Reiseführer Japan
Inhaltsverzeichnis
Kontaktadressen
Lage
Ostasien.
Landesvorwahl
81.
Japanische Fremdenverkehrszentrale
Kaiserstraße 11, D-60311 Frankfurt/M.
Tel: (069) 2 03 53. Fax: (069) 28 42 81.
E-Mail: fra@jnto.de
Internet: www.jnto.go.jp
Mo-Fr 09.00-12.30 Uhr; (Publikumsverkehr nur Reisebranche; auch für Österreich und die Schweiz zuständig).
Japanisches Informations- und Kulturzentrum der Japanischen Botschaft
Schottenring 8, A-1010 Wien
Tel: (01) 533 85 86. Fax: (01) 533 85 93.
Internet: www.at.emb-japan.go.jp
Harry Kolb
Pilgerweg 4, CH-8802 Kilchberg/Zürich
Tel: (01) 715 36 36. Fax: (01) 715 31 37.
E-Mail: info@harrykolb.ch
Internet: www.harrykolb.ch
Mo-Fr 08.00-12.00 und 13.30-18.00 Uhr, Sa 08.00-12.00 Uhr.
Tourist Information Center
Tokyo Kotsu Kaikan Building, 2-10-1 Yuraku-Cho, Chiyoda-ku, JP-Tokyo 100-0006
Tel: (03) 32 01 33 31. Fax: (03) 32 01 33 47.
Internet: www.jnto.go.jp
Japanische Botschaft
Hiroshimastraße 6, D-10785 Berlin
Tel: (030) 21 09 40. Fax: (030) 21 09 42 22. Konsularabt.: Tel: (030) 21 09 41 59.
E-Mail: info@botschaft-japan.de oder consular-japan@snafu.de (konsularische Angelegenheiten)
Internet: www.botschaft-japan.de
Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr. Konsularabt.: 09.00-12.15 und 14.00-16.30 Uhr.
Generalkonsulate mit Visumerteilung in Düsseldorf, Frankfurt/M., Hamburg und München. Honorarkonsulat in Stuttgart.
Japanische Botschaft
Heßgasse 6, A-1010 Wien
Tel: (01) 53 19 20. Fax: (01) 532 05 90.
E-Mail: info@embjapan.at
Internet: www.at.emb-japan.go.jp
Mo-Do 09.00-12.30 Uhr und 14.00-17.30 Uhr , Fr 09.00-12.30 Uhr und 14.00-17.00 Uhr (kein Publikumsverkehr).
Konsularabteilung der Botschaft
Schottenring 8, A-1010 Wien
Tel: (01) 53 19 20. Fax: (01) 532 26 07.
E-Mail: consul@embjp.at
Mo-Fr 09.00-12.00 und 14.00-16.30 Uhr.
Honorargeneralkonsulat in Salzburg.
Japanische Botschaft
Engestraße 53, CH-3012 Bern
Postanschrift: Postfach 51, CH-3000 Bern 26.
Tel: (031) 300 22 22. Fax: (031) 300 22 55/56.
E-Mail: enjs@bluewin.ch oder ryojihan@bluewin.ch oder jicc@bluewin.ch
Internet: www.ch.emb-japan.go.jp
Mo-Fr 09.00-17.15 Uhr. Konsularabt: 09.00-11.30 und 14.00-16.30 Uhr.
Generalkonsulat mit Visumerteilung in Genf. Konsulat in Zürich.
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
4-5-10, Minato-ku, JP-Tokyo 106-0047
Tel: (03) 57 91 77 00. Fax: (03) 34 73 42 43.
E-Mail: info@tokyo.diplo.de
Internet: www.germanembassy-japan.org oder www.tokyo.diplo.de
Generalkonsulat in Osaka-Kobe. Honorarkonsulate in Fukuoka, Hiroshima, Kobe, Nagoya, Naha, Sapporo und Sendai.
Botschaft der Republik Österreich
1-1-20 Moto Azabu, Minato-ku, JP-Tokyo 106-0046
Tel: (03) 34 51 82 81. Fax: (03) 34 51 82 83.
E-Mail: tokio-ob@bmaa.gv.at
Internet: www.austria.or.jp
Honorargeneralkonsulat in Osaka. Honorarkonsulate in Fukuoka, Hiroshima, Nagoya und Sapporo.
Botschaft der Schweizerischen Eidgenossenschaft
5-9-12, Minami-Azabu, Minato-ku, JP-Tokyo 106-8589
Tel: (03) 34 73 01 21. Fax: (03) 34 73 60 90.
E-Mail: vertretung@tok.rep.admin.ch
Internet: www.eda.admin.ch/tokyo
Generalkonsulat in Osaka.
Allgemeines
Fläche
377.837 qkm.
Bevölkerungszahl
127.214.499 (2003).
Bevölkerungsdichte
336, 7 pro qkm.
Hauptstadt
Tokio. Einwohner: 8.240.100 (2003).
Geographie
Japan liegt 160 km vom asiatischen Festland entfernt. Zu Japan gehört der größte Teil der Inselkette, die der asiatischen Ostküste vorgelagert ist. Die Hauptinseln (Nord nach Süd) sind Hokkaido, Honshu, Shikoku und Kyushu. Japan ist sehr gebirgig, etwa drei Viertel des Landes bestehen aus Hügel- und Bergland. Mehrere Bergketten verlaufen von Hokkaido im Norden nach Kyushu im Süden. Die Japanischen Alpen verlaufen in nord-südlicher Richtung durch die Mitte der Insel Honshu. Der höchste Berg ist mit 3776 m der Vulkan Fuji-san (Fudschijama). Er ist einer von über 200 Vulkanen, von denen 36 in den letzten hundert Jahren noch aktiv waren. Die Tiefebenen liegen hauptsächlich in Küstennähe. Sie sind zumeist nur klein; die größte ist die Kanto-Ebene in der Bucht von Tokio. Die Küste ist im Verhältnis zur Landmasse sehr lang und die Küstenlandschaft ausgesprochen vielfältig. An den Ausläufern der Bergketten liegen tiefe Buchten mit natürlichen Häfen.
Staatsform
Parlamentarische Monarchie seit 1947. Verfassung von 1947. Zweikammerparlament: Wahlen zum Unterhaus (480 Mitglieder) alle 4 Jahre, zum Oberhaus (252 Mitglieder) alle 6 Jahre. Staatsoberhaupt: Kaiser Akihito, seit 1989. Regierungschef: Junichiro Koizumi, seit 2001. Kaiserreich seit mindestens 660 v. Chr.
Sprache
Japanisch. Englisch als Geschäfts- und Fremdsprache.
Religion
Shintoismus und Buddhismus (die meisten Japaner folgen beiden Religionen); christliche und andere Minderheiten.
Ortszeit
MEZ + 8 (UTC + 9).
Netzspannung
100 V, 60 Hz im Westen (Osaka). 100 V, 50 Hz im Osten (Tokyo). Zweipolige Flachstecker.
Post- und Fernmeldewesen
Telefon
Internationale Direktdurchwahl.
Landesvorwahl
81. Telefonkarten für Auslandsgespräche sind in den meisten Geschäften in Einheiten von 1000¥, 3000¥ und 5000¥ erhältlich.
Mobiltelefon
Mobilfunknetze in Japan stützen sich auf die PDC-Technologie (Personal Digital Cellular System), die weder mit GSM noch mit anderen Mobilfunkstandards kompatibel ist. In Tokio können Mobiltelefone von NTT gemietet werden (Anschrift: NTT, Hibiya Building, First Floor, 1-1-6 Uchisaiwai-cho, Chiyoda-ku, JP-Tokio 100-8019. (Tel: (0120) 506 506 (gebührenfrei in Japan). Weitere Verleihfirmen in Japan sind: Sony (Internet: www.sonyfinance.co.jp ), Japan Handy Phone (Tel: (03) 52 25 21 25. Fax: (03) 52 25 21 24. Internet: www.japanphone.com ) oder Rentafone Japan (Internet: www.rentafonejapan.com ).
