Reiseführer Sudan
Inhaltsverzeichnis
Kontaktadressen
Lage
Nordostafrika.
Offizieller Staatsname
Republik Sudan.
Landesvorwahl
249.
Ministry of Environment and Tourism
Postanschrift: PO Box 300, SD-Khartoum
Tel: (011) 46 26 04. Fax: (011) 47 14 37.
Internet: www.sudan.net
Botschaft der Republik Sudan
Kurfürstendamm 151, D-10709 Berlin
Tel: (030) 890 69 80. Fax: (030) 89 40 96 93.
E-Mail: post@sudan-embassy.de
Internet: www.sudan-embassy.de
Mo-Fr 09.00-15.30 Uhr.
Botschaft der Republik Sudan
Reisnerstraße 29/5, A-1030 Wien
Tel: (01) 710 23 43/44. Fax: (01) 710 23 46.
E-Mail: botschaft.d.rep.sudan@chello.at
Internet: http://members.chello.at/botschaft.d.rep.sudan/
Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr.
Botschaft der Republik Sudan
47 Avenue Blanc, CH-1202 Genève
Postanschrift: CP 335, CH-1211 Genève 19
Tel: (022) 731 26 66. Fax: (022) 731 26 56.
E-Mail: mission.sudan@ties.itu.int
Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr. Konsularabteilung: Mo-Fr 09.30-12.00 Uhr (nur Visas).
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
53 Baladia Street, Block No. 8 D, Plot No. 2, SD-Khartoum
Postanschrift: PO Box 970, SD-Khartoum
Tel: (011) 77 79 90/79. Fax: (011) 77 76 22.
E-Mail: germanembassy-sudan@gmx.net
Honorarkonsulat der Republik Österreich
Aboulela Building, Block 6 e.w., Baladia Avenue, SD-Karthoum
Postanschrift: PO Box 21, SD-Karthoum
Tel: (011) 77 67 50, 77 37 43. Fax: (011) 77 71 70.
Mo-Sa 10.00-12.00 Uhr.
Das Honorarkonsulat liegt im Zuständigkeitsbereich von der Botschaft in Kairo (s. Ägypten).
Botschaft der Schweizerischen Eidgenossenschaft
New Extension, Street 15, House No. 7, SD-Khartoum
Postanschrift: PO Box 1707, SD-Khartoum
Tel: (011) 47 10 10, 47 11 15. Fax: (011) 47 28 04.
E-Mail: vertretung@kha.rep.admin.ch
So-Do 09.00-12.00 Uhr.
Allgemeines
Fläche
2.505.813 qkm.
Bevölkerungszahl
38.114.160 (2003).
Bevölkerungsdichte
15,2 pro qkm.
Hauptstadt
Khartoum. Einwohner: 1.397.900 (2003).
Geographie
Der Sudan grenzt im Norden an Ägypten, im Nordosten an das Rote Meer, im Osten an Eritrea und Äthiopien, im Süden an Kenia, Uganda und die Dem. Rep. Kongo, im Westen an die Zentralafrikanische Republik und den Tschad und im Nordwesten an Libyen. Im Norden reichen die Ausläufer der Libyschen und der Nubischen Wüste bis nach Khartoum; außer an den Nilufern und in einigen Oasen ist die Region karg und öde. Sie geht in Trockensavanne über, die mit kurzem, hartem Gras und Büschen bewachsen ist und das Land zwischen den Breitengraden 15°N und 10°N bedeckt. Im Süden schließt sich offene Savanne an, die im Osten überwiegend flach ist, sich aber im Westen zu zwei hohen Plateaus erhebt. Landwirtschaft wird hauptsächlich in den fruchtbaren Tälern zwischen dem Blauen und Weißen Nil betrieben, die bei Khartoum zusammenfließen. Südlich dieser Trockensavanne befindet sich ein großes flaches Becken, das vom Weißen Nil und seinen Nebenflüssen durchquert wird. In der Mitte liegt das Sudd, ein 120.000 qkm großes Sumpfgebiet, das im Süden in äquatorialen Wald übergeht und an der Grenze zu Uganda zu dschungelbewachsenen Bergen ansteigt. Die höchste Erhebung ist der Kinyeti (3480 m).
