Reiseführer Polen
Inhaltsverzeichnis
Kontaktadressen
Lage
Mitteleuropa.
Offizieller Staatsname
Republik Polen.
Landesvorwahl
48.
Polnisches Fremdenverkehrsamt
Kurfürstendamm 71, D-10709 Berlin
Tel: (030) 210 09 20. Fax: (030) 21 00 92 14.
E-Mail: info@polen-info.de
Internet: www.polen-info.de
Mo-Fr 09.00-12.00 und 14.00-16.00 Uhr.
Polnisches Fremdenverkehrsamt
Lerchenfelderstraße 2, Palais Auersberg, A-1080 Wien
Tel: (01) 524 71 91. Fax: (01) 524 71 91 20.
E-Mail: info@poleninfo.at
Internet: www.poleninfo.at
Mo-Do 09.00-17.00 Uhr, Fr 09.00-15.00 Uhr.
(Auch für die Schweiz zuständig)
Polnische Tourismusorganisation
4-6 Chalubiñskiejo, PL-00-928 Warszawa
Tel: (022) 630 17 01/36/47. Fax: (022) 630 17 42/61.
E-Mail: pot@pot.gov.pl
Internet: www.pot.gov.pl
Warszawskie Centrum Informacji Turystycznej
(Warschauer Touristinformationszentrum)
Sq. Zamkowy 1/13, PL-00-262 Warszawa
Tel/Fax: (022) 635 18 81.
E-Mail: wcit@wcit.waw.pl oder wcit@neostrada.pl
Internet: www.wcit.waw.pl
Touristische und kulturelle Informationen:
Aleje Jerozolimskie 54, PL-00-024 Warszawa
Tel/Fax: (022) 654 24 47.
Botschaft der Republik Polen
Lassenstraße 19-21, D-14193 Berlin
Tel: (030) 22 31 30. Fax: (030) 22 31 31 55.
E-Mail: info@botschaft-polen.de
Internet: www.botschaft-polen.de
Mo-Fr 08.00-16.00 Uhr (Terminvereinbarung erforderlich).
Konsularabteilung der Botschaft
Richard-Strauß-Straße 11, D-14193 Berlin
Tel: (030) 22 31 30. Fax: (030) 22 31 32 12.
E-Mail: konsulat.berlin@botschaft-polen.de
Internet: www.botschaft-polen.de
Mo, Di, Do, Fr 09.00-13.00 Uhr.
Generalkonsulate in Hamburg, Köln, Leipzig und München. Honorarkonsulate in Nürnberg und Stuttgart.
Botschaft der Republik Polen
Hietzinger Hauptstraße 42C, A-1130 Wien
Tel: (01) 87 01 50, 87 01 51 00. Fax: (01) 87 01 52 22. Konsularabt.: Tel: (01) 87 01 51 28.
E-Mail: sekretariat@botschaftrp.at oder info@botschaftrp.at oder konsul@botschaftrp.at
Internet: www.botschaftrp.at
Konsularabt.: Mo, Di, Do, Fr 09.00-13.00 Uhr.
Honorarkonsulate in Graz, Innsbruck und Salzburg.
Botschaft der Republik Polen
Elfenstraße 20A, CH-3006 Bern
Tel: (031) 358 02 02. Fax: (031) 358 02 16. Konsularabt.: Tel: (031) 358 02 07. Fax: (031) 358 02 21.
E-Mail: polishemb@dial.eunet.ch
Internet: www.pol-amb.ch
Mo-Fr 08.00-16.00 Uhr. Konsularabt.: Mo, Di, Do, Fr 09.00-12.00 Uhr.
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Ul. Dabrowiecka 30, PL-03-932 Warszawa
Tel: (022) 584 17 00. Fax: (022) 584 17 39.
E-Mail: reg1@wars.auswaertiges-amt.de oder mail@ambasadadaniemiec.pl
Internet: www.ambasadaniemiec.pl
Generalkonsulate in Gdnyia (Danzig), Kraków (Krakau) und Wroclaw (Breslau). Außenstelle eines Generalkonsulats in Opole (Oppeln). Vizekonsulat in Opole (Oppeln). Honorarkonsulate in Lodz, Poznan (Posen) und Szczecin (Stettin).
Botschaft der Republik Österreich
Ul. Gagarina 34, PL-00-748 Warszawa
Tel: (022) 841 00 81/84. Fax: (022) 841 00 85.
E-Mail: warschau-ob@bmaa.gv.at
Generalkonsulat in Kraków (Krakau). Honorarkonsulate in Gdynia (Danzig), Lodz und Wroclaw (Breslau).
Botschaft der Schweizerischen Eidgenossenschaft
Aleje Ujazdowskie 27, PL-00-540 Warszawa
Tel: (022) 628 04 81/82. Fax: (022) 621 05 48.
E-Mail: vertretung@var.rep.admin.ch
Allgemeines
Fläche
312.685 qkm.
Bevölkerungszahl
38.622.660 (2003).
Bevölkerungsdichte
123,5 pro qkm.
Hauptstadt
Warszawa (Warschau). Einwohner: 1.607.600 (2003).
Geographie
Polen grenzt im Norden an die Ostsee, im Osten an Litauen und die GUS-Staaten Belarus, Russ. Föderation und Ukraine, im Süden an die Tschechische und Slowakische Republik und im Westen an Deutschland.
Polen bietet eine sehr abwechslungsreiche Landschaft. Betrachtet man das ganze Land aus der Vogelperspektive, so sieht man im Süden die Gebirgskette der Karpaten und Sudeten. Einen Teil der Karpaten bildet das Tatra-Gebirge, das als einziger Gebirgszug in Polen einen alpinen Charakter aufweist. Im Süden sieht man das Beskiden- und das Bieszczady-Gebirge. Richtung Norden dominieren die beiden Flüsse Weichsel (1047 km lang) und Oder (742 km lang) mit ihren zahlreichen Nebenflüssen die Landschaft.
Die Masurische Seenplatte mit ihren beiden größten Seen, dem Sniadrwy-See (106 qkm) und dem Mamry-See (104,9 qkm) ist landschaftlich besonders attraktiv, sowie die Ostsee im Norden von Polen mit ihren weitläufigen Sandstränden, den Dünen an der mittleren Küste und den hohen Klippen.
Polen ist ein Land faszinierender Natur. Ein Paradies für Geologen und Vogelkundler sind die Sudeten und ihr Vorland. Der Bialowieska-Urwald lockt mit seiner urwüchsigen Natur und dem weltbekannten Reservat für Wisente. Die Salzbergwerke in Wieliczka und Bochnia gehören zu den ältesten sich in Betrieb befindlichen Salzbergwerken der Welt.
Staatsform
Republik seit 1918. Neue Verfassung seit 1997 in Kraft. Zweikammerparlament: Sejm (460 Mitglieder) und Senat (100 Mitglieder). Staatsoberhaupt: Aleksander Kwasniewski, seit 1995. Regierungschef: Marek Belka verliert Vertrauensfrage im Mai 2004, Neuwahlen stehen aus.
Sprache
Amtssprache ist Polnisch. Es wird auch Deutsch, Ukrainisch oder Belorussisch gesprochen.
Religion
95,8% römisch-katholisch; außerdem Polnisch-Orthodoxe, Protestanten, Altkatholiken und Juden.
Ortszeit
MEZ (UTC + 1); März bis Oktober: MEZ + 1 (UTC + 2).
Netzspannung
220 V, 50 Hz.
Post- und Fernmeldewesen
Telefon
Internationale Direktdurchwahl.
Landesvorwahl
48. Das polnische Telefonnetz wird zur Zeit weiter ausgebaut und modernisiert, daher können sich Anschluß- und Vorwahlnummern ändern. Die Telefonauskunft hat landesweit folgende Nummern: 913 für das Ortsnetz, 912 für Fernverbindungen. In den Städten und Ferienzentren gibt es viele öffentliche Telefonzellen. Telefonkarten mit 25, 50 oder 100 Einheiten sind in Postämtern, bei Tankstellen sowie in vielen Hotels und Kiosken erhältlich. Vor der ersten Benutzung der Karte muß eine perforierte Ecke abgebrochen werden, erst dann nimmt das Gerät sie an.
Mobiltelefon
GSM 900 und 1800. Mobilfunkgesellschaften (alle Dualband 900/1800) sind Polkomtel (Internet: www.plusgsm.pl ), Polska Telefonia Cyfrowa (Internet: www.era.pl ) und PTK Centertel (Internet: www.idea.pl ). Roaming-Abkommen bestehen.
Internet/E-Mail
Internetanbieter sind SuperMedia (Internet: www.supermedia.com.pl ), Internet Technologies Polska (Internet: www.it.pl ) und MediaNet (Internet: www.medianet.pl ). Internetcafés gibt es in allen größeren Städten.
Telegramme
Kann man in den Hauptpostämtern oder telefonisch aufgeben.
