Hotline - Rückruf kostenlos

Kontaktadressen

Lage

Südamerika.

Offizieller Staatsname

Republik Bolivien.

Landesvorwahl

591.

Viceministerio de Turismo

Avenida Mariscal Santa Cruz, Palacio de Comunicaciones, Piso 16, Casilla 1868, BO-La Paz
Tel: (02) 36 74 64. Fax: (02) 37 46 30.

Botschaft der Republik Bolivien

Wichmannstraße 6, D-10787 Berlin
Tel: (030) 263 91 50. Fax: (030) 26 39 15 15.
E-Mail: embajada.bolivia@berlin.de
Mo-Do 09.00-17.00 und Fr 09.00-14.00 Uhr.
Honorargeneralkonsulat in Hamburg. Honorarkonsulate in Bremen, Frankfurt/M. und München.

Botschaft der Republik Bolivien

Waaggasse 10/4, A-1040 Wien
Tel: (01) 587 46 75. Fax: (01) 586 68 80.
E-Mail: embolaustria@of-viena.at
Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr. Konsularabt.: 09.00-16.30 Uhr (Termin nach Vereinbarung).
Honorarkonsulate in Linz, Salzburg und Wien.

Honorarkonsulat der Republik Bolivien

(mit Visumerteilung)
Seevogelplatz 2, CH-4052 Basel
Tel: (061) 312 44 45. Fax: (061) 312 50 31.
Mo-Sa 08.00-12.00 Uhr.
Honorarkonsulat (mit Visumerteilung) in Lausanne (Tel: (021) 311 16 13).

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

Avenida Arce 2395, BO-La Paz
Postanschrift: Casilla 5265, BO-La Paz
Tel: (02) 244 00 66, 244 11 33/66. Fax: (02) 244 14 41.
E-Mail: info@ambajada-alemana-bolivia.org oder info@deutsche-botschaft-bolivien.org
Internet: www.embajada-alemana-bolivia.org oder www.deutsche-botschaft-bolivien.org
Honorarkonsulate in Cochabamba, Santa Cruz, Sucre und Tarija.

Honorargeneralkonsulat der Republik Österreich

Edifício Petrolero, Avenida 16 de Julio 1616, BO-La Paz
Tel: (02) 231 39 53. Fax: (02) 239 10 73.
E-Mail: austroko@acelerate.com
Honorarkonsulat in Santa Cruz (derzeit geschlossen).

Botschaft der Schweizerischen Eidgenossenschaft

Calle 13, no 455, esquina 14 de Septiembre, Obrajes, BO-La Paz
Postanschrift: Casilla 9356, BO-La Paz
Tel: (02) 22 75 10 01. Fax: (02) 22 14 08 85.
E-Mail: vertretung@paz.rep.admin.ch

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Allgemeines

Fläche

1.098.581 qkm.

Bevölkerungszahl

8.586.443 (2003).

Bevölkerungsdichte

7,8 pro qkm.

Hauptstadt

Sucre. Einwohner: 204.200 (2003). Verwaltungs- und Regierungssitz: La Paz. Einwohner: 1.576.100 (Großraum, 2003).

Geographie

Bolivien ist ein Binnenland. Es grenzt im Nordwesten an Peru, im Norden und Osten an Brasilien, im Südosten an Paraguay, im Süden an Argentinien und im Südwesten an Chile. Das weitgehend unfruchtbare Hochplateau Altiplano, eingefaßt von den Anden, liegt etwa 4000 m ü. d. M. und macht etwa ein Drittel der Landesfläche aus. Etwa 70% der Bevölkerung leben hier, von denen fast ein Drittel Stadtbewohner sind. Die zweite Region ist ein fruchtbares Tal, das zwischen 1800 m und 2700 m ü. d. M. liegt. Das feucht-tropische, bewaldete Tiefland (Llano) im Osten nimmt zwei Drittel der Gesamtfläche ein.

Staatsform

Präsidialrepublik seit 1967. Verfassung von 1947. Zweikammerparlament aus Senat (27 Mitglieder) und Abgeordnetenhaus (130 Mitglieder). Legislaturperiode: 5 Jahre. Regierungschef: Carlos Mesa, seit Oktober 2003. Direktwahl des Staatsoberhauptes alle 5 Jahre, keine Wiederwahl. Unabhängig seit 1825 (ehemalige spanische Kolonie).

Sprache

Amtssprache ist Spanisch; daneben auch die Indianersprachen Aimará und Ketschua. Englisch sprechen einige Beamte und Geschäftsleute.

Religion

Katholiken (92,5%), Katholizismus ist Staatsreligion; Protestanten (ca. 50.000), Bahai.

