Reiseführer Tschad
Inhaltsverzeichnis
Kontaktadressen
Lage
Zentralafrika.
Offizieller Staatsname
Republik Tschad.
Landesvorwahl
235.
Direction de la Promotion Touristique
Direction de la Promotion Touristique BP 86, Palais du Gouvernement, TD-N’Djaména
Tel: 52 44 16. Fax: 52 44 19.
Botschaft der Republik Tschad
Basteistraße 80, D-53173 Bonn
Tel: (0228) 35 60 26. Fax: (0228) 35 58 87
Honorarkonsulate in Bad Breisig und Stuttgart.
(auch für Österreich zuständig).
Honorarkonsulat der Republik Tschad
(mit Visumerteilung)
Hauptplatz 10, A-3150 Wilhelmsburg.
Tel.: (02746) 27 74 12. Fax: (02746) 2 77 49.
Mo-Fr 08.00-12.00 Uhr.
Botschaft der Republik Tschad
Chancellerie, Rue des Belles-Feuilles 65, F-75116 Paris
Tel: (+33) (01) 45 53 36 75. Fax: (+33) (01) 45 53 16 09.
Mail: ambatchad_paris@libertysurf.fr .
Mo-Fr 09.00-12.30 und 14.00-16.30 Uhr;
Österreich unterhält keine diplomatische Vertretung im Tschad, zuständig für Österreich ist die Botschaft in Lagos (s. Nigeria).
(auch für die Schweiz zuständig).
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Av. Félix Eboué, B.P. 893, TD-N´Djamena.
Tel.: (00235) 51 62 02 / 51 56 47, Fax: (00235) 51 48 00,
E-Mail: allemagne@intnet.td
Anmerkung: Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Kamerun ist zugleich als Botschafter im Tschad akkreditiert. Keine Wahrnehmung von Rechts- und Konsularaufgaben - nur Nothilfe. Keine Erteilung von Visa.
Botschaft der Schweizerischen Eidgenossenschaft
Coopération Suisse, Quartier Sabangali, B.P. 1102, TD-N'Djaména.
Tel: (00235) 51 73 14, Fax: (02235) 51 74 16
E-Mail: ndjamena@sdc.net
Allgemeines
Fläche
1.284.000 qkm.
Bevölkerungszahl
9.253.493 (2003).
Bevölkerungsdichte
7,2 pro qkm.
Hauptstadt
N’Djamena. Einwohner: 609.600 (2003).
Geographie
Der Tschad grenzt im Norden an Libyen, im Westen an Niger, Nigeria und Kamerun, im Süden an die Zentralafrikanische Republik und im Osten an den Sudan. Die landschaftliche Vielfalt reicht von äquatorialen Wäldern bis hin zu den trockensten Wüstengebieten der Erde. Der Tschad-See ist je nach Wasserstand zwischen 25.000 und 10.000 qkm groß. Die Flüsse Chari, Logone und Bahr Salamat im Süden des Landes sind oft ausgetrocknet. Das Tschad-Becken ist von Bergen und dem zentralafrikanischen Plateau umgeben. Im Osten steigt die kristalline Ovaddai-Bergkette bis auf 1500 m an. Im Nordosten erheben sich die rosafarbenen Höhen des Ennedi und im Norden die vulkanische Tibesti-Bergkette, die überwiegend aus kahlem Fels, Schluchten und Tälern besteht. Der Streit mit Libyen um den Aozou-Streifen im Norden des Landes wurde vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag zugunsten des Tschad entschieden.
Staatsform
Präsidialrepublik seit 1960. Neue Verfassung seit 1996. Nationalversammlung mit 125 Mitgliedern. Staatsoberhaupt: Idriss Déby, seit 1990. Regierungschef: Haroun Kabadi, seit 1999. Unabhängig seit 1960 (ehemalige französische Kolonie).
