Reiseführer Bermuda
Inhaltsverzeichnis
Kontaktadressen
Lage
Westlicher Atlantik.
Landesvorwahl
1 441.
Bermuda Tourism
The Ops Room, Twickenham House 159, Heath Road, GB-Twickenham, Middlesex TW1 4BJ
E-Mail: travel@bermudatourism.com
Internet: www.bermudatourism.com
oder
Maggie Bergsma
Auvezines, F-81470 Montgay
Tel: (+33) (05) 637 51 306. Fax: (+33) (05) 637 51 309.
E-Mail: maggiebergsma@hillsbalfour.com
(zuständig für Europa)
Department of Tourism
Global House, 43 Church Street, Hamilton HM 12
Postanschrift: PO Box HM 465, Hamilton HM BX
Tel: 292 00 23. Fax: 292 75 37.
E-Mail: travel@bermudatourism.com
Internet: www.bermudatourism.com
Bermuda wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz von den britischen Botschaften vertreten (s. Großbritannien).
Konsulat der Republik Österreich
63 Cedar Hill, PO Box 761, Warwick, WK06, Hamilton
Tel: 236 33 00. Fax: 236 61 00.
E-Mail: vienna@abl.bm
Internet: www.bermuda1.com/ausconsul.htm
Deutschland und die Schweiz unterhalten keine diplomatischen Vertretungen auf Bermuda, zuständig sind die jeweiligen Botschaften in London (s. Großbritannien).
Allgemeines
Fläche
53 qkm.
Bevölkerungszahl
64.482 (2003).
Bevölkerungsdichte
1216,6 pro qkm.
Hauptstadt
Hamilton. Einwohner: 970 (2003).
Geographie
Bermuda besteht aus einer Kette von 150 Koralleninseln und -inselchen und liegt 1240 km südöstlich von New York im Atlantik. Es gibt keine Flüsse oder Bäche, die Inseln sind für ihren Süßwasserbedarf ausschließlich auf Regenfälle angewiesen. Die Küste besteht aus vielen Buchten mit rosafarbenen Sandstränden, das Meer ist leuchtend blaugrün, und im Landesinneren wachsen prachtvolle subtropische Pflanzen.
Staatsform
Britische Kolonie mit interner Selbstverwaltung, seit 1968. Verfassung von 1968. Zweikammerparlament: Senat mit 11 ernannten Abgeordneten und Repräsentantenhaus (House of Assembly) mit 40 gewählten Vertretern. Staatsoberhaupt: Königin Elizabeth II., vertreten durch den Gouverneur Sir John Vereker, seit 2002. Regierungschef: Alex Scott, seit 2003.
Sprache
Amtssprache ist Englisch, außerdem spricht ein kleiner Bevölkerungsteil Portugiesisch.
Religion
Anglikanisch, römisch-katholisch und andere christliche Glaubensrichtungen.
Ortszeit
MEZ - 5 (UTC - 4); März bis Oktober: MEZ - 4 (UTC - 3).
Netzspannung
110 V, 60 Hz. Amerikanische Flachstecker.
Post- und Fernmeldewesen
Telefon
Internationale Direktdurchwahl.
Landesvorwahl
1 441. Die Bermuda Telephone Company betreibt das interne Telefonnetz. Es gibt keine Ortsnetzkennzahlen.
Mobiltelefon
GSM 1900. Hauptnetzanbieter ist Telecom Bermuda (Internet: www.telecom.bm ). Außerdem gibt es TDMA und AMPS (800 MHz) Netzwerke, die von BDC (Internet: www.cellularone.bm ) angeboten werden.
Fax
Viele Hotels und Büros bieten diesen Service an.
Internet/E-Mail
Anbieter umfassen Logic Communications (Internet: www.logic.bm ) und NorthRock Communications (Internet: www.northrock.bm ). Es gibt Internecafés in Hamilton und St. George.
Telegramme
Cable & Wireless Ltd ist Betreiber des internationalen Telekommunikationsnetzes.
