Reiseführer Serbien und Montenegro
Inhaltsverzeichnis
Kontaktadressen
Lage
Südosteuropa.
Offizieller Staatsname
Serbien und Montenegro.
Landesvorwahl
381.
Monte Adria
Friedensstraße 7, D-60311 Frankfurt/M.
Tel: (069) 28 23 74. Fax: (069) 28 11 76.
E-Mail: monteadria@aol.com oder
booking@monteadria.de
Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr.
(Reisebüro für Reisen nach Serbien und besonders Montenegro, auch touristische Informationen)
Montenegro Airlines
Seefeldstraße 134, CH-8008 Zürich
Tel: (01) 383 26 76. Fax: (01) 383 24 55.
E-Mail: office@montenegro-airlines.ch
Internet: www.visit-montenegro.cg.yu oder www.montenegro-airlines.cg.yu
(Reisebüro für Reisen nach Serbien und besonders Montenegro)
National Tourism Organisation of Serbia (NTOS)
Knez Mihajlova Street 18, CS-11000 Beograd
Tel: (011) 361 27 54. Fax: (011) 68 68 04.
E-Mail: NTOS@EUnet.yu
Internet: www.serbia-tourism.org
Tourismus-Organisation Belgrad
Decanska 1, CS-11000 Beograd
Tel: (011) 322 61 54, 324 84 04. Fax: (011) 324 87 70.
E-Mail: office@belgradetourism.org.yu oder info@belgradetourism.org.yu
Internet: www.belgradetourism.org.yu
Touristische Organisation von Montenegro (TOCG)
Omladinskih Brigada 7, CS-81000 Podgorica
Tel: (081) 23 09 59. Fax: (081) 23 09 79.
E-Mail: tourism@cg.yu
Internet: www.visit-montenegro.com
Ministry of Tourism of Serbia
Nemanjina 22-26, CS-11000 Beograd
Tel: (011) 363 11 36. Fax: (011) 361 02 58.
E-Mail: kabinet@minttu.sr.gov.yu
Internet: www.minttu.sr.gov.yu
Ministry of Tourism of Montenegro
PC Vektra, Cetinjski put bb, CS-81000 Podgorica
Tel: (081) 23 41 16, 48 21 45. Fax: (081) 23 41 68.
E-Mail: ministarstuo.turizma@mn.yu
Internet: www.mturizma.cg.yu
Botschaft von Serbien und Montenegro
Taubertstraße 18, D-14193 Berlin
Tel: (030) 895 77 00. Fax: (030) 825 22 06.
E-Mail: info@botschaft-smg.de
Internet: www.konzulatiscg.de
Mo-Fr 09.00-13.00 Uhr, Mi 15.00-18.00 Uhr.
Generalkonsulate in Düsseldorf (Tel: (0211) 239 55 00), Frankfurt/M. (Tel: (069) 43 99 23/25), Hamburg (Tel: (040) 416 22 60), München (Tel: (089) 98 24 75 0/27) und Stuttgart (Tel: (0711) 60 17 06 0/2).
Botschaft von Serbien und Montenegro
Rennweg 3, A-1030 Wien
E-Mail: ambasada@yugoslavia.at oder ambasada@scg-diplomat.at
Internet: www.yugoslavia.at/
Tel: (01) 713 25 95. Fax: (01) 713 25 97.
Mo-Fr 08.00-16.00 Uhr (kein Publikumsverkehr, nur tel. Auskünfte).
Konsularabteilung der Botschaft
Johannagasse 1-3, A-1050 Wien
Tel: (01) 544 75 85. Fax: (01) 544 75 95.
Mo-Fr 08.00-13.00 Uhr.
Botschaft von Serbien und Montenegro
Seminarstraße 5, CH-3006 Bern
Tel: (031) 352 49 96. Fax: (031) 351 44 74.
E-Mail: info@yuamb.ch
Internet: www.yuamb.ch
Mo, Di, Do und Fr 09.00-13.00; Mi 09.00-12.00 und 14.00-16.30 Uhr.
Generalkonsulat in Zürich (Tel: (01) 202 02 89).
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Ulica Kneza Milosa 76, CS-11000 Beograd
Postanschrift: PO Box 304, CS-11001 Beograd
Tel: (011) 306 43 00. Fax: (011) 306 43 03.
E-Mail: germemba@eunet.yu
Außenstelle in Podgorica. Verbindungsbüro in Pristina.
Botschaft der Republik Österreich
Sime Markovica 2, CS-11000 Beograd
Postanschrift: pp 839, CS-11001 Beograd
Tel: (011) 303 19 56/64. Fax: (011) 63 56 06.
E-Mail: belgrad-ob@bmaa.gv.at
Außenstelle in Pristina. Konsulat in Budva.
Botschaft der Schweizerischen Eidgenossenschaft
Bircaninova 27, CS-11000 Beograd
Postanschrift: PO Box 817, CS-11001 Beograd
Tel: (011) 306 58 20/25/15. Fax: (011) 65 72 53.
E-Mail: vertretung@bel.rep.admin.ch
Schweizerisches Verbindungsbüro in Pristina.
Allgemeines
Fläche
102.173 qkm (Serbien 88.361 qkm, einschl. Kosovo (10.887 qkm) und Wojwodina (21.506 qkm); Montenegro 13.812 qkm).
Bevölkerungszahl
10.655.774 (2003).
Bevölkerungsdichte
104,3 pro qkm.
Hauptstadt
Verwaltungszentrum: Belgrad (Beograd), Sitz des Parlaments und Ministerrats. Einwohner: 1.285.200 (2003).
Geographie
Serbien und Montenegro (früher: Bundesrepublik Jugoslawien) liegt zwischen Nordwest- und Südosteuropa. Das Land grenzt im Norden an Ungarn, im Nordosten an Rumänien, im Südosten an Bulgarien, im Süden an Albanien, die Kosovo-Region (unter UN-Verwaltung) und die Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien, im Westen an Bosnien-Herzegowina und im Nordwesten an Kroatien. Das Landschaftsbild Serbiens wird vom fruchtbaren Flachland des Donau- und des Tiszatals geprägt. Belgrad, die Hauptstadt, liegt an der Donau. Montenegro ist eine kleine bergige Region an der Adria nördlich von Albanien, die im Westen an Bosnien-Herzegowina grenzt. Ihre kurze Adriaküste umfaßt die Hafenstadt Bar und die Bucht von Kotor.
