Reiseführer Venezuela
Inhaltsverzeichnis
Kontaktadressen
Lage
Südamerika.
Offizieller Staatsname
Bolivarische Republik Venezuela.
Landesvorwahl
58.
INTUR (Instituto de Turismo)
Avenida v. Lecuna, Parque Central, Torre Oeste, 35 Piso, VE-Caracas 1010
Tel/Fax: (212) 576 81 94, 576 90 32.
E-Mail: inatur@cantv.net
Botschaft der Republik Venezuela
Schillstraße 9-10, D-10785 Berlin
Tel: (030) 83 22 40 0. Fax: (030) 83 22 40 20.
E-Mail: embavenez.berlin@botschaft-venezuela.de
Internet: www.botschaft-venezuela.de
Mo-Do 09.00-16.00 Uhr.
Generalkonsulate in Frankfurt/M. und Hamburg. Honorarkonsulate in Endingen, Gelsenkirchen, Kiel und München.
Botschaft der Republik Venezuela
Prinz Eugen-Str. 72/1/1, A-1040 Wien
Tel: (01) 712 26 38/39. Fax: (01) 715 32 19.
E-Mail: emba.vene.austria@chello.at
Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr (Publikumsverkehr). Konsularabt.: Mo-Fr 09.30- 11.30 Uhr (Dokumentenannahme) und 15.00-16.30 (Visaausgabe).
Botschaft der Republik Venezuela
Schoffhaldenstraße 1, CH-3000 Bern 23
Postanschrift: Postfach 1005, CH-3000 Bern 23
Tel: (031) 350 57 57. Fax: (031) 350 57 58. Konsularabt.: Tel: (031) 350 57 53.
E-Mail: embavenez@greenmail.ch
Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr. Konsularabt.: 09.00-13.00 Uhr.
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Torre La Castellana, Piso 10, Avenida Eugenio Mendoza y Avenida José Angel Lamas, VE-La Castellana-Caracas
Postanschrift: Apartado 2078, VE-Caracas 1010-A
Tel: (02) 261 01 81, 261 12 05. Fax: (02) 261 06 41.
E-Mail: diplogermacara@cantv.net
Honorarkonsulate in Ciudad Guayana, Maracaibo, Porlamar (Isla Margarita) und San Cristóbal.
Botschaft der Republik Österreich
Avenida La Estancia, Edificio Torre Las Mercedes, 4 Piso, Chuao, Officina 408, Chuao, VE-Caracas
Postanschrift: Apartado 61.381, VE-Caracas 1060-A
Tel: (02) 991 38 63, 991 39 79. Fax: (02) 993 27 53.
E-Mail: caracas-ob@bmaa.gv.at
Botschaft der Schweizerischen Eidgenossenschaft
Avenida Eugenio Mendoza y San Felipe, Centro Letonia, Torre Ing-Bank, Piso 15, VE-La Castellana-Caracas
Postanschrift: Apartado 62.555, Chacao, VE-Caracas 1060-A
Tel: (02) 267 95 85, 267 99 61. Fax: (02) 267 77 45.
E-Mail: vertretung@car.rep.admin.ch
Allgemeines
Fläche
912.050 qkm.
Bevölkerungszahl
24.654.694 (2003).
Bevölkerungsdichte
27 pro qkm.
Hauptstadt
Caracas. Einwohner: 1.741.400 (2003). 3,4 Mio. mit Außenbezirken.
Geographie
Venezuela grenzt im Norden an die Karibik, im Osten an Guyana und den Atlantischen Ozean, im Süden an Brasilien und im Westen und Südwesten an Kolumbien. Das Land gliedert sich in vier Regionen: das Hochland im Westen, das Maracaibo-Becken im Nordwesten, das ausgedehnte Orinocotiefland mit den Llanos und das Bergland von Guyana, das fast 50% der Gesamtfläche bedeckt.
Staatsform
Präsidiale Bundesrepublik seit 1961. Neue Verfassung von 2000. Die Nationalversammlung hat 165 Mitglieder. Alle fünf Jahre finden allgemeine Wahlen statt. Wahlpflicht ab 18 Jahren. Staats- und Regierungschef: Hugo Chavez, seit 1999. Unabhängig seit Juli 1811 (Proklamation; ehemalige spanische Kolonie), endgültig 1821. 1830 Loslösung von Großkolumbien.
Sprache
Amtssprache ist Spanisch. Indianische Sprachen dienen regional als Umgangssprache. Englisch, Französisch, Deutsch und Portugiesisch werden ebenfalls teilweise gesprochen.
Religion
Römisch-katholisch (90%). Protestantische, orthodoxe und jüdische Minderheiten.
Ortszeit
MEZ - 5.
Netzspannung
110 V, 60 Hz.
Post- und Fernmeldewesen
Telefon
Selbstwählferndienst.
Landesvorwahl
58.
Mobiltelefon
GSM 900. Mobilfunkgesellschaften umfassen Digitel (Internet: www.digitel.com.ve ), Digicel und Infonet. Empfangs-/Sendebereich ist auf Caracas und Umgebung begrenzt.
Faxgeräte
Gibt es in den größeren Hotels.
Internet/E-Mail
Hauptanbieter sind CantvNet (Internet: www.cantv.net ), Internet Venezuela (Internet: www.internet.ve ) und Compuserve Venezuela. Internetcafés in größeren Städten.
Telegramme
Kann man im Telegrafenamt aufgeben.