Post
Fast alle Briefe werden per Luftpost befördert, auch wenn für den Landweg bezahlt wurde. Luftpost nach Europa braucht 5-7 Tage. Außerdem wird ein internationaler Expreßdienst (Beförderung innerhalb von 48 Stunden) angeboten. Es gibt Schalter für postlagernde Sendungen. Die Postämter öffnen Mo-Fr 08.30-17.00 Uhr, das Hauptpostamt in Hamilton auch Sa 08.00-12.00 Uhr.
Deutsche Welle
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0221) 389 32 08. Internet: www.dwelle.de ) anzufordern.
Reisepaß/Visum
Reisepaß/Visum
| Land | Visa | Reisepass |
| Deutschland | Nein | Ja |
| Österreich | Nein | Ja |
| Schweiz | Nein | Ja |
| Andere EU-Länder | Nein | Ja |
Einreisebeschränkungen
Die Regierung verweigert folgenden Personen die Einreise: Staatsangehörige Chinas, die in Hongkong ihren Wohnsitz haben und weder über einen gültigen Reisepaß, der in Hongkong ausgestellt wurde noch über einen britischen Reisepaß verfügen.
Anmerkung
Ein Rück- oder Weiterflugticket für ein Land, in das man legal einreisen darf, muß vorgelegt werden. Wer beabsichtigt, die Heimreise über ein Drittland anzutreten, für das ein Visum erforderlich ist, muß sich dieses vor der Einreise nach Bermuda besorgen.
Reisepass
Allgemein erforderlich. Ausgenommen sind Staatsangehörige der USA und Kanadas für einen Aufenthalt von maximal 6 Monaten, die mit Geburtsurkunde oder Einbürgerungsnachweis jeweils mit Foto zusammen mit einem gültigen Personalausweis einreisen können.
Visum
Nicht erforderlich für Aufenthalte von bis zu 3 Wochen, jedoch Visumpflicht für Staatsangehörige folgender Länder: Afghanistan, Ägypten, Albanien, Algerien, Bahrain, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, China (VR), Djibouti, Ghana, GUS, Haiti, Irak, Iran, Jamaika, Jemen, Jordanien, Kambodscha, Katar, Korea (Nord), Kroatien, Kuba, Kuwait, Libanon, Liberia, Libyen, Marokko, Mazedonien (Ehem. Jugosl. Rep.), Mongolei, Nigeria, Oman, Pakistan, Rumänien, Saudi-Arabien, Serbien und Montenegro, Slowakische Republik, Slowenien, Somalia, Sri Lanka, Syrien, Tunesien, Vereinigte Arabische Emirate und Vietnam.
Transit
Transitreisende der o. a. Länder dürfen den Flughafen nicht verlassen und müssen innerhalb von 5 Std. mit demselben Flugzeug weiterreisen und bestätigte Weiterflugtickets vorweisen.
Visaarten
Touristen- und Transitvisum.
Visagebühren
Touristenvisum: 28 £. Die Gebühren können sich kurzfristig ändern. Nähere Angaben von den zuständigen konsularischen Vertretungen (s. Adressen).
Gültigkeit
3 Monate Aufenthalt, Verlängerungen müssen vor Ort beim Department of Immigraion beantragt werden.
Antragstellung
Britische Botschaften und Konsulate (Adressen s. Großbritannien).
Unterlagen
Ausgefüllter Antrag und bei Geschäftsreisen ein Schreiben des Gastgebers. Rück- oder Weiterflugticket ist Einreisevoraussetzung (s. o.).
Bearbeitungszeit
Ca. 4 Wochen.
Aufenthaltsgenehmigung
Anträge und Anfragen an das Department of Immigration, Government Adminstration Building, 30 Parliament Street, Hamilton HM 12. Tel: 295 51 51.
