Reiseführer St. Lucia
Inhaltsverzeichnis
Kontaktadressen
Lage
Karibik, Windward-Inseln.
St. Lucia Tourist Board
421A Finchley Road, GB-London NW3 6HJ
Tel: (+44) (0870) 900 7697. Fax: (+44) (020) 74 31 79 20.
E-Mail: stlucia@axissm.com
Internet: www.stlucia.org
Mo-Fr 09.30-17.30 Uhr (auch für Bundesrepublik Deutschland, Österreich und die Schweiz zuständig).
St. Lucia Tourist Board
PO Box 221, Sureline Building, Vide Bouteille Highway, Castries, W.I.
Tel: 452 59 68, 452 40 94. Fax: 453 11 21.
E-Mail: slutour@candw.lc
Internet: www.stlucia.org
Honorarkonsulat von St. Lucia
(mit Visumerteilung)
Weidebornweg 21, D-61348 Bad Homburg
Postanschrift: Postfach 2304, D-61293 Bad Homburg
Tel: (06172) 30 23 24. Fax: (06172) 30 53 14.
Di und Do 09.00-12.00 Uhr, nach tel. Voranmeldung.
St. Lucia unterhält keine Vertretung in Österreich und der Schweiz, zuständig sind die britischen Vertretungen (s. Großbritannien).
Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
Care Service Building, Massade Industrial Estate, St. Lucia, W.I.
Postanschrift: PO Box 2025, Gros Islet, St. Lucia, W.I.
Tel: 450 80 50. Fax: 450 01 01.
E-Mail: karencave@candw.lc
Österreich und die Schweiz unterhalten keine diplomatischen Vertretungen auf St. Lucia
, zuständig sind die jeweiligen Botschaften in Caracas (s. Venezuela).
Landesvorwahl
1 758.
Allgemeines
Fläche
616,3 qkm.
Bevölkerungszahl
162.157 (2003).
Bevölkerungsdichte
263,1 pro qkm.
Hauptstadt
Castries. Einwohner: 60.300 (2003).
Geographie
St. Lucia ist die zweitgrößte der Windward-Inseln mit einer der schönsten Berglandschaften der Westindischen Inseln. Die 43 km lange und 23 km breite Insel bietet eine reichhaltige tropische Flora und Fauna. Der Mount Gimmie ist mit 960 m die höchste Erhebung der Insel, und an der Westküste ragen die vulkanischen Bergkegel Gros Piton und Petit Piton aus dem Meer. Hier befinden sich die Sulphur Springs, Vulkanöffnungen, die Schwefel- und andere Gase ausstoßen. Die Berge werden von Flüssen durchzogen, die in manchen Regionen fruchtbare Täler bilden. Die ausgezeichneten Strände der Insel werden vom klaren, warmen Wasser der Karibik umspült. Die Sonne scheint das ganze Jahr über.
Staatsform
Parlamentarische Monarchie (im Commonwealth) seit 1979. Verfassung von 1979. Zweikammerparlament. Staatsoberhaupt: Königin Elizabeth II., vertreten durch den einheimischen Generalgouverneur Perlette Louisy, seit 1997. Regierungschef: Kenny Anthony, seit 1997. Unabhängig seit 1979 (ehemalige britische Kolonie).
Sprache
Amtssprache ist Englisch. Patois (kreolisches Französisch) ist Umgangsprache.
Religion
Römisch-katholisch (90%) und verschiedene protestantische Glaubensrichtungen.
Ortszeit
MEZ - 5 (UTC - 4).
Netzspannung
220 V, 50 Hz.
Post- und Fernmeldewesen
Telefon
Selbstwählferndienst.
Landesvorwahl
1 758.
Mobiltelefon
TDMA Mobilfunknetz (System A) betrieben durch Caribbean Cellular (Internet: www.caribcell.com ).
Faxgeräte
Stehen in manchen Hotels und im Büro von Cable & Wireless zur Verfügung.