Post
Luftpost nach Europa ist 3-7 Tage unterwegs; Sendungen im inländischen Postverkehr brauchen manchmal länger. Auf dem Land- und Seeweg ist Post nach Europa mindestens einen Monat unterwegs.
Deutsche Welle
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0221) 389 32 08. Internet: www.dwelle.de ) anzufordern.
Reisepaß/Visum
Reisepaß/Visum
| Land | Visa | Reisepass |
| Deutschland | Nein/2 | Ja |
| Österreich | Nein/2 | Ja |
| Schweiz | Nein/2 | Ja |
| Andere EU-Länder | Nein/Ja/1/2 | Ja |
Anmerkung
Die Visabestimmungen ändern sich häufig, aktuelle Informationen von der zuständigen konsularischen Vertretung.
Reisepass
Allgemein erforderlich, muß bei der Beantragung des Visums mindestens noch 6 Monate gültig sein. Der deutsche Kinderausweis (mit Lichtbild) wird anerkannt.
Visum
Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsangehörige folgender Länder, die mit einer Touristenkarte für einen touristischen Aufenthalt von maximal 90 Tagen einreisen können:
(a) [1] Bundesrepublik Deutschland, Österreich, übrige EU-Länder (außer: Estland, Lettland, Malta, Slowakische Republik und Zypern) und Schweiz;
(b) Andorra, Antigua & Barbuda, Argentinien, Aruba, Australien, Aruba, Barbados, Belize, Brasilien, Bulgarien, Kanada, Hongkong, Chile, Costa Rica, Dominica, Grenada, Guatemala, Island, Jamaika, Japan, Kanada, Kroatien, Liechtenstein, Malaysia, Mexiko, Monaco, Neuseeland, Niederländische Antillen, Norwegen, Panama, Paraguay, Rumänien, San Marino, St. Kitts & Nevis, St. Lucia, St. Vincent & die Grenadinen, Südafrika, Taiwan (China), Trinidad & Tobago, Uruguay und USA.
Transit
Transitreisende, die mit dem nächsten Anschluß weiterfliegen, über gültige Dokumente verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Visum.
Anmerkung
[2] Die Touristenkarte ist in der Regel nur für die Einreise per Flugzeug oder Schiff gültig. Besucher, die auf dem Landweg nach Venezuela einreisen möchten, sollten ein Visum im voraus beantragen. Dies gilt auch bei geplanten Tagesausflügen in eines der Nachbarländer, z. B. auf die kolumbianische Halbinsel Guajira, s. Urlaubsorte & Ausflüge. Die konsularischen Vertretungen erteilen weitere Auskünfte. Touristenkarten sind bei autorisierten Flug- und Schiffsgesellschaften erhältlich.
Visaarten
Touristen-, Geschäfts- und Transitvisa.
Visagebühren
Deutschland, Österreich und Schweiz
Touristen- und Transitvisum: 30 US$. Geschäftsvisum: 60 US$.
Die Preise richten sich nach den täglichen Wechselkursen. Die Visagebühren gelten für visumpflichtige Staatsangehörige, die eine gültige Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz haben.
Anmerkung
Die Visagebühren können sich kurzfristig ändern, aktuelle Angaben von den zuständigen konsularischen Vertretungen (s. Adressen).
Gültigkeitsdauer
Touristenvisum und Geschäftsvisum (mehrmalige Ein- und Ausreise möglich): bis zu 1 Jahr (bei mehrmaliger Einreise), maximale Aufenthaltsdauer jeweils 90 Tage. Transitvisum: 24, 48 bzw. 72 Std. Aufenthalt im Land. Touristenkarte: 90 Tage gültig, nicht verlängerbar.
Antragstellung
Zuständige konsularische Vertretungen (s. Adressen).
Der postalischen Antragstellung sollten ein frankierter und adressierter Umschlag und der Zahlungsbeleg über die Visumgebühr beigelegt werden.
Unterlagen
(a) Reisepaß. (b) ausgefülltes und unterschriebenes Antragsformular. (c) 2 Paßbilder. (d) Rück- bzw. Weiterreiseticket. (e) Touristenvisum: Kontoauszug oder Lohnabrechnung sowie ausreichend finanzielle Mittel für den Unterhalt während des Aufenthalts. (f) Geschäftsvisum: ein Schreiben der Firma mit genauen Daten der Ein- bzw. Ausreise, der Länge des Aufenthaltes, dem Aufenthaltsort und der Bezugsperson sowie einer Bestätigung, daß die Firma für alle Kosten aufkommen wird, sowie mit Angaben zu Gehalt und Stellenbezeichnung.
Anmerkung
Für ein Arbeitsvisum ist ein Gesundheitszeugnis (evtl. mit negativem HIV-Test) erforderlich.
Bearbeitungszeit
Persönliche Beantragung 1-2 Tage, postalisch etwa 1 Woche.
Aufenthaltsgenehmigung
Auskünfte vom Innenministerium in Caracas.
Geld
Währung
1 Bolívar = 100 Céntimos. Währungskürzel: Bs, VEB (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 10.000, 5000, 2000, 1000, 500, 100, 50, 20, 10 und 5 Bs. Münzen sind im Wert von 5, 2 und 1 Bs sowie 50, 25 und 5 Céntimos im Umlauf.
Geldwechsel
Ist in Wechselstuben (Cambios) und Banken möglich. Der Wechselkurs in Hotels ist oft ungünstiger.
Kreditkarten
American Express, Eurocard, MasterCard, Visa und teilweise Diners Club werden akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Reiseschecks
Sollten in US-Dollar ausgestellt sein. Häufig wird beim Einlösen der Reiseschecks nach der Quittung gefragt.
