Reiseführer Osttimor
Inhaltsverzeichnis
Kontaktadressen
Lage
Südostasien.
Offizieller Staatsname
Demokratische Republik Timor-Leste.
Hinweis
Bei Redaktionsschluß waren noch keine vollständigen Informationen über die diplomatischen Vertretungen von Osttimor in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich. Die Interessen von Deutschland, Österreich und der Schweiz in Osttimor werden von den jeweiligen Botschaften in Jakarta/Indonesien vertreten (Adressen siehe unten). Weitere Auskünfte sind von den Auswärtigen Ämtern erhältlich. Ebenso wurden als erste Ansprechpartner für Informationen über Osttimor neben der offiziellen Internetseite der osttimorischen Regierung die Adressen der wichtigsten UN-Organisationen, die im Land tätig sind, angegeben.
East Timor Government
Internet: www.gov.east-timor.org
UN Mission of Support in East Timor (UNMISET)
Dili, Osttimor
Internet: www.un.org/peace/timor/timor.htm
UN Development Programme (UNDP)
UN Agency House
Caicoli Street, TL-Dili, East Timor
Tel: (390) 31 24 81. Fax: (390) 31 24 08.
E-Mail: registry.tp@undp.east-timor.org
Internet: www.undp.east-timor.org
Zuständige deutsche Auslandsvertretung
Deutsche Botschaft Jakarta
Jalan M.H. Thamrin 1, ID-10310 Jakarta
Tel: (+62) (021) 390 17 50. Fax: (+62) (021) 390 17 57.
E-Mail: germany@rad.net.id
Internet: www.germanembjak.or.id
Honorarkonsulate in Medan, Sanur/Bali und Surabaya.
Zuständige österreichische Auslandsvertretung
Österreichische Botschaft Jakarta
44 Jalan Diponegoro, ID-Jakarta
Tel: (+62) (021) 33 80 90. Fax: (+62) (021) 390 49 27.
E-Mail: jakarta-ob@bmaa.gv.at
Internet: www.austrian-embassy.or.id
Mo-Fr 09.00-12.00 Uhr.
Zuständige schweizerische Auslandsvertretung
Schweizerische Botschaft Jakarta
Jalan H. R. Rasuna Said, Blok X 3/2, Kuningan, ID-Jakarta-Selatan 12950
Tel: (+62) (021) 525 60 61, 520 74 51. Fax: (+62) (021) 520 22 89.
E-Mail: vertretung@jak.rep.admin.ch
Internet: www.swissembassy.or.id
Mo-Fr 09.00-12.00 Uhr.
Landesvorwahl
670.
Allgemeines
Fläche
24.000 qkm.
Bevölkerungszahl
965.300. (2003)
Während des andauernden Konfliktes flüchteten große Teile der osttimorischen Bevölkerung nach Westtimor und in andere indonesische Landesteile, so daß die Bevölkerungsverschiebung sehr groß ist. Die UN Flüchtlingsorganisation UNHCR schätzt, daß über 500.000 Menschen vertrieben wurden. Ein Repatriierungsprozeß wurde in die Wege geleitet und dauert weiter an.
Hauptstadt
Dili 50.800 (2003).
Geographie
Osttimor liegt auf der östlichen Hälfte der Insel Timor in der Timorsee zwischen Indonesien und Australien. Die Landschaft ist abwechslungsreich, es gibt eine beeindruckende Küstenlinie und Berge im Landesinneren, der Boden ist felsig. Osttimor teilt sich eine Grenze mit Westtimor. Zu Osttimor gehört auch die Exklave Oekussi-Ambeno (etwa 70 km westlich), die im von Indonesien verwalteten Westtimor liegt, sowie die Inseln Atauro (Pulo Cambing) und Jaco (Pulo Jako).
