Reiseführer Jordanien
Inhaltsverzeichnis
Kontaktadressen
Lage
Vorderasien, Nahost.
Offizieller Staatsname
Haschemitisches Königreich Jordanien.
Landesvorwahl
962.
Informationsbüro Jordanien
c/o Adam & Partner GmbH
Weserstr.4, D-60329 Frankfurt/M
Postanschrift: Postfach 160 120, D-60064 Frankfurt/M
Tel: (069) 92 31 88 70. Fax: (069) 92 31 88 79.
E-Mail: jordan@adam-partner.de
Ministry of Tourism & Antiquities
3rd Circle Jabal Amman, JO-Amman 11118
Postanschrift: PO Box 224, JO-Amman 11118
Tel: (06) 460 33 60. Fax: (06) 464 84 65.
E-Mail: contacts@tourism.jo
Internet: www.mota.gov.jo oder www.tourism.jo
Jordan Tourism Board
PO Box 830688, JO-Amman 11183
Tel: (06) 567 82 94. Fax: (06) 567 82 95.
E-Mail: jtb@nets.com.jo
Internet: www.see-jordan.com
Botschaft des Königreichs Jordanien
Heerstraße 201, D-13595 Berlin
Tel: (030) 369 96 00. Fax: (030) 36 99 60 11. Konsularabt.: Tel: (030) 36 99 60 43.
E-Mail: jordan@jordanembassy.de
Internet: www.jordanembassy.de
Mo-Fr 09.00-15.00 Uhr. Konsularabt.: Mo-Fr 09.00-12.00 Uhr.
Honorarkonsulate in Düsseldorf, Hannover, München und Wiesbaden.
Botschaft des Königreichs Jordanien
Doblhoffgasse 3/2, A-1010 Wien
Tel: (01) 405 10 25/26. Fax: (01) 405 10 31.
E-Mail: info@jordanembassy.at
Internet: www.jordanembassy.at
Mo-Fr 09.00-13.00 Uhr (Publikumsverkehr); Mo-Fr 09.00-15.00 Uhr (tel. Auskünfte).
Botschaft des Königreichs Jordanien
Belpstraße 11, CH-3007 Bern
Tel: (031) 384 04 04. Fax: (031) 384 04 05.
E-Mail: jordanie@bluewin.ch
Internet: www.jordanie.ch
Mo-Fr 09.00-14.30 Uhr.
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
31 Bengasi Street, Jabal Amman
Postanschrift: PO Box 183, JO-Amman 11118
Tel: (06) 593 03 51/67, 593 13 79. Fax: (06) 593 28 87.
E-Mail: germaemb@go.com.jo
Internet: www.germanembassy-amman.org
Honorarkonsulat in Akaba.
Botschaft der Republik Österreich
36 Mithqal Al-Fayez-Street, JO-Jabal Amman
Postanschrift: PO Box 830795, JO-11183 Amman
Tel: (06) 460 11 01/02. Fax: (06) 461 27 25.
E-Mail: amman-ob@bmaa.gov.at
Botschaft der Schweizerischen Eidgenossenschaft
19 Ibrahim Ayoub Street, 4th Circle (near Salaheldin Mosque), JO-Jabal Amman
Postanschrift: PO Box 5341, JO-Amman 11183
Tel: (06) 593 14 16, 593 03 75. Fax: (06) 593 06 85.
E-Mail: vertretung@amm.rep.admin.ch
Allgemeines
Fläche
89.342 qkm.
Bevölkerungszahl
5.460.265 (2003).
Bevölkerungsdichte
61,1 pro qkm.
Hauptstadt
Amman. Einwohner: 1.293.200 (2003).
Geographie
Jordanien grenzt im Westen an Israel und die palästinensischen Autonomiegebiete im Westjordanland, im Norden an Syrien, im Nordosten an den Irak und im Süden und Westen an Saudi-Arabien. Im Nordwesten liegt das Tote Meer und im Südwesten das Rote Meer. Eine Hochebene erstreckt sich über 324 km von der syrischen Grenze bis zum Ras en Naqeb im Süden; die Hauptstadt Amman liegt 800 m ü. d. M., Teile des Hügellandes nordwestlich der Hauptstadt sind bewaldet. Das Tote Meer ist der tiefste Punkt der Erde (400 m u. d. M.). Der Jordan verbindet das Tote Meer mit dem See Genezareth in Israel. Etwa 80% des Landes, besonders der Osten, bestehen aus Wüste.
Staatsform
Parlamentarische Monarchie seit 1952. Verfassung von 1952, letzte Änderung 1992. Zweikammerparlament: Abgeordnetenhaus (80 Mitglieder) und Senat (40 Mitglieder). Staatsoberhaupt: König Abdullah Ibn al-Hussein, seit 1999. Regierungschef: Ali Abu al-Ragheb, seit 2000. Unabhängig seit 1946 (ehemaliges britisches Mandatsgebiet).
Sprache
Amtssprache Arabisch, außerdem Englisch und etwas Französisch, Deutsch und Italienisch.