Internet/E-Mail
Hauptanbieter: Cable & Wireless (Internet: www.candw.lc ). Internetzugang für die Öffentlichkeit vom Internetkiosk in Pointe Seraphine oder in den drei Cable & Wireless-Internetcafés.
Telegramme
Kann man in den größeren Städten und Hotels aufgeben.
Post
Luftpost nach Europa benötigt bis zu einer Woche. Postlagernde Sendungen können nur bei Vorlage eines Ausweises abgeholt werden. Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Fr 08.30-16.30 Uhr, Sa 09.00-13.30 Uhr.
Deutsche Welle
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0221) 389 32 08. Internet: www.dwelle.de ) anzufordern.
Reisepaß/Visum
Reisepaß/Visum
| Land | Visa | Reisepass |
| Deutschland | Nein/1/2 | Ja |
| Österreich | Nein/1 | Ja |
| Schweiz | Nein/1 | Ja |
| Andere EU-Länder | Nein/1/2 | Ja |
Reisepass
Allgemein erforderlich, muß bei der Einreise noch mindestens 6 Monate Gültigkeit haben. Der deutsche Kinderausweis wird anerkannt. Ausgenommen sind Staatsbürger der folgenden Länder, die mit gültigen Identitätspapieren einreisen können:
(a) Antigua & Barbuda, Dominica, Grenada, Großbritannien, Kanada, St. Kitts-Nevis, St. Vincent und die Grenadinen und USA.
Visum
Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsbürger folgender Länder:
(a) Antigua & Barbuda, Dominica, Grenada, St. Kitts-Nevis, St. Vincent und die Grenadinen für eine Aufenthaltsdauer, die bei der Einreise bestimmt wird;
(a) Inhaber britischer Reisepässe, Hongkong, Kanada und USA für Aufenthalte von bis zu 6 Wochen;
(b) [1] alle anderen Nationalitäten für Aufenthalte von bis zu 28 Tagen (ausgenommen sind: Ägypten, Afghanistan, Armenien, Benin, Bolivien, China, Indonesien, Irak, Iran, Jemen, Jordanien, Kasachstan, Katar, Kiribati, Kolumbien, Komoren, Korea (Nord), Kuwait, Libanon, Liberia, Libyen, Marokko, Nigeria, Oman, Pakistan, Paraguay, Saudi-Arabien, Sri Lanka, Sudan, Syrien, Thailand, Türkei, Usbekistan, Vietnam und Inhaber palästinensischer Reisedokumente.
Transit
Transitreisende, die mit dem nächsten Anschluß weiterfliegen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Visum.
Anmerkung: [2]
Staatsangehörige mancher Länder (darunter Bundesrepublik Deutschland, Großbritannien, Kanada und USA) können für einen Aufenthalt von bis zu 42 Tagen ohne Visum einreisen. Weitere Informationen von den Konsulaten.
Visaarten
Touristen- und Geschäftsvisum.
Visagebühren
Abhängig von der Nationalität des Antragstellers.
Gültigkeitsdauer
6 Wochen; Verlängerung vor Ort möglich.
Antragstellung
Honorarkonsulat (s. Adressen).
Unterlagen
(a) Antragsformular. (b) Reisepaß. (c) Paßfoto. (c) Nachweis ausreichender Geldmittel. (d) Gebühr (bar oder Postanweisung).
Anmerkung
Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.
Bearbeitungszeit
Abhängig von der Nationalität des Antragstellers.
Aufenthaltsgenehmigung
Anfragen an das Konsulat; die Anträge werden vom Außenministerium in Castries bearbeitet.
Geld
Währung
1 Ostkaribischer Dollar = 100 Cents. Währungskürzel: EC$, XCD (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 100, 50, 20, 10 und 5 EC$ im Umlauf; Münzen in den Nennbeträgen 1 EC$ sowie 50, 25, 10, 5, 2 und 1 Cent. US-Dollar werden fast überall angenommen.