Sprache
Amtssprachen sind Französisch und Arabisch. Im Norden wird viel Arabisch gesprochen, im Süden Sara. Außerdem über 50 regionale Sprachen, die größten Stammesgruppen im Norden (überwiegend islamisch) sind die Nare-Araber, Toubou, Fulani, Haussa, Kanembou, Boulala und Wadai; im Süden (überwiegend christlich) die Baguirmi, Kotoko, Sara, Massa and Moundang.
Religion
Moslems (50%), Christen (30%, vorwiegend Katholiken) sowie Anhänger von Naturreligionen.
Ortszeit
MEZ (UTC + 1).
Netzspannung
220/380 V, 50 Hz.
Post- und Fernmeldewesen
Telefon
Selbstwahlferndienst. Manchmal müssen die Gespräche über die Vermittlung geführt werden.
Landesvorwahl
235.
Mobiltelefon
GSM 900. Der Sende-/Empfangsbereich für Mobilfunk beschränkt sich auf die Umgebung von N'Djaména. Netzbetreiber ist Celtel Tchad (Internet: www.msi-cellular.com ).
Telegramme
Können in den Hauptpostämtern von N’Djamena, Sarh, Moundou und Abéché aufgegeben werden.
Post
Luftpost nach Europa ist ca. eine Woche unterwegs. Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Fr 07.00-11.30 Uhr; Sa 15.30-18.30 Uhr; So 07.30-11.00 Uhr.
Deutsche Welle
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0221) 389 32 08. Internet: www.dwelle.de ) anzufordern.
Reisepaß/Visum
Reisepaß/Visum
| Land | Visa | Reisepass |
| Deutschland | Ja | Ja |
| Österreich | Ja | Ja |
| Schweiz | Ja | Ja |
| Andere EU-Länder | Ja | Ja |
Reisepass
Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsbürger der folgenden Länder, die mit einem Personalausweis einreisen können: Côte d'Ivoire, Kamerun, Kongo (Rep.), Madagascar, Niger, Senegal und Zentralafrikanische Republik.
Der deutsche Kinderausweis wird anerkannt.
Visum
Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsbürger von Burkina Faso, Côte d'Ivoire, Gabun, Kamerun, Kongo (Rep.), Mauretanien, Niger, Nigeria, Senegal, Togo und Zentralafrikanische Republik für Aufenthalte von bis zu 3 Monaten.
Transit
Transitreisende, die innerhalb von 48 Std. das Land mit demselben oder nächsten Flugzeug wieder verlassen, benötigen kein Transitvisum, sofern sie ein bestätigtes Flugticket und gültige Reisedokumente für das Zielland vorlegen können und den Transitraum nicht verlassen.
Visaarten
Touristenvisum.
Visagebühren
50 €.
Gültigkeitsdauer
Maximal 3 Monate.
Anmerkung
Für Reisen außerhalb der Hauptstadt sind für alle Präfekturen Genehmigungen (Authorisation de circuler) vom Innenministerium des Tschad erforderlich, die bei der Einreise am Flughafen beantragt werden können, jedoch nicht in jedem Fall ausgestellt werden. Bei Einreise auf dem Landweg muß die Genehmigung bereits zusammen mit dem Visum beantragt werden.
Antragstellung
Konsulat oder Konsularabteilung der Botschaft (s. Adressen).
Unterlagen
(a) Gültiger Reisepaß. (b) 3 Paßfotos. (c) 3 Antragsformulare. (d) Empfehlungsschreiben. (e) Reisedokumente und Geldmittelnachweis. (f) Gebühr.
Der postalischen Antragstellung sollten ein frankierter und adressierter Umschlag und der Zahlungsbeleg über die Gebühren beigelegt werden.
Bearbeitungszeit
1 Woche.
Geld
Währung
1 CFA (Communauté Financiaire Africaine) Franc* = 100 Centimes. Währungskürzel: CFA Fr, XAF (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 10.000, 5000, 2000, 1000 und 500 CFA Fr im Umlauf. Münzen gibt es in den Nennbeträgen 500, 100, 50, 25, 10 und 5 CFA Fr.
