Reiseführer Deutschland
Inhaltsverzeichnis
Kontaktadressen
Lage
Mitteleuropa.
Offizieller Staatsname
Bundesrepublik Deutschland.
Landesvorwahl
49.
Deutsche Zentrale für Tourismus e. V. (DZT)
Beethovenstraße 69, D-60325 Frankfurt/M.
Tel: (069) 97 46 40. Fax: (069) 75 19 03.
E-Mail: presse@d-z-t.com oder info@d-z-t.com
Internet: www.deutschland-tourismus.de
Mo-Do 09.00-16.00 Uhr, Fr 09.00-13.00 Uhr.
Deutsche Zentrale für Tourismus e. V. (DZT)
Schubertring 12, A-1010 Wien
Tel: (01) 513 27 92. Fax: (01) 513 27 92 22.
E-Mail: deutschland.reisen@d-z-t.com
Internet: www.deutschland-tourismus.de
Mo-Fr 09.30-17.00 Uhr, Do 09.30-18.00 Uhr.
Deutsches Verkehrsbüro
Talstraße 62, CH-8001 Zürich
Tel: (01) 213 22 00. Fax: (01) 212 01 75.
E-Mail: gntozrh@d-z-t.com
Internet: www.deutschland-tourismus.de
Mo-Fr 10.00-16.00 Uhr.
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Metternichgasse 3, A-1030 Wien
Postanschrift: Postfach 160, A-1037 Wien
Tel: (01) 71 15 40. Fax: (01) 713 83 66.
E-Mail: reg1-dip@wien.auswaertiges-amt.de
Internet: www.deubowien.at
Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr (tel. Auskünfte), Mo-Fr 09.00-12.00 Uhr (Publikumsverkehr).
Rechts- und Konsularabteilung der Botschaft
Reisnerstraße 44, A-1030 Wien
Tel: (01) 71 15 40. Fax: (01) 715 34 50.
Mo-Fr 09.00-12.00 Uhr (Publikumsverkehr).
Honorarkonsulate in Bregenz, Graz, Innsbruck, Linz und Salzburg.
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Willadingweg 83, CH-3006 Bern
Postanschrift: Postfach 250, 3000 Bern 16
Tel: (031) 359 41 11. Fax: (031) 359 44 44.
E-Mail: post@deutsche-botschaft.ch
Internet: www.deutsche-botschaft.ch
Mo-Fr 08.00-16.45 Uhr, Fr 08.00-15.00 Uhr.
Konsularabteilung der Botschaft
Willadingweg 78, CH-3000 Bern 16
Tel: (031) 359 42 42. Fax: (031) 359 44 56.
E-Mail: konsular@deutsche-botschaft.ch
Mo, Di, Do 13.30-15.00 Uhr, Mi 10.00-11.30 Uhr (tel. Auskünfte).
Mo, Di, Do, Fr 08.30-11.30 Uhr, Mi 14.00-15.30 Uhr (Publikumsverkehr).
Generalkonsulat in Genf. Konsulate in Basel, Lugano und Zürich.
Botschaft der Republik Österreich
Stauffenbergstraße 1, D-10785 Berlin
Tel: (030) 20 28 70. Fax: (030) 229 05 69.
E-Mail: berlin-ob@bmaa.gv.at
Internet: www.oesterreichische-botschaft.de oder www.aussenministerium.at/berlin
Außenstelle der Botschaft in Bonn. Generalkonsulate in Hamburg und München. Honorarkonsulate in Bremen, Dortmund, Dresden, Frankfurt, Hannover, Kiel, Lübeck, Nürnberg, Rostock und Stuttgart.
Botschaft der Schweizerischen Eidgenossenschaft
Otto-von-Bismarck-Allee 4A, D-10557 Berlin
Tel: (030) 390 40 00. Fax: (030) 391 10 30.
E-Mail: vertretung@ber.rep.admin.ch
Internet: www.eda.admin.ch/deutschland
Generalkonsulate in Dresden, Düsseldorf, Frankfurt/M., Hamburg, München und Stuttgart. Konsulat in Freiburg i. Br.
Allgemeines
Fläche
357.022 qkm.
Bevölkerungszahl
82.398.326 (2003).
Bevölkerungsdichte
230,8 pro qkm.
Hauptstadt
Berlin. Einwohner: 3.274.500 (2003).
Geographie
Deutschland grenzt im Norden an Dänemark, im Westen an die Niederlande, Belgien, Luxemburg und Frankreich, im Süden an die Schweiz und Österreich. Die östlichen Nachbarn der Bundesrepublik sind die Tschechische Republik und Polen. Im Nordwesten bildet die Nordsee eine natürliche Grenze. Die deutsche Ostseeküste erstreckt sich von der dänischen Grenze bis nach Polen. Von Süden nach Norden kann man drei Landschaftsräume unterscheiden – die Alpen mit dem Alpenvorland, die waldreiche Mittelgebirgszone und die Norddeutsche Tiefebene. Das Rheinland, der Schwarzwald und Bayern sind die traditionellen Urlaubsgebiete im Westen Deutschlands. In Ostdeutschland, besonders in der Mark Brandenburg und in Mecklenburg, gibt es unzählige Seen. Die Tiefebenen gehen in das Hügel- und Bergland der Lausitz und Sachsens über. Das Elbsandsteingebirge südlich von Dresden beeindruckt mit seinen bizarren Felsformationen. Das Erzgebirge ist ein beliebtes Wintersport- und Erholungsgebiet. Im Herzen Deutschlands liegen Thüringen und der Harz, waldreiche Mittelgebirge, in denen man herrlich wandern kann. Zum deutschen Teil der Alpen gehören die Allgäuer Alpen, die Bayerischen Alpen (mit Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze, 2964 m) und die Berchtesgadener Alpen. Charakteristisch für diese Region sind Hochgebirgsformen mit Graten und steil abfallenden Wänden. Das Alpenvorland ist eine weite, hügelige Hochebene, die sich nach Norden und Nordosten zur Donauebene hin erstreckt. Moore, Hügelketten und Seen bestimmen das Landschaftsbild. Elbe, Oder, Weser, Rhein, Mosel, Donau, Isar, Main und Neckar sind die wichtigsten Flüsse Deutschlands. Der größte natürliche See ist der zwischen der Bundesrepublik, der Schweiz und Österreich gelegene Bodensee.
Staatsform
Demokratisch-parlamentarischer Bundesstaat, seit 1949. Grundgesetz von 1949, zuletzt geändert 1998. Das Parlament, der Bundestag, hat 656 Abgeordnete. Legislaturperiode: 4 Jahre. Die Zustimmung des Bundesrates, der die einzelnen Länder vertritt, ist für bestimmte Gesetze erforderlich. Er besteht aus 69 Mitgliedern, die von den einzelnen Ländern bestimmt und abberufen werden. Die exekutive Gewalt unterliegt der Bundesregierung, der der Bundeskanzler vorsteht. Jedes Bundesland hat seine eigene Verfassung, Legislative (Landtag) und Regierung und kann somit Gesetze verabschieden, sofern sie nicht unter die Zuständigkeit des Bundes fallen. Staatsoberhaupt: Bundespräsident Johannes Rau, seit 1999. Regierungschef: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), seit 1998. Deutschland ist EU-Mitglied.
Sprache
Amtssprache ist Deutsch. Die zahlreichen regionalen Dialekte weichen teilweise stark vom Hochdeutschen ab. Ein Großteil der Bevölkerung spricht Englisch. Im Norden von Schleswig-Holstein gibt es eine dänische Minderheit, und Dänisch ist z. T. Schulsprache. In Brandenburg und Sachsen lebt eine sorbische Minderheit, und an rund 50 Schulen ist Sorbisch, eine slawische Sprache, Unterrichtssprache.
Religion
34% evangelisch, 33% römisch-katholisch; jüdische, muslimische sowie andere christliche und nicht-christliche Minderheiten.
Ortszeit
MEZ (UTC +1); März bis Oktober: MEZ + 1 (UTC +2).
Netzspannung
230 V, 50 Hz.
Post- und Fernmeldewesen
Telefon
Internationale Direktdurchwahl.
Landesvorwahl
49. Orts- und Ferngespräche sind von Telefonzellen mit Münz- oder Kartentelefon möglich.
Mobiltelefon
GSM 900 und GSM 1800. Die wichtigsten Mobilfunkgesellschaften umfassen T-Mobile (Internet: www.t-mobile.de ), E-Plus (Internet: www.eplus.de ), O2 (Internet: www.o2.com/de ) und Vodafone D2 (Internet: www.vodafone.de ). Roaming-Abkommen mit internationalen Mobilfunkgesellschaften bestehen.
Anmerkung
Seit 1. Februar 2001 ist die Benutzung eines handgehaltenen Mobil- oder Autotelefons während der Fahrt verboten, die Benutzung von Freisprecheinrichtungen ist erlaubt.
Faxgeräte
Stehen landesweit zur Verfügung.
Internet/E-Mail
Internetcafés sind weit verbreitet. In allen Großstädten gibt es Internetzentren. Internetanbieter sind u.a. T-Online (Internet: www.t-online.de ), AOL (Internet: www.aol.de ), CompuServe (Internet: www.compuserve.com ), GMX (Internet: www.gmx.de ) und Freenet (Internet: www.freenet.de ).
Telegramme
Telekom-Service in ganz Deutschland. Von allen Postämtern können Telegramme weltweit aufgegeben werden.
Post
Briefmarken bekommt man in Postämtern, aus Automaten und in Hotels. In Ferienregionen sind sie oft auch in Souvenirgeschäften und an Kiosken erhältlich. Postlagernde Sendungen sollten folgendermaßen beschriftet werden: Name des Empfängers, Postlagernd, Hauptpostamt, Postleitzahl und Name der Stadt. Postämter öffnen Mo-Fr 08.00-18.00 Uhr und Sa 08.00-12.00 Uhr. Kleinere Postämter sind oft über Mittag geschlossen.
Reisepaß/Visum
Reisepaß/Visum
| Land | Visa | Reisepass |
| Deutschland | - | - |
| Österreich | Nein | 1 |
| Schweiz | Nein | 1 |
| Andere EU-Länder | Nein | 1 |
Anmerkung
Die Bundesrepublik Deutschland ist Unterzeichner und Anwender des Schengener Abkommens.
Reisepass
Allgemein erforderlich, muß noch mindestens 3 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein.
[1] Ausgenommen sind Staatsangehörige folgender Länder, die mit einem gültigen Personalausweis einreisen können:
(a) Österreich, übrige EU-Länder und Schweiz;
(b) Andorra, El Salvador, Island, Liechtenstein, Monaco und Norwegen.
Anmerkung
(a) Nicht anerkannt werden somalische Reisepässe, die nach dem 31. Januar 1991 ausgestellt wurden und irakische Reisepässe, die nach dem 9. April 2003 ausgestellt wurden. (b) Staatsangehörige aller Länder, die in der Bundesrepublik Deutschland Arbeit aufnehmen, müssen im Besitz eines gültigen Reisepasses sein.
Visum
Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsbürger folgender Länder für einen Aufenthalt von bis zu 3 Monaten:
(a) Österreich, übrige EU-Länder und Schweiz;
(b) Andorra, Argentinien, Australien, Bolivien, Brasilien, Brunei, Bulgarien, Chile, Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Hongkong (China), Island, Israel, Japan, Kanada, Korea (Süd), Kroatien, Liechtenstein, Macau (China), Malaysia, Mexiko, Monaco, Neuseeland, Nicaragua, Norwegen, Panama, Paraguay, Rumänien, San Marino, Singapur, Uruguay, USA, Vatikanstadt und Venezuela;
(d) Staatsangehörige aller nicht aufgeführten Länder, die eine gültige Aufenthaltsgenehmigung für ein Schengen-Land besitzen.
Transit
Transitreisende, die innerhalb von 24 Std. weiterreisen, den Transitraum nicht verlassen und über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen, benötigen kein Transitvisum. Diese Regelung gilt nicht für Staatsbürger bestimmter Länder. Weitere Informationen sind bei den konsularischen Vertretungen erhältlich.
Anmerkung: Staatsbürger aus Angola, Gambia, Jordanien, Libanon, Sudan und Syrien benötigen immer ein Transitvisum, auch wenn sie mit dem gleichen Flugzeug weiterreisen.
Visaarten
Einreise-, Transitvisum und Aufenthaltsgenehmigung. Auskünfte erteilt die zuständige konsularische Vertretung (s. Adressen).
Visagebühren
Anfragen an die Konsularabteilung der Botschaft (s. Adressen).
Anmerkung
Staatsangehörige von visumpflichtigen Ländern müssen vor der Einreise in den Schengenraum ein Schengenvisum beantragen. Dies wird nur bei der zuständigen konsularischen Vertretung des Landes, in dem die Person ihren dauerhaften Wohnsitz hat, ausgestellt. Deshalb werden bei der deutschen Vertretung in Österreich Visa nur mehr in Individualfällen ausgestellt.
Gültigkeitsdauer
Einreisevisum: für ein- und mehrmalige Einreise, bis zu 3 Monaten ohne Erwerbstätigkeit. Flughafentransitvisum: von der Nationalität abhängig; bis zu maximal 5 Tage für ein- oder mehrmalige Einreise. Transitvisum (über Landweg): maximal 5 Aufenthaltstage bei ein- oder mehrmaliger Einreise.
Antragstellung
Zuständige konsularische Vertretung (s. Adressen).
Unterlagen
Seit Inkrafttreten des Schengener Abkommens treten nur Individualfälle auf, es gibt deshalb keine einheitliche Regelung. Nähere Angaben von der zuständigen konsularischen Vertretung (s. Adressen).
Bearbeitungszeit
Von der Nationalität abhängig, u. U. bis zu 2 Wochen.
Aufenthaltsgenehmigung
Visumpflichtige Staatsbürger müssen die Aufenthaltsgenehmigung vorab bei den deutschen Auslandsvertretungen beantragen. Staatsangehörige folgender Länder müssen beim zuständigen Ausländeramt in Deutschland innerhalb von 3 Monaten nach Einreise eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen, wenn sie sich länger als 3 Monate im Land aufhalten möchten: alle EU-Länder, Australien, El Salvador, Honduras, Island, Israel, Japan, Kanada, Liechtenstein, Neuseeland, Norwegen, San Marino, Schweiz und USA.
Arbeitserlaubnis
Antrag muß im Land selber gestellt werden, Voraussetzung ist eine Aufenthaltsgenehmigung. Mit einer Bearbeitungsdauer von 6-10 Wochen muß gerechnet werden, da die Zustimmung der zuständigen Ausländerbehörde eingeholt werden muß. Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder sowie von Australien, Israel, Japan, Kanada, Neuseeland und den USA gelten Ausnahmeregelungen.
Geld
Anmerkung
In 12 Mitgliedstaaten der Europäischen Union ist seit 1. Januar 1999 der Euro die offizielle Währung. Euro-Scheine und Münzen sind seit dem 1. Januar 2002 im Umlauf.
Währung
1 Euro = 100 Cents. Währungskürzel: €, EUR (ISO-Code). Banknoten gibt es in den Werten 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Euro, Münzen in den Nennbeträgen 1 und 2 Euro, sowie 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cents.
Geldwechsel
In Banken, Sparkassen, Postämtern und Wechselstuben. Bargeld ist rund um die Uhr an Geldautomaten mit EC-Karte oder mit internationalen Kreditkarten erhältlich.
Kreditkarten
Alle gängigen Kreditkarten werden akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Wechselkurse
| € | € | € | € | € | |
| Dez. '02 | Apr. '03 | Sept. '03 | Jan. '04 | Apr. '04 | |
| 1 CHF | 0,68 | 0,67 | 0,64 | 0,64 | 0,64 |
| 1 US$ | 1,01 | 0,93 | 0,87 | 0,78 | 0,81 |
Devisenbestimmungen
Keine Beschränkungen.
Öffnungszeiten der Banken
Mo-Fr 08.30-13.00 und 14.00/14.30-16.00 Uhr, Do bis 17.30 Uhr in größeren Städten. Zentralen sind meist durchgehend geöffnet.
Duty Free
Duty Free
Folgende Artikel können (bei Einreise aus Nicht-EU-Ländern) zollfrei nach Deutschland eingeführt werden:
200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak;
1 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt über 22% oder 2 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von höchstens 22% oder 2 l Schaumwein;
2 l Tafelwein;
500 g Kaffee oder 200 g Kaffeeauszüge;
50 g Parfüm oder 250 ml Eau de Toilette;
Geschenke bis zu einem Gesamtwert von 178,95 €.
Anmerkung
Tabakwaren und Alkohol dürfen nur von Personen ab 17 Jahren abgabenfrei eingeführt werden, Kaffee nur von Personen über 15 Jahren.
Eingeführter Wein, der den Alkoholgehalt überschreitet, wird mit 16 % besteuert.
Abschaffung des innereuropäischen Duty-free-Verkaufs
Am 30. Juni 1999 wurde der Duty-free-Verkauf von Alkohol- und Tabakprodukten auf Flug- und Schiffshäfen für Reisen innerhalb der EU abgeschafft. Manche Alkoholprodukte werden allerdings noch zu verbilligten Preisen (aber nicht zollfrei) angeboten. Andere Waren können nach wie vor tax-free eingekauft werden. Obwohl es derzeit keine gesetzlichen Einfuhrbeschränkungen zwischen den EU-Mitgliedsländern gibt, kann von Reisenden ein Nachweis darüber verlangt werden, daß die gekauften Waren lediglich für den persönlichen Bedarf bestimmt sind.
Gesetzliche Feiertage
Gesetzliche Feiertage
1. Jan. 2004 Neujahr. 6. Jan. Heilige Drei Könige [1]. 9. April Karfreitag. 12. April Ostermontag. 1. Mai Tag der Arbeit. 20. Mai Christi Himmelfahrt. 31. Mai Pfingstmontag. 10. Juni Fronleichnam [2]. 15. Aug. Mariä Himmelfahrt [3]. 3. Okt. Tag der deutschen Einheit. 31. Okt. Reformationstag [4]. 1. Nov. Allerheiligen [5]. 17. Nov. Buß- und Bettag [6]. 24. Dez. Heiligabend 25./26. Dez. Weihnachten. 31. Dez. Silvester.
1. Jan. 2005 Neujahr. 6. Jan. Heilige Drei Könige [1].
25. März Karfreitag. 28. März Ostermontag. 1. Mai Tag der Arbeit. 5. Mai Christi Himmelfahrt. 16. Mai Pfingstmontag. 26. Mai Fronleichnam [2]. 15. Aug. Mariä Himmelfahrt [3]. 3.
Okt. Tag der deutschen Einheit. 31. Okt. Reformationstag [4]. 1. Nov. Allerheiligen [5]. 16. Nov. Buß- und Bettag [6]. 24. Dez. Heiligabend. 25./26. Dez. Weihnachten. 31. Dez. Silvester.
Anmerkung
[1] Nur in Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Bayern; [2] nur in Baden-Württemberg, dem Saarland, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Bayern und katholischen Gegenden Sachsens und Thüringens; [3] nur im Saarland und in katholischen Gegenden Bayerns; [4] in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt und in überwiegend evangelischen Gemeinden Thüringens; [5] nur in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Rheinland-Pfalz, Bayern und überwiegend katholischen Gemeinden Thüringens; [6] nur in Sachsen.
Gesundheit
Gesundheit
| Krankheit | Vorsorge | Impfbescheinigung |
| Gelbfieber | Nein | - |
| Cholera | Nein | - |
| Typhus & Polio | Nein | - |
| Malaria | Nein | - |
| Essen & Trinken | Nein | - |
Zecken sind während der wärmeren Jahreszeit (März/April bis Oktober/November) vor allem in Flußniederungen und Waldgebieten bestimmter Teile Deutschlands aktiv, besonders betroffen sind der Bayerische Wald und der Schwarzwald sowie Waldgebiete in Rheinland-Pfalz, Saarland, Hessen (Odenwald), Brandenburg, Thüringen und Sachsen. Zecken können Überträger der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und der Borreliose/Lymekrankheit sein. Bei beruflicher Tätigkeit oder Freizeitaktivitäten mit möglicher Zeckenexposition in endemischen Gebieten ist eine Schutzimpfung gegen FSME, deren Erreger bereits mit dem Stich auf den Wirt übertragen werden, dringend zu empfehlen. Genaue Informationen über Zecken, Risiken und vorbeugende Maßnahmen sind zum Beispiel auch im Internet zu finden (Internet: www.medizinfo.com/waldundwiese/zecken/start.htm ). Bei Zeckenbefall im Zweifelsfall den Arzt aufsuchen.
Tollwut kommt vor. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Gesundheitsvorsorge
Für Staatsangehörige der EU-Länder gilt die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Die Behandlung erfolgt gegen Vorlage der EHIC. (Seit dem 1. Juni 2004 wird der Auslandskrankenschein Formular E 111 durch die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) ersetzt). Allerdings gilt für Deutschland zunächst eine Übergangsregelung: Statt der EHIC wird eine Ersatzbescheinigung ausgestellt.
Zwischen der Schweiz und der Bundesrepublik Deutschland gibt es ein gegenseitiges Abkommen, das die ärztliche und stationäre Behandlung regelt. Schweizer benötigen im Bedarfsfall die entsprechende Anspruchsbescheinigung. Nähere Auskünfte erteilen die örtlichen Gebietskrankenkassen bzw. der Schweizerische Verband für die erweiterte Krankenversicherung (SVK). Rezeptpflichtige Medikamente und Krankenhausbehandlungen müssen bezahlt werden.
In Notfällen kann der Polizeinotruf (110) und die Unfallrettung (112) angerufen werden. Es gibt in jeder Stadt auch einen ärztlichen Notdienst, der nachts und an Wochenenden hilft. Die jeweilige Telefonnummer kann man dem örtlichen Telefonbuch entnehmen. Apotheken sind Mo-Fr 09.00-18.00 Uhr, Sa 09.00-12.00 Uhr geöffnet. An jeder Apotheke befindet sich ein Hinweis über Nacht- und Sonntagsdienst von Ärzten und Apothekern.
350 anerkannte Heilbäder und Kurorte bieten modernste Therapieeinrichtungen sowie zahlreiche Unterhaltungs- und Sportmöglichkeiten zur Entspannung und Erholung an. Informationen von der DZT (s. Adressen) oder vom Deutschen Heilbäderverband e. V., Schumannstraße 111, D-53113 Bonn. Tel: (0228) 20 12 00. Fax: (0228) 201 20 41. (Internet: www.deutscher-heilbaederverband.de )
Reiseverkehr - International
Flugzeug
Linienflüge:
Deutschland wird von über 100 internationalen Luftverkehrsgesellschaften angeflogen. Allein die nationale Fluggesellschaft Lufthansa (LH) (Internet: www.lufthansa.com ) verbindet Deutschland mit mehr als 160 Städten weltweit. Durch das globale Streckennetz und aufeinander abgestimmte Flugpläne der Star Alliance erreichen Reisende von Deutschland aus insgesamt 729 Zielorte weltweit.
Billigflüge:
Air Berlin (Internet: www.airberlin.com ) fliegt von verschiedenen deutschen Großstädten nach Wien und Zürich.
European Air Express (Internet: www.eae.aero ) fliegt ab Köln/Bonn nach Genf und ab Düsseldorf nach Bern.
Fairline (Internet: www.fly-fair.com ) fliegt täglich, außer Samstag, Liniendienste ab Graz und Linz nach Berlin-Schönefeld und bedient zudem die Routen Graz-Stuttgart und Linz-Stuttgart elf Mal wöchentlich.
Germania Express (Internet: www.gexx.de ) fliegt von verschiedenen deutschen Großstädten nach Wien und Zürich.