Post
Briefe innerhalb Europas sind etwa 3-4 Tage unterwegs. Postlagernde Sendungen kann man an alle Postämter des Landes schicken. Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Sa 08.00-20.00 Uhr. Einige Hauptpostämter in größeren Städten sind rund um die Uhr geöffnet.
Deutsche Welle
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0221) 389 32 08. Internet: www.dwelle.de ) anzufordern.
Reisepaß/Visum
Reisepaß/Visum
| Land | Visa | Reisepass |
| Deutschland | Nein | Nein/[1] |
| Österreich | Nein | Nein/[1] |
| Schweiz | Nein | Ja |
| Andere EU-Länder | Nein | Nein/[1] |
Anmerkung
Reisende müssen über ausreichende finanzielle Mittel für die Dauer ihres Aufenthalts verfügen.
Reisepass
Allgemein erforderlich, muß bei Visumpflicht bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein. Besteht keine Visumpflicht, muß der Reisepaß während des Aufenthalts gültig sein. [1] Staatsangehörige der Bundesrepublik Deutschland, Österreich und der übrigen EU-Länder können seit dem 1. Mai 2004 mit einem gültigen Personalausweis einreisen. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, daß sich die Anwendung der neuen europäischen Einreisebestimmungen möglicherweise in der Praxis nicht schlagartig verfestigt. Es ist daher anzuraten, sich an die konsularischen Vertretungen zu wenden.
Der deutsche Kinderausweis wird anerkannt, muß jedoch mit einem Lichtbild versehen sein.
Visum
Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsbürger folgender Länder:
(a) Bundesrepublik Deutschland, Österreich, übrige EU-Länder (Estland bis zu 30 Tage, Großbritannien für Aufenthalte von bis zu 180 Tagen) und die Schweiz für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen;
(b) Andorra, Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Costa Rica, Ecuador, Honduras, Hongkong (China), Island, Israel, Japan, Korea (Süd), Kroatien, Liechtenstein, Macau (China), Malaysia, Mexiko, Monaco, Nicaragua, Norwegen, Panama, San Marino, Uruguay und USA bis zu 90 Tagen;
(c) Bulgarien, Rumänien und Singapur bis zu 30 Tagen.
Transit
Transitreisende, die mit dem nächsten Anschluß weiterfliegen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum. Staatsbürger mancher Länder benötigen in jedem Fall ein Transitvisum. Nähere Auskünfte erteilen die konsularischen Vertretungen.
Visaarten
Aufenthalts- und Transitvisum.
Visagebühren
Deutschland und Österreich:
Für einen Aufenthalt von max. 90 Tagen brauchen Deutsche und Österreicher kein Visum. Für Aufenthalte von über 90 Tagen müssen Deutsche und Österreicher eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen.
Aufenthaltsvisum kurzfristig (einmalige Einreise): 36 €.
Aufenthaltsvisum kurzfristig (mehrfache Einreise): 60 €.
Aufenthaltsvisum langfristig (einmalige Einreise): 72 €.
Aufenthaltsvisum langfristig (mehrfache Einreise): 96 €.
Transitvisum:
12 € (einmalige Durchreise);
24 € (zweimalige Durchreise);
36 € (mehrmalige Durchreise).
Antrag für Arbeitserlaubnis: 36 € + Visagebühr.
Eilzuschlag für Ausstellung innerhalb von 6 Tagen: 30 €.
Schweiz:
Für einen Aufenthalt von max. 90 Tagen brauchen Schweizer kein Visum.
Kurzfristiges Touristenvisum
(für einen Aufenthalt bis zu 30 Tagen und für eine einmalige Einreise): 57 CHF;
(für einen Aufenthalt bis zu 30 Tagen und für zweimalige Einreise): 75 CHF;
(für einen Aufenthalt bis zu 30 Tagen und für mehrmalige Einreise): 93 CHF;
Langfristiges Geschäftsvisum
(für einen Aufenthalt für mehr als 90 Tage, mehrmalige Einreise): 148 CHF;
Dauervisum (mehrmalige Einreise): 112 CHF;
Transitvisum:
20 CHF (einmalige Durchreise);
38 CHF (zweimalige Durchreise);
57 CHF (mehrmalige Durchreise).
Gültigkeitsdauer
6 Monate ab Ausstellungsdatum. Aufenthaltsvisum: bis zu 90 Tagen Aufenthalt. Transitvisum: 5 Tage Aufenthalt.
Antragstellung
Konsulat bzw. Konsularabteilung der Botschaft (s. Adressen).
Unterlagen
(a) Gültiger Reisepaß und 1 Fotokopie (muß noch mindestens 6 Monate über geplante Aufenthaltsdauer hinaus gültig sein). (b) Antragsformular. (c) 1 Paßfoto. (d) Gebühr (bar oder Postanweisung, kein Scheck). (e) Rückreiseticket (für Staatsbürger nichteuropäischer Länder). (f) Kontaktadresse in Polen. (g) Einladungsschreiben. (h) Nachweis einer Hotelbuchung. (i) Nachweis ausreichender finanzieller Mittel. (j) Visum des Ziellandes (bei Beantragung von Transitvisa). (k) Geschäftsreisende: Schreiben der eigenen Firma und des Geschäftspartners in Polen.
Anmerkung
(a) Kinder unter 16 Jahren, die im Reisepaß ihrer Eltern eingetragen sind, benötigen keinen eigenen Visumantrag. (b) Staatsangehörige einiger Länder benötigen zusätzlich ein Einladungsschreiben oder eine Reisebuchungsbestätigung (s. o.).
Bearbeitungszeit
14 Tage; Eilausstellung auch innerhalb von 6 Tagen möglich (s. Visagebühren).
Aufenthaltsgenehmigung
Anträge an die zuständige konsularische Vertretung (s. Adressen).
Geld
Währung
1 Zloty = 100 Groszy. Währungskürzel: Zl, PLN (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 200, 100, 50, 20 und 10 Zl; Münzen in den Nennbeträgen 5, 2 und 1 Zl sowie 50, 20, 10, 5, 2 und 1 Groszy.
Geldwechsel
Auslandswährungen können problemlos an den Grenzübergängen, in Banken und Wechselstuben sowie in größeren Hotels und Reisebüros gewechselt werden. In allen größeren Städten und Feriengebieten gibt es Geldautomaten, an denen man mit EC-Karten Bargeld abheben kann (s.u.).
Kreditkarten
Eurocard, MasterCard, American Express, Diners Club und Visa werden akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
EC-Karte/Sparcard
Mit EC-Bankkarte und PIN-Nummer kann europaweit Bargeld in der Landeswährung von Geldautomaten abgehoben werden. In vielen europäischen Ländern ist es auch möglich, in Geschäften mit der EC-Karte zu bezahlen. Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden europa- und weltweit akzeptiert. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten. Ähnliches gilt für die deutsche Sparcard, dem Nachfolger des Postsparbuches als Sortenbeschaffungsmittel im europäischen Ausland. Mit Sparcard und PIN-Nummer kann Bargeld von europäischen Geldautomaten mit dem Plus-Logo abgehoben werden. Weitere Einzelheiten von allen Postbankfilialen.
Wechselkurse
| Zl | Zl | Zl | Zl | Zl | |
| Dez. '02 | Apr. '03 | Sept. '03 | Jan. '04 | Apr. '04 | |
| 1 € | 3,99 | 4,26 | 4,49 | 4,69 | 4,71 |
| 1 CHF | 2,71 | 2,88 | 2,90 | 3,02 | 3,02 |
| 1 US$ | 3,99 | 3,99 | 3,92 | 3,67 | 3,92 |
Devisenbestimmungen
Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist auf den Gegenwert von 10.000 Euro beschränkt. Die Ein- und Ausfuhr von Fremdwährungen ist ab einem Betrag im Gegenwert von 10.000 Euro deklarationspflichtig.
Öffnungszeiten der Banken
Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr und Sa 09.00-13.00 Uhr in größeren Städten.
Duty Free
Duty Free
Folgende Artikel können (bei Einreise aus Nicht-EU-Ländern) zollfrei nach Polen eingeführt werden:
250 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak (Personen über 17 J.);
1 l Wein und 1 l Spirituosen (Personen über 17 J.);
Kosmetika und Medikamente für den persönlichen Gebrauch;
Geschenke im Gegenwert von bis zu 70 €.
Ein- und Ausfuhrbeschränkungen
Die Einfuhr von Schußwaffen und Betäubungsmitteln ist verboten. Pelze, Leder- und Goldwaren sind zollpflichtig. Die Ausfuhr von Antiquitäten, Kunstwerken und kulturhistorisch wertvollen Objekten, die vor 1945 entstanden sind, ist vom Wojwodschafts-Denkmalskonservator genehmigungspflichtig. Genehmigungen können über Antiquitätenläden beantragt werden.