Geldwechsel
Den besten Wechselkurs erhält man mit US-Dollar.
Kreditkarten
American Express, Eurocard, MasterCard, Diners Club und Visa werden akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Reiseschecks
Reiseschecks in US-Dollar werden empfohlen.
Wechselkurse
| EC$ | EC$ | EC$ | EC$ | EC$ | |
| Dez. '02 | Apr. '03 | Sept. '03 | Jan. '04 | Apr. '04 | |
| 1 € | 2,69 | 2,89 | 3,06 | 3,46 | 3,29 |
| 1 CHF | 1,82 | 1,95 | 1,98 | 2,18 | 2,11 |
| 1 US$ | 2,70 | 2,70 | 2,67 | 2,70 | 2,67 |
Devisenbestimmungen
Keine Beschränkungen.
Öffnungszeiten der Banken
In der Regel Mo-Do 08.00-15.00 Uhr und Fr 08.00-17.00 Uhr. Einige haben auch Samstag vormittag von 08.00-12.00 Uhr geöffnet.
Duty Free
Duty Free
Folgende Artikel können zollfrei nach St. Lucia eingeführt werden:
200 Zigaretten oder 250 g Tabak;
1 l alkoholische Getränke.
Gesetzliche Feiertage
Gesetzliche Feiertage
1./2. Jan. 2004 Neujahr. 22. Febr. Unabhängigkeitstag (25. Jahrestag). 9. - 12. April Ostern. 1. Mai Tag der Arbeit. 31. Mai Pfingstmontag. 10. Juni Fronleichnam. 1. Aug. Befreiungstag. 4. Okt. Erntedankfest. 13. Dez. Fest des Lichtes und der Erneuerung. 25./26. Dez. Weihnachten.
1./2. Jan. 2005 Neujahr. 22. Febr. Unabhängigkeitstag. 25. März Karfreitag. 27. März Ostersonntag. 28. März Ostermontag. 1. Mai Tag der Arbeit. 16. Mai Pfingstmontag. 31. Mai Fronleichnam. 1. Aug. Befreiungstag. 3. Okt. Erntedankfest. 13. Dez. Fest des Lichtes und der Erneuerung. 25./26. Dez. Weihnachten.
Gesundheit
Gesundheit
| Krankheit | Vorsorge | Impfbescheinigung |
| Gelbfieber | Nein | 1 |
| Cholera | Nein | Nein |
| Typhus & Polio | Nein | - |
| Malaria | Nein | - |
| Essen & Trinken | 2 | - |
[1]
Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die aus Infektionsgebieten kommen und über ein Jahr alt sind.
[2]
Trinkwasser ist gechlort und kann u. U. leichte Magenverstimmungen hervorrufen. Während der ersten Urlaubstage sollte man abgefülltes Wasser trinken, welches überall erhältlich ist. Milch ist pasteurisiert und kann, ebenso wie einheimische Milchprodukte, Fleisch, Geflügel, Meeresfrüchte, Obst und Gemüse, unbesorgt verzehrt werden.
Tollwut kommt vor. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Bilharziose-Erreger können in manchen Teichen und Flüssen vorkommen, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.
Hepatitis A kann auftreten.
Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt vor.
Gesundheitsvorsorge
Die Behandlungskosten sind hoch, der Abschluß einer Reisekrankenversicherung wird empfohlen.
Reiseverkehr - International
Flugzeug
St. Lucia wird direkt von British Airways (BA) und BWIA West Indies Airways (BW) angeflogen. Thomas Cook Airlines (DE) bietet Nonstop-Flugdienste von Frankfurt/M. nach St. Lucia. Verbindungen von London mit BWIA. Von Zürich kann man mit BWIA über Antigua fliegen, mit Lufthansa (LH) nach Puerto Rico und von dort aus nach St. Lucia.