Germanwings (Internet: www.germanwings.com ) fliegt ab Köln/Bonn und Stuttgart nach Wien und von Köln/Bonn nach Zürich.
Hapag-Lloyd (Internet: www.hlf.de ) fliegt ab Köln/Bonn nach Genf und Berlin, Hamburg, Hannover, Köln/Bonn und Stuttgart nach Klagenfurt.
InterSky (Internet: www.intersky.biz ) fliegt ab Berlin nach Bern.
Durchschnittliche Flugzeiten
Von Österreich: Lufthansa, der Nürnberger Flugdienst, Rheintalflug, Tyrolean Airways und Austrian Airlines fliegen im Liniendienst deutsche Flughäfen an. Von Wien aus gibt es Direktverbindungen nach Berlin, München, Düsseldorf, Hannover, Hamburg, Köln/Bonn, Leipzig/Halle, Nürnberg, Stuttgart und Frankfurt/M. Wien – Frankfurt: 1 Std. 35. Zusätzliche Verbindungen: Linz – Düsseldorf, Salzburg/Linz – Berlin-Tempelhof sowie Graz/Innsbruck/Klagenfurt/Linz/Salzburg – Frankfurt/M., Linz – Leipzig/Halle.
Von der Schweiz: Lufthansa und Swiss bieten Linienflüge von Zürich nach Berlin, Dresden, Düsseldorf, München, Hamburg, Hannover, Köln/Bonn, Leipzig/Halle, Nürnberg, Stuttgart und Frankfurt/M. an. Zürich – Frankfurt: 1 Std. 05. Zusätzliche Verbindungen: Basel – Berlin, Basel – Dresden, Basel/Genf – Frankfurt, Basel/Genf – Düsseldorf, Basel/Genf – München.
Internationale Flughäfen
Alle Flughäfen bieten folgende Einrichtungen: Taxistand, Duty-free-Shop, Bank/Wechselstube, Restaurant und/oder Snackbar, Geschäfte, Bar, Postamt und Mietwagenschalter. Zusätzliche Einrichtungen sind unter den jeweiligen Flughäfen aufgeführt.
Flughafen Augsburg (AGB)
(Internet: www.augsburg-airport.de ) Der Flughafen liegt 7 km nordöstlich des Zentrums der Stadt Augsburg. Der Augsburger Flughafen Express ist die schnelle und kostengünstige Verbindung zwischen Flughafen und Hauptbahnhof Augsburg.
Berlin-Tegel (TXL)
(Otto Lilienthal) (Internet: www.berlin-airport.de ) liegt im Nordwesten, 8 km vom Stadtzentrum entfernt (Fahrzeit: Bus 40 Min., Taxi 30 Min.). Flughafeneinrichtungen: Konferenzräume, Reisebüros, Tourist-Information, Mietwagen- und Hotelreservierungsschalter. Der JetExpressBus (TXL) fährt im 15-20 Minuten-Takt über den U-Bhf Turmstraße, den S-Bhf Unter den Linden, die U-Bhf Französische Straße und Werderscher Markt bis zum Alexanderplatz (06.00-23.00 Uhr alle 15-20 Min.). Die Buslinien 109, 128 und X9 verkehren ebenfalls zwischen dem Stadtzentrum und dem Flughafen. Haltestellen in der City u. a. S-Bhf Charlottenburg, U-Bhf Kurfürstendamm, Bahnhof Zoo und Budapester Straße.
Berlin-Schönefeld (SXF)
(Internet: www.berlin-airport.de ) liegt 18 km südöstlich vom Stadtzentrum (Fahrzeit 75 Minuten mit der S-Bahn). Reisebüros, Hotelreservierungsschalter, Gepäckaufbewahrung, Tourist-Information. S-Bahnverbindung mit den Linien S9 (nach Westkreuz über Alexanderplatz und Zoo) und S45 (zum U-Bahnhof Westend). Verbindungen außerdem mit den Regionalbahnlinien RB22, RB24, RE4 und RE5, sowie dem AirportExpress Schönefeld, der von Spandau über Bahnhof Zoo, Alexanderplatz und den Ostbahnhof zum Flughafen fährt. Busverbindung vom U-Bahnhof Rudow (Endbahnhof der Linie U7). Verbindung auch mit Bus und U-Bahn. Schnellbuslinie SXF (Mo-Sa, alle 30 Minuten) von Potsdamer Platz über Wittenbergplatz und Rudow. IC-, IR- und D-Zug-Verbindungen u. a. nach Basel, Budapest, Dresden, Frankfurt/M., Hamburg, Leipzig, München, Nürnberg, Prag, Stuttgart und Wien (Bahnhof ca. 5 Minuten Fußweg vom Flughafen). Nachtbusverbindung zum Bahnhof Zoo.
Berlin-Tempelhof
(THF)
(Internet: www.berlin-airport.de ) liegt 6 km südöstlich vom Stadtzentrum. Konferenzräume. Busverbindung mit Linie 119 zur City (verkehrt alle 10 Min., Fahrzeit zur Innenstadt 25 Min.). U-Bahnverbindung mit den Linien 6 und 7 (verkehren alle 2-10 Min., Fahrzeit zur Innenstadt etwa 15 Min.).
Bremen (BRE)
(Neuenland) (Internet: www.airport-bremen.de ) liegt 3 km außerhalb der Stadt (Fahrzeit 10 Min.). Reisebüros, Babywickelraum, Hotelreservierung am Informationsschalter, Konferenzräume. Die Straßenbahnlinie 6 fährt etwa 17 Min. bis zum Hauptbahnhof. Straßenbahnen verkehren täglich alle 10-30 Minuten.
Dortmund (DTM)
(Wickede) (Internet: www.flughafen-dortmund.de ) liegt 10 km südöstlich von Dortmund. Die Stadtbahnlinie U 47 fährt ab Dortmund Hauptbahnhof nach Aplerbeck, von dort fährt die Buslinie 440 zum Flughafen (Fahrzeit 40 Min.). Vom Bahnhof Unna verkehrt die Buslinie C41 stündlich zum Flughafen, vom Bahnhof Holzwickede fährt zwischen 05.00-23.00 Uhr ein kostenloser Pendelbus zum Terminalgebäude.
Dresden (DRS)
(Klotzsche) (Internet: www.dresden-airport.de ) liegt 9 km nordöstlich der Stadt (Fahrzeit 25 Min.). Die Straßenbahnlinie S2 fährt alle 30 Min. über den Bahnhof Neustadt zum Hauptbahnhof. Die Buslinie 77 fährt zur Karl-Marx-Straße, hier steigt man in die S7 um, die zum Stadtzentrum fährt. Buslinie 97 verkehrt zwischen Flughafen Terminal, Fontane Center, Käthe-Kollwitz-Platz (hier Umsteigemöglichkeit zur Straßenbahnlinie 7 Richtung Stadtzentrum) und Hellerau.
Düsseldorf (DUS)
(Rhein-Ruhr) (Internet: www.duesseldorf-international.de ) liegt 10 km nördlich der Stadt. Tourist-Information, Reisebüros, Hotel-Information und Konferenzeinrichtungen. Fahrplan-Informationsautomaten für Bus- und Bahnverbindungen ins In- und Ausland. Der Düsseldorfer Flughafenbahnhof ist an das deutsche und europäische Eisenbahnnetz angeschlossen, täglich halten fast 300 Züge am Flughafen. Direkte Frühverbindungen mit EC-, IC- und D-Zügen u. a. von Frankfurt/M., Mainz, Nürnberg, Koblenz, Hannover und Bonn. Der vollautomatische Shuttle-Zug SkyTrain (03.45-00.45 Uhr) pendelt zwischen dem Flughafen-Bahnhof und dem Terminalgebäude. Die Stadtbahnlinie S7 verkehrt zwischen Solingen-Ohligs, dem Düsseldorfer Hauptbahnhof und dem Flughafen. Verschiedene Buslinien fahren ins Stadtzentrum und die Umgebung, Linie 760 fährt nach Ratingen, Linie 727 zum Düsseldorfer Hauptbahnhof, der Airport Express-Bus fährt nach Aachen. Bei Messeveranstaltungen in Köln, Düsseldorf und Essen werden Sonderbuslinien vom Flughafen zu dem jeweiligen Messegelände eingesetzt.
Erfurt (ERF)
(Internet: www.airport-erfurt.de ) liegt 5 km westlich von Erfurt. Ein Flughafenzubringerbus (Linie 99) verkehrt sechsmal täglich (Mo-Fr) zwischen dem Flughafen und dem Hauptbahnhof (Fahrzeit 15 Min.). Die Stadtbahnlinie 4 fährt vom Hauptbahnhof zur Endhaltestelle Hauptfriedhof. Hier kann man in die Buslinien 91 oder 91 zum Flughafen umsteigen.
EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg (EAP)
(Internet: www.euroairport.com ) befindet sich 8 km nordwestlich vom Stadtzentrum von Basel und 25 km südlich des Stadtzentrums von Mulhouse. Auf den Ebenen 2 und 3 befinden sich eine Reihe von Banken, Bankautomaten, eine Wechselstube, von denen einige rund um die Uhr geöffnet sind, sowie Restaurants. Die Buslinie 30 fährt Mo-Sa 06.05-20.33 Uhr und So von 10.35-20.35 Uhr alle 15-30 Minuten über Kannenfeldplatz und Spalentor zum Baseler SBB-Hauptbahnhof (Fahrzeit zum Hauptbahnhof: ca. 20 Min.). Die Air Line 50 fährt Mo-Sa 05.10-23.45 Uhr und So 05.25-23.45 Uhr ebenfalls zum SBB-Bahnhof im Stadtzentrum von Basel (Fahrtzeit: ca. 15 Min.). Weitere Informationen sind von Postauto Nordwestschweiz erhältlich (Tel: (+41) (061) 205 51 11. Internet: www.postauto.ch ). Busse nach Mulhouse fahren vom Flughafen Mo-Sa 06.45-23.00 Uhr und So von 07.15-23.00 Uhr ab.
Frankfurt/M. (FRA)
(Rhein/Main) (Internet: www.frankfurt-airport.de ) liegt 10 km südwestlich der Stadt. Drogerien, Tourist-Information, Babyräume, Waschräume, Hotelreservierungsschalter, Airport Conference Center, Reisebüros. Der Busbahnhof vor dem Terminal bedient den Nah- und Fernverkehr einschl. Offenbach, Darmstadt, Rüsselsheim und Bad Homburg. Regelmäßige Shuttle-Busse fahren zum Flughafen Hahn. Vom Regionalbahnhof unter Terminal 1 bestehen S-Bahnverbindungen in die Innenstadt (Fahrzeit ca. 11 Min. zum Hauptbahnhof Frankfurt) und nach Wiesbaden über Rüsselsheim und Mainz (Fahrzeit ca. 40 Min.). Der neue Fernbahnhof befindet sich im AIRail-Terminal, von hier fahren ICE-, InterCity- und EuroCity-Züge zu nationalen und internationale Destinationen ab. Stündliche Direktverbindungen u.a. auf den Strecken Koblenz – Bonn – Köln – Dortmund – Bremen – Hamburg und auf der Strecke Würzburg – Nürnberg – München – Wien. Busverbindungen u. a. nach Darmstadt, Offenbach und Rüsselsheim sowie nach Trier und Luxemburg. Lufthansa-Shuttlebusse fahren nach Mannheim (Fahrzeit ca. 1 Std.), Heidelberg (Fahrzeit ca. 1 Std. bei Direktverbindung bzw. 1 Std. 30 über Mannheim) und Straßburg.
Friedrichshafen (FDH)
(Löwental) (Internet: www.fly-away.de ) liegt 4 km nordöstlich von Friedrichshafen. Babywickelraum, Bankomat, Konferenzraum (bis 60 Personen), Hotel- und Tourist-Information. Es gibt regelmäßige Bahnverbindungen mit der Bodensee-Oberschwaben Bahn (BOB) nach Friedrichshafen Hauptbahnhof, Aulendorf und Ravensburg. Es besteht eine stündliche Fährverbindung zwischen Romanshorn (Schweiz) und Friedrichshafen, Weiterfahrt zum Flughafen mit der Bahn.
Hahn (HHN)
(Rhein-Mosel) (Internet: www.hahn-airport.de ) liegt zwischen Trier und Mainz im Hunsrück, rund 120 km von Frankfurt entfernt. Kostenlose Parkplätze. Ein Bus verkehrt täglich zum Frankfurter Hauptbahnhof über Frankfurt Flughafen (FRA) (Mo-So von 08.45-00.30 Uhr etwa stündlich; Fahrzeit 1 Std. 45). Weiterhin gibt es Busverbindungen nach Koblenz (Fahrzeit: 1 Std. 15), nach Mainz (Mo-So fünfmal täglich; Fahrzeit: 1 Std. 10), nach Köln (Mo-So täglich fünfmal; Fahrzeit: 2 Std. 15) und nach Heidelberg über Mannheim, Ludwigshafen und Worms. Es gibt regelmäßige Linienbusverbindungen nach Bernkastel-Kues, Saarbrücken, Trier, Bingen, Idar-Oberstein, Kirn und Traben-Trarbach mit Bahnanschluß.
Hamburg (HAM)
(Hamburg-Fuhlsbüttel) (Internet: www.airport.de ) liegt 9 km nördlich des Stadtzentrums (Fahrzeit 20 Min.). Reisebüros, Tourist-Information, Konferenzeinrichtungen, Kinderkrippe. Busverbindung mit der Linie 110 (Airport Express) zum U-/S-Bahnstation Ohlsdorf (alle 10 Min.), von Ohlsdorf fahren die S-Bahnlinien S1 und S11 und die U-Bahnlinie U1 ins Stadtzentrum (in Richtung Hauptbahnhof oder Jungfernstieg). Ab 2007 wird eine direkte S-Bahnlinie den Flughafen mit der Hamburger Innenstadt verbinden. Verschiedene Linienbusse (Linie 172, Linie 26, Linie 29, Linie 292 und Nachtbus 606) fahren ins Stadtzentrum oder zu Zielen in die nähere Umgebung
Hannover (HAJ)
(Langenhagen) (Internet: www.hannover-airport.de ) liegt 11 km nördlich der Stadt (Fahrzeit 30 Min.). Gepäckaufbewahrung, medizinische Einrichtungen, Reisebüros, Hotelreservierungsschalter, Konferenzeinrichtungen.
Die S-Bahnlinie S5 verkehrt halbstündlich zwischen dem Flughafen und dem Hauptbahnhof (05.00-00.00 Uhr; Fahrzeit: 12 Min.). Die Buslinie Nr. 470 verbindet den Flughafen zwei- bis dreimal in der Stunde mit der Station Langenhagen-Zentrum. Von hier aus fährt die Stadtbahn Nr. 1 zum Hauptbahnhof.
Karlsruhe/Baden-Baden (FKB)
(Internet: www.badenairpark.de ) liegt 5 km nordwestlich von Baden-Baden entfernt. Kostenlose Langzeitparkplätze. Die Buslinie 234 verkehrt Mo-Fr zwischen Rastatt, Baden-Baden Hauptbahnhof und dem Flughafen, die Linie 205 fährt Mo-Fr zwischen Baden-Baden Bahnhof und dem Flughafen. Die Taxifahrt ins Stadtzentrum Baden-Baden beträgt 15 Min.
Köln/Bonn (CGN)
(Konrad Adenauer) (Internet: www.airport-cgn.de ) liegt 14 km südöstlich von Köln und 21 km nordöstlich von Bonn. Drogerie, Tourist-Information, Konferenzeinrichtungen (für 20-120 Personen), Hotelreservierungsschalter, Reisebüros, Taxistand. Flughafenbusse von und nach Köln/Bonn fahren vor beiden Terminals ab. Die Buslinie 170 fährt alle 12-15 Minuten über Bahnhof Deutz/Messe zum Kölner Hauptbahnhof (Mo-So 05.58-23.38 Uhr, Fahrzeit: etwa 20 Min.), die Linie 161 verkehrt alle 30 Minuten zwischen Köln Porz Markt und dem Flughafen (Mo-So 05.24-23.24 Uhr, Fahrzeit: etwa 25 Min.). Buslinie 670 fährt alle 20-30 Minuten nach Bonn Hauptbahnhof (Mo-Fr 06.01-23.17 Uhr, Sa 06.47-23.54, So 05.54-23.47 Uhr, Fahrzeit: etwa 40 Min.). Buslinie 508 verkehrt zwischen St. Augustin-Troisdorf und Flughafen. Ein Bus fährt Mo-Fr mehrmals täglich nach Aachen (Fahrzeit: 60-90 Min.), Voranmeldung ist erforderlich (Tel: (0241) 182 00 23). Aktuelle Fahrplan- und Preisinformationen sind auf der Internetseite des Flughafens erhältlich (Internet: www.airport-cgn.de/wegweiser/busse.html ).
Leipzig/Halle (LEJ)
(Internet: www.leipzig-halle-airport.de ) liegt 12 km nordwestlich der Stadt (Fahrzeit 30 Min.). Tourist-Information, Konferenz- und Büroräume, Reisebüros. Der FlughafenExpress der DB fährt halbstündlich vom Flughafen zum Leipziger Hauptbahnhof. Intercity-Züge aus Hannover, Magdeburg, Halle, Leipzig und Dresden halten stündlich am Flughafenbahnhof (Fahrzeit: ca. 70 Min.).
Lübeck (LBC)
(Blankensee) (Internet: www.flughafen-luebeck.de ) liegt 6 km südlich vom Stadtzentrum. Kostenlose Parkplätze, Kinderspielecke, 2 Konferenzräume. Ein Airportbus fährt vom Flughafen zum Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) Hamburg (Fahrzeit: 1 Std. 15). Die Buslinie 6 fährt vom Hauptbahnhof Lübeck alle 20 Min. zum Flughafen (Fahrzeit: ca. 40 Min.).
Mönchengladbach (MGL)
(Düsseldorf Express Airport) (Internet: www.mgl.de ) liegt 8 km nordöstlich von Mönchengladbach und 20 km vom Flughafen Düsseldorf (DUS) entfernt. Ein Linienbus verkehrt werktags im 20-Minuten-Takt, am Wochenende im 30-Minuten-Takt zwischen Mönchengladbach Hauptbahnhof und Flughafen.
München (MUC) (Franz Josef Strauß) (Internet: www.munich-airport.de ) liegt 28,5 km nordöstlich der Stadt (Fahrzeit 45 Min.). Flughafeneinrichtungen: Reisebüros, Konferenzzentrum, Duschen, Mutter-und-Kind-Bereiche, Apotheke. Direktverbindung mit der S-Bahn S8 vom Flughafen über den Ost- und Hauptbahnhof bis nach München/Pasing (alle 20 Min. Fahrzeit ca. 50 Min) und mit der S-Bahn S1 über Freising nach München/Laim. Die Buslinie 635 verbindet alle 20 Minuten den Ankunftsbereich des Terminal 2 mit der S-Bahn-Haltestelle Freising. Haltestellen der Buslinie 635 sind u.a. das Terminal 1, der Besucherparkplatz und der Urlauber-Parkplatz P41. Weitere Informationen über Fahrpläne, Tickets und Verbindungen sind auf der Internetseite des Flughafens zu finden. Ab Ost- und Hauptbahnhof gibt es Anschlüsse an die regionalen und überregionalen Züge u. a. nach Stuttgart, Regensburg, Passau, Burghausen, Salzburg, Kufstein, Garmisch-Partenkirchen, Oberstdorf und Lindau. Der Lufthansa Airport Bus verkehrt im 20-Minutentakt zum Hauptbahnhof (Fahrzeit ca. 45 Min). Ferner bestehen Busverbindungen u. a. nach Augsburg, Ingolstadt, Regensburg, Landshut, Salzburg, Kitzbühel (nur im Winter) und Innsbruck.
Münster-Osnabrück (FMO)
(Internet: www.flughafen-fmo.de ) liegt 25 km außerhalb der Stadt. Reisebüros und Konferenzräume. Es bestehen Busverbindungen mit den Linien D50, S50, R51 und 151 nach Münster Hauptbahnhof (Fahrzeit 30 Min.) und der Linie X150 zum Osnabrücker Hauptbahnhof (Fahrzeit 35 Min.).
Nürnberg (NUE)
(Internet: www.flughafen-nuernberg.de ) liegt 6 km nördlich vom Stadtzentrum. Tourist-Information, Reisebüros, Kinderkrippe, Konferenzeinrichtungen, Hotelreservierungsschalter. Flughafenbus (City Express Airport) zum Hauptbahnhof alle 30 Minuten, Fahrzeit 12 Min. Buslinie 32 nach Thon mit Umsteigemöglichkeit in die Buslinie 30 nach Erlangen (Fahrzeit 45 Min.) und in die Straßenbahnlinien 4 und 9 (Fahrzeit ca. 20 Min.). Die U-Bahn U2 verkehrt zwischen Flughafen und Nürnberg-Hauptbahnhof (Fahrzeit 12 Min.), wo man in die U-Bahn-Linie U1 umsteigen kann, um zum Messegelände zu gelangen (Fahrzeit 25 Min.).
Paderborn/Lippstadt (PAD)
(Internet: www.flughafen-paderborn-lippstadt.de ) liegt 15 km von Paderborn entfernt. Kostenlose Parkplätze. Das Parkplatz-Shuttle ist ebenfalls kostenlos. Die Kleinbusse stehen jeweils zur Ankunft vor dem Terminal zur Verfügung. Die Buslinien 460 und 400 verkehren im 30-Minuten-Takt zwischen Paderborn Hauptbahnhof und dem Flughafen (Fahrzeit 40 Min.).
Rostock (RLG)
(Laage) (Internet: www.rostock-airport.de ) liegt 30 km südöstlich von Rostock. Der Linienbus A116 verkehrt zwischen Rostock und Güstrow und hält unmittelbar vor dem Flughafen-Terminal. Außerdem fährt ein Flughafen-Rufbus zwischen Rostock-Hauptbahnhof und dem Flughafen, der allerdings zwei Tage im voraus gebucht werden muß (Tel. (0381) 405 60 18).
Saarbrücken (SCN)
(Ensheim) (Internet: www.flughafen-saarbruecken.de ) liegt 16 km vom Stadtzentrum entfernt. Die Buslinie R10 verkehrt zwischen dem Flughafen und Hauptbahnhof Saarbrücken. Weiterhin gibt es eine kombinierte Verbindung aus Saarbahn (Linie S1) zum Bahnhof Brebach und dann mit der Buslinie 27 zum Flughafen. Vom Bahnhof Brebach besteht auch eine Saarbahnverbindung ins französische Sarreguemines.
Stuttgart (STR)
(Echterdingen) (Internet: www.flughafen-stuttgart.de ) liegt 14 km südlich der Stadt (Fahrzeit 27 Min.). Konferenzräume (für bis zu 350 Personen), Hotelreservierungsschalter, Kinderkrippe, Reisebüros. Der Taxistand liegt unmittelbar vor Terminal 1, Ebene 3 (Abflugebene). Die S-Bahnlinien S2 und S3 verkehren alle 10-20 Min. zwischen dem Stuttgarter Hauptbahnhof und dem Flughafen (Fahrzeit: ca. 27 Min.). Die Bushaltestelle befindet sich zentral vor Terminal 1 auf der Ankunftebene. Verschiedene Buslinien fahren ins Stuttgarter Stadtzentrum und zu Zielen in der Umgebung, die Linie 826 fährt nach Tübingen, Linie122 nach Esslingen, Linie 74 nach Nürtingen, Linie 7556 nach Ravensburg/Isny und Linie 809 nach Neuenhaus/Aich.