Fax
24-Std.-Service in großen Hotels. Die Büros der KDD in Tokio, Osaka, Yokohama und Nagoya bieten ebenfalls einen Faxservice an.
Internet/E-Mail
Hauptanbieter umfassen ASCII (Internet: www.ascii.co.jp ), Starnet und Jeton. Manche Telefone in Hotels und die neuen grauen Telefone bieten Netzanschlüsse für Computer. In Tokio und anderen größeren Städten gibt es zahlreiche Internetcafés.
Telegramme
Können in den Hauptpostämtern, den größeren Büros der KDD und der Nippon Denshin Denwa Kaisha und in größeren Hotels aufgegeben werden. Es gibt zwei Preisklassen. Auslandstelegramme können im Hauptpostamt von Tokio bis Mitternacht aufgegeben werden.
Post
Auf dem Hauptpostamt am Tokioer Bahnhof steht englischsprachiges Personal zur Verfügung. Luftpostbriefe nach Europa benötigen 4-6 Tage. Postlagernde Sendungen werden von größeren Postämtern angenommen und bis zu 10 Tage aufbewahrt. Öffnungszeiten: Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr, Sa 09.00-12.00 Uhr. Das Hauptpostamt und das internationale Postamt (in der Nähe von Ausgang A-2 der U-Bahn-Station Otemachi; Personal spricht Englisch) öffnen bis 19.00 Uhr, Sa bis 17.00 Uhr.
Deutsche Welle
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0221) 389 32 08. Internet: www.dwelle.de ) anzufordern.
Reisepaß/Visum
Reisepaß/Visum
| Land | Visa | Reisepass |
| Deutschland | Nein | Ja |
| Österreich | Nein | Ja |
| Schweiz | Nein | Ja |
| Andere EU-Länder | Nein | Ja |
Anmerkung
Reisende, die weder im Besitz der erforderlichen Rück- oder Weiterreisetickets sind, noch über ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt verfügen, kann die Einreise auch mit Visum verweigert werden.
Reisepass
Allgemein erforderlich, muß für die Dauer des geplanten Aufenthalts gültig sein. Der deutsche Kinderausweis wird anerkannt (vom 10.-16. Lebensjahr mit Lichtbild, davor auch ohne).
Visum
Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsbürger folgender Länder:
(a) Bundesrepublik Deutschland, Österreich und Schweiz für einen Aufenthalt von bis zu 3 Monaten*;
(b) übrige EU-Länder für einen Aufenthalt von bis zu 3 Monaten;
(c) Andorra, Argentinien, Australien, Bahamas, Barbados, Brunei (bis zu 15 Tage), Chile, Costa Rica, Dominikanische Republik, El Salvador, Guatemala, Honduras, Hongkong (China), Island, Israel, Kanada, Kroatien, Lesotho, Liechtenstein, Mauritius, Mazedonien (Ehem. Jugosl. Rep.), Mexiko, Monaco, Neuseeland, Norwegen, San Marino, Singapur, Surinam, Tunesien, Türkei, Ungarn, Uruguay, USA und Vatikanstadt für einen Aufenthalt von bis zu 3 Monaten (sofern nicht anders angegeben).
Anmerkung
[*] Nach 3 Monaten kann eine Verlängerung des Aufenthaltes für weitere 3 Monate bei der regionalen Einwanderungsbehörde in Japan beantragt werden. Näheres von den konsularischen Vertretungen.
Die Botschaft trifft Einzelfallentscheidungen je nach Herkunftsland und Visaart.
Visaarten
Geschäfts-, Transit-, Kultur-, Touristen- und Arbeitsvisum.
Visagebühren
Unterschiedlich, je nach Nationalität und Visaart. Staatsbürger bestimmter Länder erhalten das Visum kostenlos. Weitere Informationen von den konsularischen Vertretungen (s. Adressen).
Gültigkeitsdauer
Unterschiedlich, je nach Nationalität und Besuchsgrund.
Antragstellung
Zuständige konsularische Vertretung (s. Adressen). Für ein Arbeitsvisum kann der künftige Arbeitgeber bei der zuständigen regionalen Einwanderungsbehörde ein Certificate of Eligibility beantragen, das dann zur Ausstellung des Arbeitsvisums bei einer japanischen Auslandsvertretung zugrundegelegt wird.
Unterlagen
(a) Gültiger Reisepaß. (b) Antrag. (c) 1 Paßfoto. (d) Geschäftsvisum: Einführungsschreiben. (e) Touristenvisum: Rückflugticket. (f) Nachweis ausreichender Geldmittel. (g) Buchungsbestätigung des Reisebüros und Quittung. (h) Einladung bei Privatreisen.
Anmerkung
Falls der Antrag nach Japan geschickt werden muß, ist der Antrag in doppelter Ausfertigung mit 2 Paßfotos einzureichen.
Bearbeitungszeit
Unterschiedlich, je nach Nationalität und Besuchsgrund.
Geld
Währung
Japanischer Yen. Wärungskürzel: ¥, JPY (ISO-Code). Banknoten sind in den Werten von 10.000, 5000, 2000 und 1000 ¥ im Umlauf. Münzen in den Werten von 500, 100, 50, 10, 5 und 1 ¥.
Geldwechsel
Geld muß bei autorisierten Banken oder Wechselstuben umgetauscht werden.
Kreditkarten
Visa, Diners Club, American Express, MasterCard, Eurocard und andere größere Kreditkarten werden angenommen. Einzelheiten vom Aussteller der jeweiligen Kreditkarte.
Geldautomaten
Geldautomaten sind weitverbreitet, obwohl viele Automaten ausländische Kredit- oder Debitkarten nicht annehmen. Geldautomaten stehen während der üblichen Öffnungszeiten der Banken zur Verfügung, so daß dieser Dienst an Wochenenden nicht, oder nur eingeschränkt, genutzt werden kann. Die meisten ausländischen Kredit- und Debitkarten werden jedoch an den über 21.000 Geldautomaten der japanischen Postämter akzeptiert, die in der Regel Mo-Fr 07.00-23.00 Uhr und Sa-So 09.00-19.00 geöffnet haben. Citibank-Automaten nehmen ebenfalls ausländische Kreditkarten an und sind oft rund um die Uhr geöffnet.
Reiseschecks
Können bei Banken, größeren Hotels und in manchen Duty-free-Shops umgetauscht werden. Um zusätzliche Umtauschgebühren zu vermeiden, sollten Reiseschecks in japanischen Yen oder US-Dollar ausgestellt sein.
Wechselkurse
| ¥ | ¥ | ¥ | ¥ | ¥ | |
| Dez. '02 | Apr. '03 | Sept. 03 | Jan. 04 | Apr. '04 | |
| 1 € | 124,09 | 128,08 | 129,02 | 136,34 | 128,21 |
| 1 CHF | 84,76 | 86,75 | 83,44 | 86,83 | 82,01 |
| 1 US$ | 124,43 | 120,06 | 109,61 | 106,50 | 103,68 |
Devisenbestimmungen
Keine Beschränkungen für die Ein- oder Ausfuhr von Landes- und Fremdwährungen. Beträge über 1.000.000 ¥ müssen deklariert werden.
Öffnungszeiten der Banken
Mo-Fr 09.00-15.00 Uhr.
Duty Free
Duty Free
Folgende Artikel dürfen zollfrei nach Japan eingeführt werden:
400 Zigaretten oder 100 Zigarren oder 500 g Tabak;
3 Flaschen (jeweils ca. 0,76 l) Spirituosen;
57 ml Parfüm;
Geschenke bis zu einem Wert von 200.000 ¥.
Anmerkung: (a) Die angegebenen Mengen für Tabakwaren gelten für Personen, die ihren dauerhaften Wohnsitz nicht in Japan haben. Tabak- und Alkoholfreibeträge für Personen ab 20 Jahren.
Einfuhrverbot
Artikel, die Patent- oder Copyright-Rechte verletzen, Falsch- oder Papiergeld, Schußwaffen, Munition, Drogen, obszöne Zeitschriften, Fleisch sowie Pflanzen mit Erde.