Geschichte
Osttimor war über 400 Jahre lang eine portugiesische Kolonie. 1975 räumte Portugal das Gebiet, wenige Tage später rückten indonesische Truppen ein und beanspruchten die Region als 27. indonesische Provinz. Im Juli 1976 wurde Osttimor von Indonesien als 27. Provinz annektiert. Während der nächsten zwei Jahrzehnte kämpften osttimorische Rebellen, besonders die Frente Revolucinario de Este Timor Independente (FRETILIN), weiterhin für Unabhängigkeit Osttimors und lieferten sich andauernde blutige Gefechte mit den indonesischen Besatzungstruppen. 1998 kündigte der damalige indonesische Präsident Habibie unerwarteterweise ein Referendum für Osttimor an, in dem über die volle Unabhängigkeit oder begrenzte Autonomie der Provinz innerhalb Indonesiens entschieden werden sollte. Das Referendum wurde am 30. August 1999 durchgeführt, 80% der osttimorischen Bevölkerung stimmten für Unabhängigkeit. Die indonesische Armee und vom Militär unterstützte örtliche Milizen reagierten auf dieses Abstimmungsergebnis mit einer wahren Orgie an Gewalt, Raub und Totschlag. Hunderttausende von Menschen wurden vertrieben und die ohnehin schon schwache wirtschaftliche Infrastruktur vollkommen zerstört. In den nächsten zwei Jahren wurde Osttimor von der UN-Übergangangsregierung UNTAET verwaltet, die den sozialen, wirtschaftlichen und politischen Wiederaufbau der Region in die Wege leitete. Seit dem 20. Mai 2002 ist Osttimor unabhängig. Die UN Mission of Support in East Timor (UNMISET) unterstützt in den nächsten 12 Monate die osttimorische Regierung bei ihrer Arbeit.
Staatsform
Republik. Präsident: Jose Alexandre (Xanana) Gusmão, seit Mai 2002. Regierungschef: Mari Alkatiri, seit Mai 2002. Offizielle Unabhängigkeitserklärung: 28. November 1975. Unabhängig seit 20. Mai 2002.
Sprache
Amtssprachen sind Portugiesisch und Tetum. Es gibt 12 verschiedene ethnische Gruppen in Osttimor, die alle ihren eigenen Dialekt sprechen. Von diesen Dialekten gehört der größte Teil zu den austronesischen Sprachgruppen. Die Hauptsprache Osttimors ist Tetum, eine Hybridsprache aus austronesischem Dialekt mit einem starken portugiesischen Einfluß. Bahasa-Indonesisch und Englisch wird ebenfalls gesprochen.
Religion
90% Katholiken, muslimische, buddhistische und protestantische Minderheiten, animistische Religionen.
Ortszeit
MEZ + 1 (UTC + 7).
Netzspannung
220 V, 50 Hz. Schlechte Stromversorgung, sehr oft Ausfälle.
Post- und Fernmeldewesen
Telefon
Internationale Anrufe von und nach Dili können getätigt werden. Die Ortsvorwahl für Dili ist 390.
Landesvorwahl
670.
Mobiltelefon
Netzbetreiber ist Telstra (Internet: www.telstra.com.au/mobilenet ). Der Empfangsbereich beschränkt sich auf Dili und kleinere Regionen wie Baukau, Balibo, Suai, Los Palos und Oekussi. In anderen Landesteilen kann man nur per Satellitentelefon telefonieren.
Fax
Faxanschlüsse gibt es in größeren Hotels.
Internet
Internetzugang besteht in einigen größeren Hotels.
Post
Ein eingeschränkter Postdienst existiert.
Deutsche Welle
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0221) 389 32 08. Internet: www.dwelle.de ) anzufordern.
Reisepaß/Visum
Reisepass/Visum
| Land | Visa | Reisepass |
| Deutschland | 1 | Ja |
| Österreich | 1 | Ja |
| Schweiz | 1 | Ja |
| Andere EU-Länder | 1 | Ja |
REISEPASS
Allgemein erforderlich, muß bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.
Visum
Allgemein erforderlich.
[1] Bei Ankunft in Dili auf dem internationalen Flughafen Comoro Airport wird ein Einreisesichtvermerk ausgestellt. Die Gültigkeit des Sichtvermerkes beträgt 1 Monat, die Visagebühr 25 US$. Nach Ablauf dieser Frist kann eine Verlängerung beantragt werden, bis zu einem Gesamtaufenthalt von maximal 3 Monaten (Gebühr: jeweils 1 US$ pro Tag).
Geld
Währung
Die offizielle Währung in Osttimor ist der US-Dollar. Währungskürzel: US$, USD (ISO-Code). Für regionale Transaktionen werden jedoch auch die indonesische Rupiah (Rp; IDR), der thailändische Baht (BHT; THB) und der australische Dollar (A$; AUD) benutzt.