Religion
93% sunnitische Muslime, christliche und schiitische Minderheiten.
Ortszeit
MEZ + 1 (UTC + 2); April bis September: MEZ + 2 (UTC + 3).
Netzspannung
220 V, 50 Hz. Unterschiedliche Steckdosen, Adapter empfohlen.
Post- und Fernmeldewesen
Telefon
Selbstwählferndienst in den Städten; von Jordanien aus kann man die meisten Länder direkt anwählen.
Landesvorwahl
962. Ortsnetzkennzahl für Amman »06«.
Mobiltelefon
GSM 900. Mobilfunkgesellschaften umfassen Jordan MTS (Internet: www.jmts-fastlink.com ) und MobileCom (Internet: www.mobilecom.jo ).
Faxeinrichtungen
Sind in den meisten guten Hotels vorhanden, die Hauptpost in Amman bietet auch einen Faxservice an.
Internet/E-Mail
Internetcafés findet man in Amman, Akaba, Irbid, Jerash und Jordan. Hauptanbieter: Destinations (Internet: www.jonet.com ).
Telegramme
Der Telegrammdienst ist verhältnismäßig gut, Telegramme können von größeren Hotels und Postämtern versandt werden.
Post
Pakete sollten für die Zollkontrolle offen bleiben. Luftpost nach Europa benötigt 3-5 Tage, gegen Aufpreis wird eine Zustellung innerhalb von 24 Std. in 22 Länder angeboten. Öffnungszeiten der Postämter: Sa-Do 08.00-18.00 Uhr, Fr geschlossen (mit Ausnahme des Postamtes im Geschäftsviertel von Amman, Prince Mohammed-Street).
Deutsche Welle
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0221) 389 32 08. Internet: www.dwelle.de ) anzufordern.
Reisepaß/Visum
Reisepaß/Visum
| Land | Visa | Reisepass |
| Deutschland | Ja/1 | Ja |
| Österreich | Ja | Ja |
| Schweiz | Ja | Ja |
| Andere EU-Länder | Ja/1 | Ja |
Einreisebeschränkungen
Die Regierung verweigert unter bestimmten Umständen (nähere Auskünfte erteilen die konsularischen Vertretungen) folgenden Personen die Einreise und den Transit: (a) Staatsangehörige aus dem Irak (gilt nur für Personen, die nach einem sechsmonatigen Aufenthalt innerhalb von 3 Monaten wieder einreisen möchte), Jemen, Kuwait (gilt nur für Inhaber von Pässen, die gemäß Artikel 17 ausgestellt wurden), Palästina. (b) Inhabern von Pässen ohne Fotos. (c) Inhabern von Pässen mit Fotos von verschleierten Frauen.
Anmerkung
Staatsbürger einiger Länder benötigen neben einem gültigen Visum auch eine Genehmigung des Innenministeriums. Es ist ratsam, sich bei den jeweiligen konsularischen Vertretungen zu informieren.
Reisepass
Allgemein erforderlich, muß noch mindestens 6 Monate nach der Einreise gültig sein. Der deutsche Kinderausweis wird anerkannt. Es wird empfohlen, ihn mit einem Lichtbild zu versehen.
Visum
Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsangehörige von Ägypten, Bahrain, Irak, Jemen, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien, Syrien und den Vereinigten Arabischen Emiraten für einen Aufenthalt von bis zu 1 Monat.
Transit
Transitreisende, die innerhalb von 6 Stunden weiterfliegen, über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.
Anmerkung
[1] Für Staatsbürger der Bundesrepublik Deutschland, Schweden und Dänemark werden Visa auch bei der Einreise am Flughafen in Jordanien ausgestellt (doppelte Gebühr), nicht jedoch an Staatsbürger, die eine Sondergenehmigung vom Innenministerium benötigen. Die Botschaften empfehlen jedoch, ein Visum vor Antritt der Reise zu beantragen.
Visaarten
Transit-, Touristen-, Mehrfach- und Geschäftsvisum.
Visagebühren
Deutschland
Visum: 16,50 € (einmalige Einreise, 3 Monate gültig); 31,50 € (mehrmalige Einreise, 6 Monate)
Österreich
Visum: 16,50 € (einmalige Einreise, 3 Monate gültig); 31,50 € (mehrmalige Einreise, 6 Monate)
Schweiz
Visum: 22 CHF (einmalige Einreise, 3 Monate gültig); 42 CHF (mehrmalige Einreise, 6 Monate).
Gültigkeitsdauer
In der Regel 3 Monate, Verlängerung vor Ort möglich.
Antragstellung
Konsulat bzw. Konsularabteilung der Botschaft (s. Adressen).
Unterlagen
(a) Antragsformular. (b) Mindestens noch 6 Monate gültiger Reisepaß. (c) Paßfoto. (d) Gebühr.
Der postalischen Antragstellung sollten ein frankierter und adressierter Rückumschlag und ein Zahlungsnachweis beigelegt werden. Die Botschaften akzeptieren keine Schecks.
Anmerkung
Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden. Alle Reisenden, die sich länger als 14 Tage in Jordanien aufhalten, müssen sich vor Ort einem HIV-Test unterziehen.