Abschaffung des innereuropäischen Duty-free-Verkaufs
Am 30. Juni 1999 wurde der Duty-free-Verkauf von Alkohol- und Tabakprodukten auf Flug- und Schiffshäfen für Reisen innerhalb der EU abgeschafft. Manche Alkoholprodukte werden allerdings noch zu verbilligten Preisen (aber nicht zollfrei) angeboten. Andere Waren können nach wie vor tax-free eingekauft werden. Obwohl es derzeit keine gesetzlichen Einfuhrbeschränkungen zwischen den EU-Mitgliedsländern gibt, kann von Reisenden ein Nachweis darüber verlangt werden, daß die gekauften Waren lediglich für den persönlichen Bedarf bestimmt sind.
Gesetzliche Feiertage
Gesetzliche Feiertage
1. Jan. 2004 Neujahr. 12. April Ostermontag. 1. Mai Tag der Arbeit. 3. Mai Nationalfeiertag. 10. Juni Fronleichnam. 15. Aug. Mariä Himmelfahrt. 1. Nov. Allerheiligen. 11. Nov. Unabhängigkeitstag. 25./26. Dez. Weihnachten.
1. Jan. 2005 Neujahr. 28. März Ostermontag. 1. Mai Tag der Arbeit. 3. Mai Nationalfeiertag. 26. Mai Fronleichnam. 15. Aug. Mariä Himmelfahrt. 1. Nov. Allerheiligen. 11. Nov. Unabhängigkeitstag. 25./26. Dez. Weihnachten.
Gesundheit
Gesundheit
| Krankheit | Vorsorge | Impfbescheinigung |
| Gelbfieber | Nein | Nein |
| Cholera | Nein | Nein |
| Typhus & Polio | Nein | - |
| Malaria | Nein | - |
| Essen & Trinken | Nein | - |
Hepatitis A und B kommen vor.
Fälle von Diphterie wurden gemeldet.
Zecken sind während der wärmeren Jahreszeit (März/April bis Oktober/November) in mehreren Gebieten Polens aktiv. Dabei können Krankheiten wie Borreliose (Lyme-Krankheit) oder FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) übertragen werden. Bei beruflicher Tätigkeit oder Freizeitaktivitäten mit möglicher Zeckenexposition in endemischen Gebieten ist eine Schutzimpfung gegen FSME, deren Erreger bereits mit dem Stich auf den Wirt übertragen werden, dringend zu empfehlen. Genaue Informationen über Zecken, Risiken und vorbeugende Maßnahmen sind zum Beispiel auch im Internet zu finden (Internet: www.medizinfo.com/waldundwiese/zecken/start.htm ). Bei Zeckenbefall im Zweifelsfall den Arzt aufsuchen.
Tollwut kommt vor. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Für Studenten, die länger als einige Wochen bleiben, ist ein HIV-Test im Land erforderlich.
Gesundheitsvorsorge
Für Staatsangehörige der EU-Länder gilt die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Die Behandlung erfolgt gegen Vorlage der EHIC. (Seit dem 1. Juni 2004 wird der Auslandskrankenschein Formular E 111 durch die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) ersetzt). Schweizer sollten eine Reisezusatzversicherung abschließen.
Die Notrufnummern sind in ganz Polen gleich und können kostenlos von allen öffentlichen Telefonzellen angewählt werden: Polizei: 997. Feuerwehr: 998. Rettungsdienst: 999. Pannendienst: 981.
Reiseverkehr - International
Flugzeug
Linienflüge:
Polens nationale Fluggesellschaft heißt LOT Polish Airways (LO) (Internet: www.lot.com ). Gute Direktverbindungen von Frankfurt/M. nach Gdansk, Warszawa (Warschau), Katowice, Kraków (Krakau), Pozan und Wroclaw (Breslau),
von Berlin nach Warszawa,
von Düsseldorf nach Warszawa und Katowice,
von Hamburg nach Gdansk (Danzig) und Warszawa,
von Köln und München nach Warszawa,
von München auch nach Poznan,
von Stuttgart nach Warszawa und
von Genf nach Warszawa.
Air Polonia (Internet: www.airpolonia.com.pl ) fliegt ab Warszawa nach Köln und Frankfurt Hahn und von Kattowitz nach Köln.
In der Sommersaison bietet die DNV-Touristik GmbH Direktflüge von verschiedenen deutschen Städten nach Masuren (Szczytno). Auskünfte: DNV-Touristik GmbH, Heubergstraße 21, D-70806 Kornwestheim (Tel.: (07154) 13 18 30. Fax: (07154) 18 29 24. E-Mail: info@dnv-tours.de ; Internet: www.dnv-tours.de ).
LOT bietet täglich Flugdienste von Zürich direkt nach Warszawa und von Genf über München oder Frankfurt nach Warszawa. Von Wien wird Warszawa mehrmals täglich angeflogen. Nähere Auskünfte von den LOT-Stadtbüros (s. Reiseverkehr – National).
Lufthansa (LH) bietet außerdem regelmäßige Linienflüge von Düsseldorf, Frankfurt/M., Hamburg, München und Stuttgart direkt nach Warszawa sowie von Düsseldorf und Frankfurt/M. direkt nach Katowice an.
Billigflüge:
Air Berlin (www.airberlin.com ) fliegt ab Berlin und Wien nach Warschau.
Eurowings (Internet: www.eurowings.de ) fliegt im Linienverkehr direkt von München nach Katowice, Warszawa und Wroclaw.
Germanwings (www.germanwings.com ) fliegt ab Köln/ Bonn nach Krakau und Warschau.
Wizzair (Internet: www.wizzair.com ) fliegt zwischen Katowice und Berlin, Budapest, Dortmund, London, Rom, Mailand und Venedig.
Durchschnittliche Flugzeiten
Berlin – Warszawa: 1 Std. 30; Frankfurt – Warszawa: 1 Std. 50; Hamburg – Gdansk: 1 Std. 20; Düsseldorf – Wroclaw: 3 Std. 10 (mit Zwischenlandung in Poznan); Wien – Warszawa: 1 Std. 15; Genf – Warsawa: 2 Std; Zürich – Warszawa: 1 Std. 50.
Internationale Flughäfen
Warszawa (WAW)
(Okecie) liegt 10 km südwestlich der Stadt. Fahrzeit: Bus - 30 Min., Taxi - 20 Min. Bank, Duty-free-Shop, Touristen-Information, Mietwagenschalter, Hotel-Reservierungsschalter, Gepäckaufbewahrung, Post (Öffnungszeiten: Mo-Fr 08.00-20.00 Uhr, Sa 08.00-14.00 Uhr), Bars, Restaurants. Bustickets sowie inländische und internationale Bahntickets sind bei den Reise- und Touristenbüros (u.a. beim Reisebüro Orbis) in den Ankunfts- und Abflugshallen und am Zeitungskiosk RUCH erhältlich. Die Busgesellschaft Intercity Polski Express bietet regelmäßige Direktverbindungen zu 30 Städten in Polen an; Tickets können beim Fahrer gekauft werden. Die Bushaltestellen befinden sich direkt vor der Ankunftshalle zwischen dem Terminalgebäude und dem mehrstöckigen Parkhaus. Die Busse 175 und 188 fahren täglich in der Zeit von 04.50-23.10 Uhr alle 10-15 Minuten und zu Stoßzeiten alle 8 Minuten nach Warschau und halten am Bahnhof, in der Altstadt und anderen Zielen im Stadtzentrum (Fahrzeit: 30 Min.). Der Taxistand befindet sich vor der Ankunftshalle.
Kraków (KRK)
(Balice John Paul II) liegt 16 km westlich der Stadt. Busse und Taxis fahren zur Stadt. Bar, Wechselstube (Öffnungszeiten: 06.00-22.00 Uhr), Mietwagenschalter. Duty-free-Shops befinden sich in der Abflugshalle.
Wroclaw (WRO) (Strachowice) (Internet: www.airport.wroclaw.pl ) liegt 8 km außerhalb der Stadt. Busverbindungen, Taxistand. Bank, Mietwagenschalter, Duty-free-Shop, Post, Restaurants und Geschäfte.
Daneben gibt es kleinere Flughäfen in Gdansk (GDN), Katowice (KTW) und Poznan (POZ), die auch im internationalen Verkehr angeflogen werden.
