Reiseführer Nicaragua
Inhaltsverzeichnis
Kontaktadressen
Lage
Mittelamerika.
Offizieller Staatsname
Republik Nicaragua.
Landesvorwahl
505.
Nicaraguan Institute of Tourism (INTUR)
Hotel Intercontinental, 1 c Sur, 1 c Oeste, NI-Managua
Tel: 222 33 33. Fax: 222 66 10.
E-Mail: promocion@intur.gob.ni
Internet: www.intur.gob.ni
Central America Tourism Association (CATA)
C/Rafael Salgado 9, 4º Izda E-28036 Madrid
Tel: (+34) 914 57 49 26. Fax: (+34) 914 58 03 48.
E-Mail: centralamerica@retemail.es
Internet: www.visitcentroamerica.com
Botschaft der Republik Nicaragua
Joachim-Karnatz-Allee 45, 2. OG, D-10557 Berlin
Tel: (030) 206 43 80. Fax: (030) 22 48 78 91.
E-Mail: embanic-berlin@t-online.de
Mo-Fr 09.00-13.00 Uhr; (auch für die Schweiz zuständig).
Honorarkonsulate in Frankfurt/M., Hamburg und Potsdam.
Botschaft der Republik Nicaragua
Ebendorferstraße 10/3/12, A-1010 Wien
Tel: (01) 403 18 38/39. Fax: (01) 403 27 52.
E-Mail: embanic-viena@aon.at
Mo-Fr 09.30-15.30 Uhr.
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Bolonia, de la Rotonda El Güegüense 1 1/2 c. al lago, contiguo a la Optica Nicaragüense, NI-Managua
Postanschrift: Apartado Postal 29, NI-Managua
Tel: 266 39 17/18. Fax: 266 76 67.
E-Mail: alemania@ibw.com.ni
Internet: www.embajada-managua.org
Österreich und die Schweiz unterhalten keine diplomatischen Vertretungen in Nicaragua. Für Österreich ist die Botschaft in Guatemala City (s. Guatemala) zuständig, für die Schweiz die Botschaft in San José (s. Costa Rica).
Allgemeines
Fläche
120.254 qkm.
Bevölkerungszahl
5.128.517 (2003).
Bevölkerungsdichte
42,6 pro qkm.
Hauptstadt
Managua. Einwohner: 1.146.000 (2003).
Geographie
Nicaragua grenzt im Norden an Honduras und im Süden an Costa Rica; im Osten liegt die Karibik und im Westen der Pazifik. An der Nordgrenze erstrecken sich die Cordilleres Isabella, und der 148 km lange und bis zu 55 km breite Lago de Nicaragua liegt im Südwesten. Der Lago de Managua schließt sich im Norden an; mehrere Vulkane, darunter der berühmte Momotombo, erheben sich nordwestlich des Sees. Die größten Flüsse des Landes sind der San Juan, dessen Unterlauf teilweise die Grenze zu Costa Rica bildet, und der Río Coco, der im Norden den größten Teil der Grenze zu Honduras bildet. Die karibischen Islas del Maíz sind beliebte Urlaubsziele.
Staatsform
Präsidialrepublik seit 1987. Verfassung von 1987, letzte Änderungen 2000. Einkammerparlament mit 93 Mitgliedern. Staats- und Regierungschef: Enrique Bolanos Geyer, seit 2002. Unabhängig seit 1821 (ehemalige spanische Kolonie), endgültig seit 1838 (Austritt aus der Zentralamerikanischen Konföderation).
Sprache
Spanisch ist Amtssprache; Chibcha, Sumo und teilweise Englisch (an der Moskitoküste) werden auch gesprochen.
Religion
89% katholisch; 5% protestantisch; außerdem Anhänger von Naturreligionen.
Ortszeit
MEZ - 7 (UTC - 6).
Netzspannung
110 V, 60 Hz.
Post- und Fernmeldewesen
Telefon
Selbstwählferndienst.