Anmerkung
[*] Wird von der Banque des Etats de l’Afrique Centrale (BEAC, Staatsbank der Zentralafrikanischen Staaten) herausgegeben und von Äquatorialguinea, Gabun, Kamerun, Kongo, Tschad und der Zentralafrikanischen Republik verwendet. Der von der Banque des Etats de l’Afrique de l’Ouest (BCEAO, Staatsbank der Westafrikanischen Staaten) herausgegebene CFA Franc (XOF) ist kein gesetzliches Zahlungsmittel. Der CFA Franc ist an den Euro gebunden.
Kreditkarten
Diners Club, MasterCard und Eurocard werden in geringem Umfang akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Reiseschecks
Reiseschecks und Banknoten in US-Dollar oder Euro werden empfohlen.
Wechselkurse
| CFA Fr | CFA Fr | CFA Fr | CFA Fr | CFA Fr | |
| Dez. '02 | Apr. '03 | Sept. '03 | Jan. '04 | Apr. '04 | |
| 1 € | 655,96 | 655,96 | 655,96 | 655,96 | 655,96 |
| 1 CHF | 444,54 | 441,98 | 422,87 | 419,47 | 420,87 |
| 1 US$ | 659,42 | 613,03 | 571,49 | 512,41 | 532,33 |
Devisenbestimmungen
Die Einfuhr von Landes- und Fremdwährungen ist unbegrenzt, Deklarationspflicht. Die Ausfuhr der Landeswährung ist auf 10.000 CFA Fr beschränkt. Ausfuhr von Fremdwährungen bis maximal des bei der Einreise deklarierten Betrages.
Öffnungszeiten der Banken
Mo-Sa 07.00-13.00 Uhr, Fr 07.00-10.30 Uhr.
Duty Free
Duty Free
Folgende Artikel können zollfrei in den Tschad eingeführt werden:
400 Zigaretten/Zigarillos oder 125 Zigarren oder 500 g Tabak (Frauen dürfen nur Zigaretten einführen);
3 Flaschen Wein;
1 Flasche Spirituosen.
Gesetzliche Feiertage
Gesetzliche Feiertage
1. Jan. 2004 Neujahr. 2. Febr. Eid al-Adha (Opferfest). 12. April Ostermontag. 1. Mai Tag der Arbeit. 25. Mai Afrikanischer Befreiungstag, Jahrestag der Gründung der OAU. 11. Aug. Unabhängigkeitstag. 1. Nov. Allerheiligen. 14. - 16. Nov. Eid al-Fitr (Ende des Ramadan). 28. Nov. Jahrestag der Ausrufung der Republik. 1. Dez. Fest der Freiheit und Demokratie. 25. Dez. Weihnachten.
1. Jan 2005 Neujahr. 21. Jan. Eid al-Adha (Opferfest). 28. März Ostermontag. 13. April Nationalfeiertag. 1. Mai Tag der Arbeit. 25. Mai Afrikanischer Befreiungstag, Jahrestag der Gründung der OAU. 11. Aug. Unabhängigkeitstag. 1. Nov. Allerheiligen. 3. - 5. Nov. Eid al-Fitr (Ende des Ramadan). 28. Nov. Jahrestag der Ausrufung der Republik. 1. Dez. Fest der Freiheit und Demokratie. 25. Dez. Weihnachten.
Anmerkung
Die oben angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr. Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, essen Muslime nicht während des Tages, sondern erst nach Sonnenuntergang, wodurch der normale Geschäftsablauf gestört werden kann. Viele Restaurants sind tagsüber geschlossen, und der Genuß von Alkohol und Zigaretten kann begrenzt werden. Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
Gesundheit
Gesundheit
| Krankheit | Vorsorge | Impfbescheinigung |
| Gelbfieber | Ja | 1 |
| Cholera | 2 | 2 |
| Typhus & Polio | 3 | - |
| Malaria | 4 | - |
| Essen & Trinken | 5 | - |
[1]
Ein Impfschutz gegen Gelbfieber wird allen Reisenden empfohlen, die über ein Jahr alt sind. Eine entsprechende Bescheinigung ist erforderlich.
