Reiseführer Russische Föderation
Inhaltsverzeichnis
Kontaktadressen
Lage
Osteuropa, Asien.
Landesvorwahl
7. Bei Anrufen aus dem Ausland ist die 0 der jeweiligen Ortsnetzkennzahl mitzuwählen.
Olympia-Reisen
Siegburger Straße 49, D-53229 Bonn
Tel: (0228) 40 00 30. Fax: (0228) 46 69 32.
E-Mail: info@olympia-reisen.com
Internet: www.olympia-reisen.com
Mo-Fr 08.00-18.00 Uhr.
The State Committee on Physical Culture, Sports and Tourism
18 Ul. Kazakova, RU-103064 Moskau
Tel: (095) 263 08 41.
BSI
(Touristeninformation für Endverbraucher)
1 Lize Chaikinoky, RU-Moskau
Tel: (095) 785 55 35. Fax: (095) 785 55 36.
Botschaft der Russischen Föderation
Unter den Linden 63-65, D-10117 Berlin
Tel: (030) 229 11 29/10. Fax: (030) 229 93 97.
E-Mail: info@russische-botschaft.de
Internet: www.russische-botschaft.de
Mo-Fr 08.30-13.00 und 14.30-18.00 Uhr.
Konsularabteilung der Botschaft
Behrenstraße 66, D-10117 Berlin
Tel: (030) 229 12 07 und 22 65 11 84 (Visafragen). Fax: (030) 22 65 19 99, (0190) 77 33 13 (0,78 €/Min.).
Mo-Fr 09.00-13.00 Uhr.
Generalkonsulate in Bonn (Tel: (0228) 386 79 30), Hamburg (Tel: (040) 229 52 01), Leipzig (Tel: (0341) 585 18 76) und München (Tel: (089) 59 25 28).
Botschaft der Russischen Föderation
Reisnerstraße 45-47, A-1030 Wien
Tel: (01) 713 86 22, 712 12 29. Fax: (01) 712 33 88. Konsularabt.: Tel: (01) 712 32 33. Fax: (01) 714 76 12.
E-Mail: rusemb@chello.at
Internet: www.austria.mid.ru
Konsularabt.: Mo, Mi, Fr 09.00-12.00 Uhr.
Generalkonsulat mit Visumerteilung in Salzburg (Tel: (0662) 62 41 84).
Botschaft der Russischen Föderation
Brunnadernrain 37, CH-3006 Bern
Postanschrift: Postfach 268, CH-3006 Bern 15
Tel: (031) 352 05 66, 352 64 65. Fax: (031) 352 55 95.
E-Mail: rusbotschaft@bluewin.ch
Internet: www.home.datacomm.ch/rusbotschaft
Mo-Do 08.00-12.30 und 14.00-18.00 Uhr, Fr 08.00-14.00 Uhr.
Konsularabteilung der Botschaft
Brunnadernstraße 53, CH-3006 Bern
Tel: (031) 352 05 67. Fax: (031) 352 64 60.
Mo, Mi, Fr 09.00-12.00 Uhr.
Generalkonsulat mit Visumerteilung in Genf (Tel: (022) 734 79 55).
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Mosfilmowskaja 56, RU-119285 Moskau
Tel: (095) 937 95 00. Fax: (095) 938 23 54.
E-Mail: germanmo@aha.ru
Internet: www.deutschebotschaft-moskau.ru
Generalkonsulate in Kaliningrad, Nowosibirsk, Saratow und St. Petersburg. Honorarkonsulat in Wladiwostok.
Botschaft der Republik Österreich
Starokonjuschennyi Per. 1, RU-119034 Moskau
Tel: (095) 502 95 16, 502 95 12. Fax: (095) 937 42 69.
E-Mail: moskau-ob@bmaa.gv.at
Honorargeneralkonsulat in St. Petersburg.
Botschaft der Schweizerischen Eidgenossenschaft
Per. Ogorodnoi Slobody (Stopani) 2/5, RU-101000 Moskau
Tel: (095) 258 38 30. Fax: (095) 200 17 28.
E-Mail: vertretung@mos.rep.admin.ch
Internet: www.eda.admin.ch/moscow
Generalkonsulat in St. Petersburg.
Allgemeines
Fläche
17.075.400 qkm.
Bevölkerungszahl
144.526.278 (2003).
Bevölkerungsdichte
8,4 pro qkm.
Hauptstadt
Moskau. Einwohner: 8.368.200 (2003).
| Republik | Fläche (qkm) | Bevölkerungszahl (2003) | Hauptstadt |
| Adygeja | 7600 | 438.200 | Majkop |
| Altai | 92.600 | 2.565.400 | Gorno-Altajsk |
| Baschkortostan | 143.600 | 4.044.500 | Ufa |
| Burjatien | 351.300 | 1.003.300 | Ulan-Ude |
| Chakassien | 61.900 | 568.800 | Abakan |
| Dagestan | 50.300 | 2.184.400 | Machatschkala |
| Inguschetien | 3600 | 488.000 | Nazran |
| Kabardino-Balkarien | 12.500 | 789.700 | Naltschik |
| Kalmykien | 75.900 | 307.900 | Elista |
| Karatschai-Tscherkessien | 14.100 | 428.700 | Tscherkessk |
| Karelien | 172.400 | 736.300 | Petrozavodsk |
| Komi | 415.900 | 1.061.400 | Syktyvkar |
| Marij-El | 23.200 | 735.400 | Jokar-Ola |
| Mordwinien | 26.200 | 888.000 | Saransk |
| Nordossetien | 8000 | 663.000 | Wladikawkaz |
| Sacha (Jakutien) | 3.103.200 | 887.300 | Jakutsk |
| Tatarstan | 67.836 | 3.682.800 | Kazan |
| Tschetschenien | 15.700 | 921.000 | Dschochar-Chala |
| Tschuwaschien | 18.300 | 1.312.700 | Tscheboksary |
| Tuwa | 170.500 | 306.600 | Kyzyl |
| Udmurtien | 42.100 | 1.595.700 | Ischewsk |
Geographie
Die Russische Föderation ist das größte Land der Welt und reicht von Moskau im Westen über den Ural und die Sibirische Steppe zum Ochotskischen Meer und Beringmeer im Osten. Das riesige Land grenzt an Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Belarus, die Ukraine, Georgien, Aserbaidschan, Kasachstan, die Mongolei, Korea-Nord und China. Die Grenze zwischen dem europäischen Rußland und Sibirien (Asien) liegt am Uralgebirge, beim Fluß Ural und der Tiefebene von Manych. Das europäische Rußland erstreckt sich vom Nordpolarmeer über Zentralrußland zum Schwarzen Meer, dem Kaukasus und dem Kaspischen Meer. Der größte Teil der Russischen Föderation liegt jedoch in Asien. Sibirien reicht von der Westsibirischen Steppe und dem Zentralsibirischen Plateau zwischen Jenisej und Lena sowie den Gebirgszügen Sajan, Jablonovyi und Stanovoj im Süden bis zu den Ostsibirischen Bergen zwischen Lena und der Pazifikküste, einschließlich der Halbinseln Chukot und Kamtschatka.
Staatsform
Präsidialrepublik seit 1991. Verfassung von 1993. Parlament mit 450 Mitgliedern im Unterhaus (Duma) und 178 im Oberhaus (Föderationsrat). Staatsoberhaupt: Vladimir Putin, seit 2000. Ministerpräsident: Mikhail Fradkov, seit 2004. Seit 1991 unabhängiger Teilstaat der GUS.
Sprache
Amtssprache ist Russisch. Die Sprachen der ethnischen Minderheiten sind ebenfalls verbreitet. Englisch, Deutsch und Französisch werden teilweise gesprochen.
Religion
Hauptsächlich christliche Religionen, die russisch-orthodoxe Kirche ist die größte Glaubensgemeinschaft. Außerdem gibt es moslemische, buddhistische und jüdische Minderheiten.
Ortszeit
Es gibt 11 Zeitzonen:
Zone 0: Kaliningrad: MEZ + 1 (UTC + 2).
Zone 1: Archangelsk, Astrakhan, St. Petersburg, Moskau: MEZ + 2 (UTC + 3).
Zone 2: Ischersk, Samara: MEZ + 3 (UTC + 4).
Zone 3: Amderma, Novyy Port: MEZ + 4 (UTC + 5).
Zone 4: Omsk: MEZ + 5 (UTC + 6).
Zone 5: Dikson: MEZ + 6 (UTC + 7).
Zone 6: Irkutsk: MEZ + 7 (UTC + 8).
Zone 7: Jakutsk, Tiksi: MEZ + 8 (UTC + 9).
Zone 8: Ochotsk, Wladiwostok: MEZ + 9 (UTC + 10).
Zone 9: Magadan, Sachalin: MEZ + 10 (UTC + 11).
Zone 10: Petropawlowsk, Port Prowidenija, Pewek: MEZ + 11 (UTC + 12).
Anmerkung: Von Ende März bis Ende Oktober werden die Uhren um eine Stunde vorgestellt.
Netzspannung
220 V, 50 Hz. Adapter notwendig.
Post- und Fernmeldewesen
Telefon
Selbstwählferndienst.
Landesvorwahl
7. Die »0« der jeweiligen Ortsnetzkennzahl muß auch dann gewählt werden, wenn von außerhalb der GUS angerufen wird. Die meisten Auslandsgespräche von Moskau, St. Petersburg und Nizhny Novgorod aus könen direkt gewählt werden. In kleineren Städten müssen Gespräche eventuell über die internationale Telefonvermittlung geführt werden. In einigen Moskauer Hotels gibt es Telefonzellen mit Direktwahl ins Ausland; internationale Vorwahl: 810. Hauptpostämter haben ebenfalls Telefonzellen für internationale Ferngespräche.
Mobiltelefon
GSM 900 und 1800, Einfach- und Dualband-Netze. Zahllose Netzbetreiber wie KB Impuls (Internet: www.beeline.msk.ru ) oder Mobile Telesystems (Internet: www.mts.ru ) haben Roaming-Abkommen mit internationalen Mobilfunkgesellschaften. Alle größeren Städte liegen im Sende-/Empfangsbereich mindestens eines Netzbetreibers. Mobiltelefone können bei manchen Mobilfunkfirmen gemietet werden.
Fax
Gibt es in zahlreichen Konferenzzentren und Hotels, wobei die Gebühren in den Hotels weitaus höher sind.
Internet/E-Mail
Internetanbieter sind u.a. Beeonline (Internet: www.beeonline.ru ) und Russiaonline (Internet: www.online.ru ). Internetanschlüsse stehen in den Hotels und Internetcafés größerer Städte zur Verfügung.
Telegramme
Können in fast allen Hotels aufgegeben werden.