Staatsform
Islamische Republik seit 1986. Die Verfassung von 1985 wurde mit dem Militärputsch außer Kraft gesetzt. Neue Verfassung seit 1998. Das Islamische Recht ist in Kraft. Staats- und Regierungschef: Generalleutnant Omar Hassan Ahmad al-Bashir, seit 1989. Seit 1983 herrscht Bürgerkrieg. Unabhängig seit 1956 (ehemaliges britisch-ägyptisches Kondominium).
Sprache
Amtssprache ist Sudanesisches Arabisch (50%), daneben afrikanische Sprachen (50%), Englisch als Bildungssprache.
Religion
70% Muslime (Sunniten), 20% Animisten, Minderheiten von Kopten und Christen.
Ortszeit
MEZ + 1 (UTC + 2).
Netzspannung
240 V, 50 Hz.
Post- und Fernmeldewesen
Telefon
Selbstwählferndienst.
Landesvorwahl
249. Auslandsgespräche werden vom Fernamt vermittelt.
Mobiltelefon
GSM 900 Mobilfunknetz betrieben durch MobiTel (Internet: www.sdn-mobitel.com ). Empfangs-/Sendebereich in den größeren Städten.
Internet/E-Mail
Hauptanbieter: SudanNet (Internet: www.sudannet.net ).
Telegramme
Das Haupttelegrafenamt in Khartoum (Gamma Avenue) hat täglich 24 Std. geöffnet (auch feiertags).
Post
Luftpost nach Europa ist bis zu einer Woche unterwegs. Öffnungszeiten der Postämter: Sa-Do 08.30-12.00 und 17.30-18.30 Uhr.
Deutsche Welle
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0221) 389 32 08. Internet: www.dwelle.de ) anzufordern.
Reisepaß/Visum
Reisepaß/Visum
| Land | Visa | Reisepass |
| Deutschland | Ja | Ja |
| Österreich | Ja | Ja |
| Schweiz | Ja | Ja |
| Andere EU-Länder | Ja | Ja |
Einreisebeschränkungen
Die sudanesische Regierung verweigert Staatsbürgern von Israel sowie Inhabern von Reisepässen mit israelischen Sichtvermerken (gültig oder abgelaufen) die Ein- und Durchreise.
Reisepass
Allgemein erforderlich, Mindestgültigkeit 6 Monate. Der deutsche Kinderausweis wird anerkannt.
Visum
Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsangehörige von Malaysia und von Syrien (mit Wohnsitz in Syrien) für Aufenthalte von bis zu 1 Monat.
Visaarten
Touristen-, Geschäfts- und Transitvisum.
Visagebühren
Deutschland
Touristenvisum: 40 €;
Transitvisum: 40 €;
Expressvisum: 90 €;
Geschäftsvisum: 45 € (einmalige Einreise);
Multiple Entry: 90 € (mehrmalige Einreise, 3 Monate Aufenthalt);
Multiple Entry: 175 € (mehrmalige Einreise, 6 Monate Aufenthalt).
Gültigkeitsdauer
Normalerweise 3 Monate ab Ausstellung für Aufenthalte von bis zu 3 Monaten (Aufenthaltsdauer liegt im Ermessen der Einwanderungsbehörde). Transitvisum: 72 Std. Aufenthalt. Weitere Auskünfte von der zuständigen konsularischen Vertretung (s. Adressen).
Antragstellung
Konsulat bzw. Konsularabteilung der Botschaft (s. Adressen).
Unterlagen
(a) 3 Antragsformulare. (b) 3 Paßfotos. (c) Gebühr. (d) Rückflugticket. (e) Nachweis über ausreichende Geldmittel. (f) Geschäftsvisum: Firmenschreiben oder Einladungsschreiben einer sudanesischen Firma.