Landesvorwahl
505.
Mobiltelefon
TDMA-Netz. Netzbetreiber ist NicaCell. GSM-Mobiltelefone sind nicht kompatibel.
Internet/E-Mail
Internetcafés sind in größeren Städten vorhanden. Internetanbieter ist IBW Internet Gateway (Internet: www.ibw.com.ni ).
Telegramme
Kann man in Managua aufgeben.
Post
Luftpost nach Europa ist vier Tage bis zwei Wochen unterwegs. Postlagernde Sendungen nach Managua sind möglich. Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Sa 09.00-17.30 Uhr.
Deutsche Welle
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0221) 389 32 08. Internet: www.dwelle.de ) anzufordern.
Reisepaß/Visum
Reisepaß/Visum
| Land | Visa | Reisepass |
| Deutschland | Nein/1 | Ja |
| Österreich | Nein/1 | Ja |
| Schweiz | Nein/1 | Ja |
| Andere EU-Länder | Nein/1 | Ja |
Reisepass
Allgemein erforderlich, muß noch mindestens 6 Monate ab der Einreise gültig sein. Der deutsche Kinderausweis wird anerkannt. Der Eintrag eines Kindes in den Paß eines mitreisenden Elternteils ist ebenfalls ausreichend.
Visum
Nur erforderlich für Staatsbürger folgender Länder, die ein Visum vor der Einreise beantragen müssen:
Ägypten, Afghanistan, Albanien, Angola, Armenien, Bosnien-Herzegowina, Ecuador, Ghana, Haiti, Indien, Irak, Iran, Jemen, Jordanien, Kamerun, Kenia, Kolumbien, Korea (Nord), Kuba, Libanon, Liberia, Libyen, Mali, Mosambik, Nepal, Nigeria, Pakistan, Peru, Serbien und Montenegro, Sierra Leone, Somalia, Sri Lanka, Sudan, Syrien, Ukraine und Inhaber von Reisepässen, die von den palästinensischen Behörden ausgestellt wurden.
Anmerkung
[1] Staatsangehörige aller anderen Länder müssen bei der Einreise eine Touristenkarte für ca. 5 US$ erwerben, die zu einem Aufenthalt von bis zu 3 Monaten berechtigt (Österreich: 1 Monat), vorausgesetzt, sie verfügen über gültige Dokumente für die Rück- oder Weiterreise; bei Geschäftsreisen ist außerdem die Vorlage eines Firmenschreibens oder Einladungsschreibens des nicaraguanischen Geschäftspartners erforderlich.
Visaarten
Touristen- und Geschäftsvisum.
Visagebühren
30 €.
Gültigkeitsdauer
Nach Ausstellung 30 Tage gültig für einen Aufenthalt von 30 Tagen. Verlängerung vor Ort möglich.
Antragstellung
Konsularabteilung der Botschaft (s. Adressen); Touristenkarten sind auch bei der Einreise am Flughafen erhältlich.
Unterlagen
(a) Gültiger Reisepaß. (b) Antragsformular (2 Antragsformulare in Österreich). (c) 1 Paßfoto (3 Paßfotos in Österreich). (d) Gebühr. (e) Ggf. Bestätigung über Hin- und Rückflugticket. (f) Staatsangehörige mancher Länder müssen ausreichende finanzielle Mittel für die Dauer des Aufenthalts vorweisen können. Näheres von den konsularischen Vertretungen (s. Adressen).
Bei postalischer Antragstellung sollte ein adressierter Freiumschlag beigelegt werden.
Anmerkung
Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.
Bearbeitungszeit
Bis zu 7 Tagen.
Aufenthaltsgenehmigung
Anfragen an die konsularischen Vertretungen.
Geld
Währung
1 Córdoba Oro = 100 Centavos. Währungskürzel: C$, NIC (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 100, 50, 20, 10, 5 und 1 C$ sowie 50, 25, 10 und 5 Centavos; Münzen sind im Wert von 50, 25, 10, 5 und 1 C$ im Umlauf.