Post
Luftpostsendungen nach Westeuropa sind über 10 Tage unterwegs. Größere Hotels nehmen postlagernde Sendungen entgegen und haben Poststellen, die Briefmarken und Postkarten verkaufen. Öffnungszeiten der Postämter: 09.00-19.00 Uhr.
Deutsche Welle
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0221) 389 32 08. Internet: www.dwelle.de ) anzufordern.
Reisepaß/Visum
Reisepaß/Visum
| Land | Visa | Reisepass |
| Deutschland | Ja | Ja |
| Österreich | Ja | Ja |
| Schweiz | Ja | Ja |
| Andere EU-Länder | Ja | Ja |
Anmerkung
Die Einreisebestimmungen können sich kurzfristig ändern, deshalb ist es ratsam, sich rechtzeitig direkt bei den konsularischen Vertretungen zu erkundigen.
Reisepass
Allgemein erforderlich, muß während des Aufenthalts gültig sein. Kinder, die nicht im Paß der Eltern eingetragen sind, benötigen einen Kinderausweis mit Lichtbild und müssen einen eigenen Visumantrag einreichen.
Anmerkung
Seit 10. Februar 2003 erhalten Ausländer bei der Einreise in die Russische Föderation eine kostenlose Migrationskarte, auf der persönliche Daten, Art, Dauer und Zweck des Aufenthaltes sowie die Unterkunft vermerkt werden müssen. Die ausgefüllte Karte muß bei der polizeilichen Meldung nach 3 Tagen vorgezeigt, während des Aufenthaltes aufbewahrt und bei der Ausreise den Grenzschutzbehörden ausgehändigt werden.
Visum
Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsangehörige der folgenden Länder:
(a) GUS (ausgenommen Staatsbürger von Georgien und Turkmenistan, die ein Visum benötigen), sofern sie direkt von dort einreisen;
(b) Kuba für einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen;
(c) Mongolei (nur mit Einladungsschreiben);
(d) nur als Geschäftsreisende: Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Mazedonien (Ehemalige Jugoslawische Republik) und Serbien & Montenegro.
Anmerkung
Visa werden nicht an der Grenze ausgestellt, sondern müssen rechtzeitig vor Antritt der Reise bei der zuständigen konsularischen Vertretung beantragt werden. Eine Ausreise aus der Russischen Föderation ohne gültiges Visum ist nicht möglich ( z.B. abgelaufenes Touristenvisum oder Paßverlust). Dies bedeutet bei Paß- und Visaverlust während der Reise, daß nicht nur ein Paßersatz, sondern auch ein neues russisches Visum bei den örtlichen russischen Paß- und Visadiensten beantragt werden muß.
Transit
Transitvisa sind allgemein erforderlich; ausgenommen sind Transitreisende, die sich im Transitraum des Moskauer Sheremetievo Flughafens bis zu 24 Std. aufhalten, und die im Besitz bestätigter Rück- bzw. Weiterflugtickets und gültiger Einreisedokumente für das Zielland sind.
Visaarten
Touristen-, Geschäfts-, Privat-, Mehrfach-, Dauer- und Transitvisum.
Visagebühren
Deutsche:
Die Gebühren sind unterschiedlich und vom Wechselkurs abhängig, je nach Bearbeitungszeit. einmaliges Touristenvisum: 45 € (7-14 Tage Bearbeitungszeit);
zweimaliges Touristenvisum: 75 € (7-14 Tage Bearbeitungszeit);
einmaliges Geschäfts-/Privat-/Transitvisum: 65 € (7-14 Tage Bearbeitungszeit);
zweimaliges Geschäfts-/Transitvisum: 110 € (7-14 Tage Bearbeitungszeit);
Einreisevisum: 70 € (7-14 Tage Bearbeitungszeit).
Bei postalischer Antragstellung wird eine zusätzliche Gebühr in Höhe von 5 € pro Touristenvisum und ca. 10 € für andere Visaarten berechnet.
Österreicher:
Die Visagebühren sind für alle Arten von Visa gleich, sie staffeln sich nach der Bearbeitungszeit und nach der Häufigkeit der Einreise.
Einmalige Einreise: 55 € (15 Arbeitstage Bearbeitungsdauer), 110 € (3 Arbeitstage Bearbeitungsdauer).
Mehrmalige Einreise: 300 € (15 Arbeitstage Bearbeitungsdauer), 310 € (2-6 Arbeitstage Bearbeitungsdauer).
Ein Transitvisum kann nur einmalig genutzt werden.
Schweizer:
Die Visagebühren sind für alle Arten von Visa gleich, sie staffeln sich nach der Bearbeitungszeit und nach der Häufigkeit der Einreise.
Normaltarif (mindestens 14 Tage): 105 CHF (einmalige Einreise), 200 CHF (zweimalige Einreise), 550 CHF (mehrmalige Einreise).
Expreßtarif (weniger als 14 Tage): 140 CHF (einmalige Einreise), 210 CHF (zweimalige Einreise), 560 CHF (mehrmalige Einreise).
Expreßtarif (2 Arbeitstage oder am nächsten Arbeitstag): 210 CHF (einmalige Einreise), 230 CHF (zweimalige Einreise), 570 CHF (mehrmalige Einreise).
Expreßtarif (am gleichen Tag): 240 CHF (einmalige Einreise), 250 CHF (zweimalige Einreise), 600 CHF (mehrmalige Einreise).
Bei Zustellung des Visums per Post wird eine Zuschlagszahlung in Höhe von 15 CHF erhoben.
Anmerkung: Staatsbürger mancher Länder müssen zusätzlich zu den Visagebühren Konsulargebühren entrichten. Nähere Angaben von den konsularischen Vertretungen (s. Adressen).
Gültigkeitsdauer
Touristenvisum: Maximal 1 Monat. Touristenvisa werden 24 Std. nach Ausstellungsdatum gültig. Besucher-/Geschäftsvisum: Maximal 3 Monate. Transitvisum: Maximal 72 Stunden.
Antragstellung
Botschaft bzw. Konsulate (s. Adressen).
Unterlagen
Touristenvisum: (a) Antragsformular. (b) 1 Paßfoto neueren Datums mit Namen des Antragstellers auf der Rückseite; 1 Foto sowie entsprechender Vermerk auf dem Visumsantrag eines Elternteils für Kinder, die im Paß der Eltern eingetragen sind. (c) Gültiger Reisepaß bzw. Kinderausweis (Original) mit mindesten 1 leeren Seite. (d) Reisebestätigung des russischen Reiseveranstalters. (e) Reisebestätigung des deutschen Reisebüros/-veranstalters oder des Hotels bzw. Nachweis einer Privatunterkunft. (f) Krankenversicherungsnachweis. (g) Rückflugticket (Fotokopie). (h) Visagebühr (abgestempeltes Original des Zahlungsbelegs bei Überweisung; bei persönlicher Visabeantragung Bezahlung mit EC-Karte oder Visa-Kreditkarte. Eine Bankgebühr wird erhoben).
Gruppenreisen: Gruppenliste mit genauen Angaben zu allen Teilnehmern, Reisedaten, Reiseroute und Reiseart mit Grenzübergangsstellen, die vom russischen Partnerreiseveranstalter schriftlich bestätigt werden muß.
Für Geschäfts- und Dauervisa muß vom russischen Geschäftspartner eine Einladung beim Außenministerium in Moskau beantragt werden. Nach Erhalt der Bestätigung aus Moskau kann das Visum abgeholt werden.
Geschäftsvisum: (a)-(h). (i) Firmenschreiben mit Angaben über Reisezweck, Reiseroute, Aufenthaltsdauer, genaue Ein- und Ausreisedaten sowie Adresse der heimischen Firma mit Unterschrift des Geschäftspartners.
Der postalischen Antragstellung sollten ein adressierter Freiumschlag (Einschreiben) und der Zahlungsbeleg über die Visagebühren beigefügt werden.
Transitvisum: Vom Reiseticket abhängig, bestätigte Rück- bzw. Weiterflugtickets und gültige Einreisedokumente für das Zielland müssen vorgelegt werden. Transitreisende dürfen nur in besonderen Fällen den Flughafen verlassen.
Anmerkung
(a) Mitglieder von Reisegruppen (Standard-Pauschalreisen, Busreisen und Kreuzfahrten) sowie Teilnehmer internationaler Sportveranstaltungen sollten ihre Unterlagen dem Reiseveranstalter geben, der die Anträge an das nächste Reisebüro weiterleitet. Für Verwandten- oder Freundesbesuche muß man eine Einladung vorweisen können. Nähere Auskünfte erteilen die Konsularabteilungen der Botschaften (s. Adressen).
(b) Alle Reisenden, die sich länger als 3 Tage in der Russischen Föderation aufhalten, müssen ihre Visa durch ihr Hotel oder ihren Bürgen (Gastfamilie bzw. Geschäftspartner) bei der örtlichen Polizei registrieren lassen. Privatreisende müssen sich nach ihrer Einreise bei der örtlichen Polizei melden.
Bearbeitungszeit
1-14 Tage. Postalische Antragstellung mindestens 3 Wochen. Die Antragstellung kann nicht früher als 3 Monate vor Abreise und spätestens 2 Tage vor Einreise erfolgen (bei Touristengruppen spätestens 20 Tage vor Einreise). Nähere Auskünfte erteilen die konsularischen Vertretungen (s. Adressen).
Geld
Währung
Rubel. Währungskürzel: Rbl, RUB (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 500, 100, 50 und 10 Rbl im Umlauf. Münzen gibt es in den Nennbeträgen von 5, 2 und 1 Rbl.
Geldwechsel
Fremdwährungen sollten nur in offiziellen Wechselstuben und Banken umgetauscht werden. Jeder Geldwechsel muß auf dem Deklarationsformular vermerkt werden, und alle Quittungen sollten bis zur Ausreise aufbewahrt werden. Geldwechsel außerhalb der Bankzeiten ist in internationalen Hotels, Wechselstuben und den Flughäfen möglich. In zahlreichen großen Hotels und Kaufhäusern gibt es Geldautomaten, an denen man mit Kredit- oder EC-Karte Bargeld abheben kann.
Kreditkarten
Alle internationalen Kreditkarten wie American Express, Diners Club, Eurocard und Visa werden in größeren Hotels, Läden und Restaurants, in denen mit harter Währung bezahlt werden kann, akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Reiseschecks
Bargeld wird empfohlen. Reiseschecks sollten in US-Dollar ausgestellt sein.