Bearbeitungszeit
Persönlich: 48 Std; postalisch: 10 Tage.
Aufenthaltsgenehmigung
Informationen von der Botschaft.
Anmerkung
Alle Reisenden müssen sich innerhalb von 14 Tagen nach Ankunft in Jordanien bei einer Polizeidienststelle melden.
Geld
Währung
1 Dinar = 1000 Fils. Währungskürzel: JD, JOD (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 20, 10, 5 und 1 JD, sowie 500 Fils. Münzen sind im Wert von 500, 250, 100, 50, 25, 20, 10, 5 und 1 Fils im Umlauf.
Kreditkarten
American Express, Visa, MasterCard und teilweise auch Eurocard und Diners Club werden akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Reiseschecks
Euro-Reiseschecks werden empfohlen.
Wechselkurse
| JD | JD | JD | JD | JD | |
| Dez. '02 | Apr. '03 | Sept. '03 | Jan. '04 | Apr. '04 | |
| 1 € | 0,71 | 0,76 | 0,83 | 0,91 | 0,88 |
| 1 CHF | 0,48 | 0,51 | 0,54 | 0,59 | 0,56 |
| 1 US$ | 0,71 | 0,71 | 0,71 | 0,71 | 0,71 |
Devisenbestimmungen
Die Einfuhr der Landeswährung ist unbegrenzt, vorausgesetzt, der Betrag wird bei der Ausreise nicht in eine Fremdwährung umgetauscht oder auf das Konto einer Person einbezahlt, die ihren ständigen Wohnsitz außerhalb Jordaniens hat. Die Ausfuhr der Landeswährung ist auf 300 JD beschränkt. Die Einfuhr von Fremdwährungen ist unbegrenzt, Deklarationspflicht. Ausfuhr von Fremdwährungen bis zum Wert des bei der Einreise deklarierten Betrages. Israelische Währung darf nicht nach Jordanien eingeführt werden, kann aber an der Grenze umgetauscht werden.
Öffnungszeiten der Banken
Sa-Do 08.30-12.30 und 15.30-17.30 Uhr. Ramadan: 08.30-10.00 Uhr, teilweise auch nachmittags geöffnet.
Duty Free
Duty Free
Folgende Artikel können zollfrei nach Jordanien eingeführt werden:
200 Zigaretten oder 25 Zigarren oder 200 g Tabak (eine Gebühr von 3.750 JD wird auf jeweils weitere 200 Zigaretten erhoben, bis zu einem Maximum von 2000 Zigaretten);
1 Liter Wein oder Spirituosen (eine Gebühr von 2.910 JD wird auf jeden weiteren Liter erhoben, bis zu einem Maximum von 4 Litern);
Parfüm für den persönlichen Gebrauch;
Geschenke bis zu einem Wert von 50 JD.
Gesetzliche Feiertage
Gesetzliche Feiertage
1. Jan. 2004 Neujahr. 2. Febr. Eid al-Adha (Opferfest). 22. Febr. Islamisches Neujahr. 9. April Karfreitag. 12. April Ostermontag. 1. Mai Tag der Arbeit. 2. Mai Eid al-Mawlid al-Nawabi (Geburtstag des Propheten). 25. Mai Unabhängigkeitstag. 9. Juni Tag der Thronbesteigung von König Abdullah. 10. Juni Tag der Streitkräfte. 12. Sept. Isra wa al-Mira (Himmelfahrt des Propheten). 14. Nov. König Hussein-Gedenktag. 14. - 16. Nov. Eid al-Fitr (Ende des Ramadan). 25. Dezember Weihnachten.
1. Jan. 2005 Neujahr. 21. Jan. Eid al-Adha (Opferfest). 10. Febr. Islamisches Neujahr. 25. März Karfreitag. 28. März Ostermontag. 21. April Eid al-Mawlid al-Nawabi (Geburtstag des Propheten). 1. Mai Tag der Arbeit. 25. Mai Unabhängigkeitstag. 9. Juni Tag der Thronbesteigung von König Abdullah. 10. Juni Tag der Streitkräfte. 12. Sept. Isra wa al-Miraj (Himmelfahrt des Propheten). Nov. Eid al-Fitr (Ende des Ramadan). 14. Nov. König Hussein-Gedenktag. 25. Dez. Weihnachten. 31. Dez. Neujahr.
Anmerkung
(a) Weihnachten und Ostern werden nur in christlichen Haushalten und Geschäftshäusern gefeiert. (b) Die oben angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr. Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, essen Muslime nicht während des Tages, sondern erst nach Sonnenuntergang, wodurch der normale Geschäftsablauf gestört werden kann. Viele Restaurants sind tagsüber geschlossen, und der Genuß von Alkohol und Zigaretten kann begrenzt werden. Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
Gesundheit
Gesundheit
| Krankheit | Vorsorge | Impfbescheinigung |
| Gelbfieber | Nein | 1 |
| Cholera | Nein | Nein |
| Typhus & Polio | Ja | - |
| Malaria | Nein | - |
| Essen & Trinken | 2 | - |
[1]
Eine Impfbescheinigung wird von allen Reisenden verlangt, die aus Infektionsgebieten kommen und über ein Jahr alt sind.
