Reiseführer Ukraine
Inhaltsverzeichnis
Kontaktadressen
Lage
Osteuropa.
Landesvorwahl
380.
Olympia-Reisen
Siegburger Straße 49, D-53229 Bonn
Tel: (0228) 40 00 30. Fax: (0228) 46 69 32.
E-Mail: info@olympia-reisen.com
Internet: www.olympia-reisen.com
Mo-Fr 08.00-18.00 Uhr.
Ministry of Foreign Affairs
Mykhailovska Square 1, UA-01018 Kyiw
Tel: (044) 226 33 79. Fax: (044) 238 18 88.
E-Mail: zsmfa@mfa.gov.ua
Internet: www.mfa.gov.ua
Botschaft der Ukraine
Albrechtstraße 26, D-10117 Berlin
Tel: (030) 28 88 70. Fax: (030) 28 88 71 63.
E-Mail: ukremb@t-online.de
Internet: www.botschaft-ukraine.de
Mo-Fr 08.30-13.00 Uhr und 14.30-18.00 Uhr.
Konsularabteilung: Mo, Di, Mi, Fr 09.00-12.45 Uhr.
Außenstelle der Botschaft bei Bonn: (Tel: (0228) 94 18 60). Generalkonsulate mit Visumerteilung in Frankfurt am Main (Tel: (069) 297 20 90), Hamburg (Tel: (040) 229 49 80) und München (Tel: (089) 552 73 70). Honorarkonsulat in Bochum-Wattenscheid.
Botschaft der Ukraine
Naaffgasse 23, A-1180 Wien
Tel: (01) 479 71 72. Fax: (01) 479 71 72 47. Konsularabt.: Tel: (01) 479 71 72 21/22. Fax: (01) 478 36 02.
E-Mail: ukremb@netway.at
Internet: www.ukremb.at
Mo, Di, Do, Fr 09.00-12.00 Uhr (Mi geschlossen).
Botschaft der Ukraine
Feldeggweg 5, CH-3005 Bern
Tel: (031) 352 23 16. Fax: (031) 351 64 16. Konsularabt.: Tel: (031) 351 63 16.
E-Mail: embassy.ua@datacomm.ch
Internet: www.ukremb.ch
Mo-Fr 09.00-17.30 Uhr. Konsularabteilung: Mo, Mi, Fr 09.00-12.30 Uhr.
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Wul. Bohdana, Chmelnyzkoho 25, UA-01901 Kyiw
Tel: (044) 247 68 00. Fax: (044) 247 68 18.
E-Mail: kanzlei@german-embassy.kiev.ua
Internet: www.deutsche-botschaft.kiev.ua oder www.german-embassy.kiev.ua
Botschaft der Republik Österreich
Ivana Franka 33, UA-01030 Kyiw
Tel: (044) 220 57 59, 244 39 42. Fax: (044) 230 23 52, 227 54 65.
E-Mail: kiew-ob@bmaa.gv.at
Honorarkonsulat in Lviv.
Botschaft der Schweizerischen Eidgenossenschaft
Ul. Fedorova 12, 2. Stock, UA-01901 Kyiw
Postanschrift: PO Box 111, UA-01901 Kyiw
Tel: (044) 220 54 73. Fax: (044) 220 86 57.
E-Mail: vertretung@kie.rep.admin.ch
Internet: www.eda.admin.ch/kiev_emb/g/home.html
Allgemeines
Fläche
603.700 qkm.
Bevölkerungszahl
48.055.439 (2003).
Bevölkerungsdichte
79,6 pro qkm.
Hauptstadt
Kyiw (Kiew). Einwohner: 2.588.400 (2003).
Geographie
Die Ukraine grenzt im Norden an Belarus, im Norden und Osten an die Russische Föderation, im Westen an Polen, die Slowakische Republik und Ungarn und im Südwesten an Rumänien und Moldawien. Der Norden ist sehr waldreich, in den anderen Landesteilen überwiegen Waldsteppe (Buchen und Eichen) und baumlose Steppe. Wichtigster Fluß ist der Dnipro, der ins Schwarze Meer fließt. Die bis 1956 zu Rußland gehörende Halbinsel Krim im Süden des Landes ist inzwischen zum Zankapfel zwischen der Ukraine und Rußland geworden. Seit 1992 ist sie autonome Republik.
Staatsform
Republik seit 1991. Verfassung von 1996. Parlament mit 450 Mitgliedern. Staatsoberhaupt: Leonid D. Kutschma, seit Juli 1994. Regierungschef: Anatoli Kinach, seit 2001. Die autonome Krimrepublik, die eine eigene Legislative und Exekutive besitzt, ist Teil des Staatsgebietes. Seit 1991 unabhängiger Teilstaat der GUS.
Sprache
Amtssprache ist Ukrainisch. Russisch ist vielfach noch Umgangssprache, insbesondere in Kyiw, der Ostukraine und auf der Krim. Regional auch Gagausisch (eine Turksprache), Slowakisch und andere Minderheitensprachen.
Religion
Ukrainisch-orthodox, daneben russisch-orthodox, griechisch-orthodox und römisch-katholisch, jüdische und muslimische Minderheiten.