Geldwechsel
Man sollte ausreichend Bargeld mitnehmen. Reiseschecks werden nicht eingelöst. Die australische ANZ Bank und die portugiesische Banco Nacional Ultramarino betreiben jeweils eine Niederlassung in Dili. In der ANZ Bank kann man mit einer Cirrus/Maestro-Kreditkarte von einem Geldautomaten US-Dollar abheben. Weitere Informationen vom Austeller der Kredit- oder Scheckkarten.
Kreditkarten
Werden nur in wenigen, teuren Hotels angenommen.
Wechselkurse
| US$ | US$ | US$ | US$ | US$ | |
| Dez. '02 | Apr. '03 | Sept. '03 | Jan. '04 | Apr. '04 | |
| 1 € | 1,00 | 1,08 | 1,15 | 1,28 | 1,23 |
| 1 CHF | 0,67 | 0,73 | 0,74 | 0,82 | 0,79 |
Devisenbestimmungen
Einfuhr von Beträgen im Gegenwert ab 5000 US$ müssen deklariert werden.
Duty Free
Duty Free
Bei Redaktionsschluß waren noch keine Informationen über Duty-Free Bestimmungen oder Ein- und Ausfuhrbeschränkungen für Osttimor erhältlich.
Gesetzliche Feiertage
Gesetzliche Feiertage
1. Jan 2004 Neujahr. 9. April Karfreitag. 1. Mai Tag der Arbeit. 20. Mai Tag der Unabhängigkeit. 15. Aug. Maria Himmelfahrt. 30. Aug. Tag der Verfassung, Wahl zur Unabhängigkeit Ost-Timors. 20. Sept. Befreiungstag. 27. Sept. Abzug der indonesischen Truppen. 1. Nov. Allerheiligen. 12. Nov. Santa Cruz Tag (Gedenktag des Massakers von 1991 auf dem Friedhof der Kirche Santa Cruz). 8. Dez. Maria Empfängnis. 25. Dez. Weihnachten.
1. Jan. 2005 Neujahr. 25. März Karfreitag. 20. Mai Tag der Unabhängigkeit. 15. Aug. Maria Himmelfahrt. 30. Aug. Tag der Verfassung, Wahl zur Unabhängigkeit Ost-Timors. 20. Sept. Befreiungstag. 27. Sept. Abzug der indonesischen Truppen. 1. Nov. Allerheiligen. 12. Nov. Santa Cruz Tag (Gedenktag des Massakers von 1991 auf dem Friedhof der Kirche Santa Cruz). 8. Dez. Maria Empfängnis. 25. Dez. Weihnachten.
Gesundheit
Hinweis
Bei Redaktionsschluß waren noch keine offiziellen Informationen über Impfbestimmungen für die Einreise nach Osttimor erhältlich. Das örtliche Gesundheitswesen und -versorgung ist jedoch sehr schlecht, viele Krankheiten sind hochendemisch. Reisende sollten sich auf jeden Fall medizinisch beraten lassen.
Gesundheit
| Krankheit | Vorsorge | Impfbescheinigung |
| Gelbfieber | - | - |
| Cholera | Ja | - |
| Typhus & Polio | Ja | - |
| Malaria | Ja | - |
| Essen & Trinken | Ja | - |
Malaria ist hochendemisch. Eine Impfung wird dringend empfohlen.
Cholera und Typhus sind aufgrund der äußerst schlechten Trinkwassersituation in allen Landesteilen verbreitet. Wasser sollte unbedingt vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden.
Hepatitis A kommt vor.
Poliomyelitis ist endemisch. Eine Impfung wird dringend empfohlen.
Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber ist hochendemisch.
Es besteht ein erhöhtes Ansteckungsrisiko für Japanische Enzephalitis.
Tollwut kommt vor. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Gesundheitsvorsorge
Medizinische Einrichtungen in Osttimor sind nur begrenzt vorhanden. Es gibt keine zahnärztlichen Einrichtungen. Patienten sollten sich generell an das Dili Nacional Hospital wenden. Die Medikamentenversorgung ist unzureichend, Reisende sollten eine entsprechend ausgestattete Erste-Hilfe-Apotheke mitführen. Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung mit Notfallrückführung wird dringend empfohlen.
Reiseverkehr - International
Flugzeug
Airnorth (Internet: www.airnorth.com.au ) fliegt täglich von Darwin (Australien) nach Dili. Qantas (Internet: www.qantas.com.au ) fliegt ebenfalls Dili an.