Schiff
Die Insel- und Halligreederei (Internet: www.adler-schiffe.de ) veranstaltet Fahrten von den deutschen Badeorten auf Usedom nach Miedzyzdroje/Misdroy auf der polnischen Ostseeinsel Wolin. Folgende Verbindungen werden regelmäßig angeboten:
- Heringsdorf/ Bansin/ Ahlbeck auf Usedom und Swinoujscie/ Swinemünde
- Heringsdorf auf Usedom und Miedzyzdroje/ Misdroy auf Wolin
- Kamminke auf Usedom und Swinoujscie/ Swinemünde
- Kamminke auf Usedom und Nowe Warpno/ Neuwarp mit Bustransfer nach Szczecin/Stettin
Pol Ferries betreiben ganzjährige Liniendienste zwischen Polen und Skandinavien auf den Strecken Gdansk – Nynäshamn bei Stockholm/Schweden, Swinoujscie – Ystad/Schweden, Swinoujscie – Malmö/Schweden, Swinoujscie – Kopenhagen und Swinoujscie – Rønne, Insel Bornholm/Dänemark (nur im Sommer). Die Generalvertretung in Deutschland nimmt Buchungen entgegen: Reisebüro DARPOL, Kaiser-Friedrich-Straße 19, D-10585 Berlin (Tel: (030) 342 00 74. Fax: (030) 342 24 72. E-Mail: info@darpol.com ; Internet: www.darpol.com ). Wöchentliche Verbindungen mit Polish Ocean Lines von Gdynia (Gdingen) nach Kopenhagen, Helsinki, Oxelösund und Malmö/Schweden. Hanseatic Tours fahren im Rahmen von Kreuzfahrten Szczecin, Gdynia (Gdingen) und Gdansk, Transocean Tours Szczecin und Gdynia und Seetours Gdynia an. Ausflugsfahrten per Schiff werden in den Sommermonaten von den deutschen Ostseebädern Heringsdorf, Bansin und Ahlbeck sowie von Sassnitz nach Swinoujscie (Swinwemünde) angeboten. In den Sommermonaten verkehrt ein Ausflugsschiff von Berlin über Havel, Oder-Havel-Kanal und Oder bis nach Szczecin (Stettin). Dort schließt sich eine Stadtrundfahrt an. Weitere Informationen von: Stern und Kreis Schiffahrt GmbH, Puschkinallee 15, D-12435 Berlin (Tel: (030) 536 36 00. Fax: (030) 53 63 60 99. E-Mail: info@sternundkreis.de ; Internet: www.Sternundkreis.de ).
Bahn
Vom nördlichen Deutschland aus fahren Züge der Polnischen Staatsbahnen (www.pkp.com.pl ) zumeist über Berlin und Szczecin bzw. Frankfurt/O., etwas weiter südlich auch über Dresden und Görlitz. Es verkehren Züge von Angermünde nach Szczecin, von Berlin nach Warszawa (Berlin-Warszawa-Express, EuroCity, täglich, Fahrzeit: 6 Stunden) nach Gdansk, Gorzów, Wroclaw, Katowice (Kattowitz) und Kraków sowie von Leipzig nach Wroclaw und Kraków. Der Berlin-Warszawa-Express verkehrt dreimal täglich in beide Richtungen. Außerdem gibt es Verbindungen zwischen Berlin und Kostrzyn/Küstrin (Regionalzug) sowie zwischen Berlin und Swinoujscie/Swinemünde in der Sommersaison (Fahrtdauer: ca. 4 1/2 Std.).
Vom westlichen Deutschland besteht nachts die Verbindung Köln – Hannover – Warschau, die mit Verlängerung bis Brüssel in Kürze zum EuroNight aufgewertet wird.
Es gibt Autoreisezüge von Hannover nach Ilawa (nördl. Polen). Von Süddeutschland führt die kürzeste Strecke über Prag.
Die wichtigsten Zugverbindungen zwischen Deutschland und Polen sind:
3 x tgl. Berlin Zoo – Warszawa
4 x tgl. Berlin Zoo – Poznan
1 x tgl. Hamburg – Berlin Zoo – Krakow
3 x tgl. Dresden – Wroclaw.
Nachtverbindungen:
Köln – Hannover – Warszawa
Berlin Lichtenberg – Warszawa
Berlin Lichtenberg – Gdansk
Berlin Zoo – Krakow
Dresden – Warszawa.
Von der Schweiz fährt man entweder über Prag oder Wien. Die beste Verbindung von Österreich aus führt ebenfalls über die Tschechische Republik, tagsüber verkehrt der Schnellzug Jan Sobieski nach Warszawa (Wien – Warszawa: 7 Std. 34). Günstig ist auch die Verbindung mit dem Schnellzug 202 Chopin von Wien nach Warszawa über Katowice (Nachtverbindung, Schlafwagen).
Auskünfte erteilen die Verkehrsvertretungen der Polnischen Staatsbahnen. Anschriften:
In Deutschland: Schillerstraße 20, D-60313 Frankfurt/M. (Tel.: (069) 29 43 66. Fax: (069) 28 36 97);
Panoramastraße 1, D-10178 Berlin (Tel: (030) 242 34 53. Fax: (030) 24 72 99 99).
In Österreich: Elisabethstraße 6/4, Wohnung 5, A-1010 Wien (Tel: (01) 587 12 85. Fax: (01) 587 15 50. E-Mail: gv.pkp.wien@chello.at )
Fahrkarten und Ermäßigungen für Bahnreisen in Europa
Bei Bahnreisen nach Polen gilt der neue Tarif Plan & Spar Europa. Mit diesem Sparpreis 25 Polen ermäßigen sich die Fahrpreise nach Polen um 25 Prozent. Mit der Bahncard 50 gibt es auf die Preise für den deutschen Streckenabschnitt 50 Prozent Ermäßigung und in Kombination mit der Railplus-Card zusätzlich 25 Prozent Ermäßigung auf den Strecken der PKP. Eine Kombination mit dem Sparpreis Polen 25 ist dabei nicht möglich. 50 Prozent Ermäßigung gibt es bei Fahrten im grenznahen Bereich, wenn sich der Startbahnhof in Deutschland bis 235 km und das Ziel in Polen bis zu 100 km von der Grenze entfernt befindet (gilt nicht in EC-, IC- und EX-Zügen).
Bus/Pkw
Die Straßenverbindungen sind gut und zahlreich. Ende 2003 wurde ein neues, 37 km langes Teilstück der Autobahn A 2 Berlin-Warschau zwischen Wrzesnia und Poznan/Posen eröffnet, der nächste Abschnitt zwischen Nowy Tomysl und Swiebodzin wird bald folgen. Rund um die Uhr geöffnet sind die folgenden deutsch-polnischen Grenzübergänge: Linken – Lubieszyn, Pomellen – Kolbaskowo, Rosow – Rosowek, Schwedt – Krajnik Dolny, Hohenwutzen – Osinow Dolny, Kietz – Kostrzyn, Frankfurt/O. – Slubice, Frankfurt/O. – Swiecko, Guben – Gubin/Gubinek, Forst – Olszyna, Bad Muskau – Leknica, Podrosche – Przewoz, Ludwigsdorf – Jedrzychowice, Görlitz – Zgorzelec und Zittau – Sieniawka/Porajow. Die Grenzübergänge Ahlbeck – Swnoujscie und Ostritz – Krzewina Zgorzelecka sind nur für Fußgänger und Fahrradfahrer geöffnet. Unterlagen: Autofahrer benötigen bei der Einreise nach Polen den nationalen Führerschein sowie die Grüne Versicherungskarte. Wer keine gültige Versicherungskarte vorweisen kann, muß am Grenzübergang in den PZM-Wechselkassen für die Dauer des Aufenthalts eine Haftpflichtversicherung abschließen. Bei fehlender oder ungültiger Grüner Karte drohen hohe Geldbußen oder die Stilllegung des Fahrzeugs. Für Wohnwagenanhänger wird eine zusätzliche Versicherungskarte benötigt. Fernbus: Eurolines-Busse (Internet: www.eurolines.com ) fahren von und nach Polen. Fahrplan- und Tarifinformationen sind erhältlich von der polnischen Eurolines-Generalvertretung (Pekaes Bus Eurolines, Internet: www.eurolines.com.pl ) oder den Eurolines-Vertretungen in Deutschland (Deutsche Touring GmbH, Adresse: Am Römerhof 17, D-60486 Frankfurt/M. Tel: (069) 79 03 50. Fax: (069) 790 32 19. E-Mail: service@deutsche-touring.com ; Internet: www.deutsche-touring.com ), Österreich (Eurolines Austria – Blaguss Reisen GmbH, E-Mail: info@eurolines.at ; Internet: http://eurolines.blaguss.at/index.php und der Schweiz (Eggmann + Frey, Internet: www.eurolines-schweiz.ch ). Von Berlin gibt es regelmäßige Linienbusverbindungen nach Warszawa, Gdansk, Opole, Masuren sowie nach Jelenia Gora und Karpacz im Riesengebirge. Auskünfte: Bayern Express & P. Kühn Berlin GmbH (Tel: (030) 86 09 60, Fax: (030) 86 09 62 99, Internet: www.berlinlinienbus.de ).