[2]
Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Unpasteurisierte Milch sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollte nicht konsumiert werden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuß von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.
Tollwut kommt vor. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Hepatitis A kommt ebenfalls vor, Hepatitis B ist endemisch.
Gesundheitsvorsorge
In den größeren Städten gibt es ausgezeichnete Krankenhäuser und in vielen Dörfern Krankenstationen. Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung wird empfohlen.
Reiseverkehr - International
Flugzeug
Jordaniens nationale Fluggesellschaft Royal Jordanian Airlines (RJ) (Internet: www.rja.com.jo ) fliegt Amman von München, Frankfurt/M., Genf und Wien an. Austrian Airlines (OS) fliegt fünfmal wöchentlich von Wien nach Amman.
Durchschnittliche Flugzeiten
Frankfurt – Amman: 4 Std. 30 (Direktflug); Wien – Amman: 3 Std.; Genf – Amman: 4 Std. 30.
Internationaler Flughafen
Queen Alia International (AMM) liegt 32 km südlich der Hauptstadt und wird durch eine Schnellstraße mit Amman verbunden (Fahrzeit 40 Min.). Busse fahren alle 30 Minuten zur Stadt (Fahrzeit 50 Min.), ein Taxistand ist ebenfalls vorhanden. Flughafeneinrichtungen umfassen Banken, Post, Tourist-Information, Duty-free-Shops (24-Std. geöffnet), Hotelreservierung, Kinderkrippe, Mietwagenschalter (Avis, Hertz und Dallah Al Brakeh), Bars und Restaurants.
Flughafengebühren
5 JD; 25 JD für Staatsangehörige Jordaniens auf internationalen Flügen. Transitpassagiere sind davon ausgenommen.
Schiff
Eine Passagierfähre fährt zweimal täglich von Akaba nach Nuweiba (Ägypten). Es gibt wöchentliche Passagierschiffverbindungen nach Suez und Jeddah. Swan Hellenic, Cunard und P&O laufen Akaba auf Kreuzfahrten an.
Bahn
Obwohl eine Bahnstrecke nach Syrien existiert, gibt es keine fahrplanmäßigen internationalen Verbindungen.
Bus/Pkw
An- und Einreise mit Bus und Pkw über Syrien und die Türkei durch Ramtha, 115 km nördlich von Amman (Fahrzeit von Damaskus: 4 Std; Grenzformalitäten können bis zu 3 Std. in Anspruch nehmen). Es gibt Sammeltaxis von Amman nach Damaskus; Mehrfachvisa sind teilweise erforderlich. Von Damaskus gibt es Busverbindungen nach Irbid und Amman und von Amman täglich nach Damaskus und Baghdad sowie zur Allenby-Brücke, die zum Westjordanland führt. Zum Überqueren der Brücke wird ein Visa benötigt, das im voraus beantragt werden muß. Auserdem kann man an folgenden Grenzübergängen (Jordan River Crossing und Arava Crossing Point) nach Israel einreisen (Einzelheiten s. Israel).
Straßengebühren: 4 JD.
Reiseverkehr - National
Flugzeug
Royal Jordanian Airlines (RJ) (Internet: www.royalwings.com.jo ) bietet Linienflüge nach Akaba an, außerdem kann man Jets und Hubschrauber mieten.
Bahn
Zur Zeit gibt es keinen zuverlässigen Passagierverkehr.
Bus/Pkw
Die Hauptverkehrsstraßen sind gut (4608 km gepflasterte Straßen), Wüstenstraßen sollte man meiden. Beim Befahren von Neben- und Wüstenstraßen gilt als Faustregel: nur absolut fahrtüchtige Fahrzeuge benutzen, ausreichend Wasser mitnehmen und allen Ratschlägen der Bevölkerung vor Ort folgen. Die Geschwindigkeitsgrenze liegt in Städten bei 60 km/h, auf Landstraßen bei 80 km/h und auf Autobahnen bei 120 km/h. Der Buslinienverkehr ist preiswert und funktioniert reibungslos. Die JETT-Busgesellschaft fährt von Amman diverse Orte an (Akaba und Petra täglich). Taxi: Sammeltaxis fahren auf festgelegten Strecken zu allen Städten, können aber auch privat gemietet werden. Sammeltaxis nach Petra sollten im voraus gebucht werden. Mietwagen werden von Avis sowie von vier einheimischen Firmen, Hotels und Reisebüros angeboten. Man kann auch tageweise Fahrer buchen.
Anmerkung
In der Nähe der israelischen Grenze (auf grenznahen Straßen oder beim Segeln und Schwimmen im Roten Meer ohne Führer/Reiseleitung) sollte man seine Reise- und Ausweispapiere immer griffbereit haben.
Unterlagen
Internationaler Führerschein wird empfohlen. Fahrzeuge mit jordanischem Nummernschild dürfen nur von Inhabern jordanischer Führerscheine gefahren werden.