Der postalischen Antragstellung sollten ein frankierter und adressierter Umschlag und der Zahlungsbeleg über die Visagebühren beigefügt werden.
Anmerkung
Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.
Bearbeitungszeit
1-4 Wochen.
Aufenthaltsgenehmigung
Anfragen an die zuständige konsularische Vertretung.
Anmerkung
(a) Für den Besuch mancher Regionen des Sudan ist eine Sondergenehmigung erforderlich, die beim Passport and Immigration Office erhältlich ist. Anschrift: Ministry of Interior, Khartoum. Die Ausstellung dauert gewöhnlich fünf Tage. (b) Reisende, die sich länger als drei Tage im Sudan aufhalten, müssen sich bei den örtlichen Polizeibehörden melden.
Geld
Währung
1 Sudanesischer Dinar = 10 Sudanesische Pfund; 1 Sudanesischer Pfund = 100 Piaster. Währungskürzel: sD, SDD (ISO-Code); £Sd, SDP (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 100, 50, 25, 10 und 5 sD. Münzen in den Nennbeträgen 100, 50, 10, 5 und 2 Piaster. Es sind auch einige Gedenkmünzen im Umlauf.
Geldwechsel
Die Strafen für Geldwechsel auf dem Schwarzmarkt sind hoch. Geld sollte nur bei offiziellen Wechselstuben eingetauscht und Quittungen aufbewahrt werden
Kreditkarten
Diners Club, MasterCard und Eurocard werden begrenzt angenommen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Reiseschecks
Werden nur beschränkt angenommen.
Wechselkurse
| sD | sD | sD | sD | sD | |
| Dez. '02 | Apr. '03 | Sept. '03 | Jan. '04 | Apr. '04 | |
| 1 € | 258,89 | 281,81 | 300,69 | 333,42 | 311,74 |
| 1 CHF | 175,58 | 191,49 | 193,14 | 209,55 | 202,76 |
| 1 US$ | 258,59 | 263,55 | 261,00 | 260,45 | 259,49 |
Devisenbestimmungen
Keine Einfuhrbeschränkungen für Fremdwährungen, Deklarationspflicht. Ausfuhr in Höhe des bei der Einreise deklarierten Betrages. Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist nicht gestattet.
Öffnungszeiten der Banken
Sa-Do 08.30-12.00 Uhr.
Duty Free
Duty Free
Folgende Artikel können zollfrei in den Sudan eingeführt werden:
200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 450 g Tabak;
Parfüm oder Eau de Toilette für den persönlichen Gebrauch.
Einfuhrverbot: Die Einfuhr von israelischen oder südafrikanischen Waren ist verboten. Der Sudan richtet sich nach den Einfuhrbestimmungen der Arabischen Liga, die u. a. die Einfuhr von alkoholischen Getränken untersagen.
Gesetzliche Feiertage
Gesetzliche Feiertage
1. Jan. 2004 Unabhängigkeitstag. 2. Febr. Eid al-Adha (Opferfest). 22. Febr. Islamisches Neujahr. 3. März Tag der nationalen Einheit. 6. April Tag des Volksaufstandes. 2. Mai Al-Mowlid Al Nabawi (Geburtstag des Propheten). 25. Mai Tag der Mai-Revolution. 30. Juni Tag der Revolution. 14. - 16. Nov. Eid al-Fitr (Ende des Ramadan). 25. Dez. Weihnachten.
1. Jan. 2005 Unabhängigkeitstag. 21. Jan. Eid al-Adha (Opferfest). 10. Febr. Islamisches Neujahr. 3. März Tag der nationalen Einheit. 6. April Tag des Volksaufstandes. 21. April Al-Mowlid Al Nabawi (Geburtstag des Propheten). 25. Mai Tag der Mai-Revolution. 30. Juni Tag der Revolution. 3. - 5. Nov. Eid al-Fitr (Ende des Ramadan). 25. Dez. Weihnachten.