Wechselkurse
| Rbl | Rbl | Rbl | Rbl | Rbl | |
| Dez. '02 | Apr. '03 | Sept. '03 | Jan. '04 | Apr. '04 | |
| 1 € | 31,73 | 33,44 | 35,10 | 37,00 | 34,30 |
| 1 CHF | 21,55 | 22,67 | 22,69 | 23,59 | 21,97 |
| 1 US$ | 31,75 | 31,28 | 30,47 | 28,90 | 28,55 |
Devisenbestimmungen
Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist auf 40.000 Rbl beschränkt. Die Einfuhr von Fremdwährungen ist unbegrenzt, Deklarationspflicht ab einem Betrag, der den Gegenwert von 3.000 US$ übersteigt. Die Ausfuhr von Fremdwährungen ist auf den bei der Einreise deklarierten Betrag beschränkt.
Öffnungszeiten der Banken
Mo-Fr 09.30-17.30 Uhr.
Duty Free
Duty Free
Folgende Artikel können zollfrei in die Russische Föderation eingeführt werden:
1000 Zigaretten oder 1000 g Tabakwaren;
1,5 l Spirituosen und 2 l Wein;
Parfüm für den persönlichen Gebrauch;
Geschenke und andere Waren bis zu einem Wert von 10.000 US$.
Anmerkung: Bei der Einreise muß eine Zolldeklaration ausgefüllt werden, die bis zur Ausreise aufgehoben werden muß. Auf diesem Formular müssen alle eingeführten privaten Gegenstände, einschl. Währungen und Wertgegenstände, vermerkt werden. Bei genauer Zollkontrolle können die Zollformalitäten sehr langwierig sein. Die Ausfuhrbestimmungen sind sehr streng; es ist ratsam, sich bereits bei der Einreise nach den aktuellen Regelungen zu erkundigen.
Einfuhrverbot
Waffen, Munition, Narkotika, Drogen und alles, was als Zubehör für den Drogenkonsum betrachtet werden kann, Pornographie, unmoralische oder subversive Artikel, Gegenstände Dritter, die für diese Person importiert werden sollen, Tiere, Obst und Gemüse. Einzelheiten von der Botschaft.
Gesetzliche Feiertage
Gesetzliche Feiertage
1. Jan. 2004 Neujahr. 7. Jan. Russisch-orthodoxes Weihnachtsfest. 8. März Tag der Frau. 11. April Russisch-orthodoxes Osterfest. 1./2. Mai Tage der Arbeit. 9. Mai Siegestag (2. Weltkrieg). 12. Juni Unabhängigkeitstag. 7. Nov. Jahrestag der Oktoberrevolution. 7. Dez. Verfassungstag.
1./2. Jan. 2005 Neujahr. 7. Jan. Russisch-orthodoxes Weihnachtsfest. 8. März Tag der Frau. 1./2. Mai Tage der Arbeit. 9. Mai Siegestag (2. Weltkrieg). 12. Juni Unabhängigkeitstag. 7. Nov. Jahrestag der Oktoberrevolution. 12. Dez. Verfassungstag.
Gesundheit
Gesundheit
| Krankheit | Vorsorge | Impfbescheinigung |
| Gelbfieber | Nein | Nein |
| Cholera | Ja | Nein |
| Typhus & Polio | Ja | - |
| Malaria | Nein | - |
| Essen & Trinken | 1 | - |
[1]
Wasser ist nicht immer keimfrei und sollte zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung abgekocht/sterilisiert werden. Milch ist pasteurisiert und kann, ebenso wie Milchprodukte, unbesorgt verzehrt werden. In den südlichen Republiken können für ausländische Reisende ungewohnte Nahrungsmittel manchmal leichte Verdauungsprobleme verursachen.
Tollwut kommt vor. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Hepatitis A tritt auf, eine Schutzimpfung wird empfohlen.
Erhöhtes Ansteckungsrisiko für Japanische Enzephalitis besteht ganzjährig (gehäuft von Juli bis September) v.a. in ländlichen und suburbanen Gebieten Südostsibiriens, v.a. an der Küste südlich von Chabarowsk.
Zecken sind während der wärmeren Jahreszeit (März/April bis Oktober/November) in mehreren Gebieten Russlands (zum Beispiel besonders in der Exklave Kaliningrad, aber auch in Sibirien) aktiv. Bei beruflicher Tätigkeit oder Freizeitaktivitäten mit möglicher Zeckenexposition in endemischen Gebieten ist eine Schutzimpfung gegen FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis), deren Erreger bereits mit dem Stich auf den Wirt übertragen werden, dringend zu empfehlen. Genaue Informationen über Zecken, Risiken und vorbeugende Maßnahmen sind zum Beispiel auch im Internet zu finden (Internet: www.medizinfo.com/waldundwiese/zecken/start.htm ). Bei Zeckenbefall im Zweifelsfall den Arzt aufsuchen.
Für Ausländer, die länger als 3 Monate im Land bleiben, ist für den Visumsantrag bzw. die Einreise ein negativer HIV-Test erforderlich.
Gesundheitsvorsorge
Wer auf die Einnahme von Medikamenten angewiesen ist, sollte alle notwendigen Arzneimittel mitnehmen, da sie in der GUS oft nicht erhältlich sind. Die ambulante Behandlung ist in der Regel kostenlos, es sei denn, es handelt sich um ernstere Probleme. Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung wird empfohlen. Bei plötzlichen Zahnschmerzen kann man eine Schweizer Joint-venture-Praxis im Moskauer Hotel Intourist aufsuchen. Bezahlung nur in Devisen. Gleiches gilt für das American Medical Center und das International Health Care Center in Moskau.
Reiseverkehr - International
Sicherheitshinweis
Wie verschiedene Anschläge in Moskau und im südlichen Russland in jüngster Zeit gezeigt haben, kann es jederzeit, auch außerhalb der russischen Kaukasusregion, zu Attentaten kommen. Daher wird besondere Aufmerksamkeit empfohlen, insbesondere bei größeren Menschenansammlungen. Aufgrund von kriegerischen Gefechten, Entführungsfällen und Gewaltkriminalität wird vor Reisen in Teile des Russischen Kaukasus gewarnt. Reisen nach Tschetschenien, wo ein Guerillakrieg andauert, sind nicht durchführbar. Vor Reisen nach Dagestan wird ebenfalls gewarnt. Von Reisen nach Inguschetien wird abgeraten. Durch Entführungen sind in besonderem Maße Ausländer gefährdet, einschließlich Mitarbeiter humanitärer Hilfsorganisationen. In Dagestan sind wiederholt bei Bombenanschlägen Menschen ums Leben gekommen. Personen, die trotz der hohen Risiken in diese Region reisen, können bei einem Notfall nur mit eingeschränkten Hilfemöglichkeiten der Botschaft Moskau bzw. des Generalkonsulats Saratow und des Auswärtigen Amts rechnen. Kurzfristig verfügte Beschränkungen der Reisefreiheit für Ausländer sind nicht auszuschließen. Die Grenzübergänge nach Aserbaidschan (Samur) und Georgien (Kasbegi; Sotschi/Adler nach Abchasien) sind für Ausländer ohne Sondergenehmigung nicht passierbar.
Flugzeug
Linienflüge:
Die nationale Fluggesellschaft heißt Aeroflot Russian Airlines (SU). Direktverbindungen von allen deutschen Flughäfen, von Zürich und Genf sowie Wien täglich oder mehrmals wöchentlich nach Moskau und St. Petersburg. Aeroflot betreibt ferner Flugdienste zwischen Moskau und den meisten größeren Städten der GUS. Austrian Airlines fliegt ab Wien nach Moskau, Krasnodar und nach Minsk. Book & Go und Polet Air verbinden Moskau mit Baden-Baden und Frankfurt-Hahn.
Billigflüge:
Germania Express (Internet: www.gexx.de ) fliegt ab Berlin, Düsseldorf und München nach Moskau.
Durchschnittliche Flugzeiten
Frankfurt – Moskau oder St. Petersburg: 3 Std. 05; Berlin – Kaliningrad: 1 Std. 30; Wien – Moskau oder St. Petersburg: 3 Std; Zürich – Moskau: 3 Std. 30; Zürich – St. Petersburg: 3 Std. 15.
Durchschnittliche Flugzeiten im Flugverkehr in der GUS
Moskau – Almaty/Kasachstan: 4 Std. 15; Moskau – Baku/Aserbaidschan: 3 Std; Moskau – Bratsk/Russ. Föd: 6 Std. 45; Moskau – Buchara/Usbekistan: 3 Std. 45; Moskau – Dschambul/Kasachstan: 3 Std. 45; Moskau – Donetsk/Ukraine: 1 Std. 30; Moskau – Erewan/Armenien: 4 Std. 30; Moskau – Irkutsk/Russ. Föd: 7 Std; Moskau – Chabarowsk/Russ. Föd: 7 Std. 30; Moskau – Charkow/Ukraine: 1 Std. 15; Moskau – Kiew/Ukraine: 1 Std. 30; Moskau – St. Petersburg/Russ. Föd: 1 Std; Moskau – Lwow/Ukraine: 2 Std. 15; Moskau – Minsk/Belarus: 1 Std. 30; Moskau – Odessa/Ukraine: 2 Std; Moskau – Samarkand/Usbekistan: 3 Std. 45; Moskau – Simferopol/Ukraine: 2 Std. 30; Moskau – Tiflis/Georgien: 2 Std. 30; Moskau – Zarizyn/Russ. Föd: 1 Std. 30; Moskau – Jalta/Ukraine: 2 Std. 15.
Internationale Flughäfen
Moskau (SVO) (Scheremetjewo) (Internet: www.sheremetyevo-airport.ru ) liegt 29 km nordwestlich der Stadt. Taxis nach Moskau stehen rund um die Uhr an der Ankunftsebene von Terminal 2 und vor Terminal 1 zur Verfügung. Außerdem gibt es Autoline-Taxis, die auf einer festgelegten Strecke verkehren, und Airbus-Verbindungen (Abfahrt alle 20 Min.). Regelmäßige Expressbusse fahren durchgehend von den Bushaltestellen vor Terminal 1 sowie dem Busbahnhof bei der Ankunftsebene von Terminal 2 nach Moskau ab. Die Buslinie 851 fährt zur Metro-Station Rechnoi Vokzal und Buslinie 817 zur Metro-Station Planernaya (Fahrzeit: 45 Min. Busfahrt, dann 30 Min. mit der U-Bahn ins Stadtzentrum). Busse verkehren auch zwischen dem Flughafen und dem Air Terminal des Moskauer Hauptbahnhofs (Fahrzeit: 50 Min.). Duty-free-Shops, Tourist-Information, Bank, Mietwagenschalter, Postamt, Wechselstube, Restaurants.
Domodedowo (DME)
(Internet: www.eastline.ru/domodedovo/index_e.asp ) liegt 40 km außerhalb Moskaus. Flughafenbusse fahren vom zentralen Air Terminal zum Flughafen (Fahrzeit 80 Min.).