Staatsform
Lose Staatsgemeinschaft mit zwei Mitgliedsstaaten (Republik Serbien und Republik Montenegro). Parlamentarische Demokratie, fünfköpfiger Ministerrat, Parlament mit 126 Abgeordneten (91 aus Serbien, 35 aus Montenegro). Die Außen- und Verteidigungspolitik wird von Serbien und Montenegro gemeinsam verfolgt, Währung, Zollsystem und Wirtschaftspolitik bleibt jeweils den beiden Mitgliedsstaaten überlassen. Präsident der Staatsgemeinschaft: Svetozar Marovic, seit 2003.
Die Kosovo-Region steht unter UN-Verwaltung, das Amt des Präsidenten von Serbien wird ab Mai 2004 wieder besetzt, Ministerpräsident von Serbien ist Vojislav Kostunica (seit März 2004).
Sprache
Amtssprachen sind Serbisch und Montenegrinisch; Albanisch (Kosovo-Region) und Ungarisch (Wojwodina) werden ebenfalls gesprochen.
Religion
Hauptsächlich serbisch-orthodox; römisch-katholisch (vor allem in der Provinz Vojvodina), Muslime (vor allem in der Kosovo-Region).
Ortszeit
MEZ (UTC + 1); März bis Oktober: MEZ + 1 (UTC + 2).
Netzspannung
220 V, 50 Hz.
Post- und Fernmeldewesen
Telefon
Internationale Direktdurchwahl. Telefonkarten für öffentliche Telefone sind in Postämtern und Tabakläden erhältlich.
Landesvorwahl
381.
Mobiltelefon
Mobilfunkgesellschaften umfassen MOBTEL (GSM 900/1800, Internet: www.mobtel.com ), MONET D.O.O (GSM 900, Internet: www.monetcg.com ), ProMonte GSM (GSM 900/1800, Internet: www.promonte.com ), Internet Crna Gora (Internet: www.cg.yu ) und Telekom Srbija a.d (GSM 900, Internet: www.telekom.yu ). Es bestehen internationale Roaming-Abkommen mit deutschen, österreichischen und schweizerischen Anbietern.
Faxe
Können nach und von Europa gesendet werden.
Internet/E-Mail
Anbieter umfassen Infosky (Internet: www.infosky.net ), EUnet Yugoslavia (Internet: www.eunet.yu ), SezamPro (Internet: www.sezampro.yu ), BeoTelNet (Internet: www.beotel.yu ) und Memodata (Internet: www.memodata.net ). Internetcafés findet man in Belgrad, Zrenjanin, Kraljevo und Novi Sad.
Post
Luftpost nach Westeuropa benötigt ca. ein bis zwei Wochen. Briefmarken werden in Buchhandlungen angeboten.
Deutsche Welle
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0221) 389 32 08. Internet: www.dwelle.de ) anzufordern.
Reisepaß/Visum
Reisepaß/Visum
| Land | Visa | Reisepass |
| Deutschland | Nein | Ja |
| Österreich | Nein | Ja |
| Schweiz | Nein | Ja |
| Andere EU-Länder | Nein | Ja |
Einreisebeschränkungen
Staatsbürgern von Malaysia und Taiwan (China) wird die Ein- und Durchreise in Serbien und Montenegro verweigert.
Reisepass
Allgemein erforderlich, muß noch mindestens für die Dauer des Aufenthaltes gültig sein. Der deutsche Kinderausweis wird mit Lichtbild anerkannt.
Visum
Allgemein erforderlich, ausgenommen Staatsbürger folgender Länder für Aufenthalte von bis zu 90 Tagen (sofern nicht anders angegeben):
a) Bundesrepublik Deutschland, Österreich, die übrigen EU-Länder (Griechenland für unbegrenzte Aufenthalte, Ungarn für Aufenthalte von bis zu 30 Tagen) und die Schweiz;
b) Andorra, Argentinien, Australien, Bolivien, Chile, Island, Israel, Japan, Kanada, Korea (Süd), Kroatien, Kuba, Liechtenstein, Mexiko (bis zu 6 Monate Aufenthalt), Monaco, Neuseeland, Norwegen, San Marino, Seychellen, Singapur, Tunesien, USA und Vatikanstadt;
(b) Mazedonien (Ehem. Jugosl. Rep.) bis zu 60 Tage Aufenthalt;
(c) Bosnien-Herzegowina, Bulgarien und Rumänien für bis zu 30 Tage Aufenthalt;
(d) Albanien, Russische Föderation und Ukraine für ausschließlich touristische Aufenthalte von bis zu 30 Tagen Aufenthalt.
Anmerkung: (a) Bei Aufenthalten in der Republik Serbien, die länger als 3 Monate dauern oder wenn eine Erwerbstätigkeit aufgenommen wird, ist weiterhin ein Einreisevisum erforderlich. (b) Die Einreise in die Republik Montenegro ist unabhängig von Aufenthaltszweck oder -dauer visumsfrei möglich. Bei einem Aufenthalt von mehr als 90 Tagen muß im Land eine Aufenthaltsgenehmigung beantragt werden. Erfolgt nach einer (visumsfreien) Einreise über Montenegro die Weiterreise bzw. Ausreise über Serbien, sollte der Gesamtaufenthalt in beiden Teilrepubliken nicht länger als 3 Monate dauern, da ansonsten aus serbischer Sicht ein visumspflichtiger Aufenthalt vorliegt. (c) Die Einreise in das Kosovo ist sowohl auf dem Landweg wie auch auf dem Luftweg visumsfrei. Da an der administrativen Grenze zwischen Kosovo und Serbien von den serbischen Behörden keine Einreisestempel erteilt werden, ist eine Ausreise aus dem Kosovo über Serbien hingegen nur möglich, wenn vorher auch die Einreise über Serbien oder Montenegro erfolgt ist und die Gesamtreisedauer 3 Monate nicht übersteigt.
Anmerkung
Ausländer müssen sich innerhalb von 24 Stunden polizeilich am Ort des Aufenthaltes in Serbien und Montenegro anmelden. Bei Unterkunft in einem Hotel wird die Anmeldung von diesem übernommen. Verstöße gegen diese melderechtliche Bestimmung werden mit Geldstrafen oder auch Freiheitsentzug geahndet.
Visaarten
Geschäfts- und Transitvisa. Gültigkeit und bewilligte Aufenthaltsdauer sind unterschiedlich.
Visagebühren
Die Gebühren sind je nach Nationalität verschieden gestaffelt, Angehörige mancher Länder sind von den Visagebühren befreit und zahlen lediglich eine geringe Bearbeitungsgebühr. Näheres von der zuständigen konsularischen Vertretung.
Antragstellung
Generalkonsulate bzw. Konsularabteilung der Botschaft (s. Adressen).
Unterlagen
(a) Antragsformular. (b) Gültiger Reisepaß. (c) Zwei Paßfotos. (d) Vom jeweiligen Gemeindeamt beglaubigte Einladung der Kontaktperson (Geschäftspartner) in Serbien und Montenegro. (e) Gebühr.