Geldwechsel: Am Flughafen oder in Banken und Wechselstuben in Städten.
Kreditkarten
American Express, Eurocard, MasterCard, Diners Club und Visa werden teilweise akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Reiseschecks
Reiseschecks werden empfohlen und sollten in US-Dollar ausgestellt sein.
Wechselkurse
| C$ | C$ | C$ | C$ | C$ | |
| Dez. '02 | Apr. '03 | Sept. '03 | Jan. '04 | Apr. '04 | |
| 1 € | 14,55 | 15,79 | 17,46 | 19,78 | 19,02 |
| 1 CHF | 9,84 | 10,68 | 11,29 | 12,62 | 12,10 |
| 1 US$ | 14,55 | 14,77 | 15,22 | 15,45 | 15,65 |
Devisenbestimmungen
Keine Beschränkungen.
Öffnungszeiten der Banken
Mo-Fr 08.30-17.00 Uhr, Sa 09.00-12.00 Uhr.
Duty Free
Duty Free
Folgende Artikel können zollfrei nach Nicaragua eingeführt werden:
200 Zigaretten oder 500 g Tabak;
3 l alkoholische Getränke;
1 Flasche Parfüm oder Eau de Toilette.
Einfuhrverbot
Fleischkonserven, Frischfleisch, Milchprodukte. Für Schußwaffen ist eine Einfuhrgenehmigung erforderlich.
Ausfuhrverbot
Archäologische Ausgrabungsstücke, Gold und Goldmünzen sowie Antiquitäten.
Gesetzliche Feiertage
Gesetzliche Feiertage
1. Jan. 2004 Neujahr. 8. April Gründonnerstag. 9. April Karfreitag. 1. Mai Tag der Arbeit. 19. Juli Befreiungstag. 1. Aug. Fiesta-Tag. 14. Sept. Schlacht von San Jacinto. 15. Sept. Unabhängigkeitstag. 2. Nov. Allerheiligen. 8. Dez. Mariä Empfängnis. 25. Dez. Weihnachten.
1. Jan. 2005 Neujahr. 24. März Gründonnerstag. 25. März Karfreitag. 1. Mai Tag der Arbeit. 30. Mai Muttertag. 19. Juli Befreiungstag. 1. Aug. Santo Domingo-Tag. 14. Sept. Schlacht von San Jacinto. 15. Sept. Unabhängigkeitstag. 2. Nov. Allerseelen. 8. Dez. Mariä Empfängnis. 25. Dez. Weihnachten.
Anmerkung
Zusätzlich gibt es mehrere Feiertage, die nur regional begangen werden.
Gesundheit
Gesundheit
| Krankheit | Vorsorge | Impfbescheinigung |
| Gelbfieber | Nein | 1 |
| Cholera | 2 | 2 |
| Typhus & Polio | 3 | - |
| Malaria | 4 | - |
| Essen & Trinken | 5 | - |
[1]
Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die aus Infektionsgebieten kommen und über ein Jahr alt sind.
[2]
Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.
[3]
Typhus kommt vor, Poliomyelitis jedoch nicht.
[4]
Malariarisiko ganzjährig vor allem in ländlichen Gebieten, an der Ostküste, am Nicaragua-See und den nördlichen Küstenregionen des Pazifik. Geringes Risiko besteht in den Regionen Madriz, Carazo und Masaya. Vorherrschend ist die weniger gefährliche Form Plasmodium vivax, seltener die gefährlichere Form Plasmodium falciparum (10 %).
[5]
Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Milch ist nicht überall pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch am besten vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuß von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.
Hepatitis A und B kommen vor.
Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt vor.
Tollwut kommt vor. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Gesundheitsvorsorge
Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung wird empfohlen.