[2]
Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.
[3]
Eine Typhus-Schutzimpfung wird empfohlen.
[4]
Malariarisiko das ganze Jahr über in allen Landesteilen. Die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum soll gegen Chloroquin resistent sein.
[5]
Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung unbedingt abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Milch ist nicht pasteurisiert und sollte ebenfalls abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuß von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.
Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.
Hepatitis A und E sind verbreitet, Hepatitis B ist hochendemisch. Ein Hepatitis A-Impfschutz wird empfohlen.
Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis können vorkommen.
Die Leishmaniase kommt vor.
Tollwut kommt vor. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
HIV/Aids ist weitverbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.
Gesundheitsvorsorge
Die medizinische Versorgung ist besonders im Norden des Landes unzureichend. Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung mit Notrückführung wird dringend empfohlen.
Reiseverkehr - International
Reisehinweis
Bei Reisen in den Tschad besteht ein Sicherheitsrisiko. Vor Reisen in den Norden des Landes (mit Ausnahme der Provinz Ennedi) wird gewarnt. Reisende sollten sich vor Reiseantritt über die örtlichen Bedingungen informieren. Weitere Auskünfte von den zuständigen Botschaften und Auswärtigen Ämtern.
Flugzeug
Die nationale Fluggesellschaft Air Tchad (HT) bietet nur Flüge innerhalb Afrikas an. Der Tschad ist Teilhaber von Air Afrique (RK), die Direktflüge ab Paris anbietet. Es gibt keine direkten Linienflüge von Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Flüge ab Paris ca. 3 x wöchentlich auch mit Air France (AF).
Durchschnittliche Flugzeit
Paris – N’Djamena: 5 Std. 30.
Internationaler Flughafen
N’Djamena (NDJ) liegt 4 km nordwestlich der Stadt. Post, Bank, Imbiß. Taxis vorhanden.
Flughafengebühren
5000 CFA Fr (Touristensteuer) und 3000 CFA Fr (Sicherheitsgebühr).
Bahn
Kein Schienennetz vorhanden.
Bus/Pkw
Straßenverbindungen in die Zentralafrikanische Republik, nach Kamerun, Nigeria und Niger. Die gegenwärtig beste Straße führt von N’Djamena nach Bangui (Zentralafrikanische Republik) über Bongor, Lai, Doba, Gore (Grenze) und Bossangoa (der Strecke über Sarh vorzuziehen). Die Straße nach Niger ist in einem schlechten Zustand. Die Grenze zum Sudan ist derzeit geschlossen. Der Landweg von Maiduguri in Nigeria führt durch einen schmalen Streifen Kameruns; die Grenze zwischen Kamerun und dem Tschad bildet der Fluß Logone, der in den Tschad-See fließt. Man kann mit dem Boot übersetzen (es gibt keine Brücke). In den Grenzgebieten zu Kamerun wurden bewaffnete Überfälle gemeldet. Während der Regenzeit sind die Straßen oft nicht passierbar. Bus: Minibusse und Buschtaxis verkehren zwischen N’Djaména und Kousséri in Kamerun. Unregelmäßige Busverbindungen bestehen in die Zentralafrikanische Republik, nach Nigeria und Niger, teilweise muß jedoch an den Grenzen in andere Fahrzeuge umgestiegen werden.
Reiseverkehr - National
Flugzeug
Derzeit werden Inlandflugverbindungen nur von Privatfirmen durchgeführt. Weitere Auskünfte erteilt die Direction de la Promotion Touristique (s. Adressen).