Bearbeitungszeit
Nur persönliche Antragstellung, sofortige Bearbeitung.
Aufenthaltsgenehmigung
Anfragen an die konsularischen Vertretungen.
Geld
Währung
In der Republik Serbien ist die offizielle Währung der Novi Dinar (Neuer Jugoslawischer Dinar). 1 Novi Dinar = 100 Para. Währungskürzel: NDin, YUM (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 50, 20, 10 und 5 NDin. Münzen sind im Wert von 1 Din sowie 50, 20 und 10 Para im Umlauf.
In der Republik Montenegro (und der Kosovo-Region) ist die offizielle Währung der Euro. 1 Euro = 100 Cents. Währungskürzel: €, EUR (ISO-Code). Banknoten gibt es in den Werten 5, 10, 20, 150, 100, 200 und 500 Euro, Münzen in den Nennbeträgen 1 und 2 Euro, sowie 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cents.
Geldwechsel
Es empfiehlt sich unbedingt die Mitnahme von Bargeld (Euro) und der Umtausch vor Ort. Da der Euro in Serbien nicht mehr als inoffizielles Zahlungsmittel gilt, sollten bereits an der Grenze ausreichend Euro in Dinar getauscht werden. Barmittel müssen unbedingt bei der Einreise deklariert werden. Rücktausch der Landeswährung in Fremdwährungen ist nicht möglich.
Kreditkarten
Werden nur sehr eingeschränkt akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Reiseschecks
Begrenzt akzeptiert, können nur bei größeren Banken eingelöst werden. Euro-Reiseschecks werden empfohlen.
Wechselkurse
| NDin | NDin | NDin | NDin | NDin | |
| Dez. '02 | Apr. '03 | Sept. '03 | Jan. '04 | Apr. '04 | |
| 1 € | 61,65 | 63,35 | 61,32 | 68,49 | 64,28 |
| 1 CHF | 41,55 | 42,20 | 39,03 | 46,63 | 42,54 |
| 1 US$ | 61,81 | 59,25 | 53,22 | 53,50 | 53,50 |
| € | € | € | € | € | |
| Dez. '02 | Apr. '03 | Sept. '03 | Jan. '04 | Apr. '04 | |
| 1 CHF | 0,68 | 0,67 | 0,64 | 0,64 | 0,64 |
| 1 US$ | 1,01 | 0,93 | 0,87 | 0,78 | 0,81 |
Devisenbestimmungen
Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung und von Fremdwährungen ist auf den Gegenwert von 30.000 NDin beschränkt (nur Banknoten bis 100 NDin Nennwert).
Öffnungszeiten der Banken
Regional verschieden, in Serbien generell Mo-Fr 08.00-19.00 Uhr, Sa 08.00-15.00 Uhr. In Montenegro zumeist Mo-Fr 07.00-21.00 Uhr, Sa 08.00-15.00 Uhr. Informationen über das Bankenwesen in Serbien sind auch erhältlich bei der Serbischen Nationalbank (Internet: www.nbj.yu ).
Duty Free
Duty Free
Folgende Artikel können zollfrei nach Serbien und Montenegro eingeführt werden:
200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak;
1 l Spirituosen oder 1 l Wein;
250 ml Eau de Toilette;
Parfüm für den persönlichen Gebrauch.
Gesetzliche Feiertage
Gesetzliche Feiertage
1./2. Jan. 2004 Neujahr. 7. Jan. Orthodoxes Weihnachten. 9. April Orthodoxer Karfreitag. 12. April Orthodoxer Ostermontag. 27. April Tag des Staates. 1./2. Mai Tage der Arbeit. 9. Mai Siegestag. 29. Nov. Tag der Republik.
1. Jan. 2005 Neujahr. 7. Jan. Orthodoxes Weihnachten. 27. April Tag des Staates. 29. April Orthodoxer Karfreitag. 1./2. Mai Tage der Arbeit. 2. Mai Orthodoxer Ostermontag. 9. Mai Siegestag. 29. Nov. Tag der Republik.
Anmerkung
Zusätzlich werden in den meisten Landesteilen religiöse Feiertage der orthodoxen Kirche beachtet.
Gesundheit
Gesundheit
| Krankheit | Vorsorge | Impfbescheinigung |
| Gelbfieber | Nein | Nein |
| Cholera | Nein | Nein |
| Typhus & Polio | Ja | - |
| Malaria | Nein | - |
| Essen & Trinken | 1 | - |
[1]
Leitungswasser ist in der Regel gechlort und relativ sauber, es können jedoch leichte Magenverstimmungen auftreten. Für die ersten Wochen des Aufenthalts wird daher abgefülltes Wasser empfohlen. Milch ist pasteurisiert und Milchprodukte sind im allgemeinen ebenso unbedenklich wie einheimisches Fleisch, Geflügel, Meeresfrüchte, Obst und Gemüse.
Hepatitis A tritt auf.
Zecken sind während der wärmeren Jahreszeit (März/April bis Oktober/November) in manchen Landesteilen (u. a. auch an der Adria, vor allem aber westlich von Belgrad) aktiv. Bei beruflicher Tätigkeit oder Freizeitaktivitäten mit möglicher Zeckenexposition in endemischen Gebieten ist eine Schutzimpfung gegen FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis), deren Erreger bereits mit dem Stich auf den Wirt übertragen werden, dringend zu empfehlen. Genaue Informationen über Zecken, Risiken und vorbeugende Maßnahmen sind zum Beispiel auch im Internet zu finden (Internet: www.medizinfo.com/waldundwiese/zecken/start.htm ). Bei Zeckenbefall im Zweifelsfall den Arzt aufsuchen.
Tollwut kommt vor. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Gesundheitsvorsorge
Obwohl de jure das gegenseitige Abkommen zwischen Deutschland und Serbien & Montenegro und damit auch die Anspruchsbescheinigung Ju6 noch gültig ist, wird generell der Abschluß einer Reisekrankenversicherung empfohlen. Dies gilt auch für Reisende aus Österreich und der Schweiz. Die medizinische Versorgung in Serbien und Montenegro kann nicht immer gewährleistet werden, medizinische Einrichtungen sind meist nicht dem mitteleuropäischen Standard entsprechend ausgestattet.
Reiseverkehr - International
Sicherheitshinweis
Am 17. März 2004 kam es zu schweren Zusammenstößen im Kosovo. Von Reisen in den Kosovo wird derzeit abgeraten. Im Grenzgebiet zwischen Serbien und Kosovo, sowie an der Grenze nach Kroatien wird wegen starker Minengefahr von einem Verlassen der asphaltierten Hauptstraßen abgeraten. Weitere Informationen sind von den Auswärtigen Ämtern in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich.