Reiseverkehr - International
Flugzeug
Nicaraguas nationale Fluggesellschaft heißt Nicaraguense de Aviacion NICA (6Y), einem Mitglied von Taca International Airlines (TA). Weitere Fluglinien, die Nicaragua anfliegen, sind American Airlines, Continental Airlines, Aero Caribbean, Air France, Lacsa und Iberia.
Airpässe
Der Latin Airflex-Pass ist für den Verkauf in Europa, Australien, Asien und Israel bestimmt. Er deckt ganz Lateinamerika ab und gilt auf Flügen von Lacsa (LR) (Costa Rica), TACA (TA) (El Salvador), NICA und Aviateca (GU) (Guatemala). Mindestaufenthalt sind 8 Tage, bis zu einem Maximum von 180 Tagen. Das Routing muß beim Kauf des Latin Airflex-Pass festgelegt werden, Rerouting ist nicht möglich. Vorausbuchung wird empfohlen. Nach Antritt der Reise ist keine Erstattung möglich. Änderungen der Fluglinie, der Flugnummer, des Reisedatums oder der Zeit können gegen eine Gebühr von 75 US$ vorgenommen werden. Weitere Informationen von Saspo Touristik, An der Trift 65, D-63303 Dreieich. Tel: (06103) 987 90. Fax: (06103) 98 79 99. (E-Mail: saspoair@s-n.de ; Internet: www.saspo.de ).
Der All America Airpass bietet ein flexibles Couponsystem für Reisen nach Latein- und Nordamerika. Er gilt auf über 2000 Strecken der ca. 30 teilnehmenden Fluggesellschaften, unabhängig von der Wahl des Transatlantik-Carriers. Es besteht keine Mindestabnahme von Flugcoupons; beliebige Kombinationen von Fluggesellschaften, Streckenführungen und Stops innerhalb der All America Airpass-Reisezone. Die maximale Aufenthaltsdauer beträgt 90 Tage ab der Nutzung des ersten Flugcoupons. Passagiere müssen alle gebuchten Flüge jeweils mindestens 72 Stunden vor dem nächsten Flug rückbestätigen. Änderung von Flugtag und Flugnummer ist möglich, Rerouting ist nicht gestattet. Der Paß darf nur an Personen mit ständigem Wohnsitz außerhalb der karibischen Staaten, USA, Kanada, Mexiko, Zentral- und Südamerika verkauft werden. Flughafensteuern sind im Ticketpreis nicht inbegriffen und müssen vor Ort entrichtet werden. Weitere Informationen erteilt Saspo Touristik (Adresse s. o.).
Durchschnittliche Flugzeit
Frankfurt – Managua: 12 Std. (einschließlich Zwischenlandung).
Internationaler Flughafen
Managua Internacional (MGA) (Augusto César Sandino) liegt 12 km nördlich der Stadt (Fahrzeit 15 Min.). Flughafeneinrichtungen: Duty-free-Shop (05.00-20.00 Uhr), Bank (08.30-16.00 Uhr), Autoverleih (Budget). Busse und Taxis stehen zur Verfügung.
Flughafengebühren
Abflugsteuer in Höhe von 25 US$ (nicht im Ticketpreis enthalten), Kinder unter 2 Jahren sind davon ausgenommen.
Schiff
Die Haupthäfen Corinto, Puerto Sandino, El Bluff und Puerto Cabezas werden von Reedereien Nicaraguas, Mittel- und Nordamerikas sowie Europas angelaufen.
Bus/Pkw
Die Panamerikana führt durch Estelí und Managua. Busse von Nicabus, Ticabus und Transnica fahren täglich von Managua zu den meisten mittelamerikanischen Hauptstädten, u. a. nach Tegucigalpa (Honduras), San Salvador (El Salvador) und San José (Costa Rica) (Fahrzeit: 9 Std.). Fahrkarten sind bis zu fünf Tage im voraus erhältlich. Alle erforderlichen Reisedokumente werden vor Ausstellung der Fahrkarte überprüft.