Ortszeit
MEZ + 1 (UTC + 2); März bis Oktober: MEZ + 2 (UTC + 3).
Netzspannung
220 V, 50 Hz. Zwischenstecker erforderlich.
Post- und Fernmeldewesen
Telefon
Die meisten größeren Städte bieten Selbstwählferndienst.
Landesvorwahl
380. Die Telefonstellen der Hauptpostämter sind in der Regel durchgehend geöffnet.
Mobiltelefon
GSM 900/1800. Mobilfunkgesellschaften umfassen Ukranian Mobile Comms (Internet: www.umc.com.ua ), Ukranian Radio Systems (Internet: www.welcome2well.com ) und Kyivstar (Internet: www.kyivstar.net ). Empfangs-/Sendebereich ist auf Kyiw und andere größere Stadtgebiete beschränkt.
Fax
Faxdienste stehen in den meisten Hotels und Büros zur Verfügung.
Internet/E-Mail
Hauptanbieter: UANet (Internet: www.ua.net ) und Ukraine Intercom (Internet: www.ukrcom.net.ua ). Internetcafés findet man in Kyiw, Odessa und Lwiw.
Telegramme
24-Stunden-Service in den Hauptpostämtern der Großstädte.
Post
Der Postverkehr ist unzuverlässig, Sendungen nach Westeuropa sind oft über zwei Wochen unterwegs. Öffnungszeiten der Postämter: In der Regel 08.00-17.00 Uhr. Das Hauptpostamt in Kyiw (Chrestschatyk 22) ist rund um die Uhr geöffnet.
Deutsche Welle
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0221) 389 32 08. Internet: www.dwelle.de ) anzufordern.
Reisepaß/Visum
Reisepaß/Visum
| Land | Visa | Reisepass |
| Deutschland | Ja | Ja |
| Österreich | Ja | Ja |
| Schweiz | Ja | Ja |
| Andere EU-Länder | Ja/Nein/[1] | Ja |
Anmerkung
Die Einreisebestimmungen können sich kurzfristig ändern, deshalb ist es ratsam, sich rechtzeitig direkt bei den konsularischen Vertretungen zu erkundigen.
Reisepass
Allgemein erforderlich, muß noch mindestens einen Monat nach der Ausreise gültig sein.
Visum
Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsbürger der folgenden Länder:
(a) [1] Polen (für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen) und Ungarn;
(b) Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Kasachstan, Kirgisistan, Moldawien, Mongolei, Rumänien, Russische Föderation, Serbien und Montenegro, Tadschikistan, Ukraine und Usbekistan.
Hinweis
Touristenvisa: Für touristische Aufenthalte von bis zu 14 Tagen (13 Übernachtungen) Dauer kann derzeit ein Visum bei der Einreise erworben werden, wenn diese über die Flughäfen in Odessa und Simferopol oder über den Seehafen in Odessa erfolgt. Für die Erteilung wird eine Gebühr von 25,- Euro erhoben, es werden zwei Passfotos benötigt. Touristen müssen bei der Einreise die Bestätigung eines offiziell anerkannten Reisebüros vorlegen, daß für die Dauer des Aufenthaltes Hotelunterkünfte gebucht und bezahlt sind. Es besteht die Möglichkeit, durch Vermittlung ansässiger Agenturen diese Buchungen unmittelbar bei Ankunft vorzunehmen.
Diese Regelung trifft zu für Staatsangehörige der folgenden Länder:
(a) Bundesrepublik Deutschland, Österreich, übrige EU-Länder und Schweiz;
(b) Japan, Kanada, Türkei und USA.
Visaarten
Touristen-, Geschäfts-, Privat-, Transit-, Studenten-, Dienstvisum sowie Visum für Begleiter humanitärer Hilfsorganisationen, für Vertreter religiöser Missionen, für Wissenschaft-, Kultur-, Sport- und Jugendaustausch, für einen ständigen Wohnsitz in der Ukraine oder für Erwerbstätigkeit.
Visagebühren
Deutschland
Touristenvisum: 45 € (einmalige Einreise); 70 € (zweimalige Einreise).
Privatvisum: 50 € (einmalige Einreise); 80 € (zweimalige Einreise); 190 € (mehrmalige Einreise). Geschäftsvisum: 50 € (einmalige Einreise); 80 € (zweimalige Einreise); 190 € (mehrmalige Einreise). Transitvisum: 35 € (zweimaliger Transit); 100 € (mehrmaliger Transit).
Gruppenvisum: jeweils die Hälfte der Gebühren eines Touristen- oder Geschäftsvisums. Expreßausstellung in Deutschland kostet jeweils die doppelte Gebühr (nur bei persönlicher Antragstellung und für einmalige Einreisevisa erhältlich).
Österreich
Touristenvisum: 28 € (einmalige Einreise); 39 € (zweimalige Einreise).
Privatvisum- und Geschäftsvisum: 45 € (einmalige Einreise); 73 € (zweimalige Einreise); 185 € (mehrmalige Einreise).
Transitvisum: 28 € (zweimaliger Transit); 84 € (mehrmaliger Transit).
Gruppenvisum: jeweils die Hälfte der Gebühren eines Touristen- oder Geschäftsvisums.
