Reiseführer Belgien
Inhaltsverzeichnis
Kontaktadressen
Lage
Westeuropa.
Offizieller Staatsname
Königreich Belgien.
Landesvorwahl
32.
Belgisches Verkehrsamt
Cäcilienstraße 46, D-50667 Köln
Tel: (0221) 27 75 90. Fax: (0221) 27 75 91 00.
E-Mail: info@belgien-tourismus.de (Endverbraucher),
info@flandern.com (Reisebranche)
Internet: www.belgien-tourismus.de oder www.flandern.com
Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr (kein Publikumsverkehr).
Tourismuswerbung Flandern/Brüssel
Mariahilfer Straße 121b, A-1060 Wien
Tel: (01) 596 06 60. Fax: (01) 596 06 95.
E-Mail: office@flandern.co.at
Internet: www.flandern.co.at
Mo-Fr 09.00-12.30 Uhr, Do auch 13.30-17.00 Uhr (Publikumsverkehr).
Office de Promotion du Tourisme Wallonie-Bruxelles
(Fremdenverkehrsamt für Brüssel und Wallonien)
Rue Saint-Bernard 30, B-1060 Brüssel
Tel: (02) 504 03 90. Fax: (02) 504 02 70.
E-Mail: info@opt.be oder mailing_list2004@opt.be
Internet: www.belgien-tourismus.net ; (auch für Österreich und die Schweiz zuständig).
Toerisme Vlaanderen
(Fremdenverkehrszentrale für Flandern)
Grasmarkt 63, B-1000 Brüssel
Tel: (02) 504 03 90. Fax: (02) 504 03 77 .
E-Mail: info@toerismevlaanderen.be
Internet: www.visitflanders.com ; (auch für die Schweiz zuständig).
Brussels International – Tourism and Congress
Hôtel de Ville, Grand Place, B-1000 Brüssel
Tel: (02) 513 89 40. Fax: (02) 513 83 20.
E-Mail: tourism@brusselsinternational.be
Internet: www.bitc.be
Königlich-Belgische Botschaft
Jägerstraße 52-53, D-10117 Berlin
Tel: (030) 20 64 20. Fax: (030) 20 64 22 00.
E-Mail: berlin@diplobel.org
Internet: www.diplobel.org/deutschland
Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr. Konsularabt.: 09.00-12.00 Uhr und 14.00-16.00 Uhr.
Generalkonsulat in Köln.
Honorarkonsulate in Aachen, Bremen, Dresden, Duisburg, Frankfurt/M., Hamburg, Hannover, Kiel, Nürnberg und Stuttgart.
Königlich-Belgische Botschaft
Wohllebengasse 6, A-1040 Wien
Tel: (01) 5 02 07. Fax: (01) 502 07 11/22.
E-Mail: vienna@diplobel.be
Mo-Fr 09.00-12.00 und 14.00-16.00 Uhr.
Honorarkonsulate in Graz, Innsbruck, Linz und Salzburg.
Königlich-Belgische Botschaft
Jubiläumsstraße 41, CH-3005 Bern
Postanschrift: Postfach 150, CH-3000 Bern 6
Tel: (031) 350 01 50. Fax: (031) 350 01 65.
E-Mail: ambabel_bern@bluewin.ch oder bern@diplobel.org
Mo-Fr 08.30-11.30 Uhr (Publikumsverkehr) und 14.00-16.00 Uhr (tel. Anfragen).
Generalkonsulat in Genf. Konsulate in Basel, Lugano, Neuchâtel, St. Gallen und Zürich.
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Avenue de Tervuren 190, B-1150 Brüssel
Tel: (02) 774 19 11, 774 19 00. Fax: (02) 772 36 92.
E-Mail: zreg@bruedip.auswaertiges-amt.de
Internet: www.bruessel.diplo.de
Honorarkonsulate in Antwerpen, Hasselt, Liège (Luik/Lüttich) und Ostende.
Botschaft der Republik Österreich
Place du Champ de Mars 5, bte 5, B-1050 Brüssel
Tel: (02) 289 07 00. Fax: (02) 513 66 41.
E-Mail: bruessel-ob@bmaa.gv.at
Honorarkonsulate in Antwerpen, Eupen, Gent, Liége (Luik/Lüttich), Namur (Namen) und Ostende.
Botschaft der Schweizerischen Eidgenossenschaft
26 Rue de la Loi, bte 9, B-1040 Brüssel
Tel: (02) 285 43 50. Fax: (02) 230 37 81.
E-Mail: vertretung@bru.rep.admin.ch
Internet: www.eda.admin.ch/brussels_emb/e/home.html
Generalkonsulat in Antwerpen.
Allgemeines
Fläche
30.528 qkm.
Bevölkerungszahl
10.289.088 (2003).
Bevölkerungsdichte
337 pro qkm.
Hauptstadt
Brüssel (Bruxelles, Brussel). Einwohner: 981.200 (2003, Großraum).
Geographie
Belgien grenzt im Süden an Frankreich, im Osten an Deutschland und Luxemburg und im Norden an die Niederlande. Die Landschaft ist abwechslungsreich und reicht vom gebirgigen Waldgebiet der Ardennen mit Schluchten und Flüssen im Südosten über ausgedehnte Hügellandschaften bis zu den flachen, von Kanälen durchzogenen Polder-Landstrichen im Norden. An der Nordseeküste gibt es schöne Sandstrände, die sich über 60 km lang hinziehen.
Staatsform
Parlamentarische Monarchie seit 1831. Verfassung von 1831, zuletzt geändert 1993. Zweikammerparlament: Das Abgeordnetenhaus mit 150 Mitgliedern ist die nationale Legislative, während sich der 71köpfige Senat um Probleme zwischen den Regionen kümmert. Staatsoberhaupt: König Albert II., seit 1993. Regierungschef: Guy Verhofstadt, seit 1999. Seit 1993 ist Belgien ein föderativer Bundesstaat, dessen drei autonome Regionen Flandern, Wallonien und Hauptstadt Brüssel eigene Regierungen und Parlamente haben; außerdem gibt es einen Rat der französischsprachigen und einen der deutschsprachigen Gemeinschaft. Der Bundesregierung obliegt effektiv nur noch die Außen-, Sicherheits- und Steuerpolitik. Belgien ist EU-Mitglied.
Sprache
Niederländisch (Flämisch), Französisch und Deutsch; letzteres vorwiegend in der Region Eupen.
Religion
Hauptsächlich römisch-katholisch; islamische, jüdische und protestantische Minderheiten.
Ortszeit
MEZ (UTC + 1); März bis Oktober: MEZ + 1 (UTC + 2)
Netzspannung
220 V, 50 Hz.
Post- und Fernmeldewesen
Telefon
Internationale Direktdurchwahl.
Landesvorwahl
32.
Mobiltelefon
GSM 900 und 1800. Zu den Netzanbietern zählen Base NV/SA (Internet: www.base.be ), Mobistar (Internet: www.mobistar.be ) und Proximus (Internet: www.proximus.be ). Es bestehen zahlreiche Roaming-Abkommen mit anderen europäischen Anbietern.
Internet/E-Mail
Internetcafés sind überall vorhanden; Hauptanbieter ist Belgacom (Internet: www.Belgacom.com ).
Post
Der Postverkehr innerhalb Europas ist schnell und zuverlässig, Briefe in andere westeuropäische Länder sind 2-3 Tage unterwegs. An Postämter der größeren Städte kann man postlagernd schreiben. Briefmarken gibt es in Postämtern, Tabakläden und in vielen Geschäften, die Karten verkaufen. Öffnungszeiten: Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr; am Wochenende unterschiedlich. In Ferienregionen gelten ebenfalls häufig andere Bestimmungen.
Deutsche Welle
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0221) 389 32 08. Internet: www.dwelle.de ) anzufordern.
Reisepaß/Visum
Reisepaß/Visum
| Land | Visa | Reisepass |
| Deutschland | Nein | 1 |
| Österreich | Nein | 1 |
| Schweiz | Nein | 1 |
| Andere EU-Länder | Nein | 1 |
Einreisebeschränkungen
Die Regierung von Belgien verweigert Staatsangehörigen von Somalia die Einreise.
Anmerkung
Belgien ist Unterzeichner und Anwender des Schengener Abkommens.
Reisepass
Allgemein erforderlich, muß noch mindestens 3 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein.
[1] Ausgenommen sind Staatsbürger folgender Länder:
(a) Bundesrepublik Deutschland, Österreich, übrige EU-Länder und Schweiz, die auch mit gültigem Personalausweis einreisen können;
(b) Andorra, Liechtenstein, Monaco und San Marino, die auch mit gültigem Personalausweis einreisen können.
Der deutsche Kinderausweis wird anerkannt (mit Lichtbild ab dem vollendeten 10. Lebensjahr; Kinder unter 16 Jahren können auch einreisen, wenn sie im Paß eines Elternteils mit Lichtbild eingetragen sind).
Anmerkung/Reisepaß (EU-Beitrittsländer)
Aus der Verpflichtung der EU-Länder, ab dem 1. Mai 2004 den Gemeinsamen Besitzstand der EU (sog. "Acquis communautaire") umzusetzen, ergibt sich, daß für die Einreise der Staatsangehörigen der Beitrittsländer in die alten EU-Länder ein Personalausweis genügt. Inwieweit diese Vorgaben in der Praxis umgesetzt werden, ist noch nicht bekannt. Es könnte sein, daß den Grenzbehörden einiger Länder die Ausweismuster noch nicht vorliegen, so daß sich die Anwendung der neuen europäischen Einreisebestimmungen möglicherweise in der Praxis nicht schlagartig verfestigt.
Visum
Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsbürger folgender Länder für Aufenthalte von bis zu 90 Tagen:
(a) die unter Reisepaß aufgeführten Länder, (Zypern: Ist der Identitätsnachweis von der zypriotischen Regierung ausgestellt, wird doch ein Visum benötigt);
(b) Argentinien, Australien, Bolivien, Brasilien, Brunei, Bulgarien, Chile, Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Hongkong (China), Island, Israel, Japan, Kanada, Korea (Süd), Kroatien, Macau (China), Malaysia, Mexiko, Neuseeland, Nicaragua, Norwegen, Panama, Paraguay, Rumänien, Singapur, Uruguay, USA, Vatikanstadt und Venezuela;
(c) Staatsangehörige aller nicht aufgeführten Länder, die eine gültige Aufenthaltsgenehmigung für ein Schengen-Land besitzen.