Anmerkung
Die oben angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr. Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, essen Muslime nicht während des Tages, sondern erst nach Sonnenuntergang, wodurch der normale Geschäftsablauf gestört werden kann. Viele Restaurants sind tagsüber geschlossen, und der Genuß von Alkohol und Zigaretten kann begrenzt werden. Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
Gesundheit
Gesundheit
| Krankheit | Vorsorge | Impfbescheinigung |
| Gelbfieber | Ja | 1 |
| Cholera | 2 | 2 |
| Typhus & Polio | Ja | - |
| Malaria | 3 | - |
| Essen & Trinken | 4 | - |
[1]
Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die aus Infektionsgebieten kommen (auch Gelbfieber-Endemiegebiete) und über ein Jahr alt sind. Beim Verlassen des Sudans wird u. U. eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber verlangt.
[2]
Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.
[3]
Malariarisiko besteht ganzjährig in allen Landesteilen. Im Norden des Landes zowie an der Küste des Roten Meeres ist die Ansteckungsgefahr gering. Entlang de Nils südlich des Nasser-Sees sowie in den mittleren und südlichen Landesteilen ist das Risiko einer Ansteckung höher. Die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum soll hochgradig chloroquinresistent sein.
[4]
Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Milch ist nicht pasteurisiert und sollte ebenfalls abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuß von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.
Tollwut kommt vor. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.
Hepatitis A und E sind weitverbreitet, Hepatitis B ist hochendemisch. Eine Hepatitis A- und Typhusschutzimpfung wird empfohlen.
Die Schlafkrankheit tritt auf.
Epidemieartige Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis können auftreten.
Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt vor.
Gesundheitsvorsorge
In manchen Krankenhäusern ist die Behandlung kostenlos; außerhalb von Khartoum ist die ärztliche Versorgung lückenhaft. Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung, einschl. Notrückführung, wird dringend empfohlen.
Reiseverkehr - International
Sicherheitshinweise
Aufgrund der unübersichtlichen Sicherheitslage wird derzeit von Reisen in den Sudan, mit Ausnahme der Hauptstadt Khartum, der im Norden gelegenen archäologischen Stätten und des Tauchgebiets bei Port Sudan, grundsätzlich abgeraten. Die südsudanesischen Provinzen sind Bürgerkriegsgebiet und sollte gemieden werden. Reisende sollten die aktuellen politischen Entwicklungen in den Medien verfolgen. Informationen über die aktuelle Sicherheitslage sind auch von den Botschaften oder den Auswärtigen Ämtern erhältlich.
Flugzeug
Sudans nationale Fluggesellschaft heißt Sudan Airways (SD) (Internet: www.sudanair.com ). Verbindungen von Zürich und Wien über Frankfurt/M. oder London mit Sudan Airways oder Lufthansa. Außerdem wird Sudan auch von Syrian Arab Airlines angeflogen.
Durchschnittliche Flugzeiten
Frankfurt – Khartoum: 7 Std. 15 (Direktflug mit einer Zwischenlandung); London – Khartoum: 6 Std.
Internationaler Flughafen
Khartoum Civil (KRT) liegt 4 km südöstlich der Stadt (Fahrzeit 20 Min.). Duty-free-Shops, Restaurant (24-Std.). Taxis fahren zur Stadt.
Flughafengebühren
20 US$, Transitreisende sind davon ausgenommen.
Schiff
Die einzigen Häfen des Landes sind Port Sudan und Suakin am Roten Meer.
Bus/Pkw
Die Grenze nach Ägypten ist bis auf den Übergang Assuan/Wadi Haifa geschlossen. Die Grenze nach Äthiopien und Eritrea ist zur Zeit geöffnet, die Grenze nach Eritrea ist jedoch geschlossen. Aktuelle Informationen zu der Sicherheitslage an den Grenzübergängen sind von den Auswärtigen Ämtern erhältlich.