Flugzeug
Die nationale Fluggesellschaft heißt Yugoslav Airlines (JU) (Internet: www.jat.com ) und bietet mehrmals wöchentlich Flugverbindungen von größeren deutschen Städten, Wien und Zürich an. Montenegro Airlines (Internet: www.montenegro-airlines.cg.yu ) fliegt mehrmals wöchentlich von Frankfurt und Zürich nach Podgorica (Montenegro) und Belgrad (Serbien), sowie von Rom, Ljubljana (Slowenien), Wien, Istanbul (Türkei) und Budapest (Ungarn). Belgrad wird auch von anderen größeren Fluglinien, unter anderem Lufthansa, Austrian Airlines und Swiss angeflogen.
Durchschnittliche Flugzeiten
Düsseldorf/Berlin/Stuttgart/Frankfurt – Belgrad: 1 Std. 30; Wien – Belgrad: 1 Std.; Zürich – Belgrad: 1 Std. 20; Frankfurt – Tivat: 2 Std. 4; Wien – Tivat: 1 Std. 20; Zürich – Tivat: 2 Std. 10.
Internationale Flughäfen
Belgrad (BEG) (Internet: www.airport-belgrade.co.yu ) liegt 20 km westlich der Stadt. Duty-free-Shop, Bank, Mietwagenschalter, Post, Tourist-Information, Geschäfte, Wechselstube, Restaurant/Bar. Flughafenbusse und Taxis fahren zum Stadtzentrum (Fahrzeit 25 Min.).
Golubovci (TGD) liegt 12 km von Podgorica in Montenegro entfernt. Flughafeneinrichtungen: Restaurant, Wechselstube, Läden. Es gibt Busverbindungen ins Stadtzentrum. Taxistand. Ein weiterer internationaler Flughafen befindet sich in Tivat.
Flughafengebühren
Internationale Flüge: 175 YUM, Inlandsflüge: 45 YUM. Ausgenommen sind Kinder unter 2 Jahren und Transitreisende, die den Flughafen nicht verlassen.
Schiff
Die wichtigsten Passagierhäfen sind Bar und Kotor in Montenegro. Die Fährverbindungen werden u.a. von Marlines (Internet: www.marlines.com ) betrieben, die regelmäßige Fährverbindungen von Bari und Ancona in Italien nach Bar anbieten. Informationen über Fährverbindungen im Mittelmeer und nach Montenegro sind auch von Euronautic Tours (Internet: www.euronautic.de ) erhältlich.
Bahn
Es bestehen internationale Bahnverbindungen von den Nachbarländern aus, u.a. der Türkei, Griechenland, Mazedonien, Rumänien, Ungarn, der Ukraine, Bulgarien, Kroatien, Slowenien, Italien und Bosnien-Herzegowina, sowie von Westeuropa. Verbindungen aus Deutschland gehen über München, Budapest oder Zagreb, aus der Schweiz über München oder Wien. Von Wien aus gibt es Direktverbindungen nach Belgrad. Internationale Züge führen meist Speise- und Liegewagen. Aktuelle Informationen sind von den deutschen, österreichischen oder schweizerischen Bahngesellschaften erhältlich.
Bus/Pkw
Anmerkung: Von Nachtfahrten in Serbien und Montenegro wird generell abgeraten. Die Verkehrsvorschriften und besonders die Geschwindigkeitsbegrenzungen sollten beachtet werden, es gibt häufige Verkehrskontrollen.
Die grüne Versicherungskarte wird für Serbien und Montenegro (mit Ausnahme des Kosovo) anerkannt, soweit die Länderangabe YU auf der Karte eingetragen ist. Liegt eine grüne Versicherungskarte nicht vor, kann an der Grenze eine kurzfristige Pkw-Versicherung geschlossen werden. Ohne Nachweis einer Haftpflichtversicherung wird die Einreise nach Serbien und Montenegro mit einem Pkw verweigert. Eine ADAC-Auslands-Notrufstation ist eingerichtet (Belgrad, Tel: (011) 42 27 07). Sie bietet ADAC-Mitgliedern und Inhabern eines ADAC-Auslandskranken- und Unfallschutzes Hilfeleistungen bezüglich Hotels, Mietwagen, Fahrzeug- oder Krankenrücktransporte. Internet: www.adac.de ). Informationen und Hilfe ist auch vom Automoto Savez Jugoslavije (AMSJ), Ruzveltova 18, YU-11000 Beograd (Tel: (011) 40 16 99. Fax (011) 40 25 20. Internet: www.amsj.co.yu ) erhältlich (zentrale Rufnummern 987 oder (011) 98 00).
Fernbus:
Eurolines-Busse (Internet: www.eurolines.com ) fahren von und nach Serbien und Montenegro. Fahrplan- und Tarifinformationen sind erhältlich von der Eurolines-Generalvertretung (Eurolines Yugoslavia, Internet: www.eurolines.co.yu ) oder den Eurolines-Vertretungen in Deutschland (Deutsche Touring GmbH, Adresse: Am Römerhof 17, D-60486 Frankfurt/M. Tel: (069) 79 03 50. Fax: (069) 790 32 19. E-Mail: service@deutsche-touring.com ; Internet: www.deutsche-touring.com ), Österreich (Eurolines Austria – Blaguss Reisen GmbH, E-Mail: info@eurolines.at ; Internet: www.eurolines.at ) und der Schweiz (Eggmann + Frey, Internet: www.eurolines-schweiz.ch ).
Reiseverkehr - National
Flugzeug
Yugoslav Airlines (JU) und Montenegro Airlines bieten Verbindungen innerhalb des Landes. Montenegro Airlines fliegt von Belgrad nach Podgorica und Tivat.
Bahn
Die Hauptbahnstrecken verlaufen von Belgrad über Podgorica nach Bar an der montenegrinischen Küste, sowie über Novi Sad und Kelebia nach Budapest (Ungarn). Von dieser Strecke zweigt auch eine Route über Sremska Mitrovica und Sid nach Tovarnik (Kroatien) ab. Eine Strecke geht außerdem über Vrsac und Stamora Moravita nach Bukarest (Rumänien). Außerdem führt eine Strecke in Richtung Nis und zweigt dort in einer Strecke über Tabanovci nach Skopje (Mazedonien) ab, sowie in eine Strecke über Dimitrovgrad nach Kalotina Zapad (Bulgarien). In den Zügen sind teilweise Schlafwagen vorhanden.