Schiff
Regelmäßige Fährverbindungen nach Deutschland bieten die verschiedensten Schiffahrtslinien an. Die wichtigsten davon sind
Bodenseeschiffahrt (Internet: www.bodenseeschiffahrt.de ): Romanshorn/Schweiz – Friedrichshafen; Bregenz/Österreich – Konstanz.
Color Line (Internet: www.colorline.de ): Oslo/Norwegen – Kiel.
DFDS Seaways (Internet: www.dfdsseaways.de ): Harwich/England – Hamburg.
Krantas Shipping (Internet: www.shipping.lt ): Klaipeda/Litauen – Kiel; Klaipeda/Litauen – Mukran/Rügen.
Lithuanian Shipping Company (LISCO) (Internet: www.lisco.lt ): Klaipeda/Litauen – Kiel; Klaipeda/Litauen – Mukran/Rügen.
Scandlines (Internet: www.scandlines.de ): Rødby/Dänemark – Puttgarden/Fehmarn; Gedser/Dänemark – Rostock; Rønne/Dänemark – Saßnitz/Rügen; Trelleborg/Schweden – Saßnitz/Rügen; Trelleborg/Schweden – Rostock.
Silja Line (Internet: www.siljaline.de ): Helsinki/Finnland – Tallinn/Estland – Rostock.
Stena Line (Internet: www.stenaline.de ): Göteborg/Schweden – Kiel.
TT-Line (Internet: www.tt-line.de ): Trelleborg/Schweden – Rostock; Trelleborg/Schweden – Travemünde.
Weitere Informationen erteilt der Verband der Fährschiffahrt & Fährtouristik e.V., Mattentwiete 8, D-20457 Hamburg. Tel: (040) 360 12 15. Fax: (040) 360 12 17. (E-Mail: info@faehre-vff.de ; Internet: www.faehre-vff.de )
Bahn
Zwischen der Bundesrepublik Deutschland und ihren europäischen Nachbarländern bestehen ausgezeichnete Bahnverbindungen. Im folgenden werden die wichtigsten Zugverbindungen aufgelistet. Es gibt schnelle EuroCity- und InterCityExpress-Verbindungen der Deutschen Bahn (Internet: www.bahn.de ) im 1- oder 2-Stundentakt u. a. nach Amsterdam, Kopenhagen, Warschau, Prag, Brüssel, Paris, Budapest, Wien und Zürich. Der Cisalpino verkehrt täglich zwischen Norditalien (Mailand), dem Tessin, Zürich und Stuttgart. ICE-Züge mit Neigetechnik (ICE T) fahren von Zürich nach München und Stuttgart. Von Berlin fährt der Berlin-Warszawa-Express über Frankfurt/Oder und Posen nach Warschau.
CityNightline-Nachtreisezüge verkehren auf den Strecken Wien – Dortmund und Zürich – Hamburg, DB Nachtzüge fahren von verschiedenen deutschen Großstädten zu Zielen in Österreich, Italien, der Schweiz, Dänemark (u.a. nach Innsbruck, Brüssel, Paris, Florenz, Venedig, Kopenhagen und Mailand). EuroNight Züge fahren nach Wien, Budapest, Rom, Neapel und Paris.
Thalys-Hochgeschwindigkeitszüge (Internet: www.thalys.de ) verkehren täglich zwischen Köln und Aachen nach Lüttich, Brüssel und Paris. In Thalys-Zügen gibt es gestaffelte Tarifangebote sowie Sonderangebote für Senioren und Jugendliche. Von Brüssel und Paris bestehen Verbindungen mit dem Eurostar (Internet: www.eurostar.com ) durch den Kanaltunnel nach London. Der ICE International verbindet Amsterdam, Arnheim, Den Haag, Rotterdam und Utrecht in den Niederlanden siebenmal täglich im 2-Stundentakt mit den Ballungsgebieten an Rhein und Ruhr.
Fahrkarten und Ermäßigungen für Bahnreisen in Europa
Im folgenden sind die wichtigsten Spar-/Kombitickets und Sonderangebote für Bahnreisen von Deutschland in das europäische Ausland aufgelistet. Ausführliche Tarif-/Fahrplaninformationen sind von den DB-Infozentren erhältlich.
Euro Domino:
Euro Domino-Netzkarten ermöglichen eine flexible Reiseplanung und sind für insgesamt 28 europäische Länder erhältlich. Sie müssen jeweils vor Reiseantritt im Wohnsitzland erworben werden und sind unter Vorlage des Reisepasses oder eines gültigen Ausweises auf Bahnhöfen und von bestimmten Reisebüros erhältlich. Personen über 26 Jahren können die Netzkarten für Reisen in der 1. und 2. Klasse, junge Leute unter 26 nur für die 2. Klasse erhalten. Personen bis zum vollendeten 26. Lebensjahr erhalten die Netzkarte verbilligt. Kinder zwischen 4-12 Jahren bezahlen die Hälfte für eine Netzkarte und erhalten 50% Ermäßigung. Kinder unter 4 Jahren fahren gratis.
InterRail: Ermöglicht Reisen in 30 europäische Länder einschließlich Marokko und die Türkei und ist erhältlich für Jugendliche (bis 26 J.) und Erwachsene. Europa wurde in acht Zonen von A bis H aufgeteilt, und der Paß gewährt beliebig viele Fahrten innerhalb der gewählten Zonen. in Der InterRail-Paß berechtigt nicht zur Benutzung bestimmter Schnellzüge (darunter der X2000 in Schweden, der Pendolino in Italien und der AVE in Spanien) bzw. erfordert einen Preisaufschlag (der deutsche ICE und der französiche TGV). Kinder von 4-11 Jahren fahren zum halben Preis.
RAILPLUS: Als Zusatz zur BahnCard, ermöglicht eine Ermäßigung von 25% bei grenzüberschreitenden Bahnreisen in 28 europäische Länder, jedoch nicht im reinen Binnenverkehr des Reiselandes.
SparNight-Angebot: Kontingentiertes Angebot für Reisen über Nacht durch Deutschland nach Österreich, Italien, Dänemark und in die Schweiz. Gilt für Reisen mit dem DB Nachtzug, UrlaubsExpress und EuroNight-Zügen.
DB Nachtzug Kombiticket: Für Reisen von verschiedenen deutschen Großstädten mit dem DB Nachtzug und Eurostar über Paris oder Brüssel nach London.
Plan&Spar Europa: Bei Plan&Spar Europa reduzieren sich die Fahrpreise nach Belgien, Dänemark, Italien, Kroatien, Luxemburg, die Niederlande, Österreich, Polen, Schweiz, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn um 25%. Für einige dieser Länder gibt es zusätzlich das Plan&Spar Europa Plus Angebot, mit dem sich die Fahrpreise um insgesamt 40% reduzieren, Plan&Spar Europa Plus-Tickets müssen jedoch mindestens 14 Tage vor Fahrtantritt gekauft werden. In Verbindung mit BahnCard oder RAILPLUS sind weitere Ermäßigungen möglich.
Autoreisezüge
Viele Orte in der Bundesrepublik sind mit Autoreisezügen (Internet: www.autozug.de ) aus dem europäischen Ausland zu erreichen. Speise-, Buffet-, Schlaf- und Liegewagen stehen in fast allen Zügen zur Verfügung. Autoreisezüge verkehren u.a. auf folgenden Strecken:
Avignon Centre/Frankreich – Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/Neu Isenburg, Hamburg-Altona, Hildesheim und Stuttgart/Kornwestheim;
Bordeaux – Berlin-Wannsee, Düsseldorf, Frankfurt/Neu Isenburg, Hamburg-Altona und Hildesheim;
Bozen/Italien – Berlin-Wannsee, Dortmund, Hamburg, Hildesheim, Köln und Neu Isenburg;
Frejus – Düsseldorf und Hamburg-Altona;
Innsbruck/Österreich – Köln-Deutz;
Livorno – Düsseldorf, Frankfurt/Neu Isenburg und Hamburg-Altona;
Narbonne/Frankreich – Berlin-Wannsee, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt/Neu Isenburg, Hamburg-Altona, Hildesheim, München-Ost, Stuttgart-Kornwestheim;
Neapel – München-Ost;
Rimini – München-Ost;
Salzburg/Österreich – Berlin-Wannsee, Hildesheim, Köln-Deutz;
Verona – Berlin-Wannsee, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt/Neu Isenburg, Hamburg-Altona und Hildesheim;
Villach/Österreich – Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Hildesheim, Köln und Neu Isenburg.
Bus/Pkw
Ein erstklassiges Straßenverkehrsnetz verbindet Deutschland mit allen Nachbarstaaten. Zahlreiche Reisebusunternehmen fahren regelmäßig in die Bundesrepublik. Fernbus: Eurolines-Busse (Internet: www.eurolines.com ) fahren von und nach Deutschland. Fahrplan- und Tarifinformationen sind erhältlich von der deutschen Eurolines-Generalvertretung (Deutsche Touring GmbH, Adresse: Am Römerhof 17, D-60486 Frankfurt/M. Tel: (069) 79 03 50. Fax: (069) 790 32 19. E-Mail: service@deutsche-touring.com , Internet: www.deutsche-touring.com ) oder den Eurolines-Vertretungen in Österreich (Eurolines Austria – Blaguss Reisen GmbH, E-Mail: info@eurolines.at , Internet: http://eurolines.blaguss.at/index.php ) und der Schweiz (Eggmann + Frey, Internet: www.eurolines-schweiz.ch ). Das deutschlandweite Internet-Busreiseportal www.buswelt.de bietet rund 4000 buchbare Trips nicht nur innerhalb von Deutschland, sondern auch zahlreiche, die ins Ausland gehen.
Reiseverkehr - National
Flugzeug
Linienflüge:
Lufthansa (LH) ist die bekannteste innerdeutsche Fluggesellschaft.
Billigflüge:
Air Berlin (Internet: www.airberlin.com ) fliegt von Nürnberg aus verschiedene deutsche Großstädte an.
European Air Express (Internet: www.eae.aero ),
Eurowings (Internet: www.eurowings.com ),
Germania Express (Gexx) (Internet: www.gexx.com ),
Hapag-Lloyd Express (Internet: www.hlx.com ),
InterSky (Internet: www.intersky.biz ),
OLT (Internet: www.olt.de ).
Frankfurt/M. ist der größte Flughafen im innerdeutschen Flugverkehr, fast alle Flughäfen können von hier aus innerhalb von durchschnittlich 50 Minuten erreicht werden. Low-Cost Carrier fliegen zumeist von kleineren Flughäfen wie Münster-Osnabrück, Paderborn-Lippstadt und Berlin-Tempelhof, so dass diese Flughäfen im innerdeutschen sowie europäischen Luftverkehr eine zunehmend wichtigere Rolle spielen. Germania Express (Gexx) bedient z.B. die Flugstrecken München - Hannover, Hamburg - Stuttgart, Berlin-Tegel - Frankfurt, Berlin-Tegel - München und Hamburg - München.
Im Sommer werden Verbindungen durch Bedarfsflugdienste mit festen Abflugzeiten nach Helgoland, Sylt und einigen Ostfriesischen Inseln angeboten. Darüber hinaus stehen auf Anforderung auch Taxiflugdienste zwischen allen Verkehrsflughäfen zur Verfügung.
Schiff
Schiffsverkehr auf Flüssen, Seen und an der Küste im Linienverkehr:
(a) auf Donau, Elbe, Main, Mosel, Neckar, Oder, Rhein, Saale und Weser;
(b) von den Ostseehäfen aus entlang der Ostseeküste und zu den Ostseeinseln;
(c) Seebäderdienst von Bremerhaven, Cuxhaven, Hamburg, Wilhelmshaven und weiteren Orten an der Nordseeküste zu den Friesischen Inseln und nach Helgoland;
(d) auf dem Ammersee, Bodensee, Chiemsee, Königssee, Rursee, Starnberger See sowie auf dem Wannsee und dem Müggelsee in Berlin.
Autofähren verkehren regelmäßig zwischen verschiedenen Häfen der Ostseeküste im In- und Ausland. Zusätzlich werden Sonderfahrten auf allen befahrbaren Wasserwegen angeboten.
Die Köln-Düsseldorfer (Internet: www.k-d.com ) bietet verschiedene Flußkreuzfahrten auf Rhein und Mosel an.
Die Reederei Hapag-Lloyd Kreuzfahrten (Internet: www.hlkf.de ) bietet in den Sommermonaten 7 bis 21-tägige Kreuzfahrten auf Donau, Elbe, Main, Mosel, Oder, Peene und Rhein an.
Die Stern- und Kreisschiffahrt GmbH (Internet: www.sternundkreis.de ) und die Reederei Riedel GmbH (Internet: www.reederei-riedel.de ) bieten in und um Berlin Linien- sowie Ausflugsfahrten an. Die Sächsische Dampfschiffahrts GmbH (Internet: www.saechsische-dampfschiffahrt.de ) bietet Dampferfahrten auf Elbe, Saale, Oder und Ostsee.
Mit der Berta Epple GmbH (Internet: www.neckar-kaeptn.de geht es auf den Neckar und mit der Flotte Weser GmbH (Internet: www.flotte-weser.de ) auf die Weser.
Wer zu Schiff die Donau erkunden möchte, wendet sich an die Donauschiffahrt Wurm & Köck (Internet: www.donauschiffahrt.de ).
Die Vereinigte Schiffahrtsunternehmen für den Bodensee und Rhein (VSU) (Internet: www.vsu-online.com ), die Bodensee Schiffsbetriebe GmbH (BSB) (Internet: www.bsb-online.com ) und die Schweizerische Bodensee Schiffahrtsgesellschaft AG (Internet: www.sbsag.ch ) bieten mit einer Flotte von rund 40 Schiffen im Sommer einen Linienschiffsverkehr, Sonder- und Ausflugsfahrten und einen Autofährverkehr in die Schweiz und nach Österreich an. Bestimmte Ermäßigungen sind erhältlich.
Bahn
Das Streckennetz der Deutschen Bahn (Internet: www.bahn.de ) umfaßt ca. 42.000 km. Der bereits begonnene Aufbau eines Schnellbahnnetzes von 3200 km soll bis 2010 abgeschlossen sein. InterCityExpress-, InterCity-, EuroCity- und InterRegio-Linien sind bezüglich Ankunfts- und Abfahrtszeiten weitgehend aufeinander abgestimmt. Durch das InterCity-Netz werden über 50 Städte mit InterCity-Zügen im Stundentakt bedient. Berlin ist vollständig in das IC-/EC- und ICE-Netz eingebunden. Es stehen mehrere InterCity-Linien, EuroCity und ICE-Verbindungen zur Verfügung, die jeweils im Ein- bis Zwei-Stundentakt verkehren, darunter die Linien Berlin – Frankfurt/M. – Karlsruhe, Berlin – Köln – Basel, Berlin – Frankfurt/M. – München (ICE) sowie Hamburg – Berlin – Dresden mit durchgehender Verbindung nach Prag. Die ICE-Sprinter verkehren nonstop von München über Frankfurt/M. nach Hamburg oder Berlin. Es besteht Reservierungspflicht. Der reservierungspflichtige Metropolitan mit verschiedenen bedürfnisorientierten Sitzplatzbereichen (Traveller, Office, Silence und Club) verkehrt täglich zwischen Köln und Hamburg mit Zwischenstops in Düsseldorf und Essen. Der UrlaubsExpress fährt zwischen Dezember und April von Hamburg, Dortmund und Berlin zu Wintersportorten in Österreich, Italien und der Schweiz, zwischen Mai und Oktober von Hamburg, Dortmund, Berlin, Stuttgart und München nach Österreich, Italien und Ungarn. Für Lufthansa-Fluggäste gibt es den AIRRail-Service von Stuttgart (alle 2 Stunden) und Köln (stündlich) zum Flughafen Frankfurt/Main. Das Rail & Fly Ticket wird von über 80 Fluglinien, bzw. Reiseveranstaltern angeboten und beinhaltet die Bahnreise zum/von den jeweiligen Flughäfen. Das Schienennetz der Bahn wird durch zahlreiche regionale Verkehrsgesellschaften ergänzt.
Verpflegung: Alle ICE-/EC-/IC-Züge und viele Schnellzüge im innerdeutschen und internationalen Fernverkehr bieten Zugrestaurants, Buffetwagen oder eine fahrbare Minibar. Schlafwagen: Viele Schlafwagen im internationalen Verkehr sind mit Duschen und Klimaanlagen ausgestattet. Bettplatzreservierungen sollte man im voraus vornehmen. Einige Züge haben Liegewagen. Bei der Sitzplatzreservierung in EuroCity-, InterCity- und InterCityExpress-Zügen sollte man angeben, ob man im Großraum- oder Abteilwagen sitzen möchte. In ICEs stehen Kleinkinderabteile mit Spielzeug und Wickeltischen zur Verfügung (Reservierung im voraus). Fahrradmitnahme ist in ca. 60% der Fernzüge möglich, eine Fahrradkarte und eine Stellplatzreservierung pro Rad werden dafür benötigt. Auch in den meisten DB Nachtzügen sowie den CityNightLine-Zügen können Fahrräder befördert werden. Stellplätze solltem im Voraus reserviert werden. Weitere Informationen sind bei der Radfahrer-Hotline (s.u.) erhältlich. Fahrradverleih: Die DB bietet an ca. 250 Bahnhöfen ihren Kundendienst »Fahrrad am Bahnhof« an. Fahrgäste, die mit der Bahn anreisen, bezahlen eine verbilligte Leihgebühr. Weitere Informationen von der Radfahrer-Hotline der DB (Tel: (0180) 515 14 15 (0,12 €/Min.). Internet: www.bahn.de/bahnundbike ).
Bahn&Auto/MietwagenService: An allen ICE-Halten und in vielen weiteren Städten stehen Mietwagen am Bahnhof bereit. In mehr als 30 Städten sind Autovermieter mit einer eigenen MietwagenStation direkt am Bahnhof vertreten, an über 80 Bahnhöfen ist der MietwagenService im DB-Reisezentrum erhältlich. Bergbahnen: In den bekanntesten Bergregionen kann man mit Drahtseilbahnen, Sesselliften oder Zahnradbahnen fahren.
Detaillierte Informationen über Strecken, Fahrpläne, Fahrpreise und Ermäßigungen erteilen alle DB-Agenturen, örtliche Reisebüros, die Fremdenverkehrsämter sowie die Generalvertretung der Deutschen Bahn AG in Österreich, DB Reise & Touristik, Postfach 290, Bösendorferstraße 2/I, A-1010 Wien. Tel: (01) 503 94 06. Fax: (01) 505 96 12 85. (E-Mail: deutsche.bahn.austria@db-wien.de ) und die Generalvertretung der Deutschen Bahn AG in der Schweiz, DB Reise & Touristik, Schwarzwaldallee 200, CH-4058 Basel. Tel: (061) 690 11 64. Fax: (061) 690 11 47. (E-Mail: service@deutschebahn.ch ; Internet: www.bahn.de/ch ).
Hinweis
Ausführliche Informationen über die Kombi-/Familien/Vielreisenden-/Gruppentickets sind bei den DB-Infozentren an den Bahnhöfen erhältlich. Im folgenden sind die wichtigsten Tarifangebote und Spartickets für den innerdeutschen Bahnverkehr aufgelistet. Zusätzlich gibt es bundesländerspezifische Pauschaltickets (meist gültig von 09.00 Uhr bis 3.00 Uhr des Folgetages, für bis zu 5 Personen), wie z. B. das Baden-Württemberg-Ticket, Bayern-Ticket oder Schleswig-Holstein-Ticket.
BahnCard: Es gibt drei verschiedene BahnCard Angebote: die BahnCard 25 bietet 25% Rabatt auf den Normalpreis, die BahnCard 50 bietet 50% Rabatt und die BahnCard 100 erlaubt die beliebige Benutzung aller DB-Züge (mit Ausnahme des ICE-Sprinters, bei dem ein Aufpreis erforderlich ist). Weitere Informationen über die BahnCard Angebote sind bei der gebührenpflichtigen Hotline der DB (Tel: 01805 34 00 35 (0,12 €/Min.), Mo-Fr 07.00-21.00 Uhr) erhältlich.
Gruppe&Spar: Sonderangebot für Reisegruppen ab 6 Erwachsenen für Bahnreisen in Deutschland und in das europäischen Ausland. Ermäßigungen von 50%, 60% und 70% sind erhältlich, je nachdem, wie lange im Voraus gebucht wird. Gruppe&Spar-Tickets sind an bestimmte Reisedaten und Züge gebunden. Kinder unter 15 Jahren zahlen die Hälfte.
Schönes-Wochenende-Ticket: Gilt für bis zu 5 gemeinsam reisende Personen oder ein Eltern-/Großelternpaar, bzw. einen Eltern-/Großelternteil mit beliebig vielen eigenen Kinder/Enkeln unter 15 Jahren an Samstagen oder Sonntagen von 00.00 Uhr bis 03.00 Uhr des Folgetages. Gültig in Zügen der DB sowie in einigen Verkehrsverbünden.
Surf&Rail: Jeweils ab Montag 17.00 Uhr sind die aktuellen Strecken zum Festpreis von 50 € pro Person für Hin- und Rückfahrt im Fernverkehr 2. Klasse auf www.bahn.de gelistet. Frühester Reisetag ist immer der Dienstag. Die Tickets werden als OnlineTicket bis 10 Minuten vor Abfahrt selbst erstellt - bezahlt wird nur mit Kreditkarte.
Bus/Pkw
Deutschland verfügt über ein hochmodernes Autobahnnetz von rund 11.000 km. Das Gesamtstraßennetz umfaßt rund 630.000 km. Bleifreies Benzin ist an jeder Tankstelle erhältlich. Über 700 Raststätten, Tankstellen, Motels und Kioske sind entlang der Autobahnen 24 Std. geöffnet. Der Pannendienst des Allgemeinen Deutschen Automobil Clubs (ADAC) (Internet: www.adac.de ) leistet Hilfe rund um die Uhr in ganz Deutschland, in den neuen Bundesländern sind darüber hinaus der Auto Club Europa (ACE) und der Allgemeine Deutsche Motorsportverband (ADMV) zuständig. Die ADAC-Pannenhilfe ist bundesweit einheitlich unter der Rufnummer (0180) 2 22 22 22 (gebührenpflichtig), für Mobilfunk (alle Netze) ohne Vorwahl unter 22 22 22 erreichbar, den ADAC-Notruf erreicht man unter Tel: (089) 22 22 22. Der ADAC unterhält außerdem einen Hubschrauber-Notdienst. Die Hilfeleistungen stehen Mitgliedern dieser und ähnlicher Organisationen kostenlos zur Verfügung, die Materialkosten sind jedoch zu erstatten. An Autobahnen stehen Notrufsäulen zur Verfügung. Bei Anrufen sollte ausdrücklich die »Straßenwachthilfe« verlangt werden. Für den Polizeinotruf und die Unfallrettung wählt man die Rufnummer 110 oder 112 (Feuerwehr). Ein telefonischer Info-Service mit aktuellen Informationen zu Staus, Straßenzustand, Baustellen usw. steht unter der Rufnummer (0180) 510 11 12 (gebührenpflichtig) zur Verfügung. Genaue Auskünfte über Tankstellen, Raststätten und Motels an den Autobahnen finden sich im Prospekt »Autobahn-Service«, der bei der DZT angefordert werden kann, oder von der Autobahn Tank & Rast GmbH & Co (Internet: www.tank.rast.de ).