Wechselkurse
| Bs | Bs | Bs | Bs | Bs | |
| Dez. '02 | Apr. '03 | Sept. '03 | Jan. '04 | Apr. '04 | |
| 1 € | 1321,97 | 1743,67 | 1833,39 | 3699,01 | 3642,86 |
| 1 CHF | 898,45 | 1165,29 | 1183,35 | 1307,05 | 1481,52 |
| 1 US$ | 1321,88 | 1622,60 | 1598,00 | 2889,51 | 3032,31 |
Anmerkung
Die oben angegebenen Kurse sind (nicht-kommerzielle) Wechselkurse für Touristen.
Devisenbestimmungen
Keine Beschränkungen.
Öffnungszeiten der Banken
Mo-Fr 08.30-11.30 und 14.00-15.30 Uhr.
Duty Free
Duty Free
Folgende Artikel können zollfrei nach Venezuela eingeführt werden:
200 Zigaretten und 25 Zigarren;
2 l alkoholische Getränke;
4 Parfümflakons.
Einfuhrverbort: Pflanzen, Obst, Fleisch und Fleischprodukte.
Gesetzliche Feiertage
Gesetzliche Feiertage
1. Jan. 2004 Neujahr. 23./24. Febr. Karneval. 8. April Gründonnerstag. 9. April Karfreitag. 19. April Tag der Unabhängigkeitserklärung. 1. Mai Tag der Arbeit. 24. Juni Schlacht von Carabobo. 5. Juli Unabhängigkeitstag. 24. Juli Geburtstag von Simón Bolívar. 12. Okt. Kolumbustag. 24./25. Dez. Weihnachten. 31. Dez. Silvester.
1. Jan. 2005 Neujahr. 7./8. Febr. Karneval. 24. März Gründonnerstag. 25. März Karfreitag. 19. April Tag der Unabhängigkeitserklärung. 1. Mai Tag der Arbeit. 24. Juni Schlacht von Carabobo. 5. Juli Unabhängigkeitstag. 24. Juli Geburtstag von Simón Bolívar. 12. Okt. Kolumbustag. 24./25. Dez. Weihnachten. 31. Dez. Silvester.
Anmerkung
Zusätzlich gibt es noch regionale Feiertage. Einzelheiten von der Botschaft oder vom Fremdenverkehrsamt (s. Adressen).
Gesundheit
Gesundheit
| Krankheit | Vorsorge | Impfbescheinigung |
| Gelbfieber | Ja | 1 |
| Cholera | 2 | 2 |
| Typhus & Polio | Ja | - |
| Malaria | 3 | - |
| Essen & Trinken | 4 | - |
[1]
Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber ist nicht vorgeschrieben; bei Aufenthalten außerhalb der größeren Städte wird jedoch allen Reisenden ab dem 2. Lebensjahr eine Impfung empfohlen.
[2]
Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion ist jedoch nicht auszuschließen. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.
[3]
Malariaschutz gegen die weniger gefährliche Form Plasmodium vivax ist ganzjährig in ländlichen Regionen der Bundesstaaten Apure, Amazonas, Barinas, Bolívar, Sucre und Táchira erforderlich. Die ebenfalls auftretende gefährlichere Form Plasmodium falciparum soll chloroquinresistent sein und kommt begrenzt in folgenden Regionen vor: Amazonas (Atabapo), Bolívar (Cedeño, Gran Sabana, Sifontes, Raul Leoni und Sucre) und Delta Amacuro (Antonia Diaz, Casacoima und Pedernales).
[4]
Trinkwasser ist normalerweise gechlort und kann u. U. leichte Magenverstimmungen hervorrufen. Während der ersten Urlaubstage wird daher abgefülltes Wasser empfohlen. Wasser außerhalb der Städte ist nicht immer keimfrei und sollte sterilisiert werden. Milch ist pasteurisiert und kann, ebenso wie Milchprodukte aus ungekochter Milch, Fleischwaren, Geflügel, Meeresfrüchte, Obst und Gemüse, unbesorgt verzehrt werden.
Tollwut kommt vor. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Darm-Bilharziose-Erreger kommen im nördlichen Teil von Zentralvenezuela vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern in dieser Region sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.
Hepatitis B und D sind im Amazonasbecken hochendemisch, Hepatitis A kommt vor.
Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt vor. Auch die Hauptstadt Caracas ist betroffen.
Für ein Arbeitsvisum ist ein Gesundheitszeugnis (evtl. mit negativem HIV-Test) erforderlich.
Gesundheitsvorsorge
In den größeren Städten ist die medizinische Versorgung gut. Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung wird empfohlen.
Reiseverkehr - International
Sicherheitshinweise
Bei Reisen nach Venezuela ist wegen der angespannten politischen Lage erhöhte Vorsicht geboten. Aktuelle Reisehinweise sind von den Auswärtigen Ämtern in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich.
Flugzeug
Venezuelas Fluggesellschaften Aeropostal (Alas de Venezuela) (VH) und ServiVensa (VC) bieten hauptsächlich Inlandflüge. Lufthansa, British Airways und United Airlines bieten Flugverbindungen nach Venezuela.