Bus/Pkw
Autofahrten außerhalb von N’Djamena sind nur mit Allradantrieb möglich, außerdem sind für alle Präfekturen des Landes Reisegenehmigungen (Authorisation de circuler) erforderlich. Die Reiseerlaubnis muß bei Einreise auf dem Landweg schon zusammen mit dem Visum bei der tschadischen Botschaft beantragt werden. Da auch nur wenige Unterkunftsmöglichkeiten, Lebensmittel, Benzin und Reparaturwerkstätten zur Verfügung stehen, hat die Regierung vor allem im nördlichen und mittleren Landesteil die Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Dies gilt auch für Fahrzeugkolonnen auf den Strecken von Libyen über Zouar und Faya-Largeau nach N’Djamena und für die Straße von N’Djamena über Ati und Abéché zur sudanesischen Grenze. Für Fahrten in den Nordosten des Landes ist die Mitnahme eines ortskundigen Führers vorgeschrieben. Benzin ist teuer. Es gibt eine unbefestigte Straße von Maiduguri in Nigeria über Kamerun nach N’Djamena, die viel von Lastwagen befahren wird. Ihre Befahrbarkeit hängt jedoch u. a. vom Wetter ab, zwischen Ende Juli und Anfang September bleibt man hier selbst mit Allradantrieb-Fahrzeugen stecken. Die Straße von N’Gaoundere (Kamerun) über Garoua, Maroua und das Wazza-Tierreservat nach N’Djamena bietet asphaltierte Teilstrecken, die unbefestigten Abschnitte machen die Straße jedoch während der Regenzeit schwer befahrbar. Viele andere Straßen benötigen dringend Reparaturen. Unterlagen: Carnet de passage, internationaler Führerschein und entweder die Grüne Versicherungskarte oder eine Vollkaskoversicherung des Tschad.
Stadtverkehr
Das Straßennetz in der Hauptstadt N’Djamena ist relativ gut, und Mietwagen mit und ohne Fahrer sind in begrenztem Umfang erhältlich. Minibusse und Taxis in N’Djamena berechnen Einheitsfahrpreise. Taxifahrer erwarten 10% Trinkgeld.
Unterkunft
Unterkunft
In N’Djamena gibt es drei gute Hotels, außerhalb der Hauptstadt sind die Unterkunftsmöglichkeiten stark eingeschränkt. In Sarh befinden sich zwei kleine Hotels, im Zakouma-Nationalpark gibt es einen modernen Hotelkomplex und im Südwesten des Landes mehrere kleine Lodges. Vorausbuchung wird empfohlen, und vor der Reise sollte man unbedingt bei der Botschaft aktuelle Informationen über die Situation im Land einholen (s. Adressen).
Urlaubsorte & Ausflüge
Urlaubsorte & Ausflüge
-
Hinweis
Vor Verlassen der Hauptstadt muß für jede Präfektur eine eigene Genehmigung eingeholt werden (s. Reisepaß/Visum und Reiseverkehr - International/National).
N’Djamena: Das historische Viertel und die täglich stattfindenden Märkte sind besonders interessant. Das Museum zeigt Ausstellungsstücke der Sar-Kultur aus dem 9. Jahrhundert.
Der Zakouma-Nationalpark besteht aus einer großen Ebene, die von Nord nach Süd vom Bahr Salamat und seinen Nebenflüssen durchzogen wird.
Der Tschad-See war einst das Zentrum von Afrikas lukrativem Salzhandel. Heute wird der See allmählich immer kleiner, und die Region ist wenig bevölkert.
Tibesti-Berge: Diese erstaunliche Gegend voll schroffer Abgründe und Felswände ist selten von Nichtmoslems besucht worden. Während der großen Entdeckerwelle im 19. Jahrhundert blieb die Region für Fremde geschlossen.