Visaarten
Transitvisum; Besuchsvisum (das Touristen- und Geschäftsvisum einschließt).
Visagebühren
Anfragen an die Konsularabteilung der Botschaft (s. Adressen).
Anmerkung
Staatsangehörige von visumpflichtigen Ländern müssen vor der Einreise in den Schengenraum ein Schengenvisum beantragen. Dies wird nur bei der zuständigen konsularischen Vertretung des Landes, in dem die Person ihren dauerhaften Wohnsitz hat, ausgestellt. Deshalb werden bei den belgischen Vertretungen in Deutschland und Österreich Visa nur mehr in Individualfällen ausgestellt.
Gültigkeitsdauer
Unterschiedlich. Eine Verlängerung sollte bei den konsularischen Vertretungen beantragt werden (s. Adressen).
Antragstellung
Zuständige konsularische Vertretung (s. Adressen).
Unterlagen
(a) 1-3 Antragsformulare. (b) 1-3 Paßfotos. (c) Reisepaß (Original). (d) Gebühr. (e) Nachweis ausreichender Geldmittel. (f) Ggf. Einladungsschreiben des Geschäftspartners.
Bearbeitungszeit
Zwischen 24 Std. und 2 Wochen, je nach Nationalität des Antragstellers.
Aufenthaltsgenehmigung
Anfragen an die konsularischen Vertretungen (s. Adressen).
Geld
Anmerkung
In 12 Mitgliedstaaten der Europäischen Union ist seit 1. Januar 1999 der Euro die offizielle Währung. Euro-Scheine und Münzen sind seit dem 1. Januar 2002 im Umlauf.
Währung
1 Euro = 100 Cents. Währungskürzel: €, EUR (ISO-Code). Banknoten gibt es in den Werten 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Euro, Münzen in den Nennbeträgen 1 und 2 Euro, sowie 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cents.
Kreditkarten
Eurocard, American Express, MasterCard, Diners Club und Visa werden akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
EC-Karte/Sparcard
Mit EC-Bankkarte und Pin-Nummer kann europaweit Bargeld in der Landeswährung von Geldautomaten abgehoben werden. In vielen europäischen Ländern ist es auch möglich, in Geschäften mit der EC-Karte zu bezahlen. Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden europa- und weltweit akzeptiert. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten. Ähnliches gilt für die deutsche Sparcard, dem Nachfolger des Postsparbuches als Sortenbeschaffungsmittel im europäischen Ausland. Mit Sparcard und Pin-Nummer kann Bargeld von europäischen Geldautomaten mit dem Plus-Logo abgehoben werden. Weitere Einzelheiten von allen Postbankfilialen.
Wechselkurse
| € | € | € | € | € | |
| Dez. '02 | Apr. '03 | Sept. '03 | Jan. '04 | Apr. '04 | |
| 1 CHF | 0,68 | 0,67 | 0,64 | 0,64 | 0,64 |
| 1 US$ | 1,01 | 0,93 | 0,87 | 0,78 | 0,81 |
Devisenbestimmungen
Unbegrenzte Ein- und Ausfuhr von Landes- und Fremdwährungen.
Öffnungszeiten der Banken
Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr.
Duty Free
Duty Free
Folgende Artikel können (bei Einreise aus Nicht-EU-Ländern) zollfrei nach Belgien eingeführt werden:
200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 100 Zigarillos oder 250 g Tabak;
2 l Wein;
1 l Spirituosen (mehr als 22%) oder 2 l alkoholische Getränke (höchstens 22%);
50 ml Parfüm und 250 ml Eau de Toilette;
500 g Kaffee;
100 g Tee;
andere Artikel bis zu einem Gesamtwert von 64, 45 €.
Anmerkung
Tabak und Alkohol nur für Personen über 17 Jahre.
Einfuhrverbot
Die Einfuhr von Frischfleisch ist nicht gestattet. Andere frische, nicht konservierte Lebensmittel müssen deklariert werden.
Abschaffung des innereuropäischen Duty-free-Verkaufs
Am 30. Juni 1999 wurde der Duty-free-Verkauf von Alkohol- und Tabakprodukten auf Flug- und Schiffshäfen für Reisen innerhalb der EU abgeschafft. Manche Alkoholprodukte werden allerdings noch zu verbilligten Preisen (aber nicht zollfrei) angeboten. Andere Waren können nach wie vor tax-free eingekauft werden. Obwohl es derzeit keine gesetzlichen Einfuhrbeschränkungen zwischen den EU-Mitgliedsländern gibt, kann von Reisenden ein Nachweis darüber verlangt werden, daß die gekauften Waren lediglich für den persönlichen Bedarf bestimmt sind.
Gesetzliche Feiertage
Gesetzliche Feiertage
1. Jan. 2004 Neujahr. 12. April Ostermontag. 1. Mai Tag der Arbeit. 20. Mai Christi Himmelfahrt. 31. Mai Pfingstmontag. 21. Juli Nationalfeiertag. 15. Aug. Mariä Himmelfahrt. 1. Nov. Allerheiligen. 11. Nov. Gedenktag zum Ende des 1. Weltkriegs. 25./26. Dez. Weihnachten.
1. Jan. 2005 Neujahr. 28. März Ostermontag. 1. Mai Tag der Arbeit. 5. Mai Christi Himmelfahrt. 16. Mai Pfingstmontag. 11. Juli* Fest der flämischen Kulturgemeinde. 21. Juli Nationalfeiertag. 15. Aug. Mariä Himmelfahrt. 27. Sept.* Fest der frankophonen Kulturgemeinde. 1. Nov. Allerheiligen. 11. Nov. Gedenktag zum Ende des 1. Weltkriegs. 25./26. Dez. Weihnachten.
Anmerkung
*Die folgenden Feiertage werden von den verschiedenen Sprachgemeinschaften eingehalten:
11. Juli (Flämische Sprachgemeinschaft)
27. Sept. (Französische Sprachgemeinschaft)
15. Nov. (Deutsche Sprachgemeinschaft)
Gesundheit
Gesundheit
| Krankheit | Vorsorge | Impfbescheinigung |
| Gelbfieber | Nein | Nein |
| Cholera | Nein | Nein |
| Typhus & Polio | Nein | - |
| Malaria | Nein | - |
| Essen & Trinken | Nein | - |
Zecken kommen während der Sommermonate in den Wäldern der Ardennenregion vor. Bei Zeckenbefall im Zweifelsfall den Arzt aufsuchen.
Gesundheitsvorsorge
Die medizinische Versorgung ist ausgezeichnet, aber teuer. Für Staatsangehörige der EU-Länder gilt die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Die Behandlung erfolgt gegen Vorlage der EHIC. Diese regelt die Versorgung und Kostenrückerstattung beim Krankheitsfall im Ausland für EU- und EFTA-Staatsbürger (Ausnahme Schweiz und Liechtenstein). (Seit dem 1. Juni 2004 wird der Auslandskrankenschein Formular E 111 durch die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) ersetzt). Schweizern wird der Abschluß einer Reisekrankenversicherung empfohlen.
Reiseverkehr - International
Flugzeug
Linienflüge:
Der Flughafen Brüssel National/Zaventem wird von allen großen Fluggesellschaften angeflogen.
SN Brussels Airlines (SN) (Internet: www.brussels-airlines.com ) fliegt über 35 europäische Ziele an.
Billigflüge:
Air Dolomiti fliegt ab München nach Brüssel.
Helvetic (Internet: www.helvetic.com ) fliegt ab Zürich nach Brüssel.
OLT (Internet: www.olt.de ) fliegt ab Bremen nach Brüssel.
Durchschnittliche Flugzeiten
Frankfurt – Brüssel: 1 Std; Wien – Brüssel: 1 Std. 45; Zürich – Brüssel: 1 Std. 15.
Internationale Flughäfen
Brüssel Zaventem (BRU)
(Internet: www.brusselsairport.be ) liegt 14 km nordöstlich der Stadt. Regelmäßige Zugverbindungen mit dem Airport City Express zur Stadt und zu den drei Hauptbahnhöfen (Gare Centrale, Gare du Nord und Gare du Midi/Zuid) im 20-Min.-Takt zwischen 06.00 und 00.00 Uhr (Fahrzeit 30 Min.). Züge fahren auch zu allen größeren Städten in Belgien. Der Flughafenbahnhof befindet sich auf Ebene 1 im Untergeschoß des Terminalgebäudes. Busse verkehren im 45-Min.-Takt zwischen dem Flughafen und dem Stadtzentrum. Es gibt regelmäßige Busverbindungen nach Antwerpen, Eindhoven, Liège, Rotterdam und Valenciennes. Der Flughafen-Busbahnhof befindet sich auf Ebene 0. Der Schuttle Bus Airport Line fährt in das Geschäftsviertel oder in die direkte Nähe der Einkaufszentren von Elsene (Fahrtzeit: ca. 30 Min.). Die gleiche Strecke wird mit mehr Zwischenstops von der Express-Linie 6 bedient. Hoteleigene kostenlose Zubringerbusse zum Holiday Inn, Novotel und Sofitel. Flughafeneinrichtungen: Parkplätze, Mietwagenschalter (Alamo, Avis, Budget, Europcar und Hertz), Tourist-Information, Hotel-Reservierungsschalter, Postamt (Öffnungszeiten: 08.00-19.00 Uhr), Banken (Öffnungszeiten: 07.00-22.00 Uhr), Wechselstuben, Telefon, Fax, Computer- und Laptop-Anschlüsse, Konferenz- und Geschäftseinrichtungen, Bars, Restaurants und Duty-free-Shops.
Antwerpen International (ANR)
(Deurne) (Internet: www.antwerpairport.be ) liegt 3 km außerhalb der Stadt. Die Buslinie 16 fährt zum Hauptbahnhof (Fahrzeit 20 Min.). Taxis stehen zur Verfügung. Flughafeneinrichtungen: Duty-free-Shop in der Abflughalle (07.00-19.00 Uhr), Geschäfte, Mietwagenschalter (Budget und Hertz), Restaurant, Bar und Bank (Öffnungszeiten: 09.00-12.00 und 13.30-19.00 Uhr).