Irkutsk
(IKT) (in die Mongolei, nach China und Nordkorea) und Chabarowsk (nach Japan).
St. Petersburg (LED) (Pulkovo) liegt 17 km südlich der Stadt. Bank/Wechselstube (24-Std.), Post, Snackbar, Duty-free-Shops (08.00-20.00 Uhr), Bar (10.00-20.00 Uhr), Restaurant, Tourist-Information, Mietwagenschalter, Gepäckaufbewahrung (24-Std.). Busse fahren alle 10 Min. zur Innenstadt (07.00-20.00 Uhr, Fahrzeit: 10 Min.). Taxistand (20 Min. Fahrzeit).
Vnukowo Airport (VKO)
(Internet: www.vnukovo-airport.ru/eng ) liegt 11 km südwestlich von Moskau. Flughafenbusse fahren vom zentralen Air Terminal zum Flughafen (Fahrzeit 75 Min.). Taxis und Duty-free-Shops sind vorhanden.
Schiff
Hanseatic Tours bieten im Sommer kombinierte Kreuzfahrten nach Polen, Rußland und Skandinavien an von Kiel, Lübeck und Hamburg mit Aufenthalt in St. Petersburg. Seetours (Internet: www.seetours.de ) haben verschiedene Ostseekreuzfahrten im Programm mit Aufenthalten in baltischen Häfen, St. Petersburg und Kaliningrad. Abfahrtshafen ist Kiel oder Bremerhaven. Transocean Tours (Internet: www.transocean.de ) bieten ebenfalls Ostseekreuzfahrten mit Landgang in St. Petersburg und Kaliningrad an. Abfahrtshäfen sind Kiel und Bremerhaven.
Bahn
Mehrere Verbindungen von Berlin über Warschau und Brest. Von Wien gibt es ebenfalls eine Verbindung über Warschau und Brest (Belarus). Täglich zwei Nachtzüge von Berlin über Frankfurt/Oder und Polen nach Kaliningrad (Fahrzeit ca. 12 Stunden). Weitere Direktzüge oder Kurswagen stehen von anderen west- und osteuropäischen Städten sowie von der Türkei, dem Iran, der Mongolei und China zur Verfügung. Die Transsibirische Eisenbahn beginnt in Moskau, fährt zur sibirischen Pazifikküste und weiter mit der Fähre nach Japan. Züge verkehren täglich, aber das Schiff von Nachodka nach Yokohama fährt meist nur einmal wöchentlich. Die Reise von Moskau nach Yokohama dauert 10 Tage und ist die längste ununterbrochene Zugstrecke der Welt (7 Zeitzonen und 9745km von Europa bis zum Pazifik, 91 Haltestellen zwischen Vladiwostok und Moskau). Mit der Transsibirischen Eisenbahn geht es ab Moskau via Irkutsk und Ulaanbaatar nach Peking. Bettwäsche und Handtücher liegen in der Ersten Klasse bereit, eine Toilette mit Waschbecken gibt es am Ende jedes Abteils. Tee aus dem Samowar wird zu einem geringen Preis serviert und ein Zugrestaurant ist vorhanden (allerdings wird kein Alkohol ausgeschenkt, Passagiere sollten sich alkoholische Getränke selbst mitbringen). Die Transmongolische Eisenbahn fährt von Moskau nach Irkutsk (Sibirien), am Baikalsee vorbei und dann in die Mongolei. Die Reise in die mongolische Hauptstadt Ulan Batur ist vor allem wegen ihrer dramatischen Landschaft sehr reizvoll. Die Reise endet in Beijing. Weitere Informationen von Olympia-Reisen (s. Adressen).
Bus/Pkw
Besucher können mit dem eigenen Auto einreisen oder Mietwagen benutzen (s. Reiseverkehr - National). Folgende Grenzübergänge stehen zur Verfügung: Finnland/Russische Föderation: Vaalima – Torfjanowska, Nuijamaa – Brusnitschnoje und Rajajooseppi – Lotta; Polen/Belarus: Terespol – Brest; Polen/Ukraine: Przemsyl – Mostiska; Slowakische Rep./Ukraine: Vysné Nemecké – Uschgorod; Ungarn/Ukraine: Zahony – Cop; Rumänien/Ukraine: Siret – Porubnoje; Rumänien/Moldawien: Albita – Leuscheny sowie Türkei/Georgien: Kemalpasa – Sarpi).
Anmerkung: Zur Zeit sind die Grenzübergänge nach Aserbaidschan (Samur) und Georgien (Kasbegi; Sotschi/Adler nach Abchasien) für Ausländer ohne Sondergenehmigung nicht passierbar. Besucher, die mit dem Pkw einreisen wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei der Botschaft über die entsprechenden Grenzbergänge informieren.
Die Grenzübergänge sind im Sommer zwischen 07.00 und 21.00 Uhr, im Winter nur bis 18.00 Uhr geöffnet. Wer mit dem eigenen Auto einreist, sollte sein Visum bei der ersten Übernachtung im Hotel, Motel oder Campingplatz registrieren lassen. Das Autokennzeichen sollte im Visum eingetragen sein. Pkw-Reisende müssen sich bei der Einreise schriftlich verpflichten, das Kraftfahrzeug wieder auszuführen. Es ist ratsam, sein Auto bei der staatlichen Versicherungsgesellschaft Ingosstrach zu versichern; Zweigstellen gibt es an allen Grenzübergängen und in größeren Städten. Die Internationale Grüne Versicherungskarte gilt nicht, viele Versicherungsgesellschaften stellen eine besondere Bescheinigung aus. Eine Kurzkaskoversicherung sollte unbedingt abgeschlossen werden. Die Schutzbriefe der Automobilklubs gelten nur im europäischen Teil (meist nur Kostenrückerstattung, keine praktische Hilfe). Maximal eine Tankfüllung kann zollfrei in Kanistern eingeführt werden. Besucher dürfen nur Strecken befahren, die vorher von einem Reiseveranstalter genehmigt wurden (s. Reiseverkehr - National) Die Versorgung mit Tankstellen und Serviceeinrichtungen ist auf den Hauptstrecken (Europastraßen) am besten gewährleistet; zwei der wichtigsten Europastraßen sind die Routen Brest – Minsk/Belarus – Smolensk – Moskau – Twer – St. Petersburg – Wyberg und Shegini – Lwow – Rowno – Kiew – Odessa/alle Ukraine – Leusheny/Moldawien. Weitere Informationen über Unterlagen und Bestimmungen für Reisen mit dem Pkw von Reiseveranstaltern. Entfernungen: Moskau – St. Petersburg: 692 km; Moskau – Rostow: 1198 km; Moskau – Minsk/Belarus: 690 km; Moskau – Kiew/Ukraine: 858 km; Moskau – Odessa/Ukraine: 1347 km. Einen Autoführer erhält man von Reiseveranstaltern.
Reiseverkehr - National
Flugzeug
Das Flugzeug ist das wichtigste Verkehrsmittel im Binnenverkehr. Knotenpunkt des nationalen Flugnetzes sind die vier Moskauer Flughäfen (s. Reiseverkehr International). Pauschaltouren kann man u. a. bei Olympia-Reisen buchen (s. Adressen).
Inlandflughäfen
Bykowo (BKA) (www.vladalex.ru/works/avia/ru ) ist der kleinste Moskauer Flughafen. Bustransfer vom zentralen Air Terminal zum Flughafen (Fahrzeit 1 Std.).
Schiff
Die Russische Föderation hat Häfen an der Ostsee, am Schwarzen Meer (Sotschi und Novorossijsk) und am Pazifik. Die wichtigsten Hafenstädte im Osten sind Wladiwostok, Magadan, Nachodka und Petropawlowsk, im Westen St. Petersburg und Kaliningrad. Die einzige Verbindung zum Atlantik ist der ganzjährig eisfreie Hafen von Murmansk auf der Halbinsel Kola. Flußkreuz- und Ausflugsfahrten werden auf der Wolga, der Lena sowie auf dem Irtysch, Ob, Don und Amur angeboten. Verschiedene Kreuzfahrten werden angeboten, z. B. von St. Petersburg nach Moskau, nach Rostow, über den Ladoga- und den Onega-See und über die Karelischen Seen. Nähere Auskunft von Incentives und Reisen Böcher & Partner, Drechslerweg 4, D-55128 Mainz. Tel: (06131) 93 40 40. Fax: (06131) 93 40 45. (E-Mail: incentive@boecher.com ; Internet: www.boecher.com ).
Bahn
Nur wenige Fernverkehrszüge dürfen auch von Besuchern benutzt werden, alle Sitzplätze müssen im voraus gebucht werden. Zugfahrkarten für nationale und internationale Züge werden bei den Niederlassungen der Moscow Railway Agency (Internet: www.mza.ru/eng/services/persons/index.htm ) gekauft. Die Transsibirische Eisenbahn (s. Reiseverkehr International) ist die beste Möglichkeit, das Landesinnere kennenzulernen. Weitere Informationen von Olympia-Reisen. Der Orient-Expreß fährt ebenfalls von Moskau nach Beijing, Informationen von Incentives und Reisen Böcher & Partner (Adresse s. o.).
Bus/Pkw
Urlaubsreisen mit Pkw oder Wohnmobil sind möglich (s. Reiseverkehr - International); die Reiseroute muß von einem Reiseveranstalter genehmigt werden, und Besucher dürfen die für Pkw-Reisen vorgesehenen Strecken nicht verlassen. Die Übernachtungsorte, die Art der Unterbringung und die Zahl der Übernachtungen müssen angegeben werden. Der Reiseveranstalter vermittelt auch Mietwagen. Der Mietpreis schließt die Versicherung mit ein. Die internationale Grüne Versicherungskarte gilt nicht. Man kann das Fahrzeug auf Wunsch gleich am Grenzübergang abholen. In größeren Städten gibt es auch Mietwagen mit Chauffeur. Folgende Unterlagen sollte man immer bei sich haben: gültigen Reisepaß mit gültigem Visum; internationalen oder nationalen Führerschein; Unterlagen mit der genehmigten Reiseroute, den Übernachtungsorten und den Mietwagenpapieren; Karte mit genehmigten Reiserouten sowie Touristenpapiere. Fernbus: Langstreckenbusse dürfen normalerweise nicht von Besuchern benutzt werden. Verkehrsbestimmungen: Die Höchstgeschwindigkeit in geschlossenen Ortschaften beträgt 60 km/h, auf Landstraßen 90 km/h und auf Autobahnen 100 km/h. Wer seinen Führerschein noch nicht länger als 2 Jahre hat, darf generell nicht schneller als 70 km/h fahren. Nachtfahrten sollten vermieden werden, und Besucher dürfen keine Anhalter mitnehmen. Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluß ist nicht gestattet (0,0). Jedes Fahrzeug muß mit Sicherheitsgurten, Erste-Hilfe-Kasten, Feuerlöscher und Nothupe/rotem Warnlicht ausgerüstet sein. Hupenbenutzung ist nur zur Unfallvermeidung erlaubt. Bei Unfällen müssen die nächste Verkehrswacht oder das Reisebüro benachrichtigt werden. Alle Beteiligten müssen eine schriftliche Aussage machen, die von einem Milizbeamten bestätigt werden muß. Alle anfallenden Reparaturkosten trägt der Besucher. Wichtige Rufnummern: Unfallrettung: 03, Polizeinotruf (Miliz): 02, Feuer: 01. Mietwagen: Einige internationale Autovermietungen haben Niederlassungen in Moskau. Vorausbuchung über einen Reiseveranstalter wird empfohlen. Unterlagen: Internationaler Führerschein und nationaler Führerschein mit Übersetzung.
