstraßen und möglichst im Konvoi fahren und ausreichend Ersatzteile mitnehmen. Überlandfahrten bei Nacht sollten wegen Unfall- und Überfallgefahr vermieden werden.
Stadtverkehr
Taxi: Sammeltaxis in den Städten sind preiswert, es gelten Einheitstarife.
Unterkunft
Hotels
Nur in Bamako entsprechen die Hotels internationalem Standard. In den anderen Städten gibt es einfache Unterkünfte, von denen einige Klimaanlagen haben. Die Unterkunftsmöglichkeiten sind begrenzt und die Preise dementsprechend hoch, daher sollte man unbedingt im voraus buchen. Nähere Informationen vom Office Malien du Tourisme et de l’Hôtellerie (s. Adressen).
Lodges
Im La-Boucle-du-Baoule-Nationalpark (120 km von Bamako entfernt) gibt es einige Buschcamps.
Urlaubsorte & Ausflüge
Urlaubsorte & Ausflüge
-
In der modernen Landeshauptstadt Bamako sind der Botanische Garten, der Zoo, das Maison des Artisans (Kunstgewerbezentrum), das Musée National und die Märkte einen Besuch wert.
Djenne ist eine der ältesten Handelsstädte an der Trans-Sahara-Karawanenstraße. Die Stadt wurde 1250 gegründet und hat eine schöne Moschee. Das ursprüngliche Djenne wurde um 250 v. Chr. gegründet und liegt ca. 5 km von der heutigen Stadt entfernt.
Mopti liegt am Zusammenfluß von Bani und Niger. Die Stadt steht auf drei Inseln, die durch Dämme miteinander verbunden sind. Die Moschee der Stadt und der Marché des Souvenirs sind sehenswert.
Südöstlich von Mopti, auf dem Bandiagara-Plateau, liegen die Dörfer des Stammes der Dogon, deren alte Sitten und Gebräuche vom Islam weitgehend unberührt geblieben sind. Diese überaus malerischen Siedlungen sollte man nur auf organisierten Touren oder mit Führer besuchen, um die noch sehr traditionelle Lebensweise der Bewohner nicht zu sehr zu stören. Die Klippen von Bandiagara wurden von der UNESCO als Weltkulturerbe eingestuft. Man nimmt an, daß die Dogon die Ureinwohner des Nigertales waren und über tausende von Jahren Dörfer bewohnten, die entlang einer 200-km langen Felsklippe in den Felsen gehauen wurden. Obwohl sich die meisten Stämme nun in den Ebenen angesiedelt haben, bleiben diese alten Klippen immer noch bestehen.
Timbuktu war im 15. Jahrhundert Mittelpunkt des lukrativen Gold- und Salzhandels und ein Zentrum für islamische Studien. Ein großer Teil der alten Stadt ist dem Verfall preisgegeben, aber einige schöne Moscheen (z. B. Djingerebur, Sankore und Sidi Yahaya) sowie Grabmale aus dem 14. Jahrhundert zeugen noch von vergangener Pracht.
In der alten Stadt Gao kann man die Kankan-Moussa-Moschee und die Grabmäler der Askia-Dynastie besichtigen. Es gibt auch zwei ausgezeichnete Märkte.
Sowohl San als auch Segou bieten eindrucksvolle Sehenswürdigkeiten.
Die vielfältige Flora und Fauna der südlichen Sahara kann man im La-Boucle-du-Baoule-Nationalpark bewundern, der u. a. Giraffen, Leoparden, Löwen, Elefanten, Büffeln und Nilpferden einen Lebensraum bietet.
Sozialprofil
Essen & Trinken
Eine besondere Spezialität ist La Capitaine Sangha, eine Art Barsch, der mit scharfer Chilisoße, gebratenen Bananen und Reis serviert wird. Die Auswahl an Restaurants ist begrenzt. Hotelrestaurants sind auch für Nichtgäste geöffnet. Getränke: Spirituosen werden in Bars angeboten; es gibt eine Riesenauswahl an erfrischenden Fruchtsäften. Tamarinden- und Guavensaft sind Spezialitäten. Ein traditionelles Getränk ist Tee aus Mali, der in einem althergebrachten Ritual in drei Aufgüssen serviert wird.
Nachtleben
In Bamako findet man Nachtklubs.
Einkaufstips
Kampfmasken der Bambara-, Dogon- und Malinko-Stämme; Holzschnitzereien, Gold- und Silberschmuck, Webstoffe, Matten, Kupferartikel. Die Region Ségou ist berühmt für ihre Ton- und Steingutwaren, und Timbuktu ist hervorragend für Eisen- und Kupferwaren wie z.B. Schwerter, Dolche und traditionelle Haushaltsartikel.
Sport
Der Omni-Sport-Komplex in Bamako hat einen Swimmingpool und viele andere Sportanlagen.
Land & Leute
Die Einwohner sind sehr gastfreundlich und stolz auf die Geschichte und Kultur ihres Landes. Man sollte die religiösen Sitten und Gebräuche respektieren; Frauen sollten sich zurückhaltend kleiden. Fotografieren: Militärische Anlagen, der Staudamm von Markala, der Flughafen Sénou und Ordnungshüter dürfen nicht fotografiert werden. Trinkgeld: 10% in Restaurants und Bars, Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld. Gepäckträger erhalten 100 CFA Fr pro Gepäckstück.
Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Mali ist eines der ärmsten Länder der Welt; die Landwirtschaft ist effektiv der einzige Wirtschaftszweig, obwohl nur auf knapp 2% der Fläche Anbau möglich ist. Die Bevölkerung betreibt Viehzucht und baut Grundnahrungsmittel wie Hirse, Sorghum, Mais und in jüngster Zeit auch Reis an. Falls genug Regen fällt kann die Überschußproduktion exportiert werden. Die anderen Exportgüter sind Baumwolle und Erdnüsse sowie Obst und Gemüse. Entwicklungshilfe und Kredite sollen das Staatsbudget entlasten und dem Land dabei helfen, die Wirtschaft weiter auszubauen. Die neue Regierung fördert Dezentralisierung und die Liberalisierung der Wirtschaft, außerdem bemüht sie sich, die Touristikindustrie zu stimulieren und den Bergbau zu erweitern. Frankreich und Côte d’Ivoire sind Malis Haupthandelspartner. Mali ist Mitglied von ECOWAS und anderer multinationaler westafrikanischer Wirtschaftgemeinschaften.
Geschäftsverkehr
Sommer- oder Tropenanzüge mit Krawatte werden zu besonderen Anlässen empfohlen. Französischkenntnisse sind erforderlich. Geschäftszeiten: Mo-Do 07.30-12.30 und 13.00-16.00 Uhr, Fr 07.30-12.30 und 14.30-17.30 Uhr.
Kontaktadressen
Chambre de Commerce et d’Industrie du Mali (Industrie- und Handelskammer)
Place de la Liberté, BP 46, ML-Bamako
Tel: 222 50 36, 222 96 45. Fax: 222 21 20.
E-Mail: ccim@cefib.com
Konferenzen/Tagungen
Informationen erteilt das Ministry of Foreign Affairs (Protocol Section), Kounoulba, ML-Bamako. Tel: 222 54 89. Fax: 222 85 59, 225 226.
Klima
Klima
Es gibt drei Jahreszeiten, die je nach Breitengrad variieren. Die Regenzeit ist von Juni bis Oktober, im Norden ist sie weniger ausgeprägt. Der kühleren Jahreszeit (Oktober - Februar) folgt bis Juni sehr heißes und trockenes Wetter.