Airpässe
Der Visit South America Air Pass ist gültig auf allen Strecken der teilnehmenden Fluglinien innerhalb von Argentinien, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Chile (mit Ausnahme der Osterinsel), Ecuador, Paraguay, Peru, Uruguay und Venezuela. Die teilnehmenden Fluglinien sind: Lan Chile (LA), Aer Lingus (EI), American Airlines (AA), British Airways (BA), Cathay Pacific (CX), Finnair (AY), Iberia (IB) und Qantas (QF). Der Paß darf nur an Personen mit ständigem Wohnsitz außerhalb Südamerikas verkauft werden und gilt für einen maximalen Aufenthalt von 60 Tagen. Eine Strecke darf nicht zweimal in der selben Richtung geflogen werden. Die erste Strecke muß fest reserviert werden, offene Strecken müssen bis 1 Tag vor Abflug reserviert werden. Kinder unter 12 Jahren erhalten 33%, Kleinkinder unter 2 Jahren (ohne eigenen Sitzplatz) 90% Ermäßigung.
Durchschnittliche Flugzeiten
Frankfurt – Caracas: 10 Std.; Wien – Caracas: 11 Std. 50; Zürich – Caracas: 11 Std.
Internationaler Flughafen
Caracas (CCS) (Simón Bolívar) liegt 22 km außerhalb der Stadt (Fahrzeit 35 Min.). Bank, Post, Duty-free-Shops, Tourist-Information, Mietwagenschalter, Bars, Restaurants. Busse fahren alle 10 Min. zur Stadt. Rückfahrt vom Parque Zentralbahnhof, Avenida Lecuna. Der Stadtbus fährt 06.00-22.00 Uhr alle 45 Min. zur Stadt; Rückfahrt vom Busbahnhof Nuevo Circo. Taxis sind ebenfalls vorhanden.
Flughafengebühren
14.500 Bs (von Caracas); Transitpassagiere sowie Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren sind davon ausgenommen.
Schiff
Die größten Häfen sind La Guaira, Puerto Cabello, Maracaibo, Guanta, Porlamar und Ciudad Bolívar (am Orinoco). Die größten Schiffahrtslinien, die Venezuela anlaufen, sind die Venezuelan Line, die French Line, die spanischen Schiffe Cabo San Juan und Cabo San Roque sowie Polish Ocean Lines, Columbus Line und Hapag Lloyd. Karibik-Kreuzfahrten kann man auch mit Cunard, Costa, Celebrity und Seetours unternehmen. Hafengebühr bei Ausreise.
Bahn
Keine internationalen Bahnverbindungen.
Bus/Pkw
Verbindungsstraßen führen von Kolumbien (Barranquilla und Medellín) nach Maracaibo sowie vom brasilianischen Amazonasgebiet (Manaus) nach Caracas.
Reiseverkehr - National
Reisehinweis
Die Kriminalitätsrate in den Großstädten ist hoch, Reisende sollten sich dementsprechend sicherheitsbewußt verhalten.
Flugzeug
Das beste Verkehrsmittel ist das Flugzeug, fast jede größere Stadt wird von den inländischen Fluggesellschaften Aeropostal (Alas de Venezuela) (VH) und ServiVensa (VC) angeflogen.
Flughafengebühren
600 Bs.
Schiff
Fähren verkehren zwischen Puerto La Cruz und der Insel Margarita (Fahrzeit 2 Std. 45).
Bahn
Bahnverbindung von Barquisimeto nach Puerto Cabello viermal täglich, es gibt keine Klimaanlagen.
Bus/Pkw
Das Straßennetz zwischen den größeren Städten ist sehr gut. Bus: Es gibt einige Überlandverbindungen. Mietwagen kann man an den Flughäfen und in den Großstädten erhalten, die Preise sind jedoch hoch. Das Mindestalter beträgt 21 Jahre, und der Wagen muß mit Kreditkarte bezahlt werden. Unterlagen: Internationaler Führerschein.
Stadtverkehr
Mit der U-Bahn fährt man in Caracas bequem und preiswert. Die Por Puestos (Sammeltaxis) machen in letzter Zeit dem öffentlichen Busnetz starke Konkurrenz. Sie werden von Minibusfirmen betrieben und haben sich inzwischen zum Hauptverkehrsmittel in den größeren Städten entwickelt (außer abends und an Wochenenden gleiche Fahrpreise wie für die Busse). Taxis in Caracas haben Taxameter, trotzdem kann der Fahrpreis vorher ausgehandelt werden. Nach Mitternacht wird der Taxameter nicht mehr benutzt, und man sollte den Fahrpreis auf jeden Fall im voraus vereinbaren. Nach 20.00 Uhr doppelter Fahrpreis. Am Flughafen hängen die Taxifahrpreise aus.
Fahrzeiten
von Caracas zu den folgenden größeren Städten Venezuelas (ungefähre Angaben in Std. und Min.):
| Flugzeug | |
| Porlamar | 0.45 |
| Los Roques | 0.50 |
| Mérida | 1.00 |
| Canaima | 1.15 |
| Cumana | 0.45 |
| Maracaibo | 1.00 |
| Ciudad Bolívar | 0.50 |
Unterkunft
Hotels
In Caracas stehen dem Feriengast ausgezeichnete Hotels zur Verfügung. Im ganzen Land gibt es viele kleinere Hotels; Vorausbuchung empfohlen. Kategorien: Hotels werden in drei Kategorien eingestuft. Je teurer das Hotel, desto mehr Komfort wird geboten. Bedienungsgeld wird nicht berechnet, und es gibt keine saisonalen Preisunterschiede.