Reiseverkehr - National
Flugzeug
Inlandflüge werden von LOT Polish Airways (LO) (Internet: www.lot.com ) und ihrer Tochtergesellschaft Eurolot angeboten, die alle größeren Städte anfliegt. Von Warszawa gibt es Verbindungen nach Gdansk, Katowice, Kraków, Poznan, Rzeszow, Szczecin und Wroclaw. Weitere Auskünfte von den LOT-Stadtbüros in Frankfurt/M. (Tel: (069) 24 00 10 10. Fax: (069) 24 00 10 29), Wien (Tel: (01) 961 08 85. Fax: (01) 961 08 87) und Zürich (Tel: (01) 816 24 61. Fax: (01) 813 06 60).
Schiff
Personenverkehr besteht zwischen den Ostseehäfen, auf den Großen Masurischen Seen und auf einigen Abschnitten der Weichsel und Oder mit Schiffen und Tragflächenbooten der Küsten- und Binnenschifffahrt.
Die Reederei Deilmann (Internet: www.deilmann-kreuzfahrten.de ) bietet Flußkreuzfahrten auf der Weichsel und ihren Nebenflüssen. Die Fréderic Chopin verkehrt zwischen Gdansk/Danzig und Warszawa/Warschau; Abstecher führen auch ins russische Kaliningrad/Königsberg.
Bahn
Züge der Polnischen Staatsbahn (Internet: www.pkp.pl ) verbinden Warszawa mit allen Landesteilen. Es gibt drei Zugarten und zwei Fahrklassen. Für Expreßzüge sind Platzkarten erforderlich. Kinder unter 4 Jahren fahren umsonst, Kinder im Alter von 4 bis 7 Jahren, Schulkinder und Studenten bis 26 Jahre bezahlen die Hälfte.
Ermäßigungen:
Der Polrailpass hat eine Gültigkeitsdauer von wahlweise 8, 15, 21 oder 30 Tagen und ist bei POLORBIS oder an großen Bahnhöfen in Polen erhältlich (für die 1. oder 2. Klasse). Nähere Informationen erteilen die Vertretungen der Polnischen Staatsbahnen in Berlin und Frankfurt/M. (s. Reiseverkehr International) sowie POLORBIS, Hohenzollernring 99-101, D-50672 Köln (Tel: (0221) 95 15 34 11/13. Fax: (0221) 52 82 77. E-Mail: polorbis@t-online.de ).
InterRail-Paß und EURO Domino-Netzkarte sind auch in Polen gültig, Einzelheiten s. Deutschland.
Neu in Polen ist das Schöne-Wochenende-Ticket der PKP (Bilet turystyczny). Das Ticket erlaubt eine unbegrenzte Zahl von Fahrten am Wochenende und an Feiertagen.
Die Ausflugskarte der PKP, das Bilet wycieczkowy, gilt freitags ab 19.00 Uhr sowie sonnabends und sonntags.
In Polen gibt es zahlreiche historische Schmalspurbahnen. Einige verkehren nach Fahrplan, andere können für Gruppenausflüge gemietet werden. Weitere Infos erteilt das Polnische Fremdenverkehrsamt (s. Adressen).
Bus/Pkw
Das Autobahnnetz in Polen befindet sich noch im Aufbau. Zu den neueren Strecken gehört der Abschnitt der A 4 zwischen Wroclaw/Breslau und Opole/Oppeln. Mautpflichtig sind die Abschnitte auf der A 4 zwischen Katowice/Kattowitz und Krakow/Krakau sowie auf der A 2 zwischen Konin und Poznan. Die einfache Strecke kostet dort für Pkw jeweils 10 Zl. Die meisten Tankstellen haben im Sommer von Mo-Sa zwischen 06.00 und 22.00 Uhr geöffnet, sonntags von 07.00 bis 17.00 Uhr, an wichtigen Fernverkehrsstraßen und in Großstädten auch rund um die Uhr. Eine Liste der Tankstellen ist von POLORBIS erhältlich. Die Versorgung mit bleifreiem Benzin ist flächendeckend gewährleistet. Bleifreies Benzin ist erkennbar an den durchgestrichenen Buchstaben Pb und an der grünen Schrift an den Zapfsäulen. Diesel ist mit ON gekennzeichnet. Autogas (Gaz) ist an vielen Tankstellen erhältlich, seit 2004 auch Biodiesel. Bus: Innerhalb Polens gibt es ein weitverzweigtes Netz des Staatlichen Autoverkehrs (PKS). Die Busse verkehren auf Normalstrecken und auf Schnellverkehrslinien. Fahrkarten gibt es in den Busbahnhöfen, Orbis-Büros, anderen Reisebüros sowie, falls noch Plätze vorhanden sind, beim Busfahrer. Kinder bis zum 4. Lebensjahr ohne eigenen Sitzplatz reisen gratis, Kinder von vier bis zehn Jahren erhalten 50% Ermäßigung. Mietwagen kann man an Flughäfen oder in den städtischen Orbis-Büros mieten. Das Mindestalter beträgt 21 Jahre.
Verkehrsbestimmungen:
Anschnallpflicht.
Kinder bis zu 12 Jahren müssen hinten sitzen.
Es ist Pflicht, ein Warndreieck mitzuführen.
Empfehlenswert ist ein Nationalzeichen (z.B. D) am Heck.
Vom 1. Oktober bis 1. März muß man auch tagsüber mit Abblendlicht fahren.
Promillegrenze: 0,2.
Der Gebrauch von Mobiltelefonen am Steuer ist nur unter Verwendung einer Freisprechanlage erlaubt.
Geschwindigkeitsbegrenzung:
in geschlossenen Ortschaften: 60 km/h,
auf Landstraßen mit 1 Fahrbahn: 90 km/h,
auf Landstraßen mit 2 Fahrbahnen: 100 km/h,
auf Schnellstraßen mit 1 Fahrbahn: 100 km/h,
auf Schnellstraßen mit 2 Fahrbahnen: 110 km/h,
auf Autobahnen: 130 km/h.
Die Pannenhilfe des polnischen Motorverbandes Polski Zwiazek Motorowy (PZM) ist landesweit unter der Telefonnummer 981 erreichbar. Weitere Informationen: Polski Zwiazek Motorowy, Kazimierzowska 66, Warszawa (Tel: (022) 849 93 61. Fax: (022) 848 19 51). Eine ADAC-Auslands-Notrufstation ist eingerichtet (Tel: (010 33 22) 622 20 60 oder (022) 825 97 34. Internet: www.adac.de ). Sie bietet ADAC-Mitgliedern und Inhabern eines ADAC-Auslandskranken- und Unfallschutzes Hilfeleistungen bezüglich Hotels, Mietwagen, Fahrzeug- oder Krankenrücktransporte. Unterlagen: Fahrzeugpapiere, Führerschein und grüne Versicherungskarte. Der nationale Führerschein reicht aus.:
Stadtverkehr
In allen Städten gibt es gute Busnetze, Straßenbahnen und Oberleitungsbusse, die auch in die Vororte fahren. Das städtische Nahverkehrssystem in Warszawa umfaßt Busse, Straßenbahnen und Vorortzüge. Es bestehen Einheitstarife, und Fahrkarten können im voraus gekauft werden. Taxis sind in den meisten Städten vorhanden. Es gibt Taxistände, man kann Taxis jedoch auch telefonisch bestellen. Zwischen 23.00-05.00 Uhr, an Wochenenden und für Fahrten außerhalb der Stadt wird ein Zuschlag erhoben. Trinkgeld: Taxifahrer erwarten 10%.
Fahrzeiten
von Warszawa zu den folgenden größeren polnischen Städten (ungefähre Angaben in Std. und Min.):
| Flugzeug | Bahn | Bus/Pkw | |
| Kraków (Krakau) | 1.40 | 2.35 | 4.00 |
| Poznan (Posen) | 1.00 | 3.00 | 4.00 |
| Wroclaw (Breslau) | 1.15 | 4.35 | 6.00 |
| Gdansk (Danzig) | 1.00 | 3.40 | 6.00 |
| Szczecin (Stettin) | 2.00 | 5.45 | 8.00 |
| Katowice (Kattowitz) | 1.30 | 2.35 | 4.30 |
| Lodz | - | 1.40 | 2.00 |
Unterkunft
Hotels
Die meisten internationalen Hotelketten sind in Polen vertreten. Vorausbuchung empfiehlt sich in der Hauptsaison. Weitere Auskünfte erteilt u. a. das Fremdemverkehrsamt in Berlin (s. Adressen) sowie der Polnische Hotelverband, Ul. Nowogrodzka 44 m 2, PL-00-695 Warszawa (Tel: (022) 622 69 91/-93. Fax: (022) 622 69 92).
Kategorien
Es gibt fünf Kategorien: Luxusklasse, 4 Sterne, 3 Sterne, 2 Sterne und 1 Stern. Die Touristenhotels, Pensionen und Motels sind ebenfalls in verschiedene Kategorien aufgeteilt.