Ortszeit

MEZ - 5 (UTC - 4).

Netzspannung

220 V, 50 Hz (110/220 V, 50 Hz in La Paz; 110 V in Potosí). Die meisten Hotels haben zweipolige Steckdosen für beide Stromstärken. Abweichungen können vorkommen.

Post- und Fernmeldewesen

 

Telefon

Internationale Direktdurchwahl.

Landesvorwahl

591.

Mobiltelefon

GSM 1900, Hauptnetzbetreiber umfassen Nuevatel PCS De Bolivia SA (www.nuevatel.com ) und Entel SA (www.entelmovil.com.bo ).

Faxanschlüsse

Sind vorhanden.

Internet/E-Mail

Hauptanbieter ist Megalink (Internet: www.megalink.com ). In den größeren Städten gibt es Internetcafés.

Telegramme

Von der Westküste aus möglich durch American Telegraph Company. Hauptstelle: Edificio Electra, Calle Mercado 1150, La Paz.

Post

Luftpost nach Europa braucht 3-4 Tage. Postlagernde Sendungen sind möglich.

Deutsche Welle

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0221) 389 32 08. Internet: www.dwelle.de ) anzufordern.

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Reisepaß/Visum

Reisepaß/Visum

Land Visa Reisepass
Deutschland Nein Ja
Österreich Nein Ja
Schweiz Nein Ja
Andere EU-Länder Nein/Ja/1 Ja

Anmerkung

Da sich die Visabestimmungen kurzfristig ändern können, ist es ratsam, sich vor Antritt der Reise bei den zuständigen konsularischen Vertretungen nach den aktuellen Bestimmungen zu erkundigen.

Reisepass

Allgemein erforderlich, muß bei der Ausreise noch mindestens 3 Monate gültig sein. Ausgenommen sind Staatsbürger von Argentinien, Ecuador, Kolumbien, Paraguay, Peru und Uruguay, die mit Personalausweis einreisen können. Der deutsche Kinderausweis wird anerkannt.

Visum

Allgemein erforderlich. Ausgenommen sind Staatsbürger folgender Länder für einen touristischen Aufenthalt von 90 Tagen:
(a) [1] Bundesrepublik Deutschland, Österreich, übrige EU-Länder (außer: Malta) und Schweiz;
(b) Andorra, Argentinien, Australien, Brasilien, Chile, Costa Rica, Ecuador, Island, Israel, Japan, Kanada, Lichtenstein, Kolumbien, Mexico, Monaco, Neuseeland, Niederländische Antillen, Norwegen, Panama, Paraguay, Peru, Philippinen, Serbien & Montenegro, Türkei, Uruguay, USA, Vatikanstadt und Venezuela.

Transit

Transitreisende benötigen kein Visum, wenn sie innerhalb von 24 Stunden weiterreisen und den Transitraum nicht verlassen. Zudem müssen eine bestätigte Flugreservierung und alle anderen Dokumente für die Weiterreise vorgelegt werden. Staatsangehörige von China benötigen jedoch in jedem Fall ein Transitvisum.

Anmerkung

Für Staatsangehörige mancher Länder muß vor der Beantragung eines Visums eine Genehmigung vom Außenministerium in Bolivien eingeholt werden, was in der Regel einige Wochen dauert. Nähere Angaben von der zuständigen konsularischen Vertretung (s. Adressen).

Visaarten

Touristen-, Geschäfts-, Dauer- und Studienvisum.

Visagebühren

Je nach Nationalität verschieden und vom aktuellen Wechselkurs abhängig. Staatsbürger mancher Länder erhalten das Visum kostenlos.

Gültigkeitsdauer

Touristenvisum: ab Einreisetag 30 Tage, Studentenvisum: ab Einreisetag 60 Tage gültig; Verlängerungsmöglichkeit bis zu 90 Tagen vor Ort. Geschäftsvisum: unterschiedlich.

Antragstellung

Konsulat oder Konsularabteilung der Botschaft (s. Adressen).

Unterlagen

(a) Paßfoto. (b) Reisepaß (mindestens noch 6 Monate gültig). (c) Bearbeitungsgebühr und ausgefülltes Antragsformular. (d) ggf. Gelbfieberimpfbescheinigung. (e) Geschäftsvisum: Firmenschreiben. (f) Dauer- und Studienvisum: Angabe des Aufenthaltszwecks. (g) Bescheinigung der bolivianischen Universität, Institution bzw. des Arbeitgebers. (h) Angaben zum Einreisedatum, der Aufenthaltsdauer und der voraussichtlichen Adresse in Bolivien. (i) Meldebescheinigung für Deutschland (nicht erforderlich für deutsche Staatsbürger). (j*) Polizeiliches Führungszeugnis (nicht älter als 4 Wochen). (k*) Ärztliches Attest (nicht älter als 4 Wochen) mit HIV-Test. Diese Angaben können sich kurzfristig ändern, vor der Beantragung immer die zuständige konsularische Vertretung kontaktieren.