Hotels außerhalb der Hauptstadt sind preiswerter, der Standard liegt allerdings etwas niedriger. Genauere Informationen enthält der Guía Turistica de Caracas Littoral y Venezuela, der von der Corporación de Turismo de Venezuela herausgebracht wird (s. Adressen).
Camping
Es gibt es keine offiziellen Campingplätze. Man kann sein Zelt an Stränden, auf Inseln, in den Llanos oder den Bergen aufschlagen. Reiseveranstalter, die Dschungeltouren anbieten, organisieren manchmal auch Campingausflüge.
Jugendherbergen
Auskünfte erteilt: Hostelling International, Av. Lecuna Parque Central, Edif. Tajamar, Nivel OFC 1, Of. 107, Caracas. Tel: (02) 576 44 93. Fax: (02) 577 49 15. (E-Mail: hotelvenezuela@yahoo.com ) sowie Idiomas Vivos s.r.l., Res. La Hacienda Local 1-4-T, Final Av. ppal. Las Mercedes, Aptdo. 80160, Caracas 1080. Tel: (02) 993 39 30. Fax: (02) 992 96 26. (E-Mail: ivi@etheron.net oder info@ividiomas.com ; Internet: www.ividiomas.com )
Urlaubsorte & Ausflüge
Caracas
-
Die venezolanische Hauptstadt liegt in einem langen, engen Tal, 16 km von der Küste entfernt. Neben zahlreichen modernen Gebäuden findet man noch immer erhaltene Altstadtteile wie San José und La Pastora. Schön ist die Plaza Bolívar, an der sich die alte Kathedrale und das Casa Amarilla (Erzbischöfliches Palais) erheben. Das Capitol (Parlamentsgebäude) wurde 1873 in nur 114 Tagen gebaut und feiert mit seinen Wandmalereien die Erfolge der venezolanischen Armee. Im Panteon Nacional ist der Sarg des Freiheitskämpfers Simón Bolívar aufgebahrt. Der Jardín Botáníco, der Parque Nacional del Este und der Country Club sind ideal für ausgedehnte Spaziergänge. Die Stadt bietet gute Museen, besonders interessant sind das Museo de Bellas Artes, das Museo del Arte Colonial, das Museo del Arte Contemporáneo und das Museo de Transporte. Bei einem Stadtbummel sollte man auch einen Besuch der Casa Natal del Libertador (Nachbau des Geburtshauses Bolívars, das durch ein Erdbeben zerstört wurde) und des danebenliegenden Museums einplanen, in dem man diverse persönliche Gegenstände Bolívars bewundern kann. Für Nachtschwärmer ist der Boulevard de Sabana Grande mit Nachtklubs, Bars und Cafés die richtige Adresse.
Ausflüge: Vom Avilaberg hat man eine gute Aussicht über die Stadt und die Küste. 30 km außerhalb der Stadt gibt es mehrere gute Strände mit ausgezeichneten Bars und Restaurants. Weitere Informationen über die Urlaubsorte in den folgenden Rubriken.
Die Nordküste
-
Die 4000 km lange Karibikküste ist eines der Haupturlaubsgebiete des Landes. Es gibt herrliche Strände und Feriendörfer, deren Ausstattung von komfortabel bis luxuriös reicht. Es gibt täglich Flüge nach Porlamar auf der Insel Margarita, die mit ihren schönen Stränden, guten Hotels und Einkaufszentren viele Besucher anzieht. Westlich von Caracas liegen Macuto, Marbella, Naiguata, Carabelleda, Leguna und Oriaco, die alle sehr gute Strände bieten. Nördlich von Maiquetia liegt die zauberhafte Insel Los Roques.
La Guaria ist der Haupthafen von Caracas. Obwohl Industrieansiedlungen das Stadtbild verändert haben, lohnt sich ein Abstecher in die Altstadt und zur Hügelstraße, die aus der Stadt hinaus führt. Weiter nach Westen auf der Panamerikana kommt man nach Maracay. Die Oper, die Stierkampfarena und das Gomez-Mausoleum sind sehenswert. Ein Ausflug zum Gomez-Landhaus, der Rancho Grande, bietet sich an.
Die Badeorte Ocumare de la Costa und Cata mit ihren herrlichen Stränden kann man über den 1130 m hohen Portachuelo-Paß im zentralen Hochland erreichen. Die meisten Inseln kann man per Boot erreichen. Vor der Küste bei Tucacas liegt Morrocoy, eine der reizvollsten Inseln; Hunderte palmenbewachsener Korallenriffe laden hier zum Tauchen und Fischen ein. Palma Sola und Chichiriviche sind ebenfalls vielbesucht. Bei der ca. vierstündigen Überfahrt von Vela de Coro und Punto Fijo nach Aruba und Curaçao sollte man mit Verspätungen rechnen.
Der quirlige Badeort Puerto la Cruz bietet gute Strände, Bars und Restaurants. In der Nähe gibt es auch einsame Strände. Der Jachthafen Morro liegt nicht weit von Puerto la Cruz entfernt in der Region Lecherías. In der Lagunenstadt Pueblo Viejo mit ihren Häusern im Stil alter karibischer Gebäude sind Boote das einzige Verkehrsmittel. Die Gegend um Puerto la Cruz steigt immer mehr in der Gunst der Besucher. Südlich von Coro liegt Barquisimento, eine der ältesten Städte Venezuelas. Die viertgrößte Stadt des Landes und Hauptstadt der Llanos ist besonders wegen ihrer modernen Kathedrale bekannt.