Reiseverkehr - National
Schiff
Eine Fähre verbindet zweimal wöchentlich Bluefields mit den Islas del Maíz. Die rund 300 Inseln im Lago de Nicaragua werden ebenfalls von Fähren angelaufen.
Bahn
Derzeit gibt keinen Passagierzugverkehr.
Bus/Pkw
Geteerte Straßen verbinden San Juan del Sur mit Corinto. Fahrten außerhalb der Stadtgebiete können, vor allem nach Einbruch der Dunkelheit, gefährlich sein. Bus: Die meisten Städte werden durch regionale Express-Buslinien verbunden. Taxis stehen am Flughafen oder in Managua zur Verfügung. Preise sollten vor Fahrtantritt vereinbart werden, in den Taxis hängt eine Preisliste aus. Mietwagen sind in Managua oder am Flughafen erhältlich und als Fortbewegungsmittel zu empfehlen, da öffentliche Verkehrsmittel eher langsam und überfüllt sind. Unterlagen: Der nationale Führerschein ist bis zu 30 Tage lang gültig.
Stadtverkehr
Busse und Minibusse in Managua sind preiswert, aber überfüllt.
Fahrzeiten
von Managua zu den folgenden größeren Städten (ungefähre Angaben in Std. und Min.):
| Bus/Pkw | |
| Granada | 1.00 |
| Masaya | 0.30 |
| Estelí | 2.15 |
| Chinandega | 1.30 |
| Matagalpa | 1.45 |
| Jinotega | 2.30 |
| Rivas | 1.30 |
Unterkunft
Mehrere neue Hotels wurden an der Schnellstraße gebaut, die an der Altstadt Managuas vorbeiführt, trotzdem sind Unterkünfte rar. Auf alle Hotelrechnungen werden 15% Steuern aufgeschlagen. Entlang der Panamerikana gibt es Motels, und die modernen Urlaubsorte an der Westküste bieten Hotels mit gutem Standard. Kategorien: Es gibt Hotels der oberen, mittleren und unteren Klasse, Preis und Standard sind entsprechend.
Urlaubsorte & Ausflüge
Städte
-
Der Stadtkern der Hauptstadt Managua wurde 1972 durch ein Erdbeben völlig zerstört, und weitere schwere Schäden wurden durch den Bürgerkrieg (1978-1979) verursacht. Die Regierung baute Teile der Altstadt wieder auf, Parks und Erholungsanlagen wurden angelegt. Der Nationalpalast und die Kathedrale überstanden Erdbeben und Bürgerkrieg unbeschadet.
Ausflüge
Lagunen wurden zu Wassersportzentren und Wohngebieten ausgebaut. Angelstellen und Picknickplätze sind hier überall zu finden, Laguna de Xiloá ist am beliebtesten. Am Lago de Managua kann man Boote mieten und den aktiven Vulkan Momotombo sowie die Uferdörfer besuchen. Um den Vulkan zu besteigen, braucht man eine Sondergenehmigung. An der nahegelegenen Tiscapa-Lagune entstand ein Freizeitzentrum. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Volcán Santiago im Volcán-Masaya-Nationalpark.
Die Universitätsstadt León bietet die größte mittelamerikanische Kathedrale mit interessanten Werken der spanischen kolonialen Malerei und mehrere Kirchen aus der Kolonialzeit. Auch hier richteten die schweren Bürgerkriegskämpfe zahlreiche Schäden an. Léon Viejo, das 1610 durch ein Erdbeben zerstört wurde, wird z. Zt. ausgegraben.
Granada, die drittgrößte Stadt des Landes, liegt am Fuß des Vulkans Mombacho. Interessant sind die kastilischen Häuser und Gebäude. Die Kathedrale wurde im neoklassischen Stil wiederaufgebaut. Beispiele sakraler Bauwerke sind auch die Kirchen von La Merced und Jalteva sowie die Festungskirche San Francisco.