Anmerkung

(a) [*] Die aufgeführten Unterlagen müssen von einem vereidigten Übersetzer ins Spanische übersetzt und vom Landesgericht beglaubigt werden. (b) Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.
Der postalischen Antragstellung sollten ein frankierter und adressierter Umschlag und ein Verrechnungsscheck (über die Visum- und Beglaubigungsgebühren; pro Unterschrift je ca. 26 €) beigelegt sein.

Bearbeitungszeit

Je nach Staatsangehörigkeit, maximal 6 Wochen.

Aufenthaltsgenehmigung

Anfragen an die konsularischen Vertretungen (s. Adressen).

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Geld

Währung

1 Boliviano = 100 Centavos. Währungskürzel: Bs, BOB (ISO-Code). Der Boliviano ist an den US-Dollar gebunden. Banknoten sind im Wert von 200, 100, 50, 20, 10 und 5 Bs im Umlauf; Münzen in den Nennwerten 2 und 1 Bs sowie 50, 20 und 10 Centavos.

Geldwechsel

Fremdwährungen können in Hotels und Casas de Cambio (Wechselstuben) getauscht werden. Am einfachsten lassen sich US-Dollar in kleineren Stückelungen wechseln. An vielen Geldautomaten kann man mit EC-Karten (sofern diese das Maestrosymbol tragen) Bargeld in Landeswährung abheben.

Kreditkarten

Eurocard, MasterCard, Diners Club, Visa und American Express werden, besonders in größeren Städten, akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Reiseschecks

Sollten in US-Dollar ausgestellt sein.

Wechselkurse

Bs Bs Bs Bs Bs
Dez. '02 Apr. '03 Sept. '03 Jan. '04 Apr. '04
1 € 7,38 8,01 8,89 10,05 9,77
1 CHF 5,00 5,39 5,68 6,40 6,23
1 US$ 7,42 7,57 7,74 7,85 7,90

Devisenbestimmungen

Keine Beschränkungen, es besteht Deklarationspflicht. Ausfuhr der Landeswährung und von Fremdwährungen maximal in der Höhe der angegebenen eingeführten Beträge.

Öffnungszeiten der Banken

Mo-Fr 08.30-12.00 und 14.30-18.00 Uhr, manche Banken auch Sa 08.30-12.00 Uhr.

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Duty Free

Duty Free

Folgende Artikel können zollfrei nach Bolivien eingeführt werden:

400 Zigaretten und 50 Zigarren und 500 g Tabak;
3 l Alkohol.

Artikel zum persönlichen Gebrauch und Geschenke, die den Gegenwert von 1000 US$ nicht überschreiten.

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Gesetzliche Feiertage

Gesetzliche Feiertage

1. Jan. 2004 Neujahr. 18.-24. Febr. Karneval. 9. April Karfreitag. 1. Mai Tag der Arbeit. 10. Juni Fronleichnam. 6. Aug. Unabhängigkeitstag. 1. Nov. Allerheiligen. 25. Dez. Weihnachten.

1. Jan. 2005 Neujahr. 2.-7. Febr. Karneval. 25. März Karfreitag. 1. Mai Tag der Arbeit. 26. Mai Fronleichnam. 6. Aug. Unabhängigkeitstag. 1. Nov. Allerheiligen. 25. Dez. Weihnachten.

Anmerkung

In den einzelnen Provinzen und Städten gibt es zusätzliche Feiertage.

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Gesundheit

Gesundheit

Krankheit Vorsorge Impfbescheinigung
Gelbfieber Ja/1 1
Cholera 2 2
Typhus & Polio Ja -
Malaria 3 -
Essen & Trinken 4 -

[1]

Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die aus Infektionsgebieten kommen. Eine Impfung empfiehlt sich ferner für Reisende, die in die Departamentos Beni, Cochabamba, Santa Cruz und den subtropischen Teil des Departamentos La Paz fahren wollen.

[2]

Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion (besonders für Reisende in die nördlichen Gebiete) ist jedoch nicht auszuschließen. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.