Pensionen
Drei Kategorien gibt es in allen Städten. Sie werden von den regionalen Fremdenverkehrsämtern betrieben, die auch die Buchungen vornehmen.
Urlaub auf dem Bauernhof
Insgesamt bieten rund 4000 Bauernhöfe Ferien auf dem Lande an. Ein großer Teil von ihnen ist Mitglied der Polnischen Föderation für Tourismus auf dem Lande. Das Logo der Organisation, ein Storch auf dem Dach, bürgt für einen guten Qualitätsstandard. Weitere Informationen von: Polska Federacja Turystiki Wiejskiej Gospodarstwa Goscinne, Ul. Wspolna 30, p. 544, PL-00-930 Warszawa (Tel: (0602) 45 91 37). Einen speziellen Reiseführer zu Ferienunterkünften auf ökologischen Landwirtschaftsbetrieben bietet die internationale Organisation ECEAT (European Centre for Eco Agro Tourism, Internet: www.eceat-poland.w.pl ), die auf Initiative von polnischen Biobauern entstanden ist.
Jugendherbergen
Es gibt etwa 1200 Jugendherbergen. Weitere Informationen vom Polnischen Jugendherbergsverband (Polskie Towarzystwo Schronisk Mlodziezowych), Ul. Chocimska 28, PL-00-791 Warszawa (Tel: (022) 849 81 28. Fax: (022) 849 83 54, 642 8133).
Camping
Polen hat über 200 Campingplätze. 75% bieten 220 V-Stromanschlüsse, und einige haben 24 V-Anschlüsse für Wohnwagen. Wasch- und Speiseräume, Lebensmittelkioske und Restaurants gehören ebenfalls zur Standardausstattung.
Campingplätze sind in zwei Kategorien eingeteilt. In der 1. Kategorie ist jeder Stellplatz mindestens 100 qm groß, der Platz ist beleuchtet, und die Rezeption ist ganztägig besetzt. Die Saison dauert von Mitte Mai bis Ende September. Mit dem Ausweis des Campingverbands (FICC) erhält man 10% Ermäßigung. Weitere Informationen vom Polnischen Verband für Camping und Caravanning (Polska Federacja Campingu i Caravaningu), Ul. Grochowska 331, PL-03-838 Warszawa (Tel/Fax: (022) 810 60 50).
Urlaubsorte & Ausflüge
In allen größeren Touristikzentren findet man Fremdenverkehrsämter unter dem Zeichen »it«.
Warszawa (Warschau)
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Im 2. Weltkrieg wurde das an der Weichsel liegende Warszawa völlig zerstört, inzwischen hat man die Altstadt jedoch wieder originalgetreu aufgebaut. Der Marktplatz Rynek Starego Miasta ist der Mittelpunkt, umringt von Häusern und Bauten, deren Ursprünge aus dem 16. und 17. Jahhrundert stammen. Die gesamte Altstadt wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Im kunstvoll restaurierten Wilanów-Palast ist eine seltene Sammlung von Gemälden und Möbeln untergebracht, und in der Orangerie ist ein Plakatmuseum zu Hause. Das wiederaufgebaute Königliche Schloß sollte auf jeden Fall besichtigt werden. Es gehörte einst den Fürsten von Masowien und wurde Ende des 16. Jahrhundert zur königlichen Residenz umgebaut. Hier beginnt der Königsweg, der durch die Einkaufstraße Nowy Swiat und die Ujazdowskie-Allee im Regierungsviertel bis zum südlich gelegenen Schloß Wilanow führt. Der Lazienki-Palast liegt in einem Garten mit einem griechischen Freilufttheater und einem Chopin-Denkmal.
Ausflüge
Zelazowa Wola (53 km westlich von Warszawa) ist ein Park, in dem Chopins Geburtshaus steht. Der Kampinos-Nationalpark mit seinen Wäldern und Sümpfen erstreckt sich über 340 qkm. Der Bialowiezá-Nationalpark ist 1250 qkm groß und besteht aus einem alten Wald, der sich entlang der russischen Grenze erstreckt. Hier kann man den Wisent (europäischen Bison) noch in freier Wildbahn beobachten. Lublin liegt 164 km südöstlich von Warszawa und ist eine mittelalterliche Stadt mit fünf Universitäten.
Kraków (Krakau)
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Krakau, bis 1596 die Hauptstadt Polens, liegt in den bewaldeten Ausläufern des Tatra-Gebirges. Die Stadt wurde im 2. Weltkrieg kaum zerstört und bietet eine Fülle an architektonischen Stilepochen. Das Stadzentrum wurde zum Weltkulturerbe erklärt. Der Marktplatz Rynek Glowny ist der Mittelpunkt der Altstadt, hier befinden sich mehrere Tuchhallen aus dem 13. Jahrhundert. In der Marienkirche kann man den weltberühmten Holzaltar von Veit Stoß bewundern. Die Universität wurde 1364 gegründet und ist eine der ältesten Europas. Kopernikus’ astronomische Instrumente sind in der Universität ausgestellt. Am südlichen Rand der Altstadt liegt der Wawelberg, gekrönt von dem berühmten Königsschloß. Von hier hat man einen schönen Ausblick über die Stadt. Neben dem Schloß liegt die Königliche Kathedrale, in der viele polnische Könige begraben liegen. Das Czartoryski-Museum beherbergt Sammlungen alter Kunstwerke.
Ausflüge
Die interessanten Salzminen von Wieliczka liegen 13 km von Kraków entfernt. Das ehemalige Konzentrationslager Oswieciem (Auschwitz) mit einer Gedenkstätte liegt 54 km westlich der Stadt. Die Blendowska-Wüste ist vielleicht die einzige europäische Wüste. Wadowice ist der Geburtsort Papst Johannes Paul II. Das Marienporträt, das der Heilige Lukas gemalt haben soll, befindet sich in der großen Klosteranlage von Czestochowa, etwa 100 km nördlich von Kraków.
Zakopane liegt 112 km südlich von Kraków im Herzen der Tatra, einem herrlichen Naturpark mit seltener Tier- und Pflanzenwelt.
Ausflüge
Organisierte Ausflugsfahrten gibt es zu den Dunajec-Stromschnellen, bei denen man die eindrucksvolle Landschaft des Koscieliska-Tals durchquert. Eine Zahnradbahn führt auf den 1990 m hohen Kasprowy Wierch, von dem man eine herrliche Aussicht genießen kann. Der zauberhafte Bergsee Morskie Oko ist einen Besuch wert.
Wroclaw (Breslau)
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Diese Stadt geht auf böhmische Ursprünge zurück. Hier wurde zuerst auf der Ostrow-Tumski-Insel (Kathedralen-Insel) eine befestigte Ortschaft angelegt. Auf einer Länge von insgesamt 90 km durchziehen Kanäle und Nebenflüsse der Oder die Stadt, die über 100 Brücken hat. Der Alte Markt und der benachbarte Salzmarkt sind von Bürgerhäusern umgeben, die im gotischen und barocken Stil wiederaufgebaut wurden. Der Bau des gotischen Rathauses am Marktplatz wurde im 13. Jahrhundert begonnen, die Ostfassade wird von einer schönen astronomischen Uhr aus dem Jahre 1580 geschmückt. Die Dominsel Ostrow Tumski ist der älteste Teil der Stadt, hier steht die zweitürmige Kathedrale Johannes des Täufers, die im 13./14. Jahrhundert gebaut wurde. Die St. Ägidienkirche und die Kirche St. Martin reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück. Auf der benachbarten Wyspa Piaskowa (Sandinsel) steht die Kirche St. Maria im Sande aus dem 14. Jahrhundert. In der Universität gibt es eine wunderschöne barocke Aula, die Leopoldina, zu besichtigen.
Ausflüge
Die Bade- und Kurorte des Klodzko-Tals, die Stolowe-Berge, die Skiorte der Karkonosze-Berge an der tschechischen Grenze und mittelalterliche Städte wie Swidnica, Bolslawiec und Paczkow sind schöne Ausflugsziele. Interessant ist auch ein Abstecher nach Walbrzych (Waldenburg) mit dem Schloß Fürstenstein und dem Palast der Alberti-Familie, dem heutigen Regionalmuseum.
Poznan (Posen)
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Diese Stadt an der Warta (Warthe) liegt in der westpolnischen Tiefebene. Einen Besuch im Rathaus am alten Marktplatz mit seinen Barockhäusern, dem Gorki-Palast, dem Dzyalinski-Herrenhaus (heute ein Hotel), der Johanneskirche (12. Jh.), der Maria Magdalena-Kirche, im Nationalmuseum und dem Przemyslaw-Schloß lohnt sich. Auch hier gibt es eine Ostrow-Tumski-Insel, auf der der Peter- und Paulsdom steht. An den vielen Waldseen in der Umgebung gibt es gute Wassersportmöglichkeiten.