Geld
Währung
1 Bermuda-Dollar = 100 Cents. Währungskürzel: BD$, BMD (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 100, 50, 20, 10, 5 und 2 BD$ im Umlauf; Münzen in den Nennbeträgen 1 BD$ sowie 25, 10, 5 und 1 Cents. Die Währung ist an den US-Dollar gebunden.
Geldwechsel
Der US-Dollar wird i. allg. als gleichberechtigtes Zahlungsmittel anerkannt. Man darf nur in offiziellen Banken oder Wechselstuben wechseln.
Kreditkarten
American Express, MasterCard und Diners Club werden angenommen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Reiseschecks
US-Dollar-Reiseschecks werden überall angenommen.
Wechselkurse
| BD$ | BD$ | BD$ | BD$ | BD$ | |
| Dez. '02 | Apr. '03 | Sept. '03 | Jan. '04 | Apr. '04 | |
| 1 € | 1,00 | 1,06 | 1,15 | 1,28 | 1,24 |
| 1 CHF | 0,67 | 0,71 | 0,74 | 0,81 | 0,79 |
| 1 US$ | 1,00 | 1,00 | 1,00 | 1,00 | 1,00 |
Devisenbestimmungen
Die Einfuhr von Fremdwährungen und der Landeswährung ist unbegrenzt, Deklarationspflicht. Reisende, die ihren Wohnsitz auf Bermuda haben: Die Ausfuhr der Landeswährung ist auf einen Betrag von 250 BD$ beschränkt. Die Ausfuhr von Fremdwährungen ist auf einen Wert von 2.000 BD$ beschränkt.
Reisende, die ihren Wohnsitz außerhalb von Bermuda haben: Die Ausfuhr von Fremdwährungen ist auf den bei der Einreise deklarierten Betrag beschränkt. Die Ausfuhr der Landeswährung ist auf 250 BD$ beschränkt.
Öffnungszeiten der Banken
Mo-Do 09.30-15.00 Uhr, Fr 09.30-15.00 und 16.30-17.30 Uhr.
Duty Free
Duty Free
Die folgenden Artikel können zollfrei nach Bermuda eingeführt werden:
200 Zigaretten und 50 Zigarren und 454 g Tabak (Personen über 18 J.);
1,13 l Spirituosen und 1,13 l Wein.
Einfuhrverbot
Harpunen, Schußwaffen und Betäubungsmittel. Besucher sollten vom Arzt verschriebene Medikamente bei der Einreise deklarieren; die Bestimmungen sind streng und werden strikt eingehalten. Die Einfuhr von Warenproben, Verkaufsmaterialien und anderen Handelsgütern für Messen und Tagungen muß vor der Einreise über das jeweilige Konferenz-Hotel verzollt werden.
Gesetzliche Feiertage
Gesetzliche Feiertage
1. Jan. 2004 Neujahr. 9. April Karfreitag. 24. Mai Bermuda-Tag. 21. Juni Geburtstag der Königin. 29. Juli Kricket-Pokalspiel. 30. Juli Somers-Tag. 6. Sept. Tag der Arbeit. 11. Nov. Heldengedenktag. 25./26. Dez. Weihnachten.
1. Jan. 2005 Neujahr. 3. Jan. zusätzlicher Neujahrsfeiertag. 25. März Karfreitag. 28. März Ostermontag. 2. Mai. Maifeiertag. 24. Mai Bermuda-Tag. 13. Juni Geburtstag der Königin. 28. Juli Befreiungstag. 29. Juli Somers-Tag. 5. Sept. Tag der Arbeit. 11. Nov. Heldengedenktag. 25.-27. Dez. Weihnachten.
Gesundheit
Gesundheit
| Krankheit | Vorsorge | Impfbescheinigung |
| Gelbfieber | Nein | Nein |
| Cholera | Nein | Nein |
| Typhus & Polio | Nein | - |
| Malaria | Nein | - |
| Essen & Trinken | Nein | - |
Gesundheitsversorgung
In der Nähe von Hamilton gibt es ein gut ausgestattetes 237-Betten-Krankenhaus. Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung wird empfohlen, die Arztkosten sind hoch.