Airpässe
Der Caribbean BWIA Airpass eröffnet Reisenden fast die gesamte Karibik und ist gültig im innerkaribischen BWIA Streckennetz: Antigua und Barbuda, Barbados, Caracas, Grenada, Guyana, Jamaika, St. Lucia, St. Maarten, St. Vincent und Trinidad und Tobago. Er berechtigt zu unbegrenzten Flügen mit BWIA in einem Zeitraum von 30 Tagen, allerdings müssen die gewünschten Strecken schon beim Kauf festgelegt werden, die Daten können jedoch auch erst später bestimmt werden. Zulässig ist jeweils nur ein Stopover pro Insel.
Durchschnittliche Flugzeiten
Frankfurt – Hewanorra: 7 Std. 25; Barbados – Hewanorra: 30 Min.
Internationale Flughäfen
George FL Charles (SLU) und Hewanorra (UVF) liegen 3 km bzw. 56 km außerhalb von Castries. Taxis und Busse sind vorhanden. Flughafeneinrichtungen in George FL Charles: Mietwagenschalter, Bars und Restaurants; in Hewanorra: Duty-free-Shops, Mietwagenschalter (Avis, Budget, Hertz und National), Tourist-Information, Hotel-Reservierung sowie Bar/Restaurants.
Flughafengebühren
54 EC$, Transitpassagiere und Kinder unter 12 Jahren sind hiervon befreit.
Schiff
Der L’Express des Isles, ein Hochgeschwindigkeits-Katamaranboot bietet Verbindungen zwischen St. Lucia und Dominica, mit Zwischenstop in Martinique. Die Fahrzeit beträgt von St. Lucia nach Martinique 1 Std. 20 Min., von Martinique bis Dominica 1 Std. 30 Min. St. Lucia wird auch von einigen Kreuzfahrtlinien wie Cunard, Costa, P & O und Sun Line sowie von einheimischen Passagier- und Frachtlinien angelaufen. Die wichtigsten Häfen sind Castries, Vieux Fort und Soufrière. Pointe Seraphine, ein Freihafen mit Anlegern für zwei Kreuzfahrtschiffe bietet Duty-free-Shops, Restaurants und Bars und ist auch für nicht-Kreuzfahrtpassagiere zugänglich. Für Duty-free-Einkäufe braucht man jedoch einen gültigen Reisepaß und ein Flugticket.
Reiseverkehr - National
Flugzeug
Charterflugzeuge sind erhältlich. Charterflüge verbinden die Flughäfen George FL Charles (SLU) und Hewanorra (UVF). Die Regionalfluggesellschaft bietet Flüge zu den benachbarten Inseln.
Schiff
In Castries, Marigot Bay und Rodney Bay kann man Boote mieten.
Bus/Pkw
Das Straßennetz ist gut und verbindet alle größeren Orte. Die Hauptstraße der Insel führt von Vieux Fort im Süden der Insel nach Castries im Norden. Busse verbinden die ländlichen Gegenden mit der Hauptstadt. Die Verbindung von Castries nach Gros Islet im Norden der Insel ist gut; Busse fahren alle 30 Minuten. Taxis sind preiswert, auf Standardstrecken gelten Festpreise. Mietwagen kann man in Castries, Soufrière und Vieux Fort oder von Hotels mieten. Busse stehen für Gruppentouren zur Verfügung. Linksverkehr. Unterlagen: Unter Vorlage des landeseigenen Führerscheins wird eine befristete Fahrerlaubnis ausgestellt. Erhältlich auf den beiden Flughäfen und dem Polizeirevier in Castries.