Ostende (OST)
(Internet: www.ostendairport.be ) liegt 5 km von der Stadtmitte entfernt. Flughafeneinrichtungen: Parkplätze, Mietwagenverleih, Wechselstube, Restaurant, Bar und Duty-free-Shop.
Liège (LGG)
liegt 8 km vom Stadtzentrum entfernt; regelmäßige Busverbindungen und Taxis.
Charleroi (CRL)
(Internet: www.charleroi-airport.com ) befindet sich 5km von Charleroi und 50km von Brüssel.
Busse fahren jede Stunde nach Charleroi (Fahrzeit: 15 Min). Es gibt regelmäßige Busverbindungen nach Brüssel (Fahrzeit: 45 Min). Flughafeneinrichtungen: Geldwechselautomat, Geschäftslounge und Duty-Free Shop.
Schiff
Antwerpen ist einer der größten Handelshäfen Europas. Der Passagier-Fährverkehr erfolgt hauptsächlich von Ostende oder Zeebrügge. Hoverspeed (Internet: www.hoverspeed.com ) betreibt Seacat-Schnellverbindungen zwischen Ostende und Dover (Fahrzeit 2 Std.).Von Großbritannien aus bietet P&O North Sea Ferries (Internet: www.ponsf.com ) Verbindungen zwischen Hull und Zeebrügge (Fahrzeit 14 Std.). P&O Stena Line (Internet: www.posl.com ) verkehrt zwischen Dover- Zeebrügge (Fahrzeit: 4.5 Stunden).
Bahn
Die Nationalgesellschaft der Belgischen Eisenbahnen (SNCB) (Internet: www.b-rail.be ) bietet gute Verbindungen in alle größeren europäischen Städte, Belgien ist an das EC-Netz angeschlossen. Der ICE International fährt dreimal täglich ab Frankfurt/a.M. nach Brüssel. Dazu braucht er weniger als 4 Stunden. Täglich verkehren IC-Züge zwischen Brüssel und Köln mit Halt in Liège (Luik/Lüttich) und Aachen etwa alle 2 Std. Der EC Jacques Brel fährt auf der Strecke Paris – Brüssel – Liège (Luik/Lüttich) – Verviers – Aachen – Köln. Verbindungen auch über Luxemburg, Straßburg und Basel. Die Hochgeschwindigkeitszüge der Bahngesellschaft Thalys (Internet: www.thalys.com ) verbinden Büssel mit Amsterdam, Köln und Paris. Der Thalys fährt sechsmal täglich von Köln nach Brüssel. Auskünfte über Fahrpläne, Streckenführung und Bahnpässe erteilen die belgischen Eisenbahnen (Tel: (020) 75 93 23 32. Fax: (020) 75 93 23 33. E-Mail: belrail@aol.com ). Der Thalys ist reservierungspflichtig. Weitere Hochgeschwindigkeitszüge (Trains à Grande Vitesse oder TGV) verkehren zwischen Belgien und zahlreichen Regionen in Frankreich (Bretagne, französische Atlantikküste, Côte d’Azur und französische Alpen). TGV-Züge, für die Reservierung im voraus erforderlich ist, fahren von Brüssel nach Rennes, Bordeaux, Lyon, Valence, Perpignan, Marseille, Cannes, Nizza und Chambéry. Der Donauwalzer fährt täglich um 19:00 Uhr in Wien West ab und kommt um 09:41 Uhr am nächsten Tag in Brüssel an.
Eurostar
Der Schnellzug Eurostar (Internet: www.eurostar.com ) verkehrt mehr als zehnmal täglich zwischen Brüssel (Midi) und London Waterloo Station durch den Kanaltunnel (Fahrzeit insgesamt 2 Std. 40). Auskünfte erteilt die Deutsche Bahn.
Bus/Pkw
Ausgezeichnete Straßenverbindungen in alle Nachbarstaaten. Fernbus: Eurolines-Busse (Internet: www.eurolines.com ) fahren von und nach Belgien. Fahrplan- und Tarifinformationen sind erhältlich von der belgischen Eurolines-Generalvertretung (Eurolines Belgie, Internet: www.eurolines.be ) oder den Eurolines-Vertretungen in Deutschland (Deutsche Touring GmbH, Adresse: Am Römerhof 17, D-60486 Frankfurt/M. Tel: (069) 79 03 50. Fax: (069) 790 32 19. E-Mail: service@deutsche-touring.com ; Internet: www.deutsche-touring.com ), Österreich (Eurolines Austria – Blaguss Reisen GmbH, E-Mail: info@eurolines.at ; Internet: http://eurolines.blaguss.at/index.php ) und der Schweiz (Eggmann + Frey, Internet: www.eurolines-schweiz.ch ).
Kanaltunnel
Le Shuttle-Autoverladezüge (Internet: www.eurotunnel.co.uk ) verkehren mehrmals täglich durch den Kanaltunnel zwischen Calais (Frankreich) und Folkestone (Großbritannien). Alle Fahrzeugtypen, von Motorrädern über Campingmobile bis zu Lastwagen, können transportiert werden (Fahrzeit ca. 35 Min.).
Reiseverkehr - National
Flugzeug
Es gibt keinen Inlandflugverkehr. Schnellbusse fahren vom Brüsseler Flughafen nach Antwerpen, Gent und Liège (Luik/Lüttich). Ein Flughafenbus verkehrt zwischen Antwerpen (Stadt) und dem Brüsseler Flughafen, die Fahrt ist für manche Passagiere kostenlos (s. Reiseverkehr - International).
Bahn
Belgien hat eines der dichtesten Schienennetze der Welt, Züge der Belgischen Eisenbahnen SNCB (Internet: www.b-rail.be ) verkehren in der Regel im Stundentakt, häufiger auf den Hauptstrecken. Im Inlandverkehr sind Platzreservierungen unnötig. An jedem Bahnhof gibt es Gratisfahrpläne. Kinder von 6-12 Jahren fahren zum halben Preis, unter 6 Jahren gratis. An vielen Bahnhöfen können Besucher Räder oder Tandems tageweise mieten. Ein Verzeichnis dieser Bahnhöfe sowie weitere Informationen sind von den Belgischen Eisenbahnen, Im Hauptbahnhof/Goldgasse 2, D-50668 Köln erhältlich. Tel: (0221) 13 49 82. Fax: (0221) 13 27 47.
Fahrpreisermäßigungen
Preiswerte Wochenendfahrkarten gelten für die Hin- und Rückfahrt Freitag (nach 19.01 Uhr) bis Sonntag, für die Rückfahrt von Sonntag bis Montag (an langen Wochenenden verlängert sich die Gültigkeit) und bieten 50% Ermäßigung.
Eine 50%- Ermäßigungskarte gilt für einen Monat oder ein Jahr und erlaubt es dem Inhaber, eine unbegrenzte Zahl von Fahrkarten zum halben Preis zu erwerben.
Der Go Pass bietet 10 Fahrscheine der 2. Klasse für Personen im Alter von 6 und 25 Jahren an und der Multi Pass (gültig für einen Tag) bietet eine Hin- und Rückfahrt oder zwei Hinfahrten für eine Gruppe von mind 2 und höchstens 5 Personen an.
Mit dem Rail Pass können mehrere Personen gleichzeitig bis zu 10 einfache Fahrten innerhalb eines Jahres unternehmen. Der Rail Pass ist übertragbar.
Auskünfte über Fahrpläne, Routen und spezielle Angebote sind bei der Belgischen Eisenbahn (SNCB) (Tel: (+32) (02) 528 28 28. Internet: www.b-rail.be ) erhältlich.
In Belgien sind Bahnfahrkarten um einiges günstiger als in Deutschland.
Sonderfahrkarten
Netzkarten berechtigen zu unbegrenzten Fahrten auf dem gesamten belgischen Streckennetz. Sie gelten innerhalb der Landesgrenzen und können mit Fahrkarten der Deutschen Bahn AG kombiniert werden. An den Hauptbahnhöfen in Belgien (und an anderen europäischen Hauptbahnhöfen) können Fahrkarten gelöst werden, die erst von den Grenzbahnhöfen an gültig sind (in Verbindung mit der Netzkarte). Folgende Netzkarten sind an allen belgischen Bahnhöfen erhältlich:
(1) 5-Tage-B-Netzkarte (B-Tourrail): Berechtigt zu unbegrenzten Fahrten mit den Belgischen Eisenbahnen an 5 beliebigen Tagen innerhalb eines Monats.
(2) Benelux-5-Tage-Rundfahrkarte (Benelux-Tourrail): Berechtigt zu beliebig vielen Fahrten auf dem belgischen, niederländischen und luxemburgischen Streckennetz an 5 Tagen innerhalb eines Zeitraumes von einem Monat. Erhältlich nur an größeren belgischen Bahnhöfen. Es gibt auch Wochenendermäßigungen für Einzelpersonen und Gruppen innerhalb der Benelux-Staaten.
(3) Go Pass: Für Personen unter 26 Jahren. 6 Monate gültig für 10 Fahrten der 2. Klasse innerhalb Belgiens. Übertragbar. Werktags ab 08.00 Uhr gültig (außer Juli und August).
(4) Multi Pass: 2 Monate gültig für 2 einfache Fahrten (zwischen 2 Bahnhöfen) oder eine Hin- und Rückfahrt für 2-5 Personen. Übertragbar. Werktags ab 08.00 Uhr gültig (außer Juli und August).
Rail Europe Senioren-Bahnpaß (RES)
Erhältlich für Personen über 60 Jahren (unter Vorlage des Personalausweises). Gewährt 30% Ermäßigung auf internationale Fahrkarten in 24 europäischen Ländern.
Der InterRail-Paß und die EURO DOMINO-Netzkarte gelten auch in Belgien. Einzelheiten s. Deutschland.