Reiseverkehr - International
Flugzeug
Bermuda hat keine nationale Fluggesellschaft. British Airways bietet mehrmals wöchentlich Flüge von London nach Bermuda. Außerdem wird Bermuda von American Airlines, Air Canada, Delta, USAir und Continental Airlines angeflogen.
Durchschnittliche Flugzeiten
London – Bermuda: 7 Std.
Internationaler Flughafen
Bermuda International (BDA) (Internet: www.bermudaairport.com ) liegt 16 km östlich von Hamilton. Busverbindung zur Stadt (Fahrzeit 30 Min.), außerdem gibt es Taxis. Flughafeneinrichtungen: Restaurant, Geschäfte, Bar, Tourist-Information und Hotelreservierungsschalter.
Flughafengebühren
20 Bda$, die in den Preis für die Flugtickets eingeschlossen sind. Ausgenommen davon sind Kinder unter 2 Jahren und Transit- Passagiere.
Schiff
Schiffe der Reederei Cunard legen manchmal im Rahmen von Kreuzfahrtrouten hier an. Royal Caribbean International, Norwegian Cruise Lines und Celebrity Cruises bieten kombinierte Flug- und Schiffsreisen von Großbritannien über New York nach Bermuda an (April bis September).
Reiseverkehr - National
Schiff
Regelmäßige Fährverbindungen von Hamilton nach Paget, Sandys, Warwick und Somerset. Einige Hotels verkaufen Fahrkarten zu verbilligten Preisen.
Bus/Pkw
Die Hauptinsel hat ein ausgezeichnetes Straßennetz, aber ausländischen Besuchern ist das Autofahren der Umwelt zuliebe nicht gestattet, und es gibt keinen Mietwagenverleih. Mopeds kann man mieten (s. u.). Die Geschwindigkeitsbegrenzung liegt bei ca. 35 km/h. Linksverkehr. Bus: Die rosaroten staatlichen Busse sind modern, pünktlich und bequem. Die Fahrt von Hamilton nach St. George’s an der nordöstlichen Spitze Bermudas dauert ca. 30 Min., die Fahrt nach Somerset im Süden ca. 45 Min. Man muß den genauen Fahrpreis in Münzen bereithalten. Bei den Postämtern sind außerdem Sammelfahrkarten erhältlich. Einen Fahrplan mit den Reiserouten bekommt man kostenlos. Taxi: Alle Taxis haben Taxameter und verlangen zwischen Mitternacht und 06.00 Uhr morgens einen Zuschlag von 25%. Pro Taxi dürfen nur vier Fahrgäste befördert werden. Die vom Ministerium für Tourismus zugelassenen qualifizierten Fahrer haben eine kleine blaue Fahne am Taxi. Kutschen: In Hamilton stehen Pferdekutschen zur Verfügung. Moped/Fahrradvermietung: Sehr beliebt auf Bermuda, zumal Besucher aus ökologischen Gründen keine Autos fahren dürfen. Auf Mopeds ist ein Sturzhelm Vorschrift, ebenso eine Haftpflichtversicherung. Das Mindestalter beträgt 16 Jahre, ein Führerschein ist nicht vorgeschrieben. Das Department of Tourism (s. Adressen) veröffentlicht ein Preis- und Adressenverzeichnis.
Fahrzeiten
von Hamilton zu folgenden größeren Städten und zum Flughafen (in Std. und Min.):
| Schiff | Pkw/Bus | Flugzeug | |
| Flughafen | - | 0.30 | - |
| St. George’s | - | 0.30 | - |
| Somerset | 0.30 | 0.45 | - |
| Naval Dockyard | - | 0.45 | 0.45 |
Unterkunft
Das Department of Tourism veröffentlicht eine Broschüre mit allen Unterkunftsmöglichkeiten. Näheres vom Fremdenverkehrsamt (s. Adressen). Während der Vorsaison von November bis März sind die Hotelpreise reduziert. Bei Übernachtungen ist eine Zimmerbelegungssteuer von 7,25% zu bezahlen.