Fernbus
Autobuslinien der Omnibus-Verkehrsgesellschaft Bahn/Post und anderer Unternehmen ergänzen den Schienenverkehr. Die Busse fahren hauptsächlich in Dörfer und Kleinstädte, die nicht an das Bahnnetz angeschlossen sind. Es gibt nur wenige Langstreckenbusverbindungen innerhalb Deutschlands. Eurolines-Busse der Deutschen Touring GmbH (Adresse s. Reiseverkehr – International) bietet Liniendienste auf touristisch interessanten Strecken, z. B. der Romantischen Straße (Wiesbaden/Frankfurt/M. – München/Füssen) und der Burgenstraße (Mannheim/Heidelberg – Rothenburg o. d. T. – Nürnberg).
Taxis
Stehen überall zur Verfügung. Es werden Wartegebühren und andere Zuschläge verlangt. Alle Taxis haben Taxameter.
Mietwagen
Firmen wie Autohansa, Avis, Europa Service, Hertz, Sixt-Budget, Severin & Co und SU InterRent verleihen Kraftfahrzeuge für einen Mindestzeitraum von 24 Stunden. Buchungsbüros stehen an allen Flughäfen, in Städten und an über 40 Bahnhöfen zur Verfügung. Die Preise richten sich nach dem Wagentyp. Mehrwertsteuer in Höhe von 16% kommt hinzu. In den größeren Städten kann man auch Wagen mit Chauffeur mieten. Auf Anfrage wird ein Wagen am Flughafen, Bahnhof oder Hotel bereitgestellt. Treibstoff kann an Tankstellen nicht immer mit Kreditkarte bezahlt werden. Mehrere Fluggesellschaften (einschließlich Lufthansa) bieten »Fly & Drive« an. Weitere Auskünfte von der DZT.
Automobil-Clubs
Der Allgemeine Deutsche Automobil Club (ADAC) aus München (Internet: www.adac.de ) und der Frankfurter Automobilclub von Deutschland (AvD) (Internet: www.avd.de ) haben Informationsschalter an den wichtigsten Grenzübergängen und Geschäftsstellen und Vertretungen in allen größeren Städten. Mitgliedern angeschlossener ausländischer Automobil-Clubs wird technische Hilfe geleistet. Landkarten und Reiseführer können in den Büros der Organisationen erworben werden. Auch Schneeketten können gemietet werden. Der ADAC-Reiseruf benachrichtigt Autofahrer in Notfällen mit Radiodurchsagen. Auf allen Sendern werden ganzjährig Straßenverkehrsberichte ausgestrahlt. Außerdem gibt es den Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) (Internet: www.arcd.de ) und den Auto Club Europa (ACE) (Internet: www.ace-online.de ).
Verkehrsbestimmungen
Die Verkehrszeichen sind den internationalen Zeichen angepaßt.
Kinder unter 4 Jahren müssen im Kindersitz, Kinder bis 12 Jahren auf einem Kindersitzkissen auf dem Rücksitz Platz nehmen, und dürfen nicht auf dem Vordersitz mitgenommen werden. Anschnallpflicht besteht auf Vorder- und Rücksitz.
Es besteht Helmpflicht für Motorradfahrer.
Die Benutzung eines handgehaltenen Mobil- oder Autotelefons ist während der Fahrt verboten, die Benutzung von Freisprecheinrichtungen ist erlaubt.
An ausländischen Kraftfahrzeugen muß das Nationalitätszeichen des Heimatlandes angebracht sein. Es empfiehlt sich, stets für einen vollen Tank zu sorgen. Wer mit leerem Tank auf der Autobahn liegenbleibt, kann gebührenpflichtig abgeschleppt und bestraft werden.
Warndreieck und Verbandskasten müssen mitgeführt werden.
Promillegrenze: 0,5.
Höchstgeschwindigkeiten:
Innerhalb geschlossener Ortschaften: 50 km/h,
außerhalb geschlossener Ortschaften: 100 km/h;
Richtgeschwindigkeit auf Autobahnen und Schnellstraßen: 130 km/h, jedoch kein generelles Tempolimit. Für Pkw mit Anhänger (z.B. Wohnwagen) gilt auf Straßen und Autobahnen höchstens 80 km/h.
Regionale Geschwindigkeitsbegrenzungen sind ausgeschildert.
Unterlagen
Nationaler oder internationaler Führerschein und nationale oder internationale Zulassung sind ein Jahr gültig. Eine Haftpflichtversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben. Die Mitnahme der Internationalen Grünen Versicherungskarte wird empfohlen. Ohne diese Karte kann man in Deutschland nur den gesetzlichen Mindestversicherungsschutz in Anspruch nehmen, durch die Grüne Karte wird dieser zur Höhe des eigenen Versicherungsschutzes aufgestuft.
Stadtverkehr
In allen Städten gibt es ausgezeichnete öffentliche Verkehrsmittel. In den Großstädten verkehren auch Straßen-, U- und S-Bahnen sowie Vorortzüge. Tages- und Sammelkarten können im voraus gekauft werden. In vielen Großstädten kauft man die jeweils benötigten Fahrkarten vor dem Betreten des Busses, der Straßen-, U- oder S-Bahn an Automaten an den Haltestellen. Sehr viele öffentliche Verkehrsmittel sind schaffnerlos. Es gibt aber regelmäßige Fahrscheinkontrollen, und Fahrgäste ohne gültige Fahrkarte müssen in der Regel auf der Stelle eine Strafe bezahlen. Zahlreiche Fahrpläne und Broschüren stehen dem Reisenden zur Verfügung.
Berlin
Das Berliner Nahverkehrssystem ist ausgezeichnet und umfaßt ein ausgedehntes Buslinien- sowie U- und S-Bahnnetz, das durch die Regionalbahn der Deutschen Bahn AG, die Straßenbahn im Ostteil der Stadt sowie die Fährschiffe der Berliner Verkehrs-Betriebe (BVG) (Internet: www.bvg.de ) und die Ost-Berliner Stern- und Kreisschiffahrt (im Linienverkehr) ergänzt wird. Mit der Tageskarte (bis 03.00 Uhr des folgenden Tages gültig) kann man beliebig viele Fahrten auf dem gesamten Buslinien-, U- und S-Bahnnetz sowie der BVG-Schiffslinie unternehmen. Ausgenommen sind die BVG-Ausflugsbuslinien. Die WelcomeCard ist nach Entwertung 72 Stunden lang gültig, man kann in diesem Zeitraum beliebig viele Fahrten mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln im Tarifbereich Berlin unternehmen. Außerdem erhält man bis zu 50% Ermäßigung bei kulturellen und touristischen Attraktionen in Berlin und Potsdam. Mit der Kleingruppenkarte können bis zu 5 Personen ab Entwertung bis 03.00 Uhr am Folgetag die öffentlichen Verkehrsmittel im Tarifbereich Berlin benutzen. Mit den regulären Linienbussen 100 und 200 (das auch den neueren Teil Berlins einschließt) kann man eine Stadtrundfahrt vom Bahnhof Zoo durch die gesamte Innenstadt vorbei an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten bis zum Bezirk Prenzlauer Berg unternehmen. Weitere Informationen von den Informationsstellen der BVG.
Fahrzeiten
von Berlin (in Std. und Min.) zu anderen deutschen Großstädten:
| Flugzeug | Bahn | Bus/Pkw | |
| Hamburg | 0.45 | 3.15 | 4.00 |
| Köln | 1.05 | 4.00 | 7.00 |
| Frankfurt/M. | 1.10 | 3.30 | 6.30 |
| München | 1.20 | 5.40 | 7.00 |
| Bonn | 1.05 | 6.00 | 8.00 |
| Leipzig | - | 2.00 | 2.00 |
| Erfurt | - | 4.00 | 4.30 |
| Rostock | - | 3.00 | 2.30 |
| Dresden | - | 1.50 | 2.30 |
Unterkunft
Hotels
Das Hotelangebot ist äußerst umfangreich und reicht von einfachen Unterkünften bis zu Luxushotels. Zahlreiche Broschüren sind von der DZT und vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) erhältlich. Anschrift: Am Weidendamm 1, D-10873 Berlin. (Tel: (030) 726 25 20. Fax: (030) 72 62 52 42. E-Mail: info@dehoga.de ; Internet: www.dehoga.de ).
Etwa 50% aller Hotels sind dem Verband angeschlossen. Hotelkooperationen und örtliche Fremdenverkehrsverbände veröffentlichen eigene Hotel- und Unterkunftsverzeichnisse. Einige Hotels sind in Burgen, Schlössern und Klöstern untergebracht. Für den Familienurlaub stehen Landgasthäuser zur Verfügung, die oft preiswerte Halb- oder Vollpension anbieten. Gute Freizeit- und Fitnesseinrichtungen ebenso wie Saunen, Schwimmbäder und zunehmend Wellness-Einrichtungen werden in zahlreichen Hotels angeboten.
Bei Wanderurlaub ohne festgelegte Route ist eine Vorausbuchung schwierig. Örtliche Fremdenverkehrsämter sind bei der Reservierung behilflich. Am Straßenrand stehen oft Schilder mit der Aufschrift Zimmer Frei. Man sollte versuchen, sein nächstes Ziel immer vor 16.00 Uhr zu erreichen, besonders während der Hochsaison in den Sommermonaten.
Kategorien
Seit der Einführung der Deutschen Hotelklassifizierung des DEHOGA (Internet: www.hotelsterne.de ) im Jahr 1996 gibt es ein bundesweit einheitliches Klassifizierungssystem, das in die fünf international üblichen Sternekategorien eingeteilt ist. Die 19 Mindestkriterien, die mit zunehmender Anzahl der Sterne schärferen Auflagen obliegen, werden durch fakultative Kriterien ergänzt. Das System gilt für alle konzessionierten Beherbergungsbetriebe mit mehr als 8 Betten, also auch für Hotels garni (weitere Informationen s. u.), Gasthöfe und Pensionen.
Gasthöfe
Müssen die gleichen Bedingungen erfüllen wie Hotels, es gibt jedoch keine Aufenthaltsräume. Etwa 30 % aller Unterkünfte gehören dieser Kategorie an.
Pensionen
Unterkunft und Verpflegung nur für Gäste, d. h. weder ein öffentliches Restaurant noch Aufenthaltsräume müssen vorhanden sein. Etwa 16 % aller Unterkünfte sind Pensionen.
Hotel Garni
Etwa 27 % aller Unterkünfte bieten ihren Gästen Übernachtung mit Frühstück, Getränken und höchstens kleinen Speisen. Für Hotels garnis können maximal 4 Sterne vergeben werden, es gelten niedrigere Bewertungskriterien, da kein Speiseservice angeboten wird. Der Betrieb muß neben der Angabe der Sterne immer zwingend den Zusatz »garni«, »Fremdenheim« oder »Frühstückspension« aufweisen.
Private Ferienunterkünfte
Das vom Deutschen Tourismusverband (DTV) entwickelte Klassifizierungssystem für private Ferienunterkünfte wird in regelmäßigen Abständen überarbeitet. Die gelben Sterne auf weißem Grund lehnen sich an die bestehende Einstufung von DEHOGA (s. o.) an. Nähere Informationen vom DTV, Bertha-von-Suttner-Platz 13, D-53111 Bonn. (Tel: (0228) 98 52 20. Fax: (0228) 69 87 22. E-Mail: kontakt@deutschertourismusverband.de ; Internet: http://deutschertourismusverband.de )
Urlaub auf dem Bauernhof
Ein Ferienaufenthalt auf dem Bauernhof ist vor allem für Kinder ein Erlebnis. Vielfältige Freizeitangebote sorgen für Abwechslung. Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) bietet nützliche Informationen und eine Auswahl von 400 Adressen zum Thema Landtourismus an (Internet: www.landtourismus.de ). Der DLG-Ferienhof-Katalog »Urlaub auf dem Bauernhof/Landurlaub« ist gegen eine Schutzgebühr von ca. 9,90 € zuzüglich Versandkosten vom DLG-Verlag, Eschborner Landstraße 122, D-60489 Frankfurt/M. (Tel: (069) 24 78 84 51. Fax: (069) 24 78 84 84. E-Mail: dlg-verlag@dlg-frankfurt.de ; Internet: www.dlg-frankfurt.de ) oder bei ADAC-Geschäftsstellen und in Buchhandlungen erhältlich.
Die Agrartour GmbH, eine Tochtergesellschaft der DLG, bietet landwirtschaftliche Studienreisen in Deutschland, Europa und Übersee an. Anschrift: Eschborner Landstraße 122, D-60489 Frankfurt/M. (Tel: (069) 24 78 84 90. Fax: (069) 24 78 84 95. E-Mail: agrartour@t-online.de ; Internet: www.agragtour.de ).
Auskünfte und Informationsmaterial sind auch von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Urlaub auf dem Bauernhof und Landtouristik in Deutschland erhältlich. Anschrift: Godesberger Allee 142-148, D-53175 Bonn. (Tel: (0228) 8 19 82 20. Fax: (0228) 37 18 70. E-Mail: info@bauernverband.de ; Internet: www.bauernverband.de ). Von der DZT sind Reiseführer über alle deutschen Urlaubsgebiete erhältlich.
Kategorien: Das Klassifizierungssystem des DTV (s. Private Ferienunterkünfte) wird vermehrt auch von Anbietern von Urlaub auf dem Bauernhof genutzt.
Ferienhäuser und -wohnungen
Vollständig eingerichtete Ferienhäuser und -wohnungen können überall gemietet werden. Auskünfte erteilen u. a. die DZT und regionale Verkehrsämter. Kategorien: Rund 32.000 private Ferienunterkünfte in Deutschland sind gemäß des DTV klassifiziert (s. Private Ferienunterkünfte).
Historische Ferien
Auskünfte über Ferienaufenthalte in Schlössern, Burgen oder historischen Gasthöfen erteilen DZT-Vertretungen, Reisebüros und die Vereinigung der Burg- und Schloßhotels European Castle Holidays GmbH, Erika-Köth-Straße 56, D-67435 Königsbach. (Tel: (06321) 96 84 87. Fax: (06321) 96 84 86. E-Mail: holidays@european-castle.com ; Internet: www.european-castle.com ).
Jugendherbergen
Derzeit bieten 640 Jugendherbergen Mitgliedern einer der International Youth Hostel Federation (Internet: www.iyhf.org ) angeschlossenen Jugendherbergsgesellschaft preiswerte Übernachtungsmöglichkeiten. Eine Mitgliedskarte, die international gültig ist, kann beim Deutschen Jugendherbergswerk, den einzelnen DJH-Landesverbänden oder online auf der Internetseite des DJH beantragt werden. Adresse des DJH-Hauptverband: Bismarckstraße 8, D-32756 Detmold. (Tel: (05231) 7 40 10. Fax: (05231) 74 01 49. Internet: www.jugendherberge.de ). In der Hochsaison (in Großstädten ganzjährig) empfiehlt sich Vorausbuchung.
Camping
Rund 2500 Campingplätze und Zeltmöglichkeiten stehen in den schönsten und beliebtesten Feriengebieten zur Verfügung. Sie sind normalerweise von April bis Oktober geöffnet, in den Skigebieten stehen darüber hinaus ungefähr 400 Wintercampingplätze zur Verfügung. Die Campingplätze in den neuen Bundesländern haben teilweise eine recht einfache Ausstattung. Wer außerhalb der ausgewiesenen Zeltplätze campen will, muß die Genehmigung des Eigentümers und/oder der örtlichen Polizeibehörde einholen. Für Campingplätze gibt es normalerweise keine Vorausbuchung. Auf Anfrage erhält man von der DZT eine kostenlose Landkarte mit Einzelheiten der meisten Campingplätze.
Der ADAC-Camping & Caravaning-Führer wird jährlich herausgegeben und ist in allen ADAC-Geschäftsstellen sowie im Buch- und Zeitschriftenhandel erhältlich. Auch auf der Internetseite des ADAC-Verlages (Internet: www.adac-verlag-gmbh.de ) können dieser Camping-Führer und andere Publikationen bestellt werden. Informationen über Campingplätze und -parks in Deutschland gibt es auch beim: Deutscher Camping-Club e. V. (DCC), Mandlstraße 28, D-80802 München. (Tel: (089) 380 14 20. Fax: (089) 33 47 37. E-Mail: info@camping-club.de ; Internet: www.camping-club.de ).
Urlaubsorte & Ausflüge
Einleitung
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Sandstrände, Hochgebirge, Wälder, Seen, Flußtäler, mittelalterliche Kleinstädte, Schlösser und Burgen sowie einige der größten Städte Europas machen Deutschland zu einem attraktiven Reiseziel.
Der Norden umfaßt die Nordseeküste, die Ostfriesischen Inseln, Schleswig-Holstein, die Stadtstaaten Hamburg und Bremen sowie das Wesertal und die Lüneburger Heide. An die Ostseeküste mit ihren Seebädern, den tief ins Land reichenden Förden und den vorgelagerten Inseln Rügen und Usedom zieht es Jahr für Jahr viele Reisende. Weitere beliebte Urlaubsgebiete sind die Mecklenburger Seenplatte, der Harz, der Thüringer Wald, die Sächsische Schweiz mit dem beeindruckenden Elbsandsteingebirge und das Zittauer Gebirge. Im Westen des Landes liegen Westfalen, das Ruhrgebiet, das Rheinland mit seiner romantischen Flußlandschaft, das Saarland und die Weinregion der Rheinpfalz. Im Bundesland Hessen mit seiner Mittelgebirgslandschaft im Herzen Deutschlands verläuft die Bergstraße, eine der schönsten deutschen Ferienstraßen. Der Schwarzwald liegt im Südwesten im Bundesland Baden-Württemberg. Das Neckartal, die Schwäbische Alb und der Bodensee sind weitere beliebte Urlaubsgebiete dieser Region. Bayern ist nach wie vor Ferienziel Nummer eins. Der Bayerische Wald mit dem ersten deutschen Nationalpark an der tschechischen Grenze, das liebliche Frankenland in Nordbayern, die Alpen und Oberbayern im Süden Bayerns sowie das schöne Allgäu sind äußerst populär.
Norddeutschland
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Hamburg (Internet: www.hamburg.de ) ist mit über 1,8 Mio. Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Bundesrepublik. Der Stadtstaat gehörte mit Lübeck, Bremen und Rostock zur Hanse, dem mittelalterlichen Kaufmanns- und Städtebund. Die barocke Michaeliskirche (»der Michel«), das Rathaus mit dem grünen Kupferdach, das elegante Hanseviertel, die Alsterarkaden und die Alster (größter See innerhalb einer Stadt in Europa) gehören zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Hamburger Kunsthalle, das Museum für Hamburgische Geschichte, das Museum für Kunst und Gewerbe, das Altonaer Museum und die Deichtorhallen (moderne Kunst) sind nur einige der interessantesten Museen. Die Hamburgische Staatsoper und das Deutsche Schauspielhaus machen Hamburgs Ruf als Kulturzentrum alle Ehre. In Planten un Blomen, dem wunderschön angelegten Park im Herzen der Stadt am Congresscentrum (CCH) finden im Sommer mehrmals täglich eindrucksvolle Wasserspiele statt; abends um 22.00 Uhr plätschern die farbenfrohen Wasserfontänen mit musikalischer Untermalung (klassisch bis modern). Wer tagsüber an Planten un Blomen vorbeikommt, wird den Fernsehturm nicht übersehen können. Mit dem Fahrstuhl kann man gegen ein Eintrittsgeld zur Aussichtsplattform fahren und sowohl die nördlichen Stadtteile als auch den Hafen und das südliche Elbufer sehen.
In der Nähe des Fernsehturms am U-Bahnhof Feldstraße findet mehrmals im Jahr ein großer Jahrmarkt statt, der Dom. Von der Feldstraße ist es nicht weit bis St. Pauli im Stadtteil Altona, dem Kneipen- und Vergnügungsviertel mit der berühmt-berüchtigten Reeperbahn. Dieser Stadtteil wird erst abends richtig lebendig. Nach einer durchgemachten Samstagnacht trifft man sich um 06.30 Uhr am Sonntagmorgen auf dem Fischmarkt. Dort kann man nicht nur frischen Kutterfisch kaufen, sondern auch Obst, Gemüse und Grünpflanzen. Eine Hafenrundfahrt durch das riesige Hafengelände ist ebenfalls ein Erlebnis.
Die Einkaufsstraßen der Hamburger Innenstadt konzentrieren sich auf die Gegend zwischen dem Hauptbahnhof und dem Gänsemarkt, mit Fußgängerzonen, Kaufhäusern, eleganten Einkaufspassagen und Straßencafés. Wer im Sommer eine Erholung vom Einkaufsbummel sucht, kann auf der Alster stundenweise Ruder- oder Tretboote mieten (Personalausweis muß hinterlegt werden) und das grüne, weitverzweigte Kanalsystem der Hansestadt erforschen.
Die Landschaft im nördlichsten Bundesland SCHLESWIG-HOLSTEIN ist überwiegend flach mit sanften Hügeln, Seen und schönen Sandstränden. Die Ostseebäder, darunter Timmendorfer Strand, Grömitz, Damp 2000 und Schönhagen mit ihren goldenen Sandstränden, werden jeden Sommer von vielen Erholungssuchenden besucht. In Schleswig-Holstein liegen die liebliche Holsteinische Schweiz und das Herzogtum Lauenburg, eine malerische Region mit saftigem Weideland und bewaldeten Hügeln. Abseits der Touristenpfade liegen die bezaubernden Kleinstädte Ratzeburg und Mölln. Lübeck (Internet: www.luebeck.de ), dessen Altstadt von Wasser umgeben ist, gilt als die schönste Stadt Norddeutschlands. Das Holstentor, das Rathaus, die Marienkirche, das Heilige-Geist-Spital und die vielen im Stil norddeutscher Backsteinbaukunst erbauten Bürgerhäuser verweisen auf die einflußreiche Geschichte der Handelsstadt, die im Mittelalter ihre Blütezeit erlebte. Thomas Mann verewigte sie in seinem »Buddenbrooks«-Roman. Im Buddenbrook-Haus befindet sich das Heinrich- und Thomas-Mann-Zentrum, das über Leben und Werk der Brüder informiert. Lübecks Zentrum wurde kürzlich zur autofreien Zone erklärt.
In Flensburg (Internet: www.flensburg.de ),der nördlichsten Stadt Deutschlands, findet man viele Gebäude aus dem 16. Jahrhundert. An der Schlei, in Richtung Schleswig, liegt die alte Wikingerstadt Haithabu – ein modernes Museum, das über die hiesigen Ausgrabungen und das Alltagsleben der nordischen Eroberer informiert. In Schleswig selbst ist vor allem der schöne alte Dom zu bewundern. Weiter südlich an der Ostseeküste liegt Kiel (Internet: www.kiel.de ), die Haupstadt Schleswig-Holsteins. Jährlich im Juni findet hier die »Kieler Woche« statt. Kiel ist das Segelzentrum Deutschlands, und Segelfreunde finden hier ausgezeichnete Einrichtungen. Der Nordseeküste vorgelagert befinden sich die Nordfriesischen Inseln Sylt, Föhr, Amrum und die Halligen, die für ihre artenreiche Vogelwelt bekannt sind.