Bus/Pkw
Belgien hat eines der leistungsfähigstens Autobahnnetze in Europa, gebührenfrei und bei Nacht auf weiten Strecken beleuchtet. Bleifreies Benzin (sans plomb/loodvrij) ist an jeder Tankstelle erhältlich. Automobilclub: Royal Automobile Club de Belgique a.s.b.l., 53 Rue d’Arlon, B-1040 Brüssel. Tel: (02) 287 09 11. Fax: (02) 230 75 84. (Internet: www.racb.com ). Pannenhilfe: Touring Secours, Tel: (070) 34 47 77 (nur innerhalb Belgiens). Notruf: 100 (Krankenwagen/Feuerwehr), 101 (Polizei). Bus: Der staatliche SNCV ist für den Nahverkehr zuständig. Das regionale Busliniennetz ist ausgezeichnet, Fahrpläne sind u. a. von den Verkaufsstellen des SNCV erhältlich. Überlandbusse verkehren zwischen zahlreichen Städten. Abgesehen von den Flughafenbussen gibt es keine Schnellbuslinien. Taxi: Das Trinkgeld ist bereits im Fahrpreis enthalten. Mietwagen mit und ohne Chauffeur sind erhältlich. Unterlagen: Der Führerschein des eigenen Landes ist ausreichend. Die Mitnahme der Internationalen Grünen Versicherungskarte ist Pflicht.
Verkehrsbestimmungen:
Anschnallpflicht für Fahrer und alle weiteren Autoinsassen.
Kinder unter 12 Jahren dürfen nicht auf dem Vordersitz sitzen, sofern Platz auf dem Rücksitz ist.
Ein Warndreieck muß mitgeführt werden.
Promillegrenze: Wer mit 0,5 und mehr am Steuer erwischt wird, ist seinen Führerschein für mindestens 8 Stunden los.
Schienenfahrzeuge und Autobusse des öffentlichen Verkehrs haben immer Vorfahrt.
Auf Autobahnen und Auffahrten sind Anhalter nicht zugelassen.
Geschwindigkeitsbegrenzungen:
innerhalb geschlossener Ortschaften: 30 km/h oder 50 km/h,
Landstraßen: 90 km/h,
Autobahnen: 120 km/h.
Stadtverkehr
Alle größeren Städte haben ein gutes Nahverkehrsnetz. In Brüssel und Antwerpen gibt es U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen; Buslinien und/oder Straßenbahnlinien in allen anderen Städten. Einheitstarif, preisgünstig sind die Sammelfahrscheine (5 oder 10 Fahrten). Darüber hinaus gibt es Tages- und Touristenkarten.
In Brüssel ist der Eingang jeder Metro-Station mit einem weißen M auf blauem Grund gekennzeichnet. Die Fahrkarte muss bei Betreten des zahlungspflichtigen Bereichs, der durch eine rote Linie auf dem Boden gekennzeichnet ist, entwertet werden.
Fahrzeiten
von Brüssel zu den wichtigsten Großstädten Belgiens und der Nachbarstaaten (ungefähre Angaben in Std. und Min.):
| Flugzeug | Bahn | Pkw/Bus | |
| Arlon | - | 2.20 | 3.00 |
| Antwerpen | - | 0.41 | 0.40 |
| Brügge/Brugge | - | 0.53 | 1.00 |
| Gent | - | 0.28 | 0.50 |
| Liège/Luik/Lütt. | - | 1.20 | 1.10 |
| Ostende | - | 1.10 | 1.20 |
| Namur | - | 0.56 | 1.00 |
| Paris | 0.50 | 1.20 | - |
| Amsterdam | 0.40 | 3.00 | - |
| Rom | 2.00 | 20.00 | - |
| Köln | - | 3.00 | - |
| London | 0.55 | 3.18 | - |
Unterkunft
Hotels
Es gibt eine große Auswahl an Hotels, Pensionen und Gasthäusern aller Preisklassen. Kategorien: Ein Schild am Eingang kennzeichnet Hotels, die der Belgische Fremdenverkehrsverband regelmäßig auf ihren Standard überprüft. Das Schild garantiert die Einhaltung gesetzlich vorgeschriebener Richtlinien hinsichtlich Qualität und Ausstattung. In allen Benelux-Ländern gibt es außerdem ein weiteres System, nach dem je nach Qualität bis zu 5 Sterne vergeben werden. Die Teilnahme ist freiwillig, und es gibt durchaus erstklassige Hotels, die nicht erfaßt sind.
Weitere Informationen vom Belgischen Verkehrsamt (s. Adressen) oder von den regionalen Hotelverbänden:
Flandern-Brüssel: Horeca Vlaanderen-Brussel, Anspachlaan 111, BP 4, B-1000 Brüssel. (Tel: (02) 513 64 84. Fax: (02) 513 89 54. E-Mail: fed.vlaanderen@horeca.be oder fed.brussel@horeca.be ; Internet: www.horeca.be )
Wallonien: Horeca Wallonie, 83 Chaussée de Charleroi, B-5000 Namur. (Tel: (081) 72 18 88. Fax: (081) 73 76 89. E-Mail: info@horecawallonie.be ; Internet: www.horeca.be )
Urlaub auf dem Bauernhof
In einigen Gegenden im Angebot. An der Küste und in den Ardennen kann gegen eine Gebühr auch bei der Arbeit geholfen werden. Informationen und ein Adressenverzeichnis sind vom Belgischen Verkehrsamt (s. Adressen) erhältlich. Weitere Auskünfte auch von: Vlaamse Federatie voor Hoeve- en Plattelandstoerisme, Minderbroedersstraat 8, B-3000 Leuven. (Tel: (016) 24 21 58. Fax: (016) 24 21 87. E-Mail: hoevetoerisme@boerenbond.be ; Internet: www.plattelandstoerisme.be und www.hoevetoerisme.be ) oder Belsud, 61 Rue du Marché-aux-Herbes, B-1000 Brüssel. (Tel: (02) 504 03 90. Fax: (02) 514 53 35. E-Mail: info@opt.be ; Internet: www.belgium-tourism.net )
Ferienhäuser und -wohnungen
Villen, Ferienwohnungen, Zimmer und Bungalows aller Preislagen können überall in Belgien gemietet werden. In den Ardennen und an der Küste ist die Auswahl groß. Die Ferienhäuser und Ferienwohnungen sind gut ausgestattet, einladend und gemütlich. Preise richten sich nach Ausstattung, Lage, Zimmerzahl und Saison. An der Küste sind viele Ferienwohnungen und Häuser in 5 Kategorien eingestuft, je nach Komfortangebot. Maklerbüros und die regionalen Fremdenverkehrsämter (s. Adressen) erteilen weitere Auskünfte.
Jugendherbergen
Es gibt zwei Jugendherbergswerke: Die Vlaamse Jeugdherbergcentrale (VJHC) (Internet: www.vjh.be ) in Flandern und die Centrale Wallonne (CWAJ) (Internet: www.laj.be ) im französischsprachigen Teil Belgiens. Die flämischen Jugendherbergen sind geräumig und werden häufig von Schulklassen und Jugendgruppen besucht. Die wallonischen Jugendherbergen sind kleiner und ähneln den französischen. Eine Liste der Jugendherbergen und anderer preisgünstiger Unterkunftsmöglichkeiten ist auf Anfrage vom Belgischen Verkehrsamt (s. Adressen) erhältlich oder von der Fédération Infor-Jeunes Wallonie-Bruxelles, Rue Henri Lemaître 25, B-5000 Namur. (Tel: (081) 71 15 90. Fax: (081) 22 63 12. E-Mail: federation@inforjeunes.be ; Internet: www.inforjeunes.be )
Camping
Die meisten der 500 Campingplätze liegen an der Küste oder in den Ardennen. Adressen, Preise und Informationen sind vom Belgischen Verkehrsamt (s. Adressen) erhältlich. Die örtliche »Beherbergungssteuer« (Verblijftaks/Taxe de Sejour) ist normalerweise im Standplatzpreis inbegriffen. In der Sommersaison zahlt man an der Küste 25% Zuschlag. Mit Erlaubnis des Grundstückseigentümers oder Pächters darf man auch außerhalb der ausgewiesenen Campingplätze zelten.
Urlaubsorte & Ausflüge
Einleitung
Belgien teilt sich in die Regionen Flandern (Internet: www.visitflanders.com ), Wallonien (Internet: www.belgien-tourismus.net ) und Brüssel-Hauptstadt. In den flämischen Landesteil fällt die belgische Küstenlinie von Knokke-Heist nach De Panne. In Flandern liegen auch die sogenannten Kunststädte, zu denen u.a. Brügge (Bruges), Antwerpen (Anvers), Gent (Gand), Mechelen (Malines) und Löwen (Louvain/Leuven) zählen. In Wallonien beginnt der französischsprachige Teil des Landes, zu den größeren Städten gehören Namur (Namen), Lüttich (Liège/Luik), Tournai (Doornik) und Charleroi. Auch die Ardennen liegen im wallonischen Landesteil. Brüssel ist gleichzeitig ein aus 19 Gemeinden bestehender Großraum und damit eine autonome Provinz (Brüssel-Hauptstadt) und die Hauptstadt des Königreich Belgiens.
Brüssel
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Brüssel/Bruxelles (Internet: www.tib.be ) ist nicht nur die Hauptstadt des Königreichs Belgien, sondern auch der Sitz einiger der wichtigsten Institutionen der Europäischen Union. In Brüssel treten die Ausschüsse zusammen, hier tagt das Europäische Parlament und der Rat der EU sowie die EU-Kommission, der Wirtschafts- und Sozialausschuß und der Ausschuß der Regionen. Auch die NATO hat ihren Hauptsitz in Brüssel und über 120 internationale und nationale politische, kulturelle und wirtschaftliche Organisationen sind mit Büros und ständigen Niederlassungen in der Stadt vertreten. Der Einfluß unzähliger Diplomaten und Abgeordneten trägt dazu bei, daß neben den offiziellen Sprachen Französisch und Flämisch ein Drittel der Bevölkerung auch Englisch spricht. Der atemberaubende Grand' Place (auf Flämisch 'Grote Markt'), ein UNESCO-Weltkulturerbe, ist seit dem Mittelalter das unbestrittene Prunkstück der Brüsseler Altstadt. Hier steht das riesige gotische Hôtel de Ville (Rathaus), das aus dem frühen 15. Jahrhundert stammt. Der 97 m hohe Rathausturm wird von einem Bild des Hl. Michael, dem Schutzheiligen von Brüssel, gekrönt. Gegenüber dem Rathaus liegt das beinahe ebenso beeindruckende Maison du Roi, in dem heute das Musée de la Ville de Bruxelles (Stadtmuseum) untergebracht ist. Um den Grand' Place herum stehen reichgeschmückte, mittelalterliche Zünfthäuser, in der Nummer 10 befindet sich immer noch die Brauereizunft. An Sonntagen findet ein großer Blumenmarkt auf dem Grand' Place statt.