Hotels
Alle Hotels auf Bermuda sind von hohem Niveau. Die Spitzenhotels bieten üblicherweise Läden, Restaurants, Taxistand, Schönheits- und Wellness-Salons und ein umfassendes Animationsprogramm. Weitere Auskünfte von der Bermuda Hotel Association, 61 King Street, Hamilton MH 19. (Tel: 295 21 27. Fax: 292 66 71. E-Mail: bha@experiencebermuda.com ; Internet: www.bermudahotels.com ).
Kategorien: Die meisten Hotels bieten Modified American Plan (MAP): Zimmer, Frühstück und Abendessen, in manchen Hotels auch Nachmittagstee, oder Bermuda Plan (BP): Zimmer mit Frühstück an. Etwa 7% der Hotels sind groß und luxuriös. Etwa 16% sind kleiner mit weniger als 150 Zimmern. Sie sind normalerweise preiswerter als Selbstverpflegung, weniger formell als große Hotels und bieten ein geringes Einkaufs- und Vergnügungsangebot.
Pensionen (Guest Houses)
50% der Übernachtungsmöglichkeiten sind in Guest Houses. Viele Privathäuser werden als Pensionen genutzt. Die kleineren Gasthäuser nehmen oft nicht mehr als 12 Gäste auf. Teilweise besteht die Möglichkeit der Selbstversorgung in Gemeinschaftsküchen. Die großen Pensionen, oft ehemalige Privatvillen, haben weitläufige Gärten, Privatstrände oder Swimmingpools.
Feriendörfer (Cottage Colonies)
Diese Art der Unterkunft ist typisch für Bermuda: kleine, wohlausgestattete Ferienhäuser in einem hübsch angelegten Landschaftsgarten garantieren einen rundum erholsamen Aufenthalt mit Komfort. Das dazugehörige Klubhaus hat einen Speisesaal, einen Aufenthaltsraum und eine Bar. Es gibt keine vollständig ausgestatteten Küchen, aber man kann Getränke und kleine Mahlzeiten zubreiten. Ein Privatstrand oder Swimmingpool steht zur Verfügung.
Ferienclubs (Club Resorts)
Diese Klubs sind sehr luxuriös und bieten völlige Zurückgezogenheit, stehen aber nur Mitgliedern und eingeladenen Gästen zur Verfügung. Auf der Hauptinsel gibt es zwei Club Resorts.
Ferienhäuser und -wohnungen
Ferienhäuser stehen meist in prächtigen Gartenanlagen. Alle Häuser haben gut eingerichtete Küchen, es gibt jedoch zumeiste kein Klubhaus. Ein Strand oder Swimmingpool gehört zur Ferienanlage. Apartments: Diese Ferienwohnungen sind voll eingerichtet und haben eine Küche, ein begrenzter tägliche Reinigungsservice steht zur Verfügung. Einige dieser Wohnanlagen haben einen Swimmingpool.
Camping
Es gibt keine Campingplätze.
Urlaubsorte & Ausflüge
Urlaubsorte & Ausflüge
-
Hamilton ist die Hauptstadt der Kolonie. Der Senat tagt im Kabinettsgebäude zwischen Parliament Street und Court Street. Das Sessions House – hier tagt das Abgeordnetenhaus – kann man besichtigen. Sehenswert ist auch die im 19. Jahrhundert erbaute Kathedrale in der Church Street. Die Front Street, die Hauptgeschäftsstraße, führt von Albouy’s Point am Ferry Dock am Bermuda Yacht Club vorbei und endet weiter östlich an der King Street. In der Queen Street steht Perot’s Postamt. Die erste Briefmarke des Landes, die Perot-Briefmarke, wurde hier von 1818 bis 1862 gedruckt. Mit der Fähre sind Hafenrundfahrten oder Ausflüge über den Great Sound zum Dorf Somerset möglich. Das im 19. Jahrhundert errichtete Fort Hamilton wurde vollständig restauriert und ist wegen seiner gewaltigen Wehrgänge, wuchtigen Kanonen und seiner unterirdischer Tunnel einen Besuch wert.