Schweiz
Touristenvisum: 65 CHF (nur mit Hotelreservierung aus der Ukraine);
Visum: 85 CHF (einmalige Einreise); 130 CHF (zweimalige Einreise); 300 CHF (mehrmalige Einreise, 6 Monate gültig, nicht bei Privatbesuch); 75 CHF (mehrmalige Einreise). Transitvisum: 65 CHF.
Gruppenvisum: 45 CHF pro Person.
Angaben zu Gebühren von hier nicht aufgeführten Visaarten erteilen die konsularischen Vertretungen.
Antragstellung
Zuständige konsularische Vertretung (s. Adressen).
Unterlagen
(a) Gültiger Reisepaß (Original) mit einer leeren Seite. (b) Antragsformular. (c) 1 Paßfoto. (d) Gebühr (EC-Karte oder Überweisung mit Zahlungsbeleg). (e) Krankenversicherungsschein. (f) Touristenvisum: Unterlagen, die den touristischen Charakter der Reise bestätigen und von einem Reisebüro, das über eine Referenznummer des ukrainischen Außenministeriums verfügt, bestätigt sind. (f) Gruppenvisum: ab 4 Personen, Gruppenliste in dreifacher Ausführung, Reisepaß und Antragsformular des Gruppenleiters, Paßkopien von allen Gruppenmitgliedern. (g) Transitvisum: Visum für das Zielland, Weiterreiseticket.
Bei der postalischen Antragstellung wird eine Extragebühr von 10 € berechnet. Außerdem müssen ein frankierter und adressierter Rückumschlag und der Zahlungsbeleg über die Visagebühren beigefügt werden. Barbezahlung der Visagebühren ist nicht möglich.
Bearbeitungszeit
Persönlich: bis zu 6 Werktagen. Postalisch: bis zu 20 Tage. Expreßausstellung (nur persönlich): meist am selben Tag, sonst max. 3 Tage.
Geld
Währung
1 Hrywnja = 100 Kopiyok (Singular: Kopiyaka). Währungskürzel: UAH (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 100, 50, 20, 10, 5, 2 und 1 UAH; Münzen in den Nennbeträgen 50, 25, 10, 5, 2 und 1 Kopiyok.
Geldwechsel
Geld sollte nur in offiziellen Wechselstuben oder Banken umgetauscht werden. Nicht alle Banken haben Wechselschalter. Tauschgeschäfte auf dem Schwarzen Markt sind riskant und nicht zu empfehlen. Die Mitnahme von US-Dollar in kleinen Beträgen ist empfehlenswert.
Kreditkarten
Werden nur in größeren Städten von einigen Hotels und Restaurants angenommen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. In größeren Städten kann auch an Bankautomaten Bargeld abgehoben werden.
Wechselkurse
| UAH | UAH | UAH | UAH | UAH | |
| Dez. '02 | Apr. '03 | Sept. '03 | Jan. '04 | Apr. '04 | |
| 1 € | 5,33 | 5,70 | 6,12 | 6,83 | 6,41 |
| 1 CHF | 3,62 | 3,81 | 3,96 | 4,37 | 4,21 |
| 1 US$ | 5,33 | 5,31 | 5,34 | 5,34 | 5,33 |
Devisenbestimmungen
Die Einfuhr von Landeswährung ist auf den bei der letzten Ausreise deklarierten Betrag beschränkt, die Ausfuhr der Landeswährung ist bis zu 85 UAH gestattet. Die Einfuhr von Fremdwährungen ist auf 10.000 US$ (bzw. Gegenwert) beschränkt, Deklarationspflicht. Für Beträge über 1000 US$ ist ein spezielles Formular auszufüllen. Die Ausfuhr von Fremdwährungen ist bis zu 1000 US$ (bzw. Gegenwert) gestattet.
Öffnungszeiten der Banken
Mo-Fr 09.30-17.30 Uhr.
Duty Free
Duty Free
Folgende Artikel können zollfrei in die Ukraine eingeführt werden:
200 g Zigaretten oder Tabakwaren;
1 l Spirituosen und 2 l Wein (nur Personen über 20 Jahre);
Waren bis zu einem Gesamtwert von 200 EUR (oder ein unteilbares Einzelteil bis zu 300 EUR).
Anmerkung
Schmuck und andere Wertgegenstände für den persönlichen Gebrauch müssen deklariert werden.
Gesetzliche Feiertage
Gesetzliche Feiertage
1. Jan. 2004 Neujahr. 7. Jan. Orthodoxes Weihnachten. 8. März Internationaler Frauentag. 9. April Orthodoxer Karfreitag. 1./2. Mai Tage der Arbeit. 9. Mai Tag des Sieges (2. Weltkrieg). 30. Mai Heilige Dreifaltigkeit. 28. Juni Tag der Verfassung. 24. Aug. Unabhängigkeitstag.
1. Jan. 2005 Neujahr. 7. Jan. Orthodoxes Weihnachten. 8. März Internationaler Frauentag. 1./2. Mai Tage der Arbeit. 9. Mai Tag des Sieges (2. Weltkrieg). 28. Juni Tag der Verfassung. 24. Aug. Unabhängigkeitstag.