[3]

Malariaschutz ganzjährig erforderlich für alle Regionen unter 2500 m; hohes Risiko besteht im Norden (Grenzbereich zu Brasilien), den Departamentos Pando und Beni, vor allem im Gebiet von Guayaramerín, Riberalta und Puerto Rico, außerdem in den tiefergelegenen Gebieten der Departamentos Tarija, Cochabamba, La Paz und im Norden von Potosí. Geringes bzw. kein Risiko besteht oberhalb von 2500 m, in Städten, dem Departamento Oruro und den Provinzen Ingawi, Los Andes, Omasuyos und Pacajes (Departamento La Paz) sowie im Süden und im Zentrum des Departamento Potosí. Vorherrschend ist die weniger gefährliche Form Plasmodium vivax. Die gefährlichere Form Plasmodium falciparum kommt in Pando, Beni, Guayaramerín, Riberalta und Puerto Rico vor. Chloroquin- und Sulfadoxin/Pyrimethaminresistenz von Plasmodium falciparum wurden gemeldet.

[4]

Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Milch ist außerhalb der Stadtgebiete nicht pasteurisiert und sollte ebenfalls abgekocht werden. Am besten Milchpulver und Dosenmilch benutzen, jedoch nur keimfreies Wasser verwenden. Fleisch- und Fischgerichte sollten nur gut durchgekocht und heiß serviert gegessen werden. Der Genuß von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.
Hepatitis A kommt vor. Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt vor.
Tollwut kommt vor. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Die Pest kommt in der südlichen Hälfte von La Paz vor.
Für Daueraufenthalte sind ein Gesundheitszeugnis und ein negativer HIV-Test erforderlich.

Gesundheitsvorsorge

Herzkranke sollten sich wegen der extremen Höhenlage von La Paz Zeit für die Akklimatisation nehmen. Für Notfälle steht eine amerikanische Klinik in La Paz zur Verfügung. Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung wird dringend empfohlen.

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Reiseverkehr - International

Reisewarnung

Die innenpolitische Lage in Bolivien ist weiterhin durch hochgradige politische Spannungen gekennzeichnet. Seit Mitte April 2004 kommt es immer wieder zu Protestmärschen und Blockaden einzelner sozialer Gruppen, zum Teil auch unter Gewaltanwendung, die sich vor allem in der Stadt La Paz und auf ihren Zugangswegen auswirken. Davon ist immer wieder auch die Verbindung zwischen Flughafen und Hauptstadt durch zeitweise Blockaden betroffen. Reisende sollten sich von Blockaden und Menschenansammlungen fernhalten. Im übrigen gilt generell: In einem der ärmsten Länder Südamerikas sind Reisen auch stets mit Risiken für die persönliche Sicherheit verbunden. Bolivien ist eines der Länder mit den größten Drogenanbaugebieten der Welt. Von Reisen in den Chapare (Coca-Anbaugebiet) wird abgeraten, zumal es dort stets zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den Behörden und der Bevölkerung wie auch zu Gewaltverbrechen gegenüber Fremden kommen kann. Die bolivianischen Behörden machen darauf aufmerksam, daß Delikte in Zusammenhang mit Betäubungsmitteln mit langen Haftstrafen geahndet werden. Weiterhin ist zu beachten, daß die Einfuhr auch von Cocatee nach Deutschland nicht gestattet ist. Sowohl in den Großstädten als auch in straßenlosen und abgelegenen Gebieten häufen sich Überfälle auf Reisende, insbesondere durch vermeintliche Polizisten in Zivilkleidung. Besonders in touristisch attraktiven, aber abgelegenen Gebieten um La Paz kann es auch zu bewaffneten Überfällen kommen. Es wird empfohlen, Reisen dorthin in größeren Gruppen zu unternehmen und dabei die Dienste eines Reisebüros in Anspruch zu nehmen.

Flugzeug

Boliviens nationale Fluggesellschaft heißt Lloyd Aereo Boliviano - LAB (LB) (Internet: www.labairlines.com ). Verbindungen gibt es über New York (JFK), Miami und Rio de Janeiro.

Airpässe

Der Visit South American Air Pass ist gültig auf allen transatlantischen Strecken der teilnehmenden Fluglinien. Die teilnehmenden Fluglinien sind: Lan Chile (LA), Aer Lingus (EI), American Airlines (AA), British Airways (BA), Cathay Pacific (CX), Finnair (AY), Iberia (IB) und Qantas (QF). Innerhalb von Argentinien, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Chile (mit Ausnahme der Osterinsel), Ecuador, Paraguay, Peru, Uruguay und Venezuela ist der Paß gültig auf allen Direktflügen von Lan und American Airlines. Der Paß darf nur an Personen mit ständigem Wohnsitz außerhalb Südamerikas verkauft werden und gilt für einen maximalen Aufenthalt von 60 Tagen. Eine Strecke darf nicht zweimal in der selben Richtung geflogen werden. Die erste Strecke muß fest reserviert werden, offene Strecken müssen bis 1 Tag vor Abflug reserviert werden. Kinder unter 12 Jahren erhalten 33%, Kleinkinder unter 2 Jahren (ohne eigenen Sitzplatz) 90% Ermäßigung.