Gesetzliche Feiertage
Gesetzliche Feiertage
1. Jan. 2004 Neujahr. 12. Jan. Tag der Erwachsenen. 11. Febr. Tag der Staatsgründung. 20. März Frühlingsbeginn. 29. April Tag des Grüns.
3. Mai Tag der Verfassung. 4. Mai Nationalfeiertag (wird nicht gefeiert, wenn er auf einen Sonntag fällt). 5. Mai Tag der Kinder. 19. Juli Tag der Marine. 20. Sept. Ehrerbietung vor dem Alter. 23. Sept. Herbstbeginn. 11. Okt. Tag der Gesundheit und des Sportes. 3. Nov. Tag der Kultur. 23. Nov. Tag des Dankes für die Arbeit. 23. Dez. Geburtstag des Kaisers Akihito.
1. Jan. 2005 Neujahr. 2. Jan. Feiertag. 3. Jan. Feiertag. 10. Jan. Tag der Erwachsenen. 11. Febr. Tag der Staatsgründung. 20. März Frühlingsanfang. 29. April Tag des Grüns. 3. Mai Tag der Verfassung. 5. Mai Tag der Kinder. 18. Juli Tag der Marine. 6. Aug. Hiroshima Friedensfest (nur Hiroshima). 9. Aug. Nagasaki Gedenktag (nur Nagasaki). 19. Sept. Ehrerbietung vor dem Alter. 23. Sept. Herbstanfang. 10. Okt. Tag der Gesundheit und des Sportes. 3. Nov. Tag der Kultur. 23. Nov. Tag des Dankes für die Arbeit. 23. Dez. Geburtstag des Kaisers Akihito. 31. Dez. Feiertag.
Anmerkung
(a) Viele Geschäfte und Büros haben vom 29. Dez. - 3. Januar (Neujahr) geschlossen. (b) Fällt ein Feiertag auf einen Sonntag, so wird der darauffolgende Montag zum Feiertag.
Gesundheit
Gesundheit
| Krankheit | Vorsorge | Impfbescheinigung |
| Gelbfieber | Nein | Nein |
| Cholera | Nein | Nein |
| Typhus & Polio | Nein | - |
| Malaria | Nein | - |
| Essen & Trinken | Nein | - |
Hepatitis B ist endemisch.
Japanische Enzephalitis kommt in warmen ländlichen Gebieten im Süden vor. Die Borreliose tritt landesweit auf.
Gesundheitsvorsorge
Die International Association for Medical Assistance to Travellers und das Rote Kreuz vermitteln englischsprachige Ärzte. In allen Großstädten gibt es Krankenhäuser. Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung wird empfohlen, da die Kosten für medizinische Behandlungen sehr hoch sind.
Reiseverkehr - International
Flugzeug
Japans nationale Fluggesellschaften sind: Japan Airlines (JL) (Internet: www.jal-europe.com ; Reservierungen: Tel: 0180-222 87 00 (Deutschland); 01-502 91 88 88 (Österreich); 0844-88 87 00 (Schweiz)) und ANA – All Nippon Airways (NH) (Internet: www.anaskyweb.com oder www.allnipponairways.de ). Japan Airlines, ANA und viele europäische Fluggesellschaften bieten Nonstopflüge nach Tokio und Osaka.
Durchschnittliche Flugzeiten
Frankfurt – Tokio: 11 Std. 20 (Direktflug); Frankfurt – Kansai (Osaka): 12 Std. 15; Wien – Tokio: 12 Std. (Direktflug); Zürich – Tokio: 11 Std.
Internationale Flughäfen
New Tokyo International Airport (NRT)
(Narita) (Internet: http://www.narita-airport.or.jp/airport_e ) liegt 65 km östlich von Tokio (Fahrzeit ca. 1 Std., je nach Verkehrslage). Da die Terminals ca. 1,5 km voneinander entfernt liegen, sollte man vor Abfahrt überprüfen, von welchem Terminal man abfliegt. Die Terminals verfügen beide über separate Bahnhöfe. Keisei Electric Railway (Internet: www.keisei.co.jp ) bietet regelmäßige Zugverbindungen nach Tokio und zu diversen anderen Zielen sowie einen Skyliner-Service, für den Reservierung im voraus und ein Zusatzticket erforderlich sind (Fahrzeit ins Stadtzentrum von Tokio: 1 Std.). Der Narita Express von JR East (Internet: www.jreast.co.jp ), der im voraus reserviert werden muß, und andere Schnellzüge fahren nach Tokio und zu anderen Zielen in der Region. Taxis und Limousinen mit Chauffeur stehen am Flughafen zur Verfügung. Limousinen-Busse fahren zum inländischen Haneda-Flughafen und zu zahlreichen Hotels; jeweils verschiedene Linien bedienen die beiden Terminals. Duty-free-Shop, Bank/Wechselstube (09.00-23.00 Uhr), Postamt, Mietwagenschalter, Tourist-Information, Hotel-Reservierungsschalter, Konferenzeinrichtungen, Apotheke, Geschäfte, Bars, Snackbars und Restaurants.
Osaka Kansai International (KIX) (Internet: www.kansai-airport.or.jp ) ist 50 km südwestlich von Osaka gelegen, 50 Autominuten und 30 Minuten (bzw. 65 Min.) mit dem Zug von Osaka entfernt. Es gibt eine Fährverbindung von Awaji Island (Sumoto) zum Flughafen (Fahrzeit: ca. 50 Min.). Die Fähre der Sumoto Pearl Line (Tel: (0799) 23 14 44. Internet: www.atc.ne.jp/pearlline/ ) verkehrt alle 2 Stunden in der Zeit von 07.30-21.30 Uhr. Ein Shuttlebus verbindet das Flughafengebäude mit dem Fährhafen (Fahrzeit: 6-8 Min.). Die Kosten für den Shuttlebus sind im Preis für die Fährüberfahrt enthalten. Vom Kansai-Flughafenbahnhof fährt alle 20 Minuten ein Hochgeschwindigkeitszug von Nankai Railway (Internet: www.nankai.co.jp) zum Osaka Namba-Bahnhof (Fahrzeit: 30 Min.). Von dort gibt es Anschlüsse zu allen Zielen in der Region, u.a. auch nach Kobe und Kyoto (Reservierung erforderlich, Tel: (0724) 56 62 42). Der Flughafen ist auch an das Bahnnetz von JR West Railway (Internet: www.westjr.co.jp ) angebunden: der Expresszug Haruka fährt alle 30 Minuten nach Kyoto; der Kansai Airport Rapid Service fährt alle 20 Minuten nach Kyobashi. Taxis stehen jederzeit auf der ersten Etage vor dem Terminalgebäude zur Verfügung. Busse fahren zu den meisten Hotels und zu Zielen in der Umgebung, u.a. zum Namba-Busbahnhof von Osaka, nach Kobe und Kyoto. Die Busse kommen auf der vierten Etage an (internationale Abflüge) und fahren auf der ersten Etage (internationale Ankunft) ab. Fahrscheinautomaten befinden sich vor dem Terminalgebäude. Weitere Informationen sind erhältlich vom Kansai Airport Transportation Enterprise (KATE) (Tel: (0724) 61 13 74. Internet: www.kate.co.jp ). Duty-free-Shops, Tourist-Information, Mietwagenschalter, Banken/Wechselstube, Bars und Restaurants.
Fukuoka International (FUK) liegt 10 km von der Stadt entfernt (Fahrzeit 20 Min.). Von 08.00-21.20 halbstündliche Busverbindung zur Stadt (Fahrzeit 60 Min.). Duty-free-Shop, Mietwagenschalter, Hotel-Reservierungsschalter, Apotheke, Bank/Wechselstube, Postamt, Bars und Restaurants.
Nagoya International (NGO)
liegt 10 km nördlich der Stadt und bietet Flugverbindungen nach Seoul, Bangkok, Singapur, Honolulu, Taipei, Brisbane, Melbourne, Sydney, Paris und Frankfurt/M. Hotel-Reservierungsschalter, Bank, Duty-free-Shops, Mietwagenschalter, Apotheke und Restaurants.
Flughafengebühren
Nur auf internationalen Flügen.