Gesundheit
Gesundheit
| Krankheit | Vorsorge | Impfbescheinigung |
| Gelbfieber | Nein | Nein |
| Cholera | Nein | Nein |
| Typhus & Polio | Ja | - |
| Malaria | Nein | - |
| Essen & Trinken | 1 | - |
[1]
Wasser ist nicht immer keimfrei und sollte vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Milch ist pasteurisiert und kann, ebenso wie einheimische Milchprodukte, unbesorgt verzehrt werden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuß von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Da Waldpilze noch erhöhte radioaktive Belastung aufweisen können, sollte auf den Verzehr von Waldpilzen weitgehend verzichtet werden.
Tollwut kommt vor. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Hepatitis A kommt ebenfalls vor.
Epidemische Ausbrüche der Diphtherie wurden gemeldet.
Zecken sind während der wärmeren Jahreszeit (März/April bis Oktober/November) in Teilen der Ukraine aktiv. Bei beruflicher Tätigkeit oder Freizeitaktivitäten mit möglicher Zeckenexposition in endemischen Gebieten ist eine Schutzimpfung gegen FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis), deren Erreger bereits mit dem Stich auf den Wirt übertragen werden, dringend zu empfehlen. Genaue Informationen über Zecken, Risiken und vorbeugende Maßnahmen sind zum Beispiel auch im Internet zu finden (Internet: www.medizinfo.com/waldundwiese/zecken/start.htm ). Bei Zeckenbefall im Zweifelsfall den Arzt aufsuchen.
Anmerkung
Wer sich länger als drei Monate im Land aufhalten und arbeiten oder studieren will, muß bei der Einreise einen negativen HIV-Test nachweisen oder einen Test im Land durchführen lassen.
Gesundheitsvorsorge
Die medizinische Versorgung ist theoretisch kostenlos. Die Gesundheitsversorgung ist jedoch momentan nicht immer ausreichend gewährleistet. Bei leichten Erkrankungen sollte man sich an die Hotelleitung wenden. Bei schweren Krankheitsfällen ist es ratsam, das Land zu verlassen. Wer auf Medikamente angewiesen ist, sollte seine Reiseapotheke entsprechend bestücken, da viele Medikamente in der Ukraine nicht erhältlich sind. Man sollte sich vor der Abreise vergewissern, ob für die benötigten Arzneimittel eventuell Einfuhrbeschränkungen bestehen. Eine Reisekrankenversicherung mit Notrückführung wird dringend empfohlen.
Reiseverkehr - International
Flugzeug
Ukraine International Airlines (PS) (Internet: www.ukraine-international.com ) betreibt direkte Flugdienste nach Kyiw von Frankfurt/M. und Berlin-Tegel, außerdem Direktflüge von Wien und Zürich. Weitere Flugverbindungen von Lwiw nach Warschau, von Simferopol in die Türkei und von Iwano-Frankiwsk nach Großbritannien (nur im Sommer). Swiss (LX) bietet Linienflüge von Zürich nach Kyiw. Lufthansa (LH) fliegt Kyiw von Frankfurt/M. aus an. Austrian Airlines (OS) betreibt tägliche Flugdienste von Wien nach Kyiw und fliegt regelmäßig ab Wien nach Lwow.
Durchschnittliche Flugzeiten
Berlin – Kyiw: 2 Std. 25; Frankfurt – Kyiw: 2 Std. 30; Wien – Kyiw: 2 Std; Zürich – Kyiw: 3 Std; London – Kyiw: 3 Std. 30; Moskau – Kyiw: 1 Std. 15.
Internationaler Flughafen
Borispol International (KBP) liegt ca. 35 km von der Kyiwer Innenstadt entfernt. Der Flughafen wurde modernisiert und besitzt nun Einrichtungen wie 24-Std. Banken/Wechselstuben, Duty-Free, Restaurants, Post und Apotheke. Ein Bus fährt von 05.00-21.30 Uhr halbstündlich ins Stadtzentrum (Fahrkarten kosten etwa 1,60 Euro/ Fahrtzeit etwa 1 Std.). Ein Zug fährt ebenfalls in die Stadt Fahrzeit – 60 Min.). Taxis kosten um11-12 Euro.
Schiff
Neben dem Schwarzmeerhafen Odessa und dem Donauhafen Ismail sind Jalta und Jewpatorija auf der Krim die wichtigsten Hafenstädte. Verbindungen in die russischen Häfen Noworossijsk und Sotschi sowie nach Batumi und Suchumi in Georgien.
Kreuzfahrtschiffe der Seetours (Internet: www.seetours.de ) laufen Odessa und Jalta im Rahmen ihrer Schwarz- und Mittelmeerrundfahrten an. Die meisten Kreuzfahrten, die Jalta anlaufen, legen von türkischen, bulgarischen oder rumänischen Häfen ab. Jalta ist jedoch auch Abfahrtshafen verschiedener Kreuzfahrten.
Bahn
Die meisten Städte sind an das Schienennetz (über 22.000km) angebunden. Von Kyiw kann man in alle anderen Staaten der GUS fahren. Die Fahrzeit von Kyiw nach Moskau beträgt 16 Std., nach St. Petersburg etwa 36 Std. Direktverbindungen nach Bratislava (Slowakische Republik), Bukarest (Rumänien), Budapest (Ungarn), Prag (Tschechische Republik), Vilnius (Litauen), Riga (Lettland), Wroclaw und Warschau (Polen) und Berlin.