Der Lago de Nicaragua, der zehntgrößte Süßwassersee der Welt, ist Lebensraum der einzigartigen Süßwasserhaie. Auf der Insel Omotepe gibt es präkolumbianische Steinfiguren.
Strände
-
Etwa eine Autostunde von Managua entfernt liegen die Strände der Pazifikküste. Am schnellsten erreichbar sind Pochomil und Masachapa. Die Ferienanlage Montelimar ist die größte in Mittelamerika. Der El-Velero-Strand ist ideal für Schwimmer und Wellenreiter. An der Karibikküste liegen mehrere kleine Häfen, u. a. auch Bluefields. Von hier aus kann man eine Bootsfahrt zu den schönen Islas del Maíz unternehmen. Hier kann man ebenfalls gut baden und wellenreiten.
Touristenzentren
Es entstehen mehrere Resorts, einige sind bereits fertiggestellt, darunter das Centro Turistico Pochomil am Pochomil-Strand. Weitere im Bau befindliche Urlaubszentren sind: La Boquita (Pazifikküste) und El Trapiche (am Panama-Fluß) sowie das Projekt an der Xiloa-Lagune.
Sozialprofil
Essen & Trinken
Gallapinto (gebratener Reis mit Pintobohnen) und Mondongo (Kuttelnsuppe) zählen zu den einheimischen Spezialitäten. Kochbananen werden häufig verwendet. Papas a la Crema (Kartoffeln in Sahnesoße) ist eine beliebte Beilage. Getränke: Preiswerte und gute Bars (Comedores) bieten die einheimischen Biersorten an. In einigen Luxushotels sind auch international bekannte Getränke erhältlich.
Nachtleben
In Managua gibt es mehrere Nachtklubs. In den Kinos werden französische, englische und spanische Filme gezeigt.
Einkaufstips
Goldarbeiten, Stickereien, Schuhe und Gemälde. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Fr 09.00-18.00 Uhr, Sa 09.00-13.00 Uhr.
Sport
Wassersport: An den Pazifik- und Karibikstränden kann man herrlich baden. Einige Strände erheben eine Benutzungsgebühr, Hotel-Swimmingpools können manchmal auch von Nichtgästen benutzt werden. Mehrere vulkanische Kraterlagunen eignen sich zum Schwimmen. Im Lago de Nicaragua ist vor Haien und Krokodilen Vorsicht geboten. Der El-Velero- und der Pochomil-Strand sowie einige Strände der Westküste sind ideal zum Wellenreiten. Die Küsten und Flüsse bieten gute Fischgründe. Baseball ist Nationalsport. Basketball ist ebenfalls beliebt.
Veranstaltungskalender
Febr. 2004 Musik & Jugend Festival, Managua. März Folklore, Gastronomie & Kunsthandwerk Festival, Granada. Mai "Palo de Mayo" Festival, Bluefields. Sept. Fischerei-Messe, San Carlos; Polkas, Mazarcas & Jamaquellos, Matagalpa. Okt. Musik-Festival in Jinotega. 3.-5. Nov. Reiter-Rally, Ometepe; Folklore-Festival, Masaya.
Genaue Informationen erteilt das Fremdenverkehrsamt (s. Adressen).
Land & Leute
Legere Kleidung wird akzeptiert. Fotografieren: Militäreinrichtungen und Soldaten sollten nicht fotografiert werden. Trinkgeld: In Hotels und Restaurants wird normalerweise 10% Bedienungsgeld berechnet. Gepäckträger erwarten ein kleines Trinkgeld, Taxifahrer jedoch nicht.
Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Nach der wirtschaftlichen Verschlechterung während der letzten zwei Jahrzehnte ist Nicaragua nach Haiti das ärmste Land sowohl Süd- als auch Nordamerikas. Landwirtschaft bleibt nach wie vor der größte Wirtschaftssektor, Baumwolle, Kaffee, Zucker, Bananen und Fleisch sind die Hauptexportgüter. Mais, Bohnen und Reis werden für den Eigenbedarf produziert, während sich die Herstellungsindustrie hauptsächlich auf die Produktion von Nahrungsmitteln, Getränken und Chemikalien sowie die Raffinierung von Öl konzentriert. Außerdem werden in kleinen Mengen Gold, Silber, Blei und Zink abgebaut. Einige Industriezweige wurden nach der Sandinista-Revolution von 1979 nationalisiert, doch der Großteil der Wirtschaft blieb in privater Hand. Seitdem wurden verstaatlichte Unternehmen wieder privatisiert, doch die Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in der Sandinista-Zeit war hauptsächlich das Ergebnis von Mißwirtschaft im eigenen Land, westlichen Wirtschaftssanktionen und Bürgerkrieg. Während der 90er Jahre wurde in Nicaragua ein vom IMF überwachtes Structural Adjustment Programm eingeführt. Die Ergebnisse waren sehr gemischt, doch zur gleichen Zeit entwickelte Nicaragua neue Exportmärkte in Skandinavien, Osteuropa, der ehemaligen UDSSR und Kanada, die auch zusätzliche wirtschaftliche Unterstützung leisteten. Ein Teil dieser Hilfe kam als Notfallunterstützung infolge von Naturkatastrophen (abwechselnd Überschwemmungen und Dürreperoden), die der landwirtschaftlich geprägten Wirtschaft großen Schaden zugefügt hatten. Zwar bleibt die hohe Auslandsverschuldung nach wie vor eine beträchtliche Last, doch Nicaragua konnte bereits von der Initiative für Schwerverschuldete Länder profitieren. Auch in nächster Zukunft wird das Land auf Auslandsunterstützung angewiesen sein. Diese Unterstützung wurde vor allem nach Beginn der durch Dürre, finanzielle Instabilität (die privaten Banken brachen beinahe zusammen) und extrem niedrige Preise verursachten Wirtschaftskrise 2001 immer wichtiger. Nicaraguas Haupthandelspartner sind die USA, Deutschland, Spanien, El Salvador und in geringerem Maße die mittel- und südamerikanischen Nachbarstaaten. Nicaragua ist Mitglied des Gemeinsamen Marktes für Mittelamerika und der Inter-American Development Bank.
Geschäftsverkehr
An besonders heißen Tagen tragen Geschäftsleute durchaus auch kurzärmelige Sporthemden, niemals jedoch Shorts. Spanischkenntnisse sind nützlich, vereinzelt wird auch englisch gesprochen. Die günstigste Zeit für Geschäftsreisen ist zwischen November und März. Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.00-17.00 Uhr.
Kontaktadressen
Lateinamerikanische Handelskammer in der Schweiz, c/o Zürcher Kantonalbank, IB/International Banking, Postfach 8010 Zürich, CH-8000 Zürich. Tel: (01) 272 08 52. Fax: (01) 275 87 98. (E-Mail: admin@latcam.ch ; Internet: www.latcam.ch )
Cámara de Comercio de Nicaragua, Rotonda Gueguense, 300 Mts al Sur, detras de American Airlines, NI-Managua. Tel: 268 35 05. Fax: 268 36 00. (E-Mail: comercio@ibw.com.ni )
Servicio Información Comercial, Centro de Exportaciones e Inversiones, Hotel Intercontinental, 1 Cuadra al abacho, 3.5 Cuadras al sur, NI-Managua. Tel: 268 38 60. Fax: 268 38 78. (E-Mail: cei@cei.org.ni )
Klima
Klima
Vorherrschend tropisches Klima. Die Trockenzeit dauert von Dezember bis Mai, die Regenzeit von Juni bis November. In der nördlichen Bergregion ist es wesentlich kühler.