Durchschnittliche Flugzeit

Frankfurt/M. – La Paz: 19 Std. 30 (einschließlich Zwischenlandungen).

Internationale Flughäfen

La Paz (LPB) (El Alto) liegt 14 km südwestlich der Stadt. Taxis und Minibusse vorhanden. Es gibt einen Flughafenbus, der rund um die Uhr zur Stadt fährt (Fahrzeit 20 Min.). Flughafeneinrichtungen: Duty-free-Shop, Postamt, Bank, Geschäfte, Bars und Restaurant.
Santa Cruz (VVI) (Viru-Viru) ist 16 km von Santa Cruz entfernt. Taxis und Busse fahren zur Stadt. Duty-free-Shop und Restaurant.

Flughafengebühren

25 US$.

Schiff

Bolivien ist ein Binnenland. Europäische und amerikanische Schiffe laufen die Atlantik- und Pazifikküsten Südamerikas an. Von den Häfen Perus, Chiles, Brasiliens, Paraguays und Argentiniens kann man mit dem Zug nach La Paz oder Santa Cruz weiterfahren. Der nächstgelegene Hafen ist Arica (Chile).
Der wichtigste Hafen am Titicaca-See ist Guaqui, der von Puno (Peru) aus angelaufen wird. Guaqui ist 90 km von La Paz entfernt und kann per Bahn oder Bus erreicht werden.

Bahn

Es gibt eine Verbindung mit dem Tren Internacional von Uyuni nach Calama in Chile. Die Strecke von La Paz nach Arica (Chile) ist stillgelegt worden. Die Bahnstrecke über Corumba nach Brasilien ist derzeit außer Betrieb.

Bus/Pkw

Die Panamerikana verbindet Argentinien mit Peru und durchläuft dabei Bolivien von Süden nach Nordwesten. Durch die Straßenverbindung von La Paz nach Ilo (Peru) ist der Pazifik in 5 Std. erreichbar. Während der Regenzeit ist von Autofahrten abzuraten. Die Hauptverbindungsstraßen sind in gutem Zustand.

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Reiseverkehr - National

Flugzeug

Lloyd Aero Boliviano und TAM betreiben den Inlandflugverkehr. Aufgrund der geographischen und klimatischen Verhältnisse ist das Flugzeug das beste Verkehrsmittel. Die wichtigsten Inlandflughäfen sind Santa Cruz (Viru-Viru) und La Paz (El Alto), der höchstgelegene Flughafen der Welt.

Flughafengebühren

15 Bs.

Schiff

Das Abkommen mit Paraguay erlaubt Schiffahrt auf den Flüssen Paraguay und Paraná, so daß Bolivien Verbindungen zum Meer hat. Bolivien hat außerdem zollfreien Zugang zu den Häfen Matarani in Peru, Antofagasta und Arica in Chile, Rosario und Buenos Aires in Argentinien und Santos in Brasilien. In Bolivien gibt es mehr als 14.000 km schiffbare Flüsse, die fast ganz Bolivien mit dem Amazonasbecken verbinden. Passagierschiffe verkehren zwischen Copacabana und den kleinen Inseln im Titicaca-See.

Bahn

Die Eisenbahnen sind für Reisen über längere Strecken nur bedingt geeignet. Das Streckennetz umfaßt 3697 km und besteht aus zwei getrennten Schienennetzen im Osten und Westen des Landes. Der Zugverkehr wuerde vor kurzem privatisiert und Zugverbindungen sind eingeschränkt. Bolivien und Brasilien planen den gemeinsamen Bau einer neuen Strecke zwischen Santa Cruz und Cochabamba.
Folgende Strecken werden in beide Richtungen bedient:
Oruro - Villazón: Expreso del Sur und der Wara-Wara del Sur;
Oruro - Cochabamba: Ferrobus/Railcar und Primera;
Santa Cruz - San José - Roboré - Rivero Torrez - Quijarro: Tren Rapido Pullman, Primera, Segunda;
Santa Cruz - Cabezas - Charagua - Boyuibe - Villa Montes - Yacuiba: Tren Mixto Pullman, Primera, Segunda.

Bus/Pkw

Verkehrsmäßig ist das Land noch wenig erschlossen. Das Straßennetz umfaßt 50.419 km, 1940 km davon sind befestigt. Die meisten Straßen befinden sich in der Region Altiplano und in den Anden. Bus: Unregelmäßiger Busverkehr auf den Nebenstrecken. Taxis haben feste Fahrpreise und werden häufig mit anderen Fahrgästen geteilt, Trinkgeld ist unüblich. Mietwagen: Hertz und einheimische Firmen sind in La Paz vertreten. Unterlagen: Internationaler Führerschein, bei der Federación Inter-Americana de Touring y Automobil unter Vorlage des nationalen Führerscheins erhältlich. Es ist allerdings ratsam, den internationalen Führerschein bereits vor der Abfahrt zu beantragen.