Maracaibo und der Lago de Maracaibo liegen in dem Gebiet zwischen der Sierra de Perije an der kolumbianischen Grenze und der weiter östlich gelegenen Bergkette Cordillera de Mérida. Stadt und Umland profitieren seit langem vom größten Ölfeld der Welt. Bei einem Ausflug zur Halbinsel Guajira, dem ursprünglichen Siedlungsgebiet der Motilone- und Guajiroindios, kann man einen Einblick in ihre Lebensweise erhalten (Visum zur Wiedereinreise von Kolumbien nach Venezuela erforderlich). Nördlich von Maracaibo leben die Goaroindios, deren Lebensstil sich seit der spanischen Kolonialzeit kaum verändert hat. Ihre Pfahlbauweise brachte Venezuela auch seinen Namen »Klein-Venedig« ein.
Die schneebedeckten hohen Gipfel und eisigen Plateaus der Cordillera de Mérida prägen das Landschaftsbild dieser Region. Lagunen, Berge, Strände, alte Dörfer, geschichtsträchtige Städte, Sanddünen und Seen mit indianischen Pfahldörfern sind typisch für diese Gegend, die reich an Sehenswürdigkeiten und Naturschönheiten ist. Der Sierra-Nevada-Nationalpark ist ebenfalls sehenswert.
Das Touristenzentrum Mérida in der Sierra Nevada im Süden ist eine Stadt mit breiten, modernen Alleen gesäumt von hochmodernen Bauwerken. Einige alte Gebäude aus der Kolonialzeit haben sich jedoch erhalten. Im Hintergrund ragen die Gipfel des Bolívar (5007 m) und des Espejo auf. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören Museen mit Exponaten moderner Kunst und Zeugnissen aus der Kolonialzeit, das Valle Grande, die Blumenuhr, Los Chorros de Milla, die Mucubaji-Lagunen, Los Anteojos, Tabay, Pogal, Los Patos, San-say und die berühmte Schwarze Lagune. Eine Bergbahn (die höchste Drahtseilbahn der Welt, sie fährt bis auf 4675 m Höhe) verbindet die Stadt mit Pico Espejo, von hier eröffnet sich ein Panoramablick auf die höchsten Gipfel der Anden und die Llanos. Der Andenklub bietet Ausflüge nach Los Nervados an, dem höchstgelegenen Bergdorf des Landes. Abstecher nach San Javier del Valle, einem erholsamen Bergort, und nach Jaji (schöne Kolonialbauten) sind ebenfalls zu empfehlen.
Die Llanos
-
Diese große, dünnbesiedelte Region von Grassteppen östlich der Cordillera de Mérida und nördlich des Orinicos ist überwiegend flach. Das Gebiet erstreckt sich bis zur Nordküste und ist Zentrum der Rinderzucht. Zahlreiche Flüsse schlängeln sich durch die Landschaft; an ihren Ufern liegen Wälder und Sümpfe, in denen Silberreiher, Papageien, Alligatoren und Affen leben. Auf den Rodeos kann man die Reitkünste der Steppenbewohner und ihre Kunstfertigkeit mit dem Lasso bewundern. Zur Entspannung kann man auch am Joropo, Venezuelas Nationaltanz, teilnehmen.
Ostvenezuela
-
Die Küste nördlich des Berglands von Guyana bietet schöne Strände und Urlaubsorte wie Higuerote, La Sabana und Lecheria, wo im späten Juni das San-Juan-Festival der Trommeln stattfindet. Das Bergland von Guyana südlich des Orinoco erstreckt sich über die Hälfte der Landesfläche und ist für seinen Gold- und Diamantenreichtum bekannt. Die Orinocoregion und das Orinoco-Delta haben sich zu einer wichtigen Handelsregion entwickelt. Die alte Stadt Ciudad Bolívar (ehemals Angostura) am Südufer des Orinocos erlebt gegenwärtig einen Bauboom, aber man kann noch immer Spuren der Kolonialvergangenheit finden. Der tierreiche Gran-Sabana-Nationalpark ist das größte Plateau Venezuelas. Santa Elena, der Guri-Damm und die Danto-Wasserfälle sind schöne Ausflugsziele. In der Pionierstadt Santa Elena de Uairén findet jeden August eine Fiesta statt. Die Besteigung des in der Nähe des Dorfes Peraitepin gelegene Roraimaberg zu Fuß kann bis zu 14 Tage dauern. Der Aufstieg auf den Gipfel des Tepuly ist ebenso schweißtreibend wie lohnenswert; in Los Caribes können die Diamantenbergwerke besichtigt werden. Nach einem kräftigen Regenschauer suchen die Kinder von Icaban nach Goldnuggets, die von den Berghängen heruntergewaschen wurden.
Im Orinoco-Delta kann man Bootsausflüge nach La Tucupita unternehmen. In Canaima (mit 3 Mio. ha einer der größten Nationalparks der Welt) kann man die Salto del Angel (Engel-Wasserfälle) bestaunen. Die Wasser des Flusses Churum donnern 979 m tief in einen Abgrund. Touren beinhalten einen Besuch zu den Wasserfällen und anderen Naturwundern, wie den vielen seltenen Pflanzen (es gibt über 500 Orchideenarten). Unterkunft findet man an den Ufern der Lagunen. Andere Nationalparks liegen im Bundesstaat Bolívar und im Bundesterritorium des Amazonas (El Cocuy und Autana).