Stadtverkehr
Die öffentlichen Verkehrsmittel sind gut und preiswert. In den meisten Städten gibt es U-Bahnen, Straßenbahnen und Oberleitungsbusse. In St. Petersburg und Moskau (Internet: www.metro.ru ) gibt es jeweils ein ausgedehntes U-Bahn-Netz (Metro). In den verschiedenen Verkehrszonen gelten Einheitsfahrpreise. Taxis kann man auf der Straße anhalten, telefonisch bestellen oder an Taxiständen finden. Oft wird Bezahlung in Devisen verlangt. Vorsicht vor nicht registrierten Taxis; Überfälle auf Reisende können vorkommen. Man sollte lieber einen Wagen mit Chauffeur bestellen.
Fahrzeiten
von Moskau zu den folgenden größeren Städten in der Russischen Föderation (ungefähre Angaben in Std. und Min.):
| Flugzeug | Schiff | Bahn | |
| Chabarowsk | 7.30 | - | - |
| St. Petersburg | 1.00 | - | 9.00 |
| Irkutsk | 7.00 | - | 88.00 |
| Nachodka | - | 141.00 | - |
| Zarizyn | 1.45 | - | - |
Unterkunft
Hotels/Motels
Unterkunftsmöglichkeiten gibt es in Hotels, Motels und auf Campingplätzen. Reiseveranstalter ist u. a. Olympia-Reisen in Bonn (s. Adressen). Einzel- und Pkw-Reisende sollten beachten, daß in allen Städten nur eine begrenzte Aufenthaltsdauer möglich ist. Die Hotelkapazität ist noch immer begrenzt, und der Standard der Hotels sehr unterschiedlich. Es gibt Hotels, die durchaus internationalem Niveau entsprechen, aber auch äußerst einfache. In Moskau und St. Petersburg sind einige Hotelneubauten, z. T. als Gemeinschaftsunternehmen mit westlichen Partnern, entstanden, darunter in Moskau das Aerostar (4-Sterne-Standard), das Olympic-Penta (alle Zimmer mit Bad, Klimaanlage, Radio, TV, Durchwahltelefon) und das Novotel am Moskauer Flughafen.
Das Pullman-Iris ist ebenfalls ein 4-Sterne-Hotel. Das Grand Hotel Europe in St. Petersburg ist eines der ersten 5-Sterne-Hotels in Rußland, das 20 km vom St. Petersburger Flughafen gelegene Hotel Helen ein erstklassiges russisch-finnisches Joint-venture-Hotel.
Unterkunft in Familien
Seit einiger Zeit werden Unterkünfte in Familien in Moskau und St. Petersburg vermittelt. Die Unterbringung (Zimmer mit Frühstück) erfolgt in ausgesuchten Familien mit englischen oder deutschen Sprachkenntnissen.
Jugendherbergen
Derzeit gibt es zwei Herbergen in St. Petersburg, zwei in Moskau und eine in Nowgorod. Jugendherbergen sind meist sicherer und sauberer als Hotels der gleichen Preisklasse. Reservierungen sollten mindestens 3-4 Wochen im Voraus gemacht werden. Es gibt keine Altersgrenze. Weitere Informationen erteilt die Russian Youth Hostel Association, St Petersburg International Hostel, 3rd Sovietskaya Street, Building no 28, RU-St. Petersburg 193069. Tel: (812) 277 0569 oder 329 8018. Fax: (812) 277 5102 oder 329 8019. (E-Mail: ryh@ryh.ru ; Internet: www.hostelling-russia.ru oder www.ryh.ru )
Camping
Zahlreiche Campingplätze sind vorhanden.
Urlaubsorte & Ausflüge
Moskau
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Die Stadt Moskau wurde 1147 gegründet, eine Siedlung existierte an dieser Stelle allerdings bereits seit dem Neolithikum. Der weltberühmte Rote Platz, der von zahlreichen Wahrzeichen eingerahmt ist, bildet den Mittelpunkt der Stadt. Auf der einen Seite des Platzes erhebt sich der Kreml, umgeben von einer wuchtigen roten Befestigungsmauer mit insgesamt 20 Türmen. Das größte Gotteshaus auf dem Kreml-Gelände ist die von dem italienischen Architekten A. Fioravanti entworfene Maria-Entschlafens-Kathedrale (Uspenski Sobor, 1475-1479), deren Ikonostase drei der schönsten und ältesten russischen Ikonen zeigt. Die Kathedrale war Krönungsstätte der russischen Zaren, der Thron von Ivan dem Schrecklichen befindet sich ganz in der Nähe des Eingangs. Der Große Kreml-Palast aus dem 19. Jahrhundert und der 81 m hohe Glockenturm Iwan der Große mit seiner wunderschönen goldenen Kuppel sind wahre Meisterwerke russischer Baukunst. Die Basilius-Kathedrale, die im Auftrag Iwans des Schrecklichen von 1555 bis 1560 errichtet wurde, thront am anderen Ende des Platzes. Sie ist Moskaus bekanntestes Wahrzeichen, vor allem wegen ihrer farbenprächtigen Kuppeln, und fungiert heute nur mehr als Denkmal. Gottesdienste finden hier schon lang nicht mehr statt. Der Kathedrale gegenüber steht der Erlöserturm (Spasskaja baschnja), ehemals der Haupteingang zum Kreml, mit Rußlands bekanntester Uhr und einem stündlich anschlagendem Glockenspiel. Der heutige Eingang zum Kreml (auch für Touristen) erfolgt durch das Tor des Dreifaltigkeitsturms (Troizkaja baschnja). Die Maria-Verkündigungs-Kathedrale (Blagoweschtschenski sobor) war die Familienkirche der Zaren und beherbergt kostbare Fresken aus dem 16. Jahrhundert. Der Facettenpalast (Granowitaja palata), einst Sitz des Thronsaals der Zaren, ist für Besucher nicht zugänglich. Am Roten Platz befindet sich auch das Staatliche Historische Museum, in einem roten Ziegelsteinbau aus dem 19. Jahrhundert.
Eine der Haupteinkaufsstraßen in Moskau ist die Tverskaya in der Nähe des Roten Platzes. Die Arbat-Straße bildet das Rückgrat eines traditionellen Künstler- und Literatenviertels, in dem auch die Schriftsteller Puschkin und Tolstoi lebten. Heute ist die Arbat-Straße eine von Kunst- und Kunsthandwerksläden gesäumte Fußgängerzone und gleichzeitig eine beliebte Bühne für Straßenkünstler. Auf dem Teatralnaja-Platz befindet sich das weltberühmte Bolschoj-Theater. Das heutige Gebäude geht auf das Jahr 1824 zurück, die Innenausstattung ist in majestätischem Rot und Gold gehalten. Opern- und Ballettaufführungen im Bolschoj-Theater zählen zu den kulturellen Höhepunkten eines jedes Moskaubesuchs. Die Moskauer Universität liegt in den Worobjowy-Bergen in den südwestlichen Vororten der Stadt. Der Aussichtsturm im Park vor dem Universitätskomplex bietet eine hervorragende Sicht über die Stadt und das große Luzhniki-Stadium. Das Neujungfrauenkloster (Nowodewitschij Monastyr) in der Nähe der Sportivnaya U-Bahnstation beherbergt seltene alte russische Kunstgegenstände. Das Gebäude selbst bietet eines der besten Beispiele der Moskauer Baukunst des 16. und 17. Jahrhunderts. In den angrenzenden Straßen Ostoschenka und Prechistenka befinden sich schöne Stadthäuser. Die weltberühmte Tänzerin Isadora Duncan lebte gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Dichter Sergej Jesenjin, in einem Haus des Millionärs und Kunstmäzens Uschkow in der Prechistenka-Straße. Die Gegend um Kuznetzki most und der Petrovka-Straße ist ein Zentrum gesellschaftlicher und kultureller Aktivitäten. Hier gibt es viele Theater und besonders gute Einkaufsmöglichkeiten. Eine weitere touristische Attraktion für historisch Interessierte ist das KGB-Museum im Lubyanka-Komplex.
Der Bezirk Zamoskvorechye war lange Zeit ein Händler- und Künstlerviertel. Viele seiner Kirchen, Lagerhäuser, Einkaufsläden und Häuser sind gut erhalten. In dieser Gegend befindet sich auch die Tretjakow-Galerie mit Werken russischer Künstler. Die Ikonensammlung ist von großer kunsthistorischer Bedeutung; die berühmte »Dreifaltigkeit« von Andrej Rubljow ist wohl der kostbarste Besitz dieser wunderbaren Galerie. Vertreten sind auch bekannte Maler des 19. Jahrhunderts, wie Repin, Lewitan, Iwanow oder Brüllow, und auch Künstler der Avantgarde, wie Kandinskij oder Malewitsch. Im Puschkin-Museum der Schönen Künste kann man eine bedeutende internationale Sammlung von Gemälden und anderen Kunstwerken vieler namhafter Künstler (u.a. von Rembrandt, Rubens, Van Gogh, Picasso, Gauguin und Cézanne) bewundern. Werke, die nach 1917 entstanden sind, können in der Staatlichen Gemäldegalerie in der Nähe des Gorkij-Parks besichtigt werden. Einen detaillierten Einblick in alle Aspekte des russischen Lebens kann man in der Ausstellung der Wirtschaftlichen Errungenschaften im Nordwesten der Stadt erhalten. Auf dem Gelände gibt es auch einen Zoo, einen Zirkus und eine Schlittschuhbahn. Einen Besuch wert ist auf jeden Fall auch der Moskauer Staatszirkus, in dem neben traditionellen Tier- und Clownnummern auch aufregende neue Tricks vorgeführt werden. Nach einer anstrengenden Besichtigungstour kann man sich besonders gut im Ismailowski-Park, der sich früher im Besitz der Zaren befand, oder im Gorkij-Park ausruhen. Auch der Moskauer U-Bahn mit ihren zahlreichen kunstvoll verzierten und mit Marmor versehenen Metrostationen sollte man einen Besuch abstatten. Ahnlich wie in St. Petersburg sind viele U-Bahnstationen eine Touristenattraktion für sich. Die Metro ist außerdem ein bequemes und günstiges Fortbewegungsmittel quer durch die Stadt.