Das Bermuda Aquarium, Museum and Zoo, mit dem Bus von Hamilton erreichbar, bietet einen Einblick in Bermudas Geschichte und Umwelt.
Die frühere Hauptstadt St. George’s am östlichen Ende der Inselkette wurde 1612 gegründet. Das alte Gesicht der Stadt und ihre historischen Wahrzeichen wurden durch umfangreiche Restaurationsarbeiten wiederhergestellt. Man sollte auch der Ecke zwischen Duke of Clarence Street und Featherhead Alley einen Besuch abstatten, denn dort steht das immer noch funktionstüchtige Modell einer Druckerpresse aus dem 17. Jahrhundert. Das Confederate Museum war das Quartier der konföderierten Offiziere während des amerikanischen Bürgerkrieges. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Stock & Pillory und eine Nachbildung der Deliverance, eines der ersten Schiffe von Bermuda.
Fort Scaur in Somerset ist ein ideales Ausflugsziel für ein Picknick und bietet eine herrliche Aussicht auf den malerischen Ely’s Harbour. Das Gates Fort wurde 1615 errichtet. Ganz in seiner Nähe steht das Fort St. Catherine aus dem Jahre 1622, die älteste und faszinierendste Festungsanlage der Insel.
Die Ireland-Insel liegt an der äußersten Spitze des »Angelhakens« von Bermuda. Hier sind im Maritime Museum Wrackteile versunkener Schiffe ausgestellt. Interessant sind auch die klassizistischen Gebäude der Royal-Navy-Schiffswerft.
Die Höhlen Crystal Cave und Leamington Cave sind in der Urlaubssaison täglich geöffnet. Geheimnisvolle unterirdische Seen füllen und leeren sich mit den Gezeiten.
Vom Gibbs-Hill-Leuchtturm im Bezirk Southampton hat man die beste Aussicht über die Insel.
Interessante Kirchen sind die Old Devonshire Church und St. Peter’s Church. Sogenannte Moongates findet man überall auf der Insel: Einer orientalischen Legende zufolge sollen Hochzeitsreisende durch die Kreise schreiten und einen Wunsch aussprechen. Im frühen 19. Jahrhundert hatte ein Kapitän diese Steinringe auf seinen Reisen nach China entdeckt und nach Bermuda gebracht.
Sozialprofil
Essen & Trinken
Einheimische Spezialitäten sind Bermuda-Hummer (von September bis Mitte April), Muschelpastete, Seeschneckeneintopf, Fischsuppe (mit Sherry, Pfefferschoten und Rum), Hai und Steinfisch. Die Bermudazwiebel wächst nur hier; einheimisches Obst sind Papaya, Erdbeeren (Januar und Februar) und Zitrusfrüchte. Sonntags ißt man oft Kabeljau und Bananen zum Frühstück. Als Nachspeisen werden Yampudding, Bay-Grape-Gelee und eine Schaumcreme aus Guaven-Gelee, Schlagsahne und Sherry angeboten. Tischbedienung ist üblich. Getränke: Zahlreiche einheimische Getränke werden mit Rum gemixt. Ausgefallene Namen wie Dark and Stormy oder Rum Swizzle sind hier üblich. Englisches, amerikanisches und europäisches Bier ist erhältlich. In den Bars werden Getränke bei der Bestellung bezahlt, die Bedienung erwartet ein Trinkgeld.
Nachtleben
Einige Hotels haben Live-Shows, Nachtklubs oder Diskotheken oder veranstalten Grill- und Tanzabende. Die musikalischen Darbietungen sind eine Mischung aus Calypso, lateinamerikanischer Musik und Steelbands.