Unterkunft
Hotels
St. Lucia bietet Hotels und Unterkünfte aller Klassen. Die Regierung will die Zimmerkapazität bis zum Jahr 2000 verdoppeln. Pauschalurlaube sind in zahlreichen Hotels möglich. In den meisten Hotels werden Abendunterhaltungen wie Calypso- und Limbotänze angeboten. 8% Steuer und 10-15% Bedienung werden auf die Rechnungen aufgeschlagen. Eine Preisliste für alle Unterkunftsarten ist vom Hotelverband erhältlich: St. Lucia Hotel and Tourism Association, PO Box 545, Castries. Tel: 452 59 78. Fax: 452 79 67. (E-Mail: slhta@candw.lc ; Internet: www.stluciatravel.com.lu ). Kategorien: Die meisten Hotels bieten unterschiedliche Übernachtungspreise an. American Plan (AP): Zimmer mit drei Mahlzeiten. Modified American Plan (MAP): Zimmer, Frühstück und Abendessen, in manchen Hotels auch Nachmittagstee. Continental Plan (CP): Zimmer mit Frühstück. European Plan (EP): nur Übernachtung. Die Hotels sind mit 3-5 Sternen ausgezeichnet.
Guest Houses
Es gibt mehrere Unterkünfte dieser Art sowie einige Ferienhäuser und -wohnungen.
Urlaubsorte & Ausflüge
Urlaubsorte & Ausflüge
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St. Lucia ist eine Insel vulkanischen Ursprungs mit üppigem Dschungel, Ackerland und relativ wenigen, aber wundervollen Stränden. Sie ist eine der vielseitigsten Inseln der Karibik. Besucher können am Strand spazierengehen, den Regenwald im Landesinneren erforschen, heiße Quellen am einzigen mit dem Auto befahrbaren Vulkan der Welt bewundern, zerklüftete Bergpfade auf einem Ausritt erkunden, Sport treiben oder sich einfach nur in der Sonne erholen.
Castries und der Norden
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Das von Hügeln umgebene Castries ist eine der schönstgelegenen karibischen Städte. Der geschäftige Hafen gehört zu den Hauptzielen der Kreuzfahrtschiffe, die am Pointe Seraphine vor Anker gehen. Die tropische Vegetation am großen Derek Walcott Square spendet Schatten, und in der katholischen Kathedrale aus dem 19. Jahrhundert werden noch Gospelsongs gesungen. Auf dem Markt kann man herrlich stöbern. Sehenswert ist auch das renovierte Government House.
Auf dem Morne Fortune liegt die Festung, von der aus Castries verteidigt wurde, und die einen herrlichen Ausblick auf Castries und die Umgebung bietet.
In Gros Islet an der Nordwestküste findet jeden Freitag eine Straßenparty statt. Im nahegelegenen Pigeon Point dokumentiert ein kleines Museum die Inselgeschichte. Von hier aus setzte der englische Admiral Rodney 1782 die Segel und zerstörte in einer entscheidenden Seeschlacht die französische Flotte. Dieses Inselende ist heute ein beliebtes Urlaubsgebiet und bietet einen fantastischen Ausblick, der bei klarem Wetter bis nach Martinique reicht.
Südlich von Castries an der Westküste liegt das malerische Fischerdorf Anse La Raye. Die Einheimischen bauen Boote aus Gummibäumen mit Segeln aus Hühnerfedern. Ebenfalls an der Westküste liegt Marigot Bay, ein Paradies für Segler. Oberhalb der Marigot Bay liegt Cul de Sac mit drei großen Bananenplantagen.
Soufrière und der Süden
-
Soufrière ist der zweitgrößte Ort der Insel. Der Tiefseehafen befindet sich an den Ausläufern zweier erloschener Vulkane, den Pitons. Sie sind St. Lucias berühmteste Sehenswürdigkeit und steigen auf 798 m an. Der Ort ist eine Ansammlung farbenfroher Häuser mit Arkaden am Dschungelrand, vor denen kleine Fischerboote am Strand liegen. Seine Küste soll ein neuentdecktes Surferparadies sein.