Fukuoka Airport: 945 ¥.
Kansai-Flughafen: 2650 ¥.
Narita Airport: 2040 ¥.
Nagoya Airport: 750 ¥.
Kinder unter 12 Jahren zahlen jeweils die Hälfte.
Schiff
Zahlreiche Passagierschiffe legen in den größten japanischen Häfen an. Fähren bieten täglich Verbindungen von Osaka und Kobe nach Shanghai (China) und wöchentlich von Kobe nach Tanggu (nahe Tianjin, China). Verbindungen nach Taiwan legen in Okinawa ab. Die Shimonoseki-Busan Fähre verkehrt in der Nacht über das japanische Meer nach Südkorea. Nach Rußland gibt es wöchentliche Fährverbindungen, die von Yokohama nach Nakhoda (in der Nähe von Wladiwostok) kreuzen. Außerdem gibt es zweimal wöchentlich Verbindungen von Korsakow in Rußland nach Wakkanai in Hokkaido. Kreuzfahrtschiffe laufen die japanischen Inseln auf dem Weg nach Shanghai und Hongkong an.
Bahn
Die Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Japan ist interessant, dauert aber recht lange. Täglich fährt der Zug von Moskau ab, und nach etwa sechs Tagen erreicht man Nachodka (Hafenstadt östlich von Wladiwostok). Von dort setzt man mit dem Schiff nach Niigata über.
Reiseverkehr - National
Flugzeug
Linienflüge:
Inlandflüge werden von Japan Airlines (JL), ANA – All Nippon Airways (NH) und Japan Air System (JD) durchgeführt. Japan Airlines verbindet alle größeren Städte. Die anderen Fluggesellschaften fliegen auch kleinere Städte an.
Haneda (HND) ist Tokios Flughafen für Inlandflüge. China Airlines (CI) landet als einzige internationale Fluggesellschaft hier. Eine Einschienenbahn (Monorail) verbindet Haneda mit Hamamatsu-cho. Osakas Itami (ITM) wird für Inlandflüge genutzt. Die wichtigsten Flugstrecken sind Tokio – Sapporo, Tokio – Fukuoka, Tokio – Osaka und Tokio – Naha.
Auf den internationalen Flughäfen in Tokio und Osaka stehen Flugschein-Automaten am Schalter für Inlandflüge zur Verfügung.
Billigflüge:
Air Do (Internet: www.airdo21.com ),
Fairinc (Internet: www.fairinc.co.jp ),
Jal Express (Internet: www.jal.co.jp/jex/ ),
Skymark Airlines (Internet: www.skymark.co.jp ) und
Skynet Asia Airways (Internet: www.skynetasia.co.jp/en/index.html ) bieten Billigflüge innerhalb von Japan an.
Schiff
Es gibt regelmäßige Fähr-, Schnellboot- und Luftkissenbootverbindungen von der Hauptinsel zu den kleineren japanischen Inseln. Hauptrouten sind:
Awaji: Akashi–Iwaya;
Shodo: Himeji–Fukuda, Okayama–Tonosho und Takamatsu–Tonosho;
Shiraishijima und Manabejima: Kasaoka–Shiraishijima–Manabejima;
Ikuchijima und Omishama: Mihara–Setoda.
Hochgeschwindigkeitszüge verkehren regelmäßig zwischen Tokio und den wichtigen Häfen.
Bahn
Japan hat eines der besten Schienennetze der Welt. Auf den wichtigsten Strecken verkehren die Züge in sehr kurzen Abständen. Die Shinkansen, superschnelle Expreßzüge, haben Abteile für Rollstuhlfahrer sowie Speise- und Büffetwagen. Sie verkehren mit Spitzengeschwindigkeiten bis zu 270 km/h und sind eine Alternative zum Flugverkehr. Verspätungen sind fast unbekannt. Für die Schnellzüge und die 1.-Klasse-Wagen der wichtigsten Züge wird ein besonderer Zuschlag verlangt. Sitzplatzreservierung ist erforderlich für die Wagen erster Klasse, frühzeitige Buchung ist empfehlenswert (bis zu einem Monat im voraus ist möglich). Der Shinkansen verbindet mehrmals in der Stunde Tokyo mit den wichtigsten Landesteilen.
Neben diesen Hochgeschwindigkeitszügen gibt es noch Schnellzüge, Eilzüge und Lokalbahnen. Die Fahrpreise setzen sich aus einem Grundtarif, der von der Länge der Fahrstrecke abhängt, und einem Zuschlag zusammen, welcher je nach Art der benutzten Züge verschieden hoch ist.
Japan Rail Pass:
Dieser Touristen-Paß, der nur vor der Ankunft in Japan gekauft werden kann, ist bei den Büros der Japan Airlines (nur für Passagiere) und den nachstehenden Reiseunternehmen erhältlich, bei denen man zuerst eine Exchange Order erhält, die später in Japan gegen den eigentlichen Paß eingelöst wird: Japan Travel Bureau, Große Friedberger Straße 23, D-60313 Frankfurt/M. Tel: (069) 299 87 80. Fax: (069) 29 58 54. Es gibt zahlreiche weitere Reisebüros, die den JR-Paß austellen. Eine vollständige Liste ist vom Fremdenverkehrsamt erhältlich (s. Adressen). Der Japan Rail Pass ist wahlweise für 7, 14 oder 21 Tage gültig. Kinder zwischen 6-11 Jahren zahlen die Hälfte. Der Pass berechtigt zu unbegrenzten Reisen auf fast allen von JR betriebenen Zug-, Bus- und Schifffahrtslinien. (Der Pass kann nicht für den Superexpresszug Nozomi eingesetzt werden). Andere Anbieter verlangen einen Preisaufschlag. Rückerstattung der Gesamtkosten nur bei unbenutzten Pässen.
Für Reisende, die sich nur in bestimmten Regionen Japans aufhalten, sind regionale Rail-Pässe zu günstigen Tarifen erhältlich. Der
JR-East Rail Pass
(Internet: www.jreast.co.jp ) ist für die nördliche von Tokyo gelegenen Regionen mit Ausnahme von Hokkaido gültig. Der JW-West Rail Pass (Internet: www.westjr.co.jp ) gilt für die Regionen westlich des Kansai International Airport, und der JR-Kyushu Rail PAss gilt für die gesamte Insel Kyushu.
Bus/Pkw
Autofahren auf den überfüllten Straßen ist kein Vergnügen, zumal es nur wenige Verkehrsschilder mit lateinischen Buchstaben gibt. In ländlichen Gebieten ist deshalb ein Kompass sehr hilfreich. Die Stadtzentren sind oft verstopft. Die Schnellstraßen Keiyo Highway, Tohoku-, Tomei-, Tokaido-, Joban- und Meishin-Expressway verbinden die Städte an der Pazifikküste. Maut: Die Autobahnen sind geührenpflichtig. Unterlagen: Österreichische Staatsbürger können mit dem österreichischen internationalen Führerschein in Japan Auto fahren, deutsche und schweizer Staatsbürger benötigen zusätzlich zu ihrem nationalen Führerschein eine Übersetzung ins Japanische. Reisende müssen noch mindestens drei Monate ab Ausstellungsdatum des Führerscheins im Herkunftsland gelebt haben. Übersetzungen sind bei den zuständigen Vertretungen gegen eine Gebühr erhältlich.
Verkehrsbestimmungen:
Promillegrenze: 0,0 ;
Linksverkehr.
Geschwindigkeitsbegrenzungen:
auf Autobahnen: 100 km/h;
auf Landstraßen: 50 km/h.
Fernbusse (Internet: www.jrbuskanto.co.jp/mn/ceindex.cfm ) verbinden Tokyo mit allen größeren Städten.