Bus/Pkw
Das Straßennetz umfaßt über 170.000 km, fast 30.000 km davon sind Autobahnen/Hauptstraßen. Die wichtigsten Grenzübergangsstellen sind Przemysl/Polen – Mostiska (bei der Anreise aus Norddeutschland über Polen), Vysné Nemecké/Slowakische Republik – Uschgorod (bei Anfahrt aus Süddeutschland und Österreich über die Slowakische Republik) und Zahony/Ungarn – Tschop (bei Anfahrt aus Süddeutschland und Österreich über Ungarn). Von Kyiw gelangt man über Charkiw auf die Halbinsel Krim. Bei Anreise aus Moskau besteht die Möglichkeit, über Charkiw und Simferopol nach Jalta zu gelangen. Informationen über erforderliche Unterlagen und Verkehrsbestimmungen s. Reiseverkehr - National.
Reiseverkehr - National
Flugzeug
Inlandflugverkehr zwischen Kyiw und allen größeren Städten. Aufgrund der Treibstoffknappheit werden die Flugpläne nicht immer eingehalten. Im Winter ruht der Flugverkehr häufig. Es ist relativ schwierig und langwierig, in der Ukraine Flugtickets zu kaufen, meist muß man sich mit dem örtlichen Intourist-Büro auseinandersetzen. Die besten Flugverbindungen bieten die Strecken von Kyiw nach Lwiw, Dnipropetrowsk, Donetsk und Odessa.
Schiff
Flußkreuzfahrten zwischen Kyiw, Sewastopol und Odessa sind sehr beliebt. Tickets sind bei verschiedenen Reiseveranstaltern erhältlich.
Bahn
Verbindungen von Kyiw in alle größeren Städte. Die Züge fahren langsam, sind aber im Winter zuverlässiger als Flugverbindungen. Es ist nicht einfach, Fahrkarten zu kaufen.
Bus/Pkw
Der Großteil des Straßennetzes sind asphaltiert. Die Straßen sind im allgemeinen in gutem Zustand. Die wichtigen Städte sind über gute Autostraßen mit Tank- und Übernachtungsmöglichkeiten zu erreichen. Inzwischen gibt es auch private Autoreparaturwerkstätten, Ersatzteile sind jedoch häufig noch Mangelware. Bleifreies Benzin gibt es an fast allen Tankstellen. Dennoch sollte man bei jeder Gelegenheit volltanken und einen Reservekanister mitführen. An Tankstellen muß in der Landeswährung bezahlt werden. Kreditkarten werden nur selten angenommen. Busse verkehren zwischen größeren Städten, jedoch wird von ihrer Benutzung abgeraten. Mietwagen stehen in größeren Städten zur Verfügung. Die angebotenen Fahrzeuge sind allerdings oft in sehr schlechtem Zustand. Verkehrsbestimmungen: Gurtanlegepflicht. Höchstgeschwindigkeiten: 60 km/h innerhalb geschlossener Ortschaften, 90 km/h auf Landstraßen und 110 km/h auf Autobahnen. Wer seinen Führerschein weniger als 2 Jahre hat, darf nicht schneller als 70 km/h fahren. Absolutes Alkoholverbot (0,0). Taxi: Auch für lange Strecken eine Alternative, die Fahrt von Kyiw nach Odessa kostet etwa 200 US-Dollar. Unterlagen: Internationaler Führerschein.
Stadtverkehr
Busse, Oberleitungsbusse und Straßenbahnen gibt es in den meisten Städten. Die Kyiwer U-Bahn ist sauber, preisgünstig und zuverlässig. Busse und Oberleitungsbusse sind jedoch meist überfüllt und verkehren in recht unregelmäßigen Abständen. Auf einigen Strecken fahren Minibusse, die je nach Wunsch beliebig oft halten. Zwischen 01.00 und 05.00/06.00 Uhr verkehren keine öffentlichen Verkehrsmittel. Taxi: Taxis haben schwarz-gelbe Leuchtanzeigen. Es gibt private und staatliche Taxiunternehmen, staatliche Taxis haben Taxameter, bei privaten Taxis sollte man den Fahrpreis vorher vereinbaren. Generell bezahlt man in Devisen.
Unterkunft
Hotels
Internationaler Standard ist selten. Die besten Hotels findet man in Kyiw, Odessa und Jalta; die Auswahl ist generell in den Urlaubszentren am größten. Die Bezahlung erfolgt meist in Devisen.
Privatzimmer
In den Feriengebieten und größeren Städten gibt es Vermittlungsbüros für Privatunterkünfte.
Camping
Es gibt kaum ausgewiesene Campingplätze. Außer in Landschaftsschutzgebieten und an Hauptverkehrsstraßen ist das Zelten jedoch grundsätzlich überall erlaubt.