Stadtverkehr

Die Linienbusse in La Paz werden von einem Zusammenschluß privater Busunternehmer betrieben. Außerdem gibt es Taxis (Trufi), die auf bestimmten Strecken verkehren sowie Sammeltaxis (Trufibus). Die jeweiligen Routen sind an den verschiedenfarbigen Flaggen zu erkennen. Fahrpreise sind festgesetzt.

Fahrzeiten

von La Paz zu folgenden größeren bolivianischen Städten (ungefähre Angaben in Std. und Min.):

  Flugzeug Bahn Bus/Pkw
Cochabamba 0.25 7.00 6.00
Santa Cruz 0.50 - 24.00
Tarija 1.00 - 18.00
Sucre 0.35 13.00 11.00
Potosí 0.40 12.00 12.00
Bemi 0.35 - -

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Unterkunft

Es lohnt sich, frühmorgens in La Paz anzukommen, da vor allem preiswerte Unterkünfte schnell ausgebucht sind.

Hotels

Es gibt mehrere Luxus- und Spitzenhotels. Bedienung und Steuern (insgesamt ca. 25-27%) werden auf die Rechnung aufgeschlagen. Sofern nicht anders angegeben, gelten die Preise nur für Übernachtung. Preiswerte gute Hotels gibt es überall. Auskünfte vom Viceministerio de Turismo (s. Adressen) sowie von der Bolivian Chamber of Hotel Management, Calle Panamá, esquina Plaza Uyuni, edificio Shoppig Miraflores, 3°, oficina 303, BO-La Paz. (Tel: (02) 222 26 18. Tel/Fax: (02) 222 62 90. E-Mail: cama@megalink.com ).

Pensionen

Recht gute, preiswerte Pensionen stehen in La Paz, Cochabamba und Santa Cruz zur Verfügung.

Camping

Campingplätze sind selten. Gegen eine Gebühr findet sich aber meist ein Platz zum Zelten. Mallasa, Valencia und Palca im Flußtal unterhalb von La Florida sowie Chinguihue (10 km von der Stadt entfernt) sind besonders zu empfehlen. Nähere Informationen erteilt das Viceministerio de Turismo (s. Adressen).

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Urlaubsorte & Ausflüge

Urlaubsorte & Ausflüge

-

La Paz liegt 3632 M. ü. d. M. und ist damit der höchstgelegene Regierungssitz der Welt. Im Hintergrund erhebt sich die imposante Silhouette des schneebedeckten, 6402 m hohen Monte Illimani. Viele Museen, die Kathedrale und die barocke Basilika Menor de San Francisco laden zur Besichtigung ein. Interessant ist auch ein Bummel auf der Avenida 16 de Julio, der Prachtstraße der Stadt. Beliebte Ausflugsziele sind der Titicaca-See, die Yungas-Täler, der Skiurlaubsort Chacaltaya und die faszinierenden Felsformationen im Valle de la Luna (»Mondtal«). Nahe dem Titicaca-See liegt Tiahuanaco, Boliviens wichtigste archäologische Stätte.

Die 2558 M. ü. d. M. gelegene »Gartenstadt« Cochabamba ist mit Recht stolz auf ihre lebendige Folklore und Kultur. Das Archäologische Museum verfügt über eine interessante Sammlung alter indianischer Schriftzeichen.

Das Departamento Santa Cruz ist für seinen Reichtum an Bodenschätzen bekannt. Die Stadt gleichen Namens hat in den letzten Jahren einen Bauboom erlebt, aber viele Gebäude aus der Kolonialzeit sind erhalten geblieben. Auch hier haben sich die Bewohner ihre volkstümlichen Traditionen bewahrt.

Die Kaiserstadt Potosí liegt am Fuß des berühmten Monte Cerro Rico, was so viel wie »Berg reich an Erz« bedeutet. Die riesigen Mineralvorkommen (vor allem Silber) verhalfen der Stadt zu Wohlstand. Die Zahl der Indios, die als Sklaven in Potosís Minen starben, ist legendär. Viele Minen sind noch in Betrieb und einen Besuch wert. Zu Beginn der Kolonialzeit war Potosí die wichtigste und bevölkerungsreichste Stadt des Kontinents, heute gehört sie zu den bedeutendsten historischen Städten Südamerikas. Das »Haus der Münzen«, die alte Münzprägestätte, ist nur eines der vielen kulturhistorisch interessanten Bauwerke.