Sozialprofil
Essen & Trinken
Spezialitäten sind die Vorspeise Tequenos (dünner Teig um weißen Käse gewickelt und gebraten), Arepas (Maisbrot), Tostadas (das Brotinnere wird entfernt und die knusprige Schale mit Schinken, Käse, gewürztem Fleisch, Hühnersalat oder Quark gefüllt) und Empanadas (Fleischpastete). Roast Lapa (saftiger Braten), Chipi Chipi (Suppe aus kleinen Venusmuscheln) und Hervido (Suppe mit Rindfleisch-, Huhn- oder Fischstücken und einheimischem Gemüse) sind ebenfalls äußerst wohlschmeckend. Die ziemlich scharfe Beilage Guasacaca wird normalerweise zu Fleisch gegessen, Pabellón Criollo (Hackbraten) mit schwarzen Bohnen, Kochbananen und Reis ist eine weitere Delikatesse. Tischbedienung ist üblich. Öffnungszeiten: 19.30-01.00/02.00 Uhr. Getränke: Ausländische Weine werden im Land abgefüllt. Mehrere gute einheimische Biersorten, der Aperitif Pousse-Café, Gin und der ausgezeichnete Rum sind zu empfehlen. Merengada (Fruchtfleisch, Eis, Milch und Zucker) ist ein besonders erfrischendes Getränk. Batido ist ebenfalls ein guter Durstlöscher, wird jedoch mit Wasser zubereitet. In den Bars wird am Tisch oder Tresen bedient. Die meisten Bars haben bis spät geöffnet.
Nachtleben
In den größeren Städten gibt es Nachtclubs und Diskotheken. Im Nationaltheater und auf den vielen städtischen Bühnen kann man Konzerte, Ballettaufführungen, Theaterstücke, Opern und Operetten genießen. Caracas bietet daneben Freilichttheater und Kinos.
Einkaufstips
Edelsteine, Schmuck, Cacique-Münzen, Gold, Perlen, Schuhe, Handtaschen, Pfeil und Bogen der Indios, Matten, Pfeifen, Körbe, Alpargatas (traditionelle einheimische Fußbekleidung der Campesinos) und Chinchorros (Hängematten). Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 09.00-13.00 und 15.00-19.00 Uhr.
Sport
Dschungeltouren: Viele Reiseveranstalter bieten Abenteuertouren an. Es gibt zahlreiche Golfklubs, Platzbenutzung ohne Mitgliedschaft ist nicht immer möglich. Wassersport: Caracas liegt nur rund eine Stunde von den wundervollen Stränden der Karibik entfernt. In Macuto werden jährlich Segel- und Jachtregatten abgehalten. Tauchen mit und ohne Tauchermaske ist in Chichiriviche, der Cata-Bucht und Macuto möglich. Schnorchler werden sich besonders auf der Insel Margarita wohlfühlen. Wintersport: Die Saison ist von Mai bis Oktober. Pferderennen: In Caracas steht Südamerikas modernste und größte Pferderennbahn La Rinconada, die an Wochenenden geöffnet hat. Boxen, Baseball und Fußball sind sehr beliebt. Ringen: Wöchentlich finden Wettkämpfe im traditionellen Lucha-Libre-Stil statt.
Veranstaltungskalender
In jeder Ortschaft wird ein Fest für den Schutzheiligen gefeiert. Bei diesen Provinzfiestas kann der Besucher farbenfrohe Folklore erleben, die mit ihren präkolumbianisch-indianischen, afrikanischen und spanischen Einflüssen die kulturelle Vielfalt des Landes dokumentiert. Die folgenden Veranstaltungen stellen nur eine knappe Übersicht dar, weitere Informationen vom Fremdenverkehrsamt (s. Adressen):
Jan. 2004
Procesion de la Divina Pastora (Religiöse Prozession), von Santa Rosa nach Barquismeto. 21. - 24. Febr. Karneval, El Callao. 11. April Verbrennung von Judas (Osterritual), landesweit. 9./10. Juni
Los Diablos Danzantes (Tänze zu Fronleichnam), landesweit. 23./24. Juni St Johannesfest (Trommelmusik und Tänze), landesweit.
Land & Leute
Zur Begrüßung gibt man sich die Hand; das Abrazo, eine Kombination aus Umarmung und Händedruck, ist ebenfalls üblich. In Caracas ist zurückhaltende Alltagskleidung angebracht, Männer sollten bei Geschäftstreffen Anzüge tragen. In Restaurants und zu gesellschaftlichen Anlässen werden Sakko und Krawatte erwartet. An der Küste ist die Kleidung salopper, aber Badekleidung gehört an den Strand. Nichtraucherzonen sollten beachtet werden. Trinkgeld: Der Betrag liegt in der Regel im Ermessen des Gastes. In den meisten Bar- und Restaurantrechnungen sind 10% Bedienungsgeld enthalten, weitere 10% sind üblich. Das Hotelpersonal erwartet ebenfalls Trinkgeld; Taxifahrern gibt man Trinkgeld, wenn sie mit dem Gepäck helfen. In Caracas gibt man mehr Trinkgeld als in anderen Landesteilen.
Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Der Erdölsektor Venezuelas bleibt auch weiterhin die Hauptstütze der Wirtschaft. Die nachgewiesenen Erdölvorhaben lagen 1996 bei etwa 72 Mrd. Barrel. Das Land ist zudem im Besitz von mehr als der Hälfte der weltweiten Schwerstölreserven. Daneben verfügt es über relativ große Mengen an Eisen und Eisenerz, Bauxit, Phosphat und Kohle sowie über reiche Vorkommen an Diamanten und Gold. Die großen Erdgasvorräte, die Venezuela ebenfalls besitzt, sind noch nicht weitreichend entwickelt. Bedeutende Industriezweige neben der Erdölförderung und -verarbeitung sind – allerdings mit erheblichem Abstand – die Stahl-, Eisen- und insbesondere die Aluminiumindustrie. Darüber hinaus spielt auch die Montage von Fahrzeugen eine relativ bedeutende Rolle. Venezuela hat einen hohen Selbstversorgungsgrad; Rindfleisch und Milchprodukte sind die wichtigsten landwirtschaftlichen Exportgüter. Kaffee, Reis und Zucker werden fast ausschließlich für den Außenhandel produziert, Getreide für den Eigenbedarf. 1997 gelang Venezuela eine makroökonomische Stabilisierung, die die verheerenden Auswirkungen der schwersten Finanz- und Bankenkrise des Landes von 1994 linderte. Während dieser Krise wurden zahlreiche Banken und Versicherungen aufgrund von Zahlungsunfähigkeit verstaatlicht sowie Preis- und Währungskontrollen eingeführt, die die wirtschaftliche Krise noch weiter verschärften. Wachsende Arbeitslosigkeit und Preissteigerungen, die auf überaus hohe Inflationsraten zurückzuführen waren, hatten zur Folge, daß sich die wirtschaftliche Krise in eine soziale Krise ausweitete. 1996 wurde mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) ein Reformprogramm beschlossen, das die Abschaffung der Devisen- und Preiskontrollen, Stabilisierung der Währung, Zunahme der Devisenreserven und einen Haushaltsausgleich vorsah. Diese Strukturreformen konnten jedoch nur teilweise realisiert werden; der ökonomische Stillstand des Landes 1998 infolge eines Verfalls der Ölpreise, der daraus resultierenden schlechten Lage der öffentlichen Haushalte und zunehmenden Massenarmut, war vorhersehbar. Zu den bedeutendsten Änderungen im Wirtschafts- und Sozialbereich seit 1999 gehören reformierte Steuergesetze, die Schaffung eines Investitionsförderungsgesetzes und der Erlaß von Rahmengesetzen für die Bereiche Strom, Gas, Bergbau und Telekommunikation. Venezuela und dessen wirtschaftliche Entwicklung ist nach wie vor in starkem Maße von der Entwicklung des weltweiten Erdölpreises abhängig; diese Abhängigkeit hat in den letzten Jahren noch an Bedeutung zugenommen. Erdöl trägt mit 25% zum Bruttoinlandsprodukt, mehr als 50% zu den Staatseinnahmen und mit 80% zum Exportwert bei. Die venezolanische Regierung hat ihrer Erdölpolitik aus diesem Grund höchste Priorität eingeräumt, die sich unter anderem in der Forderung für hohe, "gerechte" Preise und Fördermengenbeschränkungen äußert. Zur Zeit wird verstärkt dazu übergegangen, die Öl-Exploration und -Ausbeutung gemeinsam mit ausländischen Investoren zu betreiben. Im Gegensatz zur Erdölpolitik vernachlässigt die Regierung den übrigen industriellen Sektor. Dies zeigt sich unter anderem in nicht konkurrenzfähigen industriellen und landwirtschaftlichen Produkten, deren Ursache in der erheblichen Überbewertung der venezolanischen Währung liegt. Als Konsequenzen dieser Entwicklung sind massive Kapitalflucht und Betriebsschließungen im Nicht-Öl-Sektor zu beobachten. Diese Strukturmängel beeinflussen die momentan positiven Entwicklungen von Wirtschaftswachstum, Inflationsrate und Haushaltsdefizit negativ. Venezuela gehört der OPEC und der Asociación Latinoamericana de Integración an. Die USA sind der größte Handelspartner, gefolgt von Deutschland, Italien, Japan und Brasilien.
Geschäftsverkehr
In Geschäftskreisen wird überwiegend englisch gesprochen, Spanischkenntnisse sind jedoch von Vorteil. Termine sollten rechtzeitig vereinbart werden, und Pünktlichkeit wird erwartet. Visitenkarten werden ausgetauscht. Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.00-18.00 Uhr mit einer ausgedehnten Mittagspause.
Kontaktadressen
Handelsabteilung der Botschaft von Venezuela, Sophie-Charlotten-Straße 30, D-14059 Berlin
Tel: (030) 229 21 11. Fax: (030) 393 33 53.
Lateinamerikanische Handelskammer in der Schweiz, c/o Zürcher Kantonalbank, IB/International Banking, Postfach 8010 Zürich, CH-8000 Zürich. Tel: (01) 272 08 52. Fax: (01) 275 87 98. (E-Mail: admin@latcam.ch ; Internet: www.latcam.ch )
Federación Venezolana de Cámaras y Asociaciones de Comercio y Producción (FEDECAMARAS), Apdo. 2568, Edificio Fedecàmaras, Piso 5, Pent-House 2, Avenida El Empalme, Urb El Bosque, Caracas. Tel: (02) 731 17 11. Fax: (02) 730 20 97. (E-Mail: direje@fedecamaras.org.ve ; Internet: www.fedecamaras.org.ve )
Konferenzen/Tagungen
Die größeren Hotels haben Konferenzeinrichtungen.
Klima
Klima
In den Ebenen herrscht tropisches, im Gebirge gemäßigtes Klima. In Höhenlagen über 2000 m kann es recht kalt werden. Regenzeit von Mai bis Dezember.