Bus/Pkw
Autobahnen und autobahnähnliche Straßen in Serbien und Montenegro sind gebührenpflichtig, die Straßengebühren müssen in der Landeswährung bezahlt werden. Die grüne Versicherungskarte (mit Länderangabe YU) wird in Serbien und Montenegro (mit Ausnahme des Kosovo) anerkannt. Liegt keine grüne Versicherungskarte vor, kann an der Grenze eine kurzfristige Pkw-Versicherung für 30 Tage abgeschlossen werden. Ohne Nachweis einer Haftpflichtversicherung wird die Einreise nach Serbien und Montenegro mit einem Pkw verweigert. Treibstoff kann in Serbien an Tankstellen für Novi Dinar getankt werden. Bus: Ein ausgedehntes Fernbusnetz verbindet alle größeren Städte und Ortschaften in Serbien und Montenegro. Hauptanbieter ist Lasta (Internet: www.lasta.co.yu ). Saisonbedingt gibt es auch Sonderbuslinien. Im Winter werden Streckenverbindungen vom Belgrad zu verschiedenen Wintersportgegenden angeboten, im Sommer gibt es zusätzliche Busverbindungen zu montenegrinischen Küstenorten.
Taxi: In größeren Städten stehen Taxis mit Taxameter zur Verfügung. Mietwagen: Sind an Flughäfen und in größeren Städten erhältlich. Verkehrsbestimmungen: Geschwindigkeitsbeschränkungen betragen auf Autobahnen 120 km/h und 80-100 km/h auf anderen Straßen außerhalb geschlossener Ortschaften. Im Ortsgebiet beträgt die Höchstgeschwindigkeit 60 km/h. Es besteht Gurtanlege- und Sturzhelmpflicht. 0,5 Promille. Es ist verpflichtend, nach jedem Verkehrsunfall die Polizei zu verständigen. Man sollte sich eine schriftliche Unfallbestätigung (Potvrda) ausstellen lassen. Unterlagen: Der landeseigene Führerschein ist ausreichend. Fahrzeugschein und Versicherungsnachweis sollten mitgeführt werden.
Stadtverkehr
In größeren Städten sind die Busverbindungen gut, in Belgrad gibt es außerdem Straßenbahnen, Stadtbahnen und Oberleitungsbusse. Mehrfachfahrkarten können im voraus in Tabakläden und Kiosken gekauft werden und müssen an Bord des jeweiligen Verkehrsmittels entwertet werden.
Fahrzeiten
von Belgrad zu den folgenden größeren Städten (ungefähre Angaben in Std. und Min.):
| Flugzeug | Bahn | Bus/Pkw | |
| Bar | - | 6.00 | 7.00 |
| Podgorica | 0.30 | 5.30 | 6.00 |
Unterkunft
Deluxe-Hotels stehen im wesentlichen in Belgrad, einigen Urlaubsorten an der Küste in Montenegro und vor allem auf der exklusiven Urlaubsinsel Sveti Stefan zur Verfügung. Hotels der anderen Kategorien bieten oft sehr begrenzten Service. Die besten Hotels sind häufig ausgebucht. Vorausbuchung wird dringend empfohlen. Weitere Informationen von Monte Adria (s. Adressen). Kategorien: Deluxe, A-, B-, C- und D-Klassse. Pensionen der 1., 2. und 3. Klasse findet man überall. Gasthäuser, die auch Zimmer anbieten, gibt es an den meisten Hauptstraßen. Weitere Informationen sind von Reiseagenturen und Touristeninformationzentren erhältlich.
Urlaubsorte & Ausflüge
Serbien
-
Die Republik SERBIEN (Internet: www.serbia-tourism.org ) war die größte der ehemaligen jugoslawischen Republiken. In Serbien gibt es zwei autonome Provinzen, der Kosovo und die Wojwodina. Im Lande findet man viele Spuren der religiösen und politischen Geschichte Serbiens, zahlreiche Klöster und Festungen zeugen von den Einflüssen der jahrhundertelangen byzantinischen, römischen und türkischen Besetzungen des Landes. Atemberaubende Landschaftsformen können in den Nationalparks und anderen Naturreservaten Serbiens besichtigt werden.
Belgrad/Beograd (Internet: www.belgradetourism.org.yu ), das administrative Zentrum des Staatenbundes Serbien und Montenegro und Hauptstadt Serbiens, ist ein Geschäfts- und Kommunikationszentrum. Viele Gebäude wurden erst nach dem 2. Weltkrieg gebaut. Es gibt mehrere interessante Museen, das Nationalmuseum bietet einen guten Einblick in Serbiens bewegte Vergangenheit. Das Muzeji Savremene Umetnosti (Museum für Moderne Kunst) in Novi Beograd sollte unbedingt besucht werden. Interessant ist auch das Völkerkundemuseum.
Ein besonderes Wahrzeichen Belgrads ist die gewaltige Festung Kalegmedan. Bis auf einige römische Originalstrukturen wurde die Festung zum größten Teil im 18. Jahrhundert gebaut. Kalegmedan besitzt massive Eingangstore, Brücken, einen Uhrturm, einen Burggraben und eine römische Quelle. Heute ist die Festung ein Stadtpark. Im Inneren kann das große Vojni Muzej (Militärmuseum) besichtigt werden. In der Nähe steht eine Kathedrale (Saborn Crkva) aus dem 19. Jahrhundert. Skardarlija ist ein Künstlerviertel mit Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert, vielen Cafés, Straßentänzern, Sängern und Freilichttheatern.
DIE AUTONOMEN PROVINZEN: Die WOJWODINA im Nordosten des Landes ist eine der zwei autonomen Provinzen Serbiens. Die administrative Hauptstadt Novi Sad (Internet: www.gradnovisad.org.yu ) liegt an der Donau. Es gibt einige gut erhaltene Kirchen und mehrere interessante Museen. Das Wahrzeichen von Novi Sad ist jedoch die Festung Petrovaradin auf der rechten Uferseite. Der größte Teil der Festung wurde im 18. Jahrhundert fertiggestellt.
Der KOSOVO (und Metohija) im Südosten des Landes ist die zweite der beiden autonomen Provinzen in Serbien. Die administrative Hauptstadt ist Pristina. Momentan steht die Provinz unter der Verwaltung der UN Mission in Kosovo (UNMIK).
KLÖSTER UND FESTUNGEN: In Serbien gibt es zahlreiche Klöster und Festungsruinen, Spuren der bewegten Geschichte des Landes mit römischen, byzantinischen und türkischen Besiedlungen. In der Nähe von Zajecar im Westen des Landes befinden sich die Überreste der spätrömischen Festung Gamzigrad aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Die Festung hat eindrucksvolle Stadttore, Mosaiken und öffentliche Bäder. In Golubac nahe der rumänischen Grenze steht die besterhaltene mittelalterliche Festung des Landes, erbaut im 14. Jahrhundert. Im nordwestlichen Teil der Provinz Wojwodina, entlang der niedrigen Bergkette Fruska Gora, findet man über 10 Klöster aus dem 16. Jahrhundert, die eine äußerst interessante Mischung aus byzantinischem und barocken Baustilen aufweisen. Die bekanntesten Klöster sind Krusedol und Hopovo.