Der Grand' Place ist von kleinen, kopfsteingepflasterten Sträßchen umgeben, in denen sich ein Restaurant und Café an das andere reiht. Die elegante Galéries Royales St. Hubert mit ihren traditionellen belgischen Geschäften, Cafés und drei Theatern, wurde 1846 gebaut und ist eine der ältesten überdachten Einkaufspassagen in Europa. In dieser Richtung gelangt man weiter zur Ilot Sacré, einem Gewirr malerischer Gassen nordöstlich des Grand' Place und dem kulinarischen Zentrum der Stadt. Hier liegen die Rue Chair et Pain (Fleisch- und Brotstraße), die Rue Marché aux Poulets (Hühnermarkt-Straße), die Rue des Harengs (Heringsstraße) und die Impasse du Potage (Suppengasse). In der Rue des Bouchers, die eigentlich mit 'Schlachterstraße' übersetzt wird, gibt es ausgezeichnete Fischrestaurants und -geschäfte. Nicht weit vom Grand' Place entfernt steht auch die berühmte Statue des Manneken Pis (Pinkelnder Knabe), die aus dem Jahr 1619 stammt und als Symbol des unbeugsamen Geistes der Brüsseler gilt. Die umfangreiche Kostümsammlung des Manneken Pis, die ihm über die Jahrzehnte von verschiedenen Verehrern geschenkt wurde, kann im Stadtmuseum am Grand' Place bewundert werden.
In Brüssel gibt es unzählige Museen, zu den originellsten zählen das Musée du Cacao et du Chocolat (Kakao- und Schokoladenmuseum), das Centre Belge de la Bande Dessinée (Belgisches Comic-Museum), das besonders für Fans der Comicserie 'Tim und Struppi' ein absolutes Muß ist und das Brauereimuseum in der Maison des Brasseurs auf dem Grand' Place. Auch die Kunstmuseen der Musées Royaux des Beaux-Arts de Belgique sollten unbedingt besichtigt werden. Zu den Museen dieser Gruppe gehören das Musée d’Art Ancien mit Skulpturen, Zeichnungen und Gemälde des 15.-18. Jahrhunderts und das Musée d’Art Moderne, das die Sammlungen der Musées Royaux mit Kunstwerken des 18.-20. Jahrhunderts thematisch weiterführt. Diesem Museum angeschlossen sind auch das Musée Constantin Meunier und das Musée Antoine Wiertz.
Äußerst sehenswert ist auch der Mont des Arts, ein Park und Kulturforum, der die Ober- mit der Unterstadt verbindet, und der elegante Palais du Roi, der im Stil Ludwigs XVI. zwischen 1774 und 1780 erbaut wurde. Im Königsviertel in der Oberstadt steht auch die St. Gudule und St. Michaels-Kathedrale, deren Bau im 13. Jahrhundert begann und erst im 15. Jahrhundert fertiggestellt wurde. Um den in den 1870er Jahren formell angelegten Parc de Bruxelles im Königsviertel herum stehen einige der opulentesten Gebäude in Brüssel. An der nördlichen Seite liegt der Nationenpalast mit dem flämischen Parlament, gegenüber befindet sich der imposante Palais Royal, der im 19. Jahrhundert von König Wilhelm I. gebaut und später von Léopold II. erweitert wurde. Am südöstlichen Ende liegt der Palais des Académies (Palast der schönen Künste). Über den Königsplatz gelangt man zu dem Musée d’Art Ancien und dem Musée d’Art Moderne.
Der Place de Grand Sablon im Antikviertel ist einer der elegantesten Plätze in Brüssel. Hier steht die spätgotische Kathedrale Notre-Dame du Sablon aus dem 15./16. Jahrhundert. Der nahegelegene Petit Sablon ist ein hübscher Platz mit gotischen Säulen, auf denen 48 kleine Bronzestatuen stehen, die die mittelalterlichen Zünfte Brüssels darstellen. In den kleinen Sträßchen um Grand und Petit Sablon herum gibt es besonders viele Antiquitätengeschäfte, Kunstgalerien und kleine Cafés. Nicht weit von Notre-Dame du Sablon findet sonntags ein Antiquitätenmarkt statt. In Richtung des eleganten Boulevard de Waterloo mit seinen chicen Boutiquen liegt auch das Quartier de Marolles, ein volkstümliches Brüsseler Stadtviertel, das von dem majestätischen Palais de Justice (Justizpalast) aus dem 19. Jahrhundert überragt wird. Von der Terasse des Justizpalastes hat man einen wundervollen Blick auf die Stadt.
Im Marollenviertel findet täglich auf der Place du Jeu de Balle ein kunterbunter Flohmarkt statt. Die eleganten Wohnhäuser (Ende 19. Jahrhundert) des Brüsseler Architekten Victor Horta im Stadtteil Saint Gilles sind Meisterwerke des belgischen Jugendstils. Das Europaviertel mit seinen nüchternen Hochhäusern und Anlagen liegt zwischen dem Parc de Bruxelles und dem Parc de Cinquantenaire. Der Sitz der Europäischen Kommission und des Europäischen Ministerrats befindet sich am Schumanplatz. In der Nähe liegt auch das Königliche Museum für Kunst und Geschichte und das Streitkräftemuseum. Das Atomium, ein Wahrzeichen Brüssels, steht auf der Esplanade de Heysel im nördlichen Stadtteil Laeken. Das Atomium stellt ein milliardenfach vergrößertes Eisenkristallmolekül dar und wurde für die Weltausstellung 1958 gebaut. Um die Eisenstruktur herum befindet sich der Ausstellungspark, in dem große Jahrmärkte veranstaltet werden und das König-Baudoin-Stadion. In Laeken, am Stadtrand, steht auch das Stadtschloß der königlichen Familie. Der staatliche botanische Garten, das Schlachtfeld von Waterloo (18 km südlich von Brüssel) und der Wald von Soignes sind ebenfalls beliebte Ausflugsziele.
Antwerpen
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Das an der Schelde gelegene Antwerpen/Anvers (Internet: www.visitantwerpen.be ) war im Spätmittelalter eine der einflußreichsten Städte Europas. Das Zentrum der Stadt ist der Grote Markt (Großer Marktplatz) mit dem Brabo-Brunnen und dem prächtigen Rathaus, das eine ganze Platzseite für sich einnimmt und Mitte des 16. Jahrhunderts von Cornelius de Vriedt im flämisch-italienischen Renaissance-Stil erbaut wurde. Entlang der anderen Seiten des Grote Markt stehen elegante Zunfthäuser wie das De Oude Waag (Haus der Tuchmacher) von 1644 und das Rodenborg (Haus der Gerber). Wenige Minuten vom Rathaus entfernt führen verwinkelte Altstadtgassen zum spätgotischen Vleeshuis (Alte Fleischerhalle), das Anfang des 16. Jahrhunderts im Specklagenstil (Schichten aus rotem Backstein und weißem Sandstein) errichtet wurde. Hier ist heute das Stadtmuseum untergebracht.
Die aus Sandstein erbaute Onze-Lieve-Vrouw-Kathedraal (Liebfrauen-Kathedrale) mit ihrem 123 m hohen Turm ist die größte gotische Kirche im flämischsprachigen Raum und steht am Handschoenmarkt. Die Kathedrale wurde zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert aus hellem Sandstein erbaut, in den Innenräumen sind mehrere Gemälde von Rubens zu bewundern. Unter anderem befinden sich hier die Kreuzaufrichtung und die Kreuzabnahme. Eine Statue von Peter Paul Rubens steht auf dem Groenplaats (Grünplatz).
In Het Steen, einer alten Burg aus dem 9. Jahrhundert, die an der Schelde steht, ist heute das Nationale Schiffsfahrtmuseum untergebracht. Interessant ist auch das berühmte Plantin-Moretus-Museum am Vrijdagmarkt, das im 16. Jahrhundert Werkstatt und Wohnhaus des Humanisten und Verlegers Christoffel Plantijn war. Man kann Austellungsstücke zur Geschichte der Buchdruckkunst vom 15. bis 18. Jahrhundert besichtigen, u.a. sind hier historische Druckerpressen und frühe Exemplare der Buchdruckkunst ausgestellt. Das Museum für Zeitgenössische Kunst (MUHKA) besitzt eine große Sammlung überwiegend belgischer Kunst von den 1970er Jahren bis heute. Im Königlichen Museum der Schönen Künste im Süden der Stadt findet der Besucher umfangreiche Sammlungen der Werke älterer Maler. Selbstverständlich sind auch Werke von Van Dyck, Bruegel, Tizian, Lucas Cranach und natürlich Rubens vertreten. In Antwerpen gibt es jedoch auch ausgefallenere Museen, wie z.B. das Frietkotmuseum (Pommesmuseum). Hier erfährt man alles über die berühmten belgischen frites.
Das prächtige Rubens-Haus (frühes 17. Jahrhundert) mit Renaissance-Garten zeigt Gemälde des Künstlers und seiner Werkstatt. Rubensgemälde sind auch in der spätgotischen St. Jacobskirche (15./16. Jahrhundert), in der Rubens begraben wurde, der St. Pauluskirche (1571-1680) im Norden der Stadt und dem Rockox-Haus (17. Jahrhundert) zu sehen.
Antwerpen ist jedoch nicht nur die Stadt Peter Paul Rubens und Van Dycks, sondern auch eine weltbekannte Diamantenstadt. Schon im Mittelalter spielte die Stadt eine wichtige Rolle im internationalen Diamantenhandel und heute wird hier rund die Hälfte der Weltproduktion an geschliffenen Diamanten produziert. Das sogenannte Diamantenviertel mit seinen unzähligen Diamantenfirmen, -schleifern, Schmuckgeschäften und Diamantenbörsen liegt nicht weit vom Hauptbahnhof entfernt. Im Herzen dieses Viertels befindet sich auch das bekannte Diamantmuseum Provincie Antwerpen (Diamantenmuseum).
Auch in der internationalen und europäischen Modeszene steht Antwerpen ganz vorne. In den letzten Jahren hat sich die Stadt zu einem wahren europäischen Modezentrum entwickelt. Dries van Noten, Ann Dermeulemeester und Marina Yee sind nur einige Absolventen der Antwerpener Modeakademie, die sich als berühmte Designer einen Namen gemacht haben. Die Modeszene ist in der Gegend um die Nationalestraat angesiedelt, hier steht auch das ModeNatie, ein großes Gebäude, in dem sich das Flanders Fashion Institute, das Modemuseum und die Modeakademie befinden.