Deutschlands älteste Hafenstadt Bremen (Internet: www.bremen.de ) hat über 500.000 Einwohner, ist ebenfalls ein Stadtstaat und seit dem Jahr 965 eine Handelsstadt. Die ältesten Bauwerke wie das gotische Backstein-Rathaus (1405-1410) befinden sich im Umkreis des Marktplatzes. Der Roland, das Wahrzeichen der Stadt, dokumentiert die lange stolze Geschichte Bremens. In der Fußgängerzone steht eine Skulptur der Bremer Stadtmusikanten, bekannt durch das gleichnamige Märchen der Gebrüder Grimm. Besonders reizvoll ist ein Bummel durch das Schnoorviertel, ein altes Wohn- und Künstlerviertel mit schönen Bürgerhäusern und gemütlichen Kneipen. Hannover (Internet: www.hannover.de ), die Landeshauptstadt von NIEDERSACHSEN, ist vor allem durch die Hannover-Messe bekannt. Die »Großstadt im Grünen« ist seit langem ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Besonders sehenswert ist die Marienkirche (14. Jh.) und das Rathaus mit dem berühmten Staffelgiebel (15. Jh.). Das Musik- und Theaterfest, das auf Freilichtbühnen in der Gartenanlage stattfindet, zieht alljährlich im Sommer viele Besucher an. Das Sprengel-Museum am Maschsee entwickelt sich zu einem der bedeutendsten Museen für moderne Kunst in Deutschland. Im Wesertal liegt die Rattenfängerstadt Hameln (Internet: www.hameln.de ). Im Sommer wird hier jeden Sonntagmittag das berühmte Märchen aufgeführt. In der Stadt gibt es mehrere bedeutende Bauwerke im Stil der Weser-Renaissance.
Ostfriesland, im Norden Niedersachsens, besteht aus einer weiten Ebene, die von bewaldeten Hügeln durchzogen wird. Auch die autofreien Ostfriesischen Inseln sind für ihre Kurorte mit modernen Einrichtungen und für ihre guten Sandstrände bekannt. Zwischen Elbe und Aller befindet sich ein großes Naturschutzgebiet, die Lüneburger Heide. Moore mit großen Heideflächen, Birkenwälder und Wacholder bestimmen das Landschaftsbild. Die Fachwerkhäuser in Celle (Internet: www.celle.de ) und Lüneburg (Internet: www.lueneburg.de ) machen einen Besuch dieser Städte lohnenswert. Weiter westlich liegt Oldenburg, das Wirtschafts- und Kulturzentrum der Region zwischen Ems und Weser. Im Norden liegt der Badeort Wilhelmshaven, der für seine therapeutischen Moorbäder bekannt ist. Die Stadt ist auch ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge entlang der Küste und auf die Ostfriesischen Inseln.
Westfalen liegt zwischen dem Rhein- und Wesertal. Hier gibt es viele romantische Wasserburgen und Gebiete von besonderer landschaftlicher Schönheit und historischer Bedeutung. Der Teutoburger Wald ist mit seinen Naturschutzgebieten ein herrliches Wandergebiet. Zentrum des Münsterlandes ist die wunderschöne alte Bischofsstadt Münster (Internet: www.muenster.de ). Hauptsehenswürdigkeiten sind hier der Prinzipalmarkt und das gotische Rathaus, in dem 1648 der Westfälische Frieden geschlossen wurde, der den Dreißigjährigen Krieg beendete. Im Sauerland findet man stille Seen, Wälder und Hügel, die im Winter zum Skilaufen und zu jeder Jahreszeit zum Wandern einladen.
Südlich von Münster liegt das Industriegebiet der Ruhr, ein Ballungszentrum aus mehreren Großstädten, die mehr oder weniger zusammengewachsen sind. Das Ruhrgebiet ist nicht nur Deutschlands bedeutendstes Industriezentrum, sondern beeindruckt auch durch sein faszinierendes breitgefächertes Kulturangebot. Unzählige Museen, Theater, Kunstgalerien und Opern machen es zu einem der kulturellen Mittelpunkte Deutschlands. Große Parkanlagen bieten Erholung innerhalb der Industrielandschaft. Gut erhaltene oder liebevoll restaurierte alte Gebäude erinnern an die Zeiten, als die Städte an der Ruhr noch kleine Orte waren, umgeben von Ackerland und sanften Hügeln.
Die größten Städte der Region von Westen nach Osten sind Duisburg (Deutschlands größter Binnenhafen), Essen, Bochum und Dortmund, das Brauereizentrum der Bundesrepublik. Südlich der Ruhr, an der Grenze zum Siegerland liegt Wuppertal, dessen einzigartige Schwebebahn das bekannteste öffentliche Nahverkehrsmittel der Region ist.
Das Rheinland
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Das Rheinland ist Deutschlands älteste Kulturregion. Hier findet man die weiten fruchtbaren Tiefebenen des Niederrheins, die Kraterseen der Eifel, das Bergische Land mit seinen Seen und dem Altenberger Dom sowie das Siebengebirge. Weinberge bedecken die sonnigen Hänge des Rheintals, und im Frühling zur Zeit der Obstblüte verweilt man hier besonders gern. In der Nähe befindet sich der Nürburgring, die berühmte Autorennstrecke. Trier, die älteste deutsche Stadt, liegt an der Mosel in der Nähe der luxemburgischen Grenze. Hier findet man die bedeutendsten römischen Baudenkmäler nördlich der Alpen. Unter den vielen Burgen des Rheintals zählen Stolzenfels, Marksburg, Rheinfels bei St. Goar und Schönburg bei Oberwesel zu den schönsten. Zwischen Karfreitag und Ende Oktober betreibt die KD Deutsche Rheinschiffahrt Bootsfahrten zwischen Köln und Mainz.
Düsseldorf (Internet: www.duesseldorf.de ), die Landeshauptstadt NORDRHEIN-WESTFALENS, ist ein wichtiges Wirtschafts- und Kulturzentrum. Die außerordentlich wohlhabende Stadt hat eine schöne Oper, Konzertsäle, Galerien, über 20 Theater und 17 Museen. Die Staatliche Kunstgalerie von Nordrhein-Westfalen und die Kunsthalle sind nur zwei der interessantesten »Kunsttempel«. Das große Messegelände liegt nördlich des Hofgartens. Im Herzen der Stadt liegt die elegante Königsallee, allgemein »Kö« genannt. Ganz in der Nähe findet man den Botanischen Garten, den Hofgarten, das barocke Schloß Jägerhof und den Landtag. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Burgruine aus dem 13. Jahrhundert, die St. Lambertuskirche, das wiederaufgebaute Rathaus (16. Jh.), das Barockschloß Benrath im Süden Düsseldorfs und die vielen Seen und Gärten im Stadtbereich und in den Vororten. Die zahlreichen Altbierkneipen in Düsseldorfs Altstadt haben ihr den Ruf der »längsten Theke Europas« eingebracht.
Das von den Römern gegründete Köln (Internet: www.koeln.de ) ist heute eine bedeutende Kultur- und Wirtschaftsmetropole, in der jährlich viele Handelsmessen stattfinden. Wahrzeichen der Stadt ist der gotische Dom von St. Peter und St. Maria (13.-19. Jh.). Besonders sehenswert sind auch der goldene Schrein der Heiligen Drei Könige, die mittelalterlichen Stadtmauern und die vielen romanischen Kirchen wie St. Pantaleon, St. Georg, St. Apostein, St. Gereon und St. Kunibert. Die schönsten gotischen Kirchen sind St. Andreas, die Minoritenkirche und die Antoniterkirche. Zahlreiche römische Überreste wie das Dionysosmosaik, das Praetorium, die Wasserrinnen und die Katakomben haben sich erhalten. Das Wallraf-Richartz-Museum (bedeutende Gemäldesammlung) ist zusammen mit dem Museum Ludwig (moderne Kunst) in einem umstrittenen Neubau am Rheinufer in der Nähe des Doms und des Bahnhofs untergebracht. Das Römisch-Germanische Museum, das Schnütgen-Museum (mittelalterliche Kirchenkunst), den Zoo und den Rheinpark mit seinen »tanzenden Fontänen« sollte man ebenfalls gesehen haben. Die Stadt ist idealer Ausgangspunkt für Rheinfahrten und mit Düsseldorf zusammen die Hochburg des rheinischen Karnevals. Die Altstadt wurde liebevoll restauriert und ist wie die großen Einkaufsstraßen eine Fußgängerzone.
Aachen (Internet: www.aachen.de ) ist ein bekanntes Heilbad und die alte Hauptstadt des Kaiserreichs Karls des Großen. Sehenswürdigkeiten sind der weltberühmte Kaiserdom, der Marmorthron Karls des Großen, die achteckige Kapelle, das Suermondt-Museum (Gemälde und Skulpturen) und die Fontänen, deren schwefelhaltiges Wasser Aachen zu einem Heilbad machten. Das Rathaus wurde zwischen 1333 und 1370 auf den Ruinen des Kaiserschlosses erbaut, die Krönungshalle und die schönen Fresken, die Karl den Großen darstellen, sind besonders sehenswert.
Bonn (Internet: www.bonn.de ) ist die ehemalige Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland und auch nach der Verlegung des Regierungssitzes nach Berlin Sitz vieler Ministerien, Behörden und Botschaften. Seit einiger Zeit sind im Bonner Stadtteil Godesberg, dem ehemaligen Diplomatenviertel der Stadt, auch verschiedene UN-Organisationen angesiedelt, so daß Bonn nun neben Wien und Genf eine der drei europäischen UN-Städte ist. In der schönen Innenstadt sind vor allem das Bonner Münster (11.-13. Jh.) mit seinen Kreuzgängen, die Remigiuskirche (13.-14. Jh.), der Marktplatz mit dem barocken Rathaus (1737), das Poppelsdorfer Schloß (1715-40) und der Botanische Garten sehenswert. Auf der anderen Bonner Rheinseite lockt die wunderschöne zweistöckige Kirche in Schwarzrheindorf (1151). Entlang der Adenauerallee/Friedrich-Ebert-Allee liegt die Museumsmeile mit der Kunst- und Austellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, dem Kunstmuseum, dem Haus der Geschichte und dem Deutschen Museum. Interessant ist auch ein Besuch im Naturwissenschaftlichen Museum Alexander König und dem August-Macke-Haus, in dem der berühmte Expressionist August Macke, der im 1. Weltkrieg fiel, lebte und arbeitete. Das Geburtshaus Beethovens ist heute ebenfalls ein Museum.
Wen es ins Grüne zieht, kann in den Parkanlagen der Stadt Erholung suchen oder die Rheinpromenade entlangspazieren. Auf der Höhe von Godesberg beginnt auf der anderen Rheinseite das einmalige Panorama des Siebengebirges. Der bekannteste Berg des Siebengebirges ist wohl der Drachenfels, von dessen Burgruine man einem wunderschönen Ausblick auf das Rheintal in beide Richtungen hat. Auch der Petersberg mit seinem Hotel, das einst als Gästehaus der Bundesrepublik Deutschland hochrangige Staatsgäste aus aller Herren Länder beherbergte, ist ein bekanntes Wahrzeichen. Der Kottenforst und der Venusberg sind beliebte Naherholungsgebiete der Bonner. Das Ahrtal und Schloß Augustusburg in Brühl sind ebenfalls schöne Ausflugsziele. An alte Traditionen anknüpfend, findet jedes Jahr Anfang Mai die Open-Air-Veranstaltung Rhein in Flammen statt. Überall an den gebirgigen Rheinufern von Bonn bis Mainz werden am Abend Leuchtfeuer entzündet, der Höhepunkt von Rhein in Flammen ist ein riesiges Feuerwerksspektakel. Von Köln und Bonn in Richtung Mainz kann man die schönsten Schiffsausflüge machen. Besonders zu empfehlen sind die Tagesausflüge nach Linz, Koblenz oder Rüdesheim entlang des romantischen Rheinlandschaft.
Koblenz (Internet: www.koblenz.de ) liegt am Zusammenfluß von Mosel und Rhein. Von der Festung Ehrenbreitstein (1816-32) hat man einen schönen Blick auf das gegenüberliegende Deutsche Eck (benannt nach dem früheren Deutschherrenhaus) mit dem Denkmal der deutschen Einheit von 1870. Von besonderem Interesse sind die Klosterkirche (12.-13. Jh.) und das Kurfürstliche Schloß. Auch die Florinuskirche (12. Jh., die Kanzel ist aus dem 14. Jh.) und die Liebfrauenkirche (12. Jh., die Kanzel stammt aus dem 15. Jh.) sind sehenswert. In Ehrenbreitstein gibt es ebenfalls ein Beethoven-Museum.
Die alte Römerstadt Trier (Internet: www.koblenz.de ) liegt an der Mosel, 100 km südwestlich von Koblenz. Trier, das zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde, ist die älteste deutsche Stadt. Unbedingt einplanen sollte man einen Besuch der zahlreichen eindrucksvollen römischen Baudenkmäler; die Porta Nigra (das große Stadttor aus dem 2. Jh.), die Kaiserthermen, die Basilika, die Römische Palastaula und das Amphitheater sind wohl die bekanntesten. Besonders schön sind außerdem der imposante Dom (4. Jh.), die gotische Liebfrauenkirche, das Simeonsstift (Kreuzgänge aus dem 11. Jh.) und die Matthäuskirche. Die Kirche von St. Paulinus wurde von Balthasar Neumann entworfen und ist eine der schönsten Barockbauten im Rheinland. Sehenswert ist auch das Heimatmuseum, das Städtische Museum, die Stadtbibliothek (berühmte Manuskripte) und das Geburtshaus von Karl Marx.
Das SAARLAND grenzt an Luxemburg und Frankreich. Die Landeshauptstadt Saarbrücken (Internet: www.saarbruecken.de ) ist eine moderne Industriestadt. Sehenswert sind die Ludwigskirche und der Ludwigplatz (1762-75), die Universitätskirche St. Arnual (13. und 14. Jh.), das Schloß und die spätgotische Schloßkirche. Im Franko-Germanischen Garten, einem Vergnügungspark, gibt es eine Modellstadt (Gullivers Miniaturwelt). Die Garnisonsstadt Saarlouis (Internet: www.saarlouis.de ) ist eine Stadtgründung des Sonnenkönigs Ludwig XIV. mit historischen Festungsanlagen des berühmten Baumeisters Vauban. In der Stadt finden sich zahlreiche Gebäude aus französischer und preußischer Zeit (17.-19. Jh.). In den liebevoll restaurierten Kasematten sind heute zahlreiche Gaststätten und Kneipen untergebracht, weshalb sie auch die "längste Theke des Saarlandes" genannt werden. Das Industriedenkmal Völklinger Hütte bei Völklingen sowie die Saarschleife und die traditionelle Porzellanmanufaktur Villeroy & Boch in Mettlach sind ebenfalls einen Besuch wert.
Mainz (Internet: www.mainz.de ) ist die Landeshauptstadt von RHEINLAND-PFALZ, Universitätsstadt und seit 2000 Jahren Bischofssitz. Die Stadt liegt an den Flüssen Main und Rhein und hat viele schöne alte Fachwerkhäuser. Im Gutenberg-Museum kann man alles Wissenswerte über den Buchdruck erfahren. Der Mainzer Dom ist 1000 Jahre alt. Das Kurfürstliche Schloß, die römische Jupitersäule (67 n. Chr.) und die Zitadelle mit dem Denkmal des Generals Nero Claudius Drusus sind äußerst sehenswert. Die Mainzer Fastnacht (Karneval) und der Weinmarkt (Ende Aug. - Anfang Sept.) sind Höhepunkte im Veranstaltungskalender der Stadt. Südlich von Mainz im Wonnegau liegt die alte Reichs- und Bischofsstadt Worms (Internet: www.worms.de ) mit dem Dom und zahlreichen anderen romanischen Bauten. Die Synagoge (11. Jh.) im Wormser Judenviertel ist der älteste jüdische Sakralbau in Deutschland. Der sagenumwobene Schatz der Nibelungen soll in der Nähe von Worms auf dem Grunde des Rheins liegen. Das Wormser Nibelungenmuseum widmet sich diesem Mythos, der im Nibelungenlied (12. Jh.) besungen wurde.
In Speyer (Internet: www.speyer.de ) steht das größte und bedeutendste romanische Bauwerk Europas, der Kaiserdom (11. Jh.), der zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurde. Die Krypta ist Grablege von acht deutschen Kaisern und Königen sowie zahlreicher Bischöfe. Sehenswert ist außerdem die historische Altstadt mit Stadtmauer und Stadttor Altpörtel, Rathaus (18. Jh.), Alte Münze und Kloster St. Magdalena sowie Judenhof und Judenbad aus dem frühen 12. Jahrhundert. Die Speyerer Mikwe ist das älteste jüdische Ritualbad in Mitteleuropa. Die sonnige Pfalz mit ihrem milden Klima, in dem neben Wein auch Mandeln, Pfirsiche, Feigen und Eßkastanien gedeihen, wird auch als "Toskana Deutschlands" bezeichnet. Die Deutsche Weinstraße verläuft von Bockenheim über Bad Dürkheim, Neustadt an der Weinstraße und Landau bis Bad Bergzabern/Wissembourg an der französischen Grenze, wo sie in die Elsässische Weinstraße übergeht.
In Bad Dürkheim (Internet: www.bad-duerkheim.de ) findet alljährlich am zweiten und dritten Septemberwochenende der traditionelle Wurstmarkt statt, Deutschlands größtes Weinfest. Von April bis Ende Oktober laden die malerischen Pfälzer Winzerorte entlang der Weinstraße zu gemütlichen Weinfesten. Der Pfälzer Wald, den man auf zahlreichen gutmarkierten Wanderwegen erkunden kann, und die sanft zur Rheinebene abfallende Haardt mit ihren Weinbergen, Burgruinen, Mandel- und Eßkastanienbäumen zählen zu den schönsten Ferienzielen im Südwesten Deutschlands.
Zentraldeutschland
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Im Herzen Deutschlands liegt das Bundesland HESSEN. In Nord-Hessen (Kurhessen-Waldeck) finden Besucher Seen, Wälder und zahlreiche staatlich anerkannte Heilbäder und Kurorte. Kassel (Internet: www.kassel.de ), die schön gelegene Metropole Nordhessens, ist eine moderne Stadt. Ein Besuch im Gebrüder-Grimm-Museum ist nicht nur für Kinder interessant. Die barocke Wilhelmshöhe mit ihrem herrlichen Park und der bedeutenden Gemäldesammlung ist ein weiteres beliebtes Besucherziel. Kassel ist Schauplatz der alle vier Jahre stattfindenen »documenta«, einer der bedeutendsten Ausstellungen internationaler avantgardistischer Kunst.
Hessen ist auch für seine vielen Dörfer mit Fachwerkhäusern bekannt. Die Deutsche Märchenstraße führt durch einige dieser Orte. Schwalmstadt war die Heimat von Rotkäppchen, und die Einwohner tragen hier zum sonntäglichen Kirchgang und an Volksfesten noch traditionelle Kleidung. Im Reinhardswald liegt die Sababurg (heute ein Hotel), die den Brüdern Grimm als Vorlage für Dornröschen diente. Die mittelalterlichen Kleinstädte zeichnen sich durch Giebelhäuser, enge Gassen und hübsche Marktplätze aus. Die Lahn, ein Nebenfluß des Rheins, fließt durch eine romantische Landschaft, besonders die Gegend um Nassau, Wetzlar, Limburg (Internet: www.limburg.de ) und am Schaumburger Schloß ist bei Feriengästen beliebt. Die schöne Universitätsstadt Marburg an der Lahn (Internet: www.marburg.de ) mit seiner malerischen Altstadt, der spätgotischen Elisabeth-Kirche und der auf einem steilen Fels thronenden Burg zieht Besucher aus aller Welt an. Fulda, (Internet: www.fulda.de ) nordöstlich von Frankfurt, ist das Tor zur Rhön. Die ältesten Gebäude der Stadt stammen aus dem 9. Jahrhundert.
Die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden (Internet: www.wiesbaden.de ) ist ein eleganter Kurort und internationale Konferenzstadt. Sehenswert, neben dem Kurhaus und dem berühmten Spielkasino, sind die Wilhelmstraße mit ihren eleganten Cafés und Geschäften, das Hessische Staatstheater und die Griechische Kapelle. Auf den 245 m hohen Neroberg führt eine Zahnradbahn. Das traditionelle internationale Reit- und Springturnier am Pfingstsonntag auf dem Gelände von Schloß Biebrich, Bootsfahrten auf dem Rhein und Waldspaziergänge sind nur einige der vielfältigen Freizeitmöglichkeiten.
Nördlich von Wiesbaden und Frankfurt liegt das bewaldete Mittelgebirge des Taunus. Die bekanntesten Urlaubsorte dieser Region sind Oberursel und Bad Homburg. Ganz in der Nähe liegt das gut erhaltene Römerkastell Saalburg, das an der alten Grenze des Römischen Reiches, dem Limes, liegt.
Die Messestadt Frankfurt am Main (Internet: www.frankfurt-am-main.de ) ist Bank- und Handelsmetropole und wichtigster Verkehrsknotenpunkt der Bundesrepublik. Ihre Skyline hat der Stadt den Beinamen »Mainhattan« eingebracht. Frankfurt wurde 1944 fast völlig zerstört. Der Römer, das Rathaus der Stadt, seit 1562 Krönungsstätte der deutschen Kaiser, wurde orginalgetreu wiederaufgebaut. Weitere Sehenswürdigkeiten sind Goethes Geburtshaus, die Paulskirche, der Zoo, die Oper, der Palmengarten, die südlichen Stadtteile Sachsenhausen und Höchst sowie das Messegelände. Ein Besuch im Naturhistorischen Museum Senckenberg lohnt sich ebenfalls. Kunstfreunden ist die Städelsche Gemäldesammlung und die Ausstellungshalle Schirn ein Begriff.
Darmstadt (Internet: www.darmstadt.de ) liegt südlich von Frankfurt. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten dieser Stadt sind das Schloß (16. und 17. Jh.), das Landesmuseum, der Luisenplatz mit der Ludwigsäule, die Jugenstil-Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe mit dem »Hochzeitsturm« und der Russischen Kapelle sowie das Nationaltheater auf dem Marienplatz. Im Jagdschloß Kranichstein sind heute ein Hotel und ein Jagdmuseum untergebracht. Das Prinz-Georg-Palais (18. Jh.) stellt eine umfangreiche Porzellansammlung aus. In Darmstadt beginnt die Bergstraße, die am Rande des Odenwalds entlang über Bensheim (Internet: www.bensheim.de ) und Weinheim (Internet: www.weinheim.de ) nach Heidelberg führt. Dank des besonders milden Klimas gehört diese Region zu den besten deutschen Obstanbaugebieten.
Der Odenwald mit seinen sanften Hügeln ist ein herrliches Wandergebiet. Touristische Ausflugsrouten sind die Nibelungenstraße und die Siegfriedstraße. Wer diese Gegend bereist, sollte Erbach (Barockschloß, mittelalterlicher Wachturm), Michelstadt (Fachwerk-Rathaus, Basilika), den Urlaubsort Lindenfels und das Heilbad Bad König besuchen.
Der Süden
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Im Norden von BADEN-WÜRTTEMBERG liegt Mannheim (Internet: www.mannheim.de ), ein wichtiges Industrie-, Wirtschafts- und Kulturzentrum am Zusammenfluß von Rhein und Neckar. Die ehemalige kurfürstliche Residenz- und Festungsstadt wurde im 17. Jahrhundert im Schachbrettmuster angelegt und hat Zahlen- und Buchstabenkombinationen statt Straßennamen. Sehenswürdigkeiten sind das Kurfürstenschloß (Anfang 18. Jh.), in dem heute die Universität untergebracht ist, die barocke Jesuitenkirche sowie das Rathaus und der Marktplatz. An der Jugendstilanlage Friedrichsplatz um Mannheims Wahrzeichen, dem Wasserturm, liegen die Städtische Kunsthalle (bedeutende Sammlung von Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts) und das Konzert- und Kongreßzentrum Rosengarten. Das traditionsreiche Nationaltheater, in dem Schillers Drama Die Räuber uraufgeführt wurde, genießt bei Schauspiel- und Opernfreunden in ganz Deutschland einen guten Ruf. Das Reiss-Museum im alten Zeughaus mit seiner historischen Theatersammlung und das Technische Landesmuseum für Arbeit sowie der schöne Luisenpark inmitten der Stadt sind ebenfalls einen Besuch wert. In der Spargelstadt Schwetzingen liegt das barocke Sommerschloß der Pfälzer Kurfürsten mit seinem zauberhaftem Landschaftsgarten und dem prächtigen Rokokotheater, das zwischen Mai und Juni Schauplatz für Opern- und Konzertaufführungen im Rahmen der Schwetzinger Festspiele ist.