Weiter im Süden am Fuße des Berges Radocelo liegt das Kloster Studenica, ein UNESCO Weltkulturerbe. Studenica ist das älteste und größte orthodoxe Kloster Serbiens und wurde Ende des 12. Jahrhunderts gegründet. Die zwei Hauptbauwerke, die Kirche der Jungfrau und die Kirche des Königs wurden aus schneeweißem Marmor erbaut. Die Fresken des Sopocani-Klosters sind ebenfalls sehenswert. Das restaurierte Kloster in Zica bei Kraljevo ist noch wie im Mittelalter rot angestrichen. Hier wurden die serbischen Könige gekrönt. Das Kloster in Kalenic ist im serbischen Stil erbaut.
In der Provinz Kosovo liegt Prizren, die Hauptstadt des frühen serbischen Reiches. Hier gibt es die Überreste einer mittelalterlichen Festung, sowie die Ljeviska-Kirche, die 1307 auf den Resten einer byzantinischen Basilika erbaut wurde. Teilweise erhaltene Fresken bieten eine gutes Beispiel der frühen religiösen Kunst Serbiens. Schön ist auch die Sinan-pasha Moschee mit einem hohen Minarett aus dem Jahre 1615.
2 km entfernt von Pec in der Provinz Kosovo befindet sich eine guterhaltene Klosterkirche, ein aus vier Kirchen bestehender Gebäudekomplex. Die älteste der Kirchen wurde Mitte des 13. Jahrhunderts von dem zweiten serbischen Erzbischof Arsenija gebaut. Es gibt schöne Fresken aus verschiedenen Jahrhunderten, die Klosterschatzkammer enthält mehrere Ikonen, alte Manuskripte und Gold- und Silberarbeiten.
NATIONALPARKS: Serbien besitzt mehrere beeindruckende Nationalparks. Der Djerdap Nationalpark, an der Donau bei Golubac gelegen, ist eine der meistbesuchten Touristenregionen in Serbien. Hauptattraktion ist die Djerdap-Schlucht oder 'Eiserne Tor', eine über 100 km lange Schlucht, die das Eingangstor zu den südlichen Ausläufern der Karpaten bildet. Der Tara Nationalpark liegt in einer bergigen Region im Westen des Landes und breitet sich über die Tara- und Zvezdaberge entlang des Flusses Drina aus. Der Park ist zu drei Vierteln bewaldet und besteht aus einer Gruppe von Berggipfeln und Tälern. Hier findet man einige der besterhaltenen Wälder Europas, sowie die seltene Pancic-Fichte, die vom Staat unter Naturschutz gestellt wurde.
Der Fruska Gora Nationalpark befindet sich im Flachland der Provinz Wojwodina und zieht sich über die gleichnamige niedrige Bergkette am Ufer der Donau in östwestlicher Richtung hin. Die Täler sind mit dichten Wäldern bewachsen, die zum größten Teil aus Lindenbäumen bestehen. Unter anderem wachsen im Fruska Gora Park über 70 verschiedene medizinische Kräuter. Weitere Informationen über Nationalparks und Naturreservate in Serbien sind beim Institute for Protection of Nature of Serbia (Internet: www.natureprotection.org.yu ) erhältlich.
Montenegro
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Die Republik MONTENEGRO (Internet: www.montenegro.yu ) liegt an der Südspitze der Adriaküste, mit eindrucksvollen Gebirgsketten, in denen Dörfer wie Adlerhorste auf den hohen Gipfeln liegen. Die Küstenregion ist eher flach und zieht sich von der Bucht von Kotor bis zur albanischen Grenze. Das Klima in Montenegro ist mediterran und milde und die Vegetation subtropisch.
Podgorica (Internet: www.podgorica.cg.yu ) liegt in der weiten Ebene zwischen den Flüssen Ribnica und Moraca und ist die administrative Hauptstadt Montenegros. Die Geschichte der Stadt geht bis auf die Zeit der Illyrer zurück, die hier einen wichtigen Stützpunkt errichteten. Um 1360 hieß der Ort erstmals Podgorica. 1946 wurde die Stadt nach dem damaligen jugoslawischen Staatspräsidenten in Titograd umbenannt und erhielt erst nach dem Ende der kommunistischen Zeit wieder ihren alten Namen. Spuren der einst unter türkischer Herrschaft stehenden Stadt gibt es kaum noch, Podgorica wurde im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört. In der Stadt befindet sich das Nationaltheater Montenegros, sowie das Archäologische Museum. Nicht weit von der Stadt liegt der größte See im Balkangebiet, der Skutari-See. Zwei Drittel des Sees gehört zu Montenegro, der Rest zum Nachbarstaat Albanien. Der Skutari-See ist ein Paradies für Vogelbeobachter, hier leben über 270 verschiedene Vogelarten. Nach der alljährlichen Schneeschmelze steigt der Wasserspiegel stark an, und die Seeoberfläche erweitert sich beinahe ums Doppelte. Das Seeufer ist zerklüftet und mit Schilf bewachsen, kleine Inselchen und Landzungen durchschneiden die sumpfige Wasseroberfläche.
Das kleine Städchen Cetinje (Internet: www.cetinje.cg.yu ) liegt auf einer grünen Hochebene und wurde 1482 vom letzten Herrscher des mittelalterlichen Staates Zeta gegründet. Cetinje ist dem Anschein nach nur ein kleines Bergstädchen, für Montenegro hat der Ort jedoch eine besondere Bedeutung; unweit Cetinjes wurde der bekannteste montenegrinische Herrscher und Dichter Petar II Petrovic Njegos geboren. Seine sterblichen Überreste wollte der Dichter-Fürst in einer kleinen Kirche auf einem Felsvorsprung des Lovcen-Berges bestattet wissen. Dies geschah jedoch erst 1865, 14 Jahre nach seinem Tod. Im 1. Weltkrieg wurde die Grabkapelle zerstört und die Überreste Petars II Njegos nach Cetinje überführt. Erst 1972 wurde ein neues Mausoleum auf dem Lovcen-Berg gebaut, in dem nun die Gebeine des großen Herrschers ruhen.
Am Marktplatz befindet befindet sich der Billiarda-Palast, mit lseinen liebevoll restaurierten Zimmern und Möbeln aus der Regierungszeit Petars II Njegos. Außerdem kann man das interessante Nationalmuseum mit Waffen, Bildern und Erinnerungsgegenständen des Kaisers Nikolas, der von 1860-1916 regierte, besichtigen.