Reiseverkehr - National
Flugzeug
Sudan Airways (SD) fliegt 20 Flughäfen an, einschließlich Dongola, Juba, Port Sudan und El Obeid. Die zuverlässigste Verbindung ist die Route von Port Sudan nach Khartoum. Zweimal wöchentlich Flugtaxiverbindung von Khartoum nach Nyala.
Flughafengebühren
600 sD.
Schiff
Alle Städte am Nil werden durch Flußdampfer miteinander verbunden, die jedoch zum größten Teil für Touristen nicht zu empfehlen sind. Der Fahrplan hängt vom Wasserstand ab. Es empfiehlt sich, Lebensmittel und Wasser mitzunehmen. Dongola, Karima, Kosti und Juba gehören zu den Anlaufhäfen. Im Süden des Landes wird gegenwärtig ein 320 km langer befahrbarer Kanal (Jonglei) gebaut.
Bahn
Das Bahnnetz ist umfassend, die Züge sind jedoch sehr langsam und nur einfach ausgestattet. Es gibt drei Klassen und außerdem eine Luxusklasse (Mumtaza). Auf den Hauptstrecken von Khartoum nach Wau/Nyala, Khartoum nach Kassala/Wadi Halfa und von Port Sudan nach Khartoum gibt es Schlafwagen. Einige Wagen sind klimatisiert, hierfür wird ein Zuschlag verlangt.
Bus/Pkw
Nur ein kleiner Teil des Straßennetzes ist asphaltiert. Landstraßen sind in schlechtem Zustand, im Norden sind diese während der Regenzeit (Juli - September) oft nicht befahrbar. Für längere Fahrten sollte man ausreichend Ersatzteile mitnehmen und nur absolut fahrtüchtige Fahrzeuge benutzen. Fernbus: Zwischen den größeren Städten verkehren Busse, die von den Marktplätzen abfahren. Lastwagen sind preiswertere, wenn auch unbequeme Transportmittel. Taxis haben keine Taxameter, daher sollte man den Fahrpreis im voraus vereinbaren. Mietwagen sind in größeren Städten sowie in Hotels erhältlich. Die Gebühren sind hoch. Unterlagen: Carnet de Passage, Geldmittelnachweis und Bescheinigung der sudanesischen Botschaft, daß das Fahrzeug verkehrstauglich ist. Internationaler Führerschein empfohlen. Bei Vorlage des eigenen Führerscheins kann von den örtlichen Behörden eine befristete Fahrerlaubnis ausgestellt werden. Wohnwagen und Fahrzeugen unter 1500 cc wird die Einreise verweigert.
Stadtverkehr
Die öffentlichen Busse in Khartoum sind unzuverlässig und verkehren unregelmäßig. Deshalb gibt es immer mehr private Bakassi-Minibusse, die Boks genannt werden. Sie haben keine festgesetzten Haltestellen. Diese Unternehmen bewegen sich an der Grenze der Legalität und sollten mit Vorsicht benutzt werden.
Unterkunft
Hotels
Außerhalb von Khartoum und Port Sudan findet man nur wenige Unterkünfte. In Khartoum gibt es 11 mittelgroße Hotels, einschl. einiger mit internationalem Standard, in Port Sudan drei. In den anderen größeren Städten bieten einige kleinere Hotels und Herbergen Unterkunftsmöglichkeiten.
Jugendherbergen
Informationen erteilt die Youth Hostel Association, PO Box 1705, House no. 66, Street no. 47, Khartoum. Tel: (011) 72 20 87. Fax: (011) 78 03 08.
Urlaubsorte & Ausflüge
Urlaubsorte & Ausflüge
-
KHARTOUM: Die Hauptstadt liegt am Zusammenfluß des Blauen und Weißen Nils. Mit der ehemaligen Hauptstadt Omdurman und Nord-Khartoum bildet sie eine Einheit, die die »Drei-Städte-Hauptstadt« genannt wird. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören der Kamelmarkt in Omdurman und der arabische Souk (Markt). In den Empfangshallen der größeren Hotels und in mehreren Geschäften im Stadtzentrum gibt es sudanesischer Souvenirs.