Die berühmteste Stadt am Neckar ist Deutschlands älteste Universitätsstadt Heidelberg (Internet: www.heidelberg.de ),die von den Ruinen des berühmten Schlosses (14.-17. Jh.) überragt wird. Das Residenzschloß der pfälzischen Kurfürsten wurde teils im Stil der Renaissance, teils im gotischen und barocken Baustil erbaut. Im Schloß ist das »Große Weinfaß«, das 220.000 l faßt, und das Apothekermuseum zu besichtigen. Besonderen Anklang finden im Sommer die Serenadenkonzerte und die Schloßfestspiele mit dem in englischer Sprache aufgeführten Musical The Student Prince im Schloßhof. Zu den Hauptsehenswürdigkeiten in der Stadt zählen die Alte Brücke über den Neckar, die Heiliggeistkirche mit Marktplatz und Rathaus und das Hotel Ritter, eines der schönsten Renaissancegebäude Deutschlands. Die Universität Heidelberg wurde 1386 gegründet und genießt internationalen Ruf. Die Dichter und Maler der Romantik haben Heidelberg in ihren Werken verewigt. In den Gassen der malerischen Altstadt gibt es unzählige gemütliche Weinstuben und Studentenkneipen. Der ehemalige Studentenkarzer (19. Jh.), ein Studentengefängnis, kann besichtigt werden. Von den Burgen Gutenberg, Hornberg und Hirschhorn hat man eine gute Aussicht auf die malerische Landschaft und die Weinberge des Neckartals.
Von Mannheim/Heidelberg verläuft die 280 km lange Burgenstraße nach Nürnberg in Bayern. Die Straße folgt zunächst dem Fluß Neckar, bevor sie Heilbronn erreicht. Sie verläuft weiter durch mittelalterliche Orte und Residenzstädte wie Rothenburg und Ansbach in Bayern. Weiter südlich befindet sich die Schwäbische Alb, die größte Karstlandschaft Mitteleuropas. Sie liegt zwischen dem Schwarzwald und der Donau (Europas zweitlängstem Fluß). Touristische Anziehungspunkte sind die Hohenzollernburg bei Hechingen, die Abtei Beuren und die Bärenhöhlen.
Urach und Kirchheim unter Teck sind ausgesprochen hübsche Städtchen. Ulm (Internet: www.ulm.de ) ist der Geburtsort Albert Einsteins. Der Turm des gotischen Ulmer Münsters ist der höchste Kirchturm der Welt. Von Ulm führt die Straße weiter nach Reutlingen und Blaubeuren mit seiner wunderschönen Abtei und seiner geheimnisvollen Quelle, dem »Blautopf«.
Die alte Reichsstadt Heilbronn (Internet: www.heilbronn.de ) liegt inmitten von Weinbergen an der Burgenstraße. Das Renaissance-Rathaus und die gotische Kilianskirche (1513-29) mit dem Turm (62 m) sind besonders schön. Die Stadt ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge ins Neckartal.
Nördlich von Stuttgart liegt die Barockstadt Ludwigsburg (Internet: www.ludwigsburg.de ), die Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg Anfang des 18. Jahrhunderts um sein Residenzschloß anlegen ließ. In der historischen Innenstadt befinden sich der arkadenumsäumte Marktplatz mit zwei Barockkirchen sowie die Wohn- und Geburtshäuser berühmter Dichter wie Eduard Mörike und Friedrich Schiller. Das Residenzschloß (1704) mit seiner 1758 gegründeten Porzellanmanufaktur und der Schloßpark mit Märchengarten sind in den Sommermonaten Schauplatz für die Ludwigsburger Schloßfestspiele und die Gartenschau Blühendes Barock. Sehenswert sind auch das Jagd- und Lustschloß Favorite und das Seeschloß Monrepos.
Stuttgart (Internet: www.stuttgart.de ), die Landeshauptstadt von Baden-Württemberg, ist eine grüne und weitläufige Stadt, die von bewaldeten Hügeln, Obstgärten und Weinbergen umgeben ist. Nur 25% der Stadtfläche sind bebaut. Vom 193 m hohen Fernsehturm hat man einen schönen Blick auf die Landesmetropole und ihre reizvolle Umgebung. Besuchenswert sind die moderne Staatsgalerie, der Prinzenbau, die Alte Kanzlei am Schillerplatz und die Stiftskirche (15. Jh.). Das Neue Schloß, die frühere Residenz der Könige Württembergs, wurde nach 1945 sorgfältig restauriert. Das Württembergische Landesmuseum und das Daimler-Benz Automuseum sind zwei der interessantesten Museen der Stadt. Schön ist auch ein Besuch der Wilhelma (Zoo und Botanischer Garten).
Die Universitätsstadt Tübingen (Internet: www.tuebingen.de ) liegt südlich von Stuttgart am Neckar. Der alte Stadtkern ist noch vollständig erhalten. Anziehungspunkte sind das Schloß Hohentübingen (1078, ehemaliger Sitz der Pfalzgrafen), die alte gotische Stiftskirche (1470) mit der königlichen Grabstätte, der Marktplatz mit dem Rathaus (1453), der Hölderlinturm sowie die alte und die neue Aula der Universität. In der Stadt stehen zahlreiche Denkmäler, u. a. von Johannes Kepler, Hegel, Schelling, Hölderlin, Mörike, Hauff und Uhland, die am Theologischen Seminar der Universität studierten.
Im äußersten Südwesten bildet der Rhein die natürliche Staatsgrenze zu Frankreich. Hier liegt der Schwarzwald, das meistbesuchte Mittelgebirge Detschlands. Die wildromantischen Gebirgswälder, Schluchten und die herrlichen Seen begeistern nicht nur Wanderfreunde. Im Südschwarzwald liegen zwei der schönsten, der Titisee und der Schluchsee. Der Schwarzwald ist außerdem für seine Mineralquellen bekannt, deren Heilkräfte bereits von den Römern entdeckt wurden. Das renommierteste Kurbad ist Baden-Baden (Internet: www.baden-baden.de ), welches im vorigen Jahrhundert die Sommerhauptstadt Europas war, in der sich früher der europäische Adel traf. Heute versammeln sich die Kurgäste im Kurpark, um das heilsame Wasser in der Trinkhalle zu kosten. Gestärkt und erfrischt, kann man dann eine der vielen Sportanlagen der Stadt aufsuchen. Abends können Bescher das Spielkasino aufsuchen, das von Marlene Dietrich als das eleganteste der Welt bezeichnet wurde. Weitere Attraktionen sind das barocke Kleine Theater, die Kunsthalle, die Ruinen des Römischen Badhauses, das Neue Schloß mit dem Zähringen Museum, die Stiftskirche aus dem 15. Jahrhundert, die Russische Kirche und die Romanische Kapelle.
Die alte Universitätsstadt Freiburg (Internet: www.freiburg.de ) ist das Tor zum Südschwarzwald. Der 116 m hohe Kirchturm des gotischen Münsters (12.-15. Jh.) gilt als architektonisches Meisterwerk. Das rote Kaufhaus auf dem Münsterplatz (1550), das Augustiner Museum, Deutschlands ältestes Gasthaus, das Gasthaus zum »Roten Bären«, und viele gute Weinstuben erwarten den Besucher. Aufgrund der vielen Experimente und Aktivitäten im ökologischen Bereich gilt Freiburg als »grüne Hauptstadt Deutschlands«. Den nahegelegenen Schauinslandberg kann man mit der Drahtseilbahn erreichen. Ein weiteres Naherholungsziel ist Todtnauberg, der höchstgelegene Urlaubsort im Schwarzwald (1006 m). Der höchste Berg der Region ist der Feldberg, ein beliebtes Wintersportgebiet.
Konstanz (Internet: www.konstanz.de ) am Bodensee ist eine Universitätsstadt an der Schweizer Grenze. Die historische Altstadt bietet viele sehenswerte Bauwerke, darunter das malerische Konzilsgebäude (14. Jh.), das Renaissance-Rathaus (16. Jh.), das Barbarossa-Haus (12. Jh.), das Hus-Haus (15. Jh.) und die alten Stadtbefestigungen Rheintorturm, Pulverturm und Schnetztor. Das Münster mit seiner wunderschönen Eingangspforte ist ebenfalls einen Besuch wert. Es gibt mehrere Theater und Konzertsäle sowie ein Spielkasino.
Auf der anderen Seite des Bodensees liegt das bayerische Lindau (Internet: www.lindau.de ), das früher eine freie Reichsstadt war. Die mittelalterliche Altstadt liegt auf einer Insel im Bodensee, die man von der neuen Gartenstadt aus über die Seebrücke erreicht. Das alte Rathaus ist besonders sehenswert (1422-1435). Weitere Anziehungspunkte sind der Diebsturm, der Mangturm (Alter Leuchtturm), die Heidenmauer, die Hafeneinfahrt (Neuer Leuchtturm) und das Internationale Kasino. In der romantischen Stadt Meersburg (Internet: www.meersburg.de ) befinden sich zwei prächtige Schlösser und das Deutsche Zeitungsmuseum (nur im Sommer geöffnet), das auf drei Etagen die Geschichte der deutschsprachigen Presse erzählt.
Die ehemalige Festung und Reichsstadt Ulm ist vor allem für ihr gotisches Münster bekannt. Der 161 m hohe Turm ist der höchste Kirchturm der Welt und kann über 768 Stufen erklommen werden. Das Chorgestühl stammt von J. Syrlin. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das schöne Rathaus, die Kornbörse (1594), das Schuhaus (1536) und das Schwörhaus (1613). Schön ist ein Spaziergang durch das alte Fischerviertel mit den teilweise noch erhaltenen Stadtmauern und dem Metzgerturm. Das Kloster Wiblingen, die Barockbibliothek, das Brotmuseum und das Städtische Museum sind ebenfalls einen Besuch wert.
Bayern
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Es gibt vier große Urlaubsgebiete in Bayern: Ostbayern mit dem Bayerischen Wald, dem Oberpfälzer Walk, den Bayerischen Jura und dem südliche Niederbayern, im Südwesten Bayerisch-Schwaben und das Allgäu, Oberbayern mit den Deutschen Alpen im Süden und Franken im Norden. Hochgebirge, liebliche Flußtäler, waldreiche Mittelgebirge, Seen und mittelalterliche Städte machen den Reiz dieser Region aus.
Die bayrische Landeshauptstadt München (Internet: www.muenchen.de ) ist mit über 1,2 Mio. Einwohnern die drittgrößte deutsche Stadt und eine wichtige Kunst- und Wirtschaftsmetropole. Die 800jährige Stadt ist für ihre zahlreichen Museen und vielen Barock- und Renaissancekirchen bekannt. Die Alte Pinakothek beherbergt die größte Gemäldesammlung des holländischen Malers Rubens und viele bedeutende Werke alter Meister. Direkt gegenüber liegt die Neue Pinakothek mit einer modernen Kunstsammlung. Das Deutsche Museum (Naturwissenschaft und Technologie) mit einem Planetarium und einem nachgebauten Bergwerk ist auch für Kinder interessant. Die Lenbach-Galerie in der wunderschönen Villa des Münchner »Maler-Fürsten« ist ebenfalls einen Besuch wert. Weitere Sehenswürdigkeiten im Innenstadtbereich sind die Königliche Residenz mit dem Residenzmuseum und der Schatzkammer, die Frauenkirche, die Michaelskirche, die Theatinerkirche und die Asamkirche.
Auf dem Marienplatz stehen das Neue und das Alte Rathaus und die wiederaufgebaute Mariensäule. Vor dem Rathausturm versammelt sich täglich um 11 Uhr morgens eine Menschenmenge, um das Glockenspiel mit dem Schäfflertanz betrachten. Schön ist auch ein Bummel über den nahegelegenen Viktualienmarkt. Das Olympiagelände mit dem 300 m hohen Turm und seinem weltbekannten Zeltdach ist ebenfalls interessant. Das weltberühmte Oktoberfest geht auf die Hochzeit des Kronprinzen Ludwig von Bayern mit der Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen im Jahr 1810 zurück. Es beginnt alljährlich im September und wird von den Einheimischen »Wies’n« genannt. Jede der neun großen Münchner Brauereien ist mit einem riesigen Bierzelt vertreten. München ist außerdem für seine vielen Bierkeller bekannt, vor allem natürlich für das berühmt-berüchtigte Hofbräuhaus. Wer dem Großstadtlärm entfliehen möchte, kann im weitläufigen Englischen Garten Ruhe finden. In seinem Herzen steht der Chinesische Turm mit einem der typischen Biergärten. In der Nähe des Englischen Gartens liegen das Bayrische Nationalmuseum und das Haus der Kunst.
Das Nationaltheater (Oper), das Residenztheater und das Schauspielhaus sind nur einige der zahlreichen Theater der Stadt. Schloß Nymphenburg hat eine interessante Gemäldegalerie und eine sehenswerte Porzellansammlung. Dreimal im Jahr findet in der Au, einem der alten Stadtviertel an der Isar, die »Auer Dult« statt, ein Trödelmarkt mit Riesenrad, Kräuterständen und »Steckerlfisch«. München verdankt seine Popularität nicht zuletzt seiner schönen Umgebung. Bei schönem Wetter sind die Alpen in Sichtweite, und viele Seen liegen im Umkreis der Stadt.
Garmisch-Partenkirchen (am Fuß der Zugspitze), Berchtesgaden, Mittenwald und Oberammergau (alle 10 Jahre finden hier die Passionsspiele statt), sind die bekanntesten Orte Oberbayerns. Das mehr als siebenhundert Jahre alte Füssen (Internet: www.fuessen.de ) mit seiner wunderschönen historischen Altstadt ist Bayerns höchstgelegene Stadt. Sie bildet den südlichen Endpunkt der Romantischen Straße (s. Rundreisen) und ist idealer Ausgangspunkt für Besichtigungen der nur 4 km entfernt gelegenen Konigsschlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein, das sich König Ludwig II. von Bayern erbauen ließ. Von hier eröffnen sich herrliche Panoramablicke auf schneebedeckte Gipfel. Der Bayerische Wald, das größte zusammenhängende Mittelgebirge Europas, liegt in Ostbayern an der tschechischen Grenze. Die Dreiflüssestadt Passau (Internet: www.passau.de ) ist eine prächtige Bischofsstadt. Das 2000 Jahre alte Regensburg (Internet: www.regensburg.de ) in der Oberpfalz ist eine der schönsten Städte Deutschlands.
Franken in Nordbayern ist reich an Kunstschätzen. Die schönsten historischen Städte der Region sind Coburg, Bamberg (wunderbarer Dom), Bayreuth (Bayreuther Festspiele) und Würzburg (weltberühmte Residenz). Nürnberg, die größte Stadt des Frankenlandes, ist eine moderne Großstadt, deren mittelalterlicher Stadtkern erhalten geblieben ist. Die vielen Täler, Wälder, Seen und Burgen der Fränkischen Schweiz und des Fichtelgebirges sowie das Naturschutzgebiet im Altmühltal machen Franken zu einem idealen Ferienziel.
Die Romantische Straße verbindet Nord- und Südbayern. Sie führt an berühmten historischen Städten und reizvollen Landschaften vorbei. Besonders sehenswert sind Würzburg, die mittelalterlichen Ortschaften Rothenburg, Dinkelsbühl und Nördlingen, Augsburg, die Wieskirche, die Abtei Steingaden und das berühmte Schloß Neuschwanstein in der Nähe des Ortes Schwangau.
Die alte Fuggerstadt Augsburg (Internet: www.augsburg.de ), 15 n. Chr. von den Römern gegründet, liegt nordwestlich von München und war im Mittelalter das führende Handels- und Finanzzentrum Europas. An das Augsburger Kaufmannsgeschlecht der Fugger erinnern das Fuggerhaus (16. Jh.) und die Fuggerei (1519), der ersten Sozialsiedlung der Welt. Zahlreiche Bauwerke stammen aus der Renaissance. Der Dom (807 römisch/1320 gotisch) hat wunderbare Buntglasfenster (12. Jh.) und eine Bronzetür aus dem 11. Jahrhundert. Sehenswert sind außerdem die Annakirche (Lutherdenkmal aus dem 16. Jahrhundert), das mächtige Rathaus (1615), der Perlachturm, die barocken Brunnen (16./17. Jh.), das Zeughaus und die Stadttore (14.-16. Jh.). Sehr interessant ist ein Besuch im Schaezler-Palais mit seinem barocken Bankettsaal (18. Jh.) und der Städtischen Gemäldegalerie (Deutsche Barockgalerie). In der Staatlichen Gemäldegalerie hängen bekannte Gemälde altdeutscher Meister, u. a. von Hans Holbein d. Ä. und Albrecht Dürer. Das Maximilian-Museum, das Römische Museum und das Mozarthaus sind ebenfalls sehenswert.
Bamberg (Internet: www.bamberg.de ) ist eine alte Reichs- und Bischofsstadt, die auf sieben Hügeln erbaut wurde. Die schönsten Sehenswürdigkeiten sind der viertürmige kaiserliche Dom (13. Jh.) mit dem berühmten »Bamberger Reiter«, den königlichen Grabstätten und dem Altar von Veit Stoß sowie das malerische Fischerviertel (»Klein Venedig«), die Alte Residenz, die Neue Residenz (Kunstgalerie) mit dem herrlichen Rosengarten und das Kloster Michaelsberg.
Opernfreunde aus aller Welt zieht es im Sommer ins Festspielhaus (1872-1876) nach Bayreuth (Internet: www.bayreuth.de ), um den erstklassigen Aufführungen von Wagners Opern beizuwohnen. Die Bayreuther Festspiele finden jedes Jahr zwischen Ende Juli und August statt. Wagnerfans pilgern zur Villa Wahnfried (heute ein Museum), zum Wagnerdenkmal und zum Grabmal des Komponisten in den Hofgärten. Weitere Anziehungspunkte sind das Alte und das Neue Schloß des früheren Markgrafen, das Opernhaus (größte Barockbühne Europas), die Eremitage (schöner Park) und die Stadtkirche. Die Stadt ist ein guter Ausgangsort für Ausflüge ins Fichtelgebirge, in die Wälder der Oberpfalz und in die »Fränkische Schweiz«.
Nürnberg (Internet: www.nuernberg.de ) ist eine moderne Stadt mit mittelalterlichem Stadtkern. In der Altstadt stehen zwei der schönsten Kirchen der Stadt, St. Lorenz (Mariä Verkündigung von Veit Stoß) und St. Sebald. Eine der Hauptsehenswürdigkeiten ist die imposante Burg, die Kaiserstallung ist heute eine Jugendherberge. Die 5 km lange alten Stadtmauer hat 46 Türme. Im Albrecht-Dürer-Haus lebte der Maler von 1509 bis zu seinem Tod. Das Spielzeugmuseum, das Fembohaus (Städtisches Museum), das Germanische Nationalmuseum und das Verkehrsmuseum gehören zu den interessantesten Museen der Stadt. Die Frauenkirche, das Rathaus und der »Schöne Brunnen« (mechanische Uhr) sind weitere beliebte Besucherziele.
Passau (Internet: www.passau.de ) liegt am Zusammenfluß der Donau, des Inns und der Ilz. Der barocke Stephansdom mit der größten Kirchenorgel der Welt, die bischöfliche Residenz mit der Rokokotreppe, die Feste Oberhaus und die Feste Niederhaus (13.-14. Jh.) sowie der Innkai mit Häusern im italienischen Baustil erwarten den Besucher.
Regensburg (Internet: www.regensburg.de ), im 1. Jahrhundert n. Chr. gegründet, liegt etwa 80 km nordöstlich von München. Der gotische Dom, die Patrizierhäuser und die Steinerne Brücke aus dem 12. Jahrhundert sind die Wahrzeichen der alten Reichs- und Bischofsstadt. Sehenswert sind auch St. Emmeram (Krypten und Grabmale), die Alte Kapelle, das Bischöfliche Palais Niedermünster (Ausgrabungen), Porta Praetoria (das nördliche Stadttor), das alte Rathaus mit dem Reichssaal und das fürstliche Schloß Thurn und Taxis.
Rothenburg ob der Tauber (Internet: www.rothenburg-ob-der-tauber.de ) ist eines der mittelalterlichen Kleinode Bayerns. Man kann auf den 3,5 km langen Stadtmauern mit ihren über 30 Toren und Türmen rund um das Städtchen gehen; von hier genießt man einen herrlichen Blick auf die schönen Patrizierhäuser. Das Deutsche Criminalmuseum mit seiner schaurigen Sammlung von historischen Folterwerkzeugen ist einen Besuch wert.
Die unterfränkische Stadt Würzburg (Internet: www.wuerzburg.de ) liegt in reizvoller Umgebung im Maintal. Sie ist umgeben von Weinbergen und bekannt für ihre Bocksbeutel-Weine. Von der Festung Marienberg hat man eine herrliche Aussicht auf die alte fränkische Stadt mit ihren vielen Kirchen. Geht man über die alte Mainbrücke aus dem 15. Jahrhundert, auf der u. a. die Statuen der Frankenapostel Kilian, Totnan und Kolonat stehen, so eröffnet sich der Blick auf den imposanten romanischen Dom. Im Mainfränkischen Museum im alten Zeughaus sind die wunderbaren Arbeiten des Bildhauers und Bildschnitzers Tilman Riemenschneider (1460-1531) ausgestellt. Die Marienkirche (im Jahre 706 erbaut), gehört zu den ältesten Kirchen Deutschlands. Die Residenz, von Balthasar Neumann nach dem Vorbild von Versailles gebaut, ist eines der prächtigsten Barockschlösser des Landes. Im Hofgarten und im Kaisersaal finden alljährlich im Sommer die Konzerte des Mozartfestes statt. Die große Steintreppe mit dem Treppengemälde von Tiepolo gilt als eines der Meisterwerke barocker Baukunst.
Berlin
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Berlin (Internet: www.berlin.de ) ist die größte Stadt Deutschlands, Hauptstadt und Regierungssitz. Seit dem Fall der Mauer und der Wiedervereinigung im Jahre 1990 sind über 100 Straßen im Osten und Westen wieder miteinander verbunden und »Geisterbahnhöfe« der U- und S-Bahn zum Leben erweckt worden. Die Beobachtungstürme, die Wachhunde und der Stacheldraht, die 28 Jahre lang nicht nur eine Stadt und ein Land, sondern symbolisch auch einen Kontinent geteilt haben, sind inzwischen fast vollständig verschwunden. Die beiden Stadthälften sind dennoch in vieler Hinsicht grundverschieden. Im Ostteil Berlins liegen die Arbeiterviertel Mitte, Pankow, Prenzlauer Berg und Friedrichshain, die Erwin Piscator und Bertold Brecht Stoff und Anregungen für ihre Theaterstücke lieferten. In Westberlin befinden sich die traditionellen Arbeiterviertel Wedding, Neukölln und Kreuzberg, das für Szenekneipen und den hohen Anteil türkischer Mitbürger bekannt ist. Die grünen Westberliner Bezirke Charlottenburg und Zehlendorf haben eine eher gutbürgerliche Atmosphäre. Der Alexanderplatz ist heute ein geschäftiger, aber recht gesichtsloser Platz mit Cafés und Hotels. Sein Wahrzeichen ist der 365 m hohe Fernsehturm, der im Volksmund den Beinamen »Telespargel« erhalten hat.