Stadtverkehr
In Amman verkehren sowohl Linienbusse als auch Servis-Sammeltaxis, die festgelegte Strecken fahren. Die Servis-Taxis sind staatlich zugelassen und haben Standardtarife, aber keine festen Haltestellen. Sie nehmen ihre Passagiere häufig an Endhaltestellen in den Außenbezirken oder im Zentrum auf und fahren dann direkt bis zum Zielort.
Unterkunft
Landesweit, vor allem aber in Amman und Akaba, gibt es sehr gute Hotels, meist gehören sie zu den großen internationalen Hotelketten. Preise sind ganzjährig gleich. Frühzeitiges Buchen wird empfohlen. Es werden 20% Steuern und Bedienungsgeld aufgeschlagen. Kategorien: 1-5 Sterne. 4- und 5-Sterne-Hotels haben Diskotheken und Nachtklubs mit Live-Musik. Weitere Informationen sind erhältlich vom Ministry of Tourism oder dem Jordan Tourism Board (s. Adressen).
Urlaubsorte & Ausflüge
Amman
-
In Amman, seit 1921 Hauptstadt Jordaniens, lebt ein Drittel der Bevölkerung. Die Stadt liegt auf sieben Hügeln, die in der weitläufigen Stadt als natürliche Orientierungspunkte dienen. Amman bietet eine große Auswahl erstklassiger Hotels und Tourismuseinrichtungen, vor allem in den Jabal- (Hügel-) Gebieten. Der größte Souk (Markt) ist besonders farbenfroh. Überall in der Stadt stößt man auf Überreste der griechischen, römischen und osmanischen Besatzungszeiten. Am bedeutendsten ist das römische Amphitheater (2. Jh. n. Chr.) in der Stadtmitte, aber auch die Jebel-el-Qalat-Zitadelle, heute ein archäologisches Museum, die Nationalgalerie und das Volksmuseum für Trachten und Schmuck sind einen Besuch wert.
Nördlich von Amman
-
Jerash liegt weniger als eine Autostunde von Amman entfernt; die Strecke führt durch das reizvolle Hügelland von Gilead. Die prachtvolle Stadt Jerash ist, Dank des Wüstenklimas, eine der besterhaltenen römischen Städte. Sie ist zu Recht für den Triumphbogen Kaiser Hadrians, das Hippodrom, den großartigen römischen Marktplatz in elliptischer Form, die Theater, Bäder und Torbögen, die römische Brücke und den weitläufigen Säulengang, der zum Artemistempel führt berühmt. In Irbid, 77 km nördlich von Amman, findet man viele römische Grabmäler und Statuen. Enge Gassen voller Geschäfte und runder Hauseingänge prägen das Stadtbild. In Umm Qais ganz im Norden stehen die Ruinen der biblischen Stadt Gadara. Von hier genießt man einen atemberaubenden Blick über den See Genezareth. Obwohl die Stadt bei den Römern wegen ihrer heißen Quellen und vielen Theater beliebt war, war sie zur Zeit der arabischen Eroberung nur noch ein unbedeutendes Dorf. Die Ruinen sind jedoch beeindruckend: die Akropolis (218 v. Chr.), der römische Marktplatz, die Kolonnaden, deren Straßenzüge noch immer Spuren von Kampfwagen zeigen, das Nymphaeum und die Überreste der Basilika. Der Weg von Umm Qais nach Jerash, entlang der Nordwestgrenze, führt durch das üppige Jordan-Tal, vorbei an Al Hammeh unweit der israelisch besetzten Golan-Höhen. Die Stadt ist für ihre heißen Quellen und ihr Mineralwasser bekannt. Pella, wie Gadara einst Mitglied des römischen Decapolis, eines Wirtschaftsbündnisses von 10 Städten, war später jahrhundertelang unbewohnt. 1979 wurde mit Ausgrabungen begonnen, und einige römische Baudenkmäler sind bereits freigelegt worden. Auf der Spitze eines Hügels in der Nähe von Ajlun steht die Burg Qalaat al-Rabadh, die von den Arabern als Verteidigungsposten gegen die Kreuzritter erbaut wurde.
Östlich von Amman
-
In der Umgebung von Azraq und vor allem südlich der Stadt erstreckt sich eine riesige Wüste, die einen Großteil Jordaniens ausmacht. In dieser unfruchtbaren Landschaft liegen die Oasen Shaumari Park und Azraq Wetland Park, die heute mit Hilfe des World Wildlife Fund unterhalten werden. Wildtiere, die früher in Jordanien beheimatet waren, wie z. B. die Gazelle, wurden wieder eingeführt. In den Sumpfgebieten überwintern alljährlich zahlreiche Zugvögel. Im Wildreservat Shaumari haben die selten gewordenen Oryx-Antilopen ihren Lebensraum. Weitere 10 Reservate mit einer Gesamtfläche von über 4100 qkm sollen bald eröffnet werden. Initiator und Koordinator des Projekts ist die Königlich-Jordanische Gesellschaft für Naturschutz, die große Anstrengungen zum Schutz der einheimischen Tierwelt und zur Bekämpfung der Verschmutzung des verkehrsreichen Hafens von Akaba unternimmt.