Durchschnittliche Flugzeiten
Darwin - Dili: 2 Std. 15.
Internationale Flughäfen
Comoro Airport (DIL), Dili.
In Baucau Airport, nahe Baukau in der gleichnamigen Provinz, landen ebenfalls einige internationale Flüge.
Flughafengebühren
Auf internationalen Flügen: 10 US$.
Schiff
Es gibt keine Passagierschiffe von Indonesien nach Osttimor.
Bus/Pkw
Von einer Einreise auf dem Landweg von Westtimor wird wegen immer noch anhaltender Kämpfe in Westtimor und an der gemeinsamen Grenze abgeraten.
Reiseverkehr - National
Flugzeug
s. Reiseverkehr International.
Schiff
Es gibt eine wöchentliche Fähre zwischen Oecussi und Dili.
Bus/Pkw
In Osttimor gibt es momentan nur schlechte Busverbindungen. Die vor 1999 existierenden Busse wurden in den kriegerischen Auseinandersetzungen zerstört, die wenigen Busse heute sind technisch in sehr schlechtem Zustand und ständig überfüllt. Pkw: Die Fahrbedingungen auf den Straßen in ganz Osttimor sind chaotisch und gefährlich. Man sollte besonders auf den Straßenzustand achten. Fahrer benötigen einen gültigen nationalen Führerschein. Alle Wagen müssen beim Motor Vehicle Office registriert werden.
Unterkunft
Es gibt Hotels verschiedener Preisklassen, diese befinden sich hauptsächlich in Dili. Hotelzimmer sind generell ziemlich teuer und oft ausgebucht. In den größeren Hotels werden Kreditkarten angenommen, man sollte sich bei der Buchung danach erkundigen. Eine Regierungssteuer von 10% wird auf alle Rechnungen aufgeschlagen.
Urlaubsorte & Ausflüge
Urlaubsorte & Ausflüge
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Osttimor besteht aus 13 Provinzen. Die jahrhundertelange portugiesische Besatzung hat ihre Spuren hinterlassen, überall im Land findet man Überreste von Kolonialarchitektur und portugiesischen Festungen. Während der indonesischen Besatzungszeit und während der Kämpfe im Jahr 1999 wurden jedoch viele Dörfer und Städte zerstört, die jetzt langsam wieder aufgebaut werden. Viele Häuser sind im traditionellen Baustil errichtet, der je nach Region variiert. Häuser werden aus in der Gegend vorhandenen Materialien wie Gras, Bambus, Baumstämmen und Palmenblättern auf Stelzen gebaut, die teilweise über 2 m hoch sind. Die Decken sind meistens hoch und Dächer laufen eckig oder in Form eines Bienenkorbes zu.
Dili war die Hauptstadt des portugiesischen Osttimor und ist heute die Hauptstadt des neuen Staates. Auch in Dili findet man koloniale Architektur und eine große portugiesische Festung aus dem Jahr 1627. Außerdem gibt es das Staatliche Museum von Osttimor, das 1995 gegründet wurde, und von dessen Sammlungen etwa ein Zehntel überlebt hat. Die Kollektionen umfassen wertvolle religiöse Schnitzereien, Holzfiguren, traditionelles Kunsthandwerk, Musikinstrumente und Malereien.
Der größte Teil der Stadt wurde 1999 zerstört und die verbleibenden Gebäude tragen Spuren der Kämpfe und Auseinandersetzungen. Unter der Leitung von UNTAET wurden die wichtigsten Regierungsgebäude wieder aufgebaut. Im katholischen Dili gibt es viele Kirchen, und eine große Christusstatue steht nahe Cape Fatucama auf einer Bergspitze. Außerhalb der Stadt gibt es mehrere schöne Strände, am beliebtesten ist wohl der 3 km östlich gelegene Areia Branca ('Weißer Sand').
Baukau ist die zweitgrößte Stadt in Osttimor und trotz der Verwüstungen immer noch sehr reizvoll, mit portugiesischer Architektur und japanischen Höhlen aus der Besatzungzeit des Zweiten Weltkriegs. Durch seine geographische Lage ist Baukau angenehm kühl und die Strände, etwa 5 km von der Stadt entfernt, sind atemberaubend schön. Die Fahrt entlang der Küste von Dili nach Baukau dauert etwa 4 Stunden und bietet herrliche Ausblicke auf klares Wasser und schöne Strände.