Stadtverkehr
Die öffentlichen Verkehrsmittel sind ausgezeichnet und pünktlich, jedoch zu den Stoßzeiten (besonders morgens zwischen 08.00 und 09.00 Uhr) überfüllt. Alle großen Städte (Tokyo, Osaka, Kyoto, Nagoya, Yokohama und Sapporo) haben ein U-Bahnnetz; die von Privatunternehmen betriebenen Vorortzüge ergänzen das Nahverkehrssystem. Während des Berufsverkehrs sollte man öffentliche Verkehrsmittel meiden. Es ist nicht immer leicht, die städtischen Busse zu benutzen; wenn man nicht mit einem Ortskundigen unterwegs ist, sollte man sich den Weg vom Hotelpersonal genau beschreiben lassen. Für die Züge und U-Bahnen stehen Fahrkartenautomaten zur Verfügung. Sammelkarten sind erhältlich. Das Fahrgeld wird oft erst beim Verlassen des Busses verlangt (beim Einsteigen zieht man eine Karte mit der Nummer der Station, an der man einsteigt). In Tokio gibt es ein sehr gut ausgebautes öffentliches Bus-, S-Bahn- und U-Bahnnetz. Es bestehen zwei U-Bahnsysteme, die Teito Rapid Transit Authority (TRTA) (Internet: www.tokyometro.go.jp ) betreibt das Eidan-System (8 Linien), während das System der Tokyo Metropolitan (TBTMG) 4 Linien beinhaltet. Es gibt diverse S-Bahnlinien, die entweder öffentlich oder privat betrieben werden. Zwischen den Zügen der meisten Gesellschaften kann man problemlos umsteigen und mit demselben Fahrschein weiterfahren. Die Yamanote-S-Bahnlinie umfährt kreisförmig Zentral-Tokio; sie bietet nicht nur eine gute Gelegenheit, einen ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen, sondern hält auch in den wichtigsten Zentren der Stadt, wie Shibuya, Shinjuku oder Tokyo Station. Fahrpreise richten sich nach Entfernung, die Zielstation muß in den Fahrkartenautomaten eingegeben werden. Wochen- und Monatskarten sind erhältlich. Preisgünstige Tageskarten für den innerstädtischen Nahverkehr werden in Tokyo und Osaka angeboten. Taxi: In den Stoßzeiten 07.30-09.30 und 17.00-18.00 Uhr sowie nachts 23.00-05.00 Uhr besonders teuer. Für die ersten 2 km wird eine Mindestgebühr erhoben, bei Staus wird auch die gewartete Zeit berechnet. Der Bestimmungsort sowie ein in der Nähe gelegener bekannter Ort sollten auf japanisch aufgeschrieben werden. Am besten eine Wegskizze mitnehmen, da es kaum Straßennamen gibt; Hausnummern richten sich nach der zeitlichen Reihenfolge, in der Häuser in einem bestimmten Bezirk gebaut wurden. Wenn das rote Licht in der unteren linken Ecke der Windschutzscheibe leuchtet, ist das Taxi frei. Die Türen werden automatisch von dem Fahrer geöffnet und geschlossen.
Fahrzeiten
von Tokio zu den folgenden größeren Städten (ungefähre Angaben in Std. und Min.):
| Flugzeug | Schiff | Bahn | Bus/Pkw | |
| Nagoya | - | - | 2.00 | 4.00 |
| Kagoshima | 1.50 | 48.00 | 10.00 | 26.00 |
| Fukuoka | 1.45 | - | 6.30 | 13.00 |
| Nagasaki | 1.40 | - | 9.00 | 18.00 |
| Okinawa | 2.30 | 60.00 | - | - |
| Osaka | 1.00 | - | 3.15 | 6.00 |
| Sapporo | 1.25 | - | 14.00 | - |
Unterkunft
Hotels
Sind entweder im »westlichen« oder im traditionellen Stil eingerichtet, gelegentlich findet man auch eine Mischung aus beiden. Westlicher Stil bedeutet europäische oder amerikanische Ausstattung. Die Business Hotels im westlichen Stil bieten preiswerte Übernachtungsmöglichkeiten für Geschäftsreisende. Sie befinden sich i. allg. in der Stadtmitte, die Zimmer sind meist Einzelzimmer. Hotels japanischen Stils bieten hohen Komfort. In einigen Hotels z. B. wird die japanische Teezeremonie durchgeführt. Eine Vielfalt an Extraleistungen wird angeboten. 10-20% Bedienung werden auf die Rechnung aufgeschlagen.
Ein besonderes Vergnügen ist die Übernachtung in einem Ryokan, einem traditionellen japanischen Hotel. Preise sind sehr unterschiedlich, Frühstück und Abendessen – meist japanische Gerichte – sind oft im Übernachtungspreis enthalten. Man trägt keine Straßenschuhe, sondern die bereitgestellten Hausschuhe. Reisstrohmatten und Schiebetüren aus Holz und Papier, japanische Bäder und der Ausblick auf einen der herrlichen japanischen Mini-Gärten vermitteln ein besonderes Ambiente. Der Service ist hervorragend. Weitere Informationen sind bei der Japan Ryokan Association (Internet: www.ryokan.or.jp ) erhältlich.
Capsule-Hotels gibt es in allen größeren Städten in der Nähe der Bahnhöfe, wo man in winzigen Kabinen preiswert übernachten kann. Das von der Japan Tourist Organization gegründete Welcome Inn-Reservierungssystem bucht Unterkünfte der unteren Preisklasse. Näheres vom Fremdenverkehrsamt (s. Adressen).
Kategorien: Es gibt keine Kategorien.
Weitere Informationen von der Japan Hotel Association, Shin Otemachi Building, 2-2-1 Otemachi, Chiyoda-ku, JP-Tokyo 100-0004. (Tel: (03) 32 79 27 06. Fax: (03) 32 74 53 75. Internet: www.j-hotel.or.jp ).
Auskünfte erhält man auch von Japan Hotel Network, Hanagashima Cho, Sese Machi 1256-1 Sato Mansion 109, JP-Miyazaki City. Fax: (985) 32 22 13. (E-Mail: jhn@japanhotel.net ; Internet: www.japanhotel.net ).
Für Informationen zu Hotels speziell in Tokio steht folgende Organisation zur Verfügung: Tokyu Hotel Chain Co Ltd, 10-3 Nagata-Cho, 2-Chome, Chiyoda-Ku, JP-Tokyo 100-0014. (Tel: (03) 35 81 86 55. Fax: (03) 32 64 02 25. Internet: www.tokyuhotel.com ).
Pensionen
Vor allem in Erholungsgebieten gibt es Pensionen westlichen Stils. Minshuku sind preiswerte Familienpensionen, hauptsächlich in Erholungsgebieten gelegen. Ein oder zwei Mahlzeiten sind im Preis enthalten, die Zimmeraustattung ist einfacher als in ryokans oder Hotels im westlichen Stil.
Jugendherbergen
Es gibt etwa 400 Jugendherbergen in Japan. Nähere Auskünfte sind unter folgender Adresse erhältlich: Japan Youth Hostels Inc., 2-20-7 Misaki-cho, Chiyoda-ku, JP-Tokyo 101-0061. (Tel: (03) 32 88 14 17. Fax: (03) 32 88 12 48. E-Mail: info@jyp.jp ; Internet: www.jyh.or.jp ).
Urlaubsorte & Ausflüge
Urlaubsorte & Ausflüge
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Japan besteht aus einer Kette bergiger Inseln, die an der Küste Chinas liegen und, im Falle der nördlichsten Insel Hokkaido, an die Russische Föderation angrenzen. Der größte Teil des Landes ist bewaldet und kann für die Landwirtschaft nicht genutzt werden. Die Küstenlinie besteht aus zahlreichen Buchten. Die anderen größeren Inseln südlich und westlich von Hokkaido sind der Reihe nach Honshu, Shikoku und Kyusho. Die Nansei-Inseln sind eine kleine Inselkette, die weiter südwestlich liegt.