Oruro ist eine Bergbaustadt mit vielen Zeugnissen aus der Kolonialzeit. Während des Karnevals kann man hier eine der ausdrucksvollsten religiösen Folkloredarbietungen Südamerikas sehen (Febr./März).

Sucre im Departamento Chuquisaca spielte im Unabhängigkeitskampf eine bedeutende Rolle. Die Hauptstadt bietet neben vielen beeindruckenden Kirchen und schönen Gebäuden zahlreiche Museen, Bibliotheken und historische Archive wie das Kathedralen-Museum, die Nationalbibliothek, das Kolonialmuseum, das Völkerkundemuseum und das Naturgeschichtliche Museum. Die Klöster der Stadt, ganz besonders das Recoleta-Nonnenkloster, sind sehr beeindruckend.

Tarija, 1957 M. ü. d. M. gelegen, ist eine einladende Stadt mit angenehmem Klima, Blumen und guten regionalen Weinen.

Departamentos Beni und Pando

Die Departamentos Beni und Pando liegen mitten im bolivianischen Dschungel. Das »Goldene« Pantiti hat viele befahrbare Flüsse und ist ideal für Wanderungen, Angel- und Bootsausflüge. Die beiden größten Städte sind Trinidad und Cobija. Ausflüge in den tropischen Regenwald mit einheimischen Führern geben einen guten Einblick in die Pflanzen- und Tierwelt.

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Sozialprofil

Essen & Trinken

Die bolivianische Küche ist unverwechselbar gut. Nationalgerichte sind Empanada Salteña (Fleisch, Schnittlauch, Rosinen, Kartoffeln, scharfe Soße und Paprika in Teig gebacken), Lomo Montado (zartes Steak mit zwei Eiern, garniert mit Reis und gebratener Banane als Beilage), Picante de Pollo (Hähnchen, Bratkartoffeln, Reis und Salat mit Chili), Chuño (gefriergetrocknete Kartoffeln, die in Chairo-Suppe gekocht werden) und Lechón al Horno (Spanferkel mit Süßkartoffeln und Kochbananen). Getränke: Bolivianisches Bier, besonders Cruzena, ist unter den südamerikanischen Biersorten besonders zu empfehlen. Chicha wird aus fermentiertem Getreide und Mais gebraut und ist sehr stark. Mineralwasser und andere alkoholfreie Getränke sind überall erhältlich.

Nachtleben

In La Paz gibt es zahlreiche Nachtklubs, die meist gegen Mitternacht öffnen, und unzählige Whiskerias, wie die einheimischen Bars genannt werden. Freitags und samstags finden ab ca. 20.00 Uhr Volksmusik- und Tanzaufführungen statt. In Cochabamba und Santa Cruz gibt es Diskotheken.

Einkaufstips

Beliebte Souvenirs sind Holzschnitzereien, Schmuck, Lama- und Alpacadecken, indianische Handarbeiten sowie Gold- und Silberschmuck. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Fr 09.30-12.30 und 15.00-19.30 Uhr, Sa 10.00-15.00 Uhr.

Sport

Fußball ist der beliebteste Publikumssport. Golf und Bergsteigen werden angeboten. Skilaufen ist im April, Mai, September und Oktober möglich. Die Piste auf dem Monte Chacaltaya ist die höchstgelegene der Welt. Forellenangeln ist besonders beliebt.

Veranstaltungskalender

Febr. 2004 Karneval, Oruro, Sucre, Santa Cruz and Tarija. März San Juan de Dios, Tarij; Phujllay (Unabhängigkeitsfeiern), Tarabuco. 4.-11. April Heilige Woche. Mai Tag des Heiligen Kreuzes, landesweit; Festtag des Allmächtigen Herrn, La Paz. Juni San Pedro und San Pablo Fiestas, landesweit; Santísima Trinidad; Gran Poder, La Paz; San Juan, Tarija, Santa Cruz und ländliche Provinzen. 10. Juni Corpus Christi, Potosi, Sucre und Copacabana. Juli Apostel Santiago, Tarija und in den ganzen Anden; San Ignacio de Moxos. 5. Aug. Fest der Jungfrau von Candelaria, Copacobana. 15. Aug. Virgen de Urkupiña (größte religiöse Feiern in Cochabamba), Quillacollo. Aug.-Sept. San Augustín, Toledo. Sept. San Roque, Tarija; Herr der Erhabenheit, Potosí, Cochabamba und Oruro; Frühlingstagundnachtgleiche, Tihuanacu. Okt. San Rafael, Santa Fé. Nov. Santo Domingo, Oruro; Jahrestag der Gründung von Beni, Trinidad; San Andrés, Santa Cruz und Taquri. 1. Nov. Allerheiligen, landesweit. Dez. Santa Barbara (siebentägiges Festival), Oruro. 8. Dez. Día de la Immaculada Concepión, Santa Cruz und Cochabamba. 24. Dez. Heiligabend, landesweit.