Ausflugsziele: Porzellanliebhaber sollten dem Staatsmuseum für Keramik (10 km außerhalb der Moskauer Innenstadt) einen Besuch abstatten. Hauptsehenswürdigkeit des Landschlosses Archangelskoje (16 km von Moskau) sind die im französischen Stil angelegten Anlagen, aber auch die Ausstellung europäischer Gemälde und Skulpturen im Palast-Museum ist einen Besuch wert. Die an zwei Flüssen gelegene Kleinstadt Sergejew Posad (früher Sagorsk) ist das Zentrum der Spielzeugmanufaktur. Im Spielzeugmuseum kann man die Entwicklung dieses Gewerbes bis zur Bronzezeit zurückverfolgen. Die Dreifaltigkeits-Kathedrale befindet sich innerhalb des mittelalterlichen Dreifaltigkeits-Klosters von St. Sergius. Im Museum sind Meisterwerke der russischen religiösen Kunst und des Kunsthandwerks ausgestellt. Östlich von Moskau liegt Susdal; die Stadt ist eine wahre Schatzkammer altrussischer Baukunst. In Wladimir (ca. 32 km entfernt) stehen zwei Kathedralen aus dem 12. Jahrhundert. Das Goldene Tor, Triumphtor der einstigen Fürstenhauptstadt, ist ein Denkmal altrussischer Ingenieurskunst.
St. Petersburg
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St. Petersburg ist die zweitgrößte Stadt in der russischen Föderation und erstreckt sich über 42 Inseln, die in der Flußmündung der Newa liegen. St. Petersburg ist nicht nur als kulturelles Zentrum Rußlands bekannt, sondern auch für die Eleganz seiner Architektur und seine berühmten Brücken. Während Moskau eher östlich geprägt ist, wirkt St. Petersburg sehr europäisch. Die Stadt wurde 1703 von Peter dem Großen als Fenster zum Westen’ gebaut und war 200 Jahre lang die Hauptstadt des zaristischen Rußlands. Unter dem Einfluß der Kaiserin Katharina der Großen 60 Jahre später wurde St. Petersburg zu einem der einflußreichsten europäischen Zentren für Politik, Kunst und Kultur. Katharina gründete das unvergleichliche Eremitage-Kunstmuseum, ließ prunkvolle Gebäude und Paläste erbauen, gründete Akademien und Bibliotheken, korrespondierte mit den größten Schriftstellern und Philosophen ihrer Zeit und verstärkte die Stellung St. Petersburgs als eine der kulturell und politisch einflußreichsten Städte im Europa des 18. Jahrhunderts.
Nach dem 1. Weltkrieg wurde St. Petersburg in Petrograd umbenannt. In der sowjetischen Ära hieß die Stadt Leningrad und wurde erst 1991 nach einer Volksabstimmung wieder in St. Petersburg umgetauft. Obwohl St. Petersburg im 2. Weltkrieg stark zerstört wurde, sind die meisten Gebäude restauriert worden. Heute ist die Stadt von einem abgeblätterten Charme geprägt, unter dem der frühere Glanz und die einmalige kulturelle und politische Geschichte St. Petersburgs noch überall zu spüren ist. Unzählige Brücken durchschneiden die ruhigen Kanäle und Wasserwege der Stadt, jede dieser Brücken ist unterschiedlich erbaut und verziert. An den Ufern ziehen sich schöne Häuserreihen hin, die manchmal etwas verfallen, öfter jedoch zu alter Eleganz restauriert worden sind. Im Juni und Juli ist in St. Petersburg die Zeit der sogenannten Weißen Nächte. Durch die nördliche Lage der Stadt am finnischen Golf werden die Nachtstunden in diesen Wochen zu einem dämmrigen Zwielicht und es entsteht eine beinahe surreale Stimmung. Während der Weißen Nächte finden besonders viele kulturelle und künstlerische Veranstaltungen und Feuerwerke statt.
Viele der interessantesten Sehenswürdigkeiten St. Petersburgs, besonders die Paläste und Museen auf der linken Seite der Newa, kann man leicht zu Fuß erkunden. Der prächtige Winterpalast war der Hauptsitz der russischen Zaren, heute befindet sich dort die weltberühmte Staatliche Eremitage. Das Eremitage-Museum wurde 1764 gegründet, als Katharina die Große eine Kunstsammlung mit 255 Gemälden in Berlin erwarb. Heute beherbergt die Eremitage über 3 Millionen Kunstwerke, die Skulpturen und Gemälde aus allen Kunst- und Stilperioden vom alten Ägypten bis zum frühen 20. Jahrhundert umfassen. Auch der Sommerpalast mit seinem schönen Park ist unbedingt einen Besuch wert. Auf dem Schloßplatz fand am 22. Januar 1905 der Blutige Sonntag statt’, der die erste russische Revolution auslöste. An diesem Tag marschierten tausende streikende Arbeiter zum Palast des Zaren, um Nikolas II. eine Petition zu überreichen. Als der Zug den Platz erreichte, eröffneten Soldaten das Feuer und erschossen hunderte Demonstranten.
Die Statue Peter des Großen, der Bronzene Reiter, ist eines der bekanntesten Wahrzeichen St. Petersburgs und wurde von Katharina der Großen in Auftrag gegeben. 1833 verewigte der russische Schriftsteller Alexander Puschkin den Reiter in seiner Ballade Der Bronzene Reiter’. Das majestätische Gebäuder der Admiralität, einst das Hauptquartier der russischen Marine, wurde 1823 von Adrian Sacharow am Ufer der Newa gebaut und dominiert mit seinem 70 m hohen Turm und der goldenen Kuppel das gesamte Flußufer. Die St. Isaaks-Kathedrale wird von einer Kuppel gekrönt, die mit über 100 kg Gold vergoldet ist und die Skyline von St. Petersburg prägt. Alexander I. ließ diese Kathedrale 1818 errichten, es dauerte mehr als 3 Jahrzehnte, bis das Bauwerk 1858 fertiggstellt wurde. Besondere Sehenswürdigkeiten in St. Petersburg sind auch einige Stationen der St. Petersburger U-Bahn (Metro). Viele Metro-Stationen sind gewaltige Hallen, die mit Marmorsäulen, Mosaiken und Fresken verziert sind, und eher an Museumsräume als an ein U-Bahn-System erinnern.
Der Nevsky Prospekt, eine breite Prunkstraße, ist eine der bekanntesten Straßen in Russland und zieht sich von der Admiralität bis hin zum Alexander-Nevsky-Kloster quer durch das St. Petersburger Stadtzentrum. Am Nevsky Prospekt liegen einige der prachtvollsten Paläste und Gebäude, hier befinden sich auch einige der exklusivsten Geschäfte, das größte Kaufhaus der Stadt Gostiny Dvor, die russische Nationalbibliothek mit dem einmaligen Faust’schen Kabinett und das Museum für Russische Kunst. Hier liegt auch die Kasaner Kathedrale, die 1811 von Andrej Woronichin gebaut wurde und mehrere architektonische Stilrichtungen in sich vereinigt. Auf dem Platz vor der Kazaner Kathedrale stehen die Statuen von zwei berühmten russischen Feldherren.
Die St.-Peter-und-Paul-Festung (1703), die auf einer kleinen Insel inmitten der Newa liegt, wurde von Peter dem Großen als erstes großes Projekt in der Gründung seiner neuen Stadt St. Petersburg erbaut. Ab 1721 befand sich hier ein berüchtigtes Hochsicherheitsgefängnis, in dem unter anderem zeitweise Fjodor Dostojewsky, Maxim Gorki, Trotzki und Lenin inhaftiert waren. In der Mitte der Festung steht die schöne St. Peter-und-Paul-Kathedrale, in der die meisten der russischen Herrscher, von Katharina der Großen bis zu Alexander III., begraben sind. Im Festungskomplex gibt es auch mehrere Museen, u.a. das Museum der Stadtgeschichte von St. Petersburg. Die Kirche Saviour on the Spilled Blood (St. Nikolaus-Kathedrale) wurde auf der Stelle, an der Zar Alexander II. im März 1881 ermordet wurde, errichtet. Das Gebäude mit seinen prächtigen zwiebelförmigen Kuppeln wurde im Stile der russischen Kirchenarchitektur des 17. und 18. Jahrhunderts erbaut, die Innenräume sind mit unzähligen Mosaiken und Fresken verziert. Das berühmte Marijinsky-Theater an der Teatralnaya Ploschad wurde 1860 eigentlich als Opernhaus erbaut. Weltruhm erlangte das Theater jedoch erst durch seine Ballettvorführungen, im Marijinsky tanzten Ballettgrößen wie Anna Pavlova, Vasilij Nijinsky und Rudolf Nurejew. Zu Sowjetzeiten war das Marijinsky als Kirov Ballett- und Opernhaus bekannt und erhielt erst 1992 seinen alten Namen zurück.
St. Petersburg besitzt über 50 naturgeschichtliche, politische, literarische oder historische Museen. Eher ein Geheimtipp für Ballett- und Theaterinteressierte ist das Museum für Theater- und Musikgeschichte, in dem über 400.000 Objekte ausgestellt sind, die die Geschichte des Balletts und Theaters in St. Petersburg dokumentieren. Unter anderem kann man Fotografien berühmter russischer Tänzer und Sänger, Partituren, Theaterprogramme, Dokumente, Originalentwürfe für Bühnenbilder und Ballettkostüme besichtigen. Das Museum für Völkerkunde und Anthropologie (Kunstkamera) umfasst die Sammlungen Peter des Großen, der anthropologische und ethnologische Ausstellungsstücke und Kuriositäten aus der ganzen Welt zusammentragen ließ. Neben interessanten Ausstellungen über verschiedene Kulturen gibt es auch eine Kuriositätenkabinett mit in Formaldehyd konservierten Exponaten wie siamesischen Zwillingen, zweiköpfigen Hühnern u.ä.
Nicht weit entfernt von St. Petersburg liegt auch der Peterhof, die Sommerresidenz Peters des Großen. Man erreicht das Schloß über eine majestätische Freitreppe, die von Springbrunnen und Kaskaden eingerahmt wird. Im Gebäude befindet sich auch eine schöne Orangerie. Im Schloßgarten gibt es prächtige Baumalleen, in deren Schatten man im Sommer besonders schön flanieren kann. Von der Böschung am Rande des Parks bietet sich ein weiter Blick auf den finnischen Golf.