Tokio: In der Hauptstadt gibt es viel zu sehen: den Kaiserpalast, der in einem Park liegt, den Stadtteil Asakusa (lebendiges Einkaufs- und Vergnügungsviertel) mit einem der ältesten Tempel des Landes (Asakusa Kannon) und nicht zuletzt zahlreiche Tempel, Schreine und herrliche Landschaftsgärten. In Shibuya, im Westen der Stadt, liegt der Nationalpark mit dem Meiji-Schrein, der dem Kaiser Meiji (1852-1912) gewidmet ist, der das Land dem Westen geöffnete. Die Boso-Halbinsel und die schönen Strände von Shirahama sind von Tokio aus schnell zu erreichen. Narita wird von zahlreichen Pilgern aufgesucht. Der Kairakuen-Park in Mito ist im Februar besonders sehenswert, wenn die Pflaumenbäume blühen; das Museum für Moderne Kunst ist allein für seine Architektur einen Besuch wert, veranstaltet aber auch mit die interessantesten Ausstellungen für moderne Kunst in ganz Japan. Mashiko und Kasama sind Zentren für Keramik. In Mashiko kann man das alte Anwesen von Shoji Hamada besichtigen, der nicht nur zum Erhalt alter Keramiktraditionen selbst beigetragen, sondern diese auch weit über Japans Grenzen hinaus bekannt gemacht hat. Interessant ist auch das Bonsai-Dorf. In Ogawa-Machi wird Papier hergestellt. In einem Nationalpark mit prächtigen Tempeln und Mausoleen liegt Nikko, eines der beliebtesten Ausflugsziele. Der Stil der Tempel weicht von denen des übrigen Landes ab: In den vielfältigen und bunten Dekorationen zeigt sich ein starker chinesischer Einfluß. Die Schnitzerei mit den drei Affen (Toshogu-Schrein), von denen sich der erste die Augen, der zweite die Ohren und der dritte den Mund zuhält, ist die berühmteste dieses Tempelbezirks. Ein paar Kilometer oberhalb von Nikko liegt der landschaftlich sehr schön gelegene Chuzenji-See. Die Region um Nikko ist berühmt für die Herbstfarben ihrer Bäume; wenn man im September oder Oktober hier ein paar Tage verbringen will, muß man lange im voraus buchen. Vor der Westküste von Honshu, nicht weit von Niigata, liegt die Insel Sado, landschaftlich attraktiv und jeden August Schauplatz eines interessanten Musik-Festivals, das von einer traditionellen Trommlergruppe (Kodo) veranstaltet wird und Musiker aus der ganzen Welt anzieht.
Hokkaido, Japans nördlichste Insel, wurde erst während des letzten Jahrhunderts von Japanern besiedelt. Die Ureinwohner, die Ainu, sind ethnisch nicht mit den übrigen Japanern verwandt. Sie bemühen sich um Anerkennung ihrer kulturellen Autonomie. Hokkaidos größte Attraktion ist seine unberührte Natur. Fünf Nationalparks laden zu Wanderungen, Fahrradtouren und zum Skilaufen ein.
Fuji-Hakone-Izu: Der Fuji-san (Fudschijama), der höchste Berg Japans, ist ein besonderer Anziehungspunkt. Die Fuji-Five-Lakes und Hakone, ein Ferienort mit heißen Quellen, sind einen Besuch wert. Die Izu-Halbinsel ist bekannt für ihr warmes, subtropisches Klima. In den letzten Jahren gibt es in Izu immer mehr Erdbeben, die auf eine verstärkte vulkanische Tätigkeit der Region schließen lassen.
Die Japanischen Alpen im Zentrum der Insel Honshu sind bei Bergsteigern sehr beliebt. Nagano, in den nördlichen Alpen, war Austragungsort der Winter-Olympiade 1998. Nagoya, eine wichtige Industriestadt, ist auch das Zentrum des traditionellen Kunsthandwerks. Sie liegt in der Nähe des Ise-Shima-Nationalparks.
Kyoto wurde 794 n. Chr. im klassischen chinesischen Stil errichtet und war jahrhundertelang das religiöse, politische und kulturelle Zentrum Japans. Die alte Kaiserstadt erkundet man am besten zu Fuß. Der Heian-Schrein, dem ersten und dem letzten Kaiser in Kyoto gewidmet, besticht durch seine Weitläufigkeit und seine brillianten Farben, seine Holzbalken und -wände sind karmesinrot, seine lackierten Dachziegeln giftgrün. Ein Spaziergang auf dem Philosophensteig (Tetsugaku no michi), entlang der östlichen Hänge der Stadt, ist eine gute Art und Weise, einige der wichtigsten Tempel Kyotos zu besichtigen. Hier liegen der Nanzen-ji, ein bedeutender Zen-Tempel mit einem berühmten Tofu-Restaurant, der Eikan-do, von dessen Pagode man einen guten Ausblick über Kyoto hat, und der Ginkaku-ji, der silberne Tempel, dessen Zen-Steingarten einer der wichtigsten des Landes ist. Im Norden Kyotos liegt der Kinkaku-ji, ein vergoldeter Pavillon. Nicht weit entfernt sollte man sich den Ryoan-ji ansehen, ebenfalls mit einem eindrucksvollen Zen-Garten. In den vielen kleinen »Unter-Tempeln« des Daitoku-ji findet man willkommene Ruhe. Man sollte unbedingt einen der wunderschönen Gärten Kyotos einen Besuch abstatten. Ausflüge von Kyoto bieten sich an, u. a. nach Himeji, wo es eine alte Burg zu besichtigen gibt, und in die Berge nach Uji, einem der Schauplätze des wahrscheinlich ältesten Romans der Menschheitsgeschichte, des Genji Monogatari (Geschichte des Prinzen Genji), geschrieben um das Jahr 1000 von Lady Murazaki, einer kaiserlichen Hofdame.
Nara ist eine der ältesten Städte Japans und wird oft als Wiege der japanischen Kultur bezeichnet. Eine Million Besucher kommen alljährlich, um die historische fünfstöckige Kofuku-ji-Pagode, die antiken Statuen, Schreine und Tempel zu besichtigen. Der berühmte Todai-ji-Tempel mit dem weltgrößten Holzgebäude und der weltgrößten bronzenen Buddhastatue beeindrucken jeden Besucher. Im Nara-Park, wo die meisten der Tempel stehen, leben hunderte von halbzahmen Hirschen, die gefüttert werden wollen. Außerhalb von Nara gibt es mehrere Ausgrabungsstätten, die mehrere Tempel vorzuweisen haben.
HIROSHIMA UND NAGASAKI: Hiroshima, im Westen der Insel Honshu gelegen, war das Ziel des ersten Atombombenabwurfes der USA am Ende des Zweiten Weltkrieges. An diese Tragödie erinnert der Peace Memorial Park und der Atomic Bomb Dome, von der UNESCO 1996 zum Weltkulturerbe erklärt. Jährlich im Mai findet in Hiroshima das Blumenfest statt, ein Ereignis, das Tausende von Besuchern anzieht. Auf der südlichen Insel Kyushu liegt Nagasaki, das zweite Ziel der Atomangriffe auf Japan. Die Stadt besitzt ebenfalls einen Friedenspark und ein Atombomben-Museum. Glover Mansion (Schauplatz von »Madame Butterfly« und das älteste Holzhaus Japans), der Chinesische Tempel und der Suwa-Schrein sind besuchenswert. Kyushu ist für seine landschaftliche Schönheit berühmt. Die heißen Quellen von Beppu-Onsen und der Aso, der größte tätige Vulkan der Welt, sind sehenswert. Das Gebiet um den Unzen-Vulkanist seit dem Ausbruch 1991 weiterhin gesperrt.
Okinawa, eine Inselgruppe südlich von Kyushu, bietet tropische Strände. Auf diesen Inseln, die seit 1972 wieder zu Japan gehören, mischen sich japanische und südostasiatische kulturelle Einflüsse.
Rundreisen
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5-tägige: (a) Tokio – Kamakura – Hakone – Kyoto – Nara – Tokio. (b) Tokio – Matsumoto – Takayama – Kanazawa – Kyoto – Tokio. (c) Osaka – Kobe – Hiroshima – Kyoto – Tokio. (d) Osaka – Kyoto – Nara – Ise – Nagoya – Osaka. 7-tägige: (a) Tokio – Hakone – Toba – Ise – Kyoto – Nara – Kyoto – Nikko – Tokio. (b) Tokio – Matsumoto – Takayama – Kanazawa – Kyoto – Tokio. (c) Tokio – Sendai – Hiraizumi – Lake Towada – Akita – Bandai-Kogen-Plateau – Aizu-Wakamatsu – Tokio. (d) Osaka – Kyoto – Gifu – Takayama – Matsumoto – Nagano – Tokio.