Brügge
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Brügge/Bruges (Internet: www.brugge.be ) war schon im 11. Jahrhundert durch seinen Nordseezugang ein bekanntes Zentrum von Märkten und Handel. Im 13./14. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt dann durch den Handel mit Pelzen, Gewürzen, Gold und besonders dem Tuchhandel zu einem der bekanntesten europäischen Handelszentren. Das weltweit erste Börsengebäude befand sich in dem Haus der Brüggener Kaufmannsfamilie Van der Beurse. Im 15. Jahrhundert geriet Brügge unter burgundische Herrschaft. Die burgundischen Herzöge verhalfen der Stadt zu einem zuvor unerreichten Wohlstand, Bankenwesen, Kunst und Kultur erlebten ihre Blütezeit. Aus der burgundischen Zeit sind noch viele Kunstschätze erhalten geblieben, zu diesen zählen das riesige Rathaus, viele Bürger- und Patrizierhäuser und Kirchen. Mit dem Abzug des burgundischen Hofes am Ende des 15. Jahrhunderts und der fortschreitenden Versandung des Küstengebiets wurde Brügge für Handelsschiffe unerreichbar und ein langsamer wirtschaftlicher Verfall setzte ein. Brügge verlor seine Position als führende flämische Seehandelsstadt an Antwerpen, in den darauffolgenden Jahrhunderten verarmte die Stadt zunehmend, Kriege und Besatzungen taten ihr übriges. Auch die Industrialisierung im 19. Jahrhundert hatte keine größeren Auswirkungen auf die Stadt. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts erlangte Brügge jedoch zunehmend wieder den Status einer Kunststadt. Heute ist Brügge eine der meistbesuchtesten Städte in Europa und wurde 2002 als europäische Kulturhauptstadt ausgezeichnet. Das mittelalterliche Stadtbild ist beinahe vollständig erhalten geblieben, unzählige Kanäle (Grachten) führen entlang kopfsteingepflasterter Straßen und ruhiger Plätze. Das historische Stadtzentrum ist ein UNESCO-Weltkulturerbe. Am besten läßt sich die Stadt zu Fuß, bei einer Stadtrundfahrt mit der Kutsche oder einer romantischen Grachtenfahrt erkunden.
Mittelpunkt der Stadt ist der Grote Markt mit dem nahegelegenen Belfried. Im Turm des Belfried führen 366 Stufen zur ehemaligen Schatzkammer, die jetzt ein Museum ist ,und weiter hinauf zum Glockenspiel. Von der Turmspitze hat man einen herrlichen Rundblick auf Brügge und teilweise bis ins wunderschöne Polderland. Der Markt wird von prächtigen Gebäuden eingerahmt. Der Provinzialhof an der Ostseite des Hofes wurde Anfang des letzten Jahrhunderts erbaut und an der Südseite steht eine Handelshalle aus dem 13. Jahrhundert. Über die Breidelstraße gelangt man zum beeindruckenden Rathaus. Das Rathaus wurde von 1376-1420 erbaut und gilt als eines der schönsten und ältesten Rathäuser im Lande. Im Inneren befindet sich der Gotische Saal, in dem man eine Eichendecke von 1402 bewundern kann. Die Heilig-Blut-Basilika nebenan besteht aus zwei übereinandergebauten Gebetsstätten. Die untenliegende St. Baseliuskapelle wurde Mitte des 12. Jahrhundert gebaut, über ihr liegt die eigentliche gotische Heilig-Blut-Kapelle, die den berühmten Reliquienschrein des Heiligen Blutes beherbergt. Jährlich findet eine feierliche Heilig-Blut-Prozession an Christi Himmelfahrt statt. Am Dijver entlang des Kanals liegen drei interessante Museen. Im Groeninge-Museum sind flämische, holländische und belgische Gemälde des 15. bis 20. Jahrhundert ausgestellt. Besonders sehenswert ist die weltberühmte Sammlung der Alten Meister oder 'Flämischen Primitiven', wo u.a. Gemälde von Jan van Eyck und Hans Memling zu bewundern sind. Das Gruuthusemuseum ist in einem alten Stadtpalast aus dem 15. Jahrhundert untergebracht. Möbelstücke, Hausrat, Silberwaren, Spitzen, Waffen, Musikinstrumente und Wandteppiche bieten einen faszinierenden Einblick in das Leben des Bürgertums einer längst vergangenen Epoche. Im Brangwynmuseum/Arentshuis, das sich in einem eleganten Haus aus dem 18. Jahrhundert befindet, sind Gemälde und Kunstwerke des Brüggener Künstlers Frank Brangwyn zu sehen. Man kann auch historische Stadtansichten und eine Auswahl der schönsten Spitzen Brügges bewundern.
In der Liebfrauenkirche (13.-15. Jahrhundert) mit ihrem 122 m hohen Turm befindet sich ein berühmtes Madonnenbild von Michelangelo. An der Mariastraat liegt auch das Sint Jans-Spital (12. Jahrhundert), eines der besterhaltensten mittelalterlichen Krankenhäuser in Europa. Die Möbel und Gegenstände in den Krankenhaussälen stammen aus dem 18. Jahrhundert. Die alte Krankenhausapotheke war bis vor etwa 20 Jahren noch in Betrieb. Im Sint-Jans-Spital ist auch das Memlingsmuseum untergebracht, in dem sechs Gemälde des flämischen Malers Hans Memling ausgestellt sind. Eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten in Brügge ist der wunderschöne Beginenhof am Minnewater. Die Beginenbewegung fand ihren Ursprung im 12. Jahrhundert als religiöser Frauenbund in Abgrenzung zu den damals existierenden Nonnenklöstern. Beginenhöfe waren zumeist geschlossene Anlagen mit Wohnhäusern, Konvent, Kapelle und Nebengebäuden. Die flämischen Beginenhöfe wurden, ebenso wie 30 Belfriede in Flandern und Wallonien, zu UNESCO-Weltkulturstätten ernannt. Typische Beginenhöfe findet man in mehren flämischen Städten wie Liers, Gent und Diest, in Wallonien sind dagegen meist nur noch Spuren der ehemaligen Anlagen vorhanden. Der Beginenhof in Brügge wurde 1245 erbaut und wird nun von Benediktinerinnen bewohnt. Man kann die Beginenhofkirche, einen großen Innengarten und im Frühling eine Fülle an Narzissen und Krokussen bewundern.
Gent
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Gent/Gand (Internet: www.gent.be ) wurde im 7. Jahrhundert nahe der St. Baafsabtei gegründet, deren Ruinen noch heute zu sehen sind. Die Stadt kann auf eine stolze Vergangenheit zurückblicken: Geburtsort von Kaiser Karl V., Hauptstadt der alten Grafschaft Flandern und im Mittelalter bedeutendes Zentrum des Tuchhandels, bedingt durch die strategisch günstige Position an dem Zusammenfluß von Schelde und Leie. Heute besitzt Gent die meisten denkmalgeschützten Gebäude in ganz Belgien. Sehenswert ist die wunderschöne Kathedrale St. Baaf mit ihrer romanischen Krypta und dem weltbekannten Genter Altar (1432) der Brüder van Eyck. Die verspielt-barocke Orgel ist die größte ihrer Art in den Beneluxländern. Nicht weit von der Kathedrale steht das Stadhuis (Rathaus), eine interessante Symbiose aus Spätgotik und Renaissance. Hier wurde 1567 das Genter Friedensabkommen, das den Religionsfrieden zwischen Katholiken und Protestanten festlegte, unterzeichnet.
In der Cataloniëstraat liegt die St. Nikolaus-Kirche, die zwischen dem 13. und 15 Jahrhundert gebaut wurde und ein beeindruckendes Beispiel der sogenannten Schelder Gotik ist. Von der St. Michaels-Brücke aus hat man einen schönen Blick auf drei berühmte Genter Türme, den Turm der St. Nikolaus-Kirche, den wuchtigen Belfried (wie alle belgischen Belfriede ein UNESCO-Weltkulturerbe) aus dem 14. Jahrhundert und den Turm der St. Baafs-Kathedrale.
Die imposante Burg s’Gravensteen wurde 1180 von Graf Phillip gebaut. Ursprünglich lag die Burg außerhalb des mittelalterlichen Gent, bis sich im 13. Jahrhundert die Stadt zunehmend ausdehnte. Ende des 19. Jahrhunderts wurde mit der Restaurierung der Burg begonnen, die jetzige Burgansicht ist eine romantische Interpretation des mittelalterlichen s'Gravesteen. In der Burg kann man auch das Foltermuseum besichtigen.
Schöne Gebäude im Stadtzentrum sind auch die Tuchhalle (15. Jahrhundert) am Botermarkt, das mittelalterliche Schloß Geraard de Duivelsteen und der prächtige d’Hanesteenhyse-Palais. Im Stadtviertel Patershol, das in der Nähe von s'Gravensteen liegt, kann man schön entlang der mittelalterlichen Straßen spazieren. Die Gegend ist auch für ihre exzellenten Restaurants bekannt.
Ruhe und Frieden findet man in den drei Beginenhöfen in der Stadt. Wie alle Beginenhofanlagen in Flandern sind auch die Genter Beginenhöfe ein UNESCO-Weltkulturerbe.
Unter den 19 Genter Museen ist besonders das Museum der Schönen Künste (flämische Meister) interessant. Sehenswert ist auch das Museum voor Sierkunsten (Kunstgewerbemuseum) mit Werken des bekannten belgischen Jugendstil-Designers Henry Van de Velde. Das neueste Museum in Gent ist das S.M.A.K (Museum für aktuelle Kunst). Hier sind moderne belgische und internationale Künstler ausgestellt, Joseph Beuys und Anselm Kiefer sind ebenso vertreten wie Roger Raveel und Ilja Kabakov.