Weitere Sehenswürdigkeiten im Wüstengebiet östlich von Amman sind die Wüstenschlößer, die im 7. Jahrhundert von den Omaijaden erbaut wurden, vor allem Qasr al-Amra und Qasr al-Kharanah. Die gut erhaltenen Gebäude wurden zum Schutz der Karawanen gebaut und dienten auch als Unterkunft für Jäger. Die Fresken und wunderschönen Räume sind gut erhalten.
Westlich von Amman
-
Salt, das biblische Gilead, ist heute eine Kleinstadt inmitten fruchtbarer Landschaft, die viel von ihrem ursprünglichen Charakter als führende Stadt Transjordaniens behalten hat. 24 km westlich von Amman liegt Iraq al-Amir, der einzige noch erhaltene hellenistische Palast im Nahen Osten.
Südlich von Amman
-
Das Tote Meer liegt 400 m u. d. M. und ist damit der tiefste Punkt der Erde. Die biblischen Städte Sodom und Gomorrah sollen unter dem Wasser liegen. Da das Meer keinen Abfluß hat, ist das Wasser so stark salzhaltig, daß keine Lebewesen existieren und selbst Nichtschwimmer nicht untergehen können. Das Tote Meer liegt am südlichen Ende des Jordan und bildet eine natürliche Grenze zwischen Jordanien und den palästinensischen Autonomiegebieten im Westjordanland.
Es gibt drei Verbindungsstrecken zwischen Amman und Akaba. Die schönste ist die Königsstraße. Madaba und der nahegelegene Berg Nebo, wo Moses begraben sein soll, waren beide blühende byzantinische Städte. Hauptattraktionen sind die alten Kirchen und guterhaltenen Mosaike; das größte stellt eine alte Landkarte des Palästina des 6. Jahrhunderts dar. Es gibt auch ein Museum und einen Familienbetrieb, der auf antiken Webstühlen Teppiche herstellt. Abseits der Königsstraße liegt Mukawir, ein kleines Dorf in der Nähe der Ruinen der Burg Machaerus von Herodes Antipas, auch Qasr al-Meshneque genannt, wo Salome tanzte und Johannes der Täufer geköpft wurde. Von hier hat man einen wunderbaren Blick auf das Tote Meer, manchmal sogar auf Jerusalem und den Ölberg. Das nahegelegene Zarqa Main hat heiße Mineralquellen. Weiter südlich an der Königsstraße liegt das ganz von einer Stadtmauer umgebene Kerak, eine wunderschöne mittelalterliche Stadt mit einer zum Teil restaurierten Kreuzritterburg, die damals 800 Menschen in sich bergen konnte. Weitere historisch und landschaftlich interessante Orte auf der Strecke nach Petra sind Mutah, Mazar, Tafila, Edomite Qasr Buseirah und die beeindruckende Kreuzritterfestung Shaubek.
Petra kann als eines der Wunder des Nahen Ostens bezeichnet werden. Der weitläufige natürliche Talkessel versteckt sich in den Felsen, aus denen die Stadt mit ihren leicht rosagetönten Fassaden herausgeschlagen wurde. Sie war jahrhundertelang in Vergessenheit geraten und wurde erst 1812 wiederentdeckt. Hoch über einem Abgrund liegen die Tempel und Höhlen Petras, die bis vor kurzem noch von Beduinen bewohnt wurden. Der Großteil dieser einzigartigen Stadt waren im 6. Jahrhundert v. Chr. von den Nabatäern, einem arabischen Wüstenvolk, als Stützpunkt auf den Karawanenstraßen erbaut. Petra kann man nur per Pferd/Esel und zu Fuß erreicht werden. Ein Führer begleitet Besucher bis zum Eingang der Schlucht; von dort aus geht es dann zu Fuß weiter. Diese über 2 km lange und nur 2-3 m breite Schlucht schlengelt sich durch das etwa 200 m hohe Felsmassiv bis zur Stadt. Am Ende des Tunnels eröffnet sich Petra mit der beeindruckenen Fassade des 40 m hohen Schatzhauses (Khazneh). Diese Stadt aus Felsenstraßen, Felsentreppen und aus dem Fels gehauenen Gräbern, Häusern und Tempeln bietet als besondere Sehenswürdigkeiten die Burg Qasr al-Bint, die Al-Habis-Höhlen sowie einige interessante Museen. Etwas außerhalb, im weniger kommerziellen Teil Petras, Al-Bari, liegen einige Grabstätten zwischen den Felsen. In der Nähe des Siq befindet sich ein Rasthaus, für das man in der Saison rechtzeitig buchen sollte. Eine Alternative ist das 5-Sterne-Hotel in Petra (Petra Forum Hotel); im Bau ist zur Zeit auch ein neuer Hotelkomplex im Bereich des Parkplatzes, der sich kurz vor dem Schluchtanfang befindet. Letzte Station auf dem Weg nach Akaba ist Wadi Rum, ca. 5 Autostunden südlich von Amman, das im wesentlichen aus einem Fort im Beau-Geste-Stil und einigen Beduinenzelten besteht. Das Fort wurde zum Schutz des Tals in einer großen Wüstenebene erbaut und wird von der farbenfroh gekleideten Wüstenpolizei (Camel Corps) unterhalten. Wadi Rum wird auch mit dem berühmten englischen Orientalisten T. E. Lawrence, »Lawrence von Arabien«, in Verbindung gebracht. Viele Beduinen eines Stammes, der von Mohammed abstammen soll, leben noch heute in Zelten im Tal. Einige Reisebüros organisieren Ausflüge in die Wüste mit Übernachtung bei einem Beduinenstamm oder in Zelten im Tal, die Rundreisen umfassen rund 100 km.