Kotor (Internet: www.kotor.com ) liegt am südöstlichen Ende der gleichnamigen Bucht. Die eindrucksvolle Altstadt mit ihren zahlreichen Kirchen und Stadtpalästen wird von massiven Festungsmauern umgeben. Es gibt drei Stadttore, die jeweils aus verschiedenen Jahrhunderten stammen. Das älteste, südlich gelegene Tor wurde bereits im 9. Jahrhundert erbaut. Das mittelalterliche Stadtzentrum wurde von der UNESCO als Weltkulturerbe eingestuft, nachdem viele der Bauwerke bei einem Erdbeben 1979 zerstört wurden. Die wuchtige Kathedrale St. Triphun ist unbedingt einen Besuch wert. Die Kirche besitzt zwei unterschiedlich hohe Renaissancetürme, im Inneren gibt es Überreste von aus dem 14. bis 20. Jahrhundert. Die romanische St. Lucas Kirche stammt aus dem 12. Jahrhundert, ebenso wie die St. Ana Kirche. In der St. Clara Kirche aus dem 14. Jahrhundert gibt es einen wunderschönen Marmoraltar von Francesco Cabianca aus dem 18. Jahrhundert.
Herceg Novi (Internet: www.herceg-novi.com ) liegt in der Topla-Bucht und hat ein besonders mildes Klima und mediterrane Vegetation, hier gedeihen Oleander, Palmen, Agaven, Bambus, Magnolien und Eukalyptusbäume. Der Bau der Stadt begann 1382 mit einem Hafen, im Laufe der Jahrhunderte wurde Herceg Novi wie viele andere Städte in Montenegro unter anderem von türkischen, italienischen, spanischen und österreichischen Mächten besetzt. Diese Besatzungen haben ihre Spuren in der Stadt hinterlassen, die Architektur ist eine aparte Mischung verschiedenster Baustile, von orientalischen und byzantinischen Einflüssen bis zum Barock. Am Markt befindet sich ein hübscher Uhrturm aus dem Jahre 1667 und der Karadjabrunnen. Über der Bucht ragt ein venezianisches Hafen-Fort auf, in der Ruine Kanli, einer der früheren Bastionen, die um die Stadt herum liegen, befindet sich heute eine Freilichtbühne. Hier findet jeden Sommer das Jugoslawische Filmfest statt. Östlich von Herceg Novi befinden sich großangelegte Parkanlagen sowie das Savina-Kloster, das eines der schönsten Beispiele der Barockarchitekur an der Adria ist. Der Bau begann 1030 mit einer kleinen Kirche, in deren Schatzkammer heute Kunstgegenstände aus dem 15. - 19. Jahrhundert besichtigt werden können.
Budva (Internet: www.budva.cg.yu ) ist eine der meistbesuchten Städte an der Adria. Die unter Denkmalschutz stehende Altstadt (stari grad) liegt auf einer kleinen Insel, die durch eine Sandbank mit dem Festland verbunden ist und so eine natürliche Landzunge bildet. Die Altstadt ist von einem mittelalterlichem Festungssystem mit Verteidigungsmauern, Stadttoren und Türmen aus dem 15. Jahrhundert umgeben. Das Stadtbild ist von malerischen engen Gassen und Sträßchen geprägt. Die dreischiffige Johannes-Kirche aus dem 7. Jahrhundert mit ihren venezianischen Ikonen und Bildern sollte unbedingt besichtigt werden. Wunderschön ist auch die Kirche Maria in Punta, die von den Benediktinern im Jahre 830 erbaut wurde. Im Sommer finden in Budva zahlreiche Kultur- und Musikveranstaltungen statt.
STRÄNDE: Entlang der Adriaküste gibt es kilometerlange Strände mit feinem Sand und hübschen Städchen. Unweit von Herceg Novi liegt der Zanjic Beach mit azurblauem Wasser und schattigen Olivenhainen. Ganz in der Nähe befindet sich die Mamula-Insel mit einem alten österreichischen Fort und die Blaue Grotte. Rose Beach hat einen Kieselstrand, der Meeresboden ist tief und steinig und für Taucher eine besondere Herausforderung. In der Nähe von Budva liegt der beinahe 2 km lange sandige Becici Beach, einer der schönsten und größten Strände an der südlichen Adria. Der Sveti Stefan Beach hat einen Feinkieselstrand und verbindet an beiden Enden die gleichnamige exklusive Hotelinsel. Der Petrovac Beach erstreckt sich vom gleichnamigen Fischerdorf herunter zum Meer und ist umgeben von Pinien- und Olivenhainen und Weinbergen. Ein Teil des Strandes ist eine geschütze Naturzone. Direkt daneben befindet sich der romantische Kieselsteinstrand Lucice Beach. Der Strand liegt in einer kleinen Bucht und ist umringt von Zypressen- und Pinienhainen.
BERGE: Montenegro wird von massiven Bergketten dominiert, am bekanntesten sind das Durmitor-, Bjelasica- und Komovigebirge. Der Durmitor Nationalpark ist eine riesige Berglandschaft, mehr als die Hälfte wurde von der UNESCO unter Naturschutz gestellt. In der Mitte von Durmitor liegt Zabljak, die am höchsten über dem Meeresspiegel gelegene Stadt auf dem Balkan, umgeben von 23 Berggipfeln, grasbedeckten Hochebenen und Tälern, Nadelwäldern, Buchen- und Wacholderhainen. Es gibt 18 eiskalte Gletscherseen (auch gorsce oci, 'Augen des Berges' genannt), die meistbesuchten sind der Crno See und Zminje See. Der untere Teil von Durmitor zusammen mit dem einmaligen Tara, einem von Eiswasser und Regen gespeister Fluß, ist ein UNESCO Weltnaturerbe. Das Flußbett besteht hauptsächlich aus weichem Kalkstein, jahrhundertelange Wassererosion hat die (nach dem amerikanischen Colorado River) zweittiefste Schlucht der Welt geschaffen. Die Vegetation um den Fluß herum ist dicht, in den berühmten schwarzen Pinienwäldern (Crna Poda) gibt es Bäume, die über 400 Jahre alt sind. Der Tara tobt über 140 km herab bis zum Fluß Piva in der Ebene unterhalb Durmitors.
Zwischen dem Tara und dem Lim liegen der Biogradska Gora (Biogradska Wald), einer der letzten Urwälder in Europa. Große Teile des Waldes sind über ein halbes Jahrtausend alt, es gibt unzählige endemische Tier- und Pflanzenarten und Ökosysteme. Intensive Gletscheraktivität hat zu einer einmaligen Landschaft beigetragen, die von Flußtälern bis hin zu 2000 m hohen Berggipfeln reicht. Der berühmteste und größte See in der Gegend ist der Bigradsko See.