Urlaubsorte & Ausflüge
Urlaubsorte & Ausflüge
-
Die ukrainische Hauptstadt Kyiw ist eine Stadt mit vielen Parkanlagen, die auf eine über 1500jährige Geschichte zurückblickt. Bei einem Stadtrundgang sollte man sich die St.-Sophien-Kathedrale (1037), die St.-Andrijiw-Kirche (18. Jh.) und das Höhlenkloster (11. Jh.) anschauen. Die St.-Sophien-Kathedrale gilt als eines der wichtigsten russischen Bauwerke überhaupt. Das Goldene Tor ist der letzte Überrest der Mauer, die im 10. Jahrhundert zur Verteidigung der Stadt gebaut wurde. Die Oper ist nicht nur für Musikfreunde interessant. Das Ukrainische Kunstmuseum dokumentiert die Entwicklung der Kunst vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart (Malerei, Graphik und Bildhauerei). Das Geschichtsmuseum zeigt eine Sammlung ausgeblasener Eier, die mit komplizierten Mustern bemalt sind. Auf dem Andrijiw-Hügel in der Altstadt bieten Künstler ihre Werke an. Das Parlamentsgebäude liegt neben einem großen Park, der Erholung vom Großstadtlärm bietet. In luftiger Höhe auf dem Wlodymyr-Hügel genießt man einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt am Dnipro. Im Sommer wird im Dnipro gebadet, im Winter kann man Schlittschuhlaufen oder sein Glück beim Angeln versuchen. Schiffahrten auf dem Dnipro sind sehr beliebt. Auf der Truchaniw-Insel gibt es einen schönen Park und einen Strand.
Lwiw ist eine beschauliche Stadt in den Karpaten, die reich an bedeutenden Baudenkmälern vieler Stilepochen ist. Die architektonische Vielfalt der Bauwerke ist auf die vielen Invasionen vergangener Jahrhunderte zurückzuführen. Besonders besuchenswert sind die Dominikanerkirche (18. Jh.) und die St.-Jur-Kathedrale. Sehenswert ist auch der Marktplatz (Staryj Rynok), dessen mittelalterlicher Charakter erhalten geblieben ist. Die Zweiflüssestadt liegt eingebettet in eine Hügellandschaft, die zahlreiche Ausflugs- und gute Wandermöglichkeiten bietet.
Schwarzmeerregion
-
Die Millionenstadt Odessa ist ein wichtiger Hafen, bedeutender Industriestandort und Sitz zahlreicher kultureller und wissenschaftlicher Einrichtungen. Auch als Kurort hat sich die Stadt seit langem einen Namen gemacht. Die berühmte Potjomkin-Freitreppe führt zur hübschen Seepromenade hinunter. Verschiedene Bootsfahrten in die nähere und weitere Umgebung werden von den Anlegestellen angeboten. Dem französischen Grafen Richelieu, dem Odessa viel verdankt, wurde in der Nähe der Freitreppe ein Standbild errichtet. Die Decke des Opernhauses schmücken Szenen aus verschiedenen Shakespeare-Stücken. Sehenswert sind außerdem die Philharmonie, der Woronzow-Palast und die Himmelfahrts-Kathedrale. Im Archäologischen Museum sind Fundstücke aus dem alten Ägypten und der Schwarzmeer-Region ausgestellt. Im Museum für Westliche und Orientalische Kunst hängen u. a. Werke von Rubens, Brueghel und Caravaggio. Der Botanische Garten, mehrere Parks und die Badestrände der Stadt bieten vielfältige Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten.
Die Halbinsel Krim ganz im Süden des Landes ist eines der beliebtesten Feriengebiete am Schwarzen Meer. Der »Kurlaub« hat hier dank des angenehmen Klimas und der zahlreichen Mineralquellen eine lange Tradition. Der Großraum Jalta umfaßt zahlreiche attraktive Kur- und Badeorte.
In Jalta, der »Perle der Krim«, steht das Tschechow-Museum, das im früheren Wohnhaus des Schriftstellers untergebracht ist. Im einzigen Theater der Stadt kommen seine Dramen häufig zur Aufführung. Jalta ist heute ein beliebter Urlaubsort. Die zauberhafte Lage am Meer und die exotische Vegetation machen den Reiz dieser grünen Hafenstadt aus. Vom Klima verwöhnt und vor kalten Winden geschützt, blühen hier selbst im Winter die Blumen. Interessante Sehenswürdigkeiten sind die an der Seepromenade gelegene Hauptstraße, das Historische Museum und der Aussichtspunkt auf dem Darsan-Hügel, den man mit einer Seilbahn erreichen kann. Der Jalta-Hotelkomplex mit reichhaltigem Sport- und Unterhaltungsangebot einschließlich eines Hotelstrandes bietet komfortable Unterkunft. An der Südküste der Krim eröffnen sich unzählige Ausflugsmöglichkeiten.
Außerdem sehenswert sind der für den letzten Zaren erbaute Weiße Palast in Liwadija. Weitere interessante Herrensitze und Schlösser findet man überall entlang der Küste. Der südlich von Jalta in Alupka gelegene Woronzow-Palast mit seinen Parkanlagen ist besuchenswert. Er wurde von einem englischen Architekten erbaut und ist die Hauptsehenswürdigkeit dieses hübschen Kurorts, in dem man nach Voranmeldung auch an Weinproben teilnehmen kann.