Oekussi
Die Provinz OEKUSSI gehört politisch zu Osttimor, ist geographisch und kulturell jedoch ein Teil des von Indonesien verwalteten Westtimor. Während der Kämpfe wurde Oekussi fast zu 95% zerstört. Die kleine Bevölkerung lebt in verstreuten Dörfchen. Die Hauptstadt Pantemakassar war die erste portugiesische Niederlassung in Timor und hat als solche eine besondere Bedeutung für die Osttimoresen. Pantemakassar ist ein verschlafenes kleines Städchen und liegt zwischen Gebirge und Meer. Etwa 10 m vom Strand entfernt befindet sich ein Korallenriff, das hervorragende Möglichkeiten zum Tauchen und Schnorcheln bietet.
1,5 km außerhalb der Stadt liegt Fatusuba, eine alte Festung, die die Zerstörungen von 1999 überlebt hat. In der Festung befindet sich ein Schrein, an dem regelmäßig regionale Feierlichkeiten stattfinden.
Sozialprofil
Essen & Trinken
Die Küche Osttimors ist der indonesischen sehr ähnlich und basiert auf Reis und Gewürzen. Wie in jedem Land gibt es auch hier regional unterschiedliche Spezialitäten. Da in Dili momentan viele (westliche) Ausländer leben und arbeiten, gibt es zahlreiche Restaurants und Cafés, die entsprechend angepaßte Gerichte servieren.
Einkaufstips
Als Mitbringsel eignen sich Batik- und bestickte Stoffe in traditionellen osttimorischen Mustern und Farben, sowie einheimische Schnitz- und Silberarbeiten.
Sport
Osttimor bietet hervorragende Möglichkeiten zum Wandern und Mountain-Biking. Die kristallweißen Strände, Korallenriffe und das klare Wasser laden auch besonders zum Schnorcheln und Tauchen ein.
Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Osttimor war selbst vor der Krise von 1999 eine der ärmsten Regionen der Welt. Während der gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen dem indonesischen Militär und osttimorischen Unabhängigkeitskämpfern und besonders während der destruktiven Gewaltkampagne der indonesischen Miliz 1999 wurde der größte Teil der osttimorischen Infra- und Agrarstrukur zerstört. 2001 lag das Einkommen von etwa 40 % der Bevölkerung unter der absoluten Armutsgrenze von 1 USD pro Tag. Im Dezember 1999 wurde ein Trust Fund for East Timor (TFET) eingerichtet, mit dem 10 Geberländer einen Gesamtbetrag von über 168 Millionen US$ versprachen, der für den Wiederaufbau der wichtigsten Wirtschafts- und Gesellschaftsstrukturen verwendet werden wird. Eine wichtige Einkommensquelle für die osttimorische Wirtschaft sind die Ölvorkommern in der Timorsee, über die mit der australischen Regierung vor kurzem ein Abkommen geschlossen wurde. Auch der Tourismus wird in Zukunft wieder eine Rolle spielen. In Osttimor werden außerdem hochklassige Arabicakaffeebohnen angebaut, der Kaffeeexport ist somit ebenfalls ein ausbaufähiger Wirtschaftszweig. Osttimor ist ein Mitglied des Internationalen Währungsfonds (IMF), der Weltbankgruppe, der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB). Am 27. September 2002 wurde Osttimor als 191. Mitgliedsstaat in die UN aufgenommen.
Kontaktadressen
Department for Economic Affairs and Planning, (E-Mail: economic.affairs@gov.east-timor.org ; Internet: www.gov.east-timor.org ).
Konferenzen/Tagungen
Im Hotel Timor in Dili gibt es einen Konferenzsaal für 200 Personen. Einige der größeren Hotels bieten ebenfalls Tagungssäale.
Klima
Klima
Extremes, tropisches Monsunklima. Von Juli bis November ist es sehr trocken und heiß. Der Ostmonsun bringt das trockenste Wetter (Mai - November), der Westmonsun die Regenzeit (Dezember - Mai). Während der trockenen Jahreszeit gibt es kaum Niederschlag, die Regenzeit bringt oft Überschwemmungen und Fluten. Kühler und feuchter in den Bergregionen.