Sozialprofil
Essen & Trinken
Die Küche in Serbien und Montenegro ist regional verschieden. Zu den Nationalgerichten gehören Pihtije (Schwein oder Ente in Sülze), Prsut (Parmaschinken), Cevapcici (Gehacktes vom Holzkohlengrill), Raznjici (Fleischspieß) und Sarma oder Japrak (mit Fleisch gefüllte Wein- oder Kohlblätter). Montenegrinische Spezialitaten sind unter anderem Kacamak (Polenta auf montenegrinische Art) und geräucherter Karpfen. In Dumitor gibt es das berühmte, unter einer Steinplatte (sac) gebratene Lammfleisch. Meeresfrüchte werden traditionell mit Olivenöl und viel Gewürzen serviert. Die Nachspeisen sind meist Lokum (türkischer Honig) und Alva (zerstoßene Nüsse in Honig). Getränke: In Montenegro wird Wein angebaut, Ljutomer, Traminer und Riesling sind die bekanntesten. Gute Obstschnäpse werden ebenfalls gebrannt, der Traubenschnaps Lozova Rakija ist besonders bekannt. Das einheimische montenegrinische Bier heißt Niksicko Pivo.
Nachtleben
In den größeren Städten und Urlaubsorten gibt es ein abwechslungsreiches Nachtleben mit Bars, Nachtklubs, Kinos und Theatern. Kinos sind bis 23.00 Uhr, Nachtklubs bis 03.00 Uhr und Restaurants bis 00.00 Uhr geöffnet.
Einkaufstips
Zu empfehlen sind Teppiche, Stickereien, Spitze, Lederarbeiten, Schnabelschuhe, Pec-Filigranarbeiten, Metallarbeiten und türkische Teeservice. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Fr 08.00-12.00 und 17.00-20.00 Uhr, Sa 08.00-15.00 Uhr. Kaufhäuser und Supermärkte in größeren Städten und Touristenzentren haben in der Regel ganztägig geöffnet (Mo-Sa 08.00-20.00 Uhr). Einige Supermärkte öffnen auch Sonntag vormittags.
Sport
Ski- und Kurorte gibt es landesweit. Besonders zu erwähnen sind das Kopaonik-Gebirge und Brezovica (Serbien). Wassersport ist an der Adria möglich. Fußball ist sehr populär.
Land & Leute
Trinkgeld: In Hotels, Restaurants und Taxis 10%.
Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Der Zusammenbruch der jugoslawischen Föderation 1991 und der darauf folgende Bürgerkrieg, sowie die Wirtschaftssanktionen, die von den Vereinten Nationen Anfang der 1990er verhängt wurden, hatten schwere Auswirkungen auf die Infrastruktur des damaligen Jugoslawien, und die Militärschläge der NATO 1999 während des Kosovokonfliktes verschlimmerten die Lage noch. Heute ist Serbien und Montenegro laut Statistiken der Weltbank eines der ärmsten Länder der Welt. Der existierende Kapitalstock beträgt nach Expertenschätzungen nur etwa 15% des Kapitalstocks von 1989/90. Seitdem die Regierung um Präsident Kostunica im Oktober 2000 eingesetzt wurde, haben sich die wirtschaftlichen Aussichten ein wenig verbessert, wozu auch die Aufhebung des EU-Verbotes für neue Investitionen in Serbien und Montenegro beiträgt. Die jugoslawische Wirtschaft befand sich 2001 jedoch in einer transformationsbedingten Rezession, deren Auswirkungen sich nur langsam umkehren lassen wird.
Die Hauptwirtschaftszweige sind Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung. Auch der Ausbau der Tourismusindustrie, besonders in der Republik Montenegro, ist ein wichtiger Faktor. Deutschland ist der stärkste Handelspartner von Serbien und Montenegro, 2001 stieg der bilaterale Handel zwischen den beiden Ländern um 40% an. Das Handelsvolumen zwischen EU-Staaten und Jugoslawien stieg seit Februar 2001 auf 43,1% des jugoslawischen Gesamtexports. Serbien und Montenegro hat temporären IDA-Status bei der Weltbank und ist Mitglied beim Internationalen Währungsfond (IWF) und regionalen wirtschaftspolitischen Vereinigungen wie SEEC, ICAO und dem Stabilitätspakt. Ein Antrag auf Mitgliedschaft in der Welthandelsorganisation (WTO) wurde bereits gestellt. Ziel ist auch der Abschluß eines Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommens mit der Europäischen Union.
Geschäftsverkehr
Geschäftszeiten: Mo-Fr 07.00/08.00-15.00/16.00 Uhr.
Kontaktadressen
Handelsabteilung der Botschaft von Serbien und Montenegro, Taubertstraße 18, D-14193 Berlin
Tel: (030) 895 77 00. Fax: (030) 825 22 06. (E-Mail: botschjugo@knuut.de )
Handelsabteilung der Botschaft von Serbien und Montenegro, Rennweg 3, A-1030 Wien. Tel: (01) 713 25 95. Fax: (01) 713 25 97.
Handelskammer Schweiz-Mitteleuropa (SEC), c/o SOFI, Stauffacherstraße 45, CH-9026 Zürich. Tel: (01) 249 48 80. Fax: (01) 249 49 66. (Internet: www.sec-chamber.ch )
Privredna Komora Jugoslavije (Jugoslawische Wirtschaftskammer), Terazije 23, PO Box 48, YU-11000 Belgrad. Tel: (011) 324 82 22. Fax: (011) 324 87 54. (E-Mail: info@pkj.co.yu ; Internet: www.pkj.co.yu )
Serbische Wirtschaftskammer, Sesavska 13-15, YU-11000 Belgrad. Tel: (011) 324 06 11. Fax: (011) 323 09 49. (E-Mail: centar@pks.co.yu ; Internet: www.pks.co.yu )
Serbian Investment and Export Promotion Agency (SIEPA), Terazije 23, YU-11000 Belgrad. Tel: (011) 324 82 27. Fax: (011) 324 82 27. (E-Mail: office@siepa.sr.gov.yu ; Internet: www.siepa.sr.gov.yu )
Montenegrinische Wirtschaftskammer, Ul. Novaka Miloseva 29-II, YU-81000 Podgorica. Tel: (081) 3 12 43. Fax: (081) 3 49 26. (E-Mail: pkcg@cg.ty ; Internet: www.pkcg.org )
Klima
Klima
Kontinentalklima vor allem in Serbien. Im Sommer werden an der Adriaküste Mittelmeertemperaturen erreicht, im Hinterland Montenegros herrscht eher Kontinentalklima mit Schneefall im Winter.