Akaba liegt am nordöstlichen Ende des Golfs von Akaba und ist Jordaniens einziger Seehafen. In den letzten Jahren hat sich Akaba als Hafen wie auch als Touristenzentrum erheblich vergrößert, was teilweise auf den herrlichen Strand, die hervorragenden Wassersportmöglichkeiten und das Angebot an 5-Sterne-Hotels, aber auch auf die niedrige Luftfeuchtigkeit und das angenehme Klima zurückzuführen ist. Die Hotels stellen umfassende Freizeiteinrichtungen bereit, einschließlich Ausrüstungsverleih für Windsurfer, Taucher, Segler und Angler; viele haben auch einen Swimmingpool. Einige Hotels stellen Konferenzräume zur Verfügung und veranstalten Ausflüge nach Amman, Petra und Wadi Rum. Akaba hat das ganze Jahr Saison und bietet Tauchgründe von Weltformat mit Korallenriffen dicht am Strand bei einer Wassertemperatur von 20°C.
Sozialprofil
Essen & Trinken
In Jordanien gibt es viele gute Restaurants. Die Regierungskontrolle der 4- und 5-Sterne-Restaurants ist inzwischen abgeschafft worden. Die meisten Restaurants bieten arabische und europäische Gerichte an. Zu den Spezialitäten gehören Meze (kleine Vorspeisen wie Hummus, Ful, Kibbeh und Tabouleh), eine Auswahl unterschiedlicher Kebabs; Mahshi waraq inab (gefüllte Weinblätter mit Reis, Hackfleisch und Gewürzen), Musakhan (Brathähnchen in Olivenöl und Zwiebelsoße gebacken auf arabischem Brot) und Mensaf (gehacktes Lammfleisch in Joghurtsoße auf Reis), ein Gericht, das normalerweise mit der Hand gegessen wird. In der Regel gibt es als Vorspeise zahlreiche, meist vegetarische, Gerichte in kleinen Portionen, zum Nachtisch meist Wassermelone. Getränke: Das Trinken von arabischem Kaffee (Mokka) ist ein nationales Ritual. Einheimische Bier- und Weinsorten sind ebenso erhältlich wie importierte Spirituosen. Während des Fastenmonats Ramadan ist das Trinken und Rauchen tagsüber verboten.
Nachtleben
In einigen größeren Städten gibt es Kinos, in Amman außerdem Nachtklubs und Theater. Viele 4- und 5-Sterne Hotels haben eigene Nachtclubs und Diskotheken.
Einkaufstips
Jede Stadt hat einen Souk (Markt), das Angebot an guten Kunstgewerbeläden und Schmuckgeschäften ist groß. In Amman gibt es einen hervorragenden Gold- und Schmuckmarkt. Beliebte Mitbringsel sind Hebron-Glas, Perlmuttkästchen, Wasserpfeifen, Tonwaren, Backgammonspiele, bestickte Tischdecken, Rosenkränze mit Juwelen, Weihnachtskrippen aus Olivenholz, Gebetskissen aus Leder, Messing- und Kupferartikel sowie handbestickte Kaftane. Öffnungszeiten der Geschäfte: Sa-Do 09.00-13.00 und 15.00-20.30 Uhr.
Sport
Akaba bietet durch seine Lage am Roten Meer Möglichkeiten zum Schwimmen, Bootfahren, Tauchen und Wasserskifahren. Es gibt ein Tauchzentrum, das aber nur erfahrenen Tauchern mit Lizenz offensteht. Harpunen und Speere dürfen nicht benutzt werden, und das Abbrechen von Korallen und Muschelsammeln ist verboten. Die Hussein-Jugendstadt und mehrere Hotels in Amman haben Swimmingpools und Tennisplätze. Auch der YMCA verfügt über Tennisplätze. In Akaba kann Fußball und Squash gespielt werden. Ein weiteres beliebtes Urlaubsgebiet ist das Tote Meer.
Veranstaltungskalender
März - April 2004 Amman International Festival for Independent Theatre, Amman. J
uli - Aug. Jerash-Festival für Kultur und Kunst (zwei Wochen lang Aufführungen von jordanischen, arabischen und internationalen Folkloregruppen und Künstlern). Okt. Amman Dead Sea Ultra Marathon (Marathon-Lauf), Amman.