Ausflüge
In Gniezno ist die spätgotische Kathedrale sehenswert. Biskupin mit einer gut erhaltenen archäologischen Fundstätte aus der Zeit um 500 v. Chr. liegt in der Nähe. Ein Kleinod des Architekten Schinkel erwartet den Besucher am Ortsrand von Kornik. Das in einem Park gelegene Wasserschloß bietet eine interessante Sammlung von Möbeln, Manuskripten und Büchern. Auch das Schloß Rogalin mit einer Gemäldesammlung liegt in einem Park.
Szczecin (Stettin)
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Obwohl Szczecin 60 km von der Odermündung entfernt liegt, ist die Stadt der größte polnische Ostseehafen. An die Zeit, als Szczecin die Hauptstadt Pommerns war, erinnern das Schloß der pommerschen Prinzen (14. Jh.) und die Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert.
Ausflüge
Die Badeorte an der pommerschen Küste wie Kolobrzeg (eher elegant) oder Leba (ein ruhiger Urlaubsort mit einem Sandstrand) bieten Abwechselung vom Stadtleben. Die Buchenwälder des Wolin-Nationalparks beheimaten den seltenen europäischen Seeadler. Wunderschön ist auch der Slowinski-Nationalpark mit seiner eigentümlichen Landschaft.
Gdansk (Danzig)
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Dieser wichtige Ostseehafen ist eine geschichtsträchtige Stadt. Wahrzeichen Danzigs ist das hölzerne Krantor aus dem Jahre 1444. Gegenüber stehen die historischen Speicher der Stadt. Wie in anderen zerstörten polnischen Städten wurde das Stadtzentrum nach historischem Vorbild wieder aufgebaut. Viele der Bürgerhäuser stammen aus dem 16. Jahrhundert. Durch das Viertel Glowne Miasto ziehen sich neun Hauptstraßen, die zum Ufer der Mottlau führen. Am Langen Markt mit seinen restaurierten Renaissancehäusern steht der Artushof aus dem 15. Jahrhundert. Direkt daneben befindet sich das Rechtsstädtische Ratshaus (14. - 16. Jahrhundert), in dessen Sälen eine Ausstellung des Historischen Museums zu bewundern ist. Von dem 82 Meter hohen Turm hat man einen schönen Blick auf die Stadt. Auch der Lotsenturm im Stadtteil Nowy Port bietet eine Aussichtsplattform, von der aus der Danziger Hafen und die gegenüber liegende Westerplatte zu sehen ist. Bei gutem Wetter reicht die Sicht bis zur Halbinsel Hela. Als Besucher sollte man sich auch das Goldene Tor aus dem 17. Jarhundert ansehen. Die riesige gotische Marienkirche ist die wichtigste Sehenswürdigkeit Danzigs und eine der größten Kirchen in Polen. Der Innenraum bietet Platz für mehr als 20.000 Menschen, hier befindet sich auch eine berühmte astronomische Uhr aus dem 15. Jahrhundert. Die Kathedrale im Stadteil Oliwa ist besonders für die Akustik ihrer Orgel bekannt. Der Badeort Sopot (Zoppot) hat den längsten Pier Europas (500 m).
Ausflüge
Die bewaldete Hel-Halbinsel, die kaschubische Seenplatte und die Schmalspurbahn an der Weichsellandzunge sind leicht zu erreichen. Die Ritterordensburg in Malbork (Marienburg) stammt aus dem 13. Jahrhundert. Die Stadt Torun (Thorn), Anfang des 13. Jahrhunderts gegründet, war der Geburtsort des Astronoms Nikolaus Kopernikus. Das Nikolaus-Kopernikus-Museum ist besonders sehenswert.
Masuren
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Weiter östlich liegt das Gebiet Masuren mit vielen Seen, Flüssen, Kanälen, Mischwäldern und Sümpfen. Die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt umfaßt mehrere Naturschutzgebiete und Reservate, die oft nur zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Kajak erreichbar sind. Die größten der masurischen Seen sind der Sniardwy-See (Spirdingsee) und der Mamry-See (Mauersee). Wisente leben im Bialowieza, einem der letzten großen prähistorischen Waldkomplexe Europas. Masuren ist eine stille Ferienregion, in der man Segeln, Kanufahren und Zelten kann. In Olsztyn (Allenstein), der größten Stadt Masurens, liegt eine renovierte Burg aus dem 14. Jahrhundert mit historischen Sammlungen und herrlichem Ausblick.
Tief im masurischen Wald liegt Ketrzyn (Rastenburg). Sehenswert sind u. a. die gotische Wehrkirche, die Ordensburg aus dem 14. Jahrhundert (umgebaut im 16. und 17. Jahrhundert), die heute ein Museum beherbergt, und das Alte Rathaus. 8 km von Ketrzyn entfernt, in Gierloz (Görlitz), befinden sich die Gebäudeüberreste von Hitlers Wolfsschanze, seinem ehemaligen Hauptquartier, wo er sich während des Krieges oft aufhielt. Hier wurde im November 1944 ein Attentat auf ihn verübt, das jedoch mißglückte. 1992 wurde an dieser Stelle eine zweisprachige Gedenktafel angeracht in Erinnerung aller Personen, die für ihr Aufbegehren gegen die nationalsozialistische Diktatur mit ihrem Leben bezahlten.
Die Seengebiete Pojezierze Pomorskie und Pojezierze Lubuskie sind aufgrund ihrer Nähe zu Deutschland beliebte Urlaubsziele.
Sozialprofil
Essen & Trinken
Vorspeisen (Przekaski) sind Aal in Aspik, marinierter Fisch in saurer Sahne, Rollmops, Kulebiak (eine Pilz- und Kohlpastete), Kabanos (eine lange, dünne, stark gewürzte Wurst) oder Mysliwska (eine Wurst aus Schweine- und Wildfleisch). Suppen wie Barszcz (Rote-Beete-Suppe mit saurer Sahne) oder Rosol (Rind- oder Hühnerbouillon) werden häufig in Tassen und mit kleinen Pasteten, die mit Fleisch oder Kohl gefüllt sind, serviert. Piroggen (gefüllte Teigtaschen), meist mit Weißkäse oder mit Weißkohl gefüllt, werden nicht nur gerne in Polen gegessen. Auch in der Russischen Föderation und in Finnland gibt es sie in unterschiedlichen Varianten. Beliebte Gerichte sind Zrazy Zawijane (pilzgefüllte Rouladen in saurer Sahne) mit gekochtem Kascha (Buchweizen) und Golonka (Eisbein). Das polnische Nationalgericht Bigos (Weißkohl-Sauerkrauttopf mit Steinpilzen) war ursprünglich ein Essen der Jäger des polnischen Landadels, der Schlachta. Man hatte immer einen Kessel mit Bigos dabei. Heute wird Bigos in ganz Polen gegessen, in den Skihütten Zakopanes genauso wie in Suwalki, an den Masurischen Seen, in den eleganten Lokalen Warschaus wie in den rustikalen Kellerlokalen Krakaus an der Weichsel. Eine Feier in Polen ist ohne dieses würzig-pikante Gericht Bigos undenkbar. Polen hat auch eine große Auswahl an frischem Fisch (Ryba). Karpfen wird in einer süßsauren Aspiksoße serviert, und pochierter Hecht mit Sahnemeerrettich ist sehr zu empfehlen. Polnische Backwaren (Ciastka) sind ausgezeichnet. Getränke: Wodka (Wódka) wird eiskalt getrunken. Wyborowa soll der beste Wodka sein, aber es gibt noch viele andere Geschmacksrichtungen wie Zubrowka (Bisongras), Tarniowka (Schlehe), Sliwowica (Pflaume) und Pieprzowka (mit weißem Pfeffer). Zu den beliebten Biermarken gehören: Zywiec, Okocim und EB.
Nachtleben
In fast allen größeren Städten gibt es Diskotheken, in Warszawa findet man auch Nachtklubs. Mit ihren 17 Theatern und drei Opernhäusern spiegelt die Hauptstadt die große Musik- und Theatertradition des Landes wider.
Einkaufstips
Glas, Emaillewaren, handgewobene Läufer, Silberartikel, handgearbeiteter Schmuck, Folklorepuppen, Holzschnitzereien sowie Ton- und Metallskulpturen. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Fr 06.00-18.00/19.00 Uhr.