Einkaufstips
Importierte Waren wie französische Parfüms, feines englisches Porzellan, Schweizer Uhren, dänische Silberwaren, deutsche Fotoapparate, schottische Tweedkleidung und zahlreiche Spirituosen und Liköre werden in den Geschäften angeboten. Kunstgewerbe, Keramik, Zedernholzartikel, Kleidung (Bermuda-Shorts) und Gemälde sind schöne Mitbringsel. In den Antiquitätengeschäften findet man mitunter günstige Angebote. Die ländlichen Geschäfte verkaufen zahlreiche Andenken. Badeanzüge, Sportkleidung und Strohhüte sind von hoher Qualität. Es wird keine Verkaufs- oder Mehrwertsteuer erhoben. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 09.00-17.00 Uhr (donnerstags schließen manche Geschäfte früher).
Sport
Golf: Es gibt insgesamt sieben ausgezeichnete 18-Loch-Golfplätze. Port Royal und der anspruchsvolle Mid-Ocean-Club sind die beiden bekanntesten Golfplätze. Ocean View kann auf 9 Löchern bespielt werden. Die Bermuda Golf Association, PO Box HM 433, Hamilton, erteilt gern Auskünfte über Amateur- und Profi-Meisterschaften. Tennis: Dem Besucher stehen fast 100 Tennisplätze mit verschiedenen Belägen zur Verfügung. Die größeren Hotels haben eigene Plätze (teilweise mit Flutlicht). Wettkämpfe werden das ganze Jahr über ausgetragen, manche stehen auch Besuchern offen. Auskünfte erteilt die Bermuda Lawn Tennis Association, PO Box 341, Hamilton. Schwimmen: Die besten Strände sind Warwick Long Bay, Stonehole, Chaplin und Horseshoe Bay an der Südküste. Tauchen: Die Sichtweite unter Wasser ist erstaunlich, teilweise erreicht sie 61 m. Gute Taucher finden in den Riffen zahlreiche versunkene Schiffe, alte Kanonen und ähnliche Überbleibsel vergangener Zeiten. Taucherausrüstungen können gemietet werden. Fischen: Bermuda hat ausgezeichnete fischreiche Gewässer für Angler und Sportfischer. Ausrüstungen und Boote können gemietet werden. Sportfischer können ihr Glück mit dem Wahoo, Amberjack, Fächerfisch und Allison-Thunfisch versuchen, Harpunen sind verboten. Durch die Riffe schwimmen Barracudas, Grey Snappers und Yellowtails. An den Ufern kann man Knochenfisch und Pompano fangen. Von Mai bis November werden Wettkämpfe veranstaltet. Segeln: In ungeraden Jahren findet im Juni die Blue-Water-Cruising-Regatta von Marion (Massachusetts), in geraden Jahren die Ocean-Yacht-Regatta von Newport nach Bermuda statt. An der Ocean-Yacht-Regatta nehmen die schönsten und größten Rennjachten der Welt teil. Diese Regatta wird auch liebevoll »die wilde Jagd zum Zwiebelfeld« (Thrash to the Onion Patch) genannt. Die Ankunft der Boote wird eine Woche lang im Bermuda Yacht Club gefeiert. Im August findet die »Nicht-Segler Regatta« (Non-Mariners Race) statt. Segelboote und Mannschaften können gemietet werden. Kricket: Das jährliche Pokalspiel zwischen den Kricketklubs von St. George’s und Somerset wird an zwei aufeinanderfolgenden öffentlichen Feiertagen ausgetragen.
Veranstaltungskalender
Jan. 2004 Jährliches Bermuda regionales Bridge-Turnier. 8. Jan. - 28. Febr. Bermuda Festival (klassische Musikkonzerte und verschiedene Darbietungen der darstellenden Künste), inselweit. 1.-29. Febr. Annual Bermuda Rendezvous Month. April 67. Jährliche Landwirtschaftsmeisterschaften. 24. Mai Bermuda-Tag Parade, Pembroke. 6.-14. Nov. World Rugby Classic, Devonshire.