Der Blumenmarkt am Kouter sonntagmorgens ist ein Geheimtip. Die meisten Kanäle, die die Genter Innenstadt durchziehen, führen zu der Graslei, an der sich früher der Hafen von Gent befand. Hier stehen wunderschöne, mittelalterliche Zunfthäuser, deren reichverzierten Fassaden verschiedene architektonische Stilperioden widerspiegeln, wie z.B. die gotischen Treppengiebelhäuser der Kornmesser-Gilde oder die Zunft der Freien Schiffer. Auch am Korenlei-Kai stehen wunderschöne Zunfthäuser. Alte Gildehäuser schmücken auch den Vrijdagmarkt (Freitagsmarkt), einen großen Platz in der Stadtmitte.
Die Küste
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Die belgische Küste erstreckt sich auf 69 km von Knokke an der holländischen Grenze bis nach De Panne an der Grenze zu Frankreich. Im Sommer verbringen hier viele Belgier ihre Ferien. Windschutz und Strandkabinen werden von Hotels, Verleihfirmen und Privatvermietern zur Verfügung gestellt. Es gibt keine Kurtaxe. Man kann sich mit Segeln, Reiten, Rudern, Sandsegeln, Angeln, Golf und Tennis die Zeit vertreiben. Die Strandpromenade ist für den Verkehr gesperrt. Der Strand ist meist flach und feinsandig mit langsamem Tidenhub und daher auch geeignet für kleine Kinder. Nacktbaden ist verboten.
Badeorte
De Panne (für Naturfreunde, langer Strand, besitzt die schönsten Dünen der Nordseeküste, Naturschutzgebiete), Koksijde und Sint Idesbald (ruhige Familienbadeorte), Oostduinkerke (Ruhe und Natur), Nieuwpoort (modern), Westende (Stille und Natur, ideal für Familienurlaub) und Lombardsijde, Middelkerke (breites Freizeitangebot, gemütlich und kinderfreundlich), Ostende (abwechslungsreich und international), Bredene (herrliche Dünenlandschaft, für Naturliebhaber, guter Ausgangspunkt für Ausflüge nach Ostende und Brügge), De Haan (seit dem 19. Jahrhundert schon ein Badeort, Belle-Epoque-Character, schön für Wanderer und Radfahrer), Wenduine (Kinderparadies), Blankenberge (belebt und beliebt, 3 km langer Strand, ideal für Familienurlaub), Zeebrügge (belebter Fährhafen unweit von Brügge, hier legen Fähren aus England an) und Knokke-Heist (zwei Badeorte, Knokke ist schick-mondän, Heist eher gemütlich-ruhig).
Nachtleben
Ostende, Knokke, Blankenberge und Middelkerke.
Ruhige Strände
Zeebrügge, Oostduinkerke, Westende, Koksijde, Sint Idesbald, Heist.
Historische Städte
Ostende, Damme, Brügge und Veurne.
Kriegsschauplätze
Ypres (Ieper) ist als einer der Hauptschauplätze des 1. Weltkrieges in die Geschichte eingegangen. Die Schlachtfelder von Passendale, Ypres und der Somme können besucht werden. Zahlreiche Gedenkstätten und Museen erinnern an die Kämpfe und die Opfer beider Weltkriege
Wallonien und die Ardennen
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Diese Region ist für ihre Seen, Flüsse, Wälder und Höhlen bekannt; ebenso für gute Küche. Die Maas/Meuse fließt durch viele malerische Urlaubsorte: Annevoie mit seiner imposanten Burg und den herrlichen Gärten, Godinne und Profondeville (gute Wassersportmöglichkeiten), Namur/Namen (Kathedrale, Zitadelle, viele Museen) und Liwith (Kirchen, Museen). Der Semois durchfließt das geschäftige Arlon und die Kleinstadt Florenville. Ganz in der Nähe liegen die Ruinen der Abtei Orval und Bouillon mit seiner hoch über der Stadt gelegenen Festung. Das Amblève-Tal ist eines der eindrucksvollsten der Ardennen, und die Höhlen im Fond de Quarreux ziehen jährlich viele Touristen an. Interessant ist ein Ausflug zur Marveilleuse-Grotte bei Dinant und zur Höhle bei Remouchamps. Auch ein Abstecher zu den prähistorischen Höhlen bei Spy, Rochefort, Hotton und Han-sur-Lesse (unterirdischer See) lohnt sich. Die Urgeschichte des Menschen wird in Couvin lebendig. In einer der Höhlen ist ein Museum der Frühgeschichte untergebracht. Die sieben Höhlen von Goyet bei Gesves sind eine der bedeutendsten prähistorischen Siedlungen Europas und bilden ein einzigartiges unterirdisches Museum. Anschaulich wird gezeigt, wie der Alltag der Menschen von Neandertal und Cromagnon aussah. Saint-Hubert bietet interessante Museen, eine beeindruckende Basilika (Barockfassade, gotisches Interieur) und einen nahegelegenen Wildpark mit Wanderwegen. Sehenswert in La Roche-en-Ardenne sind vor allem die Ruinen einer Schloßanlage der fränkischen Könige. Fundstücke deuten darauf hin, daß hier schon in der Jungsteinzeit Menschen lebten. Auf der Ourthe sind Kajakfahrten und Rafting beliebt.
Lüttich
Lüttich/Liège/Luik (Internet: www.liege.be ) ist eine Industriestadt an der Meuse (Maas) und Verkehrsknotenpunkt. Viele historische Gebäude erinnern an die bewegte tausendjährige Geschichte. Die Abteikirche St. Jakob und die romanische St. Bartholomäus-Kirche, die St. Pauls-Kathedrale, deren Grundstein im 10. Jahrhundert gelegt wurde, das Rathaus (18. Jh.), und der St. Lambert-Platz mit dem Perron-Brunnen gehören zu den Wahrzeichen der Stadt. Sehenswert sind außerdem das Curtius-Museum (Münz- und Porzellansammlung, Möbel) und das Museum für moderne Kunst, in dem u.a. Werke von Corot, Monet, Picasso, Gaugain und Chagall zu sehen sind.
Tournai
Tournai/Doornik (Internet: www.tournai.be ) wurde in gallisch-römischer Zeit gegründet und ist eine der ältesten Städte des Landes. Wie viele belgische Städte wurde auch Tournai in beiden Weltkriegen zerstört. Einige bedeutende Bauwerke blieben jedoch unbeschädigt, andere wurden sorgfältig restauriert. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind die Kathedrale von Notre Dame (12. Jh.), der Glockenturm, die Pont de Trous über die Schelde, die einen Teil der alten Stadtbefestigung bildete, das Museum der Schönen Künste und die eindrucksvolle Burg von Antoing, deren älteste Teile aus dem 5. Jahrhundert stammen. Auf dem Gelände des Château Beloeil, 28 km außerhalb der Stadt, liegt Minibel. Hier kann man das Brüsseler Rathaus, das Grand Palais, den Glockenturm von Brügge, die Coo-Wasserfälle und viele andere belgische Sehenswürdigkeiten im Kleinformat bewundern.
Sozialprofil
Essen & Trinken
In der belgischen Küche, die viel mit der französischen gemein hat, bereitet man besonders gern Wild und Meeresfrüchte zu. Man verwendet reichlich Butter, Sahne, Wein und Bier. Belgische Schokolade, Butterwaffeln und Pommes Frites, vorzugsweise mit Mayonnaise serviert, sind berühmt. Aus den Ardennen kommen herzhafte Schinken und Würste. In den meisten Restaurants gibt es Bedienung, aber Cafés mit Selbstbedienung findet man immer häufiger. Getränke: Belgisches Bier ist ausgezeichnet. Es gibt über 400 Biersorten, die bekanntesten sind Lambic (aus Weizen und Gerste) und Trappist. Beliebt sind auch Biere, denen Fruchtauszüge beigemischt sind, wie z.B. Kriek (mit Kirschen). Auch der hochprozentige Duvel sollte unbedingt probiert werden.
Brauereibesuche: Belgien ist für seine Vielfalt an Bieren bekannt. Die diversen Biersorten unterscheiden sich in Farbe, Brauart und Zusätzen wie Weizen oder Früchten. Für jedes Bier gibt es ein spezielles Glas und Etikett. Sechs verschiedene Arten von Trappistenbier werden noch heute von den Mönchen nach altüberlieferten Rezepten gebraut. Folgende Trappistenbrauereien können besichtigt werden: Bières de Chimay in Bailleux (Tel: (060) 21 03 11) und Rochefortoise in Eprave (Tel: (084) 37 80 84. Fax: (084) 37 84 45). Auch andere Brauereien stehen Besuchern zur Besichtigung und Bierprobe offen.
Schokolade: Belgische Schokolade und Pralinen sind weltberühmt. Einige Schokoladenfabriken können besichtigt werden, telefonische Reservierung im voraus ist jedoch ratsam. Das Schokolade und Kakao-Museum am Grand' Place in Brüssel ist täglich außer montags geöffnet. Die Chocolaterie Jacques in Eupen bei Liège (Tel: (087) 592 967. Fax: (087) 592 929) kann ebenfalls besichtigt werden. Vorausbuchung für Gruppen über 20 Personen.
Gastronomie: In Belgien kommen Feinschmecker auf ihre Kosten. Das Land hat die größte pro-Kopf-Anzahl von Michelin-Sternen umgerechnet auf die Bevölkerungszahl. Eine große Auswahl ausgezeichneter Restaurants, eleganter Cafés und gemütlicher Kneipen erwartet die Besucher. Insbesondere in Brüssel und Antwerpen gibt es zahlreiche erstklassige Feinschmeckerrestaurants. Einige Spezialreiseveranstalter bieten kulinarische Reisen und Ferienkochkurse in Belgien an.
Einkaufstips
Die besten Mitbringsel sind die berühmten belgischen Pralinen, Schokolade und Waffeln; Spitze aus Brügge, Brüssel und Mechelen (Malines); Diamanten und Schmuck aus Antwerpen; Keramik und handgefertigte Kupferartikel aus Dinat; Kristall aus dem Val Saint Lambert und Holzschnitzereien aus Spa. Die besten Einkaufsmöglichkeiten hat man in Brüssel, Antwerpen, Brügge, Ostende, Namur, Mons, Liège (Luik/Lüttich), Gent und Mechelen. Öffnungszeiten der Geschäfte: Kaufhäuser: Mo-Sa 09.00-18.00/19.00 Uhr, Fr 09.00-21.00 Uhr. Supermärkte: Mo-Sa 09.00-18.00 Uhr, Fr 09.00- 21.00 Uhr. Außerhalb der Touristengegenden haben Geschäfte oft über die Mittagspause geschlossen.