Sport
Reisebüros können für Sportvereine, Jugendorganisationen und Schulklassen Hobbyurlaube auf Booten oder Wassersporturlaube an den masurischen Seen organisieren. Wintersport- und Reiterferien sind ebenfalls sehr beliebt. Wintersport: Die beliebtesten Wintersportorte sind Zakopane in der Tatra und Krynica und Szczyrk im Beskidy-Gebirge. Die Skisaison ist von November bis Mai. Auf den gefrorenen Wasserwegen kann man sehr gut eissegeln. Die Tatra bietet auch herrliche Wandermöglichkeiten. Angeln: Ein Angelschein kann gegen eine Gebühr beantragt werden. Segeln: Die Masurischen Seen (Mazury) sind das beliebteste Segelgebiet. Schwimmen: In den meisten Städten gibt es Schwimmbäder. An der Ostseeküste und in den Masurischen Seen kann man ebenfalls gut schwimmen. Reitsport und Pferderennen: Die größten Reitsportzentren und Pferdebahnen befinden sich in Warszawa (Sluzewiec), Sopot, Raculka (bei Zielona Gora), Wroclaw, Bialy Bor (bei Slupsk) und Ksiaz (bei Walbrzych).
Veranstaltungskalender
April 2004 Nationaler Gedenktag, Pawiak. 11.-21. April Beethoven Festival, Krakau. April-Mai Dominikanische Kirmes (eins der ältesten Festivals in Polen), Danzig. Mai Internationales sakrale Musik Festival, Warschau; Juvenalia Studenten-Festival, Krakau. Juni Festival der Volksmusikgruppen und -sänger, Kazimierz; Lajkonik Festival (mittelalterliche Festumzüge), Krakau; Sommer Jazz Festival, Krakau. 15. Juni - 26. Juli Warschaus Kammermusik Mozart Festival. 4.-9. Juli Internationales Straßenkunst-Festival, Warschau. 15.-31. Aug. Musik im alten Krakau. Sept. Warschauer Marathon; Beit Hadesh (Jüdisches Fest), Krakau. Okt. Warschauer Film Festival; JVC Jazz-Fete, Warschau. Nov.-Dez. Altes Musik Festival im königlichen Schloß, Warschau. 31. Dez. - 31. Jan. 2005 Weihnachtskrippenspiel-Wettbewerb, Krakau.
Weitere Auskünfte erteilt das Fremdenverkehrsamt (s. Adressen).
Land & Leute
Es gibt große Unterschiede zwischen Stadt- und Landleben, die Landbevölkerung ist sehr gläubig und ihr Lebensstil traditioneller. Zur Begrüßung gibt man sich die Hand, Frauen werden mit Handkuß begrüßt. Die üblichen Höflichkeitsformen werden erwartet, und Gastgeber freuen sich über einen Blumenstrauß. Kleidung sollte zurückhaltend, aber leger sein. In guten Restaurants oder zu besonderen Anlässen wird elegantere Kleidung erwartet. In manchen öffentlichen Gebäude (z. B. Bahnhöfe) ist das Rauchen verboten. Fotografieren: Militärische Anlagen, Industriegebäude und Verkehrsknotenpunkte, die mit einer durchgestrichenen Kamera gekennzeichnet sind, dürfen nicht fotografiert werden. Trinkgeld: Ist nicht in der Rechnung enthalten, ca. 10-15% werden erwartet.
Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Seit der Einführung der freien Marktwirtschaft 1989 hat eine erfolgreiche Umstrukturierung der polnischen Wirtschaft stattgefunden. Polen konnte in den neunziger Jahren ein starkes Wirtschaftswachstum verzeichnen. Industrie und Landwirtschaft sind die wichtigsten Arbeitgeber. Die bedeutendsten Industriezweige sind die Bereiche Lebensmittelverarbeitung, Energieversorgung, Bergbau und Hüttenindustrie, Maschinen, Elektrogeräte, Fahrzeuge und Textilien. Der Anteil des Dienstleistungssektors am BIP beträgt über 50% , der Industrie 24% und der Landwirtschaft 3%. Die Tourismusindustrie ist ausbaufähig. Seit 1990 wird ein ständiger Rückgang des Anteils der Land-, Forstwirtschaft und Jagd am Bruttoinlandprodukt (BIP) verzeichnet. Haupterzeugnisse sind Roggen, Weizen, Hafer, Zuckerrüben und Kartoffeln. Nutzvieh ist ein bedeutender Devisenbringer. Die derzeitige Lage auf dem Landwirtschaftssektor ist jedoch geprägt von Strukturschwächen, besonders im Vergleich mit der EU-Landwirtschaft. Weitere negative Auswirkungen auf die Landwirtschaft hatten Einkommensverluste aufgrund des Preisdrucks durch die niedrigen Weltmarktpreise für eine Vielzahl landwirtschaftlicher Produkte sowie der Wegbruch der östlichen Exportmärkte. Die Bedeutung des privaten Sektors in der Wirtschaft nimmt weiter zu. Der Privatsektor erwirtschaftet inzwischen 70% des Bruttoinlandsproduktes und beschäftigt rund 70% der Arbeitnehmer. Der Anteil des privaten Sektors an der Industrieproduktion, im Montage- und Baubereich und im Einzelhandel steigt kontinuierlich und wird durch die Privatisierung der Telekommunikation, der Energieerzeugung und der polnischen Staatsbahn weiter anziehen. Er steigt in der Industrieproduktion, im Montage- und Baubereich und im Einzelhandel kontinuierlich weiter, die Privatisierung der Großbetriebe, insbesondere in den schwierigen Branchen wie z.B. Stahlindustrie/Hütewesen, erfolgt jedoch sehr zögerlich.
Die trotz anhaltenden Wirtschaftswachstums wieder steigende Arbeitslosigkeit ist eines der zentralen Probleme Polens. Sorgen bereiten auch das steigende Haushaltsdefizit und die hohen Defizite in der Außenhandels- und Leistungsbilanz. Trotz steigender Exporte exportiert Polen deutlich weniger als z. B. Ungarn oder die Tschechische Republik. Der Handel mit den EU-Staaten nimmt stetig zu. Haupthandelspartner ist Deutschland. Im Hinblick auf eine internationale wirtschaftliche Integration Polens kommt den Beitritten zur WTO (1995) und zur OECD (1996) besondere Bedeutung zu. Polen ist ferner Gründungsmitglied der CEFTA. Am 1. Mai 2004 tritt Polen der Europäischen Union (EU) als Mitglied bei.
Geschäftsverkehr
Relativ formell, Geschäftsreisen sollten lange im voraus vereinbart werden. Angestellte in staatlichen Organisationen und Behörden machen keine Mittagspause und nehmen dafür ihre Hauptmahlzeit nach 15.00 Uhr ein. Geschäftszeiten: Mo-Fr 07.00-16.00 Uhr.
Kontaktadressen
Wirtschafts- und Handelsabteilung der Polnischen Botschaft
Glinkastraße 5-7, D-10117 Berlin
Tel: (030) 229 27 39. Fax: (030) 229 24 51.
E-Mail: info@wirtschaft-polen.de
Internet: www.wirtschaft-polen.de
Wirtschafts- und Handelsabteilung der Polnischen Botschaft
Titlgasse 15, A-1130 Wien
Tel: (01) 877 73 12. Fax: (01) 877 35 97.
E-Mail: info@handelsratpolen.at
Internet: www.handelsratpolen.at
Wirtschafts- und Handelsabteilung der Polnischen Botschaft
Elfenstraße 9, Postfach 198, CH-3006 Bern
Tel: (031) 350 82 82. Fax: (031) 351 34 57.
E-Mail: postmaster@weh-pl-bern.ch
Internet: www.weh-pl-bern.ch
Schweizerisch-Polnische Industrie- und Handelskammer
c/o EXIM – INDEX AG, Neugasse 10, CH-8023 Zürich
Tel.: (043) 444 48 68. Fax: (043) 444 48 69.
E-Mail: exim@swisstrade.com
Deutsch-Polnische Wirtschaftsförderungsgesellschaft AG
Ul. Kobylogórska 68 , PL-66-400 Gorzów Wlkp (Landsberg an der Warthe)
Tel: (095) 720 83 40. Fax: (095) 720 83 41.
E-Mail: twg@twg.pl
Internet: www.twg.pl
Polsko-Niemiecka Izba Przemyslowo-Handlowa (Polnisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer)
Ul. Miodowa 14, PL-00-246 Warszawa
Postanschrift: P.O. Box 62, PL-00-952 Warszawa
Tel: (022) 531 05 00. Fax: (022) 531 06 00.
E-Mail: info@ihk.pl
Internet: www.ihk.pl
Krajowa Izba Gospodarcza (Handelskammer)
Trebacka 4, PO Box 361, PL-00-074 Warszawa
Tel: (022) 630 96 00. Fax: (022) 827 46 73.
E-Mail: kig@kig.pl
Internet: www.kig.pl
Konferenzen/Tagungen
Die größten Konferenzzentren befinden sich in Warszawa, Posznan, Kraków, Wroclaw und Gdansk, einige andere Städte bieten ebenfalls Konferenzeinrichtungen.
Klima
Klima
Gemäßigte, warme Sommer und kalte Winter. Im Herbst ist es meist sonnig und schon relativ frisch. Gute Wintersportbedingungen bestehen in den Sudeten und Karpaten von Dezember bis April.