Sozialprofil
Essen & Trinken
Die japanische Küche ist in ihrer traditionellen Zubereitungsweise eine wahre Kunstform. Die appetitlichen Kreationen sind selten stark gewürzt, vielmehr kommt es auf den Eigengeschmack der einzelnen Zutaten an und auf die sorgfältige Zusammenstellung verschiedener Formen und Farben auf dem Teller. Bemerkenswert ist die Leichtigkeit der Speisen. Frisches Gemüse wird nur kurz gegart. Spezialitäten sind Teriyaki (mariniertes gebratenes Rindfleisch), Sukiyaki (dünne Rindfleischstreifen, Tofu und Zwiebeln in Sojasoße gekocht und in Ei getunkt), Tempura (in Öl ausgebackene Meeresfrüchte und Gemüse), Okonomiyaki (eine Art Pfannkuchen, den man selber am Tisch brät), Sushi (mit rohem Fisch und Gemüse gefüllte oder belegte Reisröllchen) und Sashimi (roher Fisch). Am besten probiert man Sushi in Sushi-Bars, in denen oft eine Art Fließband mit den verschiedenen Speisen am Gast vorbeiführt, der sich die Delikatessen so selbst aussuchen kann. Japanische Hausmannskost ist einfacher, aber auch sehr schmackhaft. Am besten geht man in eines der vielen kleinen Restaurants, die man um U- und S-Bahnhaltestellen herum findet, und zeigt auf die angebotenen Gerichte. Tofu in verschiedensten Formen, Yakitori (gebratene Spießchen) und verschiedene Nudelgerichte (Soba, Udon, Ramen) sind sehr zu empfehlen. Ausgezeichnete asiatische Gerichte (koreanisch, sehr scharf; auch chinesisch) sowie europäische Gerichte werden in den Restaurants angeboten. In manchen Restaurants ist es üblich, die Schuhe auszuziehen. Getränke: Sake, ein im Winter meist heiß servierter Reiswein, ist ein stark alkoholhaltiges Getränk. An Shochu, einen hochprozentigen Aquavit, der meist mit einer Frucht im Glas serviert wird, muß man sich erst gewöhnen. Bekannte Biersorten wie Kirin, Sapporo, Suntory und Asahi ähneln dem europäischen Pils. Schottischer Whisky ist in Japan äußerst beliebt, jedoch sehr teuer, daher werden zahlreiche japanische Whiskysorten angeboten. Die Ausschankzeiten sind gesetzlich nicht beschränkt. Der Konsum alkoholischer Getränke unterliegt einer jahrhundertealten Höflichkeitsetikette. Der Gastgeber wird dem Gast ein Getränk eingießen und darauf achten, daß das Glas gefüllt bleibt. Als Ausdruck der Höflichkeit darf man dem Gastgeber nachschenken, sich aber unter keinen Umständen selbst bedienen.
Nachtleben
Zahllose Kinos, Bars, Cafés und Nachtklubs sorgen für Abwechslung. Im Sommer sind Dachgartenrestaurants und -biergärten sowie Straßencafés sehr beliebt. Jeden Abend finden zahlreiche Konzerte in Tokio statt, internationale Sinfonieorchester, Solisten und Ensembles treten auf. Karten sollten im voraus gekauft werden, da Veranstaltungen sehr schnell ausverkauft sind. In den großen Kaufhäusern gibt es Vorverkaufsbüros. In Karaoke-Bars dürfen sich die Gäste als Sänger versuchen: International bekannte Hits und Oldies werden vom Band gespielt, dem Amateur-Popstar wird ein Mikrofon in die Hand gedrückt, und der Text (natürlich in japanischer Schrift) wird auf dem Video-Bildschirm vorgegeben. Karaoke-Bars sind sehr beliebt und unbedingt einen Besuch wert, auch wenn man selbst keine Starambitionen hat. Ein anderes weitverbreitetes Freizeitvergnügen ist Pachinko, das dem Bingo-Spiel verwandt ist.
Einkaufstips
In den großen Kaufhäusern findet man eine Kombination fernöstlicher und europäischer Waren. Typische Mitbringsel sind Kimonos, Mingei (Kunsthandwerk wie z. B. Drachen und traditionelles Spielzeug), Seide aus Kyoto, Fächer, Wandschirme, Puppen, religiöse Gegenstände des Shinto und Buddhismus, Papierlaternen, Hi-fi-Geräte, Fotoapparate, Fernsehapparate und andere elektronische Geräte. Bei Vorlage des Reisepasses wird die Steuer erlassen. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-So 10.00-19.00/20.00 Uhr und an Feiertagen.
Sport
Das Sportangebot ist groß. Sumo, traditioneller Ringkampf, und Judo sind die Nationalsportarten. Judoausrüstungen können gekauft werden, Sportschulen bieten Unterricht für Männer und Frauen an. Die meisten Ausbilder sprechen Englisch. Kendo, japanisches Fechten, wird in zahlreichen Klubs und an Colleges ausgeübt. Baseball, ein beliebter Mannschaftssport, wird ganzjährig gespielt. Spiele finden tagsüber und auch abends statt, die preiswerten Eintrittskarten sind vielerorts erhältlich. Golf wird von vielen Geschäftsleuten gespielt, in Tokio und in der näheren Umgebung gibt es ausgezeichnete Golfpätze. Die Teilnahme ist oft nur auf Einladung oder nach Erwerb der Mitgliedschaft in einem Klub möglich.
Veranstaltungskalender
Jan. 2004 (1) Ippan Sanga (Neujahrsbesuch des kaiserlichen Palastes), Tokio. (2) Toka Ebisu (Verehrung des Gottes der Geschäftsleute), Osaka. Febr. (1) Setsubun (Bohnenfest), landesweit. Dem Mondkalender nach ist Setsubun der letzte Wintertag. Man versammelt sich im Tempelhof, um an einer traditionellen Zeremonie teilzunehmen, bei der man Bohnen wirft, um die bösen Geister zu vertreiben. (2) Schnee-Festival (Schneeskulpturen), Sapporo, Hokkaido. März (1) Hina Matsuri (Puppenfest), landesweit. (2) Kirschblütenfest, Tokio. Mai (1) Aoi Matsuri (Malvenfest), Shimogamo- und Kamigamo-Schreine, Kyoto. Ein farbenprächtiger Festzug im Stil der traditionellen kaiserlichen Prozession zur Huldigung historischer Schreine. (2) Sanja Matsuri (buddhistisches Fest), Tokio. Juni (1) Sanno Matsuri (Paraden in historischen Kostümen), Tokio. Juli Hagkata Gion, Fukuoka. Aug. (1) Awa Odori (Tanz und Gesang), Tokushima. (2) Tenjin Matsuri (Bootfest), Osaka. Okt. Takayama Herbstfest, Takayama. Nov. Shichi-go-san, landesweit. Die Eltern besuchen mit ihren (7-, 5- und 3-jährigen) Kindern einen Shinto-Schrein, um den Segen der Götter für ihre Kinder zu erbitten. 31. Dez. Omisoka (Silvester), Kanto.
Weitere Informationen von den Fremdeverkehrsämtern (s. Adressen).