Die Straße von Soufrière nach Fond St. Jacques verläuft durch dichten Regenwald in östlicher Richtung und führt zu den spektakulären Diamond-Wasserfällen, zum Botanischen Garten, zu Schwefelquellen und zum »Drive-in-Vulkan«, der von innen besichtigt werden kann. Die hübschen Dörfer Choiseul und Laborie liegen inmitten üppiger Vegetation.
Dennery und Micoud im Osten der Insel sind ebenfalls sehenswert.
Bootsausflüge
Bootsausflüge mit Katamaranen, Jachten und Briggs bieten Besuchern eine angenehme Abwechslung. Man kann die Insel einmal von der Wasserseite her erkunden und zum Picknick irgendwo vor Anker gehen.
Sozialprofil
Essen & Trinken
Die Hotelrestaurants ergänzen das breite Angebot der größeren Städte. Die einheimische Küche setzt sich aus kreolischen, westindischen und französischen Einflüssen zusammen. Spezialitäten sind Langouste (einheimischer Hummer) in allen Variationen; Lambi (Schneckenmuscheln) und andere Meeresfrüchte sowie Pepper Pot, gebratene Kochbananen, Brotfrucht und andere Gemüse. Getränke: Es gibt zahlreiche importierte Spirituosen, aber einheimischer Rum als Punsch oder in Cocktails, karibisches Bier sowie Fruchtsäfte sind ebenfalls zu empfehlen.
Nachtleben
Das Nachtleben findet hauptsächlich in den Hotels statt. Im Sommer ist das Nachtleben eher ruhig, aber im Winter werden in den Urlaubsorten regelmäßig Musik und Tanz angeboten.
Einkaufstips
Schöne Souvenirs sind die einzigartigen Batiken, Sporthemden, Tischmatten, Cocktailservietten und Einkaufstaschen, die in einer Werkstatt zwischen Castries und La Toc hergestellt werden, Schüsseln, Strohhüte, Glasperlen, Jutehemden, Sisalteppiche, Taschen, Sandalen und Holzschnitzereien. Am Freihafen Pointe Seraphine gibt es zahlreiche Duty-free-Shops, Bars und Restaurants an einer Piazza. Besucher können hier unter Vorlage des Reisepasses und der Rückfahrkarte zollfrei einkaufen. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Fr 08.30-12.30 und 13.30-16.00 Uhr, Sa 08.00-12.00 Uhr. Einkaufszentren: Mo-Sa 09.00-21.00 Uhr.
Sport
Wassersport: St. Lucia ist einer der windigsten Orte der Welt; die Passatwinde wehen vom Meer zum Südufer. Am Strand von Anse de Sable kann man gut surfen. An der Westküste verleihen einige Hotels Tauch- und Wasserskiausrüstungen. Jet-Wasserskifahren ist auch möglich. Boote und Jachten aller Arten kann man mieten; einige Reisebüros bieten auch kombinierten Jacht- und Inselurlaub. Alle Strände an der Westküste bieten gute Bademöglichkeiten, während die Atlantikküste rauh und oft gefährlich ist. Wanderausflüge zum Mount du Cap und Pigeon Point können von den Hotels organisiert werden. Ausflüge in den Regenwald, zu den Plantagen und den Pitons werden ebenfalls vermittelt. Golfplätze gibt es in der Cap Estate und in La Toc. Die meisten Hotels haben eigene Tennisplätze. Angeln und Hochseefischen können auf Wunsch organisiert werden. Parasailing ist möglich. Reiten: In Gros Islet gibt es Reitställe, ebenso in Cas En Bas.
Veranstaltungskalender
Der Karneval und das Jazz Festival, bei dem international bekannte Künstler wie Wynton Marsalis oder Herbie Hancock auftreten, sind Höhepunkte des Veranstaltungskalenders.