Ein vollständiger Veranstaltungskalender ist vom Jordan Tourism Board (s. Adressen) erhältlich.
Land & Leute
Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Für Jordanier sind arabische Kultur und Gastfreundschaft von großer Bedeutung. Besucher werden herzlich aufgenommen, Jordanier sind gern Gastgeber und Berater und geben bereitwillig Auskunft über Kultur und Traditionen. Der Islam spielt im gesellschaftlichen Leben eine wichtige Rolle. Arabischer Kaffee wird bei gesellschaftlichen Ereignissen oft und reichlich angeboten. Falls man die Tasse beim Zurückgeben nicht leicht dreht, wird sie automatisch nachgefüllt. Kleine Gastgeschenke werden gern angenommen. Frauen sollten sich zurückhaltend kleiden. Badekleidung gehört an den Strand oder Swimmingpool. Jordanische Frauen gehen vollständig bekleidet zum Schwimmen. Fotografieren: Man sollte um Erlaubnis bitten, bevor man jemanden fotografiert. In manchen Orten ist Fotografieren generell nicht gestattet. Trinkgeld: Auf Rechnungen werden normalerweise 10-12% Bedienungsgeld aufgeschlagen. Ein extra Trinkgeld liegt im Ermessen des Gastes.
Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Die Landwirtschaft hat sich nie ganz von dem Verlust des Westjordanlands nach dem Sechstagekrieg (1967) erholt, der die Einbuße von 80% des Obstanbaugebietes und beträchtlicher Exporteinnahmen bedeutete. In dem verbleibenden Gebiet – Ostjordanland – gibt es nur wenig Agrarland; angebaut werden hauptsächlich Tomaten, Zitrusfrüchte, Oliven, Feigen, Gurken, Wassermelonen, Auberginen, Gerste und Weizen. Leichtindustrie und Tourismus gewinnen zunehmend an Bedeutung. Der Dienstleistungssektor steuert den Großteil, nämlich zwei Drittel, zum Bruttoinlandsprodukt bei: neben dem Tourismus spielen Groß- und Einzelhandel, Finanzdienstleistungen sowie Transporte eine wichtige Rolle. Die am längsten existierenden Industriezweige sind die Phosphatgewinnung und die Herstellung von Pottasche im Gebiet des Toten Meeres. Daneben werden u. a. Farben, Plastik und Zement produziert. Die Suche nach Erdölvorkommen verlief bisher erfolglos. In der krisengeschüttelten Golfregion verdankte Jordanien seiner politischen Stabilität umfassende internationale Finanzhilfe, seine proirakische Haltung während des Golfkrieges 1991 hatte dem Land allerdings geschadet, vor allem den zuvor guten Beziehungen zu Saudi-Arabien. Jordanien gehört verschiedenen pan-Arabischen Wirtschaftsorganisationen an, unter anderem dem Council of Arab Economic Co-operation und dem Arab Monetary Fund. 2000 trat Jordanien der Welthandelsorganisation (WTO) bei. Jordanien importiert Produkte aus dem Irak, den USA und Deutschland und exportiert vor allem in den Irak, nach Saudi-Arabien und Indien.
Geschäftsverkehr
In Geschäftskreisen wird in der Regel englisch gesprochen. Es empfiehlt sich, Freitagstermine zu vermeiden und einen Vorrat an Visitenkarten mitzunehmen. Geschäftszeiten: Sa-Do 08.00-17.00 Uhr. Behörden: Sa-Do 08.00-14.00 Uhr.
Kontaktadressen
Handelsabteilung der Botschaft von Jordanien, Heerstraße 201, D-13595 Berlin. Tel: (030) 369 96 00. Fax: (030) 36 99 60 11.
Arabisch-Deutsche Vereinigung für Handel und Industrie e.V., Garnisonskirchplatz 1, D-10178 Berlin. Tel: (030) 278 90 70. Fax: (030) 27 89 07 49. (E-Mail: ghorfa@ghorfa.de , Internet: www.ghorfa.com )
Österreichisch-Arabische Handelskammer, Lobkowitzplatz 1, A-1015 Wien. Tel: (01) 513 39 65. Fax: (01) 513 85 59. (E-Mail: headoffice@aacc.at ; Internet: www.aacc.at )
Amman Chamber of Industry (ACI), 2nd Circle, JO-Amman. Tel: (06) 464 30 01. Fax: (06) 464 78 52. (E-Mail: aci@aci.org.jo ; Internet: www.aci.org.jo )
Federation of Jordanian Chambers of Commerce (FJCC), PO Box 7029, JO-Amman 11118. Tel: (06) 566 54 92, 567 44 95. Fax: (06) 568 59 97. (E-Mail: fjcc@net.com.jo ; Internet: www.fjcc.com )
Klima
Klima
Heiße und trockene Sommer mit kühlen Abenden. Das Jordan-Tal, das unter dem Meeresspiegel liegt, ist im Winter warm und im Sommer sehr heiß. Der meiste Niederschlag fällt zwischen November und März.