Von besonderem historischem und künstlerischem Interesse ist das Nationalmuseum, das archäologische Ausgrabungsstücke ausstellt. Ein Besuch des Museums im Khalifenhaus ist für Reisende interessant, die an der Geschichte des Sudan interessiert sind.
Ausflüge
Ein Besuch der Gezira-Modellfarm oder ein Ausflug am Nil entlang zum Jebel-Aulia-Damm bieten sich an.
NORDEN UND OSTEN: Die archäologisch interessantesten Stätten befinden sich nördlich von Khartoum am Nil; dazu gehören Bajrawiya, Naga, Musawarat, El Kurru, Nuri und Meroe.
Der Dinder-Nationalpark erstreckt sich über 6475 qkm und liegt an der äthiopischen Grenze, südöstlich von Khartoum. Er ist einer der größten Parks der Welt und beheimatet viele wilde Tierarten. In der Hauptsaison (Dezember - April) gibt es von Khartoum aus organisierte dreitägige Ausflüge.
Eine der Hauptattraktionen des Sudan, das Rote Meer, zeichnet sich durch klares Wasser sowie zauberhafte Unterwasserparks und Korallenriffe aus. Das geschäftige Port Sudan, Suakin, das während der osmanischen Zeit eine große Rolle spielte, und das Arous-Urlaubsdorf (50 km nördlich von Port Sudan) sind nur drei der vielen sehenswerten Orte. Erkowit, 1200 m ü. d. M. gelegen, ist ein Urlaubsort, der für seine immergrüne Vegetation bekannt ist.
DER WESTEN: Der Djebel Marra (3088 m) ist der höchste Berg in der Darfur-Region im westlichen Sudan. Diese landschaftlich reizvolle Gegend mit Wasserfällen, vulkanischen Seen und einem angenehmen Klima ist ein beliebtes Urlaubsgebiet.
DER SÜDEN: In diesem Landesteil herrscht gegenwärtig Bürgerkrieg; Reisen in den Süden sind daher zur Zeit nicht möglich. Die Urlaubsanlage Gemmeiza im Herzen von Ost-Äquatoria ist wegen ihres Tierreichtums besonders interessant.
Sozialprofil
Essen & Trinken
Die Grundnahrungsmittel sind Ful, eine Bohnenart, und Dura, gekochter Mais (oder Hirse), der mit diversen Gemüsen gegessen wird. Da islamisches Recht (Sharia) herrscht, ist Alkohol verboten.
Nachtleben
Unterhaltung findet man vor allem in Khartoum und Omdurman. Es gibt das Nationaltheater, Konzerthallen und Kinos sowie Aufführungen auf öffentlichen Plätzen und in Hotels.
Einkaufstips
Im Souk werden Lebensmittel, einheimisches Kunsthandwerk, Gewürze, Schmuck und Silbergegenstände verkauft. Zu empfehlen ist der Kauf von Korbwaren, Ebenholz-, Gold- und Silberartikeln und diversen Kunsthandwerksartikeln. Gepardenfelle (Cheetah) sollten nicht gekauft werden, da Geparden vom Aussterben bedroht sind und unter das Artenschutzabkommen des World Wildlife Fund fallen. Öffnungszeiten der Geschäfte: Sa-Do 08.00-13.30 und 17.30-20.00 Uhr.
Sport
Am Roten Meer gibt es viele Wassersportmöglichkeiten, einschließlich Schwimmen, Tauchen in den Korallenriffen und Hochseefischen nach Barrakuda, Haien und Kabeljau.