Weitere Auskünfte über Veranstaltungen im Jahr 2004 erteilt das Fremdenverkehrsamt (s. Adressen).

Land & Leute

Die üblichen Höflichkeitsformen gelten auch hier. Traditionen sollten respektiert werden. Die bolivianische Landbevölkerung nennt sich Campesinos, nicht Indios. Westliche Kleidung und Eßgewohnheiten werden auch langsam von den Campesinos übernommen. Bei gesellschaftlichen Anlässen ist elegantere Kleidung angebracht, ansonsten wird legere Freizeitkleidung akzeptiert. Nichtraucherzonen sind gekennzeichnet. Trinkgeld: Üblich sind 5-10% in Hotels und Restaurants, obwohl bereits 25% für Bedienung berechnet wird. Gepäckträger erwarten ebenfalls Trinkgeld.

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Wirtschaftsprofil

Wirtschaft

Trotz zahlreicher Bodenschätze wie Erdgas, Erdöl, Blei, Wolfram, Gold, Silber, Zinn und Antimon hat Bolivien eines der niedrigsten Pro-Kopf-Einkommen in ganz Lateinamerika. Am bedeutendsten ist die Zinnproduktion – Bolivien ist einer der größten Zinnproduzenten der Welt. Die Landwirtschaft ist einer der wichtigsten Arbeitgeber, die Produktivität war bislang jedoch relativ gering. Haupterzeugnisse sind Soja, Zucker, Kaffee, Holz, Rindfleisch und Häute. Erdöl, Erdgas und Mineralien sind andere bedeutende Einkommensquellen. Der florierende illegale Koka-Handel ist für zahlreiche Bauern die Haupteinnahmequelle. Die Regierung fördert allerdings mit Unterstützung der USA in verschiedenen Koka-Anbaugebieten den alternativen Anbau von Gewürzen, Obst und Tee, um den Bauern neue Einkommensquellen zu erschließen und den Kokainhandel wirkungsvoll an der Wurzel zu bekämpfen.
Die asiatische Wirtschaftskrise 1998 wirkte sich in Bolivien durch den drastischen Verfall der Rohstoffpreise und dadurch erheblich sinkende Exporterlöse aus. Die Abhängigkeit von Vorproduktimporten, hohe Transportkosten, Infrastrukturengpässe und eine schwache industrielle Basis beeinträchtigen die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Eine Zollreform, die im Juli 1999 in Kraft trat, soll steigende Einnahmen fur den Staatshaushalt bringen. 1999 betrug das Haushaltsdefizit 3,8%.
Die unzureichende Infrastruktur verhinderte bisher höhere Zuwachsraten; der Straßenbau soll jedoch jetzt mit Hilfe von Krediten vorangetrieben werden. Die 1997 in Betrieb genommene Gas-Pipeline nach Brasilien eröffnet Bolivien gute wirtschaftliche Aufbaumöglichkeiten. Der geplante Bau einer Erdgasleitung in die Wirtschaftszentren soll zu neuen Deviseneinnahmen und damit mittelfristig zur Verbesserung der außenwirtschaftlichen Lage Boliviens führen.
Die Privatisierung von Staatsunternehmen in den Bereichen Stromerzeugung, öffentlicher Transport (Luftfahrt, Eisenbahnen), Telekommunikation und Erdöl-/Erdgas hat zu beträchtlichen ausländischen Direktinvestitionen geführt. 1999 wurde der Privatisierungsprozeß so gut wie abgeschlossen. Seit 1997 wurde Bolivien in die HIPC-Initiative zur Entschuldung hochverschuldeter armer Länder einbezogen. Die durch den Schuldenerlaß eingesparten Mittel werden für die Durchführung von Strukturreformen und von ländlichen Entwicklungsprogrammen eingesetzt.
Bolivien ist Mitglied der Andengemeinschaft, der La Plata-Gruppe, des Amazonaspaktes und der Rio-Gruppe. Die regionale Wirtschaftsintegration durch Mitgliedschaft in der Mercosur-Freihandelszone hat die wirtschaftliche Position Boliviens gestärkt. Wichtigste Handelspartner sind Brasilien, Argentinien, Chile, die USA, Japan und die EU-Länder. 1999 exportierte Bolivien erstmals mehr in die EU als in jede andere Wirtschaftsgemeinschaft.

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