Sitz der Verwaltung der Krim, von Industrie, Universität und vielen kulturellen Einrichtungen ist die Großstadt Simferopol. Es gibt mehrere Museen, hervorzuheben ist die Gemäldesammlung im Museum der Schönen Künste. Die Überreste der antiken Stadt Neapolis bezeugen die lange Siedlungsgeschichte in diesem Raum. Ein Tagesausflug nach Bachtschisaraj bietet sich an. Die Stadt ist für einen Palastkomplex bekannt, der auch Moscheen und Gärten umfaßt.
Sozialprofil
Essen & Trinken
Die meisten Restaurants sind teuer, in Kyiw gibt es mittlerweile eine Auswahl an japanischen, thailändischen französischen, italienischen und indischen Restaurants. Zu den einheimischen Spezialitäten gehören Borschtsch (Suppe aus roter Beete), Wareniki (Pasteten mit Käse-, Fleisch- oder Obstfüllung), Galuschki (kleine Mehlklöße) und Holubtsi (Kohlrouladen). Fleisch- und Kartoffelgerichte sind außerordentlich beliebt. Zum Nachtisch ißt man gern Honigkuchen oder Mohnstrudel. Getränke: Weine von der Krim sind ausgezeichnet, besonders zu empfehlen sind Krasnij Kamen (Roter Stein), Abrau und Miskako (beide trocken). Sekt aus der Ostukraine (Marke Artyomow) ist sehr gut.
Nachtleben
Ausgezeichneten Opernaufführungen in prächtigem Rahmen kann man in den Theatern in Kyiw, Lwiw und Odessa beiwohnen. Varieté und Marionettentheater bieten weitere Abwechslung. Die Karten für kulturelle Veranstaltungen sind sehr günstig und auch noch an der Abendkasse zu haben, da die Preise für viele Ukrainer unerschwinglich sind.
Einkaufstips
Keramik- und Lederwaren, Holzschnitzereien, Schmuck und Gemälde. Kunst und Kunstgewerbeartikel kann man an Straßenständen direkt vom Künstler, in Galerien oder Andenkenläden kaufen. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 08.00-19.00 Uhr (Kaufhäuser), kleine Läden sind in der Regel Mo-Fr 09.00-18.00 Uhr geöffnet, einige Geschäfte auch bis 20.00 Uhr.
Sport
Die Karpaten bieten gute Wintersportmöglichkeiten (v. a. Skifahren). Beliebt sind die Wintersportorte Slawsko und Skole unweit der slowakischen Grenze und Worokta, das an der rumänischen Grenze liegt. Bergsteigen und Bergwandern sind in dieser Region ebenfalls möglich. Die Karpaten und das Karpatenvorland mit ihren vielen Kurorten und Wandergebieten sind ideal für Erholungssuchende und »Kurlauber«. Der im Nationalpark Karpaten gelegene Kurort Jeremtsch ist vielbesucht. Die Krim bietet ausgezeichnete Bademöglichkeiten von April bis Oktober. Beim Publikumssport steht Fußball an erster Stelle, obwohl auch Eiskunstlauf, Tennis und Leichtathletik für volle Arenen sorgen.
Veranstaltungskalender
7. Jan. 2004 Russisch-orthodoxe Weihnachten, landesweit. 1. April Feiern (bunte Veranstaltungen mit Straßentänzen und Trachtenumzügen), Odessa. 25. Mai - 29. Juli Sommermusikabende, Kyiw. Aug. Sarochin-Markt, Zentral-Ukraine. 24. Aug. Landesweite Feiern zum Unabhängigkeitstag. 2. - 5. Sept. Internationale Messe für Lebensmittelverarbeitungstechnologie und Verpackung, Kyiw. 6. Dez. St. Nikolaus-Tag.
Land & Leute
Ukrainer sind für ihre Gastfreundschaft und Herzlichkeit bekannt. Oft wird man bereits nach kurzer Bekanntschaft nach Hause eingeladen. Freizeitkleidung ist angemessen, nur für Theater- und Opernbesuche zieht man sich eleganter an. Trinkgeld: Die Bedienung ist in der Regel bereits in den Rechnungen enthalten. Ein kleines Trinkgeld verhilft dem Gast zu besserem Service. Fotografieren: Militärische Objekte, Seehäfen, Industriezonen und Eisenbahn- oder Verkehrsanlagen dürfen nicht fotografiert werden.
Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Die ukrainische Industrie ist gut ausgebaut, und das Land verfügt über reiche Mineralvorkommen. Die wichtigsten Bodenschätze sind Kohle, Eisenerz, Mangan und Uran. Die berühmten Schwarzerdeböden sind ideal für den landwirtschaftlichen Anbau; Getreide, Zuckerrüben (die Ukraine ist einer der größten Zuckerproduzenten Europas), Sonnenblumen, Gemüse und Tabak sind die Hauptagrarerzeugnisse. Viehzucht und Milchwirtschaft spielen ebenfalls eine Rolle. Die wichtigsten Wirtschaftszweige beinhalten - neben der Land- und Ernährungswirtschaft - den Kohlebergbau und die Hütten- und Stahlindustrie. Eine wichtige Rolle spielen zudem Flugzeugbau und Raketentechnik. Wichtigste Ausfuhrgüter sind Zucker, Mangan- und Eisenerze sowie Kohle. Die Volksrepublik China, Lettland, die Türkei und Litauen stellen die Hauptabsatzgebiete dar. Die Ukraine verfügt über eine gut ausgebaute, jedoch investitionsbedürftige Infrastruktur (Gas- und Stromnetze, Verkehrswege und Flughäfen). Die wirtschaftliche Situation des Landes scheint sich seit Beginn des Jahres 2001 entscheidend zu verbessern. Dies zeigt sich unter anderem in der Wiederaufnahme des Anpassungsprogramms für die Ukraine durch den Internationalen Währungsfonds (IWF), durch das dem Land großzügige Kredite garantiert werden. Die Entscheidung des IWF ebnet zudem den Weg für geplante Kredite weiterer Geldgeber (unter anderem der European Bank for Reconstruction and Development (EBRD) und der Weltbank) und für die von der Ukraine beantragten Umschuldungsverfahren im Pariser Club. An die Genehmigung des IWF sind jedoch harte Bedingungen geknüpft. Neben der Verabschiedung eines realistischen, stabilitätsorientierten Haushaltes mußte die ukrainische Regierung einer "Absichtserklärung" zustimmen. Diese "Absichtserklärung" beinhaltet unter anderem die Schaffung von Reformen im Bankensektor, Verringerung der Inflationsrate, Beschleunigung des Privatisierungsprozesses sowie Maßnahmen zur Korruptionseindämmung. 2000 stieg erstmals seit Beginn der Unabhängigkeit das Bruttosozialprodukt wieder an, und auch 2001 konnte ein Wachstum verzeichnet werden. Trotz der niedrigsten Getreideproduktion seit den 1940er Jahren konnte auch die Landwirtschaft im Jahre 2000 eine positive Entwicklung verzeichnen, die sich in abgebauten Lohnrückständen, verbessertem Management und Umwandlung bzw. Privatisierung aller ehemaligen Kolchosen in Genossenschaften widerspiegelt. Entscheidend ist nun, den bisherigen Reformkurs beizubehalten und die ineffizienten Großbetriebe aufzulösen, Kreditinstitutionen zu entwickeln und außerlandwirtschaftliche Arbeitsplätze auf dem Lande zu schaffen. Dank des Privatisierungsprozesses konnte der Ukraine erhebliches Kapital wiederzugeführt werden, darüber hinaus hat der Außenhandel erhebliche Zuwächse verzeichnet (insgesamt mehr als 30%, mit Deutschland sogar mehr als 40%). Zudem hat sich die öffentliche Finanzierung von Forschung und Entwicklung entscheidend verbessert. Die realen Ausgaben für den Wissenschaftsbereich sind um mehr als ein Drittel gestiegen. Mit Belarus wurde ein gemeinsamer Wirtschaftsraum geschaffen. Die Ukraine ist außerdem eines von 11 Unterzeichnerländern des Schwarzmeerabkommens. Mit Österreich wurde vor einiger Zeit ein Handelsabkommen geschlossen, und es gibt bereits über 50 ukrainisch-österreichische Joint-ventures.
Geschäftsverkehr
Anzug oder Kostüm sind angemessen. Visitenkarten sind üblich. Einige große Kyiwer Hotels vermitteln Dolmetscherdienste. Geschäftszeiten: Mo-Fr 09.00-13.00 und 14.30-17.00/18.00 Uhr. Lange Mittagspausen von mindestens eineinhalb Stunden sind die Regel.
Kontaktadressen
Bundesverband der Deutschen Industrie, Ost-Ausschuß der Deutschen Wirtschaft, Breite Straße 29, D-10178 Berlin. Tel: (030) 20 28 14 52, 20 28 15 51. Fax: (030) 20 28 24 52, 20 28 25 51. (E-Mail: ost-ausschuss@bdi-online.de ; Internet: www.ostausschuss.de )
Wirtschaftskammer Österreich, Außenwirtschaftsorganisation, Osteuropareferat, Wiedner Hauptstraße 63, A-1045 Wien. Tel: (01) 501 05 43 22. Fax: (01) 50 10 52 55. (E-Mail: awo.gus@wko.at ; Internet: www.wko.at )
Interessengemeinschaft für die GUS (IG-GUS), c/o SOFI, Stauffacherstraße 45, CH – 8026 Zürich. Tel: (01) 249 30 50. Fax: (01) 249 31 33. (E-Mail: info@ig-gus.ch ; Internet: www.ig-gus.ch )
Industrie- und Handelskammer der Republik Ukraine, Wul. V. Zhytomyrska 33, 01601 Kyiw. Tel: (044) 212 29 11. Fax: (044) 212 33 53. (E-Mail: ucci@ucci.org.ua ; Internet: www.ucci.org.ua )
Außenhandelsministerium, Lvovska pl. 8, 252053 Kyiw. Tel: (044) 226 27 33. Fax: (044) 212 44 09.
Klima
Klima
Überwiegend gemäßigtes Kontinentalklima. Warme Sommer, sonniger Herbst und kalte, schneereiche Winter. Mediterran an der Schwarzmeerküste.