Nachtleben
Vor allem Brüssel hat ein reges Nachtleben, mit zahlreichen Restaurants. Die zehn Theater der Stadt führen Stücke in niederländischer und französischer Sprache auf. Das Théâtre National und das Théâtre Royal des Galeries sind die großen Bühnen der Stadt. Das Théâtre Cinq-Quarante und das Théâtre de Poche sind für experimentelles Theater bekannt. Die 35 Brüsseler Kinos, die unzähligen Diskotheken und Nachtcafés konzentrieren sich auf zwei Stadtviertel: Port Louise im Norden und die Straßenzüge zwischen dem Place Roger und dem Place de la Bourse. Unter den Nacht- und Jazzklubs sind Le Crazy, Chez Paul, Maxim und Le Grand Escalier die berühmtesten. Der Jazzklub und das Bloomdido Jazz Café sind ebenfalls gut besucht. Die Programme der einzelnen Veranstaltungsorte sowie Auskünfte über die zahlreichen Festivals findet man im wöchentlichen Veranstaltungskalender BBB Agenda, der in der Tourist-Information erhältlich ist. Auskünfte über Festivals außerhalb der Hauptstadt erteilt das Belgische Verkehrsamt. Das bekannteste ist das Flandern-Festival (Konzerte mit klassischer Musik). Antwerpen, Leuven, Mons, Gent, Kortrijk und Namur bieten ähnliche Abendunterhaltung an. Die Wallonische Oper in Liège (Luik/Lüttich) hat einen guten Ruf, ebenso die städtischen Theaterensembles.
Sport
Golf wird immer beliebter. Tennisplätze gibt es landesweit. Gute Segelmöglichkeiten an der Küste. Strandsegeln ist ebenfalls populär. Kajakfahren kann man auf der Maas, Sambre, Lesse sowie in den Ardennen und im Hohen Venn. Täglich laufen Boote aus, die Amateurfischer aufs Meer mitnehmen. Zum Angeln in den Kanälen ist eine Sondergenehmigung erforderlich, die auf Postämtern ausgestellt wird. In Oostduinkerke kann man sogar Krabbenfischer zu Pferd ins Meer begleiten. Die besten Ski- und Langlaufgebiete liegen im Hohen Venn und in den Ardennen. Der Belgische Alpenklub hat in Freyr eine Bergsteigerschule. Schwimmen, Wasserski, Wandern und Reiten sind ebenfalls beliebt. Radfahren: Ein dichtes Netz von Radfahrwegen (Réseau Autonome des Voies Lentes) wurde in der Ardennen-Region geschaffen. Weitere Auskünfte erteilt die Direction Générale de l’Aménagement du Territoire, du Logement et du Patrimoine, Cellule RAVeL, 1 Rue de Brigades d’Irlande, 5100 Namur (Tel: (081) 33 25 64. Fax: (081) 33 22 73. (E-Mail: ravel@mrw.wallonie.be ; Internet: www.ravel.wallonie.be ). In Flandern gibt es ebenfalls kilometerlange, gut markierte Radfahrrouten. Fahrräder können an größeren Bahnhöfen gemietet und in vielen Zügen ohne Aufpreis transportiert werden. Zahlreiche Hotels bieten Gepäcktransportdienste für Radwanderer an. Weitere Informationen vom Belgischen Verkehrsamt (s. Adressen). Publikumssport: Radrennen, Autorennen (Belgischer Grand Prix), Fußball, Basketball, Ringen und Pferderennen.
Veranstaltungskalender
19.-29. Febr. 2004 Anima 2004 (Zeichentrick-Festival), Brüssel. März Parade der Paraden (Karnevalsumzug), Antwerpen. 2.-4. März Karneval-Wochenende (einschließlich des Balls der toten Ratten), Oostende. 12.-27. März Fantasie-Festival, Thriller und Science Fiction, Brüssel. 25. Apr. - 3. Mai Internationales Film-Festival, Brüssel. Mai Brüssler Jazz Marathon. Mai-Nov. Flandern-Festival. 20. Mai Umzug des Heiligen Blutes (einschließlich des traditionellen Festzuges und Musik), Brügge. 25.-27. Juni Couleur Café, Brüssel. Juli Gent Festlichkeiten (10-tägiges Volksfest). 3.-5. Juli Ommegang (historische Prozession zu Ehren Kaiser Karls und seines Sohns), Brüssel. Juli-Aug. Theater am Meer, Oostende; Sommer von Antwerpen. Sommer Zand Feste (Flohmärkte), Brügge. Aug. Rubens Markt, Antwerpen; Blumenteppich, Brüssel. 28.-29. Aug. Belgien Formel 1 Grand Prix, Spa. Sept-Okt. Internationales Film-Festival von Flandern, Gent. Okt. Halloween in Oostende. Nov. 6-tägiges Fahrradrennen von Gent. 11. Nov. Tag des Waffenstillstandes, Ypres. Dez. Weihnachtsmärkte, landesweit.
Diese Angaben stellen nur eine Auswahl dar. Weitere Informationen erteilt das Fremdenverkehrsamt (s. Adressen).
Land & Leute
Viele Flamen sprechen mit Besuchern lieber Englisch als Französisch, auch wenn diese gute Französischkenntnisse besitzen. Wird man zum Essen eingeladen, freuen sich die Gastgeber über einen Blumenstrauß oder ein kleines Geschenk. Rauchen ist überall gestattet. Trinkgeld: 16% Trinkgeld ist in der Regel bereits in allen Hotel- und Restaurantrechnungen enthalten. Friseure erwarten 20% des Rechnungsbetrages (wenn der Service nicht inbegriffen ist). Im Taxifahrpreis ist das Trinkgeld inbegriffen.
Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Die belgische Wirtschaft lebt vom Außenhandel, über 75% des Bruttoinlandsprodukts wird (mit steigender Tendenz) durch Exporte erzielt – Belgien ist somit die zehntgrößte Exportnation weltweit. Durch die Abhängigkeit von der Weltwirtschaftslage erwachsen einer derart exportorientierten Wirtschaft große Probleme. Belgien hat nur wenig Bodenschätze und muß fast alle Brenn- und Rohstoffe importieren. Fertigprodukte, Maschinen, Transportmittel und chemische Erzeugnisse sind die wichtigsten Ausfuhrgüter des Landes. Haupthandelspartner sind die EU-Länder Frankreich, Deutschland, die Niederlande und Großbritannien. Die positive Entwicklung der belgischen Wirtschaft in 2000 spiegelt sich unter anderem in einem starken Rückgang der hohen Staatsverschuldung sowie in einem erstmals seit 50 Jahren ausgeglichenen Haushalt wider. Eingeleitet wurde diese Entwicklung durch die in den neunziger Jahren notwendige Konsolidierung der Staatsfinanzen, die eine starke Reduzierung der öffentlichen Invesitionstätigkeit zur Folge hatte. Dies führte under anderem dazu, daß die öffentlichen Investitionen Belgiens heutzutage am unteren Ende des OECD-Durchschnitts liegen. Belgien ist Mitglied in einer Reihe von Wirtschaftsgruppierungen: Zusammen mit Luxemburg bildet es die Belgisch-Luxemburgische Wirtschaftsunion; ferner ist Belgien Gründungsmitglied der EU, OECD und WTO.
Geschäftsverkehr
Auf Pünktlichkeit und korrektes Benehmen wird Wert gelegt, generell geht es recht formell zu. Visitenkarten sind gern gesehen. Geschäftssprachen sind Französisch oder Englisch. Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.30-17.30 Uhr.
Kontaktadressen
AHK Debelux (Deutsch-Belgisch-Luxemburgische Handelskammer(
(Büro Deutschland)
Belgisches Haus, Cäcilienstraße 46, D-50667 Köln
Tel: (0221) 257 54 77. Fax: (0221) 257 54 66.
E-Mail: debelux@koeln.ihk.de
Internet: www.debelux.org
AHK Debelux (Deutsch-Belgisch-Luxemburgische Handelskammer)
(Büro Belgien)
Mangattan Office Tower, 21 Avenue du Boulevard, B-1210 Brüssel
Tel: (02) 203 50 40. Fax: (02) 203 22 71.
E-Mail: ahk@debelux.org
Internet: www.debelux.org
Chambre de Commerce et d’Industrie de Bruxelles (Industrie- und Handelskammer Brüssel)
500 Avenue Louise, B-1050 Brüssel
Tel: (02) 648 50 02. Fax: (02) 640 93 28.
E-Mail: inscription@ccib.irisnet.be
Internet: www.ccib.be
Kamer van Koophandel en Nijverheid van Antwerpen (Industrie- und Handelskammer Antwerpen)
Markgravestraat 12, B-2000 Antwerpen
Tel: (03) 232 22 19. Fax: (03) 233 64 42.
E-Mail: info@kkna.be
Internet: www.kkna.be
Belgian Office for External Trade (Belgische Außenhandelsbehörde)
30-36 Boulevard du Roi Albert II, B-1000 Brüssel
Tel: (02) 206 35 11. Fax: (02) 203 18 12.
E-Mail: info@obcebdbh.be
Internet: www.obce.be
Flanders Foreign Investment Office (FFIO)
Leuvenseplein 4, B-1000 Brüssel
Tel: (02) 227 53 11. Fax: (02) 227 53 10.
E-Mail: flanders@ffio.be
Internet: www.ffio.com
Konferenzen/Tagungen
Brüssel ist eine der wichtigsten Kongreßstädte der Welt, Konferenzlokalitäten stehen im ganzen Land zur Verfügung. Weitere Informationen über die vorhandenen Einrichtungen und Planungshilfen sind bei den folgenden Adressen erhältlich:
Flanders Convention Bureau
Grasmarkt 61, B-1000 Brüssel
Tel: (02) 504 04 35. Fax: (02) 513 88 03.
E-Mail: congres@toerismevlaanderen.be
Internet: www.meetingpoint.be
Brussels Congress
Museumstraat 6, rue de Musée, B-1000 Brüssel
Tel: (02) 549 50 50. Fax: (02) 549 50 59.
E-Mail: info@brussels-congress.be
Internet: www.brussels-congress.be
Klima
Klima
Gemäßigtes Klima. Warmes Wetter von Mai bis September. Trotz Schneefällen sind die Winter, außer in den Ardennen, nicht sehr kalt.