Der Nordwesten
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Nördlich von St. Petersburg auf der Halbinsel Kola liegt Murmansk, die größte Stadt am nördlichen Polarkreis. Im November und Dezember kann man das Nordlicht sehen, und im Sommer bleibt es 24 Stunden hell. Sehenswert ist die Kirche des Hl. Nikolei, und auch ein Besuch im Landeskundlichen Museum ist zu empfehlen. Die karelische Landschaft südlich des Polarkreises wird von einer reizvollen Seenplatte geprägt. Kiefern- und Birkenwälder, malerische Wasserfälle, sanftes Hügelland und ein weiter Himmel erfreuen das Auge. Die karelische Hauptstadt Petrosawodsk ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflugsfahrten zur Insel Kischi im Onegasee. Hier steht eines der schönsten Freilichtmuseen Rußlands, das Besuchern einen Einblick in die typische Holzbauweise vermittelt. Besonders beeindruckend ist die mehrkuppelige Christi-Verklärungskirche, die innen reich mit Ikonen verziert ist.
Nowgorod (südlich von St. Petersburg) wurde vor über 1100 Jahren gegründet. Im Sophienviertel, in dem sich auch der Kreml befindet, steht das älteste Gebäude Rußlands, die fünfschiffige Sophien-Kathedrale (11. Jh.). Insgesamt gibt es 39 Kirchen und Kathedralen in der Stadt. Gegenüber, am anderen Flußufer, kann man das Geschäftsviertel besichtigen.
Kaliningrad (Königsberg) liegt zwischen Litauen und Polen an der baltischen Küste, und gehört seit Ende des 2. Weltkriegs zur Russischen Föderation. Die Stadt am Pregel nahe der Mündung ins Frische Haff ist durch einen Kanal mit der Ostsee verbunden. Kaliningrad wurde im Krieg fast vollstandig zerstört. Die Ruine der gotischen Domkirche mit dem Grab des Philosophen Immanuel Kant, der in Kaliningrad geboren wurde, ist eine der Hauptsehenswürdigkeiten. Die Luisenkirche, das Sackhermer Tor und Rosgärtner Tor sind ebenfalls besuchenswert. Im Bernsteinmuseum erfährt man alles Wissenswerte über den beliebten Schmuckstein. Das Frindland-Museum gibt einen Überblick über die lange Geschichte der ehemaligen Hauptstadt Ostpreußens und das Leben zur damaligen Zeit. Die schöne Umgebung lädt zu Wanderungen in dichten Wäldern und durch Hügelland ein. Weniger als 50 km von Kaliningrad entfernt liegt der schon früher populäre Badeort Swetlogorsk (Rauschen). Schöne Strände und eine herrliche Dünenlandschaft machen den Reiz dieses idyllischen Ostseebades aus.
Sibirien
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Sibirien besteht aus über 12,8 Mio. qkm endloser Taiga und riesigen Wäldern. Hier gibt es eine Million Seen und 53.000 Flüsse. Eine Fahrt mit der berühmten Transsibirischen Eisenbahn auf der längsten Bahnstrecke der Welt gehört zu den großen Reiseabenteuern dieser Erde (s. Reiseverkehr International).
Irkutsk ist einer der größten Pelzhandelsplätze der Welt und gilt als die schönste sibirische Stadt. Die vielen imposanten Bauwerke zeugen von einer reichen Vergangenheit. Auch die typischen Holzhäuser findet man hier. Die hiesige Universität war das erste höhere Bildungsinstitut in ganz Sibirien. Der nahegelegene Baikalsee ist ein herrliches Erholungsgebiet mit einzigartiger Flora und Fauna. Der mit über 1600 m tiefste See der Welt liegt inmitten dicht bewaldeter Gebirgsketten.
Chabarowsk am Amur ist das größte Industriezentrum Ostsibiriens und ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt. Die 1858 gegründete Stadt erhielt ihren Namen von dem bedeutenden Forscher Chabarow, der diese Region im 17. Jahrhundert bereiste. Das Heimatkundemuseum gibt einen Einblick in die verschiedenen Lebensweisen der einzelnen Amurvölker. Jenseits des Flusses Amur erstreckt sich eine baumlose Steppe, und man kann über die Grenze bis nach China sehen.
Die Wolga
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Die Wolga ist einer der wichtigsten russischen Verkehrswege. Besonders eine Flußfahrt von Kasan nach Rostow am Don ist sehr zu empfehlen, aber auch andere Städte an der Wolga werden auf Kreuzfahrten angefahren und sind besuchenswert.
Jaroslawl liegt an der oberen Wolga nördlich von Moskau und ist eine der interessantesten altrussischen Städte. 75 Klöster und Kirchen warten darauf, besichtigt zu werden. Eine Vielzahl anderer bedeutender Bauwerke bezeugt die lange Stadtgeschichte. Das 1750 erbaute Theater ist eine der ältesten Bühnen Rußlands. Wichtigste Sehenswürdigkeiten in der über 1000 Jahre alten Stadt Uglitsch sind der Kreml mit den Fürstengemächern und die Freskomalereien der Dmitrij-Kirche. Ein weitere Stadt mit reichem architektonischen Erbe ist Kostroma. Hier beeindruckt insbesondere das Kloster Ipatjew. Das Städtchen Pljos ist vor allem durch den russischen Maler Levitan bekannt, der die landschaftliche Schönheit der Gegend in vielen seiner Gemälde festhielt. Ihm ist ein interessantes Museum gewidmet. Die Millionenstadt Nischnij Nowgorod, das frühere Gorki, kann erst seit kurzem wieder besucht werden. Die mehr als 750 Jahre alte Stadt bietet zahlreiche sehenswerte Bauwerke.
Hauptsehenswürdigkeiten der Großstadt Tscheboksary sind die Kathedrale und das Dreifaltigkeitskloster.
Kasan ist das Zentrum der tartarischen Kultur, mit der man sich auch im Tatarischen Staatsmuseum ein wenig vertraut machen kann. Die Türme und Kirchen des Kreml (16. Jh.) gehören in jedes Besichtigungsprogramm. Südlich von Kasan liegt Samara, ein wichtiges Industriezentrum, in dem auch die Kultur nicht zu kurz kommt. Zahlreiche Baudenkmäler und Museen machen einen Besuch lohnenswert.
Das Ende des 16. Jahrhunderts gegründete Saratow ist heute eine bedeutende Industriestadt und ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt mit einigen sehenswerten Museen.
In Lenins Geburtsort Uljanowsk steht das Haus seiner Eltern, in dem heute ein Museum untergebracht ist.
Zarizyn (früher Wolgograd, davor Stalingrad) gibt es mehrere Gedenkstätten der furchtbaren Kesselschlacht, die hier im 2. Weltkrieg stattfand. Die Dokumentation im Siegesmuseum auf dem Mamai-Hügel erinnert an den Sieg der Roten Armee über die deutsche Wehrmacht. Im 2. Weltkrieg fast völlig zerstört, ist die Millionenstadt heute ein bedeutendes Wirtschaftszentrum. Bootsfahrten bieten sich an, und auch die nahegelegenen Kosakendörfer können besucht werden. Die historische Stadt Astrachan an der Wolgamündung ist reich an architektonischen Sehenswürdigkeiten. Sehr schön sind die Erlöser-Kirche, und der Kreml.
Rostow am Don: Sehenswert ist die Auferstehungs-Kathedrale. Mehrere Parks und der Strand sind ideal zum Entspannen. Rostow ist das Tor zum Kaukasus.
Am Schwarzen Meer
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An der Kaukasischen Riviera, die von Noworossijsk bis zur georgischen Stadt Batumi reicht, liegen zahlreiche reizvolle Hafenstädte, Kur- und Badeorte. Hier erwarten den Feriengast angenehmes Mittelmeerklima und eine exotische Vegetation. Die Küstenstraße von der modernen Hafenstadt Noworossijsk nach Sotschi ermöglicht eine gute Nord-Südverbindung. Tuapse ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt mit vielen Erholungs- und Ausflugsmöglichkeiten in den umliegenden Bergen und Wäldern.
Das Kurbad Sotschi liegt am Fuß des majestätischen Kaukasus. Hauptsehenswürdigkeit ist wohl die von prächtigen Bäumen gesäumte Seepromenade. Der große Riviera-Park bietet zahlreiche Freizeit- und Touristikeinrichtungen und ein Gewächshaus mit exotischen Bäumen und Sträuchern aus aller Welt. Besuchenswert ist auch der Botanische Garten. Die Thermalquellen in Matsesta im Süden der Stadt werden schon seit mehr als tausend Jahren genutzt. Der Aussichtsturm auf dem 23 km außerhalb von Sotschi gelegenen Bolschoi-Achum-Berg ermöglicht einen einzigartigen Blick auf Stadt, Meer und Berge. Südlich von Sotschi laden weitere Kurorte zum Verweilen ein, und der riesige Kaukasus-Naturpark beeindruckt durch seine gewaltige Hochgebirgslandschaft.
Der moderne Resort Dagomys nördlich von Sotschi überblickt das Schwarze Meer und liegt zwischen bewaldeten Hügeln inmitten subtropischer Vegetation. Die Anlage bietet mehrere Hotels und Restaurants, Cafés, Bars und Sporteinrichtungen. Eine Esplanade führt zum Strand, an dem man Boote und Tretboote mieten kann. Die Panorama-Bar im obersten Stockwerk des Dagomys-Hotels macht ihrem Namen alle Ehre. Ein Besuch der nahegelegenen Dagomys-Teeplantage ist ebenfalls zu empfehlen.
Rundreisen
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5-tägige: (a) Moskau – Susdal – Sergejew Posad – Rostow Weliky – Kostroma – Moskau. (b) St. Petersburg – Zarskoje Selo – Walaam – Petrosawodsk – Kizhi – St. Petersburg. 7-tägige: (a) Tula – Moskau – Twer – St. Petersburg. (b) Wladiwostok – Chabarowsk – Ulan Ude – Baikalsee – Irkutsk. (c) Nowgorod – Kasan – Uljanowsk – Samara – Wolgograd – Rostow am Don – Sotschi.