Eine vollständige Liste der Veranstaltungen für 2004 ist vom Fremdenverkehrsamt erhältlich (s. Adressen).
Land & Leute
Sitten und Gebräuche auf Bermuda sind den britischen sehr ähnlich. Auch ist es mitunter üblich, fremde Leute auf der Straße zu grüßen. Legere Kleidung wird akzeptiert, Badekleidung gehört jedoch an den Strand. In vielen Hotels und Restaurants werden am Abend Jackett und Krawatte erwartet, man sollte sich im voraus erkundigen. Nichtraucherzonen sind entsprechend gekennzeichnet. Trinkgeld: 15% sind angemessen. In einigen Hotels und Gaststätten werden festgesetzte Beträge als Trinkgeldsatz auf die Rechnung aufgeschlagen.
Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Die Wirtschaft stützt sich in erster Linie auf den Tourismus und internationale Finanzdienstleistungen, die etwa 90% des Bruttoinlandsproduktes (BIP) ausmachen. Die Mehrzahl der Touristen kommen aus den USA. Im Finanzdienstleistungsbereich spielen das Offshore-Bankwesen und Versicherungen die wichtigste Rolle. Bermuda ist der drittgrößte Versicherungsmarkt der Welt. Die Steuereinnahmen von ca. 4500 auf Bermuda registrierten Auslandsfirmen tragen zum Ausgleich des enormen Handelsdefizits bei – das Importvolumen, jährlich 500 Mio. US-Dollar, übersteigt das Exportvolumen um das Fünffache. Die Fertigungsindustrie konzentriert sich auf Schiffbau, Schiffsreparatur sowie Arzneimittel-, Parfüm- und Kosmetikaherstellung. Obst und Gemüse werden nur für den Eigenbedarf angebaut. Da wenig Agrarland zur Verfügung steht, müssen fast alle Lebensmittel eingeführt werden, ebenso wie Erdöl, Maschinen und Fertigprodukte. Bermuda hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Umschlagplatz für Diamanten entwickelt. Die wichtigsten Handelspartner sind die USA, Japan, Deutschland und Großbritannien.
Geschäftsverkehr
Bei Geschäftsterminen sind leichter Anzug, Hemd und Krawatte ebenso angemessen wie Bermuda-Shorts. Termine sollten im voraus vereinbart werden, und Visitenkarten werden getauscht. Gelegentlich werden Empfehlungsschreiben verlangt. Geschäftszeiten: Mo-Sa 09.00-17.00 Uhr.
Kontaktadressen
Bermuda Chamber of Commerce
1 Point Pleasant Road, Hamilton HM 11
Postanschrift: PO Box HM 655, Hamilton HMCX
Tel: 295 42 01. Fax: 292 57 79.
E-Mail: info@bermudacommerce.com
Internet: www.bermudacommerce.com
Bermuda International Business Association (BIBA)
Century House, 16 Par-La-Ville Road, Hamilton HM 08
Tel: 292 06 32. Fax: 292 17 97.
E-Mail: info@biba.org
Internet: www.biba.org
Konferenzen/Tagungen
Das Fremdenverkehrsamt und die Handelskammer (s. Adressen) erteilen alle notwendigen Auskünfte für geplante Tagungen. Man kann sich auch direkt an Hotels in Bermuda wenden.
Klima
Klima
Subtropisch ohne Regenzeit bei gemäßigten Temperaturen. Der Golfstrom fließt zwischen Bermuda und dem nordamerikanischen Kontinent. Jahreszeitenwechsel zwischen Mitte November und Mitte Dezember und zwischen Ende März und April. Regenschauer sind mitunter recht heftig, kommen jedoch selten tagsüber vor. Der Sommer dauert von Mai bis Mitte November. Die heißesten Monate sind Juli, August und September.