Land & Leute
Die Höflichkeitsregeln, die von der Mehrheit der Japaner beachtet werden, weichen zwar in vieler Hinsicht von den europäischen ab, Japaner sind sich jedoch des Unterschiedes bewußt und akzeptieren, daß Ausländer nicht alle Sitten und Gebräuche kennen. Höfliches und korrektes Benehmen wird erwartet. Es ist unhöflich, »nein« zu sagen. Ein vages »ja« bedeutet aber nicht unbedingt eine Bejahung. Die Tatsache, daß es auch unter Japanern zahlreiche Mißverständnisse gibt, sollte Besucher beruhigen. Gäste werden selten in Privathäuser eingeladen, da dies eine sehr ernstzunehmende, formelle Angelegenheit ist. (Eine andere Version besagt, daß japanische Wohnungen zu klein sind, um Gäste einzuladen.) Zur Begrüßung verbeugt man sich. Die höfliche Nachsilbe San sollte bei der Anrede japanischer Männer und Frauen benutzt werden: Herr T. Yamada wird demnach mit »Yamada-san« angesprochen. Beim Betreten einer japanischen Wohnung oder eines Ryokans zieht man i. allg. die Schuhe aus, die Schuhspitzen sollten zur Eingangstür zeigen. Tischmanieren sind wichtig, obwohl ein japanischer Gastgeber dem westlichen Gast gegenüber sehr tolerant sein wird. Man sollte sich jedoch mit den wichtigsten Tischmanieren vertraut machen und Eßstäbchen benutzen. Es ist üblich, dem Gastgeber ein kleines Geschenk mitzubringen. Geschäftsleute sollten den japanischen Geschäftspartnern ebenfalls ein Geschenk überreichen. Nichtraucherzonen sind ausgeschildert. Trinkgeld wird nicht erwartet. Für besondere Dienste oder als Anerkennung können Geldgeschenke gemacht werden. Man sollte aber niemals eine Handvoll Kleingeld überreichen, sondern spezielle Briefumschläge für Geldgeschenke kaufen.
Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Japan gilt als eines der Wirtschaftswunder des 20. Jahrhunderts. In einem beispiellosen Aufstieg hat sich Japan nach dem 2. Weltkrieg zur zweitgrößten Wirtschaftsmacht der Welt entwickelt. Das einflußreiche Ministerium für Außenhandel und Industrie (MITI) führte strenge Importbeschränkungen ein, die vereint mit den ungewöhnlich aggressiven Exportmethoden Pluspunkte brachten. Die im Verhältnis zum Nettoeinkommen außergewöhnlich hohen Ersparnisse der Japaner haben gleichbleibend hohe Investitionen in der herstellenden Industrie ermöglicht. Große Mehrproduktbetriebe, denen eine Schar kleiner Firmen mit niedrigen Personal- und Nebenkosten die Rohmaterialien und Einzelteile zuliefert, bilden das Rückgrat der Binnenwirtschaft. Immer mehr Länder im pazifischen Raum mit kräftigem Wirtschaftswachstum, wie Singapur, Korea-Süd und Taiwan (China), werden in diese »Zuliefererrolle« gedrängt. Zahlreiche Auslandsfirmen beschweren sich über das restriktive Vertriebssystem. Industrieprodukte, allen voran Autos und elektronische Geräte, sind die wichtigsten Stützpfeiler der Wirtschaft, obwohl traditionelle Industriezweige wie der Kohlebergbau, Schiffbau und die Stahlverarbeitung ebenfalls mit Gewinn arbeiten. Die Landwirtschaft ist der einzige Bereich, auf dem sich Japan nicht mit den westlichen Industrieländern messen kann. Aufgrund einer Selbstversorgungsrate von nur 40% muß Japan Nahrungsmittel in großem Umfang einführen. Die ineffiziente Landwirtschaft wird von der Regierung vor der ausländischen Konkurrenz geschützt. Der jüngste und sehr schnell wachsende Sektor der japanischen Wirtschaft sind die Finanzdienstleistungen – die Tokyoer Börse ist die größte der Welt. Amerikanische und europäische Firmen beschweren sich auch hier über Diskriminierung. Die fortwährende Kritik kann den enormen Erfolg der japanischen Nachkriegswirtschaft dennoch nicht schmälern, der angesichts des Rohstoffmangels (u. a. kein Erdöl) umso erstaunlicher ist.
Die seit Beginn der neunziger Jahre währende Phase der Stagnation bzw. Rezession ist immer noch nicht überwunden. Die Staatsverschuldung ist hoch (rund 120% des Bruttosozialproduktes) und Wirtschaftswachstum sowie Arbeitsplätze können langfristig nur durch tiefgreifende Strukturreformen gesichert werden.
Japan liegt nach den USA und Deutschland auf dem dritten Rang unter den Exportländern der Welt. Die USA sind nach wie vor Japans wichtigster Handelspartner; sie sind Japans größter einzelner Absatzmarkt (2000: 29,7% der Gesamtexporte) und größter Lieferant (19,0% der Gesamtimporte). Hauptabnehmerländer Japans in der EU sind Deutschland, Großbritannien und die Niederlande; die wichtigsten Lieferanten sind Deutschland, Großbritannien und Frankreich. Der Handelsaustausch Japans mit seinen asiatischen Nachbarn ist 2000 im Zuge der Erholung von der Asienkrise wieder deutlich gestiegen. Wichtigster Lieferant ist weiterhin China, wichtigste Abnehmer sind Taiwan, China und Korea. In den Jahren 1999/2000 konnte Japan zudem einen sprunghaften Anstieg der Auslandsinvestitionen verzeichnen.
Geschäftsverkehr
Eine große Anzahl zweisprachiger Visitenkarten ist unerläßlich; man kann sie auch in Japan drucken lassen. Termine sollten im voraus vereinbart werden. Aufgrund der zu beachtenden Etikette sollte man mehr als ein paar Tage für den Geschäftsbesuch planen. Pünktlichkeit ist sehr wichtig. Vor den zumeist formellen Verhandlungen wird oft Tee gereicht. Geschäftszeiten: Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr.
Kontaktadressen
Deutsche Industrie- und Handelskammer in Japan
Postanschrift: CPO Box 588, JP-Tokyo 100-8692
Straßenadresse: Sanbacho KS Building, 5F 2-4 Sanbancho, Chiyoda-ku, JP-Tokyo 102-0075
E-Mail: info@dihkj.or.jp
Internet: www.dihkj.or.jp
Japan External Trade Organisation (JETRO)
Roßmarkt 17, D-60311 Frankfurt/M
Tel: (069) 28 32 15. Fax: (069) 28 33 59.
E-Mail: rep@f.jetro.de
Internet: www.jetro.de
Büros in Berlin, Düsseldorf und München.
Japan External Trade Organisation (JETRO)
Mariahilferstraße 41-43/3, A-1060 Wien
Tel: (01) 587 56 28. Fax: (01) 586 22 93.
E-Mail: e.info@jetro.at
Internet: www.jetro.at
Japan External Trade Organisation (JETRO)
Rue de Lausanne 80, CH-1202 Geneva
Tel: (022) 732 13 04. Fax: (022) 732 97 72.
Internet: www.jetrige.ch
Büro in Zürich.
Japan Chamber of Commerce and Industry (Nippon Shoko Kaigi-sho)
2-2 Marunouchi 3 Chome, Chiyoda-ku, JP-Tokyo 100-0005
Tel: (03) 32 83 78 24. Fax: (03) 32 11 48 59.
E-Mail: info@jcci.or.jp
Internet: www.jcci.or.jp
Konferenzen/Tagungen
Das japanische Konferenzbüro ist unter folgender Adresse zu erreichen:
Japan Convention Bureau
2-10-1 Yuraku-cho, Chiyoda-ku, JP-Tokyo 100-0006
Tel: (03) 32 16 29 05. Fax: (03) 32 16 19 78.
E-Mail: convention@jnto.go.jp
Internet: www.jnto.go.jp
Die Broschüre Convention Planner's Guide to Japan führt 35 Städte mit Konferenzeinrichtungen auf, einschließlich Tokio, Kyoto, Osaka, Yokohama, Hiroshima und Nagasaki.
Klima
Klima
Mit Ausnahme von Hokkaido und dem subtropischen Okinawa herrscht gemäßigtes Klima. Winter sind kühl und sonnig; sehr kalt kann es auf Hokkaido werden, wo bis zu vier Monaten Schnee liegen kann. Der Sommer (Juni - September) ist je nach Region warm bis sehr heiß. Mild im Frühling und Herbst. Regenfälle ganzjährig, die meisten Niederschläge fallen von Juni bis Anfang Juli. Hokkaido ist trockener als Tokyo. Taifune drohen im September oder Oktober, dauern aber selten länger als einen Tag.