Sozialprofil
Essen & Trinken
In N'Djamena gibt es eine gute Auswahl an Restaurants, es wird hauptsächlich französische und afrikanische Küche serviert. Bei Restaurants außerhalb der großen Städte und Essensstände auf Straßenmärkten ist Vorsicht geboten. Die Lebensmittelversorgung unterliegt häufigen Engpässen. Alkoholische Getränke sind in den nicht-muslimischen Stadtteilen von N’Djamena erhältlich.
Nachtleben
Das Nachtleben ist auf N'Djamena und die größeren Städte beschränkt.
Einkaufstips
Teppiche, verzierte Kalebassen, Messer, Tonwaren und Messingtiere. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 09.00-12.30 und 16.00-19.30 Uhr. Die Lebensmittelgeschäfte haben Sonntag vormittags geöffnet. Der Markt der Hauptstadt ist von 07.30 Uhr bis zum Sonnenuntergang geöffnet.
Land & Leute
Die Bekleidung ist zwanglos, aber im Einklang mit den Vorschriften des Islam zurückhaltend. Vor allem in den Städten wird eine strenge Geschlechtertrennung praktiziert. Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Mit der linken Hand wird kein Essen angenommen oder überreicht. Das Zeigen der Fußsohlen wird als Beleidigung aufgefaßt. Fotografieren ist überall nur mit einer beim Tourismusministerium zu beantragenden Fotografieerlaubnis gestattet. Die Durchsetzung dieser Vorschrift wird in jedem Ort unterschiedlich streng gehandhabt. Im Extremfall kann Fotografieren ohne Erlaubnis zu Festnahme sowie Beschlagnahme der Kamera führen. Trinkgeld: 10% ist üblich. US-Dollar werden gerne angenommen.
Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Tschad ist eines der ärmsten Länder der Welt; die Bevölkerung muß mit einem jährlichen Pro-Kopf-Einkommen von 200 US$ auskommen. Bürgerkriege, fehlende Infrastruktur, Mangel an Bodenschätzen sowie die Dürren der letzten Jahre haben eine Entwicklung der Wirtschaft weitgehend verhindert. Rund 70% der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft beschäftigt, produziert werden hauptsächlich Baumwolle sowie Lebensmittel für den Eigenbedarf (Hirse, Sorghum, Erdnüsse). Dennoch sind Nahrungsmittel knapp, und viele Regionen sind auf internationale Lebensmittelhilfe angewiesen. Landwirtschaftlich-industrielle Produktionen, vornehmlich im Süden des Landes, dominieren den kleinen industriellen Sektor. Mineralvorkommen einschließlich Wolfram, Zinn, Bauxit, Gold und Eisen wurden entdeckt, allerdings wurde bislang nur Natron in erwähnenswertem Umfang abgebaut. Ferner werden Ölreserven vermutet. Frankreich ist mit Abstand der größte Handelspartner des Tschad, gefolgt von Nigeria, den Niederlanden, Italien, den USA, Großbritannien, Kamerun und Deutschland. Das Land ist Mitglied der Communauté Economique des Etats d'Afrique Centrale (CEEAC).
Geschäftsverkehr
Französische Sprachkenntnisse sind unerläßlich, da es keine professionellen Übersetzer gibt. Die beste Zeit für Geschäftsreisen sind die Monate November bis Mai. Geschäftszeiten: Behörden: Mo-Do 07.00-15.30 Uhr, Fr 07.00-12.00 Uhr.
Kontaktadresse
Chambre de Commerce, d' Industrie et d'Agriculture (Industrie-, Handels- und Landwirtschaftskammer), 13 Avenue du Colonel Moll, BP 458, N’Djaména. Tel: 52 52 64. Fax: 52 14 98.
Klima
Klima
Heißes Tropenklima mit regional unterschiedlichen Temperaturen. Die Regenzeit im Süden dauert von Mai bis Oktober, in der Landesmitte von Juni bis September. Im Norden sind das ganze Jahr über geringfügige Niederschläge möglich. In der Trockenzeit ist es oft windig und abends kühler.