Land & Leute
Im Norden des Landes wird das Leben durch die arabische Kultur geprägt, während die Einwohner des fruchtbareren Südens vielen unterschiedlichen Stämmen angehören, die alle ihren eigenen Lebensstil und Glauben haben. Da der Sudan ein überwiegend islamisches Land ist, sollten Frauen freizügige Kleidungsstücke vermeiden. Bei offiziellen und gesellschaftlichen Anlässen und in manchen Restaurants wird formelle Kleidung erwartet. Sudanesen sind für ihre Gastfreundschaft bekannt. Trinkgeld wird nicht erwartet. Fotografieren: Militärische und polizeiliche Einrichtungen, Flughäfen und Brücken, Ministerien, Eisenbahneinrichtungen, Militär- und Polizeiangehörigen und Frauen ohne deren ausdrückliche Einwilligung dürfen nicht fotografiert werden. Bei Zuwiderhandlung drohen hohe Strafen.
Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Dem Sudan machen seit Jahren wiederholt Dürren, Bürgerkrieg und riesige Auslandsschulden schwer zu schaffen. Ein Großteil der Erwerbstätigen ist in der Landwirtschaft beschäftigt, die in den letzten Jahren wieder Zuwachsraten aufweist. Es wird vor allem Baumwolle angebaut (die ca. 50% der Exporteinnahmen liefert), außerdem Weizen, Hirse, Erdnüsse, Sesam, Sorghum und Zuckerrohr. Die Gummiproduktion hat in letzter Zeit aufgrund der Einführung synthetischer Ersatzstoffe sowie steigender Konkurrenz an Bedeutung verloren. Auch die Viehzucht weist rückläufige Zahlen auf. Die nicht sehr umfangreiche Fertigungswirtschaft konzentriert sich auf die Verarbeitung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse – so z. B. in den Zuckerraffinerien – und die Herstellung von Konsumgütern wie Textilien, Zigaretten und Batterien. Einkünfte aus den nicht unerheblichen Ölvorkommen des Landes haben sich durch die niedrigeren Ölpreise auf dem Weltmarkt verringert. Die wichtigsten Bezugsgebiete sind Großbritannien, Saudi-Arabien, Italien, die USA und Deutschland. Ägypten, Saudi-Arabien und die EU-Staaten sind die größten Absatzgebiete des Landes. Ausländische Finanzhilfen, besonders von den wohlhabenden arabischen Staaten, bewahren die sudanesische Wirtschaft vor dem völligen Zusammenbruch, der Internationale Währungsfond stellt ebenfalls Finanzhilfe zur Verfügung.
Geschäftsverkehr
Leichter Anzug bzw. Kostüm sind angemessen. Die islamischen Bräuche sollten in den entsprechenden Regionen beachtet werden. In Geschäftskreisen wird viel Englisch gesprochen, über ein paar Worte Arabisch freut sich jedoch jeder sudanesische Geschäftspartner. Geduld und Höflichkeit werden geschätzt. Visitenkarten sollten eine arabische Übersetzung auf der Rückseite vorweisen. Geschäftszeiten: Sa-Do 08.00-14.30 Uhr.
Kontaktadressen
Handelsabteilung der Botschaft von Sudan, Kurfürstendamm 151, D-10709 Berlin. Tel: (030) 890 69 80. Fax: (030) 89 40 96 93.
Österreichisch-Arabische Handelskammer, Lobkowitzplatz 1, A-1015 Wien. Tel: (01) 513 39 65. Fax: (01) 513 85 59. (E-Mail: headoffice@aacc.at ; Internet: www.aacc.at )
Sudan Chamber of Commerce (Handelskammer), PO Box 81, Khartoum. Tel: (011) 77 23 46.
Sudan Development Corporation (SDC), PO Box 710, 21 al-Amarat, Khartoum. Tel: (011) 47 21 51. Fax: (011) 47 21 48.
Klima
Klima
Sehr heiß, nur von November bis März vor allem im Norden geringfügig kühler. Häufige Sandstürme in der Sahara von April bis September. Im äußersten Norden kaum Niederschläge, im mittleren Landesteil geringfügige Niederschläge im Juli und August.