Das Nikolaiviertel mit seinen Boutiquen, Cafés und Kneipen im Stil alter Berliner Bürgerhäuser ist ein gelungenes Beispiel historischer Stadterneuerung. Das Viertel, im 2. Weltkrieg fast völlig zerstört, wurde anläßlich der 750-Jahrfeier neu errichtet; teils historisch detailgetreu, teils mit Betonfassaden. Hier befindet sich auch die älteste Kirche Berlins, die Nikolaikirche (13. Jahrhundert). Schon Friedrich der Große betrachtete die berühmte, von vielen historischen Bauwerken gesäumte Prachtstraße Unter den Linden hinter dem Brandenburger Tor als Mittelpunkt der Hauptstadt. Die Denkmäler und Prachtbauten aus dem 18. und 19. Jahrhundert wurden kunstvoll restauriert, und der Boulevard avancierte zum Schaustück der Deutschen Demokratischen Republik. Im Kronprinzessinnenpalais sind heute Restaurants und das Operncafé untergebracht, und man kann sich hier in schöner Atmosphäre bei Wiener Caféhausmusik mit leckeren Torten und Kuchen verwöhnen. Durch den Bau der Mauer im Jahre 1961 war der von alten Linden gesäumte Boulevard fast 30 Jahre lang mehr oder weniger eine Sackgasse. Am westlichen Ende steht das Brandenburger Tor, seit der Fertigstellung im Jahre 1791 Wahrzeichen der Stadt.
Die Berliner Mauer ist fast vollständig verschwunden, und manch ein »Mauerspecht« hat sich vor ihrem Abbruch ein Stück davon als persönliches Souvenir gesichert. Ganze Teilabschnitte stehen heute in Museen.
Berlin ist eine führende Messe- und Kongreßstadt, das Messe- und Ausstellungsgelände liegt am Funkturm, dem »langen Lulatsch«. Von der Aussichtsplattform auf dem Funkturm kann man bis zum Grunewald sehen. Berlin ist außerdem eine Kultur-Hochburg und Standort angesehener wissenschaftlicher Forschungsinstitute und mehrerer Hochschulen. Es gibt drei Opernhäuser, 53 Theater und mehr als 100 Kinos. Ostberlin hat eine Vielzahl ausgezeichneter Museen. Besonders empfehlenswert ist die Museumsinsel, die in einer Gabelung der Spree liegt. Auf ihr sind die Nationalgalerie, das Alte Museum (Kupferstichkabinett, moderne Kunst) und das Bodemuseum (ägyptische und frühchristlich-byzantinische Sammlung) zu finden. Prunkstück des weltberühmten Pergamon-Museums ist der Pergamon-Altar, Teil eines Zeus-Tempels aus Kleinasien. Das Museum verfügt über bedeutende Sammlungen aus dem asiatisch-islamischen Raum. Im Westberliner Bezirk Charlottenburg liegt das Ägyptische Museum mit der berühmten Büste der Königin Nofretete. In den Dahlemer Museen kann man den größten Teil der Stiftung Preußischer Kulturbesitz sehen. Das Völkerkundemuseum ist ebenfalls interessant. Das Berlin-Museum ist im Gebäude des ehemaligen Kammergerichts im Bezirk Kreuzberg untergebracht. Im prächtig restaurierten Martin-Gropius-Bau finden wechselnde Ausstellungen statt. Außerdem befinden sich hier die Berlinische Galerie, eine Schausammlung der Jüdischen Abteilung des Berlin-Museums sowie ein Museum zur Alltagskultur des 20. Jahrhunderts. Einer der größten kulturellen Anziehungspunkte in Ostberlin ist die Deutsche Staatsoper. Der schönste Konzertsaal ist das Schauspielhaus Berlin am Gendarmenmarkt. Im Februar zieht es Filmfans zur Berlinale, den Berliner Filmfestspielen. Im Juli finden die Bach-Tage statt, im September die Berliner Festwochen und im Herbst das Jazz-Fest. Liebhaber der klassischen Musik pilgern in die Philharmonie, Heimat der weltberühmten Berliner Philharmoniker, und in den Kammermusiksaal.
Wer den Boulevard Unter den Linden Richtung Brandenburger Tor entlangspaziert, kommt in den Tiergarten, eine der grünen Lungen der Stadt, und von dort in die Westberliner City. Der Kurfürstendamm wird im Volksmund Ku’damm genannt. Beim Bummel über diesen 3,5 km langen Glanzboulevard der Stadt mit seinen Straßencafés, eleganten Restaurants, teuren Boutiquen, Straßenständen und Schnellrestaurants kann man das bunte Treiben an sich vorüberziehen lassen. Die Cafés haben lange Öffnungszeiten, die Bürgersteige sind voller Menschen, und der Verkehr ist selbst in den Nachtstunden noch lebhaft. Nachdem man sich in einem der Straßencafés etwas ausgeruht und die Passanten beobachtet hat, kann man seinen Spaziergang zur Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche fortsetzen Die Ruine der neuromanischen Kirche, im Volksmund »Hohler Zahn« genannt, wurde als Mahnmal an die Schrecken des 2. Weltkrieges stehengelassen; die Gedenkhalle im alten Turm soll ein Ort der Mahnung und Versöhnung sein. Ganz in der Nähe liegt das Europa-Center mit zahllosen Geschäften, Restaurants und Bars mit lebhaftem Nachtleben. Von der Aussichtsplattform im 22. Stock hat man einen guten Blick über den Ku’damm bis in die Außenbezirke. Ein paar Schritte weiter ist das KaDeWe, das bekannte traditionsreiche Kaufhaus des Westens.
Der im Krieg zerstörte Reichstag, von dem der Sozialdemokrat Scheidemann 1918 die Republik ausrief, wurde nach 1945 wieder aufgebaut. Ein Besuch der faszinierenden Dauerausstellung Fragen an die Deutsche Geschichte lohnt sich.
Das prächtige, im Baustil des Barock und Rokoko errichtete Schloß Charlottenburg ist die ehemalige Sommerresidenz der preußischen Könige, die damals vor den Toren Berlins lag. Der Tiergarten ist ein im englischen Stil angelegter, weitläufiger Park im Herzen der Stadt, in dem an Sommerwochenenden viele Familien Picknick machen. Der Tierpark Berlin in Lichtenberg ist ein 130 ha großes Freigehege mit mehr als 7500 Tieren.
Der Müggelsee, der größte der Berliner Seen, und die Müggelberge sind das beliebteste Ausflugs- und Wassersportgebiet der Ostberliner. Bei einer Dampferfahrt auf den Berliner Wasserstraßen zeigt sich Berlin von seiner schönsten Seite. Verschiedene Reedereien bieten Kanalfahrten auf der Spree durch die Stadt und Ausflugsfahrten in das grüne ländliche Berlin an.
Seit den goldenen zwanziger Jahren ist Berlin auch für sein lebhaftes und extravagantes Nachtleben bekannt. Da es in der Stadt keine Sperrstunde gibt, schließen viele Lokale, Diskotheken und Kneipen erst in den frühen Morgenstunden. Berliner stehen in dem Ruf, ein radikales politisches Bewußtsein und eine Ader für experimentierfreudige Kreativität zu haben. Die größten der zahlreichen alternativen Projekte sind die UFA-Fabrik (ehemalige Filmstudios der UFA mit Kino, Töpferei, Sattlerei, Zirkus, Bäckerei, Café und vielem mehr) und das Ökodorf e. V. (Kommunikationszentrum und Treff von Arbeitsgruppen im Ökologiebereich). In keiner anderen Stadt gibt es so viele Nachtklubs, Bars, Restaurants, Kabaretts und Kneipen. Die Stadtmagazine Tip, Zitty, Prinz und Oxmox erscheinen 14tägig bzw. monatlich (Oxmox) und geben einen Überblick über die vielfältigen Veranstaltungen.
Zum Stadtgebiet gehören auch ausgedehnte Wälder und viele Seen. Die Pfaueninsel im Südwesten der Stadt ist ein wunderschöner Landschaftspark und steht heute unter Naturschutz. Spandauer und Tegler Forst sowie der Grunewald laden zu Wanderungen ein. Der Volkspark Friedrichshain ist der größte und zugleich älteste Park Ostberlins.
Die neuen Bundesländer
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Neubrandenburg liegt am Tollensesee in MECKLENBURG-VORPOMMERN und ist eine der wenigen Städte, in der die mittelalterliche Stadtbefestigung nahezu vollständig erhalten geblieben ist. Die Ringmauer mit ihren vier Stadttoren, drei Wassergräben und einer Anzahl romantischer Wiekhäusern, die ehemals der Verteidigung dienten, umschließen den alten Stadtkern. Die Universitäts- und Hansestadt Rostock (Internet: www.rostock.de ) liegt an der Ostseeküste. Die Universität wurde 1419 gegründet und war die erste Nordeuropas. Auffallen werden dem Besucher die markanten Backsteinbauten. Warnemünde ist ein reizvoller Stadtteil mit altem Fischereihafen. Das Rathaus aus dem 15. Jahrhundert und die schönen Bürgerhäuser am Thälmann-Platz sind besonders sehenswert. In der spätgotischen Marienkirche befinden sich eine Astronomische Uhr (1480/90) und eine barocke Orgel, die die schönste im Ostseeraum sein soll.
Greifswald (Internet: www.greifswald.de ), der Geburtsort des Malers Caspar David Friedrich, ist eine kleine Universitätsstadt und liegt östlich von Rostock. Am Markt und im sogenannten Rekonstruktionsviertel stehen Bürgerhäuser aus dem 15. Jahrhundert, auch Teile eines mittelalterlichen Fischerdorfes sind erhalten. Neue Wohngebiete und Industrieansiedlungen haben jedoch das Gesicht der Stadt verändert. Die Passagierschiffe der »Weißen Flotte« laufen alle Ostseehäfen und die Insel Hiddensee an, auf der es keine Autos gibt. Die fast unberührte Landschaft ist vielfältig, und der Vogelreichtum lockt nicht nur Vogelkundler an. Hiddensee ist Rügen vorgelagert, der größten deutschen Insel. Sie ist ein beliebtes Ferienziel mit einem Naturschutzgebiet. Man erreicht sie über den Rügendamm. Hier findet man die bekannten Kreidefelsen. Auf Usedom, der zweitgrößten Insel Deutschlands, machte das Großbürgertum schon im 19. Jahrhundert Badeurlaub. Reizvolle Natur mit kilometerlangen Sandstränden, herrlichen Wäldern, Mooren und Weideflächen locken Besucher heute wie damals. Das Stadtbild von Heringsdorf, Ahlbeck, Bansin und den anderen Seebädern prägen schöne Bauten aus den Gründerjahren.
Schwerin (Internet: www.schwerin.de ) wurde 1160 gegründet und ist auch heute noch eine reizvolle Stadt. Das Schweriner Schloß ist eines der besten Beispiele deutscher gotischer Baukunst. Es liegt am Schweriner See, umgeben von einem Burggarten. In der historischen Altstadt stehen der Dom, das älteste Gebäude der Stadt, das schöne Rathaus und ein interessantes Museum mit Sammlungen französischer, deutscher und niederländischer Malerei des 17., 18. und 19. Jahrhunderts.
Theodor Fontane hat in seinen »Wanderungen« die Schönheit der Mark BRANDENBURG beschrieben. Kiefern- und Birkenwälder, Sandboden, weiter Horizont und viel Wasser prägen das Landschaftsbild. Der herrliche Spreewald, eine von vielen Wasserläufen durchzogene feuchte Niederung, liegt südlich von Berlin. Im Freilandmuseum Lehde erhält man einen Einblick in das frühere Alltagsleben der Einheimischen.
Potsdam hat drei große schöne Parks, den Neuen Garten mit Marmorpalais (z. Zt. wegen Umbau geschlossen) und Schloß Cecilienhof (bekannt durch das Potsdamer Abkommen), Babelsberg (englische Parkanlage von Fürst Pückler-Muskau mit Schloß von Schinkel) und natürlich Sanssouci, das nach Plänen Friedrichs des Großen von dem Architekten Knobelsdorff gebaut wurde. Noch prunkvoller und größer als das eigentliche Schloß ist das Gästehaus des 'Alten Fritz', der im Schloßgarten direkt neben dem Schloß begraben liegt. In der Kunstgalerie neben dem Schloß sind Gemälde zahlreicher alter Meister ausgestellt. Auch die Stadt selbst, besonders das Holländische Viertel, ist sehenswert. Die Schorfheide ist ein nördlich von Berlin gelegenes Waldgebiet. Hier leben immer noch Biber, Fischotter, See- und Fischadler, und man findet märkische Landschaft wie im Bilderbuch. Der Mittelpunkt der Schorfheide ist der Werbellinsee. Lohnenswert ist auch ein Ausflug zum ehemaligen Zisterzienserkloster Chorin machen. Hier finden im Sommer viele Konzerte statt.
Magdeburg, die Hauptstadt von SACHSEN-ANHALT, ist eine Industriestadt westlich von Berlin. Dom (955) und Liebfrauenkloster sind Zeugnisse der über 1000jährigen Geschichte der Stadt. Bekannt wurde sie vor allem durch den Magdeburger Reiter. 55 km südwestlich von Magdeburg liegt die schöne Stadt Quedlinburg mit vielen liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern aus dem 16. Jahrhundert und einem Renaissance-Rathaus. Besonders sehenswert sind die romanische Stiftskirche St. Servatii mit dem Domschatz (u. a. wertvolles Wappenkästchen Kaiser Ottos IV.) und das Fachwerkensemble Finkenherd in der Stadtmitte. Die Altstadt wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Eingebettet in die Gebirgslandschaft des Harzes liegt die Stadt
Werningerode mit einem gotischen Rathaus aus dem 16. Jahrhundert, einem Fachwerkbau mit zwei schlanken Türmen, der der Stadt eine Märchenbuchatmosphäre verleiht. Fachwerkhäuser aus sechs Jahrhunderten, darunter das Schiefe Haus, gilt es zu entdecken. Werningerode ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in die herrliche Umgebung, in der es viele hübsche Dörfer mit Fachwerkhäusern gibt. Der Harz ist eines der schönsten Wandergebiete Deutschlands, der Brocken, die höchste Erhebung des Gebirges, ist für Wanderer zugänglich. Stolberg wird oft als die »Perle des Südharzes« bezeichnet. Auch hier beherrschen Fachwerkhäuser das Stadtbild.
Weiter südlich liegt Halle (Internet: www.halle.de ), in der Marienkirche am Marktplatz (1529) predigte einst Martin Luther. Der Komponist Händel wurde 1685 hier geboren, und jährlich im Juni finden internationale Händelfestspiele statt. Im nahegelegenen Wittenberg nagelte Luther im Jahre 1517 seine »95 Thesen gegen den Ablaßhandel« an die Tür der Schloßkirche. Zahlreiche prächtige Bauten aus dem 16. Jahrhundert, das Wohnhaus Luthers, das Melanchthon-Haus, die Schloßkirche und die Gebäude der ehemaligen Universität bezeugen die jahrhundertelange Bedeutung der Stadt.
Südlich von Halle liegt die historische Stadt Naumburg (Internet: www.naumburg.de ), deren Wahrzeichen der schöne spätromanisch-frühgotische Dom St. Peter und Paul mit seinen berühmten Stifterfiguren ist. Ein Abstecher in die alten Hansestädte Salzwedel, Stendal und Tangermünde lohnt sich.
THÜRINGEN liegt zwischen Sachsen und Hessen. Die bewaldeten Höhenzüge des Thüringer Waldes und des Schiefergebirges machen die Region zum idealen Wandergebiet. Der berühmteste Wanderpfad ist der Rennsteig, der sich über 168 km erstreckt. Neben der zentralen administrativen Funktion als Landeshauptstadt Erfurt (Internet: www.erfurt.de ) und der Entwicklung zu einem Verwaltungs-, Dienstleistungs- und Handelszentrum in Thüringen, ist die Stadt auch kulturelles Zentrum des Freistaates. Das kulturelle Erbe der Stadt zeugt von seiner jahrhundertealten Traditionen als reiche Handelsstadt. Im historischen Stadtzentrum ist eine Vielzahl sakraler Bauten, aber auch imposante Bürgerhäuser ausgezeichnet erhalten. Die Gründung der Universität fand im Jahre 1392 statt und ging mit einem von Martin Luther und dem Erfurter Humanistenkreis beeinflußten geistig-kulturellen Aufschwung einher. In den Museen der Stadt befinden sich wertvolle Sammlungen mittelalterlicher Kunstschätze, die wichtigsten ethnografischen Zeugnisse Thüringens sowie eine der attraktivsten naturkundlichen Sammlungen.
Suhl ist das Wintersportzentrum der Region, vor allem Langlauffans kommen hier auf ihre Kosten. In Eisenach (Internet: www.eisenach.de ), dem Geburtsort Johann Sebastian Bachs, steht das älteste Stadttor Thüringens. Sehenswert ist auch die romanische Nikolaikirche. In der Wartburg, die die Stadt überragt, suchte Martin Luther als Junker Jörg Zuflucht und übersetzte das neue Testament ins Deutsche. Weimar (Internet: www.weimar.de ) blickt auf eine tausendjährige Geschichte zurück und ist stolz auf sein reiches kulturelles Erbe. Ihre Blütezeit erlebte die alte Residenzstadt Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts. Goethe lebte hier 50 Jahre lang und beeinflußte die Geschicke der Stadt als Staatsbeamter, Theaterdirektor und nicht zuletzt als größter deutscher Dichter. Im Nationalmuseum, das im ehemaligen Wohnhaus Goethes eingerichtet wurde, kann man auf den Spuren des Geheimrates wandeln. Für literarisch Interessierte steht ein Goethe- und Schiller-Archiv zur Verfügung. Bach war Hoforganist und Hofkonzertmeister in Weimar, Liszt und Richard Strauss wirkten hier als Kapellmeister.
Das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald in der Nähe von Weimar, in dem über 56.000 Menschen den Tod fanden, ist heute eine Gedenkstätte.
Weitere Ausflugsziele in Thüringen sind Gera (Renaissance-Rathaus, Bürgerhäuser, Internet: www.gera.de ), die alte Universitätsstadt Jena, Friedrichsroda (Schloßruine in herrlichem Schloßpark), Gotha, die Reichstadt Nordhausen (spätgotischer Dom, Rolandstatue am Renaissance-Rathaus) und die malerische Kleinstadt Mühlhausen.
SACHSENS Hauptstadt Dresden (Internet: www.dresden.de ) hat einiges zu bieten. Mit seinen 479.273 Einwohnern ist sie eine der größten Städte im Südosten der Bundesrepublik. Ihr Glanz geht vor allem auf die Regierungszeit Augusts des Starken und seines Sohnes August III. im 17. und 18. Jahrhundert zurück. Der Zwinger ist das wohl berühmteste Bauwerk der Stadt; die vielen prächtigen Gebäude wie die Katholische Hofkirche (Hochbarock), die Frauenkirche, die Schloßkirche und die Semperoper trugen der Stadt den Ruf eines »Elbflorenz« ein. Die einstige barocke Pracht der Stadt versank im Bombenhagel des 2. Weltkrieges, die Ruine der Frauenkirche gemahnte an die Schrecken des Krieges. Inzwischen wird diese jedoch durch Spendengelder und staatliche Subventionen nach alten Plänen wiederaufgebaut. Die restaurierte wunderschöne Semperoper, die Schloßkirche und das Grüne Gewölbe und die reiche Schatzkammer der sächsischen Fürsten, legen Zeugnis von vergangenem Glanz ab. Kunstkenner sollten es nicht versäumen, die Gemäldegalerie im Zwinger zu besuchen, in der viele hervorragende Kunstwerke alter Meister ausgestellt sind. Das Schloß wird derzeit restauriert. Die Dresdener Philharmonie, die Staatskapelle und der Kreuzchor sind weltbekannt. Beliebt sind Dampferfahrten auf der Elbe zum Schloß Pillnitz.
Südöstlich von Halle liegt Leipzig (Internet: www.leipzig.de ), eine Stadt der Musik und des Verlagswesens. 38 Verlage sind in Leipzig ansässig, und die Frühjahrs-Buchmesse lockt jährlich Interessierte in die traditionsreiche Messestadt. Hier wurde Richard Wagner geboren, Mendelssohn war lange Jahre Kapellmeister des heute noch renommierten Gewandhausorchesters, und Bach war in den Jahren 1723 bis 1750 Kantor der Thomaskirche, die ebenso wie das Rathaus aus dem 16. Jahrhundert stilgerecht restauriert wurde. Johann Sebastian Bachs Kirchenchor existiert noch heute, und die Thomaner sind international hoch angesehen. Die alte Universität (1407), der berühmte Auerbachs-Keller und der Kaffeebaum, das bekannteste Kaffeehaus der Stadt, sind weitere touristische Anziehungspunkte.
Südöstlich von Leipzig in Südsachsen liegen die Städte Meißen und Dresden. Im tausendjährigen Meißen (Internet: www.meissen.de ) steht die älteste Porzellanmanufaktur Europas, auch heute noch werden die kostbaren Service in den traditionellen Meißener Mustern angefertigt. Besucher können sich in einer Schauwerkstatt von der Handwerkskunst der Porzellanmaler überzeugen. Muß auch noch manches restauriert werden, so beeindruckt auch heute schon die Schönheit der Stadt und das geschlossene historische Stadtbild. Dom, Albrechtsburg (1485) und Bischofsschloß ragen hoch über der Stadt empor. In der Umgebung Meißens wird seit Jahrhunderten Weinbau betrieben.
Die Industriestadt Chemnitz (früher Karl-Marx-Stadt, Internet: www.chemnitz.de ) wurde im 2. Weltkrieg fast völlig zerstört und nur wenige historische Bauwerke blieben erhalten. Dazu gehören das Alte Rathaus (16. Jh.) und der 800 Jahre alte Rote Turm. Sehenswerte Städte der Region sind Freiberg, Kuchwald (Freilufttheater) und Seiten (Spielzeugmuseum). Zwickau (Internet: www.zwickau.de ) ist die Geburtsstadt Robert Schumanns, ein Museum erinnert an den berühmten Komponisten. Der spätgotische Dom, das Rathaus (1403), das spätgotische Gewandhaus (heute ein Theater) und zahlreiche schöne alte Bürgerhäuser zählen zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten.
In der Oberlausitz leben die Sorben, ein slawischer Volksstamm, dessen Ursprung auf das 6. Jahrhundert zurückgeht. In Bautzen oder Budysin gibt es einen sorbischen Verlag, eine Zeitung und ein sorbisch-deutsches Volkstheater. Eigene Radioprogramme in sorbischer Sprache und Sprachunterricht in den Schulen sollen dazu beitragen, die Sorbenkultur zu erhalten.
Rundreisen
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5-tägige: Rüdesheim – Lorelei Felsen – St. Goar – Koblenz – Bonn – Köln (Rheinfahrt). 7-tägige: (a) Heidelberg – Würzburg – Nürnberg – Regensburg – Schloß Neuschwanstein (Romantische Straße). (b) Heidelberg – Heilbronn – Ulm – Nürnberg (Burgenstraße). (c) Erfurt – Weimar – Jena – Eisenach – Rudolstadt – Arnstadt (Klassische Straße in Thüringen).
Weitere deutsche Ferienstraßen: (a) Lindau – Oberstdorf – Oberammergau – Garmisch-Partenkirchen – Berchtesgaden (Deutsche Alpenstraße). (b) Darmstadt – Heidelberg (Bergstraße). (c) Bockenheim – Wissemburg (Weinstraße). (d) Trier – Koblenz (Mosel-Weinstraße). (e) Freudenstadt – Baden-Baden (Schwarzwald-Hochstraße). (f) Freudenstadt – Pforzheim (Schwarzwald-Bäderstraße).