Sozialprofil
Essen & Trinken
Das Frühstück ist meist sehr reichhaltig und besteht aus Wurst, gekochten Eiern, Brot, Sauerrahm, Joghurt, Marmelade und russischem Tee. Zum Frühstück wird auch gern Kascha, ein Graupenbrei, serviert. Die Hauptmahlzeit umfaßt meist drei oder vier Gänge. Eines der berühmtesten russischen Gerichte ist Borschtsch, eine Suppe aus roter Beete, die heiß mit saurer Sahne serviert wird und ähnlich wie Akroschka (kalte Kwas-Suppe) schmeckt. Boeuf Stroganow (geschnetzeltes Rinderfilet in saurer Sahne geschmort), Blini (Pfannkuchen meist mit Kaviar oder Lachs und saurer Sahne serviert), Aladyi (süße Blini mit Marmeladenfüllung) und Ikra oder Krasnaja Ikra (schwarzer oder roter Kaviar) sind weltweit bekannt. Besonders beliebt zum Nachtisch sind Blintschi (Pfannkuchen) aus Grieß oder Buchweizen mit süßer Soße.
Getränke: Eines der beliebtesten Getränke ist Tschai (schwarzer Tee). Wodka wird oft mit Gewürzen und Kräutern aromatisiert, z. B. mit Zubrowka (einer Grasart), Riabinowka (einer Beerensorte), Starka (dunkel und angenehm im Geschmack) und Pertsowka (mit scharfem Paprika). Russischer Sekt ist hervorragend und preiswert. Kwas ist ein erfrischendes und ungewöhnliches Getränk aus Schwarzbrot und Rosinen. Getränke werden normalerweise per Gramm oder Flasche bestellt. Nach den geltenden Bestimmungen dürfen nicht mehr als 100 g alkoholischer Getränke pro Person und Mahlzeit verkauft werden. Bars und Cafés schließen normalerweise um 22.00 Uhr.
Nachtleben
Theater, Zirkus, Konzerte und Varieté stehen meist auf dem Besucherprogramm. Moskau ist die Wiege des russischen Theaters. Karten sollten beim Servicebüro des jeweiligen Hotels bestellt werden. Einzelheiten vor Ort. In den meisten Restaurants, Nachtklubs und größeren Restaurants werden auch Musik und Tanz angeboten. In Moskau gibt es 69 Kasinos. Nachtklubs und Diskotheken haben meist von 22.00-06.00 Uhr früh geöffnet.
Einkaufstips
In Moskau und St. Petersburg sind inzwischen fast alle westlichen Konsumgüter erhältlich. In allen Touristenzentren gibt es besondere Läden, in denen man mit harter Währung bezahlen kann. In allen anderen Geschäften muß man in der Landeswährung bezahlen; hier muß man nach den Artikeln, zum Bezahlen und zum Warenempfang anstehen. Für Antiquitäten, andere wertvolle Gegenstände, Kunstwerke und Manuskripte, die nicht in den Souvenirgeschäften gekauft werden, braucht man eine Exportgenehmigung. Beliebte Souvenirs sind Matrjoschkas, die buntbemalten Holzpuppen, Schatullen mit Märchenmotiven, geschnitztes Spielzeug und Malereien auf Holz oder Emaille. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 09.00-17.00 Uhr. Viele Geschäfte sind auch sonntags offen. Kaufhäuser und Supermärkte haben durchgehend geöffnet.
Sport
Wanderungen sind besonders in Teberda-Dombaj (Südrußland), in der Altai-Region (Sibirien), in Karelien (Nordrußland) und in der Region Baksan Elbrus (Kaukasus) zu empfehlen. Der Elbrus ist mit 5642 m der höchste Berg im Kaukasus. Hier ist auch Skilaufen sehr beliebt. Die Saison ist allerdings recht kurz (Jan. - März). Gute Bedingungen vor allem für Langlauf. Trekking wird immer gefragter, speziell im Elbrus. Fischen kann man am Ufer des Weselowskaje-Reservoirs in der Rostow-Region (u. a. Hecht, Flußbarsch und Karpfen). Reiterferien bieten sich in vielen Regionen an, besonders schön sind sie im Gebiet des Altai. Eislaufen ist im Winter ein populärer Zeitvertreib. Im großen St. Petersburger Freizeitpark gibt es auch ein Skizentrum. In vielen Parks kann man Schachspielern zuschauen, oder auch selbst spielen.
Publikumssport: Fußball ist sehr beliebt, und es gibt in fast jeder Provinzstadt einen Verein. Eishockeyspiele sind ebenfalls Publikumsmagneten. Darüber hinaus finden zahlreiche andere Sportveranstaltungen statt.
Veranstaltungskalender
25. Dez. - 5. Jan. 2004 Russischer Winter, Moskau, St. Petersburg, Novograd, Irkutz, Vladimr/Suzdal. 7. Jan. Russisch-orthodoxes Weihnachten. 16.-22. Febr. Maslenitsa Festival, Moskau. März Frühlingsfest. Mai Moskauer Sterne, Moskau. 27. Mai - 5. Juni Musikalisches, Internationales Olympus Festival, St. Petersburg. 6. Juni Pushkin Festival, Pushkinskiye Gori. 18.-27. Juni Moskauer Film Festival. 28. Mai - 30. Juni Weiße Nächte (Ende Juni/Anfang Juli wird es nachts kaum dunkel, in St. Petersburg werden die Weißen Nächte mit Feuerwerk, Konzerten, Feiern und Paraden gefeiert), St. Petersburg. 25. Sept. - 3. Okt. Kremlin Cup (Tennis), Moskau. 31. Dez. Silvesterfeierlichkeiten.
Weitere Informationen erteilt das Fremdenverkehrsamt (s. Adressen).
Land & Leute
Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Besucher sind immer wieder von der selbstverständlichen Gastfreundschaft beeindruckt. Firmengeschenke werden gern angenommen. Grundsätzlich liegt man mit eher konservativer Kleidung nie falsch. Nichtraucherzonen sind durch Hinweisschilder gekennzeichnet. Trinkgeld: 10% sind üblich. In einigen Hotels in Moskau und anderen Großstädten werden 10-15% für Bedienung auf die Rechnung aufgeschlagen.
Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Die Russische Föderation hat die leistungsfähigste Wirtschaft der GUS (60% der Industrieproduktion und 80% der Exporteinkünfte aller GUS-Staaten). Die russische Wirtschaftspolitik hat darüber hinaus Vorreiterfunktion für die anderen GUS-Republiken. Größte Bedeutung haben die Schwerindustrie und die Förderung von Brennstoffen (Erdöl, Erdgas). Petroleum und Erdgas sind die wichtigsten Exportgüter. Das Land ist außerordentlich reich an Bodenschätzen aller Art und besitzt fruchtbare Böden und ausgedehnte Wälder. Maschinenbau sowie chemische und holzverarbeitende Industrie haben ebenfalls wirtschaftlichen Stellenwert. Ausgeführt werden vor allem chemische Erzeugnisse, Rohstoffe, Düngemittel und Fahrzeuge.
Die russische Volkswirtschaft konnte im Jahr 2000 mit einem Plus von 7,5% ihren bisher höchsten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (1999: 3,2%) seit Bestehen der Russischen Föderation erzielen. Die gestiegenen Weltmarktpreise für Rohstoffe führten zu erheblich höheren Exporterlösen und einem Handelsbilanzüberschuß in Höhe von mehr als 60 Mrd. US$. Reallohnsenkungen nach der Finanz- und Währungskrise von 1998 verschafften den Unternehmen einen erheblichen Kostenvorteil. Die dadurch verbesserte Ertragslage ermöglichte deutlich höhere Investitionen (plus 15-20%) trotz anhaltend hoher Kapitalflucht. Die Inflationsrate konnte auf etwa 20% reduziert werden. Die Arbeitslosenrate lag zum Jahresende 2000 bei rund 10%.
Die weitere Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen wird davon abhängen, ob die Russische Föderation das Umfeld für Handel und Investitionen verbessern kann und eine größere rechtsstaatliche Stabilität erreicht.
Die Russische Föderation ist Mitglied der Weltbank, des Internationalen Währungsfonds, der Europabank, hat ein Kooperationsabkommen mit der EU abgeschlossen und ist eines der 11 Unterzeichnerländer des Schwarzmeerabkommens. 1998 wurde die Russische Föderation Mitglied der acht führenden Industrienationen der Welt (G-8 Länder). Seit Mai 2002 existiert das NATO-Russia Council. Haupthandelspartner ist die Bundesrepublik Deutschland.
Geschäftsverkehr
Korrekte Kleidung und Pünktlichkeit werden erwartet. Englisch ist vor allem im Managementbereich Geschäftssprache. Mitunter wird auch Deutsch gesprochen. Es ist ratsam, sich vereinbarte Termine noch einmal bestätigen zu lassen und Visitenkarten in Russisch und Deutsch bzw. Englisch mitzubringen. Dolmetscher- und Übersetzerdienste sind von verschiedenen Organisationen erhältlich, die Bezahlung erfolgt meist in Devisen. Geschäftszeiten: Mo-Fr 09.00-18.00 Uhr.
Kontaktadressen
Bundesverband der Deutschen Industrie, Ost-Ausschuß der Deutschen Wirtschaft, Breite Straße 29, D-10178 Berlin. Tel: (030) 20 28 14 52, 20 28 15 51. Fax: (030) 20 28 24 52, 20 28 25 51. (E-Mail: ost-ausschuss@bdi-online.de ; Internet: www.ostausschuss.de )
Wirtschaftskammer Österreich, Außenwirtschaftsorganisation, Osteuropareferat, Wiedner Hauptstraße 63, A-1045 Wien. Tel: (01) 501 05 43 22. Fax: (01) 50 10 52 55. (E-Mail: awo.gus@wko.at ; Internet: www.wko.at )
Interessengemeinschaft für die GUS (IG-GUS), c/o SOFI, Stauffacherstraße 45, CH – 8026 Zürich. Tel: (01) 249 30 50. Fax: (01) 249 31 33. (E-Mail: info@ig-gus.ch ; Internet: www.ig-gus.ch )
Industrie- und Handelskammer der Russischen Föderation, Ul. Iljinka 6, RF-103684 Moskau. Tel: (095) 923 43 23. Fax: (095) 230 24 55. (E-Mail: tpprf@rbcnet.ru )
Klima
Nord- und Zentralrußland
Große jahreszeitliche Schwankungen. In Nordrußland sind Frühling und Herbst kühler als in Mitteleuropa. Im äußersten Norden streng polares Klima. Milder ist es an der Ostseeküste.
Südrußland
Kürzere Winter als im Norden. In den Steppen (Südosten) heiße, trockene Sommer und sehr kalte Winter. In der nördlichen und nordöstlichen Schwarzmeer-Region sind die Winter mild. Hohe Niederschlagsmenge das ganze Jahr über.
Sibirien
Sehr kalte Winter; angenehme, kurze Sommer mit zahlreichen Niederschlägen. Frühjahr und Herbst deutlich kühler als in Mitteleuropa.