15.-18. Jan. 2004 St. Lucia Regatta. 27. März Komödien-Festival. 22. April Erdtag. 1.-2. Mai West Indies gegen England. 7.-16. Mai St. Lucia Jazz Festival. 4.-8. Juni West Indies gegen Banglasdesh (Testspiel). 19.-20. Juni Karneval. 25.-27. Juni Fischer-Festival, Dennery. Juli-Aug. Kinder Sommer Safari. 27. Aug. Festumzug des Miss St. Lucia Hotel und Tourismus-Verbandes. 30. Aug. Feast of St Rose De Lima (Blumen-Festival und Straßenumzug). 6.-10. Okt. Internationales Hochseeangel-Turnier. 17. Okt. Feast of La Marguerite. 31. Okt. Jounen Kweyol Entenasyonnal (Internationaler Kreolentag). 3.-18. Dez. Atlantic Rally for Cruisers Celebrations (ARC).
Weitere Auskünfte erteilt das Fremdenverkehrsamt (s. Adressen).
Land & Leute
Die Inselbewohner sind gastfreundlich und freuen sich, wenn Besucher sich dem friedlichen, geruhsamen Lebensstil anpassen. Madras und Foulards werden zu manchen Festen getragen. Zwanglose Kleidung wird akzeptiert, manche Hotels erwarten zu den Mahlzeiten elegantere Garderobe. Badekleidung gehört an den Strand. Trinkgeld: 10-15% Bedienungsgeld, Taxifahrer erwarten ein Trinkgeld.
Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Die landwirtschaftlichen Haupterzeugnisse sind Bananen, Kokosnüsse und Kakao. Aufgrund des EU-Binnenmarktes wurden jedoch alle Zollvergünstigungen abgeschafft, was den Bananenhandel besonders hart traf. 1994 verwüstete der Wirbelsturm Debbie große Teile der Insel, 68% der Bananenernte wurden zerstört. Diese Naturkatastrophe nahm St. Lucia zum Anlaß, die Landwirtschaft der Insel zu modernisieren und diversifizieren und z. B. Mangos und Avocados für den europäischen Markt zu produzieren. Der Tourismus gewinnt zunehmend an Bedeutung, 1991 kamen rund 340.000 Urlauber auf die Insel. Die Industrieproduktion ist gering – Plastik, Textilien und Industriegase werden produziert und elektronische Bauteile zusammengesetzt. Durch das industrielle Entwicklungsprogramm wird die Abhängigkeit von der Landwirtschaft allmählich verringert. St. Lucia ist Mitglied der karibischen Handelsgemeinschaft CARICOM. Die wichtigsten Handelspartner sind die USA (Importe) und Großbritannien (Exporte).
Geschäftsverkehr
Lang- oder kurzärmeliges Hemd mit Krawatte oder Safarianzug bzw. leichtes Kostüm sind für Geschäftstreffen angemessen. Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.00-13.00 und Sa 08.30-12.30 Uhr.
Kontaktadresse
St. Lucia Chamber of Commerce, Industry and Agriculture (Industrie-, Landwirtschafts- und Handelskammer), Vide Bouteille, PO Box 482, Castries. Tel: 452 31 65. Fax: 453 69 07. (E-Mail: chamber@candw.lc ; Internet: www.sluchamberlcom.lc )
Konferenzen/Tagungen
Einige Hotels bieten Tagungsräume und Konferenzeinrichtungen für bis zu 200 Teilnehmer. Weitere Auskünfte vom St. Lucia Tourist Board (s. Adressen) sowie Solar Tours and Travel, 20 Bridge Street, PO Box 1519, Castries. Tel: 452 58 98. Fax: 452 54 28. (E-Mail: solartours@candw.lc ; Internet: www.solartours.com.lc ).
Klima
Klima
Heißes tropisches Klima, durch Passatwinde gemildert. Die Trockenzeit dauert von Januar bis April. Im Sommer und zum Jahresende ist die Niederschlagsrate höher. Durchschnittliche Jahrestemperatur: ca. 30°C.