Sozialprofil
Essen & Trinken
Das Mittagessen ist die Hauptmahlzeit. Gegen 19.00 Uhr wird Abendbrot gegessen, meist belegte Brote und diverse Salate. Zum Frühstück gibt es im allgemeinen gekochte Eier, verschiedene Brotsorten oder Brötchen, Marmelade, Honig, Müsli, Wurst, Schinken und Käse. In Imbißstuben, Cafés und im Fleischerladen erhält man Grill- und Bratwürstchen, »Knacker« und Bockwürste mit Brötchen oder Kartoffelsalat. Belegte Brötchen werden ebenfalls angeboten. Sie sind entweder mit Schinken, unterschiedlichen Wurstsorten, Leberkäse, »Hackepeter« (rohes Schweinehack mit Zwiebeln), Käse oder eingelegten Heringen belegt und mit Zwiebelringen, eingelegten Gurken, hartgekochten Eiern usw. garniert. Beim Bäcker gibt es eine große Auswahl verschiedenster Brote und Brötchen, beliebt sind Sauerteig-, Roggen-, Kümmel- und Vollkornbrote sowie Laugenbrezeln. Ein komplettes Tagesgericht in einem Gasthaus oder Restaurant besteht in der Regel aus drei Gängen. Als Vorspeise wird oft Suppe serviert, das Hauptgericht besteht aus Fleisch mit Soße, Kartoffeln, Gemüse oder Salat. Kartoffeln werden auf vielen verschiedene Arten zubereitet als Salz- oder Bratkartoffeln, als Kartoffelklöße, -püree oder Kartoffelpuffer. Zum Nachtisch wird Pudding, Eiskreme, Kompott oder Obst serviert. In den Restaurants kann man zu den Speisen Bier oder Wein trinken. Beim Konditor gibt es eine große Auswahl an Kuchen, Torten und Gebäck, gefüllt oder belegt mit Sahne, Buttercreme, Obst oder Quark. Am Nachmittag trifft man sich gerne zuhause oder im Café zu Kaffee und Kuchen. Tischbedienung ist üblich, es gibt aber auch zahlreiche Restaurants mit Selbstbedienung. Leichte Mahlzeiten stehen ebenfalls für den kleinen Hunger zur Verfügung.
Regionale Spezialitäten:
Hamburg und Norddeutschland:
Hamburger Aalsuppe, Labskaus (Corned Beef oder gepökeltes Rindfleisch mit Kartoffelpüree, Rollmops-Hering und Spiegelei), Birnen, Bohnen und Speck, Heidschnuckenbraten, Kohl und Pinkel (Grünkohl und Würstchen), Kabeljau mit grüner Soße, Bauernfrühstück (Omelette mit Bratkartoffeln und Zwiebeln), Hannoversches Blindhuhn (Eintopf aus Speck, Kartoffeln, Gemüse und Obst), Katenrauchschinken, Matjes-Hering, Räucheraal, Fisch- und Krabbenbrötchen als Zwischenmahlzeit, Rote Grütze (Fruchtpüree mit Vanillesoße oder Sahne), Rumtopf (in Rum eingelegte Früchte), Lübecker Marzipan.
Mecklenburg-Vorpommern:
Plum’n un Klüt (Pflaumen und Klöße), Spickbost (geräucherte Gänsebrust), Rügenwalder Teewurst.
Mark Brandenburg:
Teltower Rübchen, Mohnprielen und Mohnstriezel, Morchelgerichte, Oderkrebse, Eberswalder Spritzkuchen, Schwarzsauer (mit Backpflaumen und Klößen).
Berlin:
Eisbein mit Sauerkraut und Kartoffel- oder Erbspüree, Buletten, Berliner Leber (mit Zwiebel- und Apfelringen), Eierpfannkuchen, Kartoffelpuffer, Berliner (zuckerbestäubtes Schmalzgebäck mit Marmeladefüllung) und Berliner Weiße mit Schuß (obergäriges Bier mit Waldmeister- oder Himbeersirup).
Westfalen und Nördliches Rheinland:
Rheinischer Sauerbraten, Reibekuchen (aus Kartoffeln) mit Apfelmus, Himmel und Erde (Apfel- und Kartoffelpüree) mit Plünz (Blutwurst) und Röstzwiebeln, Pfeffer-Potthast (gewürztes Rindfleisch mit Lorbeerblättern) und Moselhecht in cremiger Käsesoße sowie Roggenbrötchen mit Leberwurst und halver Hahn (Käsebrötchen). Aus Westfalen kommen Räucherschinken, ausgezeichnete Mettwürstchen und Pumpernickel (schwarzes Roggenvollkornbrot). Apfelkraut (Sirup), Pflaumenmus, Aachener Printen, Honigkuchen.
Sachsen-Anhalt:
Lehm und Stroh (Sauerkraut mit Erbsenpüree), Köhlersuppe (Brotwürfel, Nierentalg, Zwiebeln und Pilze), Speckkuchen (mit Eiern und Kümmel), Zerbster Brägenwurst und Bitterbier, Baumkuchen.
Thüringen:
Thüringer Rostbratwürste, Hefeplinsen (Eierkuchen mit Rosinen und mit Zucker oder Marmelade gesüßt), Streuselkuchen (mit Apfel, Pflaumen, Mohn, Quark oder Zwiebeln). Diverse »Schwämm«gerichte (Pilze werden hier Schwämm genannt).
Sachsen:
Leipziger Allerlei (Gemüsemischung), Dresdner Stollen, Speckkuchen, Quarkkeulchen.
Frankfurt und Hessen:
Rippchen mit Sauerkraut, Frankfurter Würstchen und Ochsenbrust in Frankfurter grüner Soße (kalte Kräutersoße mit Mayonnaise), Zwiebelkuchen und Frankfurter Kranz (mit Mandelkrokant verzierte Buttercremetorte).
Pfalz und Baden: Saumagen, Schlachtplatte, Leberknödel, Weinsauerkraut, Fleischklöße, Ochsenbrust mit Meerrettichsoße, Kartoffelsuppe mit Zwetschgenkuchen, Dampfnudeln mit Weinsoße, Rotweinkuchen, Zwiebelkuchen, Weinsuppe, Rieslinghuhn mit breiten Bandnudeln, Flammkuchen, Badische Schneckensuppe, Bachforelle, Eingemachtes Kalbfleisch (Kalbsfrikassee mit weißer Kapernsoße), Schwarzwälder Schinken und Schwarzwälder Kirschtorte.
Stuttgart und Schwaben: Maultaschen, Spätzle, Linsen und Spätzle mit Seidenwürstchen, Bubenspitzle (aus Kartoffelteig), Zwiebelrostbraten, Schwäbisches Schäufele.
München und Bayern/Franken:
Leberkäs’, verschiedene Knödel, Spanferkel, Spießbraten, Weißkraut mit Kümmel, Spiegelkarpfen, Schwammerln (Waldpilze) mit Knödeln, Leberknödelsuppe, Nürnberger Rostbratwürstchen, Weißwurst mit süßem Senf, Brezn, Obatzter (pikant gewürzter Brotaufstrich aus Camembert, Butter und Zwiebeln), Bayrische Creme (Vanillecreme), Strudel, Nürnberger Lebkuchen
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Getränke: In Gaststätten und Kneipen wird am Tisch bedient. Alkohol darf nicht an Jugendliche unter 18 Jahren ausgeschenkt oder verkauft werden. Minderjährige dürfen Gaststätten nur in Begleitung eines Erwachsenen betreten, erhalten aber keine alkoholischen Getränke. Die Öffnungszeiten sind recht unterschiedlich, die Gaststätten in den Urlaubsorten und Großstädten sind i. allg. ganztägig bis etwa Mitternacht oder später geöffnet. Nur in Berlin und Hamburg gibt es keine gesetzlichen Sperrstunden.
Bier ist das Nationalgetränk und wird in allen möglichen Stärken und Geschmacksrichtungen angeboten. Es gibt zahlreiche leichte Pilsner und auch kräftige Dunkelbiere. Besonders erfrischend ist das bayerische Weizenbier oder Weißbier. Ausgefallene Spezialitäten sind Bayrisches G’frornes (gefrorenes Bier), Mumme (ein bittersüßes Bier ohne Hopfen) aus Braunschweig, Altbier aus Düsseldorf, Kölsch aus Köln, helles oder dunkles Bockbier aus Berlin und Köstritzscher Schwarzbier aus Sachsen. Im Sommer laden besonders im Süden Deutschlands zahlreiche Biergärten zum Verweilen ein. Das Münchner Oktoberfest ist das bekannteste Bierfest der Welt.
Deutsche Weine zählen zu den besten der Welt. Die bekanntesten kommen aus den Tälern des Rheins und der Mosel, aber auch die badischen Weine, der Frankenwein, und die Weine aus den Anbaugebieten der Ahr und Nahe sowie Saale und Unstrut sind eine Kostprobe wert. Man sollte ruhig einmal den Frankfurter Äppelwoi (Apfelwein), den weißen Cannstatter in Stuttgart, den trockenen Würzburger oder die deutschen Rotweine Dornfelder und Trollinger probieren. Zur Zeit der Weinlese wird vielerorts Neuer Wein (gegorener Traubensaft), auch Bizzler oder Rauscher genannt, mit Zwiebelkuchen angeboten. Im Sommer und Herbst finden in den Orten entlang der Deutschen Weinstraße und anderen Weinbauregionen zahlreiche Weinfeste statt. Auf deutschen Weihnachtsmärkten, deren bekanntester der Nürnberger Christkindlmarkt ist, trinkt man gerne den mit Zucker oder Honig gesüßten und Gewürzen aromatisierten Glühwein.
Darüberhinaus gibt es zahlreiche hochprozentige Getränke:
Korn (klarer Schnaps aus Getreide oder Kümmel) im Norden, Magenbitter und Kräuterliköre aus Mitteldeutschland, Eierlikör und Weinbrand aus dem Rheinland und Obstbrände (Kirschwasser, Himbeer-, Pflaumen-, Birnen- und Mirabellengeist) aus dem Nordschwarzwald.
Nachtleben
In allen größeren Städten haben Besucher die Wahl zwischen Schauspiel-, Konzert- und Opernhäusern (die Hamburger Staatsoper, die Deutsche Oper Berlin, die Deutsche Staatsoper Berlin und das Nationaltheater in München sind nur einige der berühmtesten), Nachtklubs, Bars mit Live-Shows und Diskotheken. In den ländlichen Gegenden finden zahlreiche traditionelle Folklore-Veranstaltungen statt. Hauptsächlich im Süden findet man die bekannten Bierkeller. In Rheinland-Pfalz, Franken und in Baden gibt es unzählige kleine Weinstuben.
Einkaufstips
Optische Geräte wie Ferngläser und Fotoapparate, Porzellan, mundgeblasenes Glas und Kristall, Silber- und Stahlwaren, Messer aus Solingen, Lederwaren, Sportartikel, Schwarzwälder Kuckucksuhren, Spielzeug aus Nürnberg und bayerischer Loden. Schöne Mitbringsel aus Ostdeutschland sind Musikinstrumente, geschnitztes Holzspielzeug aus dem Erzgebirge und Meißener Porzellan. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Fr 08.00/09.00-19.00/20.00 Uhr, Sa bis 16.00 Uhr, an den vier Samstagen vor Weihnachten bis 18.00 Uhr. In Kleinstädten sind die Geschäfte oft zwischen 13.00-15.00 Uhr geschlossen. Manche Einzelhändler außerhalb der Stadtzentren schließen mittwochnachmittags.
Sport
Fast jede größere Stadt hat mehrere Sportplätze und/oder ein Stadion. Fußball ist die populärste Sportart. Die Spiele der Bundesliga werden am Samstagnachmittag ausgetragen. Pferderennbahnen gibt es in Baden-Baden, Berlin, Frankfurt/M., Hamburg, Hannover und München. Reiten ist sehr beliebt. Besonders empfehlenswert für Reiterferien sind Verden und Warendorf (Staatsgestüt). Auf über 200 Anlagen kann Golf gespielt werden. An der Küste, auf Flüssen und Seen ist Segeln (an Nord- und Ostsee gibt es viele Segelschulen), Schwimmen, Angeln oder Sportfischerei sehr beliebt. Ein Fischereischein wird benötigt (etwa 18 € pro Tag). Die besten Fischgründe findet man in den Binnengewässern. Schonzeiten müssen beachtet werden. An Ost- und Nordseeküste gibt es zahlreiche schöne Sandstrände. An der Nordsee ist die Brandung stärker und ideal für das Windsurfing, die Ostsee ist ruhiger und hat nur geringen Tidenhub. In der Gegend um Suhl im Süden am Rand des Thüringer Waldes liegen zahlreiche Wintersportorte. Oberhof hat ausgezeichnete Sprungschanzen und Rodelbahnen. Skilauf: In Bayern liegen einige der bekanntesten deutschen Wintersportzentren: Garmisch-Partenkirchen (Olympia-Sportanlagen), Berchtesgaden, Oberstdorf, Inzell und Reit im Winkl. Empfehlenswert für Wintersportfreunde sind auch die Waldgebirge Harz, Schwarzwald und der Bayerische Wald. Die Hauptsaison ist in den Monaten November bis April. Besonders in Oberbayern ist auch das Curling weitverbreitet. In den großen Winterkurorten gibt es Gelegenheit zum Eishockeyspielen, Bobfahren und Schlittschuhlaufen. Andere beliebte Sportarten sind Tennis und Squash. In vielen Städten gibt es besondere Radfahrwege. An zahlreichen Bahnhöfen können Fahrräder gemietet werden. Weitere Auskünfte erteilen die Informationsstellen der DB (Radfahrer-Hotline: Tel: (0180) 319 41 94. Anrufe kosten 0,12 €/Min.) oder die DZT. Organisierte Radferien können über Rotalis Reisen per Rad, Postfach 100244, D-85593 Baldham bei München (Tel: (08106) 35 91 91. Fax: (08106) 3 41 75. E-Mail: info@rotalis.de ) und ähnlichen Organisationen gebucht werden. Weitere Informationen vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e. V. (ADFC), Postfach 107747, Grünenstraße 8/9, D-28199 Bremen. Tel: (0421) 34 62 90. Fax: (0421) 346 29 50. (E-Mail: kontakt@adfc.de ; Internet: www.adfc.de ). Der Harz, der Schwarzwald, der Bayerische Wald und der Pfälzer Wald gehören zu den schönsten Wandergebieten. Das Netz der markierten Wanderwege umfaßt insgesamt 132.000 km. Der Deutsche Alpenverein unterhält Hütten in den Alpen und den Mittelgebirgen und bietet Führungen und Kurse im Bergsteigen an. Zwischen Dresden und Bad Schandau liegt die Sächsische Schweiz, die ein gutes Trainingsgebiet für Alpinisten ist.
Veranstaltungskalender
Der folgende Veranstaltungskalender für 2004 stellt nur eine Auswahl des vielfaltigen Veranstaltungsangebots in Deutschland dar. Weitere Informationen sind von der DZT (s. Adressen) erhältlich. 16.-25. Jan. 2004 Internationale Grüne Woche, Berlin. 22.-27. Jan. 93. Berliner 6-tägiges Radrennen. 12.-16. März Internationale Tourismus Börse (ITB), Berlin. 9.-12. April Bayerisches Osterfest. 17. April - 9. Mai Kölner Musik-Triennale. 7.-16. Mai Deutsches Mozart-Festival, Chemnitz. 16.-22. Juni Mainzer Mittsommernachtsfeier. 10. Juli Love Parade in Berlin. 14.-18. Juli 21. Deutsches Chor-Festival. Aug. Junge Europäische Klassiker (Europäischer Musiksommer), Berlin. Aug.-Sept. Wein-Festival. Sept. 31. Berlin Marathon. Sept.-Okt Münchner Oktoberfest. Nov.-Dez. Weihnachtsmärkte, landesweit; Winterdom (große Spaßmesse mit Zirkus), Hamburg. 31. Dez. Neujahrs-Party am Brandenburger Tor, Berlin.
Land & Leute
Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Bei einer Einladung in die Wohnung des Gastgebers werden oft Speisen und Getränke angeboten. Mitgebrachte Blumensträuße überreicht man immer ausgewickelt (laut Tradition gibt man eine ungerade Zahl, und rote Rosen sind ausschließlich für die Partnerin reserviert). Bei Telefongesprächen nennt man zuerst den eigenen Namen, bevor man nach der gewünschten Person fragt. Legere Bekleidung wird überall akzeptiert, aber in bestimmten Restaurants, bei Opern-, Theater- und Konzertbesuchen und zu gesellschaftlichen Anlässen wird elegantere Kleidung erwartet. Zu ganz besonderen Gelegenheiten wird Abendkleidung verlangt. Nichtraucherzonen sind gekennzeichnet. In öffentlichen Gebäuden und Nahverkehrsmitteln ist das Rauchen verboten. Trinkgeld: Die Bedienung ist in Hotelrechnungen bereits enthalten. Restaurants berechnen 10% Bedienungsgeld. Taxifahrer, Friseure und Toilettenpersonal erwarten Trinkgeld.
Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Die Bundesrepublik Deutschland ist ein hochentwickeltes, stark in die Weltwirtschaft integriertes Industrieland, sie ist zweitgrößte Handelsnation und hat nach Japan und den USA das drittgrößte Wirtschaftsvolumen. Die Bevölkerung der alten Bundesländer genießt eines der höchsten Pro-Kopf-Einkommen in Europa. Die vier wichtigsten Branchen der Industrie sind die chemische Industrie, die Automobilherstellung, der Maschinenbau und die Elektroindustrie. Von großer Bedeutung ist auch der schnellwachsende High-Tech-Sektor, d. h. Computer- und Biotechnologie, Informatik und Medien. Deutschland ist abhängig von Rohstoffimporten, ein Drittel des Energiebedarfes wird durch in Kernkraftwerken erzeugten Strom gedeckt. Der Ausstieg aus der Atomenergienutzung wurde im April 2002 durch ein entsprechendes Gesetz verabschiedet. Die wichtigsten Bodenschätze sind Stein- und Braunkohle sowie Kali- und Steinsalz. Trotz des hohen Selbstversorgungsgrades im Agrarsektor müssen aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte auch landwirtschaftliche Erzeugnisse importiert werden. Hauptanbauprodukte sind Getreide, Zuckerrüben, Kartoffeln, Gemüse, Obst, Hopfen und Wein. Hauptexportgüter der deutschen Wirtschaft sind Fahrzeuge, Maschinen, chemische und elektrotechnische Erzeugnisse, Textilwaren und Bekleidung. Die wichtigsten Handelspartner sind die EU-Partnerländer, die USA, die Schweiz und Japan. Deutschland steht vor der schwierigen Aufgabe, die Wirtschaft weiter an die Bedingungen der Globalisierung anzupassen und die hohe Arbeitslosigkeit abzubauen. Außerdem müssen die nach wie vor bestehenden ökonomischen und sozialen Spannungen zwischen Ost und West überwunden werden. Investitionen in den fünf neuen Bundesländern beschränkten sich vorwiegend auf die Bereiche Medien, Werbung und den Dienstleistungssektor. Trotz der inzwischen vollzogenen grundlegenden Modernisierung, nach der die Industriebetriebe in Ostdeutschland nun wettbewerbsfähig sind, wird es jedoch noch einige Zeit dauern, bis die ostdeutsche Wirtschaft einen wirklichen Aufschwung erlebt. Die landwirtschaftlichen Betriebe in den neuen Bundesländern haben ebenfalls mittlerweile die Anpassung an die Marktbedingungen der Europäischen Union weitgehend erreicht, so daß die Produktivität kaum noch hinter der westdeutscher Betriebe zurückbleibt. Sowohl die Kosten der Wiedervereinigung als auch die Arbeitslosenrate, die Mitte 1999 bei knapp über 10% lag, ließen Schwachstellen in der deutschen Wirtschaft erkennen. Probleme bereiten in erster Linie die Inflexibilität des Arbeitsmarktes, der riesige öffentliche Sektor sowie mangelnde Investitionen in neue Technologien. Im Tourismusbereich konnte Deutschland 1999 rund 35,7 Mio. Auslandsgästeübernachtungen verzeichnen, die Deviseneinnahmen beliefen sich auf 15,6 Mrd. Euro. Bayern ist weiterhin beliebtestes Reiseziel und München wichtigste Fremdenverkehrsstadt. Der Tourismus erbringt rund 8% des Bruttoinlandsproduktes und bietet etwa 2,8 Mio. Arbeitsplätze.
Geschäftsverkehr
Geschäftliche Termine sollten lange im voraus vereinbart und strikt eingehalten werden. In vielen Unternehmen ist freitags früher Büroschluß. Auf Pünktlichkeit wird großen Wert gelegt.
Kontaktadressen
Deutscher Industrie- und Handelskammertag (Dachverband der insgesamt 82 Industrie- und Handelskammern)
Breite Straße 29, D-10178 Berlin
Tel: (030) 203 08 16 19. Fax: (030) 203 08 16 16.
E-Mail: infocenter@berlin.dihk.de
Internet: www.ihk.de
Österreichische Handelsdelegation
Stauffenbergstr. 1, D-10785 Berlin
Tel: (030) 257 57 50. Fax: (030) 25 75 75 75.
E-Mail: berlin@wko.at
Internet: www.oesterreich.org
Zweigstellen in Frankfurt/M. und München. Büro in Dresden.
Deutsche Handelskammer in Österreich,
Wiedner Hauptstraße 142, A-1050 Wien
Tel: (01) 54 51 41 70. Fax: (01) 545 22 59.
E-Mail: office@dhk.at
Internet: www.dhk.at
Handelskammer Deutschland-Schweiz (Hauptsitz Zürich)
Tödistraße 60, CH-8002 Zürich
Tel: (01) 283 61 61. Fax: (01) 283 61 00.
E-Mail: direktion@handelskammer-d-ch.ch
Internet: www.handelskammer-d-ch.ch
Vereinigung Schweizerischer Unternehmen in Deutschland (VSUD)
Dufourstraße 5, CH-4052 Basel
Tel: (061) 270 99 22. Fax: (061) 270 99 23. E-Mail: info@vsud.ch
Internet: www.vsud.ch
VSUD-Repräsentanzen in Berlin und Bonn.
Konferenzen/Tagungen
Deutschland ist eine der wichtigsten Kongreßdestinationen. Tagungsstätten bieten modernste Konferenzeinrichtungen. Weitere Informationen auf Anfrage beim German Convention Bureau (GCB), dem die führenden deutschen Kongreßstädte sowie Hotels, Kongreßzentren, Verkehrsträger, Reiseveranstalter, Verkehrsvereine und Messegesellschaften in allen 16 Bundesländern angehören.
German Convention Bureau
Münchener Straße 48, D-60329 Frankfurt/M
Tel: (069) 242 93 00. Fax: (069) 24 29 30 26.
E-Mail: info@gcb.de
Internet: www.gcb.de
Anmerkung
Außer in Berlin, Leipzig (Standort der alljährlichen Leipziger Messe) und Dresden gibt es in Ostdeutschland gegenwärtig nur wenige Konferenzzentren. Zahlreiche Neubau- und Modernisierungsprojekte sind derzeit in Arbeit, um Angebot und Standard der ostdeutschen Tagungsstätten dem internationalen Niveau anzupassen. Auskünfte beim Deutschen Kongreßbüro oder von der DZT (s. Adressen).
Klima
Klima
Die Sommer sind warm bis heiß, die Winter recht kalt; langanhaltende Kälteperioden mit Schnee und Frost sind jedoch außer in den Alpen und an der Küste selten. Niederschläge ganzjährig.



